Sternenglut - Reisen ins Grenzenlose

Buchseite und Rezensionen zu 'Sternenglut - Reisen ins Grenzenlose' von Aybiline I. Dahlson

Inhaltsangabe zu "Sternenglut - Reisen ins Grenzenlose"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:238
Verlag:
EAN:
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Perry Rhodan-Trivid Prolog

Buchseite und Rezensionen zu 'Perry Rhodan-Trivid Prolog' von Christian Montillon

Inhaltsangabe zu "Perry Rhodan-Trivid Prolog"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:39
EAN:
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Perry Rhodan 858

Buchseite und Rezensionen zu 'Perry Rhodan 858' von Kurt Mahr

Inhaltsangabe zu "Perry Rhodan 858"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:118
EAN:
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Feuerschwingen

Buchseite und Rezensionen zu 'Feuerschwingen' von Sabrina Železný
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Feuerschwingen"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:341
EAN:
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Rezensionen zu "Feuerschwingen"

  1. 5
    05. Mär 2024 

    Das Buch ist wortwörtlich eine Goldgrube

    Ein Iberer und ein Inka treffen sich in einer Bar. So oder so ähnlich könnte man den Anfang eines Witzes formulieren, ist aber in diesem Buch in ernsthafter Manier umgesetzt worden. Das erste Science-Fiction-Projekt der Autorin - vorher schrieb sie Fantasy und historische Romane - ist ein rundum gelungenes Buch, das einer amerikanischen Becky Chambers ohne Mühe das Wasser reichen kann.

    Die studierte Kulturanthropologin nahm ihre Lieblingsthemen, Spanien und Peru, und strickte daraus ein Buch mit Gegensätzen:
    Die zwei Hauptprotagonisten sind Manco, der Inka, der nicht lügt und nicht stiehlt, und Gonzalez, der Iberer, der lügt und stiehlt.
    Der ewige Zwist dieser Nationen beruht auf Gegenseitigkeit. Die Sonnenfliegerstaffel ist die Glanzleistung der Inka, ein Vorzeigewerk der Ingenieursleistung, die viel Neid bei den Iberern weckt. Diese halten das Volk der Inka für rückständig und primitiv, weil sie sich nicht von der Vergangenheit trennen - und ungenügend lesen und schreiben können. Ein naives - zu gutes! - Volk für den harten Weltraum.
    Zweckmäßigkeit und Sachbezogenheit sind die zwei Attribute, welche die Inka den Iberern vorwerfen. Sie hätten ihre Seele verloren, bauen ohne Liebe und Formen hässliche Dinge, die nur ihren eigenen Zweck hätten.

    Dass das nicht stimmt, und die Dinge zu sehr verallgemeinert, wird sowohl Manco als auch Gonzalez auf ihrem Abenteuer wider Willen bewusst. Sie reisen zum Ursprungsort der Menschen, um nach dem sagenumwobenen Eldorado zu suchen. Der Iberer wegen dem Gold, der Inka wegen der Identität seines Volkes; aber Gonzalez muss lernen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und Manco, dass Freundschaft mehr verlangt als nur Vertrauen…

    Das Buch ist wortwörtlich eine Goldgrube. Ein Abenteuerroman in Sci-Fi-Kulisse, der gleichzeitig Kitsch und Kitzel unter eine Haube bringt. Gegensätze werden gekonnt ausgespielt und zusammengebracht. Die Autorin versteht es, Dramatik und Humor geschickt einzusetzen und kontroverse Themen geschickt einzubauen. Allein dafür ist dieses Buch eine Leseempfehlung. Es hat den distinktiven Hopepunk Flair, der allen voran Becky Chambers (“Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten”,”Unter uns die Nacht”) hier in Deutschland ein gutes Standbein in der phantastischen Literatur gegeben hat. Der große Unterschied zu ihr ist, dass “Feuerschwingen” eine wesentlich höhere Reibung mit den harten Realitäten des Weltenbaus besitzt als die fluffige Utopien der amerikanischen Autorin. Der Roman von Sabrina Železný hat eher Parallelen mit der Killerbot-Serie von Martha Wells, die ich auch in diesen Bereich einordne.
    Wer einen Bogen um dieses Buch macht, weil es (leichte) Homoerotik gibt, der verpasst einen soliden, großartigen Roman mit vielen Hommagen von Firefly bis Piraten der Karibik und spannenden Plot Twists.

