Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber' von Wolfgang Korn
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Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Broschiert
Seiten:256
EAN:9783730613672
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Rezensionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

  1. 4
    22. Jun 2024 

    Spannendes Sachbuch über ein faszinierendes Thema.

    Der Autor dieses Buches ist kein Akademiker, sondern ein Wissenschaftsjournalist. Das erkennt man am Schreibstil, denn das Buch ist angenehm flüssig geschrieben und bietet somit eine kurzweilige Lektüre für den Strand jetzt im Sommer.
    Vor uns liegt hier ein umfassendes Werk über Hinkelsteine, Hünengräber und Henges. Die Megalith-Kulturen, wie sie in diesem Buch beschrieben werden, existierten vor allem in Westeuropa von ca. 4800 bis ca. 2500 v.u.Z., also in der Jungsteinzeit und der frühen Kupferzeit, von Portugal bis nach Südschweden, aber auch an den europäischen Mittelmeerküsten von Spanien bis nach Griechenland, vor allem aber auch auf verschiedenen Mittelmeerinseln.
    Dem Autor geht es in diesem Buch um eine Auflistung, Systematisierung und Differenzierung dieser Monumente. Er möchte aber auch erklären, wie sie errichtet worden sind und wozu sie benutzt worden sind. Sehr gut recherchiert und zusammengefasst, interessant aufbereitet und spannend zu lesen.
    Einziges Manko an diesem Buch sind die Fotos. Leider gibt es hier nur Abbildungen in schwarz-weiß und diese sind teilweise auch noch sehr dunkel, laden also absolut nicht zum Schmökern ein. Ich persönlich hätte mir in der Buchmitte einige Seiten Fotopapier mit farbigen Bildern gewünscht.
    Fazit: Empfehlenswert.

 

Die Dame mit der bemalten Hand: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Dame mit der bemalten Hand: Roman' von Christine Wunnicke
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Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Taschenbuch
Seiten:176
Verlag: btb Verlag
EAN:9783442771301
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Rezensionen zu "Die Dame mit der bemalten Hand: Roman"

  1. Wir alle schauen auf denselben Himmel

    Indien im Jahr 1764: Zwei sehr unterschiedlich Männer begegnen einander auf der Insel Gharapuri vor Mumbai. Der deutsche Mathematiker und Astronom Carsten Niebuhr war auf einer Forschungsreise. Seine Mitreisenden wurden von diversen Krankheiten dahingerafft. Niebuhr selbst leidet nun ebenfalls am Sumpffieber. Musa al-Lahuri ist ein Meister der Konstruktion von Astrolabien. Von Jaipur aus auf dem Weg nach Mekka strandet der Gelehrte auf der Insel. Während er einen Tempel erkunden will, vergisst ihn sein Schiff, dafür trifft er auf den fiebernden und fantasierenden Niebuhr.

    Die Dame mit der bemalten Hand von Christine Wunnicke ist ein Buch über Wissenschaft, Sprache und Freundschaft. Die deutsche Schriftstellerin beschreibt sorgsam die unterschiedlichen Welten und ihre ungleichen Protagonisten. Zwischen Niebuhr und Meister Musa entsteht eine innige Verbindung trotz Sprachbarriere und verschiedener Weltanschauung.

    Ihre vermeintliche Gegensätzlichkeit wird an mehreren Beispielen sichtbar. Während für den einen die Insel, auf der sie sich befinden; Gharipuri heißt, nennt sie der andere Elephanta. Bei der Betrachtung des nächtlichen Sternenhimmels sieht der eine Cassiopeia, die sitzende Frau, der andere hingegen nur deren bemalte Hand. Doch je länger sie sich radebrechend auf Arabisch verständigen, dabei so wunderbare Wortkonstruktionen wie „du lügst wie gestempelt“ entstehen, umso mehr erkennen sie: „Wir alle schauen auf denselben Himmel"

    Es ist nicht dick, dieses Buch, gerade einmal 168 Seiten stark, und dabei voller Entdeckungen und feiner Momente.

    Was für ein wunderbar pointiertes Buch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, damals wie heute.

