Going Zero

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Rezensionen zu "Going Zero"

  1. Kann man in einer digitalen Welt seine Privatsphäre wahren?

    Cover:
    --------
    Der Fingerabdruck als Identifizierungsmerkmal ist schlicht, passt aber sehr gut für diesen Cyber-Roman, in dem es darum geht, ob und wie viele Spuren wir im Alltag hinterlassen bzw. ob wir dies vermeiden können.

    Inhalt:
    --------
    10 verschiedene Personen werden für ein geheimes Projekt ausgewählt. Nachdem sie die Nachricht "Go Zero!" erhalten haben, sollen sie untertauchen für 30 Tage. Schaffen sie es, erhalten sie steuerfrei drei Millionen US-Dollar. Verfolgt werden sie dabei von den besten Leuten des CIA und der Firma Fusion, die Software für Social Media und diverse Überwachungsmethoden programmiert. Die Bibliothekarin Kaitlyn Day ist eine der Testpersonen und zunächst scheint es so, als hätten Cy Baxter (Gründer von Fusion) und seine Leute leichtes Spiel mit ihr. Doch sie entkommt immer wieder und je länger das Projekt andauert, desto mehr wird klar, dass sie cleverer ist als vermutet und eigene Pläne verfolgt.

    Mein Eindruck:
    --------

    "Ein Recht auf Privatsphäre gibt es nicht mehr, die ist längst verloren oder jedenfalls so löchrig geworden, dass sie im Grunde keinerlei Wert mehr hat. Nein, die wahre Gefahr für die jetzige Zeit und die Zukunft ist die Manipulation – bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen werden ahnungslosen Bürgern eingeimpft, unmerklich vollzieht sich der Übergang von der Überwachung durch den Staat zur Steuerung, das letzte Kapitel in der langen Geschichte der Demokratie, der freie Wille verformt zu bedingungslosem Gehorsam."

    Da ich mich sowohl beruflich als auch privat viel mit IT-Sicherheit beschäftige, klang dieser Roman verlockend für mich. Der Einstieg war jedoch für mich langatmig. Es wird viel Zeit auf die Beschreibung des Projekts, das Leben von Kate und Cy Baxter und seiner Firma verwendet. Aber dann nahm der Roman Fahrt auf. Die Kapitel sind wie ein Countdown betitelt nach der Zeit, die bis zum letzten Projekt-Tag noch verbleibt. Das Geschehen wird abwechselnd aus Sicht der Testpersonen und der Projekt-Mitarbeiter erzählt. Anfangs fand ich es sehr spannend, mit welchen Tricks die einzelnen Personen untertauchen wollen. Jeder hat eine andere Strategie und zwischendurch gibt es auch einige amüsante Momente.
    Die meisten Techniken kannte ich schon, allerdings war mir in dieser Gänze nicht bewusst, zu welchen Situationen ihre Anwendung führen kann.
    Mit Ausnahme von Kaitlyn, Cy und Erika erhält man wenig Einblicke in die Charaktere. Es geht vorwiegend um die Sicherheitstechnik und welche Möglichkeiten sie bietet (im positiven und negativen Sinn).

    Besonders spannend fand ich die Entwicklung von Kaitlyn. Nicht nur das Projektteam führt sie in die Irre, auch der Leser bleibt lange im Unklaren, welche Pläne sie und welchen Hintergrund ihre Teilnahme hat. Zunehmend geht es nicht nur um das Abtauchen, sondern auch CIA-Geheimnisse geraten in den Fokus und das Blatt wendet sich. Es ist unklar, wer vertrauenswürdig ist, wer gegen wen spielt und auch, ob Kaitlyns Plan am Ende aufgeht. Auch Cy Baxter hat zu Beginn scheinbar noch moralische Werte, aber sein Charakter verändert sich in erschreckender Weise. Den letzten Teil fand ich extrem spannend, allerdings driftete mir die Handlung dabei etwas zu sehr ins Unrealistische ab. Und auch das letzte Kapitel, das in einer Art Cliffhanger mündete, sodass auf einen zweiten Roman spekuliert werden kann, haben mich nicht befriedigt.
    Alles in allem eine gute Story zum Thema digitale Spuren, Überwachung und Privatsphäre in der heutigen Zeit. Die CIA-Story hat das Ganze etwas unrealistisch werden lassen und das Ende konnte mich leider nicht ganz befriedigen.

