Griechische Geschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'Griechische Geschichte' von Angela Ganter
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Griechische Geschichte"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406816376
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Rezensionen zu "Griechische Geschichte"

  1. 5
    13. Apr 2024 

    Eine weitere Perle aus der Beck Wissen Reihe.

    Als ich dieses Büchlein in die Hand genommen habe, war ich zunächst etwas irritiert, denn es gibt ja schon einen Band „Griechische Geschichte“ in der Beck Wissen Reihe, nämlich vom großartigen, aber leider verstorbenen Detlef Lotze, welcher natürlich auch in meinem Regal steht. Also habe ich das direkt herausgezogen, um sie zu vergleichen.
    Während hier der Untertitel lautet „Von der Bronzezeit bis zum Hellenismus“, lautete er damals „Von den Anfängen bis zum Hellenismus“. Und genau das ist der große Unterschied zwischen diesen beiden Werken, was wohl einerseits den aktuellen Wissensstand widerspiegelt, andererseits aber auch das persönliche Interesse der Autoren. Jedenfalls blieb Lotze damals mit seinen „Anfängen“ sehr vage, handelte die Bronzezeit knapp ab, übersprang die sog. „Dunklen Jahrhunderte“ (insgesamt sieben Seiten für all das) und begann erst mit der Archaik ausführlicher zu werden. Ganter hingegen spricht ausführlich über all diese Dinge und braucht dafür 27 Seiten, bevor sie zur Archaik kommt.
    Während man hier bei Ganter das Gefühl hat, dass sie mathematisch ausgerechnet hat, wieviele Seiten sie pro Periode (Anfänge [27 Seiten], Archaik [29], Klassik [27], Hellenismus [26]) benutzen kann, um allen ungefähr gleich viel Raum zu geben, hat Lotze damals der Klassik viel mehr Platz als dem Rest eingeräumt [41 Seiten], gefolgt von der Archaik [35], abgeschlagen davon der Hellenismus [22] und eben die Anfänge kaum erwähnt [7].
    Ich möchte damit nicht sagen, dass der Band von Lotze schlecht ist, er hat halt einen eindeutigen Fokus, während jetzt der Band von Ganter die gesamte Griechische Geschichte gleichmäßig und gleichwertig präsentiert, in dem Sinne also ein umfassenderes Bild liefert.
    Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Byzanz

Buchseite und Rezensionen zu 'Byzanz' von Johannes Preiser-Kapeller

Inhaltsangabe zu "Byzanz"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Taschenbuch
Seiten:352
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406806803
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Nero: Wahnsinn und Wirklichkeit

Buchseite und Rezensionen zu 'Nero: Wahnsinn und Wirklichkeit' von Alexander Bätz
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Nero: Wahnsinn und Wirklichkeit"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:576
EAN:9783498006860
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Rezensionen zu "Nero: Wahnsinn und Wirklichkeit"

  1. So geht Biografie!

    Biografien über Personen aus der Antike sind eine besondere Herausforderung, denn meist ist die Quellenlage dürftig und kritisch zu betrachten. Antike Historiker hatten mit ihren Texten nicht den Anspruch, eine möglichst große Annäherung an die historische Wirklichkeit darzustellen, sondern verfolgten immer ein bestimmtes Ziel. Und wie wenn das nicht schon schwierig genug wäre, haben sich im Laufe der Jahrhunderte gerade zu Nero Bilder eingebrannt, die man schwer aus den Köpfen bekommt. Wer hat nicht sofort Peter Ustinov in Quo Vadis vor Augen, wie er mit der Harfe in der Hand das brennende Rom besingt? Schauspielerisch ist der Film von 1951 eine Glanzleistung, historisch aber fragwürdig.
    Unter diesen Bedingungen eine so großartige Biografie zu schreiben, wie das Alexander Bätz getan hat, ist ein Paradebeispiel für herausragende Geschichtswissenschaft. Seine Herangehensweise ist den modernen Aspekten einer Strukturgeschichte verpflichtet. Darüber hinaus benennt der Autor bei der Betrachtung der Quellen die Zweifel, entkräftet oder relativiert wo nötig und nachweisbar durch genaue Quellenanalyse, Analogien und gesellschaftliche oder politische Einordnungen klassische Stereotypen im Bild Neros, stellt aber eben immer klar heraus, wenn eine eindeutige Beurteilung nicht möglich ist. Ein guter Historiker ist eben nicht der, der alles zu erklären versucht, sondern der, der die Grenzen benennt, Unbewiesenes hinterfragt und klarstellt, was aufgrund der Quellenlage nicht beantwortet werden kann.
    Wer sich für Nero und die frühe Kaiserzeit interessiert, kann ohne Zögern zu dieser Biografie greifen. Wissenschaftlich und methodisch auf der Höhe der Zeit und dabei spannend zu lesen ist dieses Buch ein echtes Highlight. Und wir müssen deshalb alle Peter Ustinov und den Roman von Henryk Sienkiewicz nicht vergessen – im Gegenteil, mit dem neuen Blickwinkeln bieten beide wahrscheinlich noch mehr Genuss.
    Und das möchte ich erwähnen: Hier handelt es sich um unbezahlte Werbung, denn das Buch habe ich als kostenloses Rezensionsexemplar vom Rowohlt Verlag erhalten.

