kreativ. Die Kunst zu sein

Buchseite und Rezensionen zu 'kreativ. Die Kunst zu sein' von Rick Rubin

Inhaltsangabe zu "kreativ. Die Kunst zu sein"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:416
Verlag: O.W. Barth
EAN:9783426293393
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Paukenschläge aus dem Paradies: Erinnerungen

Buchseite und Rezensionen zu 'Paukenschläge aus dem Paradies: Erinnerungen' von Heddi Feilhauer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Paukenschläge aus dem Paradies: Erinnerungen"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
EAN:9783869152868
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Rezensionen zu "Paukenschläge aus dem Paradies: Erinnerungen"

  1. Ein Leben abseits der Konventionen

    Virginia Woolf sagte über Ethel Smyth: "Sie ist vom Stamm der Pioniere, der Bahnbrecher. Sie ist vorausgegangen und hat Bäume gefällt und Felsen gesprengt und Brücken gebaut und so den Weg bereitet für die, die nach ihr kommen.“

    Dieser Satz von Virgina Woolf charakterisiert Ethel Smyth sehr genau. Ethel Mary Smyth (1858 -1944) stammt aus einem guten Haus, wird von Gouvernanten zu Hause erzogen und mit ihr fünf Schwestern und einen Bruder. Schon früh erweist sie sich als Sturkopf und setzt im Alter von 19 Jahren konsequent ihren Wunsch durch,
    Komponistin zu werden, zunächst gegen den Willen ihrer Eltern. Doch nach einem Hungerstreik bekommt sie die Erlaubnis, ihre Idee um zusetzen, was bisher hauptsächlich nur Männer dürfen.

    Mit Erfolg wird sie eine der ersten professionellen Komponistinnen des modernen Europas. Ihr Werk „Der Wald“ wird in großen namhaften Konzernhäusern wie in der Royal Albert Hall und der Hofoper Berlin uraufgeführt. Und es folgen weitere Opern.

    Zu Deutschland entwickelt Smyth eine enge Beziehung. Es hindert sie jedoch nicht daran, schonungslos die Leipziger Spießigkeit zu kritisieren.

    „Die kleinen Brötchen waren mein Manna und der Kaffee, dünn wie ihn die Leipziger liebten, mein Nektar, sogar die sanitären Modalitäten empfand ich als gerade noch angemessene Variante des Lokalkolorit, und auch das kleine, kalte Rinnsal, das die Place de Repos aus dem Wasserhahn in der Küche offenbar von der Stadtverwaltung zugeteilt bekam, zeigte in meinen abgehärteten Jugendtagen keine negativen Folgen.“ (S. 37)

    Eindrucksvoll überwindet sie mit großer Entschlossenheit alle gesellschaftlichen Hürden. Sie kommt in Kontakt mit Clara Schumann, Edvard Grieg, Johannes Brahms, Peter Tschaikowsky und vielen mehr.

    Doch nicht nur in der Opernwelt macht sie sich, trotz aller damaligen Widerstände gegen weibliche Komponisten, einen Namen, auch politisch ist sie aktiv. Sie tritt den Suffragetten bei und aus ihrer Feder stammt die Suffragetten-Hymne "The March of the Women". Ihre politischen Ziele verfolgt sie konsequent, genauso wie ihre beruflichen Ambitionen. Dabei scheut sie auch vor einer Haftstrafe nicht zurück.

    Ihr Erfolg wird unterbrochen, als der Krieg ausbricht. Dann geht ihre Bank pleite. Ihre Hörprobleme nehmen zu, bis sie ganz ertaubt.

    „Was meine Hörprobleme betrifft, so glaube ich, dass sie schon sehr lange latent vorhanden waren“ (S. 209)

    Ihre Erinnerungen sind angereichert mit Witz, Charme und Selbstironie.

    Das Werk gliedert sich in zwölf Kapitel. Ein Epilog und Anmerkungen der Hausgeberin und Übersetzerin runden die Aufzeichnungen ab.

    Heddi Feilhauer hat unter dem Titel „Paukenschläge aus dem Paradies“ die Erinnerungen von Ethel Smyth in einer Neuerscheinung zusammengefasst. Sie präsentiert Ethel Smyth als eine starke Frau.

