Der Alchimist von Krumau

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Alchimist von Krumau' von Andreas Gößling

Inhaltsangabe zu "Der Alchimist von Krumau"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:476
EAN:
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Frühlingswind

Buchseite und Rezensionen zu 'Frühlingswind' von Elisabeth Steinfatt
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Frühlingswind"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:352
EAN:
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Rezensionen zu "Frühlingswind"

  1. Ein emotionaler Liebesroman mit starken Gefühlen

    Dieser Roman umfasst 39 Kapitel die sich zwischen den Sichtweisen von Lea und Simon abwechseln. Die Atmosphäre in diesem Buch ist mal ruhiger mal mal leichter und mal dichter gehalten. Dabei war der Schreibstil für mich persönlich leicht und bildhaft zu lesen. Gespickt ist die Story mit einigen (Lebens)Weisheiten die sehr gut in diese Geschichte hinein passen. Schon im ersten Drittel sprühen die Funken und die Story geht unter die Haut denn sie wird sehr romantisch. In diesem Buch stecken viele Emotionen - da geht es von Eifersucht, Liebe, Familie, Krankheit, Enttäuschung bis hin zum großen Glück. So wird die Story eine Story mit großen und tiefen Gefühlen. Sie spielt sich in Salzburg und Indien ab. Die Handlungsorte könnten so nicht unterschiedlicher sein. Indien hat die Autorin sehr gut beschrieben mit all seinen Gerüchen, Menschen und Plätzen und zwar so als ob der Leser selbst mitten im Geschehen steht. Da wird es dann auch zunehmend spannender für mich aber auch emotional und die Gefühle in diesem Buch sind intensiv. Ob es am Ende ein Happy End gibt? Das verrate ich natürlich nicht. Wer Liebesromane mit viel Gefühl und Emotionen mag ist hier genau richtig. Allerdings hatte die Story für mich persönlich dann doch einige Längen. Abgesehen davon war diese Geschichte meiner Meinung nach unterhaltsam zu lesen. Ich vergebe daher sehr gerne vier Sterne.

 

Exit Ghost: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Exit Ghost: Roman' von Philip Roth

Inhaltsangabe zu "Exit Ghost: Roman"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:236
EAN:
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Jakobsleiter: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Jakobsleiter: Roman' von Ljudmila Ulitzkaja
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Jakobsleiter: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:613
EAN:
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Rezensionen zu "Jakobsleiter: Roman"

  1. 5
    01. Mai 2020 

    Panorama russischen Lebens

    Die heute 74jährige Ljudmila Ulitzkaja ist eine der weltweit erfolgreichsten Schriftstellerinnen Russlands und sie hat auch in Deutschland eine treue Lesergemeinde. Sie verbindet in ihren Büchern „ die jüdische Erzähltradition mit moderner Erzählkunst.“ Sie schreibt Drehbücher, Theaterstücke, Romane und Erzählungen. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so z.B. dem Russischen Booker Preis, dem Orden der Französischen Ehrenlegion und dem österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Sie äußert sich auch öffentlich als Gegnerin des russischen Präsidenten Putin.
    Geboren wurde Ljudmila Ulitzkaja mitten im Krieg, im Jahr 1943 im Ural, wohin ihre Familie evakuiert worden war. Aufgewachsen ist sie in Moskau, wo sie heute auch lebt. Zur Schriftstellerin wurde sie erst spät. Zunächst arbeitete sie als Genetikerin, bis sie 1970 ihre Arbeit verlor, weil sie verbotene Literatur verbreitet hatte. Später war sie Dramaturgin am Theater und begann zu schreiben. Ende der 1980er Jahre veröffentlichte Ljudmila Ulitzkaja ihre ersten Erzählungen.

