One Pot Family

Buchseite und Rezensionen zu 'One Pot Family' von Susanne Dorner

Inhaltsangabe zu "One Pot Family"

Format:Taschenbuch
Seiten:160
Verlag: Riva
EAN:9783742324856
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Der ehrliche Finder: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der ehrliche Finder: Roman' von Lize Spit
4.8
4.8 von 5 (5 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der ehrliche Finder: Roman"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:128
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783103975642
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Rezensionen zu "Der ehrliche Finder: Roman"

  1. Unfassbar intensive Erzählung - voller Dichte und Emotionen

    Das Buch war ein echtes Highlight und ich bin nach der Lektüre noch immer ganz angespannt. Es war mein erstes Buch von Lize Spit und ich war unschlüssig, ob eine Kurzgeschichte mich emotional wirklich ergreifen kann. Naja, und wie sie das konnte! Die Autorin hat ein unglaubliches Talent für sprachliche Feinheiten und liefert mit „Der ehrliche Finder“ ein so dichtes Werk, dass es lange nachhallt. Die Geschichte ist von einer wahren Begebenheit aus Belgien inspiriert und ich weiß nicht, ob es das jetzt besser oder schlimmer macht.. <3

    Wir erleben eine Geschichte über Freundschaft aus der Sicht von Jimmy, der nicht erst durch die Scheidung seiner Eltern viel Einsamkeit ertragen muss. Mobbing in der Schule ist an der Tagesordnung und so flieht er in seinen Job als „ehrlicher Finder“. In diesem sammelt er mit leidenschaftlicher Präzision Flippos - kleine Sammelmarken aus Chipspackungen. Dann tritt aber Tristan in sein Leben, der mit seiner Familie vor dem Krieg im Kosovo geflohen ist und eine traumatische Fluchterfahrung hinter sich hat. Als der Abschiebebescheid eintrifft, schmiedet Tristan mit seiner Schwester einen Plan, der die Abschiebung verhindern soll - und Jimmy soll dabei eine entscheidende Rolle spielen.

    Lize Spit schafft es für mich phänomenal, die Sprache des 10-jährigen Jimmys in ihrer kindlichen Zugewandtheit abzubilden. Der Text ist damit leicht zugänglich und die Lesenden können gar nicht umhin, in die Sichtweise des Protagonisten einzutauchen. Seine Sicht auf die Welt ist so kindlich optimistisch wie ernsthaft, an keiner Stelle wirken seine Schilderungen lächerlich. Die Traumata der Familie Ibrahimi werden an wenigen Stellen angeschnitten und obwohl das eher nebenbei passiert, trifft es eine*n ins Mark!

    Die Geschichte ist eine perfekte Balance zwischen Zartheit sowie bedingungsloser Liebe und einer Dunkelheit rund um Hass gegen Geflüchtete, Traumata und Einsamkeit. Sie hat mich emotional komplett auf links gedreht und wirkt sehr lang nach. Das Ende hat mir das Herz herausgerissen und ich wollte vor lauter Unrecht schreien. </3

    Lest dieses Buch mit seinen zarten 125 Seiten, mehr kann ich echt nicht sagen.

  1. Freundschaft und vieles mehr

    Wie entsteht eine Freundschaft? Üblicherweise durch Gemeinsamkeiten! Und die haben der 9jährige Jimmy und der 11jährige Tristan im (fiktiven) Bovenmeer, Belgien – beide machen eine schwere Zeit durch. Deshalb setzte die Lehrerin auch beide vor gut einem Jahr zusammen, als Tristan neu in der Klasse dazukommt.
    Jimmys Vater hatte einen Monat vorher die Familie verlassen, mit ‚Dreck am Stecken‘, und er ruft auch nie an. Tristan hat eine Flucht aus dem Nordwesten des Kosovo hinter sich, mit viel Strapazen und dramatischen Szenen.

    Der große Unterschied bei den beiden: Tristan hat 7 Geschwister (das jüngste noch ein Säugling) – der starke Verbund der Familie ist intensiv zu spüren, am deutlichsten bei der Übernachtung bei ihnen! Jimmy ist Einzelkind und seine Mutter mit sich selbst beschäftigt. Er ist dadurch auch zum Eigenbrötler geworden und geht auf im Sammeln der Flippos (kleine bunte Plastikscheiben mit diversen Themen bedruckt, und in Chipstüten versteckt).

    Wir lesen, wie Jimmy sich in dieser Freundschaft engagiert, aber auch wie unterschiedlich die Dorfgemeinschaft auf die geflüchtete Kosovo-Familie reagiert. Als diese den Ausweisungsbescheid bekommt, hecken Tristan und seine 12jährige Schwester Jetmira einen Plan aus, in dem Jimmy eine wichtige Rolle spielt. Sogar eine Prüfung muss er dafür vor beiden ablegen.

    Von diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, so spannend war es! Das Ende hat mich sehr aufgewühlt und es wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen (noch dazu, weil dieser Roman von einer wahren Geschichte inspiriert wurde). Ich möchte dieses kurze, aber inhaltsschwere Werk – von Helga van Beuningen übersetzt - am liebsten allen ans Herz drücken. Ich kann es mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen, unsere Enkelkinder bekommen es auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit als Geschenk. Wenn die Möglichkeit bestünde, würde ich auch gerne mehr als die möglichen 5 Rezensions-Sterne vergeben!