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Ausgestorbene Tiere

Buchseite und Rezensionen zu 'Ausgestorbene Tiere' von Bernhard Kegel

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Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
EAN:9783832169060
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Vom Zauber des Untergangs

Buchseite und Rezensionen zu 'Vom Zauber des Untergangs' von Dr. Gabriel Zuchtriegel
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Vom Zauber des Untergangs"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
EAN:9783549100486
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Rezensionen zu "Vom Zauber des Untergangs"

  1. Vom Zauber des Wieder-Entdeckens

    Zum Autor:

    Gabriel Zuchtriegel erhielt nach seiner Dissertation über Ausgrabungen in Gabii ein Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts, leitete verschiedene Ausgrabungen in Italien und wurde schließlich 2015 zum Direktor des Archäologischen Parks von Paestum berufen. 2020 nahm er zusätzlich zu deutschen die italienische Staatsbürgerschaft an. 2021 übernahm er von Massimo Osanna die Leitung des Archäologischen Parks von Pompeji.

    Mein Lese-Eindruck:

    „Das Land der Griechen mit der Seele suchend“ (Goethe, Iphigenie)

    „Vom Zauber des Untergangs“. Dieser Titel befremdet zunächst. Welchen Zauber hat ein Untergang, der Untergang einer ganzen Stadt?

    Pompeji ist eine der berühmtesten Ausgrabungsorte der Welt, und seine Faszination dauert ungebrochen bis heute an. Jeder Besucher steht staunend vor luxuriösen Villen mit beeindruckenden lebensfrohen Wandmalereien, und das Staunen mischt sich mit Grauen und Erschütterung beim Anblick der Abgüsse von Opfern des Untergangs. Der Untergang selber ist gut dokumentiert, v. a. durch die Aufzeichnungen von Plinius d. J., der wiederum auf die Beobachtungen seines Onkels Plinius d. Ä. zurückgreift. Ein heftiges Erdbeben hatte schon Jahre vorher (62 n. Chr.) den Ausbruch angekündigt. Teile der Stadt wurden zerstört, die Reichen zogen sich in ihre Landhäuser zurück und warteten dort die Instandsetzung ihrer Stadtpaläste ab. Im Oktober 79 n. Chr. kam es dann zu der Katastrophe, die nicht nur Pompeji, sondern auch die umliegenden Städte Stabiae, Herculaneum und Oplontis zerstörte. Pompeji wurde unter einer meterhohen Schicht kleinerer und größerer Gesteinsbrocken begraben, bevor ein pyroklastischer Strom alles Leben in Sekundenschnelle vernichtete.

    Zuchtriegel bezeichnet sich selber als Archäologe „mit Schlagseite“, und tatsächlich geht er mit anderen Vorstellungen an die Archäologie heran als seine Vorgänger. Ein Ansatzpunkt ist folgender Gedanke: „Wenn wir als Gesellschaft in Denkmalschutz und Forschung investieren, was können Denkmalschutz und Forschung der Gesellschaft zurückgeben?“ Er sieht also die Archäologie in der Pflicht gegenüber der Gesellschaft. Diese Auffassung setzt er um, indem er z. B. einen Theaterworkshop mit Jugendlichen aus problematischen Verhältnissen durchführen ließ, der mit der Aufführung von „Die Vögel“ von Aristophanes im Ruinentheater endete. Damit holt er nicht nur die Archäologie aus ihrem Elfenbeinturm heraus, sondern schafft zugleich eine Anbindung der Anwohner an „ihre“ Ausgrabungsstätte.

    Damit zusammen hängt auch Zuchtriegels Überzeugung, die Fundstücke nicht im Museum zu präsentieren, sondern sie in ihrem Kontext zu belassen. Hier erweist sich Zuchtriegel als Anhänger der sog. Diskursanalyse von Michel Foucault, der darauf hinwies, dass jede Erkenntnis immer geprägt ist vom Forschenden selber, seinem Hintergrund, seiner Persönlichkeit, seinen Vorlieben etc. Dagegen ist es oft der Kontext eines Fundstückes, der genauere Erkenntnisse zulässt. Gleichzeitig befreit er aber damit die Ausgrabungsstätte von ihrer rein musealen Funktion und verleiht ihr Leben.