    Zum Buch:
    In ihrem neuesten Roman „Jakobsleiter“ steht eine russische Familiengeschichte im Zentrum des Erzählens. Das Schicksal der Figuren wird wie oft in ihren Büchern durch die großen historischen Umwälzungen bestimmt. „Jakobsleiter“ ist sicherlich Ulitzkajas persönlichster Roman. Jahrelang hatte sie eine Mappe mit dem Briefwechsel ihrer Großeltern bei sich daheim, aber erst 2011 begann sie darin zu lesen. Und diese Briefe, an die 500 Stück, Akten und andere Dokumente hat sie in diesem großen Familienroman verarbeitet. Herausgekommen ist eine gelungene Mischung aus Realität und Fiktion.
    Der eine Erzählstrang besteht aus den Briefen und Tagebuchaufzeichnungen von Jakow Ossetzki. Hierin erfahren wir von ihm und dem Leben seiner Frau Maria. Diese, 1890 geboren, war künstlerisch begabt und studierte Tanz und Reformpädagogik. Sie lernt 1911 bei einem Konzert Jakow kennen, einen gebildeten Wissenschaftler, der sich leidenschaftlich für Literatur und Musik interessiert. Die beiden verlieben sich und heiraten. 1916 kommt Sohn Genrich zur Welt. Als es 1917 zur Oktoberrevolution kommt, beginnen die Konflikte zwischen dem Paar. Während Maria als überzeugte Marxistin das kommunistische System bewundert, sieht Jakow die gesellschaftliche Entwicklung kritisch. Er vertritt eine humanistische Haltung und verteidigt die persönliche Freiheit. 1931 gerät Jakow im Zuge der stalinistischen Säuberungen in Haft und wird wegen vermeintlicher Sabotage angeklagt. 13 Jahre wird er in verschiedenen Lagern verbringen, erst 1956 nach Stalins Tod wird er rehabilitiert. Trotz der zahlreichen Briefe, die sich Jakow und Maria schreiben, kommt es zu einer Entfremdung zwischen den Eheleuten. „Briefmarken halten keine Ehe zusammen.“ heißt es im Buch. Maria beantragt heimlich eine Fernscheidung und heiratet erneut. Acht Monate nach seiner Entlassung stirbt Jakow an einem Herzinfarkt.
    In einem zweiten Erzählstrang wird das Leben von Enkelin Nora verfolgt, in der man unschwer das Alter Ego der Autorin erkennen kann.
    Nora arbeitet als Bühnenbildnerin und ist alleinerziehende Mutter. Der Vater ihres Sohnes ist Vitja, ein autistischer, hochbegabter Mathematiker, der eines Tages nach Amerika auswandert. Noras Liebe aber gilt dem georgischen Regisseur Tengis, der immer wieder bei ihr auftaucht, mit Nora erfolgreiche Theaterprojekte im In- und Ausland realisiert und danach wieder aus ihrem Leben verschwindet. Sohn Jurik geht ganz in der Musik auf, zieht einige Jahre als Gitarrist durch New York, bis Nora den Heroinsüchtigen nach Hause holt.
    Viel Stoff und noch viel mehr Geschichten, die Ljudmila Ulitzkaja vor dem Leser ausbreitet. Dazu kommen zahlreiche Exkurse über Musik, Literatur und vor allem über das Theater. Geschickt verbindet die Autorin die beiden Erzählstränge und liefert so ein Panorama russischen Lebens im letzten Jahrhundert, von der Zarenzeit bis in die postsowjetische Zeit. Gleichzeitig ist „Jakobsleiter“ ein praller, lebensnaher Familienroman mit unvergesslichen Figuren, der nebenbei die ganz großen Fragen stellt.

    Mein Eindruck:
    Obwohl mich das Thema und die Autorin sehr interessiert hat, habe ich etwas gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Anfangs blieben mir die Figuren seltsam fremd. Doch das hat sich bald geändert und ich habe mit Freude weitergelesen. Wie immer in russischen Romanen gibt es viel Personal. Damit der Leser sich zurechtfindet, ist am Anfang ein Stammbaum abgedruckt. Hilfreich sind auch die Anmerkungen der Übersetzerin im Anhang.
    Der Roman eignet sich sehr gut für Literaturkreise, da die Themen und die Figuren viel Diskussionsstoff bieten. Allerdings muss man den Umfang berücksichtigen ( beinahe 600 Seiten).
    „Jakobsleiter „ ist ein Roman für anspruchsvolle Leser mit Ausdauer.

