Der Schacherzähler

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Schacherzähler' von Judith Pinnow
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Schacherzähler"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:298
EAN:
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Rezensionen zu "Der Schacherzähler"

  1. Eine wundervolle Geschichte

    Walter hat vor einiger Zeit seine Frau verloren. Seither fühlt er sich einsam und übersteht den Tag nur, indem er seine festen Rituale einhält. Im Park spielt er Schach gegen seine tote Frau. Eines Tages begegnet er dort im Park dem neunjährigen Janne, der auch gerne Schach lernen möchte. Oldman – wie er sich dem Jungen gegenüber vorgestellt hat – glaubt nicht, dass es Erfolg bringen wird, denn Janne kann keinen Moment stillsitzen. Doch verblüffender Weise lernt der Junge schnell und Walter beginnt zu erzählen. Die entstehende Freundschaft tut beiden gut. Dann aber ist Oldman nicht mehr da und Janne sucht ihn.
    Dies ist mein erstes Buch der Autorin Judith Pinnow, aber sicherlich nicht mein letztes. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Geschichte geht zu Herzen. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man immer ganz nahe dran ist.
    Walter ist nicht sehr zugänglich. Wozu auch? Seit dem Tod seiner Frau ist er alleine, denn Freunde hat er nicht. Bitterkeit hat sich eingeschlichen und Schuldgefühle trägt er auch mit sich, doch Janne gelingt es mit seiner offenen Art, dass auch der alte Mann sich zunehmend öffnet. Janne hat Schwierigkeiten in der Schule, da er hyperaktiv ist und die Lehrerin überhaupt kein Verständnis hat. Zum Glück steht Malu fest zu Janne. Beim Schachspielen dagegen ist Janne hochkonzentriert dabei und lernt sehr schnell. Neben diesen Protagonisten gibt es aber noch andere liebenswürdige Personen. Da ist Jannes Mutter Malu, die es als Alleinerziehende nicht ganz leicht hat. Liv zeigt immer wieder, dass sie Malu eine gute Freundin ist, und im Café von Hinnerk fühlen sich die Menschen wohl.
    Diese berührende Geschichte mit den tollen Charakteren kann ich nur empfehlen.

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Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen im Exil 1933-1945, Band 1 und 2

Buchseite und Rezensionen zu 'Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen im Exil 1933-1945, Band 1 und 2' von Renate Wall

Inhaltsangabe zu "Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen im Exil 1933-1945, Band 1 und 2"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:544
Verlag: Kore Edition
EAN:9783926023483
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Die weite Wildnis

Buchseite und Rezensionen zu 'Die weite Wildnis' von Lauren Groff
3.7
3.7 von 5 (7 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die weite Wildnis"

Ein Mädchen allein, frierend, auf der Flucht. Hinter ihr liegen Hungersnot und die Brutalität der Menschen, unter denen sie aufgewachsen ist; um sie herum fremdes Land und seine Bewohner, die sie fürchtet, weil sie es so gelernt hat; vor ihr das Unbekannte. Nordamerika im frühen 17. Jahrhundert: Englische Siedler, fromm, überheblich und fähig zur schlimmsten Gewalt, nehmen das Land in Besitz. Das Mädchen gehörte zu ihnen, doch nun ist sie allein. Die Wildnis ist hart, sie kämpft ums Überleben und beginnt, infrage zu stellen, was man ihr beigebracht hat. Haben die Menschen hier nicht ihre eigenen Götter, ihre eigenen Namen für die Dinge? Wozu brauchen sie die Europäer? Ist sie nicht selbst nur ein fremdes, zerbeultes Wesen in einer Welt, die ihrer nicht bedarf? Und während sie die Natur zu lesen lernt, wächst etwas Neues in ihr: ein anderer Sinn, eine Liebe, die nicht besitzergreifend ist. Die weite Wildnis ist die packende Geschichte einer Pionierin, einer Visionärin: Mit ihrer eigenen, gewaltigen Sprachmacht und dem Pathos biblischer Geschichten erzählt Lauren Groff das abenteuerliche Leben einer jungen Frau, die lernt, zuerst von der Natur zu leben und dann mit ihr – und die dabei eine neue, freie Sicht auf die Welt gewinnt.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:276
EAN:
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Rezensionen zu "Die weite Wildnis"

  1. außergewöhnlich!

    Vor vierhundert Jahren, als diePest in Europa gewütet hatte, kommt ein Mädchen mit ihrer Herrschaft nach Kanada. Sie leben in einem Fort, mitten in der unendlichen Wildnis der Urwälder. Sie ist eine Dienerin ohne Rechte, eine Leibeigene, der Willkür aller ausgesetzt. Als sie das grausamste aller menschlichen Verbrechen mit ansieht, flieht sie.
    Die Angst gefasst zu werden und ein ungeheuerer Überlebenswille lassen sie all das ertragen was ihr auf dieser Flucht durch die unwegsame Wildnis widerfährt. Man kann nur staunen was ein Mensch ertragen kann.

    Ein außergewöhnliches Buch, das den Leser an die äußersten Ränder der Existenz führt.
    In gekonnter, wunderbar literarischen Sprache zeigt die Autorin die schrecklichen Tiefen des Menschseins auf, den Zwiespalt zwischen berückender und grausamer Natur.
    Kann ein Mensch leben, überleben, nur mit sich allein in der Wildnis der Wälder, in berauschender Schönheit und abgrundtiefem Schrecken.
    Wie lebt ein Mensch ohne die liebende Fürsorge eines anderen.
    "Ganz allein zu überleben, war nicht dasselbe, wie am Leben zu sein."
    "Dieses Licht und diese Wärme waren es, was Bestand hatte, was ewig war. Im Kern war nicht nichts, nein. Aus dem Licht und der Wärme floss alles, was gut und göttlich war."
    Die Autorin führt ihre Leser in die tiefsten Gedanken.

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  1. Ein einsames Leben im steten Überlebenskampf

