Candide oder Der Optimismus von Voltaire

Buchseite und Rezensionen zu 'Candide oder Der Optimismus von Voltaire' von Guillaume Peris

Inhaltsangabe zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:30
EAN:
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Israel: Einführung in ein schwieriges Land

Buchseite und Rezensionen zu 'Israel: Einführung in ein schwieriges Land' von Carlo Strenger

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Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Format:Taschenbuch
Seiten:173
EAN:9783633542550
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Migration

Buchseite und Rezensionen zu 'Migration' von Hein de Haas
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Migration"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:512
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783103975345
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Rezensionen zu "Migration"

  1. Perspektivwechsel ?

    Kurzmeinung: Habe ich gerne gelesen!

    Hein de Haas ist Professor für Soziologie und Geographie in Amsterdam, überdies Professor für Migration und Entwicklung in Maastricht und leitet das International Migration Institut in Oxford. Seit mehr als dreißig Jahren beschäftigt er sich beruflich mit den Phänomenen der Migration. Er sollte also wissen, wovon er spricht und sein Sachbuch über Migration stützt sich auf Zahlen, Fakten und wissenschaftliche Studien und Erhebungen.
    Das wirklich erhellende Sachbuch über Migration ist genauso aufgebaut, wie es der Untertitel verspricht. Es wird eine These in den Raum gestellt, ein sogenannter Mythos, und danach wird erklärt „was wirklich dahintersteckt“. Hein de Haas schreibt absolut verständlich und wenn man ihm an der Präsentation seiner Thematik überaupt etwas vorwerfen könnte, dann wäre dies vielleicht die pädagogische Absicht, seinerzeit seinen Studenten und jetzt seinen Lesern durch häufige Wiederholungen etwas ins Gehirn zu hämmern! Ich gebe zu, dass mich diese Art der Didaktik genervt hat, denn ich habe schon beim ersten Mal begriffen, dass (die allermeisten) Migranten ihr Land nicht deshalb verlassen, weil sie arme Schlucker sind und verzweifelt irgendwo anders, egal wo, Hauptsache Westen, auf ein besseres Leben hoffen (das durchaus auch), sondern, dass sie gezielt auf die Nachfrage nach Arbeitskräften reagieren. Mit anderen Worten, Konjunktur schreit laut nach Arbeitskräften (und dann kommen sie; wenn auch mit einer gewissen zeitlichen Versetzung) und Rezession hält Migranten davon ab, ins Land zu kommen und/oder lässt sie wieder abwandern. Die Wirtschaft also bestimmt den Kreislauf von Kommen und Gehen, der jedoch behindert wird, wenn Einreisebeschränkungen Migranten davon abhält, auf Konjunkturschwankungen zu reagieren. Sie bleiben hauptsächlich dann im Land, legal oder illegal, wenn ihnen das Hin- und Herreisen verwehrt wird. Das ist das Wichtigste in Kürze und ich habe es so oft gehört in dem Buch dass ich es im Schlaf herunterbeten kann.

    Die „Mythen“ lauten: 1. Die Migration bricht alle Rekorde, 2. Unsere Grenzen sind nicht mehr sicher, 3. Die Welt steht vor einer Flüchtlingskrise, 4. Unsere Gesellschaft ist vielfältiger denn je 5. Migration lässt sich mit Entwicklungshilfe eindämmen, 6. Migration ist die verzweifelte Flucht aus dem Elend, 7. Wir brauchen keine ausländischen Arbeitskräfte, 8. Ausländer nehmen uns die Arbeit weg und drücken die Löhne, 9. Zuwanderung ist eine Gefahr für den Sozialstaat, 10. Die Integration ist gescheitert, 11. Massenmigration schafft Parallelgesellschaften, 12. Zuwanderung bringt mehr Verbrechen, 13. Migration führt zu Talentschwund, 14. Zuwanderung ist das Allheilmittel für die Wirtschaft, 15. Zuwanderung ist die Lösung für die alternde Gesellschaft, 16. Die Grenzen werden dichtgemacht, 17. Linke sind für, Rechte gegen Migranten, 18. Die Öffentlichkeit hat genug von Zuwanderung, 19. Menschenschmuggel ist der Grund für illegale Migration, 20. Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei, 21. Zuwanderung lässt sich durch Beschränkungen vermindern, 22. Der Klimawandel entfesselt eine Völkerwanderung.