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The Long Way to a Small, Angry Planet: Wayfarers 1

Buchseite und Rezensionen zu 'The Long Way to a Small, Angry Planet: Wayfarers 1' von Becky Chambers

Inhaltsangabe zu "The Long Way to a Small, Angry Planet: Wayfarers 1"

Broschiertes Buch
SHORTLISTED FOR THE ARTHUR C. CLARKE AWARD SHORTLISTED FOR THE KITSCHIES GOLDEN TENTACLE LONGLISTED FOR THE BAILEY'S WOMEN'S PRIZE FOR FICTION 2016 The astonishing self-published debut novel that Guardian calls 'a quietly profound, humane tour de force.' When Rosemary Harper joins the crew of the Wayfarer , she isn't expecting much. The Wayfarer , a patched-up ship that's seen better days, offers her everything she could possibly want: a small, quiet spot to call home for a while, adventure in far-off corners of the galaxy, and distance from her troubled past. But Rosemary gets more than she bargained for with the Wayfarer . The crew is a mishmash of species and personalities, from Sissix, the friendly reptillian pilot, to Kizzy and Jenks, the constantly sparring engineers who keep the ship running. Life on board is chaotic, but more or less peaceful - exactly what Rosemary wants. Until the crew are offered the job of a lifetime: the chance to build a hyperspace tunnel to a distant planet. They'll earn enough money to live comfortably for years... if they survive the long trip through war-torn interstellar space without endangering any of the fragile alliances that keep the galaxy peaceful. But Rosemary isn't the only person on board with secrets to hide, and the crew will soon discover that space may be vast, but spaceships are very small indeed.

Format:Taschenbuch
Seiten:432
EAN:9781473619814
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Heliosphere 2265 - Band 43: ... aller Zeiten

Buchseite und Rezensionen zu 'Heliosphere 2265 - Band 43: ... aller Zeiten' von Andreas Suchanek

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Die Künstliche Intelligenz der Ash'Gul'Kon hat aus dem Hinterhalt zugeschlagen. Es gibt Verletzte und Tote, Bomben detonieren, perfide Fallen wurden ausgelöst. Die Besatzung der HYPERION muss bis zum Äußersten gehen. Doch reicht das aus?
Gleichzeitig steht die Allianz vor dem Abgrund. Schwärze liegt über der Galaxis, als jede Hochtechnologie versagt.

Dies ist der 43. Roman aus der Reihe "Heliosphere 2265".
Die Serie erscheint monatlich als E-Book, alle drei Monate als Hardcover.

Format:Kindle Edition
Seiten:0
EAN:
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Heliosphere 2265 - Band 42

Buchseite und Rezensionen zu 'Heliosphere 2265 - Band 42' von Andreas Suchanek

Inhaltsangabe zu "Heliosphere 2265 - Band 42"

Die HYPERION ist auf dem Weg zu ihrem neuen Ziel, um dem Geist der Ash'Gul'Kon endlich die Stirn bieten zu können. Alles steht auf dem Spiel, als ein gewaltiges Hindernis sich auftut.
Unterdessen aktiviert die künstliche Superintelligenz das Avalanche-Protokoll.

Dies ist der 42. Roman aus der Reihe "Heliosphere 2265" und die vierte Zyklushalbzeit.

Weitere Informationen:
http://www.greenlight-press.de
http://www.twitter.com/Heliosphere2265
http://www.facebook.com/heliosphere2265

Informationen zu weiteren Projekten des Autors:
http://www.andreassuchanek.de
http://blog.andreassuchanek.de

Format:Kindle Edition
Seiten:0
EAN:
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Das Blaue Universum: Geheimakte Mars 17

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Blaue Universum: Geheimakte Mars 17' von D. W. McGillen

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Die Uylaner, ein Hilfsvolk der Mächtigen dringt in das gesicherte Hoheitsgebiet der Adramelech ein. Sie wollen sich für die Genmanipulation an ihrer Rasse rächen. Doch ein Kolonial-Planet der Mächtigen macht es ihnen nicht einfach. Die wissenschaftlichen Genies Marin und Gareck leiten den Aufbau der großen Wurmloch-Verbindung nach Redartan. Die neue Republik rechnet mit einem Angriff der Mächtigen. Kanzler Tarn-Lim bittet das neue Imperium um aktive Unterstützung. Aufgrund eines Besuches der lantranischen Führung im Sol-System, wird von Aritron die Unterstützung der Flotte des neuen Imperiums zugesagt.
In dem getarnten Kunst-System der Santaraner kommt es zu einem Eklat mit dem großen Auditorium. Admiral Tarin wird aus seiner Stasis-Kammer erweckt und unterstützt seinen Kollegen der Admiralität. Hiernach beabsichtigt er den Evakuierungs-Planeten zu verlassen, um nach der Rasse zu suchen, die für den Angriff der Rigo-Sauroiden auf Natrid verantwortlich war.

