Ich fang mich selbst ein - Mein Leben

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich fang mich selbst ein - Mein Leben' von Angelica Domröse
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ich fang mich selbst ein - Mein Leben"

Format:Taschenbuch
Seiten:384
EAN:9783404615605

Rezensionen zu "Ich fang mich selbst ein - Mein Leben"

  1. Ikone einer Generation

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Jan 2015 

    Dies ist die Autobiographie einer Theater- und Filmlegende, die durch ihre Rolle der Paula in der Plenzdorf-Verfilmung "Die Legende von Paul und Paula" zur Ikone einer ganzen Generation in der ehemaligen DDR wurde.
    Um ehrlich zu sein, ist mir der Film um Paul und Paula gar nicht so im Gedächtnis geblieben. Vielleicht war ich noch zu jung, als ich ihn damals und nur das eine Mal gesehen habe.
    Wenn ich den Namen Angelica Domröse höre oder lese, habe ich eher die Figur der "Fleur Lafontaine" aus dem gleichnamigen Film vor mir. Dort spielt sie eine Frau, die in einem Spital liegt und anscheinend durch einen Schock gelähmt ist. Der behandelnde Professor geht davon aus, dass ihr Problem psychischer Natur ist und zwingt sie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. In Rückblenden erlebt man anhand ihrer Lebensgeschichte auch ein Stück deutscher Geschichte der 20er bis 40er Jahre. Aber ich schweife ab. Um Fleur Lafontaine geht es in dem Buch nicht.

    Angelica Domröse berichtet über ihr Leben, über ihre Kindheit in der DDR in einer Familie, wo sie vorm Vater mehr Angst hat und die Mutter ihre Liebe nicht zeigen kann. Die Straße, in der die Familie wohnt, liegt unmittelbar an der Sektorengrenze, nach vorne schaut sie in den Osten, den Hintern hängt sie in den Westen. Sie unterschreibt die Resolution gegen die Ausweisung Biermanns und gerät so auch unter die Beobachtung der Stasi. Auch über diese Begebenheiten berichtet sie.
    Sie hat einen tollen Schreibstil, bringt das, was sie sagen will, auf den Punkt, ohne drumherum zu reden.