Drachenläufer

Buchseite und Rezensionen zu 'Drachenläufer' von Khaled Hosseini
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Drachenläufer erzählt vom Schicksal der beiden Jungen Amir und Hassan und ihrer ungücklichen Freundschaft. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Verrat, Trennung und Wiedergutmachung vor dem Hintergrund der jüngsten Vergangenheit Afghanistans.

Format:Kindle Edition
Seiten:384
EAN:

Rezensionen zu "Drachenläufer"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Nov 2018 

    Unglaublich berührend und zum Nachdenken anregend

    „Es mag unfair sein, aber es kommt manchmal vor, dass die Ereignisse weniger Tage oder vielleicht auch nur eines einzigen Tages genügen, um den Verlauf eines ganzen Lebens zu verändern, …“. (S. 154)

    Tja, nu sitz ich hier und versuche einen Anfang für eine Rezension zu „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini zu finden.

    Dabei weiß ich gar nicht, ob eine Rezension diesem Buch überhaupt gerecht werden kann – mögen Kritiker auch behaupten, es sei „pro amerikanisch“, „kitschig“… All das kann ich nach der Lektüre weder verstehen und noch weniger unterstützen.

    Die Geschichte von Amir und Hassan, zwei Jungen im Kabul der 1970er Jahre, ist durchzogen von Verrat, (Familien-)Geheimnissen, Schuldgefühlen und -bewusstsein, aber auch von einem klaren Blick auf die afghanischen Verhältnisse vor und nach der Besetzung durch die Russen und später durch die unsäglichen Taliban, die zunächst als Helden gefeiert wurden.

    Die beschriebene vorherrschende Brutalität, mit der die Taliban jedoch dann gegen einzelne Volksgruppen oder Andersdenkende vorgehen, treibt dem Leser bei schreckgeweiteten Augen tiefe Furchen in die Stirn, weil man nicht glauben will oder kann, was man gerade gelesen hat.

    Und trotzdem schafft es Khaled Hosseini den Leser auch zu berühren – angefangen mit der Beschreibung Kabuls und anderer afghanischer Städte, der Kultur (nicht nur des Drachenfliegens, die ich in der Art und Weise ziemlich brutal finde – ich würde mir nicht gerne beim Drachenfliegen die Finger an Glasscherben blutig schneiden wollen *g*) und der Entwicklung der Romanfiguren – allen voran hier natürlich Amir, aus dessen Sicht die gesamte Geschichte geschrieben ist.

    Tja, mehr bleibt mir eigentlich nicht zu schreiben – ich bin noch zu gefangen in der Geschichte. Auf jeden Fall war „Drachenläufer“ nicht mein letztes Buch von Khaled Hosseini und ich danke einem ganz besonderen Menschen für die Leihgabe!