    Fazit:
    --------
    Sehr spannender und größtenteils realistischer Cyber-Roman über das Ende der Privatsphäre und wie wir manipuliert werden

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  1. 4
    28. Apr 2023 

    Im Datendschungel sind wir alle sichtbar

    In seinem neuen Roman “Going Zero” hat Anthony McCarten ein sehr aktuelles Thema für seine Romanhandlung genutzt und diesem Thema damit eine neue, andere, da literarische Behandlung gegeben. Es geht um das Thema Datensicherheit und um das, was man mit Daten alles ausrichten kann, wenn man sich die modernen Möglichkeiten zu eigen macht.
    Nach Dave Eggers „Circle“ ist das ein weiterer Gegenwartsroman aus den USA, der dieses Thema aufgreift. Going zero unterscheidet sich dabei vom Ansatz her aber sehr deutlich von seinem „Vorgänger“.
    Im ersten Teil des Romans, der etwa 2/3 ausmacht, verfolgen wir ein Projekt, dass eine Datenfirma gemeinsam mit dem CIA gestartet hat und in dem die Datenfirma es innerhalb einer gewissen Zeitspanne schaffen will, 10 sorgsam ausgewählte Personen (genannt Zero 1 bis 10) zu finden. Diese Personen haben sich auf unterschiedliche Art und Weise darauf vorbereitet, diese Zeit zu überstehen, ohne gefunden zu werden. Denn es winkt eine große Summe Geld als Gewinn, wenn sie die Zeit tatsächlich unaufgespürt überstehen können. In diesem Teil des Romans wechselt die Perspektive ständig zwischen den Gesuchten und den Suchenden, gibt dabei Einblicke sowohl in die unterschiedlichen Strategien und die Leben der Teilnehmer als auch in die technischen Tricks und Taktiken der Datenfirma bzw. die Datenfallen, in die man als Bürger tappen kann. Das ist für die Leser auf sehr vielfältige Art und Weise spannend. Der Leser wird sehr intensiv in die ungleiche Jagd hineingezogen.
    Kurz vor Ende der gesetzten Zeitspanne hat die Datenfirma 9 der 10 Teilnehmer gefunden und scheint damit kurz vor dem Erfolg zu stehen, was für sie große Regierungsaufträge und natürlich erhebliche Gewinne bedeuten würde. Doch da ist diese eine Teilnehmerin (Zero 10), die zu Anfang immer komplett unterschätzt wurde und die sich dann doch als die cleverste herausstellt, da sie es geschafft hat, ihre Identität vollständig zu verdunkeln und zu wechseln.
    Im zweiten Teil des Buches geht es dann um die verbleibende Jagd auf Zero 10, die noch so ganz andere Aspekte der Geschichte aufmacht. Doch das soll hier natürlich nicht gespoilert werden.
    Insgesamt konnte der Roman mich vor allem im ersten Teil überzeugen und fesseln. Beim zweiten Teil fühlte ich mich manchmal dann doch abgehängt und verloren im Dschungel von Daten und den damit verbundenen Möglichkeiten sowie im Dunkel von Staats- und Geheimdienstaktivitäten. Gute, nachdenklich machende Unterhaltung bietet Anthony McCarten hier einmal mehr. Er hat einen Roman geschaffen, der nach Verfilmung ruft und ich möchte eine Wette eingehen, dass er Hollywood alles andere als kalt lässt. Ich gebe 4 Sterne.