    Der Kommentar:
    Es ist natürlich nicht so unkompliziert, wie es sich auf den ersten Blick ausnimmt oder anhört. Und man muss die Schlussfolgerungen Hein de Haas nicht eins zu eins übernehmen, trotzdem sind die aufgeführten Erhebungen dazu angetan, manchen Sachverhalt noch einmal zu überdenken.
    Was ich vor allem mitgenommen habe: Positiv - dass die Menschheit zwar den Zenit ihrer Vermehrung noch nicht überschritten hat, dass die Forscher aber damit rechnen, dass die Menschheit sich langfristig vermindert. Der Autor macht daraus die Hypothese, dass der ungehinderte Zugriff auf „eine sozusagen unbeschränkte Anzahl von Arbeitskräften (Arbeitsmigranten)“ und das Jammern darüber, sich alsbald (na ja bald) in ein Konkurrieren um den Zuzug von Arbeitsmigranten verwandeln wird. Bei den Fachkräften ist das ja längst so, aber Hein de Haas meint, dass dieses Phänomen sich bald (na ja bald) auf die gesamte Migration beziehen wird. Dies lässt aufhorchen: also werden wir uns bald danach strecken, dass Menschen zu uns kommen. Aber wie gesagt, „bald“ ist relativ.
    Negativ - dass Migration, selbst wenn sie in großem Maßstab erfolgt, hauptsächlich der Wirtschaft nützt, die Wohlhabenden, die Unternehmer und die Reichen davon im Übermaß profitieren, während „die Masse“ unter den damit einhergehenden gesellschaftssoziologischen Verwerfungen zu leiden hat, weil sie diese Verwerfungen nämlich ausschließlich zu schultern und zu tragen hat. Ja, das wissen wir. Und deswegen sind wir sauer.
    Hein de Haas macht die Politik für die allermeisten Missstände verantwortlich und verschweigt seine Ansicht nicht: die Politik geht mit seinen Arbeitskräften mies um und hofiert die Wirtschaft. Und so war es schon immer. Aber muss es immer so bleiben?

    Hilfreich finde ich bei den Betrachtungen von Hein de Hass, dass er den Blick von der Kurzsichtigkeit unseres Lebens auf einen langfristigen Zeitraum und Zusammenhang lenkt. Diesen Pespektivwechsel müssen wir uns insgesamt angewöhnen.

    Besonders bei der These, die Integration sei gescheitert, merken wir, dass eine langfristige Betrachtung die Resultate ändert. Auf die dritte und vierte Generation hin gesehen, geschieht Integration. Das ist Fakt. Sineb al Masar beschreibt dies in launigem Kontext in ihrem Buch „Sind wir nicht alle ein bisschen Alman“. Ob wir wollen oder nicht, schreibt sie, wir (die ehemaligen Migranten) sind bereits deutscher als wir denken. Übrigens: oft schafft es schon die zweite Generation. Und "alman" ist ein Platzhalter.

    Fazit: "Migration" ist ein Sachbuch, das mit populären Thesen hart ins Gericht geht und eine kritische Sicht auf Politikerparolen wirft. Versteht mich nicht falsch bei diesem Resümee: die Arbeit der Politiker ist wichtig, schließlich muss auch sie gemacht werden, trotzdem muss man genau hinschauen und hinterfragen. Ich gebe eine Leseempfehlung.

    Kategorie: Sachbuch. Soziologie. Migration.
    S. Fischer-Verlag, 2023

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Welt in Aufruhr

Buchseite und Rezensionen zu 'Welt in Aufruhr' von Herfried Münkler
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Welt in Aufruhr"

