1.Abschnitt: 1-2 (S.7-66)

Bibliomarie

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Dann mach ich mal den Anfang, ich bin ja eh schon seit dem Eintreffen um das Buch geschlichen.

Ich finde, es geht gleich nahtlos weiter. Beim Prolog war mir sofort klar, der Schmerz im Bein bei Dickie Bow war keine Schirmspitze oder die Ecke eines Aktenkoffers. Dazu hat man schon zu viele Krimis gelesen. Und das ist genau so ein Rätsel, wie Lamb es liebt.

Sehr geschickt das erste Kapitel mit der Katze, die durch Slough House schleicht, so wird der Leser mit den Örtlichkeiten und den verschiedenen Protagonisten bekannt gemacht und bekommt auch gleich noch eine kleine Charaktereinschätzung mitgeliefert. Sehr gut für neue Leser und sehr gut für mich, weil dann gleich meine Erinnerung aufgefrischt wird.

Ich weiß nicht, ob es der Übersetzung geschuldet oder im Original so lautet, aber ich finde den Satz zu Webb (50)klasse. Er war ein Anzugträger, und wenn man ihn aufschnitte, würde er in Nadelstreifen bluten.

Allerdings auf S. 34 finde sprachlich missglückt oder nicht korrigiert: Shirley Dander klopfte vergeblich mit dem Stift gegen ihren widerspenstigen Monitor und bewarf ihn dann hin.

:reader3
Jetzt werde ich meine Nase weiter in das Buch stecken.
 

Renie

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Beim Prolog war mir sofort klar, der Schmerz im Bein bei Dickie Bow war keine Schirmspitze oder die Ecke eines Aktenkoffers. Dazu hat man schon zu viele Krimis gelesen. Und das ist genau so ein Rätsel, wie Lamb es lie
Siehst du, und ich mit geringer Krimi-Erfahrung bin überrascht worden. Tatsächlich bin ich davon ausgegangen, dass Dickie ein Alkoholiker ist, der sich in eine Fantasiesituation gesoffen hat. Also, dass er irgendeinem harmlosen Passanten hinterherrennt und Detektiv spielt. Insofern musste ich den Ausgang des 1. Kapitels zweimal lesen, so ungläubig wie ich war.:D
 

Renie

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Sehr geschickt das erste Kapitel mit der Katze, die durch Slough House schleicht, so wird der Leser mit den Örtlichkeiten und den verschiedenen Protagonisten bekannt gemacht und bekommt auch gleich noch eine kleine Charaktereinschätzung mitgeliefert. Sehr gut für neue Leser und sehr gut für mich, weil dann gleich meine Erinnerung aufgefrischt wird.
Stimmt, das ist richtig gut gemacht.
Ich weiß nicht, ob es der Übersetzung geschuldet oder im Original so lautet, aber ich finde den Satz zu Webb (50)klasse. Er war ein Anzugträger, und wenn man ihn aufschnitte, würde er in Nadelstreifen bluten.
Egal, der Satz ist einfach klasse.
Generell finde ich, dass dieses Buch voller Lebensweisheiten steckt ;):
"Wenn Löwen gähnen, heißt das nicht, dass sie müde sind."
"Das Rad dreht sich, ... aber der Hamster ist tot."
 

ElisabethBulitta

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8. November 2018
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Sehr geschickt das erste Kapitel mit der Katze, die durch Slough House schleicht, so wird der Leser mit den Örtlichkeiten und den verschiedenen Protagonisten bekannt gemacht und bekommt auch gleich noch eine kleine Charaktereinschätzung mitgeliefert. Sehr gut für neue Leser und sehr gut für mich, weil dann gleich meine Erinnerung aufgefrischt wird.

Zwei Doofe, ein Gedanke. Das hat mir auch sehr gut gefallen.

Ich weiß nicht, ob es der Übersetzung geschuldet oder im Original so lautet, aber ich finde den Satz zu Webb (50)klasse. Er war ein Anzugträger, und wenn man ihn aufschnitte, würde er in Nadelstreifen bluten.

Allerdings auf S. 34 finde sprachlich missglückt oder nicht korrigiert: Shirley Dander klopfte vergeblich mit dem Stift gegen ihren widerspenstigen Monitor und bewarf ihn dann hin.