 

G.A.S.: Die Trilogie der Stadtwerke. Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'G.A.S.: Die Trilogie der Stadtwerke. Roman' von Matt Ruff

Inhaltsangabe zu "G.A.S.: Die Trilogie der Stadtwerke. Roman"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:623
EAN:
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Mayfair House

Buchseite und Rezensionen zu 'Mayfair House' von Alex Hay
3.65
3.7 von 5 (6 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mayfair House"

London, Mayfair 1905: Die Villa der Familie de Vries ist die prachtvollste auf der Park Lane, außen weißer Marmor, innen kostbare Möbel, funkelnde Kronleuchter, Kristallschalen und edle Kunstgegenstände, Silber und Gold glänzen um die Wette. Es ist Mrs Kings ganzer Stolz, für die exzellente Haushaltsführung der noblen Residenz zu sorgen – bis sie beim Tod des Hausherrn nach Jahren treuer Dienste kurzerhand entlassen wird. Doch Mrs King denkt gar nicht daran, sich der Willkür der Erbin de Vries zu fügen. Sie will nur eins – Gerechtigkeit. Mit einer bunten Truppe von Komplizinnen plant sie den Coup ihres Lebens: In der Nacht des großen Kostümballs werden sie unter den Augen der vornehmen Gäste das Haus bis auf den letzten Silberlöffel ausräumen. Und während sich im Obergeschoss die High Society amüsiert, beginnt ein Stockwerk tiefer der kühnste Raubüberfall, den London je gesehen hat

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:419
Verlag: Insel Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Mayfair House"

  1. Die Rache der Hausmädchen

    Gestaltung:
    --------------
    Das Titelbild ist eher schlicht gehalten, passt vom Bild her aber zu einem Roman, der im viktorianischen England spielt. Im Laden wäre mir das Buch nicht direkt ins Auge gesprungen. Vorne und hinten ist jeweils eine Skizze der Villa und des geplanten Raubzuges abgebildet. Besonders dieses Detail gefiel mir gut, sodass man neugierig wird. Als Hardcover macht das Buch einen wertigen Eindruck.

    Inhalt:
    --------------
    London 1905: Mrs. King ist Hausangestellte in der prächtigsten Villa auf der Park Lane, im "Mayfair House". Leider wurde sie bei einem heimlichen Besuch bei den männlichen Dienstboten erwischt und gekündigt. Doch das stellt kein Problem für sie dar, da sie bereits zusammen mit anderen Dienstmädchen einen Plan ausgeheckt hat, um die komplette Villa leer zu räumen. Und das, während die Hausdame einen Ball gibt und das Haus voller Gäste hat. Wird der Plan gelingen?

    Mein Eindruck:
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    Es hat eine Weile gedauert, bis ich in der Handlung angekommen war. Besonders die vielen Personen, die anfangs eingeführt wurden, sowie die irritierende Tatsache, dass Mrs. King manchmal mit ihrem Vornamen, manchmal als "Mrs. King" angesprochen wird, obwohl sie mit einigen Personen offenkundig "per Du" ist, haben mich ebenfalls verwirrt. Es passiert anfangs nicht sehr viel und ich musste mich im ersten Viertel zwingen, weiterzulesen.

    Aber dann nahm die Geschichte nach und nach Fahrt auf und die Planung des Raubzuges nahm konkrete Gestalt an. Außerdem passierten einige Nebenhandlungen, die Geheimnisse der anderen Frauen aus Mrs. Kings Verbündeten-Kreis zutage fördern.

    Die Kapitel sind wie ein Countdown aufgebaut, der zunächst die Zeit abwärts zählt bis zum geplanten Coup und später auch Einblicke in die Ereignisse danach gibt. Die Story wartet immer wieder mit unerwarteten Wendungen auf und nachdem ich einmal in die Geschichte reingefunden hatte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da mich die Handlung in ihren Bann gezogen hatte. Ob ein solcher Raub realistisch ist, wage ich zu bezweifeln, aber das gilt auch für andere Gaunerkomödien. Der Ideenreichtum sowie die Ausführungen haben gut unterhalten und das Ende konnte mich überzeugen.