    „Wo immer ihrer gedacht wird, in welcher Form auch immer, sind Menschen erstaunt, wie vielfältig die Begabung und Facetten dieser außergewöhnlichen Frau sind: Komponistin und Dirigentin, unermüdliche Netzwerkerin, Schriftstellerin und Suffragette, die offen lesbisch oder unverheiratet mit einem Partner lebte.“ (S. 235)

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Der Pole: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Pole: Roman' von J.M. Coetzee

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Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:144
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783103975017
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Dream and Dare

Buchseite und Rezensionen zu 'Dream and Dare' von Sarah Stankewitz
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Dream and Dare"

Format:Broschiert
Seiten:416
Verlag: Forever
EAN:9783958187238
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Rezensionen zu "Dream and Dare"

  1. wundervoll

    Vielen dank, Sarah Stankewitz, für dieses Buch. Diese Gefühle, die tollen Charaktere und überhaupt, danke für den Sonntag, den ich mit diesem Buch verbringen durfte, denn ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Am liebsten würde ich genau diese zwei Sätze als Rezension stehen lassen, weil es alles aussagt, was ich über das Buch denke. Aber da das einigen Plattformen nicht ausreicht:

    Das Cover ist schlicht und schön. Es passt optisch zu den Vorgängern, was ich immer sehr gerne habe. Der Schreibstil war auch wieder super einfach und schnell zu lesen. Ich mochte es sehr, dass in den Büchern beide Hauptcharaktere zu Wort kommen und ihre Geschichte aus ihrer Sicht erzählen. Man erhält so viel mehr Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere, die ich einfach nur Liebe. Sie sind gut gezeichnet und man kann alles wunderbar nachvollziehen. Danke, dass aus der Sache mit dem Notizbuch kein super krasses Drama gemacht wurde, wobei ich mich schon gefragt habe, warum Isaac das zu einfach hinnimmt und nicht ein kleines bisschen mehr ausflippt, wo doch seine Gefühlswelt in diesem kleinen Büchlein steckt. Vielleicht einfach nur durch diese eine Sache abgestumpft. Egal. Es sind nur Kleinigkeiten an die ich mich störe. Denn ich glaube, Hopes Instagram wäre bestimmt etwas mehr durch die Decke gegangen.

    Egal, ich liebe dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen, es zu lesen!

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Born to Run

Buchseite und Rezensionen zu 'Born to Run' von Bruce Springsteen

Inhaltsangabe zu "Born to Run"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:592
Verlag: Sonia Draga
EAN:9788381101011
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Flüchtig: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Flüchtig: Roman' von Hubert Achleitner
3.8
3.8 von 5 (5 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Flüchtig: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:368
EAN:9783442491537
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Rezensionen zu "Flüchtig: Roman"

  1. Wenig innovativ

    Dieses Buch fängt vielversprechend an. In einem sehr schönen Erzählstil, mit Humor und Raffinesse, erfährt man von Maria, die mit Mitte 50 ihr gesichertes Leben hinter sich gelassen hat und obendrein noch verschwunden ist. Man freut sich auf Originelles und Rätselhaftes und muss dann direkt im zweiten Kapitel die Vollbremsung einlegen. Da wird weit ausgeholt, Familie, Jugend, Eltern, Umfeld eines jeden Protagonisten, ob wichtig oder nicht, wird gründlich beleuchtet, bis man so gegen Seite 80 den Faden wiederfindet.

    Der Autor ergeht sich in ausführlichen Betrachtungen der Welt der 70er Jahre und hat sicherlich recht, genau so war es, aber wer möchte das wissen? Wer alt genug ist, dabei gewesen zu sein, der weiß es schon und wer jünger ist, den interessiert es nicht sehr und der hat auch wenig Lust zu googeln, wer Leonhard Coen wohl sein mag.
    Dann kommt Herwig daher, Lehrer, 60, sieht aber keinen Tag älter aus als 50, trägt die berühmten abgewetzten Cordhosen, die man einst so trug als Intellektueller, die alle kennen, die sie miterlebt haben, die aber seit 30 Jahren im Straßenbild nicht mehr auftauchen. Der Eindruck drängt sich auf, hier ist ein Autor doch sehr im vergangenen Jahrhundert verhaftet, auch wenn seine Protagonisten Smartphones bedienen.

