Das Haus der Lady Armstrong

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus der Lady Armstrong' von Andrew O'Connor
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3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Haus der Lady Armstrong"

Als Lord Edward Armstrong 1840 für seine Frau Anna ein Herrenhaus errichten lässt, ist es ein Monument der Liebe. Doch der ersehnte Erbe bleibt aus, und ihre Ehe zerbricht. Ihren Nachfahren Lord Pierce und Lady Clara ergeht es nicht besser. Auch auf ihnen scheint ein Unglücksfluch zu liegen, und Clara verlässt das Haus als gebrochene Frau ... Ein Jahrhundert später: Auf Anhieb hat Kate Fallon sich in das Anwesen verliebt, doch ahnt sie nicht, was sich in diesen Mauern abgespielt hat. Bis sie sich gemeinsam mit Nico Armstrong, dem letzten Erben des Hauses, auf eine Reise in die Vergangenheit begibt, in der geliebt und gehasst, betrogen und gemordet wurde. Drei Generationen lang. Wird das Haus auch Kates Leben unwiederbringlich verändern?

Format:Kindle Edition
Seiten:496
EAN:

Rezensionen zu "Das Haus der Lady Armstrong"

  1. Armstrong House

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 14. Jun 2014 

    Die Eheleute Nico und Susan Collins leben in Scheidung, alles soll einvernehmlich geregelt werden. Doch um den alten Familiensitz Nicos gibt es dann doch Streit. Ein Verkauf könnte alle Probleme regeln, es fällt Nico aber sehr schwer, sich von dem alten Gemäuer zu trennen. Wie mag es wohl vor über 150 Jahren gewesen sein, als Edvard Armstrong das Haus in einer ländlichen Gegend für seine junge Frau Anne erbauen ließ. Damals zur Zeit der Landbesitzer und Pächter, noch vor der großen Hungersnot.

    Über mehrere Generationen hinweg erzählt der Autor die Geschichte von Armstrong House, das glückliche Zeiten sieht und auch weniger glückliche. Voller Vorfreude und Enthusiasmus beziehen die ersten Besitzer das Haus, um dann doch Enttäuschungen zu erfahren und Verluste, denn Mitte des 19. Jahrhunderts wütete in Irland die große Hungersnot. Auch das persönliche Leben der Einwohner verlief nicht so leicht wie zu Beginn erhofft.

    Ein weiterer Teil beginnt kurz vor dem ersten Weltkrieg und wieder bezieht eine junge Frau voller Freude das Haus, ihr Mann, ein kaltherziger Despot, meldet sich freiwillig für den Kriegsdienst. So muss seine junge Frau mit seiner Schwester über das Haus wachen und erlebt nicht die Ehe, die sie erhofft und so voller Kraft und Liebe begonnen hatte.

    Nach den Informationen, die der Klappentext anbietet, hat der Autor Geschichte studiert und das merkt man dem Roman auch an, denn die beiden Teile, deren Handlung in der Vergangenheit angesiedelt ist, sind mitreißend geschrieben. Geschichten, bei denen die Bilder vor den Augen des Lesers entstehen, man meint die Stimmung der damaligen Zeit wahrnehmen zu können. Man sieht die glitzernden Lichter der Ballsäle, die Menschen in den damals modischen Kleidern, man teilt ihre Sorgen und Nöte. Im letzten Teil allerdings, in dem die Gegenwart des Hauses und seiner Besitzer beschrieben wird, kann der Autor nicht überzeugen. Die Geschichte wirkt aufgesetzt und herbei geschrieben, es fehlt jegliche Realitätsnähe und Glaubwürdigkeit, die Romantik kann als geschauspielert empfunden werden. Dennoch wegen der beiden ersten Teile, die ein kleines, aber feines Zeitgemälde bilden, ein lesenswerter und liebenswerter Roman.