Format:Kindle Edition
Seiten:350
EAN:
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Mission Triangulum: MULTIVERSUM Zyklus 2

Buchseite und Rezensionen zu 'Mission Triangulum: MULTIVERSUM Zyklus 2' von Cliff Allister

Inhaltsangabe zu "Mission Triangulum: MULTIVERSUM Zyklus 2"

Zweiter Band des MULTIVERSUM-Zyklus


Die Milchstraße steht in Flammen und die Ra´hul hetzen immer mehr Völker gegeneinander auf. Es scheint kein Mittel gegen den verderblichen Einfluss ihrer Suggestoren zu geben.
Die Liga der Unsterblichen steht auf verlorenem Posten und es gibt zudem den Verdacht, es könnten sich Agenten der Invasoren in ihre Reihen eingeschlichen haben.
Alle Hoffnungen ruhen nun auf Michael Cordwainer Grand und seinen Freunden, die mit dem Schiff Rhelina in der Nachbargalaxis versuchen, eine Antwort auf die dringenste Frage zu finden: Was wollen die Ra´hul?
Die Mission Triangulum gerät zur letzten Hoffnung für die Völker der Milchstraße.

Zweiter Teil des MULTIVERSUM Zyklus Taschenbuchausgabe: 326 Seiten / 58.000 Wörter

Band 3 erscheint voraussichtlich im März 2017

Format:Kindle Edition
Seiten:326
Verlag:
EAN:
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Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Buchseite und Rezensionen zu 'Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten' von Becky Chambers
4.8
4.8 von 5 (5 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten"

Willkommen an Bord der Wayfarer!

Becky Chambers hat mit ›Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten‹ eine zutiefst optimistische Space Opera geschrieben, die uns den Glauben an die Science Fiction (im Besonderen) und an die Menschheit (im Allgemeinen) zurückgibt.

Als die junge Marsianerin Rosemary Harper auf der Wayfarer anheuert, wird sie von äußerst gemischten Gefühlen heimgesucht – der ramponierte Raumkreuzer hat schon bessere Zeiten gesehen, und der Job scheint reine Routine: Wurmlöcher durchs Weltall zu bohren, um Verbindungswege zwischen weit entfernten Galaxien anzulegen, ist auf den ersten Blick alles andere als glamourös.
Die Crewmitglieder, mit denen sie nun auf engstem Raum zusammenlebt, gehören den unterschiedlichsten galaktischen Spezies an. Da gibt es die Pilotin Sissix, ein freundliches und polyamoröses reptilienähnliches Wesen, den Mechaniker Jenks, der in die KI des Raumschiffs verliebt ist, und den weisen und gütigen Dr. Chef, der einer aussterbenden Spezies angehört.
Doch dann nimmt Kapitän Ashby den ebenso profitablen wie riskanten Auftrag an, einen Raumtunnel zu einem weit entfernten Planeten anzulegen, auf dem die kriegerische Rasse der Toremi lebt. Für Rosemary verwandelt sich die Flucht vor der eigenen Vergangenheit in das größte Abenteuer ihres Lebens.

›Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten‹ wurde für zahlreiche Preise nominiert, u.a. für den Kitschies Award, den Baileys Women’s Prize for Fiction und den Arthur C. Clarke Award.

Format:Kindle Edition
Seiten:544
Verlag: FISCHER Tor
EAN:
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Rezensionen zu "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten"

  1. 5
    20. Nov 2023 

    Lese-Highlight aus dem Jahr 2017

    Hopepunk als Wortschöpfung geht auf die Idee von Alexandra Rowland zurück, als sie 2017 auf ihrem (alten) Tumblr schrieb “Das Gegenteil von Grimdark ist Hopepunk, sagt es weiter.” Ob ein Glas für sie halbvoll oder halbleer ist, war irrelevant - Hauptsache es ist Wasser drin. Und das ist quasi die Quintessenz von Hopepunk. Jeder Mensch kann kleinlich, grausam oder gemein sein, aber sie haben auch die Fähigkeit, Gutes zu tun, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, sich um andere zu kümmern. Wie stark das ausgeprägt ist, repräsentiert der Wasserstand im Glas.
    Es heißt nicht nur, Mut zu haben, für Schwache einzutreten, sondern auch freundlich zu sein. Ebenso bedeutet es, dass sich Personen mit einem gewissen Respekt begegnen und persönliche Anfeindungen nicht zu unbegründeten Hass umschwenkt. Empathie liegt dabei wesentlich im Fokus und vermittelt die Akzeptanz von Hautfarbe, sexueller Orientierung und privaten Lebensentwürfen.