Spätestens seit dem Abzug westlicher Truppen aus Afghanistan und dem russischen Überfall auf die Ukraine wissen wir, dass die bislang geltende Ordnung an ihr Ende gekommen ist. Die Welt ist in Aufruhr. Doch wie wird sie sich neu sortieren, und wie wird sie im 21. Jahrhundert aussehen? Vor welchen Umwälzungen, Brüchen und Umbrüchen stehen wir? Eine auf Werten und Normen fußende Weltordnung durchzusetzen, übersteigt die Fähigkeiten des Westens. Die USA, einst «Weltpolizist», befinden sich trotz internationalen Engagements auf dem Rückzug; die UN, der man diese Rolle ebenfalls zugedacht hatte, blockiert sich selbst. Und die Europäer sind schlicht nicht imstande, eine Weltordnung zu hüten. Eine prekäre, risikoreiche Lage, in der auch ein Blick in die Geschichte und auf frühere weltpolitische Konstellationen hilfreich ist, um Hinweise auf die künftige, sich jetzt herausbildende Ordnung zu erhalten. Herfried Münkler zeigt in dieser gedankenfunkelnden geopolitischen Analyse, wo in Zukunft die Konfliktlinien verlaufen. Viel spricht dafür, dass ein neues System regionaler Einflusszonen entsteht, dominiert von fünf Großmächten. Wo liegen die Gefahren dieser neuen Ordnung, wo ihre Chancen? Wäre es ein austariertes Mächtegleichgewicht – oder Chaos? Und wie sollten sich Europa und Deutschland in den zu erwartenden globalen Auseinandersetzungen verhalten? Ein aufregender, Maßstäbe setzender Ausblick auf die Machtkonstellationen im 21. Jahrhundert.

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:528
EAN:9783737101608
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Rezensionen zu "Welt in Aufruhr"

  1. Grundlagen der Geopolitik

    Kurzmeinung: Interessante Schnupperstunde in die Geopolitik
    Herfried Münklers „Die Welt in Aufruhr“ ist eigentlich ein Buch über Grundlagen der Politikwissenschaft, bezogen auf die allgemeine Weltlage ever.
    Wir Leser betrachten mit Herfried Münkler die Überlegungen und Reflexionen Thukydides, einem griechischen Historiker, geschätzte Lebensdaten 454 v. Chr. bis 396 v. Chr., über den Pelopennesischen Krieg. In diesem grundlegenden Werk stellt Thukydides u.a. die Unterscheidung zwischen Anlass und (wirklichem) Grund eines Krieges anhand der damaligen Großmächte Sparta und Athen dar.
    Welches sind heute die Großmächte und sind sie zwingend die alles beherrschenden Mächte oder gäbe es theoretisch denkbar andere Konstellationen, rechnet Münkler das Gesagte in die Gegenwart. Welche thukydischen Grundwahrheiten gelten heute noch? Was ist die thukydische Falle?

    Wir betrachten auf ähnliche Weise Niccolò Machiavelli (1449- 1516) und sein Hauptwerk „Il Principe“. Bei Machiavelli geht es um Florenz als eine politisch modern geordnete Republik und um Italien, das droht, ein Spielball europäischer Mächte zu werden (Spanien und Frankreich) und seine Eigenständigkeit zu verlieren. Machiavelli zieht Parallelen zum Römischen Reich, seiner Blüte und seinem Untergang und plädiert zugunsten der Einheit und Souveränität Italiens für einen starken Mann an der Spitze. Absolutistisches Durchregieren, meint er, ist im Kampf um das Gesamte der einzige Weg.
    Diesem Weg folgen heute viele Staaten; je unruhiger die Zeiten sind, um so mehr Bürger sind bereit, ihre unveräußerlichen Menschenrechte einer Autokratie unterzuordnen.

    Schließlich beschäftigt sich Münkler noch mit Claus von Clausewitz (1780-1831), der sich in seinem Hauptwerk „Vom Kriege“ mit den Mechanismen desselben beschäftigt und sich mit den Napoleonischen Kriegen auseinandersetzt, die Europa überzogen. Clausewitz unterscheidet z.B. zwischen wirklichem und absolutem Krieg, was nichts anderes heißt, als dass es Kriege gibt, die von den Staatsoberhäuptern bzw. seinen Repräsentanten sowohl beschlossen wie auch ausgeführt werden (Staatsheer) und einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einem anderen Staat/Staaten, in der das gesamte Volk mobil ist.
    Auch Carl Schmitt (1888 – 1985), Jurist und Philosoph, aber auch NSDAP-Mitglied, wird meines Erachtens weitgehend unkritisch und unkommentiert, ein weiter Raum zugestanden. Befremdlich. Hier wären klärende Worte von Nöten gewesen!