    Fazit:
    --------------
    Clever konstruierte Gaunerkomödie im viktorianischen England: Erst gemächliche dann spannende Handlung mit einer anderen Art "Ganovinnen"

  1. Die Damenbande von der Park Lane

    "Mayfair House" brachte alles mit, was mich begeistern könnte: 1905, Edwardians, Upstairs Downstairs, Ladies mit großen Hüten, London, einen Ball und eine Räuberpistole - perfekte Zutaten für unterhaltsame Lesestunden. Diese hatte ich auch durchaus, aber leider nicht so packend mitreißend und emotional wie ich mir das vorab so vorgestellt hatte, denn auf eine ganz merkwürdige, aber sehr konsequente Art ist "Mayfair House" wie die britische Upper Class, d.h. der Roman bleibt auf Distanz, ist höflich, gewährt aber niemandem, der nicht wirklich dazugehört, letztlich Zutritt.

    Dabei geht es in "Mayfair House" eigentlich um die unteren Schichten der edwardianischen Gesellschaft: um die Küchenmädchen, Dienstbotinnen, Schauspielerinnen, Schneiderinnen, Artistinnen und kleinen Ganovinnen, die sich im Roman anschicken, ein hochherrschaftliches Haus während eines Balls zu plündern. Damit der Coup gelingen kann, werden detaillierte Pläne geschmiedet und Spione eingeschleust, Illusionen geschaffen und alte Verbindungen genutzt, die Figuren enthüllen dabei nach und nach ihre eigentlichen Motive.

    Das alles bildet eigentlich eine höchst faszinierende Ausgangslage, nur leider, leider bleibt die Figurenkonzeption viel zu oberflächlich und zu vage. Mehr oder weniger sind alle Figuren standardisiert und austauschbar, sie erhalten keine überzeugende Charakterisierung - wenn denn überhaupt eine - und so ist nach den ersten 60 Seiten auch die Sympathie und die Faszination für die Figuren auch schon fast verpufft, denn sie können durch ihre fehlende Tiefe nicht wirklich fesseln und interessieren und da sie als Charaktere nicht überzeugen, erscheinen auch ihre Motivationen wie Zuschreibungen, die nicht unbedingt nachvollziehbar sind.

    Bei der Fülle der Personen, die es für den Überfall auf das "Mayfair House" braucht, ist es selbstverständlich nicht weiter verwunderlich, dass der Roman eher handlungs- als figurengetrieben ist, aber leider trägt auch die Handlung nicht vollständig. So interessant das Schauspiel, das sich um den Raub entfaltet, auch ist, es besteht ein paradoxes Verhältnis zwischen überbordender, detaillierter Beschreibung winzigster Aktionen, deren Relevanz sich nicht wirklich erschließt und gleichzeitiger konstanter Überforderung des Lesers, weil immer wieder Aspekte nicht genau beschrieben und ausformuliert werden. Während der Raub selbst ausgewalzt wird, dadurch ein paar Längen erhält und nicht mehr fesselt, bleiben wesentliche Elemente des Coups schwammig und unverständlich.

    Dass die Handlung um einen weiteren kriminellen Handlungsstrang, der weder zu Ende geführt, noch explizit ausformuliert wird, ergänzt wird, hilft dem Roman dabei nicht. Tatsächlich hat mich dieser Exkurs eher geärgert, weil man nie so recht erfährt, was eigentlich wirklich vor sich gegangen ist.

    Pluspunkt des Romans ist sicherlich sein historisches Setting, der Kontext, in den er eingebettet ist und die Idee einer Gruppe von Frauen so viel Autorität, Power, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit in einer Zeit zu verleihen, in der es noch nicht einmal das Wahlrecht gab. Leider hat für mich der Roman aber in der Handlungs- und Figurenkonzeption sowie im Aufbau der Spannungskurve einige Schwächen, die ich auch bei aller Liebe für das Thema nicht übersehen kann. So bleibt "Mayfair House" ein eher solides, aber flüchtiges Entertainment, das sehr viel mehr Potenzial gehabt hätte.

