Das Ritual des Wassers

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Ritual des Wassers' von Eva García Sáenz
4.2
4.2 von 5 (5 Bewertungen)

Der zweite Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken. Die Tote hängt an den Füßen an einem Ast. An einer historischen Kultstätte im Baskenland. Und sie war schwanger. Für Inspector Ayala alias Kraken geht es ans Eingemachte: Seine erste Liebe Annabel wird ermordet aufgefunden, hingerichtet nach einem keltischen Opfer-Ritual, ertränkt in einem historischen Wasserkessel. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Jemand scheint Menschen zu töten, die bald Mutter oder Vater werden. Kraken nimmt zusammen mit seiner Kollegin Estíbaliz die Ermittlungen auf. Er muss sich beeilen, denn seine Chefin Alba ist schwanger – und das Kind könnte von ihm sein.

Format:Broschiert
Seiten:544
EAN:9783651025844

Rezensionen zu "Das Ritual des Wassers"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 13. Feb 2020 

    Solide Krimiunterhaltung

    Inhalt (Klappentext):

    Für Inspector Ayala alias Kraken geht es ans Eingemachte: Seine erste Liebe Annabel wird ermordet aufgefunden, hingerichtet nach einem keltischen Opfer-Ritual, ertränkt in einem historischen Wasserkessel. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Jemand scheint Menschen zu töten, die bald Mutter oder Vater werden. Kraken nimmt zusammen mit seiner Kollegin Estíbaliz die Ermittlungen auf. Er muss sich beeilen, denn seine Chefin Alba ist schwanger – und das Kind könnte von ihm sein.

    Meine Meinung:

    Es handelt sich um den zweiten Teil der Krimireihe um Inspector Ayala, genannt Kraken, die im baskischen Vitoria spielt. Das Buch knüpft relativ nahtlos an den ersten Teil an und man findet viele alte Bekannte unter den Protagonisten. Auch hier ist wieder ein Ereignis aus der Vergangenheit der Auslöser für die heutigen Verbrechen und die Erzählung wechselt zwischen den verschiedenen Zeitebenen. Dieses Mal ist der Kraken noch persönlicher involviert und das ist leider der Punkt, der mich am meisten gestört hat. Auf mich wirkt dieser ständige persönliche Bezug zu den Verbrechen, auch aus dem Umfeld der handelnden Personen, etwas konstruiert und auch dass es wieder archäologische, bzw. kulturhistorische Begleitumstände wie im ersten Teil gibt, ist zwar geschichtlich interessant, aber doch eher unwahrscheinlich und seltsam. Die sympathischen Protagonisten machen viele dieser merkwürdigen Zusammenhänge aber wieder wett und die Geschichte ist durchaus rasant und spannend.

    Fazit:

    Solide Krimiunterhaltung mit, für meine Begriffe, etwas zu viel persönlichem Bezug des Inspectors

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 09. Feb 2020 

    Opferritual

    Noch ist Inspektor Ayala, der seit seiner Jugend Kraken genannt wird, nicht wirklich genesen. Zwar konnte er das Krankenhaus verlassen, aber seine Sprachstörungen sind immer noch enorm. Seine Chefin meint, er soll sich endlich in die Ergotherapie stürzen, sonst kann er nicht in den Dienst zurückkehren. Als jedoch Ayalas Jugendliebe tot aufgefunden wurde, und der Fundort wie bei einem Ritual hergerichtet scheint, will der Fallanalytiker in Kraken unbedingt dabei sein. Er wird bis zu seiner vollständigen Wiederherstellung als Berater in dem Fall eingesetzt. So kann er mit seiner Partnerin Esti an dem Fall arbeiten und in der freien Zeit mit der Sprachtherapeutin versuchen, weitere Fortschritte zu erzielen.