    All diese theoretischen Reflexionen oller Denker oller Zeiten münden in die Überlegungen ein, wie die Welt heute beschaffen ist, wer das Sagen hat und wie die Ordnung dieser Mächte sei; momentan beobachten wir eine Fünferkonstellation: USA; Europa, Russland, China, Indien. Ist Konkurrenzdenken und Machtbestreben einhegbar und wie macht man das, wer oder was bleibt dabei auf der Strecke? (Der Mensch, wer sonst und die Natur).
    Wie diese Fünfe zusammenspielen und ob eine Welt ohne gegenseitige kriegerische Bedrohung überhaupt möglich sei, eher nein, sagen die Geopolitiker, damit beschäftigt sich das Buch im Grunde. Seine Tendenz fällt überaus negativ aus. Liest man dieses Buch beziehungsweise beschäftigt man sich intensiver mit Geopolitik muss man die Hoffnung auf einen dauerhaften Weltfrieden dahingeben, ja sogar auf einen zeitweisen. Das einzig denkbare, ist ein partieller Frieden.
    In seiner äußerst kurzen Zukunftsperspektive geht der Autor davon aus, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine verlieren wird und zieht einige Schlussfolgerungen. Leider zieht er das Gegenteil gar nicht erst in Betracht.

    Fazit: „Welt in Aufruht“ gibt hauptsächlich eine Einführung in die Geopolitik unter bestimmten Gesichtspunkten. Freilich verweilen wir drei Viertel des Buches in lange vergangenen Zeiten, bevor wir zu der aktuellen Lage kommen. Die ausufernde Beschäftigung mit Sparta-Athen, Rom-Florenz, etc. hätte durchaus kürzer ausfallen dürfen! Zu bemängeln wäre zudem das Fehlen eines Namensregisters mit Seitenangaben und eine Zeitleiste der wichtigsten genannten historischen Kriege. Der Stil ist dem Sujet angemessen.

    Kategorie: Sachbuch: Geopolitik.
    Rowohlt, 2023

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  1. Für eine entsprechend vorgebildete Leserschaft

    Das Cover ist ansprechend für ein Sachbuch. Der Titel hat mich erst einmal verwirrt, hiess doch eine kürzliche Ausstellung über Chagall genau so. Da ging es auch um Vertreibung und Verfolgung und eine andere Weltordnung. Nur in Bildsprache. Das hätte ich vermutlich einfacher verstanden als das Buch von Herfried Münkler. Ich kann nur einen Eindruck von dem Buch wiedergeben, gelesen wie ein Sachbuch, das ich sonst zu einem Thema anschaue, habe ich es nicht. Dazu ist es zu umfangreich und zu speziell.
    In den ersten Kapiteln hatte ich manchmal den Eindruck etwas zu verstehen, einen Gedankengang oder historischen Umstand den ich selbst als Bürger miterlebte. Meist jedoch ist es beschwerlich einen Satz zu verstehen in dem viele Fremdworte vorkommen, die man schon mal gehört hat und auch einzeln aus dem Zusammenhang problemlos einfügen kann ohne nachzuschlagen. Tauchen aber bis zu zehn solcher Begriffe in einem Satz auf, dann bin ich echt überfordert. Trotz guter Schulbildung ist das Buch zu hoch für mich. Als Überblick und zum Sortieren der aktuellen Lage für ein entsprechendes Publikum sicher ein Meilenstein.

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Warum wir nicht durch Wände gehen*

Buchseite und Rezensionen zu 'Warum wir nicht durch Wände gehen*' von Florian Aigner
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Warum wir nicht durch Wände gehen*"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:264
EAN:9783710606892
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Rezensionen zu "Warum wir nicht durch Wände gehen*"

  1. Dieses Buch ist kirschig

    Das Buch ist kirschig .