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  1. Facettenreich, brisant und sehr spannend

    „Aber heute hat sie einen Plan. Und der Plan muss klappen. Er muss klappen.“ (Zitat Seite 24)

    Inhalt
    Cy Baxter, Milliardär, Inhaber von World-Share, startet mit der Weisung „GO ZERO“ einen Beta-Probelauf seines neuen Programms FUSION, entwickelt von einem Team der besten Köpfe aus allen Bereichen modernster Hochtechnologien, in einer Partnerschaft mit der Abteilung Wissenschaft und Technologie der CIA. Zehn ausgewählte Teilnehmer haben nun zwei Stunden Zeit unterzutauchen, dann begibt sich das Fusion-Team mit Hilfe der umfangreichen Datensammlungen des neuen Programms auf die Suche. Gelingt es einem Teilnehmer, dreißig Tage lang unauffindbar zu bleiben, erhält er drei Millionen Dollar. Für Cy Baxter und FUSION dagegen geht es um einen Zehnjahresvertrag mit der CIA. Einige der zehn Teilnehmer werden rasch entdeckt, doch wie ist es möglich, dass gerade die eher unscheinbare, technisch nicht einmal besonders versierte Bibliothekarin Kaitlin Elizabeth Day aus Boston, demnächst dreiunddreißig Jahre alt, wie vom Erdboden verschwunden ist und es bleibt, ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus.

    Thema und Genre
    In diesem packenden Thriller geht es um Geheimdienste, moderne Überwachungstechnologien, Soziale Netzwerke, Datenschutz, um den Schutz der persönlichen Freiheit in demokratischen Ländern.

    Charaktere
    Die unterschiedlichen Figuren sind authentisch und in ihrem Verhalten und Handeln glaubhaft. Von der ersten Seite an hofft man, dass Kaitlin Day mit ihrer Strategie Erfolg hat, sich konsequent völlig anders zu verhalten, als auf Grund des umfangreichen Datenmaterials, das FUSION über sie gesammelt hat, zu erwarten ist. „Aber es wird auch ein Spaß, sagt sie sich. Und ganz schön gefährlich.“ (Zitat Seite 24)

    Handlung und Schreibstil
    Der knappe Zeitrahmen von dreißig Tagen, der für diesen Betatest vorgesehen ist, macht den Ablauf der Handlung von Beginn an rasant. Die einzelnen Kapitel zählen die Tage und Stunden bis zum Ablauf der First. Unterschiedliche Handlungsorte und zeitgleiche Ereignisse erhöhen die Spannung und das Tempo. Der Hauptfigur Kaitlin Day gelingt es immer wieder, uns Lesende mit neuen Facetten und Wendungen zu überraschen, man will und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gleichzeitig heben die unterschiedlichen persönlichen Hintergründe und aktuellen Themen, um die es hier geht, diesen Roman deutlich über das normale Genre Thriller hinaus. Auch die Sprache bewegt sich im weiten Spektrum zwischen erzählend, beschreibend und intensiven Actionszenen.

    Fazit
    Ein facettenreicher, spannender Thriller, eine perfekte Mischung zwischen packender Handlung und brisanten Themen unserer Zeit.

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  1. Kurzmeinung: Es wäre mehr

    Kurzmeinung: Es wäre mehr drin gewesen, wenn der Roman alle Charaktere richtig ausgefeilt hätte.
    Auch alte Strickmuster können funktionieren – müssen aber nicht.

    Ein Informatiker namens Cy Baxter stellt eine Challenge vor: 10 Menschen in den USA, repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählt, sollen sich mit Beginn des Befehls „Go Zero“ digital so unsichtbar machen, dass sie mit den von ihm entwickelten Überwachungstools nicht mehr aufgespürt werden können. Sie haben zwei Stunden Vorsprung und falls sie 30 Tage lang von Cy Baxter mit seinen Tools nicht aufgespürt werden können, bekommen sie 3 Millionen Dollar Preisgeld. Ein ungeheurer Anreiz. Für Cy hängt eine Menge vom Erfolg dieser Challenge ab, denn er strebt mit seiner expandierenden Firma eine enge Zusammenarbeit mit der CIA an.