    Englische Siedler sind wohl hoffnungsvoll in ein neues, unbekanntes Land aufgebrochen. Doch das Leben ist hart. Hunger und Krankheit begleiten diese Menschen und Egoismus und Rücksichtslosigkeit macht sich breit. Unter ihnen ist auch ein Mädchen, welches von einer Frau aus dem Armenhaus geholt wurde. Es kümmerte sich um deren Tochter, die wohl behindert war. Doch nun ist die Tochter der Frau gestorben. Aber das Mädchen wurde nicht als gleichwertig behandelt, sondern wie eine Sklavin gehalten, gedemütigt und missbraucht. Nun flieht das Mädchen mit wenigen Habseligkeiten. Die weite Wildnis scheint weniger bedrohlich als die Menschen, mit denen es zuletzt gelebt hat. Das Mädchen muss ums Überleben kämpfen und lernt dabei, vieles in Frage zu stellen, was es zuvor erfahren hat.
    Dies ist mein erster Roman der Autorin Lauren Groff. Ihre Erzählweise hat mich gefangen genommen, auch wenn ich eine Weile gebraucht habe, um mich einzulesen. Doch dann war ich gefesselt. Die Sprache ist poetisch, oft aber auch direkt und grob.
    Die Natur ist auf der einen Seite schön, aber auf der anderen brutal und erbarmungslos. Sie liefert aber auch das Nötige zum Überleben. Intuitiv weiß das Mädchen, was es tun muss. Es muss sich vor den Verfolgern verstecken, aber auch die anderen Gefahren umgehen. Die Gedanken kreisen um das, was ihm bisher bekannt war und was erforderlich ist zum Überleben in der weiten Wildnis. Dabei stellt es immer mehr in Frage. Obwohl dieses Mädchen doch ungebildet ist, ergeht es sich in überraschend philosophischen Überlegungen. Auch wenn es unterwegs Menschen begegnen, meidet es doch den Kontakt. Daher wiederholen sich auch Flucht, Grausamkeiten, Krankheit und Hunger. Doch die Natur ist weitaus weniger gefährlich als die Menschen.
    In Rückblenden erfahren wir vom bisherigen Schicksal des Mädchens.
    Das Ende hätte ich mir hoffnungsfroher gewünscht. Doch es bleibt düster bis zum Schluss, wie auch die ganze Geschichte düster und bedrückend ist.
    Es ist eine Geschichte, die noch lange nachhallt.

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  1. Wenn das Klagelied im Nichts verhallt

    Klappentext:

    „Ein Mädchen allein, frierend, auf der Flucht. Hinter ihr liegen Hungersnot und die Brutalität der Menschen, unter denen sie aufgewachsen ist; um sie herum fremdes Land und seine Bewohner, die sie fürchtet, weil sie es so gelernt hat; vor ihr das Unbekannte.

    Nordamerika im frühen 17. Jahrhundert: Englische Siedler, fromm, überheblich und fähig zur schlimmsten Gewalt, nehmen das Land in Besitz. Das Mädchen gehörte zu ihnen, doch nun ist sie allein. Die Wildnis ist hart, sie kämpft ums Überleben und beginnt, infrage zu stellen, was man ihr beigebracht hat. Haben die Menschen hier nicht ihre eigenen Götter, ihre eigenen Namen für die Dinge? Wozu brauchen sie die Europäer? Ist sie nicht selbst nur ein fremdes, zerbeultes Wesen in einer Welt, die ihrer nicht bedarf? Und während sie die Natur zu lesen lernt, wächst etwas Neues in ihr: ein anderer Sinn, eine Liebe, die nicht besitzergreifend ist.“

    Ich kenne die Autorin Lauren Groff beteits durch ihr Buch „Matrix“. Sonderlich begeistert war ich davon nicht und nun gab ich der Autorin eine Art zweite Chance sich bei mir zu festigen. Geschafft? Nein. Ihr Buch „Die weite Wildnis“ erzählt eine Geschichte eines Mädchens welche vor der Zivilisation flieht. Weg von allem und ab in die Wildnis. Wohlgemerkt bewegen wir uns hier zeitlich im frühen 17. Jahrhundert! Einerseits begeisterte mich der Mut des Mädchens aber schlussendlich blieb sie mir blass und ohne Tenor nach beenden des Buches zurück. Ihre Geschichte ufert einfach in zu vielen Dingen zu extrem aus und so geht jeglicher Fokus verloren. Wie gesagt bewunderte ich ihren Mut aber so gänzlich ohne zu zögern in die wilde Natur zu gehen um dort zu leben war mir einfach zu extrem. Ja, sie legt die Zivilisation ab und öffnet ihr Herz für die Natur und die Menschen die ebenfalls in der Natur leben. Neben all dem setzt sie sich intensiv mit dem Glauben auseinander. Nur hilft er ihr beim überleben? Jeder Tag wird irgendwie zum Kampf um eben zu überleben, denn die Natur ist keineswegs zimperlich. Auch hier gibt es Gewalt, das Böse und das Unberechenbare - eben genau wie in der Zivilisation nur der Schauplatz ist ein anderer. Das Thema Geschichte (Entwicklung der Zeit, Kolonialismus etc.) kommen hier leider nur sehr bescheiden weg. Meine Hoffnung, dass dieses Thema eingebettet sein könnte, wurde leider nicht wirklich erfüllt. Die Autorin wechselt zudem immer und immer wieder unverständlicher Weise zwischen dem Sprach-Jargon. Mal ist sie äußerst philosophisch, teils sogar lyrisch (beispielsweise bei der Namenauswahl unserer Protagonistin! Ja, sie hat einen Namen und der passt zu ihr wie die Faust aufs Auge und hat einen treffenden Hintergrund!) und dann wieder derb, vulgär und hart bis an die Schmerzgrenze. Ich hatte das Gefühl hier eigentlich zwei völlig unterschiedliche Welten zu erlesen die nicht zusammen passen können. Die große Frage nach dem Warum des Weggangs unserer Protagonistin und ihrer Intention warum eben die Wildnis bzw. ihre Erkenntnisse daraus und ihre Erfahrungen erhalten ebenfalls nur stiefmütterlich Beachtung. Die Beschreibungen der Natur waren wahrlich bemerkenswert aber der Rest war einfach nichts-sagend. Die Geschichte war für mich weder Fisch noch Fleisch. Sie war langatmig und nicht wirklich fesselnd. Ich bekam keinen Zugang zur Protagonistin und am Ende blieben mir zu viele Ungereimtheiten sowie offene Fragen unbeantwortet. Sicherlich hat die Geschichte ihr Potential, aber dies wurde in meinen Augen nicht wirklich gelungen ausgeschöpft. 2 Sterne hierfür.

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  1. 4
    30. Sep 2023 

    Update des amerikanischen Gründungsmythos

    Die Puritaner flohen aus der englischen Unterdrückung in die neue Welt, errichteten dort ein Paradies der Freiheit und ein Bollwerk des rechten Glaubens und brachten die Zivilisation zu den Wilden. So der Gründungsmythos der USA. Tatsächlich hätte Jamestown, die Keimzelle Amerikas, beinahe nicht überlebt. Die neue Kolonie krankte an Hybris, dem unerwartet harten Klima und umfassender Inkompetenz. Folglich sind Lauren Groffs Pilger „die gierigen Söhne des Adels, die keine Moral kannten und bereitwillig morden würden, um Herren über mehr Land und Vermögen als ihre ältesten Brüder zu werden.“ Amerika, das Land der ehrgeizigen Zweitgeborenen.

    Mitten im Hungerwinter eines ungenannten Forts im Jahr 1610 – die meisten Siedler sind bereits krank, verhungert oder kurz davor - flüchtet eine junge Frau aus dem Fort in die umgebende Wildnis. Ihr Ziel ist der französische Norden. Sie fürchtet die Wildnis und die Ureinwohner, aber sie hat keine Wahl, „…denn was sie getan hatte, konnte nicht ungestraft bleiben.“ Das Rätsel um den Grund ihrer Flucht wird erst am Ende des Romans aufgelöst.