    Ja, Sie haben richtig gelesen, es ist kein Rechtschreibfehler, den Ausdruck " kirschig" liest man häufiger im Buch und ich habe mehrmals richtig laut lachen müssen. Die Ausdrucksweise des Autors ist so wundervoll.
    Ich habe die Quantenphysik nicht verstanden , aber trotzdem verstanden, was laut Autor ein Indiz dafür ist, dass ich es verstanden habe.
    Die Thematik ist natürlich stark vereinfacht, es gibt keine Formeln im Buch , oder physikalische Theoreme, alles ist sehr entspannt und absolut genial erklärt. Zum Beispiel:"Normalerweise beeinflussen Dinge einander durch direkten Kontakt. Das Katzenfutter ist nicht mehr im Napf, weil es direkten Kontakt zur Katze hatte." Ich habe so lachen müssen, jeder kann sich diese Erklärung vorstellen, etwas damit anfangen und die Thematik dadurch verstehen. Das ganze Buch ist mit solch wundervollen Erklärungen gespickt, dazu noch witzige Skizzen und ein Autor, der seine Berufung liebt.
    Vor kurzem habe ich das Buch: "Der Ursprung der Zeit" Von Stephen Hawking gelesen, und dieses Buch war der absolut wundervolle Kontrast dazu. Beleuchtet Hawking die Quantenphysik in Zusammenhang mit dem Universum, geht es bei Herrn Aigner um die winzigsten Teilchen, die man sich nur vorstellen kann.
    Der Schreibstil ist wie gesagt absolut klasse, und dieses Buch wandert auf meiner" Muss man gelesen haben" Liste seeeeehr weit nach oben. Und das für ein Sachbuch über theoretische Physik? Yes. Ich liebe diese Thematik der Quanten, auch wenn ich es nie verstehen werde, als Physikniete mit Dyskalkulie, dieses Buch verursacht tatsächlich Glücksgefühle und Lachanfälle, so toll ist es geschrieben. Ja , und es ist kirschig :

    "Eine Kirsche hat im Raum einen bestimmten Aufenthaltsort. Dort ist der Raum kirschig. Gleich daneben ist er absolut unkirschig. "

    " Das ist ein seltsamer Gedanke, dass sich zwei verschiedene Dinge am selben Ort aufhalten können. Ein bestimmter Punkt des Raumes kann gleichzeitig elektronig und atomkernig sein, oder gleichzeitig photonig und neutrinoerfüllt- genau wie zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig Mittwoch und Oktober sein kann."

    Versteht jeder , oder?

    Ich jedenfalls kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Eins der ganz seltenen" ich würde gerne sechs Sterne vergeben" Bücher. Da das leider aus Gleichstellungsgründen nicht geht, * grins, gebe ich fünf Sterne , da aber jeder Stern aus Atomkernen , Elektronen, .....ach rechnet einfach selber nach...

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Kannibal. Jagdrausch: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Kannibal. Jagdrausch: Kriminalroman' von Mark Benecke
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kannibal. Jagdrausch: Kriminalroman"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:208
Verlag: Benevento
EAN:9783710901577
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Rezensionen zu "Kannibal. Jagdrausch: Kriminalroman"

  1. Absolut Gelungen

    Der 2. Kriminalroman von Mark Benecke ist da!

    "Kannibal- Jagdrausch" wird am 23.02.2023 veröffentlicht.

    Der Autor in Bayern 1970 geboren, hat an der Uni Köln Biologie und im Nebenfach Psychologie studiert. Sein Studium schloss er mit Summa Cum Laude ab.
    Nach jahrelangen Ausbildungen im In - & Ausland ist er nun, über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt für seine kriminologische Expertise.

    Zum Inhalt:
    Berlin, es wurde en Koffer mit grausigem Inhalt gefunden:
    Menschliche Knochen.
    Um den Fall aufklären zu können; holen sich die Behörden Unterstützung von Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke.
    Schon bald glauben beide, dass es sich hier um einen Fall von Kannibalismus handeln könnte.
    Becker versinkt förmlich in seinen Nachforschungen.
    Janina ist besorgt. Wird sie Becker stützen können? Werden beide den Täter stellen bevor er weitere Taten begehen kann?

    Mein persönliches Leseerlebnis
    Ich halte die wirklich sehr schön gestaltete; gebundene Ausgabe in meinen Händen. Das Buch durfte ich schon vorab lesen.
    Das gesamte Cover zeigt mittels "Comic"-artiger Zeichnungen,auf dunklem Grund eine Horrorküche.
    Vollgepackt mit "Zutaten" wie z.Bsp.: Knochen, Würmern, Ratten usw. Diese kommen in farbenfrohem Design daher.
    Der auf naiver Kunst basierende Stil zieht sich dominant über den gesamten Buchumschlag.
    Diese Darstellungsweise macht mich neugierig und ich habe echt Lust auf dieses Buch.