    Der Kommentar:
    Das alte Strickmuster der in diesem Falle zum Glück nur digitalen Jagd - auf die zehn Teilnehmer funktioniert am Anfang durchaus, weil es halt immer funktioniert, wenn unsere Uninstinke angesprochen werden. Ob wir in Detektivgeschichten einen Verbrecher jagen oder man in den Hunger Games einander aufspürt und einander ausschaltet oder ob man mit Farbpistolen aufeinander schießt, Jagd bleibt Jagd. Und Jagd punktet.
    Freilich bedient der Autor alle Klischees, die derartigen Geschichten innewohnen: man hat einen taffen Aussenseiter, der die Jäger überrascht, es gibt Unterstützer und Verräter. Dennoch baut sich mithilfe der unerwarteten Wendung eine gewisse Spannung auf. Allerdings ist die Sprache von Going Zero zu direkt oder zu plump und die Dialoge zu langweilig, um wirklich zu überzeugen. Es fehlt Schlagfertigkeit und Witz. Die neun weiteren Spielsteine auf dem Feld, neben dem krassen die Jäger verblüffenden Aussenseiter, haben ausserdem zu wenig Gewicht und zu wenig Gesicht, sie hätten erheblich mehr Potential gehabt. Wenn sich die Geschichte auf diese weiteren Mitspieler konzentriert hätte und ihnen mehr Spielraum eingeräumt hätte, wäre die Jagd sicher spannender geworden. Im zweiten Teil des Buches wird die Suche aber auf einen neuen, ebenfalls recht gesichtslosen Gegenstand verlagert; das schwächt in meinen Augen das Ganze erheblich.

    Und natürlich ist die Moralkeule zu offensichtlich: ein Überwachungsstaat taugt nichts und man muss sich dagegen wehren.

    Fazit: Eine Jagd ist eine Jagd ist eine Jagd. Funktioniert immer. Wenigstens am Anfang. Aber das wars dann auch schon fast. Die Verlagerung auf eine neue Suche hat dem Roman mehr geschadet als genutzt und war - wie ich finde - extrem langweilig.

    Kategorie: Spannungsliteratur
    Verlag: Diogenes, 2023

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  1. Überwachung & Kontrolle

    Utopie oder geheime Realität?

    "Going Zero" ist ein Polit-Utopischer Roman, der am 26.April 2023 vom Diogenes Verlag auf dem deutschen Markt veröffentlicht wird.

    Der Autor:
    Anthony McCarten wurde 1961 in Neuseeland geboren worden.
    Schon 1987 schrieb er gemeinsam mit einem Freund ein Theaterstück.
    Hierfür wurde er ausgezeichnet. Im Laufe der Jahre wurde er immer bekannter und seine Werke werden inzwischen in viele Sprachen übersetzt.
    Für Drehbücher wurde er für Oskars nominiert.

    Deutsche Übersetzung: Manfred Allié

    Zum Inhalt:
    Amerikanische Geheimdienste bündeln ihre Fähigkeiten mit einem Social-Media-Unternehmen. Gemeinsam betreiben sie den Beta-Test ihres gemeinsamen Überwachungssystems: FUSION.
    Durchschnittsbürger sollen an diesem Test teilnehmen & für einen festgesetzten Zeitraum untertauchen.FUSION soll diese in kürzester Zeit aufspüren.
    Derjenigen, der innerhalb einer festgesetzten Zeitlinie, nicht aufgespürt wird - winkt eine große Geldprämie.
    Eine Bibliothekarin aus Boston will das Geld gewinnen. Wird sie es schaffen?

    Mein persönlicher Eindruck
    Das Thema staatlicher Überwachungsmöglichkeiten interessiert mich schon lange.
    So war ich wirklich gespannt auf diesen Roman.
    Ich bekam das elektronische Exemplar zur Vorablesung gestellt.