  1. Rache ist süß

    Nach dem Tod des Hausherrn von Mayfair House wird Mrs King kurzerhand entlassen. Das will sie nicht auf sich sitzen lassen und plant mit einigen Komplizinnen einen besonderen Coup. Sie will während eines Maskenballs, den die Tochter und Erbin Mrs de Vries veranstaltet, das Haus leerräumen.
    Die Ankündigung „Ocean’s 8 meets Downton Abbey“ machte mich neugierig, aber so ganz konnte mich dieser Roman dann doch nicht überzeugen. Die Geschichte hatte doch einige Längen, so wird die Planung bis ins kleinste Detail beschrieben. Auch fiel es mir anfangs schwer, die Personen auseinander zu halten, da doch eine ganze Reihe beteiligt sind, die dann auch noch mit mehreren Namen auftreten. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, und der Schreibstil lässt sich gut lesen, ist aber nicht unbedingt der damaligen Zeit angepasst.
    Gut gefallen hat mir das Cover – ein echter Hingucker! Auch der Grundriss von Mayfair Haus im Innern ist hilfreich.
    Miss de Vries ist mit großem Reichtum aufgewachsen, musste sich aber den Regeln ihres Vaters unterwerfen. Männer hatten damals nun einmal das Sagen, doch das soll nach dem Tod des Vaters ein Ende haben. Miss de Vries will nun selbst über ihr Leben bestimmen. Aber das Fehlverhalten von Mrs King will sie nicht tolerieren und wirft daher die langjährige Bedienstete hinaus. Mrs King will das nicht so ohne Weiteres hinnehmen und sinnt auf Rache. Sie will Gerechtigkeit. Aber auch ihre Unterstützerinnen haben ihre ganz eigenen Gründe, um sich an dem Raubzug zu beteiligen. Trotzdem blieben diese Charaktere etwas blass.
    Der Coup wird von den Frauen minutiös geplant. Doch wird er gelingen? Am Ende erfahren wir erst, was der tatsächliche Grund für dieses riskante Unternehmen war.
    Auch wenn es für mich ein paar kleine Schwächen gab, habe ich diesen Roman doch gerne gelesen.

  1. Nicht ganz das, was ich erwarte hatte

    Die Beschreibung klang sehr interessant, und ich hatte mich aufs Lesen gefreut.

    Das Cover ist toll aufmacht, und auch den Übersichtsplan vorne drin finde ich sehr gut.

    Mrs King wird von der Erbin de Vries entlassen, als der Hausherr von Mayfair House stirbt. Gemeinsam mit ihren Komplizinnen schmiedet sie einen Plan, die gesamte Villa während eines Kostümballs leerzuräumen. Soweit, so gut.

    Leider blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück, mir war die Story mittendrin zu langatmig. Es waren es mir zu viele Charaktere, die auch nicht so richtig sympathisch rüberkamen. Ich hatte mittendrin das Gefühl, dass es eher um die Schicksale der Frauen geht, als um den geplanten Raubzug an sich. Und der Raubzug selbst ging für meinen Geschmack viel zu glatt, mir hat hier die Spannung gefehlt.

    Wäre es nicht mit einer Mischung aus Downton Abbey und Ocean's 8 beschrieben gewesen, hätte ich mich vermutlich unbefangener darauf eingelassen und mehr Spaß an dem Roman gehabt, so war ich durch die Längen mittendrin eher enttäuscht. Insgesamt ganz nett zu lesen, aber kein Highlight wie ich es mir erhofft hatte.

  1. 4
    28. Feb 2024 

    Was für ein Abenteuer ... witzig, skurril und spannend ...