  1. 5
    02. Apr 2024 

    Freundschaft vor dem Hintergrund großer Probleme

    Lize Spit „ Der ehrliche Finder“ ( 2023/2024)

    Lize Spit ist eine flämische Autorin, die mit ihren ersten beiden Romanen nicht nur in ihrer Heimat sehr erfolgreich war. Beide sind sehr umfangreich und düster. Ihr neuester Roman fällt aus der Reihe, ist er doch im Gegensatz sehr schmal und sehr warmherzig. Der geringe Umfang liegt daran, dass „ Der ehrliche Finder“ eine Auftragsarbeit war. Lize Spit sollte das Buch zur alljährlichen Bücherwoche 2023 schreiben. Das sog.„ Boekenweekgeschenk“ ( Bücherwochengeschenk) wird während dieser Woche jedes Jahr im März von niederländischen Buchhändlern an ihre Kunden verschenkt. Meist handelt es sich dabei um eine Novelle.
    Und diese Gattungsbezeichnung passt hier, auch wenn der Verlag dem Buch das Etikett „ Roman“ gegeben hat.
    Die Geschichte spielt in den 1990er Jahren in der fiktiven Ortschaft Bovenmeer in Belgien. Hier wohnt der neunjährige Jimmy, ein Einzelgänger und Außenseiter, allein mit seiner Mutter. Seine Familie hat einen schweren Stand im Dorf, denn der Vater, ein Steuerberater, hat einige Menschen hier mit dubiosen Geschäften um ihr Geld gebracht. Jimmy ist sensibel und klug, ein eifriger Sammler und Sachensucher. Sein ganzer Stolz ist seine Flippo-Sammlung. Flippos sind kleine Scheiben mit Sammelbildern, die in Chipstüten zu finden sind.
    Kurz nachdem nun sein Vater verschwunden ist, tritt Tristan Ibrahimi in Jimmys Leben. Der Elfjährige ist mit seinen Eltern und seinen sieben Geschwistern aus dem Kosovo geflohen und die Familie hat hier nun eine Unterkunft gefunden. Jimmy soll sich auf Wunsch der Lehrerin um den fremden Jungen kümmern; eine Aufgabe, die er gerne erfüllt. Endlich ist er nicht mehr allein. Er hilft Tristan nicht nur beim Erlernen der Sprache und den Hausaufgaben, sondern die beiden werden richtige Freunde. Als größten Freundschaftsbeweis legt Jimmy sogar ein eigenes Flippo-Sammelalbum für Tristan an. Das will er ihm feierlich überreichen, als er zum Übernachten bei Tristan eingeladen ist. Aber dann drängt sich ein anderes Ereignis in den Vordergrund. Die Ibrahimis sollen abgeschoben werden. Um das zu verhindern, schmieden Tristan und seine zwölfjährige Schwester Jetmira einen gewagten Plan, in dem Jimmy eine nicht unerhebliche, aber gefährliche Rolle zukommt. Das ist eine Herausforderung für ihn, doch um der Freundschaft willen bekämpft er seine inneren Zweifel und Ängste.
    Sehr einfühlsam und konsequent aus der Perspektive des neunjährigen Jimmy beschreibt die Autorin die Geschehnisse. Die Einsamkeit des Jungen ist deutlich spürbar. Auch, wie sehr ihn die Gemeinschaft dieser Großfamilie anzieht. Hier erlebt er einen Zusammenhalt und eine Wärme, wie er sie nicht kennt.
    Dafür bringt Jimmy viel Verständnis auf, wenn sein älterer Freund von „ inneren Erdbeben“ erschüttert wird. Wenn Tristan plötzlich Angst bekommt vor lauten Geräuschen, vor Uniformen, vor dem Meer, dann beruhigt Jimmy ihn, ohne nachzufragen. Schließlich weiß er, dass die Familie Schlimmes erlebt hat auf ihrer langen Flucht. Die Lehrerin hat, sobald Tristan sich verständlich machen konnte, der ganzen Klasse den Fluchtweg auf einer Landkarte aufgezeigt. „ Kosovo lag in Luftlinie ungefähr zweitausend Kilometer von Belgien entfernt, aber sie waren keine Vögel, sie hatten Grenzposten passieren müssen, zweimal kehrte der Zeigestock von Italien auf dem Landweg nach Albanien zurück, zweimal waren sie nach der lebensgefährlichen Überquerung des Meeres in einen Bus nach Albanien gesetzt worden. Beim dritten Mal hatten sie es geschafft, obwohl sie einen halben Kilometer vor der Küste aus dem Boot gestoßen worden waren. Sie waren auch keine Fische, ein Kind der Familie, mit der sie das kleine Boot teilten, hatte sich nicht bis ans Ufer retten können.“
    Die Familie aus dem Kosovo ist im Dorf freundlich aufgenommen worden. Freigebig wurden alle zum „ Ausmustern bestimmten Sachen -Matratzen, Elektrogeräte, Bettwäsche, Spielzeug, Bücher, Instrumente, Trampoline, Babysachen, Werkzeuge - lieber den Ibrahimis“ geschenkt, statt beim Recyclinghof abgeliefert. Die Wohnung dort ist ein Abenteuerspielplatz für die Kinder.
    Der Roman beschreibt eine Freundschaft zwischen Kindern vor dem Hintergrund großer Probleme. Dabei schafft es die Autorin, nicht in Klischees zu verfallen oder ins Sentimentale abzurutschen. Was Flucht und Integration bedeutet, wird an konkreten Figuren nachvollziehbar dargestellt.
    Eine packende und bewegende Lektüre, die auch für ältere Kinder und Jugendliche geeignet ist, ja, sich als aktuelle Schullektüre anbietet.
    Wie es im Nachwort heißt, wurde die Autorin von einer wahren Geschichte inspiriert. Eine zehnköpfige Familie aus dem Kosovo, die nach ihrer Flucht in einem belgischen Dorf unterkam, sollte wieder ausgewiesen werden. Doch nach massivem Protest des Dorfes erhielten sie Asyl.

