1. Jakob - Tumaros - Wir bleiben!

miriam

Neues Mitglied
1. September 2014
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Mühlenau-Auenland

Diese Assoziation stellte sich nach den ersten Seiten ein. Die Beschreibung des Dorfes, der Häuser, der Gemütlichkeit ist eindrücklich. Die idyllische Hobbit-Atmosphäre stellte sich schnell ein, wenn auch die Bedrohung der Idylle rasch präsent war.

Mir gefiel die Beschreibung der Figuren. Insbesondere die hübsche Rosa mit ihrer Rüschenschürtze ist bei mir hängengeblieben.

Warum hat sich die Autorin für Tiere entschieden ? Warum nicht Menschen? Und warum Bären ? Warum nicht Füchse oder Eichhörnchen? Das ist keine Kritik. Ich frage aus Neugier. Bären, die Hühner halten....:)

Wir haben es mit einer Fabel zu tun.
 

Paula Roose

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17. April 2014
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Ich bin ein bekennender Tolkien-Fan und ich glaube, man wird immer Spuren davon in meinen Büchern finden, zumindest in Fantasy. Das du schreibst, die Idylle erinnert dich an das Auenland, empfinde ich als schönes Kompliment.
Ja, warum Bären? Im ersten Impuls würde ich sagen: Die kamen mir einfach in den Sinn, als die Geschichte in meinen Kopf wollte. Aber ich denke, es hat schon eine tiefere Bedeutung. Eichhörnchen kann ich mir nicht vorstellen in Menschengestalt. Die sind einfach zu klein. Ich werde mir diese Frage aufheben für den Schluss. Vielleicht beantwortet sie sich auch von allein.
LG
 

Elke

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9. September 2014
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Die Bären in Mühlenau leben nach 50 Jahren wieder in großer Angst, und das spürt man auch beim Lesen. Der Drache Tumaros hatte schon einmal ihr Dorf verwüstet, sie ausgeraubt und viele Bären sogar getötet. Die Bären haben diesen Überfall nicht vergessen, aber ihre Heimat war ihnen sehr wichtig, und deshalb sind viele von ihnen dort trotzdem wohnen geblieben.
Auch Jakob lebt mit seiner hübschen Enkeltochter Rosa in Mühlenau. Sie sind glücklich, bis Tumaros eines Tages wieder donnernd über das Dorf fliegt. Was sucht er eigentlich für eine "Beute"...............weiß er das zuerst überhaupt, oder möchte er den Bewohnern erst einmal nur Angst machen. Ihnen zeigen, welche Macht er über sie hat...............
Doch als er die hübsche Rosa sieht, da ist es um ihn geschehen. Sie soll sein "größter Schatz" werden...............Liebt er sie...............? Wahrscheinlich ist das am Anfang tatsächlich so.
Rosa ist total fasziniert von Tumaros, als sie ihn das erste Mal sieht. Sie ist überwältigt von seinem prachtvollen Panzer, seiner Größe und Schönheit. Über das, was er den Bären einmal angetan hat, darüber ist sie natürlich entsetzt............und trotzdem kann sie ihn einfach nicht vergessen. Liebt sie ihn.....? Ich denke schon....................obwohl man das eigentlich fast nicht glauben kann. Aber was sagt manchmal "das Herz".............und was sagt "der Verstand"..............worauf hört man eher............siegt immer "die Vernunft"......?

Die Geschichte beginnt sehr ruhig, und es werden sehr viele liebevolle Details erzählt. Deshalb kann ich mir einiges sogar bildlich sehr gut vorstellen...........ich "lebe" dann mit den Bären in Mühlenau........
Die Bären kommen für mich meistens "menschlich" rüber, zumal Paula sie teilweise auch so beschreibt. Als Beispiel fällt mir da die Schürze von Rosa ein (hat Miriam auch geschrieben). Ich mußte sofort an meine Oma denken, denn die trug auch zu den unterschiedlichen Hausarbeiten immer eine andere Schürze. Sonntags war sie weiß, mit einer breiten Rüschenkante. Paula, und da habe ich mich gefragt, wie kommst du denn gerade auf diese Schürzen?

So, das fällt mir jetzt spontan zu den ersten Kapiteln ein.........

Liebe Grüße
Elke
 
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Paula Roose

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17. April 2014
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Ja, die Schürzen ... zum einen sind es ja Mischwesen aus Bär und Mensch. Eigentlich brauchen sie keine Kleidung, aber darin zeigt sich ihre Menschlichkeit, bei einem mehr, beim anderen weniger, jeder so, wie er will.
Ich glaube diese Rüschenschürze soll ein bisschen heile Welt symbolisieren, die es ja nicht ist, nur scheinbar. Und es steht für Rosas Verspieltheit und ihr Sinn fürs Detaill. Sie ist ein bisschen noch Kind, nur beinahe erwachsen.