  1. »Großmächtiger Ruderschlag im präzisen Jetzt!«

    Dieses Buch, damit möchte ich gerne anfangen, macht einen Heidenspaß – wobei sich natürlich die Frage stellt, wer denn nun der Heide ist bei dieser Begegnung von Orient und Okzident. Hier treffen zwei Kulturkreise aufeinander, und das ist zum Teil historisch verbürgt, zum Teil in farbenfroher, detailverliebter Mär gar prächtig zusammengesponnen. Zusammen ergibt das eine Geschichte, die sich liest wie etwas aus 1001 Nacht und für deren Wahrheitsgehalt man doch insgeheim die Hand ins Feuer legen will, weil diese Begegnung so wunderbar und kostbar ist.⠀

    Bei aller Fabulierlust ist der Roman jedoch keineswegs unnötig ausschweifend – man kommt auf der letzten Seite an und staunt: nur 168 Seiten, tatsächlich? Wo die Erzählung ausschweift, tut sie das mit Bedacht und feinem Humor.⠀

    Treffen sich zwei Männer auf Abwegen…⠀

    Carsten Niebuhr gab es wirklich, und er ging im Jahr 1761 tatsächlich als Mathematicus und Astronomus auf eine Forschungsreise, die vom Göttinger Theologen Johann David Michaelis auf die Beine gestellt und vom dänischen König finanziert wurde. Seine Aufgabe war es, den Wahrheitsgehalt biblischer Texte empirisch zu überprüfen – wie tief teilte zum Beispiel die Ebbe das Rote Meer?⠀

    Zwei Dänen, zwei Deutsche und zwei Schweden wurden losgeschickt, doch nur Niebuhr sollte lebend zurückkehren. Die anderen Gelehrten starben auf der Reise nach und nach am Sumpffieber und vererbten Niebuhr ihre Fachgebiete: Sprachwissenschaft, Naturkunde, Zeichenkunst und Medizin, und so wurde aus dem Mathematiker notgedrungen ein Meister vieler Lehren.⠀

    Nunmehr war von unserer zahlreichen Gesellschaft Niemand mehr übrig als ich allein.«.⠀
    (Aus Niebuhrs Reisebericht)⠀

    Christine Wunnicke leiht sich den echten Carsten Niebuhr aus und lässt ihn auf nicht in der Realität verwurzelte Abwege geraten – genauer gesagt auf die Insel Gharapuri vor Manbai, heute Mumbai. Dort befinden sich die Höhlen von Elephanta, eine Tempelanlage, die inzwischen zum Weltkulturerbe gehört, und in diesem Heiligtum erliegt Niebuhr fast ebenfalls dem Sumpffieber. Da trifft es sich gut, dass der persische Astronom und Astrolabienbauer Musa al-Lahuri ebenfalls auf der Insel gestrandet ist. Der war eigentlich auf dem Weg nach Mekka, fühlt sich aber jetzt bemüßigt, den bleichen Fremden aufzupäppeln.⠀

    Im Dickicht des Sprachgewirrs⠀

    Das ist der Auftakt einer so widerwilligen wie wunderbaren Freundschaft zwischen Meister Musa und “Kurdistan Nibbur” (wie Musa Niebuhrs Namen versteht) – aber auch der Auftakt eines wahren Feuerwerks von Wortwitz und urkomisch entgleister Übersetzungen. Musa ist ein wahrer Polyglott: er spricht Arabisch, Persisch und den Straßendialekt seiner Heimatstadt Jaipur, aber auch Griechich und Latein.⠀

    Wenn er sich in einer Situation wiederfindet, in der er dennoch Verständigungsprobleme hat, neigt er indes dazu, in ein so blumiges wie unverständliches Sanskrit zu verfallen. So hört es sich zum Beispiel an, als Musa von den Bewohnern der Insel die nötigen Materialien haben will, um den fiebernden Niebuhr am Feuer wärmen und mit einem feuchten Lappen waschen zu können:⠀

    »Lasst Feuerbeschaffungsseile walten, oh Hundesöhne!« schrie Musa al-Lahuri. »Opfert ein Tuchgewirk, blitzgeschwind, denn ich will es betauen!« Wie er dieses Sanskrit verabscheute.⠀
    (Zitat)⠀

    Niebuhr kann sich mit ihm nur mühsam in gebrochenem Arabisch verständigen und versucht dabei immer wieder, deutsche Redensarten unbeholfen übersetzt einzubringen, sehr zu Musas Erheiterung.⠀

