Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit' von Gianni Jovanovic

Inhaltsangabe zu "Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
Verlag: Blumenbar
EAN:9783351051006
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Ich bin anders als du – Ich bin wie du

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich bin anders als du – Ich bin wie du' von Constanze von Kitzing

Inhaltsangabe zu "Ich bin anders als du – Ich bin wie du"

Format:Pappbilderbuch
Seiten:82
Verlag: Carlsen
EAN:9783551171306
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Märchenland für alle

Buchseite und Rezensionen zu 'Märchenland für alle' von Lilla Bölecz
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Märchenland für alle"

Format:CD-ROM
Seiten:0
EAN:9783742428219
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Rezensionen zu "Märchenland für alle"

  1. "Spieglein, Spieglein an der Wand..."

    Die Audio-CD „Märchenland für alle“ wartet mit 17 ungarischen Märchen auf, die neu interpretiert wurden. Prinzessinnen, die lieber im Dreck herum hüpfen und selbst gegen Drachen kämpfen wollen, Prinzen, die nach dem Mann ihres Lebens suchen oder Frauen mit besonderen Fähigkeiten, die über ihr verstorbenes Kind trauern und sich wieder nach einer eigenen Familie sehnen. Märchen, in denen das Handeln der Figuren nicht durch bestehende Rollenerwartungen bereits von Anfang an festgelegt ist.

    Als ich angefangen habe die CD zu hören, war ich mir der Botschaft der Märchen eigentlich gar nicht richtig bewusst. Natürlich ist mir aufgefallen, dass es Märchen sind, die diesmal etwas anders erzählt werden. Gleichgeschlechtliche Paare oder Mädchen, die auf eigene Faust Abenteuer bestehen. Die hier erzählten Märchen sind bisweilen etwas brutal, traurig, schön anzuhören und manchmal auch lustig. Wie Märchen eben so sind. Und sollte es in der Wirklichkeit nicht genau so sein wie in diesen Märchen dargestellt? Jede Person kann ihren Traum leben und das Leben, das sie sich wünscht, nach eigenen Vorstellung, führen? Und das ist einfach ganz normal.

    Vertont werden die Märchen von namhaften Künstlern wie Jasmin Shaudeen, Julian Horeyseck, Annette Frier oder Phenix Kühnert. Dies tun sie, meiner Meinung nach, ganz wunderbar und sehr gekonnt. Jede Sprecherin, jeder Sprecher vertont das jeweilige Märchen nach ihrem bzw. seinem eigenen Stil. Gemeinsam erschaffen sie im „Märchenland für alle“ eine ganz eigene Atmosphäre.

    Fazit:
    Bekannte Märchen zeitgemäß interpretiert und einmalig vertont.

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  1. Eine neue Form von Märchen

    Cover und Gestaltung:
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    Das Titelbild ist passend für Märchen und die Illustrationen finde ich wunderschön. Die CD ist nicht in einer Kunststoffhülle, sondern aus Karton. Das gefällt mir, da es viel weniger Platz im Regal einnimmt und nachhaltiger ist. Leider wurde an einer Tracklist und einem Booklet gespart. So weiß man nicht, welche Märchen zu hören sind, wie lange diese Märchen gehen und wer sie spricht.
    Im Innenteil habe ich zufällig einen Link gefunden, durch den man auf ein PDF mit diesen Informationen stößt und die man dann selber ausdrucken kann. Leider ist diese Info schwer zu finden, das auszudruckende Format nicht in Bookletform, sondern DIN A-Format und somit nicht kompatibel zur CD-Hülle. Das hätte man besser machen können.

    Inhalt:
    -----------------------------
    Auf dieser CD befinden sich insgesamt 17 Märchen, die teilweise neu sind, teilweise alte Märchen in anderem Gewand darstellen. Ziel war es, die alten Märchenklischees auf den Kopf zu stellen und die Märchenwelt dadurch zu modernisieren und mit anderen Geschlechterrollen zu versehen.