    „Das Mädchen“ ist vollkommen unwissend, was das Überleben in der Natur angeht. Aber ihr hartes Leben als Findelkind hat sie zur guten Beobachterin gemacht; sie ist wach und in unwahrscheinlichem Maß erfinderisch. Das erste Drittel des Romans lässt ein gutes Ende möglich scheinen – wäre da nicht der allwissende Erzähler, der nüchtern ihre Fehler kommentiert. Das ist zunehmend beklemmend zu lesen.
    Das Mädchen rennt und rennt und rennt. Sie hat Hunger. Sie hat Angst. Sie friert. REPEAT. Die Wiederholung dieses Musters wäre ermüdend, wäre da nicht Groffs Sprache, die von Duktus und Ton biblisch anmutet, so, als würde man aus einem alten Gebetbuch lesen. Ihre starke Rhythmik entwickelt einen unglaublichen Sog. Die ersten 100 Seiten habe ich – gefühlt ohne zu atmen – in einem Rutsch gelesen. Groffs Sprachmächtigkeit ist überwältigend - wenn sie die revoltierende Verdauung des Mädchens in unmissverständlichen Worten beschreibt, vor allem aber, wenn sie das Naturerleben des Mädchens schildert:

    „Später von einer Anhöhe aus sah sie im trüben, silbrigen Licht, wie der Wind den leichteren Schnee emporfegte und daraus eine glänzende Stadt mit Dächern und Giebeln und einem Kirchturm baute, ja, sogar der Rauch der Feuer kräuselte sich aus den Schornsteinen fröhlich gen Himmel [..].“

    Was den repetitiven Fluchtmarathon aufbricht, sind außerdem die Flashbacks des Mädchens in seine Zeit in London und ihre Reflektionen, verstärkt durch ihr Hungerdelirium. „… die Wildnis, ihre Angst und ihre tiefen Verluste“ erzeugen so etwas wie Selbstverlust und eine bisher ungekannte Freiheit des Denkens. Die intensive Begegnung mit der Natur lässt die Angst davor schwinden und führt zu Transzendenzerfahrungen, deren Beschreibung zu den schönsten Passagen des Romans gehört.

    „Doch jetzt spürte sie unter sich wieder die Erde, die sich drehte, und wusste, dass sie ein Teil davon war, wesentlich und groß genug. Eine ganze Weile sah sie sich in Gottes Hand liegen. Mitten in seiner Handfläche, und die Nacht war seine schützend um sie gewölbten Finger, die das gleißende Licht der Ewigkeit abhielten.“

    So lange die Reflektionen des Mädchens so naiv und fromm sind, wie es von einer analphabetischen, evangelikalen Pilgerin erwartet werden kann, sind sie glaubwürdig. Leider (aus meiner Sicht eine große Schwäche des Romans) lässt Groff das Mädchen einen philosophischen Wandel zu sehr heutigem, linksliberalem, post-kolonialem Denken mitsamt Zivilisationskritik durchlaufen, den ich fast schon absurd fand. Sie denkt über Tierrechte nach und wird von der Pantheistin zur Nihilistin: „Keine Erlösung, denn Gott, den Erlöser, gab es nicht. Ein Nichts, ein Abszess, ein riesiges, wimmelndes Loch.“ Über ihre Landsleute denkt sie „Sie werden sich alles und jeden untertan machen, und wenn dann nichts mehr übrig ist, werden sie sich gegenseitig zerfleischen.“ Sie versteht, dass …“die Menschen ihres Volkes geglaubt [hatten], sie würden diesem Ort und den Menschen hier erstmals Namen geben, und in diesem Glauben war es ihnen nur natürlich erschienen, dass sie die Herrscher über dieses Land waren, auch wenn […] die Menschen hier sicherlich eigene Namen für alle Dinge hatten.“

    Wer erwartet, dass es irgendwann einen rettenden Kontakt zu den Powhatan gibt, wird enttäuscht: Trotz neuer Offenheit sitzt die Angst vor ihnen zu tief; das Mädchen meidet sie und die Powhatan lassen sie in Ruhe.

    „Die weite Wildnis“ variiert ein bekanntes Thema, angefangen bei der griechischen Sage über Atalanta bis zu Gil Adamsons „The Outlander“ oder Bonnie Jo Campbell´s „Stromschnellen“. Immer ist das Thema der Gegensatz zwischen Wildnis und Zivilisation, Frau und Patriarchat, innere und äußere Feinde. Immer stellt sich heraus, dass die Zivilisation der größere Feind ist, patriarchale Strukturen gefährlicher als Berglöwen, die Welt im Kopf hinderlicher als die Hindernisse in der Natur.

    Groffs Variation dieses Themas fand ich ebenso luzide wie brutal und ebenso anmaßend wie weise. Aus meiner Sicht trotz kleiner Längen und philosophischem Overkill absolut lesenswert.

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  1. 3
    29. Sep 2023 

    Nicht was ich mir erhofft hatte

    Im Buch flieht ein Mädchen aus einer Siedlung im heutigen Amerika. Sie flieht vor dem Hunger und der Verzweiflung und wählt lieber das isolierte Leben in der Wildnis, als weiter dort zu bleiben.

    Ich hatte sehr hohe Erwartungen an die Geschichte, da das Buch “Matrix” der Autorin letztes Jahr eines meiner Highlights war. Leider wurde ich enttäuscht.
    Die Geschichte folgt dem Mädchen zum einen im Jetzt, wo sie aus ihrer Siedlung flieht und zum anderen sehen wir Teile aus ihrer Vergangenheit.
    Es gibt einige Punkte, die ich gelungen finde. So wird anschaulich dargestellt, was für eine Furcht Frauen vor Männern hatten und was letztere sich in früheren Zeiten einfach herausgenommen haben.
    Die Beschreibungen der Autorin sind sehr roh, was mir persönlich auch in diesem Buch wieder gut gefällt. Den Blick auf Religiosität fand ich spannend. Wir sehen, wie das Mädchen sich mit ihrem Glauben auseinandersetzt, was zum einen durch ihre Erinnerungen und zum anderen durch ihren Überlebenskampf in der Wildnis beeinflusst wird. Es ist hierbei durchaus faszinierend zu sehen, dass die schlimmsten Dinge im Buch von Menschen ausgehen.
    Insgesamt fand ich das Buch jedoch leider nichtssagend, was enttäuschend war. Es gibt wenig am Buch, bei dem ich das Gefühl habe, dass es mich langfristig berühren wird. Das einzige, was sich mir leider immer wieder aufdrängt, ist eine verstörende Stelle zum Ende hin, an die ich mich eigentlich lieber nicht erinnern wollen würde.
    Ich hatte mir vom Buch auch einen genaueren Blick auf Kolonialismus erhofft, was aber sehr oberflächlich und sekundär geblieben ist.

    Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch und bleibe leider enttäuscht zurück. Es ist wahrlich nicht furchtbar, aber es ist mir persönlich zu nichtssagend.