    “Sein Arabisch war reichhaltig, falsch und lustig. Man verstand jedes Wort.”⠀
    (Zitat)⠀

    Liest sich originell und unterhaltsam, hat aber auch Tiefgang⠀

    Hier unterhalten sich zwei Menschen aus vollkommen verschiedenen Kulturkreisen in einer Sprache, die für beide nicht die ihre ist. Dennoch geschieht eine echte Annäherung, auch wenn am Schluss offen bleibt, ob das Ganze nicht vielleicht doch nur ein Fiebertraum Niehbuhrs war. Aber es ist die Möglichkeit, die dieses Buch so bezaubernd macht. Die Möglichkeit, dass es wahr sein könnte.⠀

    Die Insel, auf der sich die beiden gestrandeten Reisenden wiederfinden, bietet mehr als genug Inspiration für Gedanken aller Art, so dass sich die Gespräche um die verschiedensten Themen drehen, oft mit linkischer Philosophie. Musa und Niebuhr haben zwar nicht genug kulturelle Gemeinsamkeiten, um die Verständigung einfach zu machen, aber immer mal wieder blitzt eine ehrliche zwischenmenschliche Empathie auf. Besonders die Szenen, in denen Niebuhrs Leben am seidenen Faden hängt, sind sehr rührend – dann beginnt Musa, ihm Geschichten zu erzählen, damit er nicht alleine sterben muss. Bei allen Missverständnissen ist der Austausch doch intensiv.⠀

    »Wir glotzen alle in den selben Himmel und sehen verschiedene Bilder.«⠀
    »Glotzen ist kein schönes Wort«, rügte Musa.⠀
    »Ich meine ‘glotzen’! Ich meine ‘hilflos, blöd und hoffnungslos schauen’! Ich meine ‘Affen des Mundes zu Markte tragen’!« Wir glotzen nach oben und erfinden große Gestalten und hängen sie in den Himmel! Ich eine Frau und du eine Hand und was weiß ich, was andere shen. Und dann gibt es Streit. Es ist zum Erbarmen!«⠀
    »Affen des Mundes?«⠀
    (Zitat)⠀

    Fazit⠀

    Zwei Männer verschlägt es im Jahr 1764 auf die Insel Gharapuri vor Mumbai: den Bremer Mathematiker Carsten Niebuhr und den persischen Astronom und Astrolabienbauer Musa al-Lahuri. Beide wollten eigentlich ganz woanders sein – aber jetzt sind sie nun mal hier gestrandet und machen das Beste draus.⠀

    Erstmal muss Meister Musa den am Sumpffieber erkrankten Niebuhr wenigstens halbwegs wieder auf die Beine bringen. Dann verständigt man sich so gut es geht auf Arabisch, und das führt zu einem zum Schreien komischen Sprachgewirr, das Masus fantasievolle Geschichten noch unterhaltsamer macht. Doch nach und nach werden die Gespräche immer tiefgründiger, bis das Sumpffieber wieder aufflackert und Masu gegen das Sterben anerzählt…⠀

    “Die Dame mit der bemalten Hand” ist ein ganz wunderbares Büchlein, das ich mit Sicherheit mehrmals lesen werde. Hier geht es um die Begegnung von Kulturen mit all den damit verbundenen Missverständnissen und Fallgruben, aber es liest sich auch einfach verdammt unterhaltsam. Klar wird außerdem: DEN Orient gibt es genauso wenig wie DEN Okzident.

 

Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen' von Florian Freistetter
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
EAN:9783446263994
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Rezensionen zu "Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen"

  1. 4 Sterne!

    Klappentext:

    „Weißt du, wie viel Sternlein stehen? Mehr, als man sich vorstellen kann – und alle erzählen sie eine Geschichte über das Universum. Dank Gamma Draconis wissen wir, dass die Erde sich um ihre Achse dreht, und 61 Cygni hat uns verraten, wie groß der Kosmos ist. Die Sterne nehmen uns mit auf die Suche nach außerirdischem Leben, sie erklären uns, wie schwarze Löcher funktionieren und warum die Dinosaurier ausgestorben sind. Sie zeigen, wie wir durch den Weltraum reisen und andere Planeten besiedeln können. Florian Freistetter erzählt die Geschichte des Universums anhand von 100 Sternen – und erschließt in 100 kurzweiligen Kapiteln nicht weniger als die Vergangenheit und die Zukunft des Kosmos.“

