Doch das Messer sieht man nicht: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Doch das Messer sieht man nicht: Kriminalroman' von I.L. Callis
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Diskussionen zu "Doch das Messer sieht man nicht: Kriminalroman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:352
Verlag: Emons Verlag
EAN:9783740820480
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Rezensionen zu "Doch das Messer sieht man nicht: Kriminalroman"

  1. 4
    19. Apr 2024 

    Hotspot Berlin

    Im Jahr 1927 führt Anaïs Maar ein privilegiertes Leben. Obwohl ihr Start ins Leben nicht leicht genannt werden kann. Ihre Eltern kennt sie nicht. Sie weiß nur, dass ihre wohlhabende Tante sie adoptiert hat und sie an Kindes statt aufgezogen hat. Für eine schwarze junge Dame ist es ungewöhnlich, einen Beruf als Journalistin zu ergreifen, zu boxen und selbstbestimmt zu leben. Zwar sind etliche Frauen berufstätig, doch viele sind arm und verdingen sich mit Tätigkeiten, die sie unter anderen Umständen lieber nicht ausüben würden. Und nun bietet sich Anaïs die Chance, über einen Frauenmörder zu berichten, der seit kurzem sein Unwesen treibt.

    Mit ihrem unkonventionellen Leben lebt Anaïs mit dem Wohlwollen ihrer Tante im Rücken im Vergleich zu vielen anderen im Glück. Doch Ende der 1920er spürt sie bereits, dass in Berlin Kräfte umgehen, die ihr das Leben einmal schwer machen können. Nicht nur ihre Tante versucht sie auf einen Neustart in Amerika einzustimmen. Doch Anaïs ist Berlinerin und Journalistin. Gerade beginnt sie sich mit dem Frauenmörderartikel einen Namen zu machen. Und das soll sie einfach aufgeben? Doch sie sieht auch, dass große Armut herrscht in ihrer schönen Stadt und dass die Menschen in ihrer Not zu unlauteren Mitteln greifen. Sollte Anaïs in Gefahr schweben?

    Dieser historische Kriminalroman spielt in einer spannenden Zeit der deutschen Geschichte. Zum ersten Mal erlebt das Land eine Demokratie, die antidemokratische Kräfte schon wieder zerstören wollen. Doch noch ist es nicht so weit. Allerdings scheint das Land heiß zu laufen und noch ist ungewiss wie das ausgehen wird. Leider ist das Ergebnis inzwischen bekannt. Anaïs Maar bekommt relativ viele Möglichkeiten, obwohl ihr Äußeres sie von der Masse abhebt. Ihr Boxlehrer Kalle warnt schon früh, dass es in Berlin nicht gut für sie ausgehen könnte. Und auch Anaïs spürt nach und nach, dass ihre Tante sie nicht immer schützen kann. Jedoch muss zuerst der Frauenmörder gefunden werden, der ganz Berlin in Angst und Schrecken versetzt. Aus dieser Gemengelage ist ein packender Roman entstanden, der die beklemmenden Momente des Zeitgeschehens eindrücklich wiedergibt.

    Ein Leben wie es Anaïs Maar gegeben ist war im Deutschland dieser Zeit durchaus möglich, auch wenn man das beim Lesen nicht unbedingt denkt. Lesenswert sind auch die abschließenden Worte der Autorin. Dieser Roman kann gerne weiterempfohlen werden. Das auffällige Cover tut ein ähnliches, um die geneigte Aufmerksamkeit zu wecken.

    4,5 Sterne

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Neue Träume am Strand

Buchseite und Rezensionen zu 'Neue Träume am Strand' von Susanne Oswald
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783365005897
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Rezensionen zu "Neue Träume am Strand"

  1. Träume an der Nordseeküste

    Bentje zieht es immer wieder in ihr Heimatdorf Kiekersum, ein Hafenstädtchen an der Nordseeküste. Kaum ist sie diesmal dort angekommen, um nach einer Zeit mit sehr vielen Überstunden in der Hamburger Werbeagentur, in der sie arbeitet, eine Weile abzuschalten und Urlaub zu machen, meldet sich ihr Chef mit einem Jobangebot. Aber auch Finna, Bentjes großmütterliche Freundin, die überlegt, zu ihrem Sohn zu ziehen, macht ihr ein Angebot, ihre Pension Lüttje Glück zu übernehmen. Und als wäre das nicht schon genug an Entscheidungen, trifft Bentje auch Jasper wieder, mit dem sie bis zu einem tragischen Unglück viel verbunden hat, und muss sich auch hier entscheiden, wie es weitergehen soll.

    Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen, und wie schon bei der Strickladen-Reihe geht es hier auch immer wieder mittendrin ums Stricken. Ich bin gespannt, ob diese Reihe wieder genauso schön weitergeht.

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Tod eines Kritikers (Ullstein Taschenbuch)

Buchseite und Rezensionen zu 'Tod eines Kritikers (Ullstein Taschenbuch)' von Martin Walser

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Format:Taschenbuch
Seiten:218
EAN:9783548603261
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Und dann sind wir gerettet

Buchseite und Rezensionen zu 'Und dann sind wir gerettet' von Alessandra Carati
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:296
EAN:9783947767144
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Rezensionen zu "Und dann sind wir gerettet"

  1. 3
    19. Apr 2024 

    Ein ganzes Leben unterteilt in ein Davor und ein Danach

    Der Bosnienkrieg steht vor der Tür und die 6jährige Aida muss mit ihrer schwangeren Mutter, ihrer Tante und ihrem Cousin die Flucht nach Italien antreten. Ihr Vater ist bereits dort und wartet auf sie. Was als Abenteuer beginnt, wird für Aida und ihre Mutter eine menschliche Herausforderung, die auch lange nach der Wiedervereinigung mit ihrem Vater andauert.

    "Ich war noch ein Kind, aber mir ist nie etwas erspart worden."

    Das neue Leben in Italien gestaltet sich sehr schwierig, die Mutter kann die Entfernung von ihrem Zuhause nur schwer überwinden und der kleine Bruder, der geboren wird, birgt ein schweres Erbe. Aida verliert ihre Bindung an ihre Eltern und beginnt ein Leben außerhalb des Traumas, von dem sie sich allerdings niemals richtig lösen kann.

    "Der Krieg war zu Ende, die Grenzen waren wiederhergestellt worden, und uns hatte man zu Fremden in unserem eigenen Dorf gemacht."

    Meine persönlichen Leseeindrücke
    Was es heißt ein Flüchtling aus einem Kriegsgebiet zu sein, welchen seelischen Leiden Geflüchtete ausgesetzt sind und wie stark die Verwurzelung zur Heimat ist, wird sehr gut dargestellt. Die Autorin schafft es, mir Szenen bildlich vor Augen zu führen und ich sehe manchmal direkt die Romanfiguren in ihrem Tun und Leben. Das gelingt meines Erachtens besonders, weil sich der Roman wie Tagebuchaufzeichnungen Aidas liest, unterteilt in unzählige kurze Abschnitte und in große 5 Kapitel.

    "Unser ganzes Leben war unterteilt in ein Davor und ein Danach, völlig egal, wie alt wir sein würden, zwanzig, fünfzig oder achtzig."

    Dann aber, im 4. Kapitel, geschieht etwas unerwartetes: die Autorin driftet von ihrer Erzählung ab und konzentriert sich auf den Bruder Ibra, nimmt sich satte 80 Seiten um über seine paranoide Schizophrenie zu erzählen. Ich kann vermuten, dass die Persönlichkeitsstörung mit der schwierigen Familiensituation zusammenhängt, erklärt wird eine Verbindung allerdings nicht. Dieser abrupte Themenwechsel bringt nicht nur die ganze Geschichte zum Wanken, sondern führt sie in eine Ecke, die mich aus dem Lesekonzept wirft. Auch wenn sie im letzten Kapitel die Erzählung wieder in die gewohnten Schienen bringt, ändert diese Abweichung nachhaltig meine Einstellung zum Roman. Doch damit nicht genug. Jetzt taucht eine neue Romanfigur auf, die vielleicht an eine vorher bekannte erinnert, aber wiederum verfehlt die Autorin, einen Bezug herzustellen, und aufs Neue fühle ich mich als Leserin vor den Kopf gestoßen.
    Schade, denn der Roman besticht durch eine äußere Sichtweise auf das Schicksal einer Familie, in der sich große Gefühle durch äußere Handlungen erklären, und ist stellenweise gut in Aufbau, Handlung und Sprache.