  1. Wer anderen eine Grube gräbt …

    Was ich zunächst nicht wusste: Dieses schmale Büchlein von Lize Spit wurde in den Niederlanden in der boekenweek (Buchwoche) als Buchgeschenk zu einem gekauften Buch dazu gegeben. De boekenweek dauert neun Tage und findet jedes Jahr im März statt. Beim Kauf von mindestens 15 Euro an niederländischsprachiger Lektüre erhält man also ein speziell für diese boekenweek geschriebenes Buch. Diese Ehre, dieses Buchgeschenk schreiben zu dürfen, wurde also in diesem Jahr Lize Spit zuteil.

    Beim Blauen Sofa in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin, Anfang März 2024, durfte ich nun diese bezaubernde und charmante Autorin persönlich kennenlernen und sie hat mir dieses Buch signiert. Mit einer ganz speziellen Widmung, die ich übersetzen muss. Ich verstehe das so, dass ich den Mansch vom Papri-Club unbedingt probieren soll. Und manchmal auch „Ja“ zu Dingen sagen soll, wo ich eigentlich „Nein“ sagen würde. Mal sehen …

    Im „ehrlichen Finder“ geht es um die Freundschaft zweier Jungen und auch um das (schändliche) Ausnutzen des anderen unter der Vorspiegelung der Freundschaft. Und es zeigt sich auch, dass bei verschiedenen Nationalitäten eben unterschiedliche Werte zählen. Der kluge und einsame Jimmy kümmert sich aufopferungsvoll um den Migranten Tristan, indem er ihm nicht nur die Sprache beizubringen versucht, sondern auch die üblichen Verhaltensweisen. Jimmy gefällt auch die riesengroße Familie von Tristan. Denn er selbst hat keine Geschwister und sein Vater verschwand spurlos, nachdem er das halbe Dorf finanziell betrogen hatte. Kein guter Start für den Sohn in der Schule.

    Was nun weiterhin geschieht, kann hier nicht verraten werden, nur so viel: Jimmys Gaben weiß man nicht zu schätzen und was man von ihm verlangt, ist viel, viel zu viel.

    Lize Spit hat es verstanden, den wenigen Seiten Leben einzuhauchen und eine Geschichte aufzubauen, die es in sich hat. Und ja, manchmal braucht es viel Mut, um ein Feigling zu sein. (Frei zitiert von S. 109.) Warum das Buch aber diesen Titel trägt, das hat sich mir leider nicht erschlossen.

    Das Cover bezieht sich auf Jimmys Flipposammlung. S. 32: „Von der Time-Serie und den Pop-up-Monstern hatte er noch am wenigsten. Diese beiden, die aus insgesamt lediglich vierzig Stück bestanden, erwischte man am schwersten.“ Deshalb also sind vierzig Kreise auf dem Cover. Und die Flippos findet man in Kartoffelchips-Tüten und natürlich soll damit der Verkauf der Ware angekurbelt werden. Gab es zuvor offensichtlich schon in Korea, Griechenland, England etc. aber in Deutschland (leider) nicht. Aus den Chips kann man einen wunderbaren Mansch herstellen, den Jimmy und Tristan im Geheimen genießen. In ihrem Papri-Club.

    Fazit: Ich habe alle drei Bücher dieser fantastischen jungen Autorin gelesen und kann sie nur wärmstens empfehlen. Ihre Themen sind sehr unterschiedlich, nichts ist aufgewärmt und sie weiß genau, wovon sie schreibt und fühlt sich extrem in ihre Figuren ein. ****

  1. Aktuelle Freundschaftsgeschichte mit Tiefgang

    Jimmy geht in die dritte Klasse und ist ein einsamer, fantasiebegabter Junge. Seine Eltern haben sich gerade erst scheiden lassen. Der Vater ist auf und davon, die Mutter nimmt sich wenig Zeit für ihren Sohn. Jimmy hat sich eine eigene innere Welt geschaffen. Er sammelt mit leidenschaftlicher Hingabe Flippo Sammelbilder aus Chipstüten, imaginiert eigene Heldengeschichten, er ist überdurchschnittlich klug und dabei leider ein Außenseiter. Letzteres ändert sich, als Tristan Ibrahimi in seine Klasse kommt. Mit elf Jahren ist Tristan zwar einiges älter, doch hat er mit seiner Familie eine tragische Flucht aus dem Kosovo hinter sich und soll nun erst einmal zur Ruhe kommen sowie die Sprache erlernen. Zu diesem Zweck wird ihm Jimmy an die Seite gestellt, der sich dieser Aufgabe auch engagiert und ideenreich widmet. Die beiden ungleichen Jungen werden dicke Freunde. Jimmy genießt Zusammenhalt und Gemeinschaft in Tristans großer Familie, in der jeder seine Aufgaben hat und gebraucht wird. Er freut sich riesig, als er zum ersten Mal zu einer Übernachtung eingeladen wird, die eine spannende Entwicklung nimmt.