    Mit einer Kickstarter-Kampagne und der Hoffnung, unterstützt zu werden, lag Becky Chambers nicht falsch, denn genau so hat der Roman “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” das Licht der Welt erblickt. Was gut ist, denn dieses Buch müsst ihr lesen!

    Der Roman beginnt mit einem Streitgespräch zwischen Ashby Santoso, dem Captain des Tunneler-Schiffs Wayfarer, und Artis Corbin, dem Algaeisten, der Treibstoff für eben jenes Raumschiff produziert. Corbin beschwert sich über den noch nicht eingetroffenen Neuzugang Rosemary Harper, eine blutjunge Marsianerin, die an Bord als Verwaltungsassistentin des Captains arbeiten soll. Es fallen böse Worte, aber der Captain bleibt sachlich und weist den Treibstoff-Experten effektiv in seine Schranken, so dass er am Ende die Aufgabe erhält, Rosemary in Empfang zu nehmen und herumzuführen.
    Damit hat die Autorin schon direkt die Messlatte für den Leser hochgehoben: Wer hier mitliest, der findet zwar auch unsympathische Charaktere, aber Moral und Kommunikation werden groß geschrieben.
    So lernen wir schnell die restliche Mannschaft kennen: Kizzy Shao, die Mechtech, die alles repariert, Jenks, der Comptech, der sich um die KI des Schiffes Lovelace kümmert, die Aandrisk Pilotin Sissix, die einer reptiloiden Spezies angehört, sowie im weiteren Dr. Koch, Koch und Arzt aus der aussterbenden Spezies der Grum, und Ohan, ein Sianatpaar, das aufgrund ihrer Fähigkeiten als “Lochbohrer” essentiell wichtig als Navigator für die Wayfarer ist. Denn ein Tunneler-Schiff hat die Aufgabe, Sternsysteme zu verbinden.

    Das Buch wird als eine “zutiefst optimistische Space Opera” beschrieben, die uns den Glauben an die Science Fiction (im Besonderen) und der Menschheit (im Allgemeinen) zurückgeben soll, und das kann ich voll unterstreichen. Sicherlich gibt es immer Reibereien zwischen den Charakteren, aber (wie eingangs schon beschrieben) nie unter der Gürtellinie. Die Handlung bleibt spannend und ist geprägt von Humor, Herzwärme und Hilfsbereitschaft.
    Dabei bleibt der Roman trotzdem abenteuerlustig und implementiert clevere Ideen, um die persönlichen Schicksale der Mannschaft zu erzählen - manchmal auch mit vorgehaltenem Spiegel - aber immer respektvoll. Das mag zwar dazu führen, dass der Eindruck entsteht, die Charaktere entwickeln sich nicht weiter, aber wer diese Stärke als Schwäche auslegt, hat nicht verstanden, was das Buch ausmacht.
    Wer also eine tiefe Hintergrundgeschichte oder einen Höhepunkt erwartet, den wird das Buch enttäuschen. Aber wer sich darauf einlässt, der wird zum Fühlen und Erleben angeregt, und so lädt die Geschichte dazu ein, auch über sich selbst zu reflektieren. Das Buch ist mein persönliches Lese-Highlight aus dem Jahr 2017.

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  1. Socializing im All

    „Becky Chambers wurde als Tochter einer Astrobiologin und eines Luft- und Raumfahrttechnikers geboren“, sagt Wikipedia. Zuhause wird Becky sicher das eine oder andere aufgeschnappt haben und sich früh für das Universum interessiert haben. Der Blick durch diverse Teleskope in den Sternenhimmel war ihr vorherbestimmt.

    Und so führt Becky Chambers nun ihre Leser durch das Universum, wie sie es sich vorstellt und das sie mit vielen bewohnten Planeten und fernen Galaxien erfüllt und mit jeder Menge skurriler und wunderbarer, vernunftbegabter Lebewesen. O Sterne, Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten, ist ein echer Lesespaß!