    Ich muss zugeben, ab einem gewissen Punkt bezüglich Verständnis unseres Weltraumes, hört bei mir der Verstand auf zu sein. Gerade was Schwarze Löcher betrifft, ist irgendwann mein Kopf blockiert zu verstehen. Autor und Astronom Florian Freistetter schafft es aber in seinem Buch mehr als gekonnt wirklich surreale Themen bezüglich unseres Weltraumes zu erläutern. In 100 kleinen und großen Geschichten geht er mysteriösen Dingen auf die Spur, erklärt mit viel Geduld fast Unerklärliches und macht dadurch Fakten absolut greifbar. Ab einem gewissen Punkt schwebt man förmlich durch die Buchseiten und ist ihnen komplett verfallen. Wo ich aber einigen Lesern des Buches recht geben muss, man vermisst hier Bilder oder Zeichnungen. Freistetter berichtet immer wieder davon und genau dadurch wird man neugierig was er meint und muss so den Blick aus dem Buch lösen und die Welt des Internets befragen um dort eventuelle die Bilder zu bestaunen. Dies störte den Lesefluss doch arg für meine Begriffe. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch wirklich eine Bereicherung um das Weltall besser zu verstehen. Der Autor schafft es auch Unglaubliches greifbar und verständlich dem Leser zu erklären. Selten so ein gutes Sachbuch gelesen, welches zudem auch noch so unterhaltsam war! 4 sehr gute Sterne!

 

Warten auf den Anruf

Buchseite und Rezensionen zu 'Warten auf den Anruf' von  Birgit Rabisch
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Warten auf den Anruf"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:504
Verlag: Achter Verlag
EAN:9783981237214
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Rezensionen zu "Warten auf den Anruf"

  1. Ein interessantes, spannendes Lesevergnügen

    „Es geht mir darum, mir eine Familie zu erschreiben. Keine Traumfamilie, keine Wunschfamilie ... überhaupt eine Familie.“ (Zitat Seite 9)

    Inhalt
    Die Schriftstellerin Verena will ihre Geschichte über die wichtigen Frauen ihrer Familie in der aktuellen Zeit beginnen, mit Irène Vonderwied, die darauf wartet, am nächsten Morgen einen besonderen Anruf zu erhalten. Doch ihre Agentin überzeugt sie, die Geschichte chronologisch zu beginnen, mit Verenas Urgroßmutter Emma Hartkopf, Gattin des Wissenschaftlers Erich Hartkopf, der bei der Entwicklung der Chemiewaffen im Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielte. Emmas Tochter Wilhelmine dagegen interessiert sich nicht für Chemie, sondern ist eine begeisterte Physikerin. Ihr Fachgebiet ist die Kernphysik und sie ist von den vielen Möglichkeiten einer friedlichen Nutzung der Atomenergie überzeugt, wenn nur erst der Zweite Weltkrieg zu Ende ist. Erst jetzt führt die Geschichte zu Wilhelmines Tochter Irène. Physik fand Irène schon immer langweilig. Sie ist eine international bekannte Biologin, Fachgebiet Stammzellenforschung.

    Thema und Genre
    In diesem Roman geht es um drei Generationen von Frauen und jede dieser Frauen ist mit einer in ihrer Zeit besonders wichtigen Wissenschaftssparte eng verbunden, Chemie, Physik und Biologie. Doch während Emma noch die traditionelle Ehefrau und Mutter ist, bestimmen Wissenschaft und Forschung das Leben von Wilhelmine und Irène, beide auf ihrem Fachgebiet hochbegabt, ehrgeizig und sehr erfolgreich. Themen sind Frauenleben, die Stellung der Frau im Gefüge der universitären Wissenschaften, Familie, Freundschaft, Liebe, und die mit den jeweiligen bahnbrechenden Forschungsergebnissen verbundenen ethischen Fragen nach persönlicher Verantwortung und über mögliche Grenzen der Wissenschaft.