Liebe Elke, das habe ich alles auch so im Kopf gehabt, wie du es beschreibst. Das freut mich gerade.
Liebe Grüße
Paula
 

Elke

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9. September 2014
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Liebe Paula,

für mich sind die Bären eigentlich eher Menschen...............aber das liegt an deinem Schreiben. Außerdem hast du jetzt bereits zwei Leser, die sich unabhängig voneinander so gut an diese Schürzen erinnern können (ein super schönes Detail). Ich finde auch, dass Rosa am Anfang noch mehr ein Kind ist. Auch die Hochzeit mit Bodo...................ist sie dafür überhaupt schon "bereit". Möchte sie ihn nicht viel lieber erst einmal noch als "sehr guten Freund" behalten..................

Ich lese "Drachentau" jetzt nach deinen "Vorgaben", damit ich auch direkt dazu antworten kann. Was ich bis jetzt geschrieben habe, das waren aber schon beim ersten Mal meine Gedanken.
Du hast es auch so im Kopf gehabt.................Paula, dann hast du doch bis jetzt mit dem Inhalt voll ins "Schwarze" getroffen. Das ist doch ein schönes Gefühl für eine Autorin.................darüber freue ich mich natürlich auch!

Liebe Grüße
Elke
 

kointa

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23. Mai 2014
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Ich habe nun das erste Kapitel gelesen und muss gestehen, das ich noch sehr große Schwierigkeiten habe mit die Bären bildlich vorzustellen. Ein Bär mit menschlichen Gesicht und Hände, will mir meine Phantasie einfach nich fabrizieren. Ich stelle mir die Figuren also eher als Menschen vor.
Welche Figur mich gleich bei ihrem ersten Auftrit in den Bann gezogen hat ist die Waldfee Eschagunde. Ihre "Lichterscheinung" hat mich zu erst ein wenig an Tinkerbell erinnert ;-)
Sehr schön ist mir auch die Beschreibung der Dorfidylle aufgefallen. Und stimmt es erinnert an Auenland
 

Elke

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9. September 2014
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Die Waldfee Eschagunde...............die hatte ich ganz vergessen (und dabei ist sie doch für die Bären so wichtig). Diese Figuren sind für mich sogar das "I-Tüpfelchen" in diesem Roman.

Allerdings passt das jetzt auch gerade zu meiner Frage.........
Wie kommt man eigentlich auf diese Feen-Namen, oder haben die Namen eventuell sogar eine ganz bestimmte Bedeutung....?

Liebe Grüße
Elke
 

miriam

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1. September 2014
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Ich erlebe Tumaros als Ultranarzisten. Mit Liebe hat seine Regung für Rosa nichts zu tun. Ihre Schönheit dient seiner Macht, seinem Glanz, um den es ihm allein geht.

Und die junge, unerfahrene Rosa erliegt dem verführerischen Glanz des Scheusals.

Ein altes, trauriges Spiel.....
 

Paula Roose

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17. April 2014
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Den Namen Eschagunde habe ich von Eberesche abgeleitet. Alle Waldfeen sind nach ihren Heimatbäumen benannt.
Im Wald findet man alles, was ein Mensch zum Leben zum braucht: Nahrung. Kleidung, Wohnung, Schutz, Wärme, Heilung. So gesehen spielt er nicht umsonst in vielen Geschichten eine besondere Rolle. Ich persönlich liebe den Wald sehr. Die Feen, die einen Gegenpart zum Drachen bilden, dem Wald zuzuordnen, kam irgendwie ganz von allein.

Tumaros ist ein ganz übler Narzist, das hatte ich im Kopf, als ich ihn beschrieb.
 

Chiawen

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12. April 2014
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Lüdenscheid
chiasbuecherecke.blogspot.co.at
Zu erst habe ich etwas über diese menschlichen Bären gestutzt und konnte sie nicht ganz zuordnen.
Doch mit jeder Zeile wurden sie mir sympathischer, vor allem als Rosa dazugekommen ist. Durch das Kochen der Speisen sind sie für mich eher Mensch als Tier geworden.
Die Atmosphäre, die du um Dorf geschaffen hast gefällt und durch die Bedrohung durch den Drachen wird es auch gleich spannend.

Toll finde ich auch das man zum Einstieg einen kleinen Überblick über den Wald und seinen Bewohnern bekommt. So ist man gleich drin und kann es sich gut vorstellen.

Jetzt frage ich mich was mit Eschagunde passiert ist und was noch mit Rosa passieren wird.
 

Elke

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9. September 2014
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Hallo Paula,

die Namen der Feen beziehen sich auf Bäume.................das steht auch irgendwo in dem Roman...................habe es nur vergessen........
Dieser krasse Unterschied zwischen den Feen und dem Drachen passt super, denn sie haben ja auch "gewisse Kräfte" und können damit den Bären in bestimmten Situationen helfen.

Liebe Grüße
Elke
 

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