    Die Figuren werden mit großer Unmittelbarkeit vorgestellt, überwiegend aus der Perspektive Jimmys. Schnell sympathisiert man mit dem ruhigen Jungen, der fast verzweifelt auf einen Anruf seines Vaters wartet. Man gönnt ihm den neuen Freund von Herzen, der seine innere Vereinsamung durchbricht. Doch auch Tristan hat seine Geheimnisse, an denen man nicht rühren darf. Er wurde stark traumatisiert, so dass ihn plötzlich auftretende Ängste lähmen können und sein Verhalten nicht immer nachvollziehbar machen. Man liest den kleinen Roman über weite Strecken wie ein spannendes Jugendbuch, bis die reale Erwachsenenwelt ins Geschehen einbricht. Familie Ibrahimi ist nämlich von Abschiebung bedroht.

    Ohne belehrende Botschaften konstruiert Lize Spit einen bewegenden Plot, der aus völlig ruhigen Fahrwassern dramatische Spannung entwickelt. Anonyme Flüchtlinge bekommen ein Gesicht und eine Identität, die Autorin zeigt deren Schicksal exemplarisch ohne Dramatisierung oder Beschönigung. Tristan möchte seine Chance nutzen, er möchte unbedingt in Belgien bleiben und ist dafür bereit, auch Risiken einzugehen.

    Am Ende des Romans muss man zweifellos nachdenken. Über Familie, Freundschaft, über Asylpolitik, Integration - vor allem aber über den Ausgang dieser Geschichte, die einiges an Interpretationsspielraum offenlässt. Ich kann mir das Buch wunderbar als Schullektüre vorstellen, die schon aufgrund ihrer Kürze und der gezeigten kindlichen Lebensrealität bestimmt gern gelesen wird. Gut und Böse verschwimmen bewusst, der Bezug zum Titel hat eine Doppeldeutigkeit. Helga von Beuningen hat den Roman hervorragend aus dem Niederländischen übersetzt.

    All Age Leseempfehlung!

 

Hirnsalat

Buchseite und Rezensionen zu 'Hirnsalat' von  Véronique Hübner
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Hirnsalat"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:52
EAN:9783985955046
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Rezensionen zu "Hirnsalat"

  1. Danke für das Buch

    Kaum eine Rezension zwang mich zu so vielen Überlegungen wie dieses Buch. Für Kinder ab 5 Jahren gedacht sollte es für einen Erwachsenen nicht so schwierig sein. Denkste!¡
    Gerade weil das Thema endlich in ein Kinderbuch Einzug gehalten hat und mich das freut und fasziniert, merke ich, dass ich eher nach Kritik oder Verbesserungswürdigem suche als mich über gelungenes zu freuen.
    Also Focus auf das Tolle bitte.
    Ein geniales Cover, besonders das bunte Hirn.
    Eine hochwertige Ausstattung hinsichtlich Druck, Papier und etc, hätte ich bei einem auch durch crow funding beim Erscheinen unterstützten Buch nicht erwartet.
    Die Geschichten sind super, haben eine kindgerechte Länge.
    Der Übergang zur nächsten Geschichte wäre für kleine Selbstleser nicht direkt erkennbar. Ich wünschte für das Buch die Einordnung ab 5 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.
    Ansonsten gilt auch für das Buch das Zitat auf dem Vorblatt:
    Wir machen es, so gut wir können. Könnten wir es besser machen, würden wir es tun.

    Danke für das Buch

 

Mist, die versteht mich ja

Buchseite und Rezensionen zu 'Mist, die versteht mich ja' von  Florence Brokowski-Shekete

Inhaltsangabe zu "Mist, die versteht mich ja"

Format:Taschenbuch
Seiten:250
EAN:9783944666761
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99 seichte Fragen

Buchseite und Rezensionen zu '99 seichte Fragen' von Ralph Caspers
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "99 seichte Fragen"

Format:Taschenbuch
Seiten:208
Verlag: Duden
EAN:9783411747450
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Rezensionen zu "99 seichte Fragen"