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  1. 4
    24. Sep 2023 

    Es werde Schmerz, und es ward Schmerz

    Lauren Groffs neues Buch “Die weite Wildnis“ ist ein historischer Roman. Die Protagonistin ist ein Waisenkind, das von ihrer Dienstherrin im Alter von 4 oder 5 Jahren aus dem Waisenhaus geholt wird, damit sie sich um die neugeborene kleine Bess kümmert. Der zweite Mann der Frau, ein Pastor, verlässt England mit der Familie, um an der amerikanischen Ostküste als einer der neuen Siedler zu leben. Viele Engländer sterben schon in den Stürmen während der Überfahrt, sehr viele mehr während des harten Winters an Hunger oder Krankheiten im belagerten Fort. Das Mädchen, von den grausamen Frauen im Heim Lamentatio Venal genannt, damit die Schande ihrer Herkunft nie in Vergessenheit gerät, erlebt im Fort schlimme Dinge. Eines Tages flieht sie, weil die Gefahren ihr dort viel größer erscheinen als alles in der unbekannten Wildnis dort draußen. Als Leser verfolgen wir, wie klug sie sich Nahrung verschafft und Schutz unter Felsen, in Höhlen oder zwischen Baumstämmen sucht. Sie bekommt einen neuen Blick auf die Welt, lernt die Schönheit der Natur mit ihren Pflanzen und Tieren zu lieben und lässt den Leser an ihren Erinnerungen an die Vergangenheit teilhaben. Nach allem, was ihr widerfahren ist, verliert sie ihren Glauben und stellt die Existenz Gottes in Frage. Schließlich war auch der Pastor nur ein gefährlicher Heuchler, dem es immer nur um den eigenen Vorteil ging. Das Mädchen schafft es durch ihre überragende Intelligenz allen Gefahren zu trotzen, leidet aber unter ihrer Einsamkeit. Mit dem holländischen Glasbläser auf dem Schiff hat sie die Liebe ihres Lebens verloren. Zurück bleiben Trauer und Schmerz (S. 254).
    Die Autorin erzählt die Geschichte ihrer Protagonistin in packender Sprache, überzeugt durch wunderbare Passagen über Landschaft und Klima und lässt auch Kritik an den skrupellosen Europäern einfließen, die sich anmaßen, die neue Welt in Besitz zu nehmen und alles zu zerstören, die Natur genauso wie fremde Zivilisationen, in diesem Fall die First Americans, die Ureinwohner. Ich habe den Roman gern gelesen, hätte mir aber schon etwas mehr Handlung gewünscht. Auch hat mich die Qualität der Übersetzung mit ihrer gewollt altertümelnden Sprache gestört, die leider auch unzählige Fehler enthält („vom Hunger gehagert“, S. 7 – soll das Deutsch sein?). Eine dennoch überwiegend positive Leseerfahrung.

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  1. Gut, aber nicht überragend

    Die ersten beiden Bücher der Autorin habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Umso gespannter war ich natürlich auf "Die weite Wildnis".

    Es ist wieder ein historisches Setting. Dieses Mal zur Zeit der ersten Siedler in der Neuen Welt verortet. Der Leser erlebt das relativ kurze, arbeitsreiche, ungerechte, schmerzhafte und von Unterdrückung bestimmte Leben einer jungen Frau anhand ihrer Erinnerungen. Obwohl - so richtig namenlos ist sie, je nach Blickwinkel betrachtet, nicht. Man gibt ihr als Baby eine Art "Moralbezeichnung" als Namen. Sie ist Zeit ihres Lebens eher ein Gegenstand, denn ein Mensch. Um dem Tod zu entkommen (warum genau wird im Verlauf des Buches deutlich), flieht sie mitten im Winter in die unbekannte Wildnis. Das Leben auf ihrer Flucht ist extrem hart und stellt sie immer wieder vor neue Herausforderungen. Und es ist schon erstaunlich, mit welchen Tricks sie sich durchschlägt und am Leben erhält.
    Hier kommt auch die größte Stärke des Buches zum Tragen. Die Schilderungen der Wildnis, der Einsamkeit, des Lebenskampfes und der Beschreibungen von Wetter und Natur. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie einsam es auf dieser Flucht zugehen muss, wie Hunger und Verzweiflung täglich zunehmen.

    Es ist für mich ein gutes und durchaus interessantes Buch. Groffs toller Stil erzählt sehr eindringlich und bildhaft von Schmerzen, Widrigkeiten, Verzweiflung und dem Verlust des eigenen Glaubens. Auch Themen wie Versklavung, Missionierung und Kolonialisierung sowie deren Auswirkungen werden aufgegriffen.

    Ich würde nicht sagen, dass mich das Buch enttäuscht hat. Aber trotz des tollen Stils und der anderen interessanten Aspekte, hat es mich letztlich einfach nicht so gepackt und in Begeisterung versetzt.

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Zum Paradies

Buchseite und Rezensionen zu 'Zum Paradies' von Hanya Yanagihara
2.5
2.5 von 5 (6 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zum Paradies"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:897
EAN:
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Rezensionen zu "Zum Paradies"

  1. Es ist kompliziert ...

    In ihrem fast 900 Seiten langen Werk „Zum Paradies“ zeigt Hanya Yanagihara, dass das Leben des Einzelnen immer kompliziert ist, wenn es aus dem gesellschaftlich anerkannten Rahmen fällt. Das eigene Leben im Einklang mit den inneren Bedürfnissen zu leben, erfordert Mut, lässt sich aber aufgrund äußerer Umstände oftmals nur eingeschränkt verwirklichen. „Zum Paradies“ erzählt drei unterschiedliche Geschichten, die lose durch einen gemeinsamen Ort - den Washington Square in New York, sowie einige weitere Merkmale verbunden sind. Der erste Teil spielt im 19. Jahrhundert und entwirft eine alternative gesellschaftliche Realität, in der Homosexualität gleichwertig zu heterosexuellen Verbindungen anerkannt und in ihrer Normalität nicht weiter der Rede Wert ist. Trotzdem erlebt David die Grenzen seiner Freiheit als er sich unstandesgemäß verliebt. Die Höllenqualen und Selbstzweifel, die Sehnsüchte und Unsicherheiten, die der Protagonist durchlebt, weil ihm sein Großvater klar spiegelt, dass er eine solche Verbindung nicht billigen kann sowie die Gräben, die sich aufgrund unterschiedlicher Sozialisation zwischen den Liebenden im Alltagsleben auftun, hat die Autorin sehr eindrücklich beschrieben. Dieser erste Teil hat mir persönlich am besten gefallen.

    100 Jahre später im zweiten Teil rückt die Aids Problematik des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Hanya Yanagihara fokussiert darüber hinaus in diesem Abschnitt Identität, Herkunft und Zugehörigkeitsgefühl. Eine schwierige Vater-Sohn Beziehung wird mit der Kolonialgeschichte Hawais verknüpft. Hier hat mich der Roman das erste Mal verloren. Die Rückblicke, die das Leben des Vaters (und auch des Sohnes) auf Hawai beschreiben, empfand ich als zäh, viel zu lang und ausufernd. Es fiel mir in diesem Abschnitt schwer gedanklich dabeizubleiben, eine emotionale Bindung zu den Protagonist:innen und ihren Erlebnissen aufzubauen. Da meine Gedanken beim Lesen immer wieder abschweiften, wäre mir fast entgangen wie differenziert Yanagiharas Blick auf die Themen Kolonialismus, Kulturalismus, kulturelle Aneignung, Identität und Zugehörigkeit ist.