    Ist das durchstanden, geht Maria endlich auf ihren Selbstfindungstrip und, man staunt, stolpert prompt über ein Hippiefestival. Ich möchte nicht behaupten, dass es die heute nicht mehr gibt, das mag sein, aber sie sind nachweislich rar. Fast möchte man Maria um ihr Glück beneiden, würde es sie in irgendeiner Form weiterbringen. Leider sieht sie es wohl eher touristisch. Haben wir das auch erlebt, abgehakt, Foto, weiter.

    Was eine Reise zu sich selbst sein sollte, wird hier zur Farce. Weitgehend unreflektiert hakt Maria alle Stationen ab, die gemeinhin zur Selbstfindung dienen, erlebt sie aber nicht. Stattdessen werden Lebensweisheiten zum Besten gegeben, hübsch formuliert, aber schon lange nicht mehr neu.

    Hier kann jemand schreiben, leider hat er nichts Besonderes zu erzählen.
    Im Verlauf des Buches schießt auch noch der eigentlich schöne Stil, immer öfter über das Ziel hinaus und wird blumig. „…der Segen des Mutterglücks verlieh ihr eine zeitlose Reife…. Sie war von exotischer Anmut und hatte das Leuchten eines blühenden Kirschbaums.“

    Mit diesem Buch liefert der Autor recht passabel seine Gedanken zum Thema Älterwerden, nur sind die weder neu noch innovativ. Es wird vermutlich sein Publikum finden, ich fand es eher altbacken und klischeehaft.

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  1. Ein faszinierendes Debüt

    MEINE MEINUNG
    Mit seinem Roman „flüchtig“ hat der der Österreicher Hubert Achleitner ein faszinierendes und tiefgründiges Debüt vorgelegt, das mich den berührenden und nachdenklich stimmenden Momenten aber auch seinem frischen Erzählstil sehr begeistern konnte. Hubert Achleitner ist den meisten eher als kreativer Musiker und Künstler Hubert von Goisern bekannt, hat einst den sogenannten „Alpenrock“ salonfähig gemacht erfunden und erfreut sich immer noch einer großen Fangemeinde im deutschsprachigen Raum.
    Der Autor nimmt uns in seiner beschwingten, mitreißenden und wundervoll warmherzig erzählten Geschichte mit auf einen ereignisreichen und abenteuerlichen Roadtrip, der die Figuren von den österreichischen Bergen über etliche Zwischenstopps wie einem friedvollen Hippiecamp in den Alpen bis nach Nordgriechenland führen wird.
    Die fesselnde Geschichte um die 55-jährige Hauptfigur Maria, die ihrem eingefahren Leben entflieht und von heute auf morgen in den Süden flüchtet, lässt Achleitner weitgehend von der Nebenfigur Lisa, einer Reisebekanntschaft und späteren Freundin Marias, rückblickend aber keineswegs chronologisch erzählen. Zudem streut er aber auch immer wieder weiterführende Passagen aus Sicht eines allwissenden Erzählers ein. So erfahren wir über Zufallsbekanntschaften und bedeutsame Begebenheiten während ihrer gemeinsamen Reise, lernen in verschiedenen Episoden Marias Ehemann Herwig und Auszüge aus ihren bewegenden Lebensgeschichten aber auch eine ganze Menge interessante, mal mehr und mal weniger wichtige Nebenfiguren kennen. Nach und nach erhalten wir immer mehr Einblicke in die Gründe für Marias plötzliche Flucht aus ihrer unglücklichen, festgefahrenen Ehe und einem unerfüllten Leben. Ihre Reise wird zu ihrer persönlichen Suche nach dem Sinn des Lebens, einem emotionalen Trip in ihr Seelenleben, und lässt sie schließlich sich selbst finden.
    Überhaupt scheinen sich in dieser berührenden Geschichte viele Figuren auf einer Art Flucht zu befinden – vor dem derzeitigen Leben, vor schmerzvollen Erfahrungen, vor Verantwortung, vor sich selbst. Alle sind sie auf der Suche nach ein bisschen Glück, Freiheit, Liebe und Anerkennung, angetrieben von hoffnungsvollen Träumen nach einem anderen, besseren, erfüllteren Leben. Immer wieder greift der Autor den Begriff „flüchtig“ als eine Art Leitmotiv in der Geschichte auf und zeigt spielerisch seine unterschiedlichen Bedeutungen auf.
    Die vielschichtige und sehr liebevolle Charakterisierung der interessanten, teilweise recht eigenwilligen Figuren mit all ihren Ecken und Kanten ist dem Autor hervorragend gelungen. Sehr gut konnte ich mich in ihr Innenleben hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Schade ist nur, dass sich die Geschichte durch die Vielzahl an eingeführten Charakteren fast ein wenig von der Hauptfigur Maria abzuwenden scheint.
    Achleitner versteht es, besondere Stimmungen sehr feinfühlig einzufangen und immer wieder eine unnachahmliche Atmosphäre heraufzubeschwören. Insbesondere die Naturgewalten ziehen sich als roter Faden durch die Handlung und scheinen bisweilen, die Geschicke der Charaktere zu leiten. Und natürlich spielt auch die die Musik eine wichtige Rolle in diesem Roman. Die vielen musikalischen Verweise und die vielen eingestreuten Musiktitel, die als eine Art Playlist die Handlung durchziehen, sind sehr schön in die Geschichte eingewoben und verleihen dem Roman das gewisse Etwas.
    FAZIT
    Ein faszinierendes, sehr gelungenes Debüt mit einer bewegenden, tiefgründigen Geschichte über die Liebe, Sehnsucht, die Suche nach Glück und einem erfüllten Leben. Lesenswert!

