Mary Shelley - The Last Man

Manderley

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7. Juni 2021
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www.thomasmanderley.com
Nun kennt die Allgemeinheit das Thema "Frankenstein" von Mary Shelley, ob als Buch oder Film (oder als App, die gibt's jetzt wahrscheinlich auch schon).

Interessant an der Sache ist, so finde ich, dass Mary Shelley gerade einmal 20 Jahre alt war, als sie das Buch schrieb. Dies ist für eine junge Frau in der damaligen Zeit (Anfang des 19. Jh.) recht ungewöhnlich, denn das Szenario ist ja wirklich düster, um es gelinde auszudrücken.

Also dachte ich mir, dass es es spannend wäre, auch andere Werke von Mary Shelley kennenzulernen und nachdem ich etwas gestöbert hatte, stieß ich auf "The Last Man". Auch dieses Buch ist, wie der Titel erahnen läßt, eher düster. Aber es hat einen sehr realen Bezug zur heutigen Zeit. Mehr will ich nicht verraten.

Ich versuche mich auf jeden Fall an der englischen Original-Version, auch wenn dies eine echte Herausforderung für mich darstellt.

Mary Shelley starb am 01.02.1851 im Alter von nur 53 jähren an einem Hirntumor.
Aber ihre Bücher sind bis heute Klassiker der Literaturgeschichte .... Ich bin gespannt.
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda
Ich habe letzten Dezember die Biographie Mary Shelleys von Muriel Spark gelesen und war fasziniert von ihrem Standvermögen und der intellektuellen Leistungsfähigkeit. Was für eine Frau! Als Achtzehnjährige mit Shelley durchgebrannt, hat halb Europa mit ihm bereist, Latein und Griechisch gelernt, ihren Vater, die Stiefschwester und noch einige andere Verwandte finanziell unterstützt, wurde viermal Mutter und hat alle Kinder frühzeitig verloren, was sie sehr hart getroffen hat. Und nebenher noch Frankenstein geschrieben - ein sprachlich wie gedanklich sehr reifes Werk - mit gerade mal 21 Jahren. Schon im Jahr darauf starb übrigens ihr geliebter Percy und fortan brachte sie sich allein durch.
"The Last Man" habe ich noch auf der Liste. Ich habe eine Übersetzung, die "Verney, der letzte Mensch" heißt. Ich habe mal ein paar Seiten angelesen - es scheint ein recht philosophisches Werk zu sein, mit dem aktuellen Bezug hat es jedenfalls seine Richtigkeit. ;)
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda
Ich habe es schon mehrfach gelesen ... irgendwann gerne, aber nicht in der nächsten Zeit, es wartet zu viel anderes.
Frankenstein ist übrigens ganz anders, als man nach all den filmischen und Comic-Adaptationen erwarten würde.
Ich habe kürzlich eine Verfilmung des Stoffes (mit vielen Hinzufügungen) gesehen, mit James McAvoy, den ich sehr schätze, in der Titelrolle ... Phantasievoll gemacht, aber dramaturgisch unter aller Kanone. Mrs. Shelley würde sich wohl die Frisur zerraufen ...

ps. Was ich immer wieder lustig finde, @Manderley entschuldige bitte etwas Klugscheißerei in Deinem Faden: Mrs. Shelley war mit einigen Freunden in einer Hütte in der Schweiz, wo man sich mit Gruselgeschichten unterhielt. Die Freunde waren alle schriftstellerisch tätig, und man kam überein, dass jedes Mitglied der Runde eine Gruselgeschichte schreiben sollte. Mary Shelley war die einzige, die es wirklich tat. Das Resultat ist Frankenstein.
 