    Erzählform und Sprache
    Dieser Roman ist ein drei große Abschnitte geteilt, Emma, Wilhelmine, Irène. Die Geschichte der im jeweiligen Mittelpunkt stehenden Frauenfigur wird chronologisch und personal erzählt. Erinnerungen greifen jedoch immer wieder in vorhergehende Abschnitte zurück und und ergänzen mit weiteren Details, besonderen Ereignissen, neuen Sichtweisen und Gedanken. Diese Erzählform sorgt für Spannung, während die präzisen, aber gut verständlichen Erklärungen der wissenschaftlichen und geschichtlichen Hintergründe, Fakten und Realität, die fiktive Handlung mit interessantem Wissen ergänzen. Die Autorin Verena als Ich-Erzählerin bespricht die einzelnen Schritte des Schreibprozesses an ihrer Geschichte mit ihrer Agentin und diese Gespräche umrahmen die drei Abschnitte, verbinden sie.

    Fazit
    Ein packender, interessanter Wissenschafts-, Frauen- und Generationenroman, eine spannende, gelungene Mischung, die man mit großem Vergnügen liest.

 

Der glückliche Horizont

Buchseite und Rezensionen zu 'Der glückliche Horizont' von Susanne Wiborg
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Inhaltsangabe zu "Der glückliche Horizont"

Ein Streifzug durch acht Landschaften: Wald und Wiese, Moor und Heide, Felder und Flüsse, Berge und Küsten – literarisch, naturkundlich, historisch –, die uns prägen, so wie wir sie seit Jahrtausenden geprägt haben. Wir leben in ihnen, wir leben von ihnen, und das seit Jahrtausenden. Jeder glaubt sie zu kennen – aber wer sind unsere Landschaften wirklich? Was macht ihren Charakter aus, ihre Wechselbeziehung zu uns Menschen? Wer verkörpert sie perfekt? Sind sie Ödnis oder Idylle, eher Geborgenheit oder abweisende Macht? Was an unserem Landschaftsbild ist Erfahrung, was Projektion? Der unheimliche Wald, das gefährliche Moor, die helle und fröhliche Blumenwiese, die fruchtbaren Felder, die karge Heide, die übermütigen Flüsse, das unbezwingbare Meer mit seinen Küsten oder die herausfordernden Berge? Wo findet man noch unberührte Natur, was ist Menschenwerk, welche Ökosysteme sind sogar von menschlicher Bewirtschaftung abhängig? Wie haben Bewohner, Besucher und Eroberer eine Landschaft geformt und geprägt? Und vor allem: Wie ist dieser vielfältige Lebensraum über Jahrtausende hinweg von Menschen erlebt und beschrieben worden? Ein literarischer, biologischer und historischer Streifzug durch acht Landschaften, von der Küste bis zum Gebirge – eine Einladung zum Nachlesen, Miterleben und Augenaufmachen.

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:360
Verlag: Kunstmann, A
EAN:9783956145384
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Rezensionen zu "Der glückliche Horizont"

  1. Landschaften voller Poesie

    Literarische und naturkundliche Landschaftsbetrachtungen mit Denkanstößen und interessanten Details über Berge, Flüsse und Meere, Feldmark und Wiesen, Heide und Moor, Wald und Wiesen.
    Dazu kommen Schriftsteller, Dichter und Denker verschiedener Epochen und mancher ins Verborgene geratene Schatz wird neu erweckt.

    Susanne Wiborg hat mit einem besonderen und gelungenen Blick auf unsere Landschaften geschaut. Sie verknüpft eigene Betrachtungen mit literarischen Auszügen aus Romanen und Gedichten großer Namen. Nach Landschaften gegliederte Abschnitte zeichnen bekannte Bilder, die jeder im Kopf hat, wenn er zum Beispiel an Meer und Berge denkt. Gleichzeitig dazu werden überraschende Sichten und informative Details aufgezeigt, die zum Neubetrachten und Umdenken anregen.

    Die Berge werden träumerisch verklärt beschrieben, andere sehen in ihnen eine dunkle, bedrückende Enge. Besonders humorvoll und gleichzeitig leider immer noch aktuell ist das 1930 von Erich Kästner verfasste Gedicht "Maskenball im Hochgebirge":
    "... Das Gebirge machte böse Miene. Das Gebirge wollte seine Ruh. Und mit einer mittleren Lawine deckte es die blöde Bande zu. ....."
    So konzentriert und wundervoll zusammengestellt habe ich selten thematisch gebündelte Auszüge aus Klassikern vorgefunden. Ob Johann Wolfgang von Goethe, die Gebrüder Grimm, Otto von Bismarck, William Shakespeare, Annette von Droste-Hülshoff, Jemima Morell, Thomas Mann oder Heinrich Heine und viele viele mehr kommen hier zu Wort und teilen ihre Begeisterung oder ihre Abneigung über bestimmte Landschaften.