  1. Inspirierend, humorvoll, klug - für Kinder und Erwachsene

    Ralph Caspers beherrscht die Kunst zum Nachdenken anzuregen, Wissen zu vermitteln, unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen und dabei jede Menge gute Laune zu verbreiten. Das ging mir mit „Wissen macht Ah“ genauso wie mit „99 seichte Fragen für tiefgründige Unterhaltungen zwischen Eltern und Kindern“. Optisch ist das Buch übersichtlich und schön aufgemacht. Jeweils links steht in großen weißen Buchstaben die Frage auf farbigem Papier. Auf der rechten Seite gibt Ralph Caspers passend zur Frage Denkanstöße unterschiedlicher Art. Mal sind es Überlegungen aus welchen Blickwinkeln die Frage betrachtet werden kann, mal erzählt er passende Episoden oder Ereignisse und lässt uns an seiner Antwort teilhaben. Es werden auch neue Fragen gestellt, die sich aus der ursprünglichen ergeben und somit auch gezeigt, wie komplex Antworten auf scheinbar einfache Fragen sein können. Die Art zu schreiben ist sehr persönlich, leicht verständlich, vieles brachte mich zum Schmunzeln und auf neue Gedanken. Die Texte sind klug, mit Humor gewürzt und immer mit einer gehörigen Portion Ernsthaftigkeit der Frage und den Leser:innen gegenüber. Es ist ein Buch, das bestimmt auch vielen Erwachsenen - unabhängig vom Gespräch mit ihren Kindern - Freude bereitet und zum Nachdenken anregt.

    Mir persönlich gefällt das Buch sehr - doch besteht es auch den Praxistest, „tiefgründige Unterhaltungen zwischen Eltern und Kindern“ anzustoßen?

    Als ich das erste Mal durchs Buch blätterte, saß zufällig mein 11-jähriger Sohn mit Katze auf dem Schoß neben mir. Ich blieb sofort bei den Fragen 67 und 68 hängen: „Welche Regel ist zu Hause total überflüssig?“ Und: „Welches Regal zu Hause ist total überflüssig“. Beide Themen bergen in unserer Familie Konfliktpotential. Ich fing ohne Vorwarnung an, den Text zum Thema "Regeln" laut vorzulesen und hatte sofort die Aufmerksamkeit meines Sohnes. „Wenn du eine Packung Kekse öffnest, dann iss sie leer.“ „Räume auf keinen Fall dreckiges Geschirr in die Spülmaschine.“ usw.

    Die Reaktion meines Sohnes war eine Mischung aus Irritation und Belustigung. Mit seinem Kommentar: „Das meint er nicht ernst!“, waren wir bereits mitten im Gespräch über Regeln und eventuell auch völlig überflüssige Regale bei uns zuhause.

    Zwei Tage später nahmen wir uns dann mehr Zeit für das Buch. Selbstverständlich wollte mein Sohn „Ralphs Fragen-Zufallsgenerator“ nutzen, um es dem Schicksal zu überlassen, welcher Frage wir uns widmen. Der Finger flog also über die Seiten und landete schließlich auf Nr. 4 „Sollte man aufhören, wenn es am schönsten ist?“, dann auf Nr. 32 „Wo ist der beste Ort zum Schlafen?“ und so weiter.

    Es hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht über die Fragen nachzudenken und zu erzählen, was uns dabei im Kopf herumgeht. Ich habe Seiten meines Sohnes kennengelernt, die mir neu waren und vermutlich war das auch umgekehrt der Fall. Als ich nach der dritten Frage erst einmal aufhören wollte, war es mein Sohn, der (zu meiner Freude) darauf bestand noch ein bisschen weiter zu denken. Praxistest bestanden und eine große Empfehlung für Menschen, die mal auf andere Art und Weise mit Kindern ins Gespräch kommen wollen!

  1. Tolle Impulse zum Nachdenken und diskutieren

    Cover:
    --------------------
    Das Titelbild ziert natürlich der Autor, Ralph Caspers. Ein bekanntes Gesicht, aber der Hinweis mit dem Pfeil ist wohl ein Hinweis, dass man aufgrund des ungewohnten Schnauzbarts mal genauer hinschauen soll. Witzig, der Blick bleibt sofort hängen, trotz des schlichten, grünen Hintergrundes.

    Inhalt:
    --------------------
    Man kennt Ralph Caspers natürlich aus Sendungen wie "Wissen macht Ah" und der "Sendung mit der Maus“. Aber er hat auch einige Wissens- und Geschichtsbücher für Kinder veröffentlicht. In diesem Buch hat er 99 scheinbar einfache "seichte" Fragen herausgesucht und aus seiner Sicht beantwortet. Die Fragen sind Anregung für Eltern und Kinder, sich selbst Gedanken dazu zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

    Mein Eindruck:
    --------------------
    Bei uns ist die ganze Familie Fan von Ralph. Und nachdem wir auch einige Bücher von ihm kennen und zuletzt "99 harmlose Fragen für überraschende Unterhaltungen zwischen Eltern und Kindern" als Hörbuch gehört hatten, waren wir auf dieses Buch sehr gespannt.

    Das Inhaltsverzeichnis ist schon sehr ansprechend, denn die Nummerierung der Fragen ist in bunten Farben gestaltet, die sich später auf auf der Seite der entsprechenden Frage wiederfinden. Gleich danach folgt "Ralphs Fragen-Zufallsgenerator" in Form einer 99. So kann man blind einfach auf eine Zahl tippen und sich von der entsprechenden Frage inspirieren lassen. Die Art der Fragen sind bunt gemischt und gar nicht mal so leicht zu beantworten. Es gibt einfache Meinungsfragen, die Diskussionsstoff bieten, wie z. B. "Welche Regel zuhause findest Du total überflüssig?", "Zelt oder Hotel?" oder "Lieber hohe oder tiefe Töne?". Aber es gibt auch sehr philosophische Fragen wie bspw. "Warum sind wir hier?", "Kann man alles positiv sehen?", "Was ist ein Loch?" oder meine Lieblingsfrage "Würdest du lieber für immer leben oder an einem bestimmten Tag sterben?". Um dem Leser Mut zu ehrlichen Antworten zu machen, beantwortet der Autor jede Frage aus seiner Perspektive, wobei der Umfang der Antwort stets auf eine Seite begrenzt ist. Gleichzeitig lernt man den Autor natürlich dadurch auch ein bisschen besser kennen.
    Wie bei vielen Dingen gibt es hier nie die eine korrekte Antwort und in vielen Antworten scheint auch des öfteren ein Augenzwinkern, ein wenig Humor durch.

    Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Wir haben gelacht, geschmunzelt und des Öfteren auch mal in eine Diskussion festgebissen. Manchmal holen wir das Buch auch einfach so raus und lassen uns inspirieren, wenn uns mal langweilig ist.

    Fazit:
    --------------------
    Wieder ein klasse Buch von Ralph Caspers, das anregt, mit Kindern ins Gespräch zu kommen, aber auch sich selbst besser kennenzulernen.

 

Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen

Buchseite und Rezensionen zu 'Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen' von Constantin Schreiber
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen"

Format:Broschiert
Seiten:304
Verlag: Econ Verlag
EAN:9783430202503
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Rezensionen zu "Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen"

  1. Alle Vorurteile bestätigt. Was nun?

    Der Autor, Constantin Schreiber, beschäftigt sich in seinem zweiten Buch mit der Unterrichtssituation in islamischen Ländern. Beschrieben und mit Einzelfällen unterlegt wurden Schulbücher aus Afghanistan, Iran, Ägypten, Palästina und der Türkei.

    Nun kann man keiner Nation vorwerfen, dass es seine Kinder in der „Staatsideologie“ unterweist. Kapitalistische Staaten tun dies nämlich auch und nicht zu knapp, wenn auch glücklicherweise ANDERS und die Schüler im Westen haben außerhalb der Schule Zugang zu Dutzenden von Medien. Was muslimische Schüler im Nahen Osten in der Regel nicht haben.

    Die zitierten Expertinnen, die die islamischen Schulbücher mituntersuchten, kamen mir mitunter eine Spur überheblich vor.

    DENNOCH bleibt es besorgniserregend, dass Kinder und Jugendliche mit Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Hass auf alles Westliche indoktriniert werden. Vor allem, da sie in den meisten der genannten Länder keine Chance haben, an objektivere Informationen zu gelangen und sowieso vor den Medien und investigativem Journalismus als westliche Beeinflussung gewarnt wird.

    Derart gehirngewaschene Menschen kommen in Scharen nach Europa und dieser Strom wird nicht abreißen, weil die Lebensbedingungen im arabischen Raum in seinen Brennpunkten immer unerträglicher werden und die Muslime sich vor allem in Palästina ungebremst vermehren. (Krieg der Gebärmütter).

    Mit Fakten kommt das Aufnahmeland gegen die in der Kindheit/Jugend emotional vermittelte nationale und demokratiefeindliche Denke gar nicht mehr an. Die Politik Deutschlands muss sich allmählich, ob sie will oder nicht, mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen und entsprechend reagieren. Einige vernünftige Vorschläge werden vom Autor diesbezüglich unterbreitet.

    Vor allem sollte Europa seine Finanzhilfe zur Bildungsvermittlung im arabischen Raum einstellen. Es ist nicht hinnehmbar, dass mit europäischem Geld, antieuropäische und antidemokratische, sowie frauenfeindliche und antisemitische Inhalte in großem Maßstab in allen diesen Ländern vermittelt werden.

    ZUR KRITIK:
    Fast zwei Drittel des Buches besteht aus wörtlichen Auszügen dieser Schulbücher. Einerseits ist dies gut, der Autor lässt den Leser selbst entscheiden, was er von dem Unterrichtsmaterial hält. Andererseits ist die Lektüre dieser Schulbücher auch langweilig und eintönig.

    Am interessantesten ist es doch, was der Autor, der mit arabischem Hintergrund bestens vertraut ist, selber zu sagen hat. Seine Einschätzungen und Beobachtungen waren mir wertvoll. Ich hätte gerne mehr davon gehabt und erfahren. Zum Beispiel schildert er die negative Veränderung, die Kairo erlebte.

    EINIGE ZITATE:
    „Exotische, chaotische Großstädte können durchaus eine gewisse Faszination entwickeln, auch ich finde Shanghai, Neu-Delhi oder Bangkok aufregend. Und so ging es mir auch mit Kairo, als ich in den Neunzigerjahren das erste Mal dort war. Aber seitdem hat sich etwas verändert, ist Kairo irgendwie gekippt.“

    ÄGYPTEN:
    „2,8 Prozent bedeuten einen Zuwachs der Bevölkerung um etwa 2,5 Millionen pro Jahr – eine demografische Zeitbombe für ein Land, dessen Territorium zu mehr als 90 Prozent aus Wüste besteht und dem jetzt schon der Versorgungskollaps droht.“

