Sechzehn Pferde

Buchseite und Rezensionen zu 'Sechzehn Pferde' von Greg Buchanan
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3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Sechzehn Pferde"

Sechzehn Pferdeköpfe werden auf einer Farm des sterbenden englischen Küstenorts Ilmarsh entdeckt. Kreisförmig eingegraben in den Ackerboden, nur ein einziges Auge blickt in die rote Wintersonne. Die Veterinärforensikerin Dr. Cooper Allen wird zum Tatort gerufen. Früher wollten sie Tierleben retten, heute diagnostiziert sie ihren Tod. Dann entspinnt sich eine unvorhergesehene Kette weiterer Verbrechen. Durch die Kadaver in der Erde verbreitet sich eine Infektion, die Gemeinde wird unter Quarantäne gestellt. Die Außenseiterin soll mit dem örtlichen Polizisten Alec Nichols die schockierenden Fälle aufdecken. Doch was, wenn das Böse nicht nur im Boden lauert, sondern in den Menschen selbst? Etwas Böses, das Allen selbst immer tiefer in einen Strudel aus Schuld und Vergeltung hinabzieht?

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:448
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783103974881
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Rezensionen zu "Sechzehn Pferde"

  1. 3
    23. Feb 2022 

    Tier-Forensik

    Im Bereich der Gemeinde Ilmarch werden die Köpfe von sechzehn Pferden gefunden. Auf der Seite liegend starren die oben liegenden Augen in den Himmel. Die Veterinär-Forensikerin Cooper Allen wird hinzugezogen, um vielleicht Genaueres über die Kadaver herauszufinden. Der ermittelnde Polizist Alec Nichols soll mit ihr zusammenarbeiten. Doch die Farmer, auf deren Gelände die Tierleichen gefunden wurden, sind schweigsam. Sie geben an, nichts gemerkt zu haben. Cooper Allen geht bei ihren Befragungen zurückhaltend vor. Ihr Kollege Nichols scheint eigene Probleme zu haben. Er wirkt manchmal etwas abwesend und in sich gekehrt. Bald allerdings treffen die Beiden im Zuge der Ermittlungen auf einen menschlichen Toten.

    Dieser düstere Kriminalroman ist in einer ehemals prosperierenden Gegend Englands angesiedelt. Der Ort ist heruntergekommen und die Menschen scheinen sich damit abgefunden haben. Irgendwie scheinen die Personen vereinzelt, selbst die familiären Bindungen wirken bemüht und oberflächlich. Etliche Familien, so auch die von Alec Nichols und seinem Sohn, hatten schon Verluste zu beklagen. Die Forensikerin Cooper Allen bringt in diese Stimmung hinein etwas frischen Wind, doch auch sie bleibt von der Düsternis nicht unbeeindruckt. Mit ihrer Erfahrung als Tierärztin versucht sie, zu entschlüsseln, was mit den Pferden geschehen sein könnte und wieso es so gekommen ist.

    Beim Lesen des Klappentextes denkt man, was für eine erfrischende neue Idee, eine Ermittlung von Tierleichen aus aufzuziehen und eine Tierärztin mit ins Team zu holen. Und so liest man zu Beginn gespannt, um zu erfahren, was zu den Tötungen geführt hat. Allerdings muss man schon nach relativ kurzer Zeit feststellen, dass man das Gefühl hat, der literarischen Herangehensweise des Autors nicht gewachsen zu sein. Die Handlung gestaltet sich, so jedenfalls der Eindruck, verworren und verwirrend. Man vermisst eine geradlinige Ermittlung, bei der sich verdichtende Hinweise zu einer schlüssigen Lösung führen. Vielleicht ist dieser Roman auch nicht als Kriminalroman gemeint, sondern eher als Gemälde einer untergehenden Stadt und deren Gesellschaft. Dann allerdings ist dieser Roman nur bedingt etwas für Krimileser. Vielleicht begeistert er in anderen Genres.

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Tiere wie wir

Buchseite und Rezensionen zu 'Tiere wie wir' von Christine M. Korsgaard
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Tiere wie wir"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:346
Verlag: Beck C. H.
EAN:9783406765452
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Rezensionen zu "Tiere wie wir"

  1. Was erlauben wir Menschen uns eigentlich?

    Klappentext:

    „Hat das Leben eines Tieres einen anderen Wert als das eines Menschen? Nein, sagt die Harvard-Professorin Christine M. Korsgaard und begründet in ihrem Buch "Tiere wie wir", warum Tiere nicht getötet oder benutzt werden dürfen. Sie belässt es aber nicht bei der abstrakten Analyse, sondern erörtert an konkreten Beispielen, warum die handelsüblichen Rechtfertigungen von Massentierhaltung und Tierversuchen moralisch unhaltbar sind. Ihr radikales Buch setzt einen neuen Maßstab in der Debatte und gilt als wichtigster Beitrag zur Tierethik seit Peter Singer.