Barbara62

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19. März 2020
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Baden-Württemberg
mit-büchern-um-die-welt.de
Danke euch für die interessanten Infos über die Autorin.
Bei mir liegt noch Frankenstein in der illustrierten Büchergilde Ausgabe am Tsunny (=SuB)
Hätte jemand Interesse, das mal in der Weltliteratur zu lesen?
@RuLeka @Emswashed @Yolande @Barbara62 @ThomasWien @kingofmusic @Die Häsin @Querleserin
und die üblichen Verdächtigen;)
Eher nicht, sorry! Wir übernehmen dann einfach, was du sagst, und sind auch ein bisschen gebildet... Zum Angeben wird es reichen. ;)
 

Manderley

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Ich habe letzten Dezember die Biographie Mary Shelleys von Muriel Spark gelesen und war fasziniert von ihrem Standvermögen und der intellektuellen Leistungsfähigkeit. Was für eine Frau! Als Achtzehnjährige mit Shelley durchgebrannt, hat halb Europa mit ihm bereist, Latein und Griechisch gelernt, ihren Vater, die Stiefschwester und noch einige andere Verwandte finanziell unterstützt, wurde viermal Mutter und hat alle Kinder frühzeitig verloren, was sie sehr hart getroffen hat. Und nebenher noch Frankenstein geschrieben - ein sprachlich wie gedanklich sehr reifes Werk - mit gerade mal 21 Jahren. Schon im Jahr darauf starb übrigens ihr geliebter Percy und fortan brachte sie sich allein durch.
"The Last Man" habe ich noch auf der Liste. Ich habe eine Übersetzung, die "Verney, der letzte Mensch" heißt. Ich habe mal ein paar Seiten angelesen - es scheint ein recht philosophisches Werk zu sein, mit dem aktuellen Bezug hat es jedenfalls seine Richtigkeit. ;)
Danke für die Infos. Bin echt gespannt auf das Buch ....
 

Manderley

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Ich habe es schon mehrfach gelesen ... irgendwann gerne, aber nicht in der nächsten Zeit, es wartet zu viel anderes.
Frankenstein ist übrigens ganz anders, als man nach all den filmischen und Comic-Adaptationen erwarten würde.
Ich habe kürzlich eine Verfilmung des Stoffes (mit vielen Hinzufügungen) gesehen, mit James McAvoy, den ich sehr schätze, in der Titelrolle ... Phantasievoll gemacht, aber dramaturgisch unter aller Kanone. Mrs. Shelley würde sich wohl die Frisur zerraufen ...

ps. Was ich immer wieder lustig finde, @Manderley entschuldige bitte etwas Klugscheißerei in Deinem Faden: Mrs. Shelley war mit einigen Freunden in einer Hütte in der Schweiz, wo man sich mit Gruselgeschichten unterhielt. Die Freunde waren alle schriftstellerisch tätig, und man kam überein, dass jedes Mitglied der Runde eine Gruselgeschichte schreiben sollte. Mary Shelley war die einzige, die es wirklich tat. Das Resultat ist Frankenstein.
Ja, manche Filme lassen vom Buch nicht viel übrig. Es gibt aber auch gute Beispiele, wo der Film fast besser ist, als das Buch. Aber das ist ein anderes Thema, das wir auch gerne mal diskutieren können.

Auf jeden Fall Danke für die Infos. Aber egal wie das Buch entstand: Das Thema so umzusetzen erfordert viel Können und Mut. Ich selbst hatte vor ein paar Monaten die Idee zu einem Horror-Roman und ich habe echt Respekt davor, das Buch auch zu schreiben. Es ist ja so, dass nach einer Weile der Roman während des Schreibens sozusagen "lebendig" wird. Soll heißen, man hat das Gefühl, das Buch ist bereits fertig und man hat als Autor die Aufgabe, es nur noch aufzuschreiben. Ist bei Musik und Komposition übrigens genauso. (Zitat eines rollenden Steins: "Gute Songs werden nicht geschrieben, sondern gefunden.") Ich habe einfach Respekt davor, was mich während des Schreiben erwartet.

Zurück zu Mary Shelley: Ihr ging es beim Schreiben vielleicht ähnlich, aber sie hat es zu Ende gebracht, und das auf diese Art und Weise ... Alle Achtung!
 
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