    ÄGYPTEN:
    „Im größten Land der arabischen Welt hat sich mit der Zeit eine Alimentierungsmentalität entwickelt, die verhindert, dass Bürger und Politik Verantwortung übernehmen. Stattdessen werden Feindbilder gepflegt, plumper Nationalismus. Für Missstände sind andere verantwortlich – meistens gerade jene, die mit Finanzspritzen dafür sorgen, dass das Land nicht innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht.“

    PALÄSTINA
    „Deutschland gehört mit neun Millionen Euro im Jahr zu einem der größten Beitragszahler.“

    „Das Feindbild Israel eint die Palästinenser.“

    „Israel [ist] in keinem der Bücher mit seinen heutigen Grenzen abgebildet.“

    „Diese Bücher sind keine Basis für Frieden, sie schüren Hass und Dämonisieren den jüdischen Staat.“

    Man spricht vom „Krieg der Gebärmütter“.

    TÜRKEI
    Fake-News.
    „Athens Ziel sei die Gründung eines Großgriechenlands, das unter anderem Istanbul und große Teile Anatoliens umfasse.“

    ALLGEMEIN
    „Wenn man die Durchdringung der muslimischen Welt mit Antisemitismus abstreitet, das sehr häufig antiquierte Frauenbild, die tiefe Religiosität, die häufig Toleranz vermissen lässt, dann hat das etwas mit REALITÄTSVERWEIGERUNG zu tun. Denn auch, wenn es unbestreitbar tolerante, säkulare und moderne Muslime im Nahen Osten gibt, so ist der gesellschaftliche Mainstream, genauso unbestreitbar, ein anderer.“

    Klingt das alles verurteilend und hart? Der Autor wünscht sich, Rassismus, Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit, übertriebenen Nationalismus und Furcht vor europäischem Denken aufzuzeigen, um ein Umdenken einzuleiten, es geht ihm gerade nicht darum, „mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.“

    Es ist aber natürlich schwierig, eine Diskussion mit einer Mentalität zu beginnen, die die bloße Erwähnung von Kritik schon übelnimmt.

    FAZIT: BESORGNISERREGEND!
    Europa, Deutschland und insbesondere die Grünen werden nicht mehr länger darum herumkommen, sich damit zu beschäftigen, dass (in ihrer Mehrzahl) muslimische Migranten uns eine Menge Probleme der besonderen Art bescheren. In einer Schule in Neu-Kölln musste eine Podiumsdiskussion abgebrochen werden, weil muslimische Schüler die Veranstaltung durch das Brüllen von Koranversen unmöglich machten.
    Nun kommt es darauf an, eben keine Realitätsverweigerung zu betreiben, wie bisher, sondern adäquate Antworten zu finden.
    Besser wärs.

    Kategorie: Sachbuch
    Verlag: Econ, 2019

 

Die Kunst des Liebens

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Kunst des Liebens' von Erich Fromm

Inhaltsangabe zu "Die Kunst des Liebens"

Das bekannteste Werke Erich Fromms: ›Die Kunst des Liebens‹. Lieben ist eine Kunst, die gelernt sein will. Der Lernprozess ist der einer jeden Kunst: Man muss sowohl die Theorie als auch die Praxis beherrschen. Da dies aber bekanntlich nicht so einfach ist, muss einem - so Erich Fromm - »die Meisterschaft in dieser Kunst mehr als alles andere am Herzen liegen.« Nur leider tut sie es viel zu selten. Auch wenn die Liebe in all ihren Facetten heute mehr denn je beredet, beschrieben, gedreht und gewendet wird - wir vergessen darüber allzu leicht, dass sie nach wie vor und vor allem Arbeit an uns selbst bedeutet. Erich Fromms bekanntestes Werk berührt und bewegt seine Leser seit vielen Jahrzehnten. Er weist uns darauf hin, dass man sich nicht nur lieben lassen darf, sondern auch etwas tun muss, um das Lieben zu lernen.Nur der Glaube an die eigenen menschlichen Kräfte und der Mut, auf diese Kräfte zu vertrauen, macht uns zu Menschen, die anderen Liebe geben können. Nicht lieben lassen, sondern lieben lernen ist das Motto.

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:224
EAN:9783423361026
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Bevor Du springst

Buchseite und Rezensionen zu 'Bevor Du springst' von Dirk Paulsen
1
1 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Bevor Du springst"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:156
Verlag:
EAN:9783944972138
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Rezensionen zu "Bevor Du springst"