    Mein Eindruck:
    -----------------------------
    Ich mag Märchen sehr gerne. Sie verbinden Rollenverständnisse, Erziehungsmethoden und Wertevermittlung mit Fantasie und Unterhaltung und sind stets ein Spiegel der Zeit, in der sie entstanden sind. Viele Märchen vertreten entsprechend ein veraltetes Rollenverständnis. Es sind stets Prinz und Prinzessin, die sich ineinander verlieben und dann natürlich auch heiraten und am besten am Ende noch Kinder bekommen. Und die Bösen erkennt man daran, dass sie entsprechend hässlich aussehen. Soweit so klar.
    Aber was wäre, wenn es nicht Aschenputtel, sondern der Waise Batbajan wäre, der mithilfe eines männlichen Urahns auf den Ball des Prinzen ginge? Oder wenn die Lebkuchenhexe eigentlich nur die verirrten und von deren Eltern im Stich gelassenen Kinder verwöhnen will, weil die Hexe einsam ist und die Kinder ihr leidtun? Oder was wäre, wenn Prinz und Prinzessin einfach nur so als Freunde zusammensein wollen, ohne Heirat?
    Dies und vieles mehr erfährt man in dieser besonderen Märchensammlung. Der Großteil dieser Märchen gefiel mir sehr gut, er bringt frischen Wind in alte Märchen, hat mich zum Nachdenken gebracht und gut unterhalten. Ein paar wenige Märchen waren nicht ganz mein Fall. Ich habe offen gesagt ihren Sinn nicht ganz verstanden, weil sie mir zu abstrakt waren. Aber das betraf nur die Minderheit dieser Sammlung.
    Die Sprecher machen fast alle (bis auf einen) einen sehr guten Job und lassen die Geschichten durch ihre Art des Vortrags lebendig werden. Meine Highlights sind dabei Christoph Maria Herbst und Annette Frier, weil ich einfach Fan von ihnen bin.

    Fazit:
    -----------------------------
    Märchen in modernem Gewand, die alte Klischees aufbrechen und zum nachdenken anregen. Tolle Sprecher! CD-Ausstattung könnte besser sein.

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Kaputte Wörter?

Buchseite und Rezensionen zu 'Kaputte Wörter?' von Matthias Heine

Inhaltsangabe zu "Kaputte Wörter?"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
Verlag: Duden
EAN:9783411756902
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Radikaler Universalismus

Buchseite und Rezensionen zu 'Radikaler Universalismus' von Omri Boehm
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Radikaler Universalismus"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:176
EAN:9783549100417
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Rezensionen zu "Radikaler Universalismus"

  1. Unhinterfragbarer Wertekanon

    Kurzmeinung: In der intellektuellen Blase angesiedelt

    Die Frage, die die Philosophen quält, ist die, ob es einen absoluten Wert gibt, der über allen anderen Gesetzen stehe und der dennoch allen Menschen eingängig erscheint, genannt „universeller Humanismus“. Dieser wäre dann verbindlich und nicht mehr hinterfragbar. Dieser universelle Wert, sagt Omri Boehm, wird heute von allen Seiten negiert, so dass „ … die Rechte im Namen traditioneller Werte kämpft, … die Linke im Namen von Gender und Race“. Zurück geht die Annahme einer allen individuellen Interessen übergeordneten Wertigkeit letztlich auf die christliche Religion bzw. auf den christlichen Gott. Im letzten Teil seines Essays geht Omri Boehm sehr ausführlich auf diesen Ursprung ein. In diesem letzten Teil schlägt er allerdings einen intellektuellen Purzelbaum, auf den einzugehen (und zu widerlegen) den Rahmen dieser Rezension sprengen dürfte.
    Gedankenausflüge machen wir bei der Lektüre zu Spinoza, Nietzsche, Kant, die gesamte amerikanische Bürgerrechtsbewegung, etc. etc. Das Problem ist immer wieder dasselbe: geht es um Macht oder um Recht? Wer die Macht hat, kann seine Interessen durchsetzen. Was aber ist die Wahrheit, was ist Gerechtigkeit? Ist die Durchsetzung seiner Interessen dann die Wahrheit, wenn man sie einfach als gerecht deklariert? Oder ist die Wahrheit ein Begriff, den die Gesellschaft opfern sollte?
    Um jetzt den guten Kant ins Spiel zu bringen, den wir immer brauchen, wenn Philosophen Bücher schreiben, gilt es, selber zu denken und selber zu entscheiden (aufgrund von ganz vielem und langem Denken, nicht einfach so aus dem Bauch heraus), was „gerecht“ ist. Unser Immanuel nennt die Fähigkeit des Menschen, selbständig zu denken, den „Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“. Das ist einer der markigen Sprüche von Kant, die zu kennen, sich lohnt. Das heißt, man solle sich nicht auf andere, auf Vordenker verlassen, sondern alles und jedes hinterfragen. Das können natürlich nur wenige, sagt Kant (weil es kompliziert ist), es sind die Auserwählten, die dann die anderen belehren. (Wie nett, diese Belehrenden sind wahrscheinlich die Philosophen, dafür werden sie ja bezahlt, bzw. freigestellt, um den ganzen Tag zu denken und Bücher wie das vorliegende zu schreiben und miteinander darüber zu streiten).
    Das Problem hierbei ist nur, dass niemand, absolut niemand, frei ist von dem Einfluss der Vordenker, denn alle Menschen sind irgendwie sozialisiert, beeinflusst, voreingenommen. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ ist also nur bedingt zu verwirklichen, denn dieser „eigene Verstand“ ist längst manipuliert (wenn man es negativ ausdrücken will).