    Ein "knall-gelber" Buchumschlag umgibt den Daumenabdruck im Blickmittelpunkt.
    Schon nach dem ersten Blick war ich neugierig.
    In meinem Fall hat die kreative Gestaltung das gesetzte Ziel erreicht.

    Aufbau, Personen, Logik, Momentum, Finale:

    Die gesamte Story folgt einem roten, logisch - strukturellem Aufbau.
    Die deutsche Übersetzung ist gut gelungen & liest sich sehr gut.

    Auf der einen Seite lerne ich die "Macher"- die Kreatoren von Fusion kennen. Auf der anderen werden die entsprechenden, zu suchenden Bürger in ihnen gewidmeten Kapiteln vorgestellt & deren Suchverlauf erzählt.

    Datum & Zeit - Einordnungen: erleichtern das Verständnis für den weiteren Verlauf der Suchaktion.
    Die ersten 2/3 der Erzählung nehmen mich wirklich gefangen.
    Die Spannung und das Individuelle jeder Suche lassen mich die Zeit vergessen & ich möchte keine Lesepausen einlegen.

    Im letzten Buchdrittel erfährt die Erzählung eine unvorhersehbare Wendung.
    Diese hat mich wirklich "kalt" erwischt. :) Was mir auch sehr gefallen hat.
    Nach dieser Veränderung nehmen Tempo und Momentum der Story jedoch spürbar, ab.
    Obwohl auch dieses Ereignis in sich spannend ist, verliert die Gesamterzählung an Charme und Überzeugungskraft.

    Das Finale wurde logisch und nachvollziehbar kreiert und rundet die gesamte Erzählung ab.

    Zusammenfassung:
    Mit diesem Buch hat der Schriftsteller einen interessanten, brandaktuellen Roman geschaffen.
    Der Erzählstil ist flüssig lesbar.
    Von den stattfindenden Ereignissen wird glaubwürdig & logisch berichtet.
    Die fundamentale Wendung der Story ist unumstritten, ein sehr interessanter Plot.
    Dieser hätte jedoch von einer Tempoerhöhung und intensiveren Berichterstattung profitiert.

    Fazit:
    Ein Buch, das unser Leben im Zeitalter von KI, Intel-Überwachung und Datenschutz widerspiegelt, Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt.

    Ich bin von dem Buch begeistert.

    Insbesondere Leser, die sich für Überwachungsmöglichkeiten in unserem täglichem Leben, interessieren & /oder beunruhigt sind, werden diese Lektüre lieben.

    Ich vergebe sehr gute 4,5 *Lesesterne & freue mich jetzt auf weitere Bücher von Anthony McCarten!

    ISDN: 978-3257071924
    Formate: Audio, elektr. & gebundenes Buch
    Seitenzahl: 464

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Als Katrin de Vries nach Jahren in der Großstadt zurück in ihre Heimat zieht, in ein Backsteinhaus in Ostfriesland, zu dem auch ein großer Garten gehört, ist sie noch überzeugt: Rasen gehört gemäht, Unkraut gejätet und morsche Bäume sollten gefällt werden. Doch nach und nach ändert sich ihre Vorstellung von Naturschönheit, ja von Natur überhaupt, und sie wagt einen neuen Ansatz: Statt den Garten nach herrschenden Vorstellungen zu gestalten, lässt sie den Bäumen, Gräsern, Büschen und Blumen vor ihrer Haustür freien Lauf. Und während es um sie herum wächst, wimmelt und sprießt, beobachtet sie und lernt – und muss dabei unweigerlich an ihre Großeltern denken, für die der Garten noch eine ganz andere Bedeutung hatte.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
EAN:9783423284059
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Rezensionen zu "Ein Garten offenbart sich"

  1. Ein Mut machendes Beispiel

    Kurzmeinung: Mein erstes Lesehighlight im Lesejahr 2024!