Den ersten Satz finde ich klasse, bei dem zweiten habe ich auch so meine Probleme. Keine Ahnung, wie oft ich ihn gelesen habe, um ihn zu verstehen. M.E. müsste es entweder heißen "bewarf ihn dann" (also den Monitor) oder "warf ihn dann hin" (also den Stift).
 

ElisabethBulitta

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Generell finde ich, dass dieses Buch voller Lebensweisheiten steckt ;):
"Wenn Löwen gähnen, heißt das nicht, dass sie müde sind."
"Das Rad dreht sich, ... aber der Hamster ist tot."

Das habe ich beim Lesen auch gedacht.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim Einsteigen in das Buch einige Problem hatte. Es fehlt mir doch an Zusammenhängen und ich musste öfters ins Personenverzeichnis schauen. Außerdem hat es mir anfangs an Spannung gefehlt. Aber mal schauen, wie's sich weiterentwickelt.

Beim ersten Kapitel, den ich im Prinzip eher als Prolog sehe, musste ich an die DB denken. Alle meckern, aber woanders läuft's auch nicht rund

Der gute Mr. Lamb ist mir unsympathisch, aber auch alle anderen Mitglieder seines Teams sind eher seltsam. Aber was erwartet man auch von "Slow Horses"? Ich warte darauf, ihr Potenzial zu erkennen, das laut Klappentext ja da ist.
 

Amena25

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Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim Einsteigen in das Buch einige Problem hatte. Es fehlt mir doch an Zusammenhängen und ich musste öfters ins Personenverzeichnis schauen.

Da ich den ersten Band nicht kenne, geht es mir genauso. ch war zu Beginn etwas orientierungslos. So langsam komme ich aber rein und die Spache gefällt mir immer besser.
 

ulrikerabe

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Sehr geschickt das erste Kapitel mit der Katze, die durch Slough House schleicht, so wird der Leser mit den Örtlichkeiten und den verschiedenen Protagonisten bekannt gemacht und bekommt auch gleich noch eine kleine Charaktereinschätzung mitgeliefert. Sehr gut für neue Leser und sehr gut für mich, weil dann gleich meine Erinnerung aufgefrischt wird.
.
es ist ja nicht nur die Katze, sondern auch die beiden "Neuen", die die anderen Mitglieder zu analysieren versuchen. Das frischt enorm mein Gedächtnis auf. Ich kann mich wirklich nicht mehr an alles aus dem ersten Teil erinnern.
 

ulrikerabe

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Was ich mich aus dem ersten Band noch gut erinnere, sind die großartigen Wortspielchen. Horse, house, whores... Das geht ja in der Übersetzung leider verloren.
Hier spielt er also mit Löwen und Lämmern.
[zitat]
Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.
[/zitat] wird Alexander dem Großen zugeschrieben
 

ulrikerabe

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Der gute Mr. Lamb ist mir unsympathisch, aber auch alle anderen Mitglieder seines Teams sind eher seltsam. Aber was erwartet man auch von "Slow Horses"? Ich warte darauf, ihr Potenzial zu erkennen, das laut Klappentext ja da ist.
Lamb ist bewusst so angelegt. Er ist fett, er ist behäbig, er wird unterschätzt. Genau das ist seine Stärke. Das kommt in dem Gespräch zwischen Shirley und Marcus auf Seite 42 schon sehr gut raus. Da kommt sicher noch viel mehr.
 

Renie

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Was ich mich aus dem ersten Band noch gut erinnere, sind die großartigen Wortspielchen. Horse, house, whores... Das geht ja in der Übersetzung leider verloren.
Hier spielt er also mit Löwen und Lämmern.
[zitat]
Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.
[/zitat] wird Alexander dem Großen zugeschrieben
Danke. Dieses Zitat habe ich gesucht, leider war ich bei der Suche bei Shakespeare unterwegs. :D
 
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Leseglück

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7. Juni 2017
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Für mich war der erste Abschnitt ein schönes Wiedersehen mit alten Bekannten...die ich allerdings etwas aus den Augen verloren hatte. Die Charakterisierung durch die Katze (die nicht vorhanden war:) und die beiden Neuen, hat mir gut gefallen.
Spannend, dass es nun zwei neue Slow Horses gibt, von denen man ja noch nicht weiß, wie man sie einschätzen soll...werden sie loyal zu den anderen Slow Horses sein?