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  1. Ich breche eine Lanze für den leisen Roman!

    Kurzmeinung: Sehr zärtlich und österreichisch. Love it!

    Hubert Achleitner ist meist unter seinem Pseudonym Hubert von Goisern unterwegs. Er ist Musiker, aber eigentlich ein Allroundkünstler. Nun hat er ein Buch geschrieben. Und dieses Buch ist gut.

    Die Handlung ist zwar einfach. Maria, fünfundfünzig, leitende Bankangestellte, ist mit Wig verheiratet, einem tollen, kiffenden Lehrer. Pscht, das darf keiner wissen, sonst fliegt er. Eines Tages, aus Gründen, leert sie das gemeinsame Bankkonto, wirft ihrem Chef die Kündigung vor die Füße und verschwindet. Wortlos. Spurlos.

    „flüchtig“ ist ein leises Buch. Ein Buch, das mit Zärtlichkeit geschrieben ist und mit solcher gelesen gehört. Es passiert nicht allzuviel, wenngleich der Leser sowohl aus dem Leben wie auch die Handlungsmotive einiger Menschen erfährt. Manches wird ausgeleuchtet, manches nur angerissen.

    „flüchtig“ ist eine Alltagsgeschichte. Eine, die Widerhall findet im Herzen derer, die auch gern mal alles hinschmeißen wollen. Und es ist eine Geschichte für Langverheiratete oder Langverpaarte, die wissen, dass der Alltag einfach sein muss, aber seine monotonen Tücken hat. Wie das Leben selber halt.

    Was an „flüchtig“ bezaubert, ist sein Stil und seine Klugheit. Wie gut, dass das Lektorat nicht alle sprachlichen Österreichereien herausgestrichen hat, das macht den Roman authentisch und eigen Es ist sicher ein Roman, der heimatverbunden ist, obwohl er nach Griechenland reist.

    „Eintausend Jahre waren für die fünfundzwanzige Lisa nur unwesentlich weniger entfernt als der Urknall“. Für solche Sätze liebt die geneigte Leserin den Roman.

    Fazit: Eine Alltagsgeschichte oder eine Ausbruchsgeschichte, so charmant geschrieben, in einfühlsamen Sprachbildern und treffenden Lebensbeobachtungen und Lebensbemerkungen, leise, mit unspektakulärem Ende, was dann aber doch passt.
    (Phrasen, Floskeln: keine. Es geht völlig ohne jeden Luftschnapper!).