    Mit dem dritten und längsten Teil, der in einer dystopischen Zukunftswelt spielt, bin ich wieder besser zurecht gekommen. Aber auch hier empfand ich die Geschichte, die sich zu großen Teilen in Form von Briefen entfaltet, als schleppend. Es fehlte mir - wie im zweiten Teil - an erzählerischer Tiefe und auch die Protagonist:innen blieben blass. Emotional konnte mich diese Geschichte vor allem deshalb erreichen, weil sie in einer Welt spielt, die durch Klimawandel und Pandemien gezeichnet ist. Die aufgezeigten Entwicklungen und gesellschaftlichen Einschränkungen gingen mir nah, weil Ansätze davon bereits heute diskutiert werden und aufgezeigt wird, welches Zerstörungspotential Pandemien haben können. Die Szenarien entwerfen eine beängstigende Zukunftsvision, die durchaus vorstellbar ist. Alle drei Geschichten erzählen von Vätern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern konnten und Großväter, die diese Rolle einnehmen. Die Namensgleichheit der Protagonist:innen in allen drei Geschichten verweist auf wiederkehrende Probleme in verändertem Gewand; sie irritierte mich aber mehr als dass sie mir beim Eintauchen in die jeweilige Geschichte geholfen hätte. Auch für mich war dieser Roman kompliziert: Er hat das Potential zu großer Literatur. Immer wieder gab es sehr bewegende, überzeugende Abschnitte. Letztendlich waren diese jedoch in der Minderzahl; die einzelnen Geschichten wurden für mich nicht überzeugend miteinander verbunden und ich musste mich durch große Teile regelrecht durchkämpfen. Aber der Weg zum Paradies ist ja bekanntlich nicht einfach ..…

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  1. 3
    17. Mär 2022 

    Schwere Kost

    Über drei Jahrhunderte, jeweils mit Schauplatz in den USA, erstreckt sich die Geschichte – oder besser: drei Geschichten – und führt den Leser von der Vergangenheit über die nähere Gegenwart bis hin zur Zukunft. Dabei bekommt man Einblick in drei völlig unterschiedliche Lebensumstände mit jeweils einer ganz eigenen Besetzung an Charakteren.
    Dieses Buch zu bewerten, fällt mir ausgesprochen schwer. Zum einen liegt das daran, dass es sich wirklich um drei abgeschlossene Geschichten handelt, bei denen sich keine Verbindung zu den jeweils anderen beiden erkennen lässt. Während mich der erste Teil noch stellenweise begeistern konnte, konnte ich mich mit dem zweiten leider gar nicht anfreunden. Der dritte und letzte Teil in der – aus unserer Sicht – Zukunft hat mir tatsächlich am besten gefallen – einfach aus dem Grund, weil ich hier tatsächlich mit den Figuren mitgefiebert habe, aber vermutlich auch aufgrund der Aktualität der hier enthaltenen Themen.
    Zum anderen fällt mir die Bewertung deswegen schwer, weil ich den Schreibstil der Autorin wirklich gerne mochte, aber es mir in der Masse einfach zu viel war. Ein Drittel davon hätte mich vermutlich wesentlich mehr begeistert.
    Insgesamt würde ich das Buch daher nur mit Einschränkung empfehlen. Die Idee der Aufteilung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gefällt mir nach wie vor, es werden viele wichtige Themen aufgegriffen, aber insgesamt war es mir zu langatmig.

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  1. Das Paradies ist der Weg dorthin

    „Zum Paradies“ habe ich mich aufgemacht und dabei festgestellt, dass es unerreichbar ist, der Mensch auf seinem Weg dorthin zum Scheitern verurteilt ist und in seiner Erkenntnis dieser Tatsache und seines trotzigen anhaltenden Strebens nach Glückseligkeit vielleicht das eigentliche irdische Paradies liegt. Dass der Weg „Zum Paradies“ ein steiniger ist, macht Hanya Yanagihara in ihrem wuchtigen, komplexen und fast 900 bibeldünne (übrigens ein schöner haptischer Verweis auf die möglichen Bezüge des Romans zur Religion) Seiten umfassenden Werk deutlich. In drei Büchern, die jeweils 1893, 1993 und 2043/2093 spielen, verfolgt sie das Leben von David, Charles/Charlie und Edward. Nicht nur die Protagonisten teilen sich auf den verschiedenen Zeitebenen die Namen, auch die Nebenfiguren erhalten immer wieder dieselben Bezeichnungen, sind aber mitnichten identisch. Jeder David, jeder Charles ist eine distinkte Figur, die lediglich durch eine vage durchscheinende Schicksalsverbindung oder Überschneidung in der Figurenkonzeption miteinander verbunden sind. Hier liegt eine Stärke und Schwäche des Romans, der lose Zusammenschluss der einzelnen Bücher und der Figuren lässt Raum für unzählige Lesarten und komplexe Interpretationsmöglichkeiten, allerdings sind die Vernetzungen zeitweise so vage, dass man sich doch auch einen etwas stärkeren roten Faden, eine höhere Belastbarkeit der Hinweise gewünscht hätte. So taumelt man manchmal durch die Komplexität der Geschichte und rätselt über nebulöse Bezüge, die eventuell keine sind.

    Die Figuren sind sehr komplex, mit viel Innenschau und Tiefe ausgestattet, ausufernden Backstories und vielen Wünschen und Hoffnungen. Anstrengend und auf die Dauer zermürbend ist allerdings die sehr stark ausgeprägte Passivität und Unentschlossenheit der jeweiligen Hauptfigur eines Abschnitts. Sicher stellt diese mangelnde Aktivität ein wesentliches Bindeglied zwischen den einzelnen Büchern da, aber zu viel Prokrastination und Abwarten kann auf Dauer sehr ermüdend, wenn nicht gar aufreibend sein. Eigentlich geschieht dem jeweiligen Protagonisten nur etwas, echte, unabhängige Aktion sucht man fast vergeblich.

    Von den drei Zeitebenen hat mich die erste am meisten beeindruckt. Sie ist nicht nur richtig gut geschrieben, sondern auch in sich ausgezeichnet konzipiert. Während der Lektüre geht einem nach und nach auf, dass man es mit einer alternativen Wirklichkeit des Jahres 1893 zu tun hat. Die Freistaaten, ein unabhängiger Teil der USA, im Nordosten der USA, erlaubt und fördert konsequente Gleichberechtigung und gleichgeschlechtliche Ehen bei gleichzeitiger Durchsetzung einer äußerst rigiden Klassengesellschaft. Es ist eine Herausforderung und Freude, sich in diese neue Version eines späten 19. Jahrhunderts einzufinden, beim Lesen die Konventionen, Regeln und die Geschichte dieser neuen Welt herauszufiltern.