    Durch die Begeisterung Einzelner wurden manche Landschaften erst entdeckt und touristisch erschlossen. Besonders die Heidelandschaft galt früher eher als Steppe denn als sehenswürdiges Naturschauspiel.

    "... Die Heide kam in Mode. Es regnete Menschen, es hagelte Volk. Sie kamen, wenn die Heide blühte, in hellen Haufen angezogen, zu Fuß, zu Rad und zu Wagen, rissen das blühende Heidekraut ab, fragten den Schnuckenschäfer dumm und albern ....."

    Natürlich darf hier Hermann Löns nicht fehlen. Sein Name ist unverrückbar mit der Heide-Landschaft verbunden. Die Hintergrundinformationen über diesen eigenwilligen Lebemann, der gar nicht so ländlich gelebt hat, sind besonders interessant.

    In jedem Landschafts-Abschnitt habe ich ein Stück meiner eigenen Naturverbundenheit entdeckt. Ich stimmte Goethe zu, wenn er über die Berge sprach oder teilte Arno Surminskis Leidenschaft für das Moor, welches eine besondere Anziehungskraft besitzt.

    Aber so sehr ich die Berge liebe und dem Rauschen der Wellen zuhöre, bin ich den Wäldern am meisten zugetan. Hier kann ich Kraft tanken und abschalten. Genau das habe ich in diesem Kapitel gefunden.

    "Unter den großen Bäumen kann man endlich durchatmen. Aber selbst dann bleibt diese Umgebung akustisch unberechenbar. Durch die große Stille rundum rückt tagsüber kaum Wahrgenommenes in nie genau abschätzbare Nähe: ein Eulenruf, ein leises Tippeln, Huschen und Nagen, in einer Böe knackende Bäume und raschelnde Blätter."

    Für mich ist dieses Buch eine unerwartete Entdeckung voller Poesie, die Lust darauf macht, mit offenen Augen und mit allen Sinnen durch die vielseitigen Landschaften zu gehen.

 

Das Evangelium der Aale

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Evangelium der Aale' von Patrik Svensson

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Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
EAN:9783446265844
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Das Rätsel der Schamanin

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Rätsel der Schamanin' von Harald Meller
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Rätsel der Schamanin"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:368
EAN:9783498003012
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Rezensionen zu "Das Rätsel der Schamanin"

  1. Spannend, informativ!

    Zu den Autoren (Quelle: Verlag)::
    Harald Meller, geboren 1960 in Olching, ist Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle an der Saale und Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt. Meller gehört zu den prominentesten Archäologen Europas und den international profiliertesten Ausstellungsmachern und berät weltweit Museen.

    Kai Michel, geboren 1967 in Hamburg, ist Historiker und Literaturwissenschaftler. Er hat von GEO über Die Zeit bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die großen deutsch- sprachigen Medien geschrieben. Gemeinsam mit dem Archäologen Harald Meller legte Kai Michel den Bestseller Die Himmelsscheibe von Nebra vor. Er lebt als Buchautor in Zürich und im Schwarzwald.

    Mein Lese-/Höreindruck:

    Eigentlich sind die Landesgartenschau in Bad Dürrenberg, geplant für 2024, und die Umgestaltung des Kurparks schuld. Im Bereich dieses Kurparks liegt nämlich ein 9000 Jahre altes, steinzeitliches Grab, das bereits 1934 ausgegraben wurde und schon damals wegen seiner überreichen Grabbeigaben für Aufsehen sorgte. Wegen der geplanten Neugestaltung des Kurparks fand nun eine Nachgrabung statt, und deren Ergebnisse legt das Autorenduo Meller und Michel vor. Dazu nutzen sie die Elemente des Kriminalromans: sie sprechen von einem „cold case“ gehen investigativ vor, stellen Hypothesen auf und verwerfen sie wieder, und der Leser verfolgt gespannt den Gang der Entdeckungen.