    Aufbau, Personen, Spannung:
    Der knappe, präzise Schreibstil beeindruckt mich gleich zu Beginn.
    Die liebevoll gestalteten Embleme zur Kapiteleinteilung vermitteln den Eindruck von echter Wertschätzung & Detailorientierung.

    Mit wenigen Worten erzählt Benecke die komplette Geschichte.
    DIe Vorstellung seiner Protagonisten ist sorgfältig aufgebaut und es fällt mir leicht die Charaktere im weiteren Verlauf zu identifizieren.
    Die Handlung ist während etwas 2/3 des Buchs durchwoben von ein stetig steigender Spannung, der ich nur zu gern folge.
    Ich fiebere mit Becker mit und kann es kaum erwarten, den Täter und seine Motive kennenzulernen.
    Das letzte Drittel präsentiert ein sehr spannend aufgebautes Finale, dass einige Überraschung parat hat.

    Zusammenfassung:
    Ein wirklich gelungener Kriminalroman, der über ein Phänomen & Nische in der forensischen Psychiatrie berichtet und mit jeder Seite noch interessanter wurde.
    Becker hat mich in seinen Sog ins das Verbechen mitgenommen und ich fand mich Seite an Seite mit ihm und Janina.
    Ich war etwas skeptisch als ich den Klappentext gelesen hatte.
    War ich mir doch nicht sicher, ob es nicht gar ein reißerisch aufgepeppter Krimi wird, der nur eines kann nämlich schockieren?
    Ich lag mit meiner ersten Einschätzung gründlich falsch.

    Dieser Krimi ist gut lesbar und öffnete mir die Augen für diesen Randbereich menschlichen Mordens.

    Fazit:
    Ich bin sehr von diesem Gesamtwerk beeindruckt und vergebe aufgrund des rundum gelungenen Buchs, ausgezeichnete 5*Lesesterne.
    Dieser Kriminalroman brilliert nicht nur mit seiner Geschichte. Auch die Hintergrundinformationen und die künstlerische Ausgestaltung wird bestimmt viele Leser begeistern können.

    ISDN: 978-3710901577
    Verlag: Beneveto
    Formate: Hörbuch, elektr. Format und Gebundene Ausgabe

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Weniger ist mehr

Buchseite und Rezensionen zu 'Weniger ist mehr' von Jason Hickel
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Weniger ist mehr"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
Verlag: oekom verlag
EAN:9783962382841
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Rezensionen zu "Weniger ist mehr"

  1. Ansichtssache - 2,5 Sterne

    Klappentext:

    „Jason Hickel rechnet mit dem Kapitalismus ab: Statt alle Menschen aus den Fängen der Armut zu befreien, hat unsere Art zu wirtschaften ein Leben voll künstlicher Verknappung, sozialer Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung hervorgebracht – angetrieben von einer Elite, die immer reicher wird.

    Hickel ist überzeugt: Wenn wir das Anthropozän überleben wollen, müssen wir den Kapitalismus hinter uns lassen. Die Alternativen heißen jedoch weder Kommunismus noch radikaler Verzicht. Es geht vielmehr darum, die reale Wirtschaft in ein System zu transformieren, das zum Wohle aller Menschen agiert und unsere Lebensgrundlagen nicht zerstört. Hickel schlägt für diesen Umbau konkrete Schritte vor und liefert nebenbei einen bemerkenswerten Beitrag zu der Frage, wie der Schutz unseres Planeten sozial gerecht umgesetzt werden kann.“