    Das zweite Buch zeichnet sich leider durch sehr viel Langatmigkeit, überflüssige Ausführungen und Passivität aus. Besonders der Teil der auf Hawai’i spielt, hätte um mindestens die Hälfte gekürzt werden können. Die gesamte Innovation, der Fortschritt und die Experimentierfreudigkeit des ersten Buches versinken in diesem Teil in ausgedehnten Innensichten, die trotz alledem zu nicht wirklich nachvollziehbaren psychologischen Verfasstheiten führen, in einer Geschichte, die irgendwie bieder und uninspiriert wirkt. Das dritte Buch beschert dem Lesevergnügen wieder einigen Aufwind. 2043/2093 bietet viel Fläche für Fantasie und Zukunftsvision und vor allem Spannung. Allerdings haben mich auch hier einige Dinge gestört. So ist die Erzählweise, selbst bei Berücksichtigung der eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten der Erzählinstanz in diesem Teil etwas holprig. Die Rahmenbedingungen eines Lebens im Manhattan der Zukunft lesen sich schulreferatsmäßig und haben den Charme eines Wikipedia-Eintrags, während die Briefe aus den Jahren rund um 2043 einmal mehr viel zu lang sind und die Geduld des Lesers auf die Probe stellen. Darüber hinaus ist dieses Buch inhaltlich anstrengend, da es eine Zukunft in persönlicher Unfreiheit, die an Orwells „1984“ angelehnt ist, ausmalt, in der die Menschheit von einer Quarantäne in die nächste Pandemie gleitet. Im Angesicht der derzeitigen Situation ist das nicht unbedingt mein präferiertes dystopisches Szenario – und ich mag Dystopien durchaus.

    Insgesamt ist „Zum Paradies“ ein forderndes, anspruchsvolles und auch tolles literarisches Werk, dass aber an einigen Stellen schwächelt. Es gewinnt definitiv durch eine gedankliche, tiefere Auseinandersetzung, den Aufwand seitens des Lesers Spiegelungen und Verbindungen zu suchen und zu finden, die beim einfachen Lesen nicht unbedingt zu erkennen sind, weshalb sich der Roman besonders auch für Lesegruppen eignet.

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  1. Was will uns die Geschichte sagen?

    Klappentext:
    „1893, in einem Amerika, das anders ist, als wir es aus den Geschichtsbüchern kennen: New York gehört zu den Free States, in denen die Menschen so leben und so lieben, wie sie es möchten – so jedenfalls scheint es. Ein junger Mann, Spross einer der angesehensten und wohlhabendsten Familien, entzieht sich der Verlobung mit einem standesgemäßen Verehrer und folgt einem charmanten, mittellosen Musiklehrer.
    1993, in einem Manhattan im Bann der AIDS-Epidemie: Ein junger Hawaiianer teilt sein Leben mit einem deutlich älteren, reichen Mann, doch er verschweigt ihm die Erschütterungen seiner Kindheit und das Schicksal seines Vaters.
    2093, in einer von Seuchen zerrissenen, autoritär kontrollierten Welt: Die durch eine Medikation versehrte Enkelin eines mächtigen Wissenschaftlers versucht ohne ihn ihr Leben zu bewältigen – und herauszufinden, wohin ihr Ehemann regelmäßig an einem Abend in jeder Woche verschwindet.
    Drei Teile, die sich zu einer aufwühlenden, einzigartigen Symphonie verbinden, deren Themen und Motive wiederkehren, nachhallen, einander vertiefen und verdeutlichen: Ein Town House am Washington Square. Krankheiten, Therapien und deren Kosten. Reichtum und Elend. Schwache und starke Menschen. Die gefährliche Selbstgerechtigkeit von Mächtigen und von Revolutionären. Die Sehnsucht nach dem irdischen Paradies – und die Erkenntnis, dass es nicht existiert. Und all das, was uns zu Menschen macht: Angst. Liebe. Scham. Bedürfnis. Einsamkeit.“

    Nach „Ein wenig Leben“ vergöttere ich Autorin Hanya Yanagihara zutiefst.
    Dieses Buch hier lässt mich aber enttäuscht und auch ein wenig ratlos zurück. Gleich vorab: ich lese so gut wie nie Dystopien, aber wenn Yanagihara eine schreibt, zumindest in Teilen, wollte ich es gern versuchen.
    Wir Leser werden hier in drei Zeitenstränge entführt. Zeit Nummer 1: man könnte hier meinen, man lese die abgewandelte Geschichte vom Aschenputtel. Die Zeiten waren andere, keine Frage, aber hier wird eine Utopie gelesen und keine Realität. Punkt. Nun gut. Die Geschichte Anfang der 90er spielt ebenfalls wieder in New York und auch hier erleben wir wieder eine Geschichte eines männlichen Paares. Der Name „David“ (vielleicht soll das eine Annäherung auf den biblischen König von Juda und Israel sein, der Jonatan mehr liebte als die Frauenliebe überhaupt? Sinn würde dies machen aber denkt die Autorin so? Ich habe keine Ahnung!) wird hier jedenfalls des öfteren fallen…Und in der Zukunft? Tja…das wäre jetzt gespoilert und deshalb beziehe ich mich jetzt weiter auf die Ausführung und Gestaltung des Textes. Yanagihara hat ja regulär immer ein feines Gespür Dinge zu umschreiben, diese zwischen den Zeilen winzig-klein zu streuen und mit provokanten und treffenden Worten zu benennen. Ihre Sätze sind sonst immer von philosophischen und poetischen Tempre aber hier?! Ich bin überhaupt nicht mit dem verschachtelten Schreibstil klargekommen. Viele Sätze waren so leer wie die berühmte Flasche Trapattoni’s. Der Inhalt ging immer wieder schwebend davon und entzog sich meinem Geist. Ihre Intention der Geschichte konnte ich nur erahnen und ja, die hat Potential aber bitte verständlicher verfasst. In vielen Parts erinnerte mich die Geschichte an die Mini-Serie „Angels in America“ - der Tenor bezüglich Krankheiten, Selbstgerechtigkeit, Macht, Erkenntnissen des Lebens und die Spanne zwischen Arm und Reich ist hier die selbe. Das Abdriften in die Zukunft war mir dann komplett suspekt und ich denke auch hier lag es einfach an den ewigen Längen und Schachtelsätzen.
    Das Buch wird so beschrieben: „Drei Jahrhunderte, drei Versionen des amerikanischen Experiments: In ihrem kühnen neuen Roman – dem ersten seit Ein wenig Leben – erzählt Hanya Yanagihara von Liebenden, von Familie, vom Verlust und den trügerischen Versprechen gesellschaftlicher Utopien.“. Fest steht: Yanagihara hat hier einen fiktiven Entwurf (eben jener Utopie) einer möglichen Zukunft verfasst. Sollen dann aber Vergangenheit und die 90er Jahre dann nur aufzeigen, dass sich vieles einfach nicht ändert oder wenn ja, was dies sein soll? Um welches Paradies, wie der Titel des Buches nunmal heißt, geht es hier? Die Geschichte ist reine Erfindung in jeder Linie, aber eben auch nicht so ganz, denn, ja, sie zeigt menschliche Gefühle wieder typisch Yanagihara-mäßig auf, genau dafür gibt es auch den 1 Stern von mir. Mehr ist aber beim besten Willen nicht drin.