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Wie Inseln im Licht

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie Inseln im Licht' von Franziska Gänsler

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:208
Verlag: Kein & Aber
EAN:9783036950341
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Sieben Sekunden Luft. Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Sieben Sekunden Luft. Roman' von  Luca Mael Milsch

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:264
Verlag: Haymon Verlag
EAN:9783709982266
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Der Friedhofswärter

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Friedhofswärter' von Ron Rash

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Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:300
Verlag: ars vivendi
EAN:9783747206072
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Nach den Fähren: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Nach den Fähren: Roman' von Thea Mengeler

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:175
EAN:9783835355859
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Treibgut

Buchseite und Rezensionen zu 'Treibgut' von Adrienne Brodeur
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:464
EAN:9783463000565
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Rezensionen zu "Treibgut"

  1. Familie auf Cape Cod

    Adam, ein siebzigjähriger Meeresbiologe, immer noch begeistert von den Schnittpunkten der Mathematik mit der Kunst, der Magie mit den Wissenschaften und den Walen in dem Ozean vor seiner Haustüre auf Cape Cod. In seinen manischen Phasen ist er überzeugt, dass er kurz vor dem Durchbruch zu einer großen Entdeckung ist, die in den Gesängen der Wale schlummert. In seinen depressiven Phasen stürzt er ab, in eine tiefe Schwärze der Sinnlosigkeit von aller Existenz.
    Seine beiden Kinder, Ken und Abby hat er im Sturm dieser Krankheit allein aufgezogen. Die Mutter der Kinder, seine große Liebe, hat er nach der Geburt der Tochter verloren.
    Beide Kinder sind in großer Freiheit, in einer engen Symbiose aufgewachsen, sie hatten sich selbst und gaben sich gegenseitig Halt .
    In diesem einsamen Biotop entwickelten sich seelische Verzweigungen, die die Autorin im Laufe der Geschichte enthüllt, bis zu einem großen Showdown, bei dem sich jeder bekennen muss.
    Der Roman ist eingebettet in die Beschreibungen der eindrucksvollen Natur von Cape Cod. Die Schreibweise der Autorin ist schnörkellos, gleicht der Landschaft, in der sie auch zuhause ist. Ohne Pathos und Überschwang, ohne "tiefgründelnde" Psychoanalyse, einfach und klar beschreibt sie die Personen in ihrem Alltag.
    Das Cover des Buches ist ein Ausschnitt des Gemäldes "Strand bei Ebbe" von Frederick Milner. Es ist ausgezeichnend zu diesem Buch ausgewählt.
    Ein Buch, das dem Leser Lesevergnügen schenkt.
    Mit dem Originaltitel:"Little Monsters" hätte mich das Buch nicht interessiert.
    Gut, dass man für die deutsche Ausgabe einen anderen Titel gewählt hat.

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  1. Ein Sommerstück.

    Kurzmeinung: Müsste man am Meer lesen! Sehr schöner Urlaubsroman - leicht und spannend.

    Cape Cod. Schöne Gegend. Die Wohlhabenden wohnen hier, die beinahe Wohlhabenden machen hier Ferien. Sonne. Strand. Wind. Segelboote, Möwen, alte Villen, Künstler und Walbeobachtung. Das ist das Ambiente des Romans „Treibgut“. Dort lebt auch laut Klappentext die Autorin, weswegen die Atmosphäre der Insel völlig authentisch wirkt.
    Ein alternder Professor für Meeresbiologie und seine Entourage. Obwohl der Professor Monologe über Wale liefert, und damit der Autorin Gelegenheit bietet, einige Informationen über diese großartigen Meeressäuger einfließen zu lassen, ist Adam Gardener nicht der Wissenschaftler, den man so erwartet, akkurat, rational, faktenorientiert. Denn Gardener leidet an einer bipolaren Störung und ist lustig selbstverliebt. Er hat seine Krankheit einigermaßen im Griff, aber eben nur einigermaßen, es gibt noch genug weiße Flächen in seinem Leben, denen er eben nicht Herr geworden ist und das ist seine Familie. Freilich ist er außerstande, seine Mankos zu erfassen. Zum Leidwesen seiner Kinder. Zur Erheiterung der Leser.
    Selbstbild und Fremdwahrnehmung des Meeresbiologen klaffen also erheblich auseinander. Adam Gardener ist selbstbezogen, hält sich für ein Genie und denkt, er sei ein wunderbarer Vater gewesen. Womanizer. Mehrmals verheiratet. Auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. In Wirklichkeit aussortiert, da er mit der modernen Zeit nicht mithalten kann und, mit Verlaub, einfach zu alt ist. Er wird 70 Jahre alt und aus diesem Anlass soll seine Schwiegertochter ein großes Fest organisieren, das natürlich ein Fiasko wird. Adam hat immer dann geistige Höhenflüge, wenn er seine Medikamente absetzt. Und er findet immer wieder eine Rechtfertigung dafür, dies zu tun. Mit Medikamentation hat er Depressionen und sein Denken und Fühlen ist verlangsamt. Ohne Medis aber, fängt die Welt an zu schwingen. Nur dumm, dass er dann nicht mehr schlafen kann und ellenlange sinnentleerte Monologe hält, so dass alle schnell weglaufen.
    Bipolarität ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, die den Betroffenen das Leben zur Hölle machen kann. Es ist ein tragisches Krankheitsbild. Diese Tragik kommt in dem Roman zu kurz. Man amüsiert sich eher als dass man mitleidet. Für die Tragik brechen sich alte Familiengeheimnisse allmählich Bahn. Die erwachsenen Kinder Ken und Abby haben ihre Jugend am Meer sehr unterschiedlich verarbeitet. Der frühe Verlust der Mutter hat beiden einen Knacks versetzt. Ken versucht mithilfe seines Psychiaters seine Jugend aufzuarbeiten. Abby bannt in eigenartigen großflächigen Bildern ihre Erinnerungen auf die Leinwand, was Ken einen Höllenschrecken einjagt.