  1. Gutgemeinte Sprüchesammlung

    Inhalt:
    Das Buch versteht sich als humorvoller Ratgeber zur Verbesserung der Kommunikation und des Verständnisses zwischen Jugendlichen und Erwachsenen und besteht aus vielen Sinnessprüchen, die der Autor in Ratschläge verpackt und mit einigen Beispielen versieht. Dabei wurde eine Aufteilung in einzelne Kapitel gewählt, die sich verschiedenen Themen wie Gefühle, Liebe, Schule und Ausbildung, Notsituationen und anderen für Jugendliche wichtigen Themen zuwenden. Das Buch ist nach meinem Dafürhalten vordergründig an heranwachsende Jugendliche gerichtet und der Autor versucht, das schwierige Spagat zwischen althergebrachten Sprichwörtern nebst Ratschlägen und einer Sprache, die sich an Jugendliche richtet, zu finden und dies durch Beispiele aus seinen eigenen Erlebnissen und Berichten, bei denen er als Ratgeber fungierte, zu unterstützen.
    (Aus dem Klappentext : Dieses Buch versucht, Verständnis für die jeweils andere Seite zu vermitteln. Viele alltägliche Probleme und dazu passende Lösungsvorschläge werden garniert mit wichtigen, oft vergessenen Wahrheiten. )
    Meine Meinung:
    Alle Ratschläge des Autors sind gut gemeinte Hinweise und Hilfestellungen für junge Leute und aus der Sicht eines Erwachsenen finde ich die gewählten althergebrachten Sprüche und Sprichwörter durchaus zutreffend auf die jeweiligen beschriebenen Situationen. Allerdings sehe ich ein wesentliches Manko des Ratgebers darin, daß meiner Meinung nach zu oft mit dem erhobenen Zeigefinger geflirtet wird und die gewählten Beispiele nicht immer zutreffend auf Lebenssituationen von Jugendlichen sind. Die Sprache ist durchgängig sehr einfach gehalten, so dass auch Kinder sehr gut in der Lage sind, den Inhalt leicht zu erfassen. Der Autor hat an manchen Stellen versucht, jugendliche Kraftausdrücke einzustreuen oder verbotene Wörter durch Punkte zu ersetzen, beides hat auf mich zu bemüht und nicht zur restlichen Ausdrucksweise passend gewirkt.
    Fazit:
    Eine gutgemeinte Sprüche- und Ratschlagsammlung, die aber leider nach meiner Meinung nicht den Nerv der jugendlichen Zielgruppe trifft.

 

Mobbing macht doch jeder!: (Polizeiakte: J.B., 6a)

Buchseite und Rezensionen zu 'Mobbing macht doch jeder!: (Polizeiakte: J.B., 6a)' von Thomas Grieser
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mobbing macht doch jeder!: (Polizeiakte: J.B., 6a)"

Format:Taschenbuch
Seiten:164
Verlag: tredition
EAN:9783849569532
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Rezensionen zu "Mobbing macht doch jeder!: (Polizeiakte: J.B., 6a)"

  1. Spannende Geschichte, die nachdenklich macht

    Klappentext:
    Die zwölfjährige Julia ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das die sechste Klasse ihrer Schule besucht. Als Michael neu in die Klasse kommt, wird er schnell zum Schwarm aller Mädchen. Auch Carolin, die "Klassenschönheit", hat ein Auge auf ihn geworfen. Sie sieht Julia und Michael zusammen auf einer Party und glaubt irrtümlich, die beiden seien ein Paar. Von nun an ändert sich Julias Leben schlagartig: Aus Eifersucht startet Carolin einen wahren "Mobbingsturm", der sich bald schon nicht mehr nur auf die Schule beschränkt, sondern im Internet weitergeht und kaum noch zu stoppen ist...Das Buch zeichnet sich durch gute Lesbarkeit und eine schülernahe Sprache aus. Es ist aus der Praxis heraus entstanden und reflektiert die digitale Welt der Kinder, die mit Smartphone und Internet aufgewachsen sind. Es zeigt aber auch, dass es Grenzen gibt - nämlich dann, wenn das Internet benutzt wird, um andere fertig zu machen. Julias Geschichte macht hautnah deutlich, wie schrecklich Mobbing ist. Es bietet aber auch viele praktische Anregungen, was Kinder tun können, wenn sie gemobbt werden oder Mobbing in ihrer Umgebung erleben - egal, ob in der Schule oder im Internet. Denn: Mobbing darf nicht sein!

    Über den Autor (Quelle: Amazon, Zusammenfassung):
    Thomas Grieser studierte in Bochum Germanistik, Pädagogik, Psychologie und Musik. Als Lehrer macht er regelmäßig Erfahrung mit Mobbing, er kennt aber auch die Seite des Opfers und will anderen Mut machen, dagegen zu kämpfen. Ein aktueller Schwerpunkt dabei ist Cybermobbing.

    Persönlicher Eindruck:
    Das Buch zeichnet sich durch eine Erzählweise aus, bei der ein allwissender Erzähler gelegentlich den Leser direkt anspricht. Die Sprache ist flüssig und eindringlich, der Leser wird immer wieder aufgefordert, sich in Julia hineinzuversetzen, aber auch in diejenigen, die ihr nahe stehen. Die Geschichte macht nachvollziehbar, wie aus kleinen Ursachen eine Dynamik entstehen kann, die sich hochschaukelt und nur schwer aufhalten lässt.
    Da es sich um ein Jugendbuch handelt, muss es natürlich ein Happy End geben, aber ich finde, dass sich alles zu schnell zum Guten wendet. Das gilt sowohl für die Klasse, die sich nach einer Ansprache durch die Polizei plötzlich lammfromm verhält, als auch für Julia, die zumindest vordergründig erstaunlich schnell über das hinwegkommt, was ihr widerfahren ist. Dennoch ist es alles in allem ein Buch, das sich gut lesen lässt und dabei sehr viel zu Denken mitgibt.

 

Bestnote

Buchseite und Rezensionen zu 'Bestnote' von Martin Krengel

Inhaltsangabe zu "Bestnote"

2012 Ill., graph. Darst. [Belle S Schulbücher ]

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