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  1. Manchmal ist weniger mehr

    Wo fängt man an bei einem Roman, der eigentlich aus drei größtenteils unabhängigen Geschichten besteht? Vielleicht genau damit, denn das war es, was mein Gefühl beim Lesen geprägt hat. Zwischen den einzelnen Geschichten liegen jeweils hundert Jahre, sie spielen alle auf dem amerikanischen Kontinent und behandeln alle Themen wie Homosexualität, Armut vs. Reichtum, Krankheit, Sehnsucht. Was mir aber gefehlt hat, ist eine wirkliche Verbindung, die über die thematische hinausgeht. Ja, es gibt einige wenige Anspielungen auf den möglichen Fortgang der jeweils anderen Geschichten, aber im Großen und Ganzen bleiben ihre Enden mehr als offen. Erwartet hatte ich eine Handlung, die sich über drei Jahrhunderte erstreckt, stattdessen musste ich mich gleich dreimal auf völlig neue Geschichten einlassen, die sich in ihrer Weitschweifigkeit verlieren.

    Dabei macht Yanagihara durchaus deutlich, dass sie schreiben kann. Die Figuren und ihr Schicksal werden einfühlsam beschrieben, ihr Leid in allen Facetten geschildert - und doch habe ich bis zur dritten Geschichte gebraucht, um mich darauf einlassen zu können. Erst hier wurden die Protagonist*innen für mich greifbarer, erst hier konnte ich mich in sie hineinfühlen und mit ihnen hoffen. Sicherlich hat dazu auch die spannende bis beklemmende dystopische Grundstimmung beigetragen, die hier vorherrscht; in den beiden vorherigen Teilen hat mir diese Spannung größtenteils gefehlt. Gerade die zweite empfand ich über weite Strecken als sehr anstrengend, was das Weiterlesen manches Mal zur Überwindung gemacht hat.

    Meine Kritik besteht hauptsächlich in der für meinen Geschmack zu losen Verknüpfung und der darunter leidenden, fehlenden Tiefe der Charaktere und Handlung(en). Ich frage mich, ob es wirklich notwendig war, drei Geschichten in ein Buch zu packen? Meiner Meinung nach nicht unbedingt.
    Insgesamt ein Roman, den man lesen kann, aber nicht muss - mich hat er eher weniger überzeugt.

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  1. Ich wollte es lieben, aber ich konnte nicht...

    Da man über dieses Buch eigentlich nur noch stolpert, egal ob auf Social Media, in der Werbung oder sonst wo und ich über den Erstling der Autorin so viel Gutes gehört hatte, wollte ich mich dann auch mal an die fast 900 Seiten wagen.

    Gleich vorweg: Ich lese, um mich nach einem stressigen Arbeitstag zu unterhalten und zu entspannen. Das war bei diesem Werk leider nicht möglich, denn das Lesen fühlte sich hier eher wie ein Hochschulstudium an: langweilig, in die Länge gezogen und oft zu viel gewollt.

    Bei diesem Roman bekommt man eigentlich drei Bücher in einem und ich muss leider gestehen, dass ich die Zusammenhänge unter einander nicht verstanden habe. Ja alles spielt an ein und denselben Ort, nur eben in anderen Zeiten, aber das reichte mir nicht als Verbindung.

    Las sich die erste Geschichte um David, der sich in einen armen Musikleser verliebt noch ganz putzig und schon fast wie ein Groschenromanheft, weil doch recht viel Kitsch enthalten ist, so mochte ich diese noch verhältnismäßig gern. Man muss zwar damit zurechtkommen, dass die Gegebenheiten andere sind als die wir von 1893 kennen, aber man gewöhnt sich schnell ein.

    Im zweiten Part in den 90ern mit der AIDS Katastrophe begann ich bereits quer zu lesen und auch ganze Seitenblöcke zu überspringen ohne tatsächlich zu merken, dass mir Wissen fehlen würde. Hier war der Lesefluss einfach nicht gegeben, weil es in meinen Augen keinen anständigen roten Faden gab. Es wird nur fröhlich in der Zeit hin und her gesprungen, was man selbst beim quer lesen extrem spürte.

    Der dritte Teil ist der umfangreichste und spielt in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft. Ich muss gestehen, dass ich schon die Pandemienachrichten, die uns täglich begleiten, kaum noch aushalten kann, aber jetzt noch über ein von Pandemien geplagte Welt zu lesen, die noch auf einen zukommen kann, das muss ich derzeit dann wirklich nicht haben. Natürlich ist das Geschilderte enorm realistisch beschrieben und dadurch umso beängstigender, aber eben auch nichts in das ich mich so richtig rein denken möchte.

    Sprachlich kann man bei Yanagihara wirklich nicht meckern, denn sie benutzt Worte, die einfach verzaubern, aber das hat bei mir allein nicht gereicht, um mich bei der Stange zu halten. Ohne quer lesen und überspringen hätte ich spätestens ab der Mitte wahrscheinlich sogar abgebrochen.

    Fazit: Meinen Geschmack hat es nicht getroffen. Es wird all jene Leser ansprechen, die eine literarische Herausforderung suchen und sich gern auch beim Lesen etwas quälen. Ich kann leider keine Empfehlung aussprechen.

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12 Gesetze der Dummheit

Buchseite und Rezensionen zu '12 Gesetze der Dummheit' von Henning Beck
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "12 Gesetze der Dummheit"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:256
Verlag: Econ
EAN:9783430211024
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Rezensionen zu "12 Gesetze der Dummheit"