    Man muss ein wenig Geduld mitbringen, wenn man sich in den Roman „Mayfair House“ von Alex Hay einlesen möchte, denn in den ersten Kapiteln dieser fast tragisch-komischen Geschichte wird man mit Personen, deren Namen und vor allem deren Verwandtschaftsverhältnissen nahezu bombardiert. Im Mittelpunkt steht zunächst Mrs. King, die sich trotz vieler Jahre treuer Dienste auf der Straße wiederfindet. Gefeuert! Nicht mit ihr! Sie sinnt auf Rache und beginnt einen perfiden Plan zu schmieden. Einmal in ihrem Leben soll es umgekehrt zugehen und die Reichen sollen für sie bluten. Doch ein Plan dieser Größenordnung lässt sich nicht allein in die Tat umsetzen. Bald schon finden sich so einige Mitstreiterinnen ein, um den Raub des Jahrhunderts zu realisieren. Irgendwie scheinen alle miteinander verbandelt zu sein, ob nun verwandtschaftlich oder auf andere Weise. Allen voran die resolute Mrs Bone, die als Geldgeberin fungiert, dicht gefolgt von Mrs. Kings engster Freundin Winnie, der Schauspielerin Hephzibah, den zwei Janes sowie der jungen Alice, der bei der Hausherrin eine besondere Rolle zuteilwerden wird. Jede spielt ihren Part doch schnell kristallisiert sich heraus, dass hinter ihrer Motivation weit mehr als nur das lockende Geld liegt. Der Coup wird jedes einzelne ihrer Leben durcheinander wirbeln. Aber kann und wird er gelingen?

    Nicht nur das knallrote Cover mit der edlen goldenen Schrift hatte meine Neugier geweckt. Auch der Klappentext macht neugierig auf diese spannende Reise in das Dienstbotenreich einer Prunkvilla in London vor über hundert Jahren. Als großer Fan von „Downton Abbey“ und der alten Fernsehserie „Upstairs Downstairs“ war es fast ein Muss, mir diesen Roman einzuverleiben. Leider war er nicht ganz so rasant, wie ich es mir vorgestellt hatte, denn die Fülle der Informationen und die vielen mitspielenden Charaktere hinderten meinen Lesefluss besonders zu Anfang. Aber einmal eingelesen, ertappte ich mich dabei mitzufiebern und den Dienstboten trotz der Illegalität ihrer Handlungen fest die Daumen zu drücken. Den Schluss, ach eigentlich den ganzen Roman, hätte ich mir ein wenig runder gewünscht, dennoch vergebe ich hier gerne vier von fünf Sternen. Das Buch hebt sich definitiv von der breiten Masse ab. Eine tolle Idee mit kleinen Mängeln in der Umsetzung, nichtsdestoweniger empfehlenswert.

  1. 4
    17. Feb 2024 

    Downton Abbey trifft Ocean's Eleven

    London, 1905. Erst vor kurzer Zeit ist der Hausherr von Mayfair House, einer prachtvollen Villa auf der Park Lange verstorben. Nun hat die einzige Tochter das Kommando übernommen und plant – noch in der Trauerzeit – einen großen Kostümball, um sich endlich zu verheiraten. Mitten in diesen Geschehnissen wird die langjährige Haushälterin Mrs King entlassen und fasst einen kühnen Plan: Während des Balls will sie Mayfair House bis auf das letzte Möbelstück ausräumen. Ihre Truppe für diesen unmöglichen Job? Sechs ganz besondere Frauen.

    „Mayfair House“ ist der Debutroman des britischen Schriftstellers Alex Hay und wurde von Regina Rawlinson aus dem Englischen übersetzt. Erzählt wird im Wechsel aus der Perspektive der insgesamt sieben Frauen in der dritten Person und der Vergangenheitsform. Das führt dazu, dass wir zwar das Geschehen von allen Seiten betrachten könnten, aber leider mit jeder der Figuren nur eine recht begrenzte Zeit verbringen. Manche von ihnen hätte ich gerne noch etwas besser kennengelernt.