    Fazit: Von der Lektüre dieses Büchleins nehme ich nicht allzu viel mit, obwohl es einen Teil gibt, der sich mit Cancel Culture beschäftigt und das an einem sehr eindrücklichen Beispiel. Mir stellt es sich so dar, als ob man heute tatsächlich nur noch damit beschäftigt ist, wer wen dominiert, die Mehrheit die Minderheit oder die Minderheit die Mehrheit. Um Wahrheit schert sich keiner mehr. Sie wurde längst auf dem Altar des Machtkampfes verbrannt. Daran ändert (erst einmal) ein verkopftes kleines gut gemeintes Büchlein, das allerhöchstens interdisziplinär von Belang ist, gar nichts.

    Kategorie: Sachbuch. Philosophie.
    Verlag: Ullstein, 2022
    Auf der Longlist Sachbuch Deutscher Buchpreis

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Gedichte aus Guantánamo (punctum)

Buchseite und Rezensionen zu 'Gedichte aus Guantánamo (punctum)' von Sebastian Köthe

Inhaltsangabe zu "Gedichte aus Guantánamo (punctum)"

Format:Taschenbuch
Seiten:131
EAN:9783751808088
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Guten Morgen, du Schöner

Buchseite und Rezensionen zu 'Guten Morgen, du Schöner' von Greta Taubert
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Guten Morgen, du Schöner"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:249
Verlag: Aufbau Verlag
EAN:9783351034641
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Rezensionen zu "Guten Morgen, du Schöner"

  1. Wie ist er so, der Ostmann?

    Über dieses Buch bin ich eher zufällig gestolpert als darüber im TV berichtet wurde. Gespannt habe ich mit der Lektüre begonnen und schnell gemerkt: Hier werde ich abgeholt, nicht nur im Bezug auf die dargestellten Männer, sondern auch auf meine Kindheit in der DDR.

    Greta Taubert interviewt in ihrem Buch Männer, die zwischen 30 und 60 sind, die als Ossiboys die Wende erlebt haben und was das mit ihnen gemacht hat. Sie hat eine bunte Auswahl getroffen, denn es sind nicht nur hetero Männer vertreten. Zudem sind sowohl Wendegewinner als auch -verlierer dabei, so dass man ein recht authentisches Bild erhält.

    Die Jungs erzählen in eigenen Worten was sie erlebt haben und die meisten Geschichten haben mich doch sehr berührt und meine Augen nass werden lassen. Das Geschilderte deckt sich auch sehr mit meinen eigenen Erfahrungen. Der Ostmann lässt sich nicht in die Karten schauen, möchte der Beschützer und der Starke sein und hat angeblich keine schwache Seite. Dabei wissen wir doch alle, dass jeder Mensch Schwächen und Stärken hat und dazu einfach stehen sollte.