    Auch in seinem zweiten Fall wird Inspektor Ayala enorm gefordert. Natürlich wollen er und Esti herausfinden, weshalb seine Jugendfreundin auf so eigenartige Weise umkam. Gleichzeitig werden aber auch Ayalas Erinnerungen an seinen Aufenthalt in dem Ferienlager geweckt, während dessen er die nun Verstorbene kennengelernt hat. Damit kann die Tat doch nichts zu tun haben, oder? Spuren ergeben sich zunächst nur wenige und Ayala ist sehr eingespannt mit der Therapie. Schließlich wird er den Fall nicht lösen, indem er über ein Tablett kommuniziert. Da ist auch sein Großvater vor. Der weise alte Mann würde das Smartphone seines Enkels am liebsten wegschmeißen.

    Gekonnt wird dieses Hörbuch vorgetragen von Uve Teschner. Und wieder ermittelt Ayala in einem spannenden Fall, in dem er persönlich involviert ist. Zwar wirkt es ein wenig unwirklich und weit hergeholt, dass er und seine Vergangenheit wieder einen Bezug zu dem Fall haben. Dennoch gelingt es der Autorin eine Krimihandlung zu entwickeln, die bis zum Schluss fesselt. Allerdings ahnt man einen nicht unwichtigen Teil der Lösung bereits, während die Ermittler noch im Dunkeln tappen. Auch das tut der Spannung keinen Abbruch, schließlich kann man sich auch darauf einlassen, Inspektor Ayala bei der Wahrheitsfindung zu beobachten. Ein gefälliger Hörbuchkriminalroman, der einen gelungenen Zeitvertreib bietet.
    3,5 Sterne

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Dez 2019 

    Historische Vorbilder

    Inspektor Ayala, genannt Kraken, ist wieder im Dienst oder soll man sagen auf dem besten Wege dazu? Ein neuer Mordfall beschäftigt die Kriminalpolizei in Vitoria. Der Fundort und die tat selber geben sehr viel Anlass zur Spekulation. Ein schwangere Frau nach einem keltoiberiaschen Ritual getötet, und Inspektor Ayala kennt die Tote, sie war aus seiner Clique und seine erste Freundin. In Rückblenden wird immer wieder das Jahr 1992 eingeblendet. Hier liegen scheinbar Ursachen für den Mord. Ein Photo einer weiteren Toten nach gleichem Ritual getötet, taucht auf. Auch sie war in dem ominösen Jahr 1992 ind Sommerfreizeit der Clique. Immer verworrener wird die Geschichte. Doch als dann auch noch Jota, ein weiteres Mitglied der Clique getötet wird, geht der Krimi in seine entscheidende Phase. Auch das Darknet spielt noch eine wichtige Rolle und kann Kraken allen Häckern trauen?
    Dieser Krimi von Eva Garcia Saenz ist mit vielen interessanten historischen Ereignissen gespickt. In diesem Bereich eines Teils des Baskenlandes benutzt die Autorin geschickt Vergangenheit und Gegenwart um eine tolle Mischung anzurühren. Die historischen Aspekt sind so Geheimnis umwoben, das sie doe Motive der Morde lange Zeit überdecken. Es hat sehr viel Spass gemacht diesen Roman zu lesen und der Spannungsbogen nimmt schnell sehr viel Fahrt auf. Tolles Buch!