    In Mrs Kings „Diebesbande“ sind die unterschiedlichsten Charaktere vertreten: Mrs Bone, die toughe Geldgeberin, Winnie, Mrs Kings Freundin und Stütze, Hephzibah, eine Schauspielerin mit großen Träumen, die zwei Janes, ein talentiertes Artistenduo und schließlich die schüchterne Alice. Sie alle bekommen in Mrs Kings großem Plan ihre spezifische Rolle zugewiesen. Vordergründig geht es natürlich um die ungleiche Verteilung von Geld und Macht, aber im Verlauf der Handlung wird deutlich, dass hier noch viel mehr auf dem Spiel steht und die ein oder andere Ungerechtigkeit korrigiert werden soll.

    „Mayfair House“ ist im Prinzip eine Mischung aus „Downton Abbey“ und „Ocean‘s Eleven“ und das macht wirklich viel Spaß. Manchmal konnte ich allerdings dem komplizierten Plan nicht ganz folgen und einzelne Elemente wurden auch nicht aufgelöst oder wieder aufgegriffen. Auch die große Motivation hinter dem Raub bleibt am Ende nicht vollkommen plausibel. Dennoch ein absolut unterhaltsamer Heist-Roman mit sympathischen Frauenfiguren, die sich nehmen, was sie wollen und dennoch füreinander einstehen.

 

Die Stadtgärtnerin, Band 1

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Stadtgärtnerin, Band 1' von Gina Mayer
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Stadtgärtnerin, Band 1"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:138
Verlag: Ravensburger
EAN:
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Rezensionen zu "Die Stadtgärtnerin, Band 1"

  1. Gewusst wie

    Das Mädchen Toni geht schon in die vierte Klasse. Zusammen mit ihrer Mutter lebt sie in einer Wohnung in der Stadt. Leider müssen sie genau aus dieser Wohnung ausziehen, da der Vermieter andere Pläne damit hat. Es ist gar nicht einfach etwas passendes, das man auch noch bezahlen kann, zu finden. Als die beiden schon kurz davor sind aufzugeben, erzählt Adam seiner Freundin Toni, dass in ihrem Mehrparteienhaus eine Wohnung frei wird. Toni zögert nicht lange und vereinbart selbst mit dem Hausverwalter einen Besichtigungstermin. Tonis Mutter gefällt die Wohnung allerdings überhaupt nicht. Sie liegt in einem schwierigen Stadtviertel und außerdem wollte die viel lieber einen Garten mit dabei haben, damit sie Gemüse, Obst und natürlich auch Blumen anbauen kann. Im Moment sind Mutter und Tochter allerdings dazu gezwungen, erst einmal dort einzuziehen. Denn Tonis Mama möchte definitiv zurück aufs Land. „Auf keinen Fall“, denkt sich das Mädchen und schmiedet zusammen mit ihren Freunden einen Plan. Sie werden einen Dachgarten anlegen. Damit werden sie die Mutter zum Bleiben überreden… ganz sicher. Denn Toni möchte auf keinen Fall weg aus der Stadt und weg von ihren Freunden. Kann das klappen?

    Mit „Lieber Gurken auf dem Dach, als Tomaten auf den Augen“ startet die neue Kinderbuchreihe von Gina Mayer.
    Die Figuren, die sie sich für diese Abenteuer ausgedacht hat, sind durchweg alle sehr liebenswert. Jede/ r von ihnen hat natürlich ihre/seine Eigenheiten, für die sie der Leserschaft ans Herz „wachsen“. Man freut sich schon darauf sie auch in den nachfolgenden Geschichten begleiten zu dürfen.
    Wie der Name schon sagt, dreht sich in den „Stadtgärtner-Abenteuern“ natürlich alles um das Gärtnern. Schön mit „anzuschauen“ ist es auf welch originelle Ideen die Kinder kommen um den Dachgarten, mit den einfachsten Mitteln, zu gestalten. Sie kommen auf super kreative Ideen, die sich auch in der Realität gut umsetzen lassen. Denn die Autorin lässt ihre LeserInnen dabei nicht außen vor. Mit zahlreichen, anschaulichen Anleitungen, die verständlich erklärt sind, werden die Leser dazu animiert die Projekte auch zu Hause bei sich selbst umzusetzen. Die lustigen Illustrationen von Daniela Kohl lassen einem hier eigentlich fast keinen Spielraum. Man muss die Dinge einfach selbst ausprobieren. So kann ich „Mamas Rezept für die Salatsoße“, nur wärmstens empfehlen.
    Der Handlungsverlauf ist grundsätzlich leicht zu erahnen und bestätigt sich dann auch im weiteren Verlauf. Meiner „Mitleserin“ (9 Jahre) hat das allerdings nicht so viel ausgemacht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den zweiten Teil der neuen Reihe.