    Durch das Sachbuch entsteht nach meinem Empfinden endlich mal ein Bild wie der ostdeutsche Mann wirklich tickt und nicht was die Printmedien den Menschen einreden wollen. Denn nur eine Minderheit der Jungs zählt zu den grölenden Wutbürgern, wählt rechts und hat keinen Respekt vor Frauen, aber das gibt es in den alten Bundesländern auch.

    Taubert zeigt durch ihre Interviews, vielleicht unbewusst, wie das Aufwachsen in der DDR war und warum dieser Menschenschlag eben ein anderer ist, sowohl Männer als auch Frauen. Mir ergeht es sehr oft so, dass ich im Westen Deutschlands oder im Ausland unterwegs bin und wenn ich dann Menschen kennenlerne, mit denen es direkt matcht, dann kommen auch sie aus der DDR und eine unbewusste Verbundenheit ist da.

    Fazit: Wer einen Blick hinter die Fassade wagen will, der muss hier unbedingt reinschauen. Intensiv, unterhaltsam und vor allem augenöffnend. Klasse!

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Afropäisch: Eine Reise durch das schwarze Europa

Buchseite und Rezensionen zu 'Afropäisch: Eine Reise durch das schwarze Europa' von Johny Pitts
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Afropäisch: Eine Reise durch das schwarze Europa"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:461
EAN:9783518429419
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Rezensionen zu "Afropäisch: Eine Reise durch das schwarze Europa"

  1. 5
    13. Okt 2022 

    Absolut lesens- und wissenswert!

    Schon gewusst? Alexandre Dumas war Afropäer. Sein Namensvetter Alexander Puschkin ebenso. Aber was ist überhaupt ein "Afropäer"? Ein Mensch, der sich als Europäer versteht und Wurzeln in Afrika hat. Die beiden Beispiele sind dabei nur die Speerspitze, denn in Europa leben mittlerweile unzählige Nachfahren von Afrikanern. Dass dieses Leben leider meist ungewollt getrennt von anderen Bevölkerungsanteilen in fernen Satelliten-Städten unter schlimmsten sozio-ökonomischen Bedingungen stattfinden muss, ist Folge einer massiven Fehlplanung vieler ehemaliger Kolonialmächte, die bis heute mit ihrem Erbe mehr schlecht als recht umgehen. Den Folgen des schrecklichen Kolonialismus geht Johny Pitts in seiner sehr persönlichen Reisereportage nach.

    Pitts, Journalist und Fotograf, geboren als Kind eines Afroamerikaners und einer weißen Arbeiterin in Sheffield, Großbritannien, macht sich auf zu einer Spurensuche. Nicht der eigenen Wurzeln, sondern er sucht die Spuren von anderen Afropäern im heutigen Europa. Er begibt sich auf eine fünfmonatige Reise von seinem Geburtsort nach Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Stockholm, Moskau über Marseille bis nach Lissabon, um dort persönlich das afropäische Leben kennenzulernen. In seiner literarisch auf höchstem Niveau verfassten Reportage beleuchtet er dabei nicht nur persönliche Begegnungen sondern legt anschaulich die Kolonialgeschichten bzw. -verbindungen der einzelnen bereisten Länder dar und leitet schlüssig mit soziologischen Zusammenhängen her, warum afropäisches Leben immer noch und immer mehr getrennt von weißen Europäern stattfindet. Sehr passend fasst Pitts zusammen: "Ich reiste im Namen derer, die nicht reisen konnten oder wollten: der Community schwarzer Arbeiter und Kinder von Immigranten, und machte mich auf die Suche nach einem Europa, das sie und ich womöglich als unser eigenes erkennen könnten. So kam es, dass ich mich als ein extrem selterner Vogel auf den Weg machte: als schwarzer Backpacker."