    Tja…Jason Hickel hat halt eine Ansicht, die ich nicht unbedingt teile, dennoch war es interessant zu lesen, wie er andere Menschen von seiner Denkweise überzeugen möchte. Er ist selbst ein sehr von sich überzeugter Autor - ist ja auch ganz „nett“ aber man sollte auch dennoch offen für andere Meinungen sein. Das wird bei Hickel schwierig. Seine Gedanken und, nennen wir es „Wünsche“, liest man mit gewisser Neugier. Er lässt einem einen gewissen Platz für eigene Gedanken beim lesen aber dennoch überlädt er den Leser immer mit seiner Einstellung. Wer will sich denn in seinen Freiheitsrechten gern einschränken lassen? Bzw. nach Hickels Ansicht wurden in den letzten 500 Jahren alles immer nur noch „falscher“ gemacht als wir es eben nur machen konnten - Ansichtssache und genau da liegt der Knackpunkt. Das Buch wird seine „Freunde“ und seine „Feinde“ finden. Ich schwimme mittendrin und vergebe deshalb 2,5 von 5 neutralen Sternen. Wenn Hickel etwas offener wäre und auch mal andere Meinungen in seine Ansichten einfließen lassen würde, wäre es mich Sicherheit noch etwas spannender…

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Kafka-Kurier

Buchseite und Rezensionen zu 'Kafka-Kurier' von Roland Reuß

Inhaltsangabe zu "Kafka-Kurier"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:44
Verlag: Wallstein
EAN:9783835335110
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Miteinander reden, Band 3

Buchseite und Rezensionen zu 'Miteinander reden, Band 3' von  Friedemann Schulz von Thun

Inhaltsangabe zu "Miteinander reden, Band 3"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Format:Taschenbuch
Seiten:400
EAN:9783499605451
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Viral. Blutrausch: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Viral. Blutrausch: Kriminalroman' von Mark Benecke
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Viral. Blutrausch: Kriminalroman"

Diskussionen zu "Candide oder Der Optimismus von Voltaire"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag: Benevento
EAN:9783710901409
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Rezensionen zu "Viral. Blutrausch: Kriminalroman"

  1. 3
    14. Apr 2022 

    Die bleiche Tote

    Zwei junge Jogger stolpern förmlich über eine weibliche Leiche. Die herbeigerufene Kommissarin Christine Peterson kann trotz ihrer langjährigen Erfahrung nicht unbeteiligt bleiben. Wenn so junge Menschen eines wohl unnatürlichen Todes sterben, muss sie einfach herausfinden, wer dafür verantwortlich ist. Der Toten soll Gerechtigkeit widerfahren, wenn sie schon nicht geschützt oder gerettet werden konnte. Doch es gibt nicht viele Spuren, außer dass die Verstorbene kaum noch Blut im Körper hatte. Peterson ruft deshalb ihren ehemaligen Kollegen Bastian Becker als Berater ins Team. Nach der Sache damals hat er die Polizei verlassen. Seine unkonventionelle Denkweise scheint seine Mitarbeit für diesen Fall besonders wertvoll zu machen.

    Der Kriminalbiologe Mark Benecke präsentiert hier seinen ersten Kriminalroman. Dafür hat er ein interessantes Team zusammengestellt. Die erfahrene Kommissarin Christine Peterson, ihre junge und forsche Kollegin Alina Brinkmeier und als externe Berater Bastian Becker und seine Partnerin Janina. Ein cooles Team, das für die unterschiedlichen Ansätze und Herangehensweisen steht. Verschiedene Blickwinkel sind genau das, was in diesem Fall wichtig zu sein scheint. Warum hatte das Opfer kaum noch Blut im Körper? Inwieweit ist die Art, wie die Leiche abgelegt wurde, von Bedeutung? Der Gedanke liegt nahe, dass weitere Opfer zu befürchten sind. Sollte es eine Spur in die Subkultur geben?

    Mit Kommissarin Peterson und ihren Mitstreitern betritt ein sympathisches neues Team die Welten der Kriminalromane. Die bodenständige Kommissarin versteht es, ihre Kollegen anzuleiten und gleichzeitig für Ideen offen zu sein. Auch wenn der Fall etwas vorhersehbar wirkt und die Stadt ruhig genauer verortet werden könnte, so ist es doch spannend, wie das Team an die Ermittlung herangeht und mit welcher Gewieftheit es auch ungewöhnlichen Spuren nachgeht. Dabei erweist sich gerade Becker als Bereicherung für die Untersuchung, weil er sich nicht beirren lässt. Auch wenn noch etwas Luft nach oben ist, heißt man dieses neue Team, das sich hier zusammenfindet, doch gerne willkommen.

    3,5 Sterne

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