    Kategorie: Belletristik
    Verlag: Paul Zsolnay, 2020

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  1. Ein Glas voll Murmeln

    Maria und Herwig, seit mehr als dreißig Jahren sind sie verheiratet. Sie hat einen guten Job bei der Bank und hält sich mit Sport fit. Er ist Lehrer, progressiv, Musikliebhaber, raucht heimlich den einen oder anderen Joint und ist verliebt in eine junge Kollegin Nora. Doch eines Tages kündigt Maria ihren Job, nimmt ihre Ersparnisse, das Auto und verlässt Herwig. Ohne Worte des Abschieds und ohne Hinweise auf ihren Verbleib.
    Hubert Achleitner schreibt in „flüchtig“ über die Löslichkeit langjähriger Beziehungen. Besser bekannt ist der Autor als Hubert von Goisern, stilübergreifender Musiker und großartiger Liedermacher. Seine musikalische Affinität spiegelt sich in seinem Debütroman wieder. „Heast as net“ war einer seiner größten Erfolge, wo ganz wenige Worten ganz große Stimmung erzeugen. Mit diesem Buch ging es mir ganz anders. Die Protagonistin ist Mitte fünfzig, steht am Wendepunkt ihres Lebens, trifft die Entscheidung für einen Neuanfang. Diese Frau könnte mir so nahestehen, doch ich konnte nicht hören, was sie zu sagen hatte.
    Eva Maria Magdalena, wie die Protagonistin mit vollem Namen heißt - diese religiöse Dreifaltigkeit des Namens ist nicht zufällig - macht sich auf die Suche. Weg aus dem Alltag, der belanglosen Gewohnheit, weg von einem Mann, der einer anderen seine Liebe gesteht. Ihre Reise führt sie bis nach Griechenland, wo sie Ioannis kennenlernt, letztlich wieder bei einem Mann landet.
    „…inzwischen habe ich die Wohnung schon zweimal aufgeräumt, gekehrt, gewischt, die Terrasse und die Fenster geputzt, die ganze Wäsche gewaschen, gebügelt…Ich habe alles repariert, was kaputt war…..und alles entsorgt, was sich nicht mehr reparieren ließ. Aber Ordnung ist flüchtig. Ich muss mich also beeilen mit dem Schreiben, bevor sich von neuem Staub über die Dinge legt und sie nach mir zu rufen beginnen.“
    Es ist nicht nur Maria, die sich in diesem Roman auf die Suche macht. Da sind Nora, die Tramperin Lisa (die auch einleitende als Ich-Erzählerin fungiert, bis der Autor später zu einer neutralen Erzählform wechselt), der Grieche Ioannis mit seinem Großvater, der Mönch, Hereigs Vater. Und natürlich Herwig, der in meinen Augen das Abziehbild eines „man after midlife“ schlechthin ist.
    Die Personen, die direkt oder indirekt Marias Weg kreuzen, sind alle von etwas getrieben, haben Wünsche und Sehnsüchte. Haben ihre eigene Geschichte und hier gerät Hubert Achleitner beim Erzählen sehr gerne vom Hundertsten ins Tausende. Er ergeht sich in geschichtliche, religiöse, mystische, musikalische Betrachtungen. Vom zweiten Weltkrieg, verschollenen Großvätern, griechischem Widerstand, dem Schicksal sudetendeutscher Flüchtlinge. Von einer Geburt in einer Gondel bei Talfahrt und dem Berg Athos als Ende einer Reise. Von samischen Klängen über Leonard Cohen, André Heller bis zu Mikis Theodorakis. Und immer wieder Glaube, göttlicher Ruf und Berufung.
    Ein Wunsch und eine Sehnsucht war es lange Zeit für den Musiker auch einen Roman zu verfassen. Diesen Wunsch hat sich Hubert Achleitner mit dem Roman „flüchtig“, erfüllen können. Musikalisch ist Hubert von Goisern einer, der innovativ Grenzen überschreitet. Hubert Achleitner hat auch literarisch sehr viele gute Ideen. Doch wenn gute Ideen wie Murmeln sind in einem Glas, das umfällt: Sie rollen in alle Richtungen davon und lassen sich nur mühsam wieder aufklauben.