Der Dialog zwischen den beiden Neuen hat mir in Erinnerung gebracht, was mir am ersten Buch besonders gefallen hat: die trockenen, witzigen Dialoge zwischen den Protagonisten!

Das finde ich typisch britisch: merkwürdige, schrullige Gestalten, eher unsympathisch oder sogar abstoßend. Doch gerade dadurch kommt auch eine gewisse Komik auf.
Das geht mir auch so: ich finde die schrullige Gestalt von Jackson Lamb auch amüsant. Die Episoden, in denen er dem Tod von Dickie nachspürt, haben mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Z.B. sein Gedanke, dass man sich teure Folterwiderstandskurse ersparen könnte und die Agenten stattdessen zum Bahnhof Oxford schicken sollte, denn dort kann man die Fähigkeit perfekt lernen, wie man keinerlei Informationen preisgibt:).

M.E. müsste es entweder heißen "bewarf ihn dann" (also den Monitor) oder "warf ihn dann hin" (also den Stift).
Das habe ich auch gedacht, es scheint ein Schreibfehler zu sein...ist so was möglich?

Horse, house, whores... Das geht ja in der Übersetzung leider verloren.
Hier spielt er also mit Löwen und Lämmern
Ja schade, die Wortspiele würden mich auch im Original interessieren. Hast du denn das Original vorliegen?
Der Name des Hauptprotagonisten Jackson Lamb hatte mich schon im ersten Band an einen Wolf im Schafspelz denken lassen.

Noch eine Frage: : Was bedeutet ASAP auf S. 58?
 

Bibliomarie

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Was ich mich aus dem ersten Band noch gut erinnere, sind die großartigen Wortspielchen. Horse, house, whores... Das geht ja in der Übersetzung leider verloren.
Hier spielt er also mit Löwen und Lämmern.
[zitat]
Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.
[/zitat] wird Alexander dem Großen zugeschrieben

Ich kannte das Zitat noch nicht. Wenn man Löwe durch Populist ersetzt, passt es auf unsere Zeit.
 

Querleserin

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Zwei Doofe, ein Gedanke. Das hat mir auch sehr gut gefallen.



Den ersten Satz finde ich klasse, bei dem zweiten habe ich auch so meine Probleme. Keine Ahnung, wie oft ich ihn gelesen habe, um ihn zu verstehen. M.E. müsste es entweder heißen "bewarf ihn dann" (also den Monitor) oder "warf ihn dann hin" (also den Stift).
Eindeutig ein Übersetzungsfehler. Das ergibt so keinen Sinn. Ansonsten habt ihr alles zum Anfang schon angeführt. Auch bei mir regen sich Erinnerungen an den 1.Teil ;)
 

KrimiElse

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26. Januar 2019
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Die Charakterisierung durch die Katze (die nicht vorhanden war:) und die beiden Neuen, hat mir gut gefallen.
Das ist für mich als „Neuling“ der Reihe ein sehr guter Einstieg. Ich hatte ein wenig Befürchtung, dass ich mich deshalb anfangs schwer tue, doch dank der Personenliste und d4 kurzen Charakterisierung durch die Neulinge ist das nich5 der Fall.
Der Ton gefällt mir, wobei ich glaube, dass viele Spielchen mit der Sprache bei der Übersetzung verloren gehen. Das Bluten des Anzugträgers Spider Web (auch ein schöner Nickname) in Nadelstreifen ließ mich sehr kichern.

Was den Fall angeht gefällt mir, dass zwei Stränge parallel geknüpft sind. Zum einen die Beobachtung des Oligarchen Paschkin (Ich habe mich gefragt, wieso der Bezug zum russische. Dichter?) und der Versuch der Profilierung von Web in Zeiten der Unruhe im „Regents Park“. Und der seltsame Todesfall des Exagenten, der Straßenratte, auf den Jackson Lamb offenbar zufällig gestoßen ist. Es ist herrlich, wie er ermittelt, andere vorführt und austrickst, nie das Ruder aus der Hand gibt und dabei offenbar auf den ersten Blick schwerfällig und unfähig wirkt.
 
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