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Dieses Thema im Forum "Leserunde zu "Einsame Schwestern" - ab 02.06.18" wurde erstellt von Helmut Pöll, 27. April 2018.

  1. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Moderator

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    Mit "Einsame Schwestern" stellen wir Euch ein Buch der georgischen Journalistin und Autorin #ekaterine togonidze vor, das im kleinen Wiener Literaturverlag Septime erschienen ist. Septime will nach Aussage von Verleger Jürgen Schütz "schöne Bücher" machen. @Renie und ich haben ihn auf der Buchmesse in Leipzig getroffen. Schütz ist ein literarischer Überzeugungstäter im besten Sinne, ein Verleger mit Herzblut.

    "Einsame Schwestern" erzählt eine schreckliche Geschichte ohne Happy End. Ekaterine Togonidze gibt denen eine Stimme, die sonst keine haben. Und alleine deshalb ist diese Geschichte über die Einsamkeit zweier siamesischer Zwillinge ein sehr menschlicher und großartiger Roman, einer, dessen Bilder auch nach Jahren noch im Gedächtnis bleiben.


    Die siamesischen Zwillinge Lina und Diana sterben unter mysteriösen Umständen. Erst danach erfährt ihr Vater Rostom von deren Existenz, und dann, Seite für Seite, über das Leben seiner Töchter und deren unterschiedliche Persönlichkeiten in ihren ergreifenden Tagebucheinträgen. Die beiden gegensätzlichen Stimmen zeichnen ihre außergewöhnlichen Erfahrungen als zwei getrennte Personen auf, die sich einen Körper teilen müssen. Bis ins Teenager-Alter werden die verletzlichen Zwillinge von der Außenwelt verborgen und von der Großmutter umsorgt, die darum kämpft, die beiden in einem verarmten postsowjetischen Georgien zu beschützen – einer Gesellschaft mit wenig Mitgefühl für Behinderte. Nachdem die Großmutter stirbt, sind Lina und Diana wehrlos und fallen jeder Art von Misshandlung zum Opfer. Sie werden sexuell und psychisch missbraucht, sie werden gezwungen, als Freaks im Zirkus zu arbeiten. Von der Taille abwärts verbunden, bleibt den Schwestern als einziger Rückzugsort die Welt ihrer Tagebücher: Lina, unbeschwert und glücklich, ist fähig, sich zu verlieben, schreibt Gedichte, hat eine optimistische und romantische Seele und erfreut sich an den kleinen Dingen des Lebens. Diana, angespannt und bodenständig, kann ihre Situation nicht akzeptieren. Nur von der Großmutter unterrichtet und versteckt vor der Außenwelt, erweitern die beiden ihren Wortschatz durch Fernsehsendungen und Blättern in Illustrierten. Die daraus entstehende einfache Sprache in ihren Tagebucheinträgen unterstreicht das Bild der Isolation der Zwillinge und macht diesen einzigartigen Roman authentisch.

    Unsere Leserunde zu "Einsame Schwestern" beginnt am 02.06.18
     
    #1 Helmut Pöll, 27. April 2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Mai 2018
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  2. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Moderator

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    Gestern hat uns ganz überraschend die schöne Nachricht erreicht, dass die georgische Autorin #ekaterine togonidze an unserer Leserunde zu "Einsame Schwestern" teilnehmen wird und uns für Fragen zur Geschichte zur Verfügung steht. Wir werden hier dazu einen eigenen Diskussionsstrang einrichten und die Fragen und Antworten übersetzen.
     
  3. Renie

    Renie Moderator
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