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Dez 2019 

    Der dreifache Tod

    An einer historischen Kultstätte im Baskenland wird eine schwangere Frau tot aufgefunden. An den Füßen aufgehängt, den Kopf in einem keltischen Kessel voller Wasser. Inspector Unai Ayala, der Fallanalytiker der Polizei von Vitoria, ist zwar noch nach den ereignisreichen letzten Ermittlungen im Krankenstand, wird aber trotzdem zu dem Fall hinzugezogen. Es ist ein sehr persönlicher Fall, denn nicht nur war das Opfer, Annabel Lee, war vor vielen Jahren Ayalas fatale Jugendliebe, auch Alba, Ayalas Vorgesetzte und Geliebte, ist von ihm schwanger.
    Die baskische Autorin Eva Garcia Saenz lässt Unai Ayala mit dem prägnanten Spitznamen „Kraken“ nun zum zweiten Mal ermitteln und wieder ist es eine bizarre Mordserie, die Vitoria in Atem hält. Keltiberische Mythen und die eindrucksvolle Kulisse der baskischen Landschaft macht diesen Band wieder außergewöhnlich. Allerdings dominiert hier ein sehr persönlicher Strang die Handlung. In Rückblenden wird Unais Vergangenheit, die seiner Jungsclique aufgerollt, wie Unai mit vier Freunden auf einem archäologischen Ferienseminar auf Ana Belen, die sich später Annabel Lee nennt, trifft. Aber auch Unais private Gegenwart ist verzwickt. Seine Genesung nach einer Schussverletzung, seine Beziehung zu Alba, die Schwangerschaft, all das bekommt sehr viel dramatischen Raum. Der durchaus spannende Fall gerät dadurch bisweilen ins Hintertreffen. Mit ein paar geschickten Wendungen schafft die Autorin dann doch zum Schluss mich zu überzeugen., zwar nicht restlos, wie beim ersten Fall, aber doch.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Nov 2019 

    Harter Tobak

    Inspector Ayala, genannt "Kraken", hat gerade erst seinen letzten Fall hinter sich gelassen und erholt sich von den Folgen einer schwerwiegenden Schussverletzung. Noch hat er sein Sprachvermögen nicht wiedererlangt und auch sein Privatleben ist alles andere als unkompliziert. Als er jedoch während seiner Genesung die Nachricht erhält, dass seine erste Liebe auf grausame Weise getötet wurde, kehrt er verfrüht in den Polizeidienst zurück.

    Wie schon der erste Band, so hat auch Band zwei einen historischen Hintergrund - in diesem Fall die Kelten und ihre kultischen Wasserrituale. Erzählt wird erneut auf zwei Zeitebenen: der Gegenwart, in der sich der Mord an der Comiczeichnerin Annabel Lee ereignet und dem Jahr 1992, in dem Kraken und seine Clique an einem archäologischen Sommercamp teilnehmen. Nach und nach werden beide Handlungsstränge zusammengeführt, bis sich ein schreckliches Gesamtbild ergibt.

    Die Geschichte setzt direkt nach Band eins an und ist ein echter Pageturner, der einem nicht nur aufgrund der Spannung schlaflose Nächte bereitet. Wo "Die Stille des Todes" bereits düster und erschreckend war, steigert sich "Das Ritual des Wassers" sogar noch. Die Thematik ist grausam, verstörend und wirklich harter Tobak - auch wenn viele Szenen vorher ausgeblendet oder nur vermittelt berichtet werden.

    Neben Chefin Alba und Kollegin Esti tauchen in diesem Band zwei neue Figuren auf: IT-Spezialistin Milán Martínez und Sportass Manu Peña. Die beiden bringen frischen Wind, andere Methoden und eine neue Dynamik ins Team und fügen sich gut in Geschichte ein. Aber auch absolute Lieblingscharaktere wie Ayalas Großvater und Bruder sind wieder mit von der Partie - die Figuren sind definitiv ein Plus dieser Reihe.

    Obwohl ich das Buch quasi verschlungen habe, gibt es doch eine Sache, die mich gestört hat: das ständige Hin und Her um Krakens Privatleben und seine erneute Verwicklung in den Fall. Ich hoffe inständig, dass die Autorin dem armen Inspector in den nächsten Bänden zumindest privat etwas Ruhe gönnt - die ständigen Bedrohungen seiner Liebsten durch seine Arbeit werden sonst irgendwann auch unglaubwürdig und vorhersehbar.

    Fazit: ein psychologisch harter, aber grandioser Thriller mit zu viel privaten Verwicklungen