    Dass man sich mit Schiffen durch das All bewegt, ist wohlbekannt, nicht aber, dass man Abkürzungen in die langen Reisen von einem Stern zum anderen mithilfe von Weltraumbohrern machen kann. Jajaja. Das kann freilich nicht jeder. Aber Ashbys Crew auf der Wayfahrer beherrscht die Technik. Und das ist ihr Broterwerb: Tunnel in das All zu bohren. Eines Tages, es kann nicht anders sein, zieht Captain Ashby einen besonderen Auftrag an Land.

    Was Becky Chambers Roman, der zu der Wayfarer-Trilogie gehört, so bezaubernd macht, ist sein Personal und die Interaktion zwischen den diversen Spezies. Man ist nicht mehr rassistisch, sondern speziesistisch. Und „Echse“ gehört zu den Vokabeln, die nicht der political correctness entsprechen. Herrlich.

    Becky Chambers quält ihre Leserschaft nicht mit unnötigen seitenlangen technischen Details wie man es andernorts gerne im SF-Genre findet. Sie hat eine wunderbare Erfindungsgabe. Aber obwohl sie die Leserschaft nicht mit Formeln oder anderen physikalischen Maschinendetails quält, ist alles logisch. Andere Autoren hätten erklärt wie der Weltraumbohrer funktioniert, Becky lässt ihn einfach nur laut sein! Der Antrieb besteht aus Algen. Darum kümmert sich ein Algaeist, wir müssen viel mehr nicht wissen.

    Dafür wird so ganz nebenbei herrrlich philosophiert, meist in spritzigen, kurzweiligen Dialogen, manchmal in einem Halbsatz. „Gefühle sind relativ, und im Grunde sind sie alle gleich, selbst wenn sie aus unterschiedlichen Erfahrungen erwachsen und in verschiedenem Ausmaß existieren.“

    Essen, Kleidung, Aussehen, Rituale, Gewohnheiten, eigentlich ist der Roman eine Alltagsgeschichte. Man hätte eine Prise mehr Abenteuer brauchen können, was einen Stern kostet, aber das Socializing in der Zukunft ist einfach atemberaubend phantasievoll. Allerdings müssen wir Menschlinge noch eine Schaufel Toleranz drauf legen, bevor wir für das Weltall, wie Becky Chambers es schuf, fit sind!

    Fazit: Science Fiction, die ans Herz geht. Richtig schön.

    Empfehlung von Ems: Danke, Ems!

    Kategorie: SF, 2017
    Verlag: Tor. Aus dem Hause Fischer.

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  1. Auf der Wayfarer, einem

    Auf der Wayfarer, einem Tunnlerschiff im Weltraum, befindet sich eine illustre Crew aus verschiedenen Spezies und versucht, wie der Schiffstyp schon vermuten lässt, Wurmlochautobahnen zwischen den einzelnen Sternsystemen zu bauen, damit zukünftige Handelsbeziehungen ohne große Zeitverluste vonstatten gehen können.

    So ist die Grundidee des Buches und klingt erst einmal wenig nach Weltraumabenteuern a la Star Wars oder Star Trek. Was uns Becky Chambers aber da präsentiert, trifft mein Frauenherz ziemlich mittig! Sie beschreibt das Leben auf dem Schiff. Die Crewmitglieder, so unterschiedlich sie auch sind, haben gelernt miteinander umzugehen und die Eigenarten der jeweils anderen Spezies anzuerkennen. Mit Rosemary, der neuen Verwaltungsassistentin an Bord, einer Menschin vom Mars, erkundet der Leser alles Neue und Seltsame.
    Das Schiff bekommt einen Spezialauftrag. Es soll einen Raumtunnel zu einem Planeten bohren, dessen Bewohner einen erst kürzlich abgeschlossenen und noch ziemlich wackeligen Friedensvertrag mit der Galaktischen Union geschlossen haben. Dieses verbissen kriegerische Volk, die Toremi, brechen dann auch gleich einen Konflikt vom Zaun, als sie einen ihrer Glaubensgrundsätze verletzt sehen. Damit bringen sie das Tunnlerschiff in arge Bedrängniss und ein Besatzungsmitglied muss.... sterben, ist hier wohl nicht das richtige Wort, es muss resettet werden. Das aber bringt fast ein anderes Mitglied um den Verstand.