    So verbindet Pitts die verschiedenen Menschen und Lokalitäten des schwarzen Europa in einem einzigen Narrativ und verschafft jedem Gebiet und jeder Community die Möglichkeit, zueinander zu "sprechen". Dabei lernt man als weiße/r Mitteleuropäer/in unglaublich viel zu den unzähligen, gewollt unerzählten Geschichten der genannten Städte und Länder. Die Geschichte wird ja von den Siegern erzählt und, wenn man die Reiseabteilung in einer beliebigen Buchhandlung studiert, von den Nachkommen der Sieger geschrieben. Pitts beleuchtet so viele unge(be-)schriebene historische Geschehnisse und erweitert den Horizont bezüglich unzähliger literarischer Werke aus der Feder afrikanischer, afroamerikanischer und afropäischer Schriftsteller*innen. All dies wirkt nie llehrbuchhaft oder trocken. Immer nimmt der die Lesenden mit auf seine Reise des Erkenntnisgewinns. Dabei irrt er auch, korregiert sich bezüglich seiner Ansichten zu ersten Eindrücken und macht die Lektüre immer authentisch.

    In diese Reportage bin ich versunken und habe die Informationen eingesogen, werde weitere Recherchen anstellen und bin tief bewegt von den Schilderungen des Autors. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Werk, welches hoffentlich viele Menschen erreichen wird und ihnen damit die Augen öffnen kann.

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Vorbei ist eben nicht vorbei

Buchseite und Rezensionen zu 'Vorbei ist eben nicht vorbei' von Dr. Kirsten Boie
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Vorbei ist eben nicht vorbei"

Format:Taschenbuch
Seiten:192
Verlag: Oetinger
EAN:9783751202879
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Rezensionen zu "Vorbei ist eben nicht vorbei"

  1. 5 Sterne!

    Klappentext:

    „Das muss das Paradies sein: Tagsüber baden in der Elbe, abends gemütlich vor dem neuen Fernsehgerät sitzen. Die dreizehnjährige Karin wohnt in Hamburg und genießt 1961 einen unbeschwerten Sommer. Als eine Freundin ihr ein Buch über jüdische Kinder im Nationalsozialismus schenkt, wird sie nachdenklich: Haben ihre Eltern wirklich nichts von alldem gewusst, was in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus' passiert ist? Oder waren sie sogar selbst in Verbrechen verwickelt? Karin sucht nach Antworten auf ihre Fragen, doch ihre Eltern sprechen nicht mit ihr über den zweiten Weltkrieg. Ihre heile Welt wird brüchig und endet abrupt, als ein halbes Jahr später in einer kalten Nacht Hamburgs Deiche brechen und die Sturmflut ihr Paradies endgültig zerstört. Ein Meisterwerk von Kirsten Boie, für Jugendliche und Erwachsene.“

    Kirsten Boie hat sich auch in diesem Buch wieder an eine „bissige“ Zeit herangewagt und diese für Jugendliche und auch Erwachsene sehr gut lesbar verpackt. Die Geschichte rund um Karin ist in gewisser Weise rau aber das passt eben zu den Norddeutschen. Diese Fragen nach dem Nationalsozialismus kann man bei Karin verstehen. Wer selbst aus dieser Zeit kommt, wird es wohl ähnlich gehalten haben. Die große Frage ist eben nur: Erhält man Antworten? Viele erzählen es nicht gern, andere wollen sich nicht mehr daran erinnern und genau da liegt die feine Note wieder das alles für Jugendliche erzählbar und verständlich auf den Punkt zu bringen. Boie schafft auch das hier wieder vortrefflich in meinen Augen. Die Geschichte der Sturmfluten sollte jeder kennen und hier dürfen wir Leser sie durch Karin erlesen. Für Kinder gibt es Fragen über Fragen in ihrem jungen Leben aber wie beantwortet man sie als Erwachsener? Genau darum geht es hier und vor allem darum , die Wahrheit nie zu verschweigen oder gar zu vertuschen. Alles nicht einfach aber Boie trifft es auf den Punkt.

    Auch diese Geschichte hier ist für Jugendlich und Erwachsene sehr gut lesbar und wirklich tiefgründig! 5 von 5 Sterne!

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Sensibel

Buchseite und Rezensionen zu 'Sensibel' von Svenja Flaßpöhler

Inhaltsangabe zu "Sensibel"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag: Klett-Cotta
EAN:9783608983357
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