  1. Wirklich jeder kann hier verstehen, was ein Neurowissenschaftle

    Schon vom Äusseren her wirkt das Buch gut strukturiert. Der Titel 12 Gesetze der Dummheit wirkt erst einmal provokant. Der Untertitel mildert das etwas ab, vermittelt, man kann nichts für die Dummheit. Die nächste Assoziation dabei: Sind Politiker ebenso wie Menschen per se dumm in vielerlei Hinsicht und können gar nichts für manche Entscheidungen? Die Erlösung kommt in der Überschrift des rückwärtigen Covertextes: Wir können mehr als wir denken. Sehr gelungen auch die Zahl 12 zu verwenden, hätte beliebig mehr oder weniger sein können glaube ich. Henning Beck hätte noch mehr beizusteuern, aber die Zahl 12 ist vertraut und auch ein Symbol. Genial das tetrisähnliche Symbol auf dem Coverbild. Alles passt ineinander, alles ist vorgeformt und genormt.
    Noch keinen Satz gelesen und dennoch keine Angst von einem Neurowissenschaftler überfordert zu werden beim Lesen. Und genau so ist esl !2 Kapitel mit jeweils Überschrift und eine Anmerkung dazu, die weitere Hinweise gibt. Jedes Kapitel lässt sich in relativ kurzer Zeit sehr gut lesen. Es kam nicht einmal vor, dass ich nachlesen musste, weil ich etwas nicht auf Anhieb verstanden habe. Trotz fehlender entsprechender Vorbildung. Viele Dinge lösten bei mir einen AHA-Effekt aus. So in Richtung klar doch, habe ich auch mal gedacht oder genau so war es. Noch nie über manches nachgedacht und doch sofort verstanden. Zum Beispiel wird die Erfindung des Buchdrucks mit dem Beginn des Internets verglichen. Welche historischen Auswirkungen der Buchdruck hatte und man sich das gleiche und noch mehr vom Internet erhoffte. Und wie es ausging weiß man ja nun. Auch zum Schmunzel gibt es so einiges, zum Beispiel die Aufforderung heutigen 15jährigen zu erklären, dass man zu Modem-Zeiten aus dem Internet gehen musste wenn Mama mal telefonieren wollte.
    Rundum zufrieden bin ich mit dem Buch, wobei auch ein bischen Wehmut dabei ist. Das versprochene Überwinden der Mechanismen die uns ausbremsen ist in der Theorie gut, umsetzbar? Als ermutigende Lektüre in Zeiten großer Herausforderungen würde ich das Buch auch nicht bezeichnen, eher als Anleitung uns selbst und die Entscheidungen in der Welt besser nachvollziehen zu können.

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Und wir tanzen, und wir fallen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Und wir tanzen, und wir fallen: Roman' von Catherine Newman
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Und wir tanzen, und wir fallen: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:254
Verlag: Piper ebooks
EAN:
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Rezensionen zu "Und wir tanzen, und wir fallen: Roman"

  1. Wie im Leben, oder besser im Sterben

    Ein bezauberndes Cover. Es ist nahe an dem Original, aber durch die Farbgebung noch mal viel besser. Ebenso erfährt der Titel in der Übersetzung ein Upgrade. Aus We All Want Impossible Things, Wir alle wollen Unmögliches, wird Und wir tanzen, und wir fallen. Poetisch und sehr nahe auch an der Diskrepanz im Buch.
    Einerseits die Sterbende, andererseits frivole Szenen und humorvolle Gespräche. Der abwesende Ehemann, die anwesende Freundin.
    Vielen mag das zu krass sein, diese Unterschiede. Aber wem darf man das zugestehen. Sicher den Sterbenden und denen, die sie begleiten. Mit etwas Abstand verfolge ich die letzten Monate eines schwer erkrankten Bekannten. Da wird oft kritisiert, was er tut, was er isst, wie er mit dem Restchen seines Lebens umgeht. Warum? Gerade diese Seite wird auch hier im Buch beleuchtet. Die schwerwiegenden Dinge werden nicht verschwiegen. Man kann sich anhand der Beschreibung vorstellen, wie es der Sterbenden geht und doch darüber lachen, dass Gesichtshärchen zupfen wichtig zu sein scheint.

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Die Butterbrotbriefe: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Butterbrotbriefe: Roman' von Carsten Henn
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Butterbrotbriefe: Roman"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:235
Verlag: Piper ebooks
EAN:
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Rezensionen zu "Die Butterbrotbriefe: Roman"

  1. Abschiedsbriefe

    Kati Waldstein will mit fast 40 ein neues Leben beginnen, und von vielen Menschen, die sie geprägt haben, Abschied nehmen. Auf Butterbrotpapier, das ihr Vater über Jahrzehnte für sie gesammelt hatte, hat sie 37 Briefe verfasst – teilweise mit der Schreibmaschine, teilweise (die wichtigeren) von Hand. Adressaten sind unter anderem eine Supermarktkassiererin, die immer sehr nett zu ihr war, ihr Exmann, ihre Mathelehrerin aus der Grundschule, die Chefin vom Friseursalon, ihre verstorbene Mutter. Nicht jeder möchte ihren Abschiedsbrief hören, aber Kati liest ihn den betreffenden Personen trotzdem stur vor, weil es für sie selbst wichtig ist, die Dinge auszusprechen. Manche dieser Briefe bekommen man als Leser mit, manche nicht.

    Mittendrin trifft Kati, die immer samstags auf dem Marktplatz Obdachlosen kostenlos die Haare schneidet, auf Severin, der sein Leben als Klavierstimmer nach einem von ihm verschuldeten Unglück hinter sich lassen musste und glaubt, dass Kati und ihr Heimatort sein Schicksal sind.

    Das Cover finde ich eher unauffällig, aber nicht schlecht. Die Idee, sich bei einem Neuanfang mit Briefen von Menschen, die auf die eine oder andere Weise wichtig für das eigene Leben waren zu verabschieden, fand ich ganz interessant, auch wenn dies im Laufe des Romans für meinen Geschmack doch etwas zu sehr zur Nebenrolle wurde.

    Mit hat der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil war wie schon bei früheren Büchern des Autors angenehm zu lesen. Insgesamt ein schön geschriebener Roman.

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  1. Wunderbar

    Ein ganz wunderbares und bezauberndes Buch, das ich mir unheimlich gut gefallen hat. Carsten Henn beschreibt seine Figuren so genau, ohne dabei auszuufern. Spleens und Eigenheiten werden so charmant beschrieben, dass man eigentlich gar nicht anders kann, als die Figuren ins Herz zu schließen. Von Anfang an habe ich mich in der Geschichte wie zu Hause gefühlt.

    Ich finde die Idee, Briefe auf Butterbrotpapier zu schreiben, witzig. Es ist so ein alltägliches, unscheinbares und mittlerweile altmodisches Material. Mir hat die Grundidee des Romans sehr gut gefallen. Und es gibt so viele tolle und - wie ich finde - kluge Sätze darin, die mir sehr ans Herz gegangen sind. Gleichzeitig ist es auch eine Liebeserklärung an das Schreiben und eine Hommage an den Brief.

    Es gibt witzige Momente, geprägt von Situationskomik; herzerwärmende Begegnungen, heilende Umarmungen, kluge Erkenntnisse, sehr traurige Momente, in denen ich so sehr mit Kati mitgelitten habe. Und es gibt ganz wunderbare Briefe und erhellende Ausflüge in die Arktis. Für mich war es ein rundum gelungenes Leseerlebnis.

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Untenrum frei

Buchseite und Rezensionen zu 'Untenrum frei' von Margarete Stokowski

Inhaltsangabe zu "Untenrum frei"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:230
EAN:
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Gefährlicher Glaube

Buchseite und Rezensionen zu 'Gefährlicher Glaube' von Pia Lamberty

Inhaltsangabe zu "Gefährlicher Glaube"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
Verlag: Quadriga
EAN:9783869951119
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Krankheit als Selbstheilung

Buchseite und Rezensionen zu 'Krankheit als Selbstheilung' von  Dieter Beck

Inhaltsangabe zu "Krankheit als Selbstheilung"

Format:Taschenbuch
Seiten:0
Verlag: Suhrkamp
EAN:9783518376263
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