    Und so wandert Gabriel Zuchtriegel in seinem Buch von einem Thema zum nächsten, und jedem Kapitel merkt man seine Begeisterung für seinen Beruf an. Er erzählt von neuen Ausgrabungen, z. B. einer 16 qm kleinen Kammer, die als Lagerraum, aber offensichtlich auch als Schlafraum für Sklaven genutzt wurde. Und so erfährt der Leser auch von den weniger schönen Seiten der Stadt und der weniger privilegierten Bevölkerung: beengte Wohnverhältnisse, erdrückende Armut, „man aß Brot, und das war’s“, Lebensmittelknappheit. Zuchtriegel errechnet eine Zahl von 45.000 Einwohnern: eine übervölkerte Stadt, „ständig am Rand einer sozialen Katastrophe“. Diese Ausgrabung war für Zuchtriegel deshalb so außerordentlich, weil sie den „Seltenheitswert des Alltäglichen“ zeigte.

    Andere Kapitel wenden sich der Verbindung von Kunst und Religion zu und der neuen monotheistischen Sekte des Christentums, andere der für unsere Begriffe wesentlich freizügigeren Sexualität, den Darstellungen von Hermaphroditen, der Bedeutung der griechischen Kunst für die Römer, dem Aufstieg des Gottes Dionysos, den Mysterienkulten, der Lage der Sklaven und der freigelassenen Sklaven, den Zusammenhang von Bild und Ritus, man liest Deutungsversuche von Fresken, quellenkritische Überlegungen und so fort – und immer belegt an Ausgrabungsfunden und mit Bildern illustriert (die man leider im Anhang nachschlagen muss).

    Und damit beantwortet Zuchtriegel auch die Frage, die der Titel aufwirft: Worin liegt der Zauber eines Untergangs?

    Die Ausgrabungen begannen 1748, und seitdem hält dieser Zauber an: eine erstarrte Stadt und eine vergangene Lebensweise wird wieder lebendig und wir tauchen ein in die Alltagswelt unserer Vorfahren. Erst der Untergang und das Vergessen ermöglichen „den Zauber des Wiederfindens und Bewahrens“. Es geht Zuchtriegel nicht darum, einen musealen Katalog zu erstellen, um damit eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuhaken. Dieses Vorgehen nennt er das „Sammlersyndrom“. Was Zuchtriegel will, ist etwas anderes. Ein antikes Kunstwerk ist für ihn nicht nur ein museales Objekt, sondern – frei nach Foucaults Diskurstheorie – es tritt mit uns in einen Dialog ein und sollte nicht nur rational, sondern auch emotional und in seiner Funktion erfasst werden. Zuchtriegel will, dass die Fundstücke und der Ort als Ganzes für den Betrachter lebendig werden und sein Innerstes ansprechen, ihn als Mitmenschen berühren. „Das Land der Griechen mit der Seele suchen“, nannte es Goethe.

    Das Buch richtet sich daher dezidiert an Laien und spricht eine Sprache, die jeder versteht. Nichts steht der Verzauberung im Wege!

    Fazit: ein ungemein lebendiges Buch, eine Einladung zu einer vorurteilsfreien Begegnung mit unseren Vorfahren.

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Die Öffnung der Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Öffnung der Welt' von Angelos Chaniotis

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Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Taschenbuch
Seiten:544
Verlag: wbg Paperback
EAN:9783534274017
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Ravenna. Hauptstadt des Imperiums, Schmelztiegel der Kulturen

Buchseite und Rezensionen zu 'Ravenna. Hauptstadt des Imperiums, Schmelztiegel der Kulturen' von Judith Herrin
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ravenna. Hauptstadt des Imperiums, Schmelztiegel der Kulturen"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:704
EAN:9783806244168
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Rezensionen zu "Ravenna. Hauptstadt des Imperiums, Schmelztiegel der Kulturen"

  1. Portrait einer zu unrecht vergessenen Stadt

    m Vorwort begründet die britische Mediävistin Judith Herrin das Entstehen ihrer Studie mit ihrer Verbundenheit mit dieser Stadt seit ihrem ersten besuch während ihrer Kindheit, eine Verbundenheit, die man, schaut man sich die Bilder im Buch an, auch als Mensch, der nie dort gewesen ist, nachvollziehen kann.