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  1. Verschwunden

    Was ich bis jetzt nicht wusste - bei dem Autor handelt es sich um Hubert von Goisern. Das macht für mich das Buch noch einmal mehr zu etwas besonderem und ich muss sagen, ich bin insbesondere auf Grund des emotionalen Tiefgangs sehr überrascht.

    Wo ist Maria? Job gekündigt und Auto weg - das würde zumindest darauf hindeuten, dass sie am Leben ist und einen Plan hat. Dennoch hat sie ohne ein Wort ihren Ehemann zurück gelassen. Warum? Was ist passiert?
    Kann ihr Mann die Freiheit nutzen?
    Monate später bekommt er einen Brief von Maria, in dem sie versucht zu erklären und erzählt, was passiert ist.
    Man verfolgt die Reise bis nach Griechenland und wird auf ein kleines Abenteuer mit emotionalem Tiefgang mitgenommen.

    Der Schreibstil ist der Wahnsinn - die Sätze haben so einen Tiefgang, und die Charakterisierung der Protagonisten ist absolut gelungen. Selten bekommt man so rundum vollendete Charaktere in einem Roman.

    Von mir gibt es eine absolute Empfehlung.

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Unsere Herzen auf Repeat

Buchseite und Rezensionen zu 'Unsere Herzen auf Repeat' von Miel Moreland
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Unsere Herzen auf Repeat"

Format:Broschiert
Seiten:464
Verlag: ONE
EAN:9783846601570
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Rezensionen zu "Unsere Herzen auf Repeat"

  1. 5
    06. Feb 2023 

    Interessante und gefühlvolle Geschichte

    Im Buch geht es um die queere Popband “Moonlight Overthrow”. Diese war super erfolgreich, bis sie sich recht spontan getrennt haben. Heute reden die Bandmitglieder nicht mehr miteinander. Zumindest nicht bis ihre ursprüngliche Heimatstadt, in der sie damals gemeinsam lebten, Opfer eines Unglücks wird. Und so finden sich alle vier Mitglieder wieder zusammen, um ein Benefizkonzert zu geben. Dabei müssen einige Mitglieder über gebrochene Herzen und andere Dramen hinwegkommen, um endlich wieder zusammen auf der Bühne zu stehen.

    Abseits dessen, dass das Buch einfach wunderschön queer war, fand ich das Thema an sich auch super spannend. Ich persönlich hatte jetzt noch kein Buch gelesen, welches das Thema einer jungen Popband aufgegriffen hat und wie sich das auf die Mitglieder auswirkt. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie queer sind. Das war auch unfassbar nahbar und interessant geschrieben, sodass ich das Thema wirklich als gut gelungen empfunden habe.
    Dann ist es irgendwie auch einfach total toll zu sehen, wie sich diese Freundesgruppe wieder zusammenfindet. Man merkt echt, dass sie einander wichtig sind und dass sie eventuelle Fehler bereuen und einander vermissen. Auch ihre Leidenschaft für die Musik miterleben zu können, war einfach sehr cool.

    Das Buch ist meiner Meinung nach sehr feelgood und ich mochte es wirklich gerne und kann es jedem empfehlen, der auf der Suche nach interessanter, queerer Literatur ist.

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JIMI

Buchseite und Rezensionen zu 'JIMI' von Philip Norman

Inhaltsangabe zu "JIMI"

Auf dem Höhepunkt seines Könnens starb Jimi Hendrix einsam und hinterließ eines der größten Rätsel der Musikgeschichte. Philip Norman geht den Geheimnissen um den Gitarrengott auf den Grund. Die Gitarre war sein Werkzeug, - sein Talent und sein Genie hoben ihn in den Olymp der wichtigsten Musiker aller Zeiten: Jimi Hendrix ließ nichts aus und prägt die Rockmusik bis heute. Als er im September 1970 in einem Londoner Hotelzimmer starb, wurde er zum tragischen Gründungsmitglied des Club 27.  Kultautor Philip Norman hat den Fall Jimi Hendrix neu aufgerollt und tief in den Archiven gegraben. Anhand bislang unveröffentlichter Dokumente und persönlicher Gesprächen mit engen Begleitern des Jahrhundertgenies rekonstruiert Norman den Aufstieg und das traurige Ende des Gitarristen und Aktivisten.  »JIMI: Die Hendrix-Biografie« bleibt stets bei den Fakten und lässt die Geschichte für sich sprechen. Gleichzeitig ist dieses Buch auch die Würdigung eines lebenslangen Fans. Philip Norman setzt Hendrix ein literarisches Denkmal, das jeden Musikliebhaber begeistern und packen wird. 