    Überhaupt sind die Beziehungsgeflechte an Bord mehr als exotisch, aber interessant und stimmig herausgearbeitet. Beim Lesen habe ich mich dabei ertappt, dass ich die Aliens und Planeten mit den Bewohnern der Erde und den verschiednen Ländern verglichen habe. Trotz aller Andersartigkeit, kamen mir die Probleme und Herausforderungen gruselig vertraut vor, und trotz Schuppen und Tentakeln, kann so manche Parallele zu unserer Handels- und Weltpolitik nicht von der Hand gewiesen werden.

    Nachdem nun das erste große Abenteuer der Wayfarer überstanden und die Besatzung mir ans Herz gewachsen ist, freue ich mich auf zwei weitere Fortsetzungen der Trilogie, ganz in Erwartung diese unterhaltsame Familie wiederzusehen.

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  1. Was für ein fantastisches Abenteuer!

    Rosemary Harper begibt sich auf das Abenteuer ihres Lebens. Weil sie alle Brücken zu ihrem früheren Leben auf dem Mars abbrechen muss, heuert sie als Verwaltungsassistentin auf der Wayfarer an. Captain Ashby Santoso und seine Crew sind Tunneler, ihre Aufgabe ist es Wurmlöcher im All zu bohren. Das Schiff hat schon bessere Tage gesehen, die Besatzung ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen, verschiedene Spezies, unterschiedliche aber durchwegs liebenswerte Charaktere.
    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten ist ein großartig buntes Weltraummärchen. Jedes Kapitel für sich ist eine kleine abgeschlossene Episode. Der Mensch ist nicht mehr die Krone der Schöpfung, es gibt körperlose künstliche Intelligenzen, Echsenwesen, Paargestalten, undurchschaubare Panzerwesen und ganz viel mehr. Das bunte Zusammenleben ist nicht immer konfliktfrei, trotzdem ist das Buch kein actiongeladener Sci Fi Thriller, sondern Panoptikum und Parabel. Der Aufruf zur Toleranz wirkte aber auf mich nicht wie mit dem erhobenen Zeigefinger. „Bei den Sternen!“, es ist einfach ein unterhaltsamer Spacetrip!

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  1. Offen, bunt und positiv!

    Ich habe seit langem nicht mehr mit soviel Freude gelesen. Soviel vorab. Aber erst einmal etwas zum Setting:

    Ash und seine Crew, bestehend aus 6 Exemplaren 4 verschiedener Spezies plus einer personalisierten KI, sind Tunneler - das bedeutet, sie erschaffen Tunnel (stabile Wurmlöcher) im Weltraum, damit die Mitglieder der GU (galaktischen Union) schneller von A nach B reisen können.
    Sie bekommen nach vielen kleinen Aufträgen endlich den einen, vielversprechenden und lukrativen Auftrag, eine Passage zu einem Planeten zu schaffen, dessen streitbare Mitbewohner soeben in die GU aufgenommen worden sind.
    Was sie dafür benötigen, wie sie die lange Reise durchhalten und ob am Ende alles gut wird? Dazu muss man schon lesen.

    Das allerdings ist eine wahre Freude, denn Becky Chambers erschafft ein Universum, das sie mit einer Unzahl plausibler Lebensformen inklusive deren Geschichte, Physiognomie und Lebensgewohnheiten ausstattet.

    Allerdings habe ich mich auch etwas an die Serie "Firefly" erinnert gefühlt, gerade die Technikerin Kizzy erinnerte in ihrer Mischung aus Chaos und Fröhlichkeit stark an Kayly Frey und es hätte mich nicht gewundert, wenn sie auch das Wort "Shiny" benutzt hätte.
    Aber zum Glück war es nicht mehr als ein Anflug und so konnte ich mich in eine komplett neue Welt begeben, die bunt und vielfältig und vom Grundgefühl her ungemein positiv ist. Danke Dr. Koch, der einen Großteil zu dieser warmherzigen Atmossphäre beigetragen hat!
    Oder auch Sissek und ihre Sexualität, die uns Menschen eine ganz neue Sichtweise beschert.
    Bei aller Harmonie kommen Spannung und Trauer aber nicht zu kurz, beide Elemente sind so geschickt in die Story eingebunden, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen mag.

    Bevor ich aber wirklich spoilere, komme ich zu meinem Schluß: Lesen! Nochmals Lesen! Habt eine schöne Zeit mit dem Buch und kehrt danach ein Stück weltoffener wieder zurück ins Hier und Jetzt.

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