    Katrin de Vries erzählt ihrer Leserschaft von der Bepflanzung eines riesengroßen Grundstücks, das sie zusammen mit einem sehr alten Haus im Rheiderland für ihre Familie gekauft hat und seitdem mit ihr bewirtschaftet. Dabei durchläuft sie eine Läuterung. Zunächst entspricht sie den Erwartungen der Nachbarn, man muss eine ordentliche, kurzgeschorene (sterile) Grünfläche haben, auch wenn sie viel Arbeit macht . Abgesehen vom Rasenwahn entreißt sie dem Garten, was er zu bieten hat, ohne etwas zurückzugeben. Aber allmählich fängt sie an, umzudenken: Maulwürfe und Ameisen haben ihre Berechtigung im Garten und sind nicht dessen Feinde, eine Wildwiese bietet den Insekten endlich wieder Lebensmöglichkeiten, Rasen dagegen ist eine tote Fläche. Totholz erfüllt eine Funktion, bietet Raum den Kleinstlebewesen und den Vögeln. Alte Bäume soll man in Ruhe und Würde sterben lassen und sie nicht vorzeitig umbringen, ausreißen, entsorgen. So bringen sie sich von selber in den Lebenskreislauf wieder ein. Unsere gesellschaftliche Anbetung der Jugend erstreckt sich auch auf Tiere und Pflanzen. Das muss man sich einmal bewusst machen!
    Am Ende eines Lernprozesses ist Katrin de Vries von einem unwissenden und deshalb rüden Alleinherrscher zu einer Mitarbeiterin ihres Gartens geworden. In vielfältiger Weise. Zu kurz kommt sie deswegen nicht, ganz im Gegenteil: ihre Erfolge geben ihrer Vorgehensweise recht. Als Beispiel: sie muss nicht mit Gift gegen den Buchsbaumzüngler vorgehen wie ihre Nachbarn oder mit Kahlschnitt, ihr Garten hat die Kraft, zu widerstehen. Und die Ernte ist mannigfach; auch wenn ein paar Salatköpfe an die Schnecken gehen oder die Wühlmäuse ihren Teil Leben aus dem Garten nehmen. Schließlich ist er für alle da - oder nicht?

    Vor allem im ersten Teil des autobiografischen Gartenbuchs widmet die Autorin sich den Erinnerung an das arbeitsreiche Leben ihrer Großeltern auf dem Land, die zusammen mit den anderen Dorfbewohnern ein organisches, gesundes Leben führten, freilich nicht ohne Mühe und so ganz ohne Wohlstand, es war ein karges Leben mit geringen Bedürfnissen; doch es war auch eine Lebensweise, die kaum Müll produzierte und gar keinen Elektroschrott. Dafür machte man viele Arbeiten gemeinsam; Erbsen pulen, Beeren pflücken, einmachen, etc. etc. Dabei wurde gesungen und erzählt. Trotz aller Erinnerungen ist Katrin de Vries nicht nostalgisch. Wir sind moderne Menschen, wir können nicht zurück in die Steinzeit, doch manches aus der alten Zeit sollte man bewahren: das Gute.

    Katrin de Vries ist ein naturnaher, wunderschöner Roman gelungen, der in feiner Sprache erzählt, wie sie als langjähriger Haus- und Gartenbesitzer einen Weg gefunden hat, im Einklang mit der Natur ihr Grundstück zu bewirtschaften und gleichzeitig die Natur zu bewahren. Alles, was es dazu brauchte, war die Bereitschaft hinzusehen und von der Natur zu lernen.

    Fazit: Eine wunderschöne Erzählung mit Beispielcharakter und manchen Erinnerungen, die ältere Leserinnen teilen, ich sage nur: Teppichklopfer! Für dieses schöne Buch, das in einer Leserunde einhellig Anklang fand, gebe ich eine Leseempfehlung!

    Kategorie: Autobiografie
    Verlag: dtv 2024
    Ein Lesehighlight

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Das narrative Gehirn

Buchseite und Rezensionen zu 'Das narrative Gehirn' von Fritz Breithaupt

Inhaltsangabe zu "Das narrative Gehirn"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:368
EAN:9783518587782
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