Format:Taschenbuch
Seiten:432
EAN:9783492318433
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Reinhard Mey. 100 Seiten

Buchseite und Rezensionen zu 'Reinhard Mey. 100 Seiten' von Oliver Kobold
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Reinhard Mey. 100 Seiten"

»Ich wollte wie Orpheus singen« – selten hat jemand mit dem ersten Lied seine Karriere und sein öffentliches Bild so genau vorweggenommen. Alles ist schon da: der Bänkelsänger, der sogar die Felsen zum Weinen bringen will; die Lieder aus Wein und Rauch, die von der Liebe ebenso handeln wie vom »Pfandleihhaus« und dem Gefühl der eigenen »Mittelmäßigkeit«. Meys 28 Studioalben ergeben nicht nur eine Autobiographie in Liedern. Sie erschöpfen sich nicht im Privaten. Vielmehr erzählen sie, wie es sich in Deutschland so leben ließ in den letzten fast sechs Jahrzehnten. Auf 100 Seiten blickt Oliver Kobold auf die wichtigsten Stationen von Meys langer Karriere, begegnet dessen Weggefährten und zeigt, was seine Lieder, ihre Sprache und Wirkung so unverwechselbar und einzigartig macht.

Format:Taschenbuch
Seiten:100
EAN:9783150206768
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Rezensionen zu "Reinhard Mey. 100 Seiten"

  1. Kurz, bündig und voller Wissen!

    Klappentext:

    „»Meys Lieder sind Feier des Gelungenen wie Einspruch gegen das Schlechte. Wovon handeln sie? Von der Liebe zwischen Asphalt und Wolken. Von den Widrigkeiten des Alltags. Vom ganzen Leben.«

    »Ich wollte wie Orpheus singen« – selten hat jemand mit dem ersten Lied seine Karriere und sein öffentliches Bild so genau vorweggenommen. Alles ist schon da: der Bänkelsänger, der sogar die Felsen zum Weinen bringen will; die Lieder aus Wein und Rauch, die von der Liebe ebenso handeln wie vom »Pfandleihhaus« und dem Gefühl der eigenen »Mittelmäßigkeit«. Meys 28 Studioalben ergeben nicht nur eine Autobiographie in Liedern. Sie erschöpfen sich nicht im Privaten. Vielmehr erzählen sie, wie es sich in Deutschland so leben ließ in den letzten fast sechs Jahrzehnten.

    Auf 100 Seiten blickt Oliver Kobold auf die wichtigsten Stationen von Meys langer Karriere, begegnet dessen Weggefährten und zeigt, was seine Lieder, ihre Sprache und Wirkung so unverwechselbar und einzigartig macht.“

    Für mich ist es das erste Buch der Reclam-Reihe und ich war neugierig wie man auf 100 Seiten so große Künstler punktgenau beschreiben kann. Es findet sich hier tatsächlich eine wunderbare Art der Biografie inkl. der künstlerischen Erfolge und des Werdegangs Meys beschrieben durch den Autor Oliver Kobold. Kurz und bündig und dennoch sehr unterhaltsam und reich an Wissen wird man hier an Reinhard Mey herangeführt.

    Die Optik und Haptik des Büchleins spricht für sich: ein kleines, aber feines Büchlein im typischen Reclam-Stil. Die Buchseiten sind recht dünn, was aber wiederum das Leichtgewicht rechtfertigt. Diese Art von Bücher lassen sich wunderbar in der Hosentasche verstauen und bieten jeder Zeit ausreichend Wissen um mitreden zu können. Kurzum: ein wirklich lesenswertes Buch!

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Charley Moon: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Charley Moon: Roman' von Reginald Arkell

Inhaltsangabe zu "Charley Moon: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:271
Verlag: Unionsverlag
EAN:
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Seiten