    Christine Korsgaard setzt bei der Grundfrage an, was der Wert eines Lebens ist. In einer klar vorgetragenen, von Kants Moralphilosophie und einer Theorie des Guten nach Aristoteles ausgehenden Argumentation gelangt sie zu weitreichenden Schlussfolgerungen: Menschen sind nicht wichtiger als Tiere, und unsere moralische Natur macht uns Tieren auch nicht überlegen. Stattdessen ist es unsere Empathie, die uns erkennen lässt, dass Tieren als bewussten Wesen ebenso wie Menschen ein "Zweck an sich selbst" im Sinne Kants inne sind. Damit erweitert sie Kants Ideen einer moralischen Gemeinschaft grundlegend: Menschen haben nicht nur gegenüber Mitmenschen, sondern auch gegenüber Tieren moralische Pflichten. Anhand praktischer ethischer Fragen veranschaulicht die Philosophin schließlich, warum das Erniedrigen oder Töten von Tieren in keinem Fall moralisch gerechtfertigt ist.“

    Korsgaard‘s Worte gehen definitiv unter die Haut und Sie schlagen dieses Buch zu, und fragen sich nach dem ganzen Warum, aber keine Angst, sie werden nicht gleich zum Vegetarier, nur weil Sie dieses Buch lesen wollen/können/dürfen/möchten.

    Korgaard stellt sich gewissen Fragen gegenüber und beantwortet dieses extrem wort- und ausdrucksstark. Sie hat einen extrem hohen Drang, dem Leser ihre Meinung genauestens zu erklären, sie will dem Leser genau erläutern warum sie so denkt und dabei herausgekommen ist dieses geniale Buch, welches mehr als nachhallt. Korsgaard macht hier keine Gehirnwäsche oder ähnliches, sie zeigt sehr sachlich und fundiert auf, was es heißt das Menschenwohl und das Tierwohl zu vergleichen. Sie geht dabei auf viele bekannte Persönlichkeiten ein und erläutert Theorien aber auch Zukunftsvisionen. Die Autorin spricht hier Themen an, die eigentlich niemand gern hören will, wenn er gerade in sein Kalbsschnitzel beißt. Sie bohrt mit ihren Worten in keiner weiteren Wunde, aber sie gießt Salzsäure in bereits bekannte Wunden und genau das fand ich persönlich so bemerkenswert. Sie stellt so viele Fragen, das man manchmal das Buch einfach schließen musste, alles sacken lassen musste und gründlich darüber nachzudenken hatte. Dieses Buch fordert den Leser auf ganz besondere Art und es prägt einen bis ins Mark...5 von 5 Sterne!

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Der Tierheiler

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Tierheiler' von Robert Haas

Inhaltsangabe zu "Der Tierheiler"

Robert Haas ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Alles scheint in perfekten Bahnen zu verlaufen; doch dann gerät er in eine tiefe Lebenskrise. Er beginnt, seine Einstellung und seine Werte zu hinterfragen; er begegnet außergewöhnlichen Menschen; und er trifft eine mutige Entscheidung. Er beginnt ein neues Leben als Tierheiler!Dieses einzigartige Buch beschreibt die Geschichte eines Mannes, der einen Ruf erhält und ihm folgt, obwohl das erfordert, sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen. Er geht den Weg des Herzens, der ihn dazu führt, den vielen leidenden Tiergeschöpfen Heilung und Hilfe zu bringen.Tiere nehmen die heilenden Kräfte viel natürlicher und unverstellter auf als Menschen. Sie reagieren unmittelbar auf die Liebe, die ihnen gesandt wird. Und sie geben diese Liebe zurück. So ist das Heilen der Tiere zugleich auch ein Selbstheilungsprozess.Ein wunderbarer Bericht über die verschiedenen Möglichkeiten, um Tiere zu heilen; und eine faszinierende Dokumentation über die seelischen Kräfte im Tierreich. Tiere sind so viel wunderbarer und facettenreicher, als wir bisher angenommen haben!

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:200
EAN:9783894277925
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