    Der geschichtsinteressierte Leser erfährt eigentlich wenig Neues, so kennt man das meiste aus der Zeit Ravennas als Hauptstadt des Gotenreichs bereits aus der Theoderich-Biographie von Hans-Ulrich Wiemer, Vieles über die Auseinandersetzungen im frühen Christentum aus den einschlägigen Darstellungen über die Spätantike oder das byzantinische Reich. Trotzdem ist die Lektüre der Studie lohnenswert, denn Herrin beschreibt die Geschichte der Spätantike und des frühen Mittelalters konsequent aus der Perspektive der Stadt, die sowohl, wenn auch nur kurzzeitig, die Hauptstadt des römischen Reiches, als auch die des Gotenreichs war, später der Sitz des byzantinischen Exarchats. Somit wurde sie zu einem Schmelztiegel verschiedener Kulturen, die sich wechselseitig bereicherten, der Stadt insgesamt ihren Stempel aufdrückten und die im Textteil gleichwohl wie im Bildteil des Buches auch hervorragend dokumentiert werden. Eigentlich schade ist nur, dass der Alleinvertretungsanspruch der katholischen Kirche dazu geführt hat, dass Spuren der arianischen Epoche der Stadt ausgemerzt wurden. Der Stil der Autorin ist überzeugen, das Attribut "Meistererzählerin" steht ihr meiner Ansicht nach durchaus zu. Wer noch Weihnachtsgeschenke sucht, hätte mit diesem Buch eine gute Option, es ist zwar mit dem Ladenpreis 39 € (für Mitglieder der wbg 31,20 €) recht teuer, dafür aber auch jeden einzelnen Cent wert.

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The Dawn of Everything: A New History of Humanity

Buchseite und Rezensionen zu 'The Dawn of Everything: A New History of Humanity' von David Graeber

Inhaltsangabe zu "The Dawn of Everything: A New History of Humanity"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Taschenbuch
Seiten:720
Verlag: Penguin
EAN:9780141991061
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Diokletian

Buchseite und Rezensionen zu 'Diokletian' von Alexander Demandt
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Diokletian"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:432
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406787317
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Rezensionen zu "Diokletian"

  1. Fundierte, lesenswerte Darstellung

    Mit "Diokletian - Kaiser zweier Zeiten" legt der emeritierte Althistoriker Alexander Demandt nach "Marc Aurel" die zweite Biographie eines römischen Kaisers vor. Einziger "Mangel" des Buches: der Titel ist in gewisser Weise ein Etikettenschwindel, denn es geht beileibe nicht nur um Diokletian, im Mittelpunkt steht vielmehr das von ihm geschaffene System der Tetrarchie, der Aufteilung des gesamten römischen Reiches unter zwei Augusti, quasi Seniorkaiser, denen jeweils einer der beiden Caesarii, die Juniorkaiser, zur Seite stand. Notwendig wurde diese Einrichtung durch die vorangegangene Epoche der Soldatenkaiser, d.h. manchmal sogar gegen ihren Willen von ihren Legionen zum Kaiser ausgerufenen Feldherren, was naturgemäß zu bürgerkriegsartigen Zuständen und häufig wechselnden Staatsoberhäuptern führte. Diokletian beendete die "erste Zeit", indem er die Macht auf eben vier Schultern verteilte und von den Teilhabern Einigkeit erwartete, was zumindest für die Zeit der ersten Tetrarchie auch recht gut funktionierte. Doch bereits nach seinem und Maximians (sein Mitaugustus) Abdankung begannen erneut Auseinandersetzungen um die Nachfolge, da, anders als vom Erfinder der Tetrachie geplant, sich nicht das Leistungsprinzip für die Besetzung der Kaiserwürde durchsetzte, sondern die Erbfolge an deren Stelle trat, was dann einen Kaiser wie Konstantin, Sohn eines Caesaren, möglich machte. Und gleichzeitig neue Bürgerkriege hervorrief.

    Interessant ist auch die Darstellung Diokletians in den Quellen, für die einen ist er eine Art Friedenskaiser, der dem römischen Reich eine letzte Ruhephase vor dem Germanensturm verschaffte, für andere, insbesondere christliche Autoren, ist er wegen der von ihm veranlassten Christenverfolgungen der Antichrist, an dem kein gutes Haar gelassen wird. Dabei waren seine Maßnahmen im Vergleich zu anderen eher moderat und auch mehr die Folge der intransingenten Haltung der späteren Opfer, denn er hatte niemals einen Abfall vom Glauben gefordert, allerdings die Opferbereitschaft der Christen unterschätzt.

    Einen leicht schalen Beigeschmack hat bei mir allerdings eine Formulierung hinterlassen, Im Kontext von Geschichstserinnerung verweist Demandt auf die Tatsache, dass Vorgänge oft an ihren extremen Auswüchsen gemessen werden und erwähnt in diesem Zusammenhang den Holocaust im Nationalsozialismus. Aber gab es denn irgendeine Art von moderatem Nationalsozialismus?

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Das Volk des Feuers

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Volk des Feuers' von W. Michael Gear

Inhaltsangabe zu "Das Volk des Feuers"

Diskussionen zu "Griechische Geschichte"

Format:Taschenbuch
Seiten:0
Verlag: Heyne
EAN:9783453096370
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