    Es ist tatsächlich eine außerordentliche Geschichte, die der Leser erfährt. Die Archäologen von 1934 hielten aufgrund der damals üblichen patriarchalischen Sichtweise ein reich ausgestattetes Grab stets für das eines Mannes. Und dieser Fund wurde nun eingepasst in das völkische Geschichtskonstrukt: dieser Mann war ihrer Meinung nach weiß und blond und diente daher als Beweis für eine Art Ur-Arier, der nicht durch Migration nach Mitteldeutschland fand, sondern der sich hier bodenständig entwickelt habe. Ein Beweis für die völkische Ideologie der Nationalsozialisten. Sehr umfassend wird der Leser informiert, wie diese ideologisch verblendeten (und zudem unwissenschaftlich arbeitenden) Prähistoriker ihre üble Rolle als „Vordenker der Vernichtung“, wie Götz Aly sie nennt, spielen.

    Was hätten diese Archäologen zu der Tatsache gesagt, dass ihr „Mann“ nicht nur eine Frau war, sondern zudem dunkelhäutig? Eine Person of Colour? So wie auch der noch ältere Fund, der sog. Neuessinger Mann aus dem Altmühltal?

    Die Ergebnisse der Nachgrabung und ihre umfangreichen Auswertungen werden dem Leser umfassend und auch für archäologische Laien immer verständlich vorgestellt. Die beiden Autoren nehmen ihren Leser mit an die Schnittstelle zwischen Mesolithikum und Neolithikum. Nachdem unsere Ahnen jahrtausendelang als Jäger und Sammler gelebt hatten- immerhin die längste Zeit der Menschheitsgeschichte! - wandelt sich allmählich ihre Lebensweise: sie werden sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter. Und sie spezialisieren sich, und dafür sprechen die reichen Grabfunde: hier wurde eine Heilerin bestattet, eine spirituelle Expertin, eine charismatische, reiche und äußerst angesehene Frau, deren Grab noch Jahrhunderte nach ihrem Tod Besucher an sich zog, quasi ein „Lourdes der Steinzeit“.

    Da drängt sich der Begriff „Schamane“ auf. Auch hier holen die Autoren weit und differenziert aus. Sie informieren nicht nur über die Geschichte des Schamanentums, das vom Christentum verteufelt wurde und Opfer ideologischer Anschauungen wurde, sondern stellen auch die angewendeten bewusstseinserweiternde Praktiken vor. Ebenso umfassend und reflektiert sind die Darstellungen der animistischen, d. h. allbeseelten Sichtweise der Welt.

    Sehr spannend fand ich die Darstellung der sozialen Konsequenzen, die die veränderte Lebensweise nach sich zog. Die Sesshaftwerdung führte zu kleinräumigeren sozialen Netzen und es entstehen neue soziale Hierarchien. Aber immer noch betrachtet sich der einzelne Mensch als Knotenpunkt eines Netzes unterschiedlicher Lebewesen – und der Verlust dieser Netzwerke quält den modernen Menschen.

    Aber: Muss ich eine Grabbeigabe „fancy“ nennen und eine Persönlichkeit „sparkling“? Ab und zu eine Streichung einiger Redundanzen hätte dem Buch auch gutgetan.

    Das Hörbuch wird eingelesen von Helge Heynold: eine angenehme Stimme, sauber artikuliert, sinngerecht betont, perfekt!

    Fazit: Ein kluges, faktenreiches, informationsreiches, immer reflektierendes Buch, das die ferne Steinzeit heranrückt und zudem Auskunft gibt über die vielen wissenschaftliche Methoden des Erkenntnisgewinns.
    Absolute Lese- und Hörempfehlung.

 

Stephen Hawking: Genie des Universums

Buchseite und Rezensionen zu 'Stephen Hawking: Genie des Universums' von Charles Seife
5
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Inhaltsangabe zu "Stephen Hawking: Genie des Universums"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:488
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406775277
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Rezensionen zu "Stephen Hawking: Genie des Universums"

  1. Der mit den Sternen und Planeten tanzte

    Klappentext:

    „Als Stephen Hawking in den frühen 1960er Jahren mit seiner Forschung begann, war sein Fach, die Kosmologie, eine verschlafene Disziplin. Als er 2018 starb, war sie das wohl aufregendste Forschungsgebiet der Physik, das einen Nobelpreis nach dem anderen einheimste. Und Stephen Hawking galt weithin als der beste Physiker, wenn nicht sogar als der klügste Mensch der Welt. Diese aufregende, zuweilen beunruhigende Biographie zeigt, wie es dazu kam….“