    Der Kommentar und das Leseerlebnis:
    Die Protagonisten auf Cap Cod setzt die Autorin hübsch in Szene. Mit einem Menschen von außen, Steph, bekommt die Leserschaft nicht nur den inneren Blick der Familie durch den Sohn Ken, den Vater Adam und Tochter Abby und durch Jenny (Kens Frau), sondern auch einen Blick von außen geliefert.
    Die Familiengeheimnisse sind, was sie immer sind. Ich will sie nicht verraten, aber es gibt nicht so viel Auswahl. Sie sind immer schmutzig und immer schmerzlich.

    Die Autorin hatte mich lange Zeit am Bändel, ihre Figuren hatten interessante Berufe und interessante Probleme. Kens widerwillige psychiatrische Sitzungen mit seinem Psychiater sind wirklich erheiternd, sein Charakter widerspenstig. Abby, ist unsere Hero, strahlend reine Weste, eine gläserne Villa in den Dünen und Frida, the Hund machen uns Spaß. Adam mit seinen selbstverliebten Gedanken, fern jeder Realität sowieso. Lebendige Dialoge. Aber nach zwei Dritteln verliere ich das Interesse. Warum ist das so?
    Erstens wegen der Geheimnisse. Zu durchschaubar und nachdem sie nun einmal an den Tag getreten sind, gibt es keine Interaktion mehr unter den Figuren. Die Interaktion ist überhaupt der schwächste Punkt des Romans. Auch schon vor der Aufdeckung. Zweitens wegen der Geheimnisse. Schlimme Familiengeheimisse sind immer ein Schwachpunkt. Schwierig, Klischees dabei zu vermeiden. Falls ihr unter 35 seid, versäumt es nicht, eure Eltern zu fragen, ob ihr irgendwo geheime Geschwister habt, ob sie (oder auch Tanten, Onkel und Großväter) Nazis gewesen sind oder Kommunisten und ob sich auf dem Dachboden ein Koffer mit kompromittierenden Briefen befindet oder mit Falschgeld. Und dann gibt es noch sexuelle Geheimnisse. Also, wie gesagt, die Auswahl ist eigentlich gar nicht so groß. Aber das nur am Rande. Ein weiterer Schwachpunkt ist der Transport von Gefühlen. Seid ihr über 35 lohnt sich die Aufdeckung von Familiengeheimnissen meines Erachtens nicht mehr, nehmt alles hin, wie es eben ist. Es sei denn, ihr bekommt von irgendwo her eine Million vererbt oder ein Cottage in Südengland. Aber, wie gesagt, das nur am Rande. Das mit dem Cottage, sorry, tut mir wirklich leid, ist sehr unwahrscheinlich.
    „Treibgut“ macht Spaß, es ist ein Roman, der einen vorwärtsstrebenden Plot hat, es ist immer etwas los, obwohl es auch erhellende Rückblenden gibt. Aber es fällt der Autorin schwer, die Gemütslage der Protagonisten anders darzustellen als durch einige Äußerlichkeiten, Alkohol, Distanzierung, Selbstgespräche, Hund. Und dann hätten wir noch die Natur. Obwohl die Naturpassagen wirklich schön sind, treten sie kaum in Bezug zu den Protagonisten.

    Fazit: Stilsicher und ziemlich amüsant, bis die Familiengeheimnisse zu sehr Raum greifen und dann doch nicht wirklich besprochen werden.

    Kategorie: Sommerroman. Gute Unterhaltung.
    Verlag: Kindler, 2024

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Der kretische Gast: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der kretische Gast: Roman' von Klaus Modick

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Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:592
EAN:9783462051056
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