    Fazit:
    Ein gelungener Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe zum Thema „Gärtnern“, wunderschön illustriert.

  1. Kleine Gärtner, viele Blumen und Pflanzen

    Dieses Kinderbuch beinhaltet 20 Kapitel und erzählt von Toni die eigentlich Antonie heißt und in die 4a geht. Der Schreibstil ist leicht und bildhaft zu lesen. Die einzelnen Kapitel sind nicht allzu lang so dass sie auch zum vorlesen gut geeignet sind. Die Protagonisten sind sehr sympathisch dargestellt und das Kind kann sich sehr gut meiner Meinung nach in die jüngeren Protagonisten hineinversetzen. Diese Geschichte ist sehr schön zu lesen und die Illustrationen dazu sind hübsch anzusehen. Natürlich darf die Spannung auch nicht fehlen aber die Geschichte wird witzig und heiter so dass ich schon mal lächeln durfte. In diesem Buch geht es um Freundschaft und zudem werden alltagsnahe Situationen aufgezeigt so dass die Geschichte authentisch dargestellt ist. In diesem Buch dreht es sich auch um die Natur und wie man sein Umfeld naturnah gestalten kann (auch in einem Mietshaus). In fast jedem Kapitel gibt es z. B. Bastelanleitungen für Pflanzenschaukeln oder ein Geheimtipp wie man Sonnenblumen pflanzt - was ich sehr toll fand. So wurde die Geschichte für mich kurzweilig, unterhaltsam, interessant und informativ zu lesen. Dieses Kinderbuch wird für Kinder ab acht Jahren empfohlen. Was ich auf jeden Fall befürworte. Es ist eine tolle und aufregende Geschichte mit vielen Emotionen und vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.

  1. Aktuell, witzig mit vielen Facetten

    Bei Kinderbüchern spielt das Äussere auch eine wichtige Rolle. Das ist hier rundum gelungen. Haptische Elemente und Glanzeffekte machen es zu einem Erlebnis das Buch anzufassen. Leider auch hier der Eindruck, eher was für Mädchen, ich könnte mir da aber kein Cover vorstellen, das Jungs und Mädchen gleichermaßen anspricht.
    Die Coverinnenseiten hinten und vorne sind passend zum Thema mit Tomaten und Gurken bedruckt. Lustig zu entdecken, dass manche tatsächlich angebissen sind.
    Ein wenig überrascht war ich, als ich entdeckte es ist Band 1. Nach Recherche fand ich heraus, Band 2 erscheint im Oktober. Wieviel Bände es werden steht noch nicht fest. Das finde ich im Lesealter von etwa 8 Jahre sehr schade, dass da kein Konzept ist. Spätestens mit 10Jahren liest man andere Bücher.
    Sehr gelungen finde ich aktuell einbezogene Lebensproblematiken abseits vom Gärtnern. So steht die Frage im Raum warum Elif täglich Geige übt obwohl sie lieber Fussball spielen möchte.

 

Wassermusik: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Wassermusik: Roman' von T.C. Boyle

Inhaltsangabe zu "Wassermusik: Roman"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:576
EAN:
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Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers

Buchseite und Rezensionen zu 'Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers' von Umberto Eco

Inhaltsangabe zu "Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:208
EAN:
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Sturmflut: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Sturmflut: Roman' von Margriet de Moor

Inhaltsangabe zu "Sturmflut: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:352
EAN:
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