    Stephen Hawking begeisterte die Menschheit schon immer. Er zeigte nicht nur, dass man mit sehr schweren Krankheiten durchs Leben kommt, sondern dass der Kopf und der Geist zu enormen Denkaufgaben möglich sind. Hawking spielte mit seinen Theorien mit dem Universum, mit den Sternen, mit den Schwarzen Löchern. Aber wie kommt man zu diesem Wissen und zu dieser Leidenschaft? Diese Biografie gibt erstmals sehr detailliert Auskunft über sein Leben und seinen Werdegang. Die Sprachwahl und der Ausdruck sind dem Genie auf Augenhöhe angepasst. Man wird als Leser in einen wissenschaftlichen Bann gezogen, man erhascht so viele anregende Themen und Gedanken von Hawking bezüglich seiner Theorien, dass einem ganz schwindelig wird. Angemerkt sei aber auch, es gibt hier nicht nur positives zu berichten. Hawking war immer grundehrlich und so sind auch hier negative Gedanken aus seiner Forschung dabei…das Weltall bietet nicht nur so schöne Planeten wie unseren, sondern birgt auch eine Menge Gefahren.

    Eine sehr lesenswerte und empfehlenswerte Biografie über ein ganz besonderes Genie unserer Zeit - 5 von 5 Sterne.

 

Wasserpfade: Streifzüge an heimischen Ufern

Buchseite und Rezensionen zu 'Wasserpfade: Streifzüge an heimischen Ufern' von Torsten Schäfer
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wasserpfade: Streifzüge an heimischen Ufern"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:288
Verlag: oekom verlag
EAN:9783962382261
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Rezensionen zu "Wasserpfade: Streifzüge an heimischen Ufern"

  1. Sehr interessant!

    Klappentext:

    „Torsten Schäfer nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Gewässer. Aufgebrochen in den Hitzesommern der letzten Jahre spürt er den Veränderungen nach, die der Klimawandel mit sich bringt.

    Im »Dreiflussland« zwischen Rhein, Main und Neckar beobachtet er, taucht ein, fühlt – und erzählt: von vergessenen Quellen im Wald, von Brunnenputzern und Welsfischern, von »seinem« Fluss, dem er von der Quelle bis zur Mündung folgt. Mit sprachlicher Eleganz zeichnet Schäfer ein einfühlsames Bild des Wassers.“

    Das was Autor Torsten Schäfer hier alles so notiert hat, tut beim lesen schon manches Mal echt weh. Die Veränderungen in den beobachteten Gewässern ist manchmal so erschreckend und man fragt sich als Leser: Wo soll das bloß noch hinführen?

    Seine Beschreibungen sind einerseits analytisch und anderseits eine Erzählung seiner Sichtweisen und Erfahrungen/Erlebnisse. Diese sind kurzweilig und lassen dieses Buch schnell weglesen. Tenor des Buches ist schnell klar und neben diesen Beschreibungen, sind mahnende Worte bzw. Fingerzeige in die berühmte Wunde sehr treffend beschrieben.

    Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechende und hochwertig. Feste Seiten und ein sehr guter Einband lassen dieses Buch auch haptisch und optisch positiv erscheinen.

    Schäfer beleuchtet bei seinen Recherchen „seinen“ Lebens- und Wohnraum. Das sei hier nochmal klar herausgestellt. Wer das jetzt auf alle Gewässer münzt, hat den Sinn des Buches nicht verstanden. Jeder muss mal selbst seine Umgebung näher betrachten und vor allem schützen…das macht aber eben erst Sinn, wenn man das Ganze auch mal genauer analysiert, so wie es Schäfer hier getan hat.

    Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sterne!

 

Naturerkundungen mit Skizzenheft und Staffelei

Buchseite und Rezensionen zu 'Naturerkundungen mit Skizzenheft und Staffelei' von  Natural History Museum

Inhaltsangabe zu "Naturerkundungen mit Skizzenheft und Staffelei"

Diskussionen zu "Das Geheimnis der Megalithkulturen. Stonehenge, Menhire, Großsteingräber"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
EAN:9783258081199
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