Götter

Buchseite und Rezensionen zu 'Götter' von Will Hofmann
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3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Götter"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
EAN:9783944788197
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Rezensionen zu "Götter"

  1. Götter

    Will Hofmann
    Götter
    Fabulus - Verlag

    Autor: Geboren 1949 im Taunus. Arzt für Allgemeinmedizin und Psychiatrie mit 20-jähriger Praxiserfahrung in Berlin- Neukölln. Er begann in seinen Jugendjahren zu schreiben. Erste Veröffentlichungen 1979 »Da läuft was aus« als SelfPublisher und 2011, »Abenteuermond« – ein Kinder-Science Fiction. Bei Kindle bisher erscheinen: »Oktan«, »Das Licht«, »Million Dollar Jucken« und »Glückwunsch zum Geburtstag, Zombie«. Will Hofmann ist inspiriert von Edgar Alan Poe, Guy de Maupassant, Stanislaw Lem und vielen anderen, also von den Bereichen Grusel, Fantasy und Science Fiction. Seine Werke lassen sich deshalb diesen Genres zuordnen. Daneben entstanden zahlreiche Skripts für den Unterricht an Kranken- und Altenpflege-schulen sowie Info-Broschüren zu unterschiedlichen medizinischen Themen für Patienten. Durch seine wissenschaftliche Ausbildung und pädagogische Praxis vermag es Will Hofmann, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Die fantastischen Theorien in den Romanen wirken glaubhaft, nachvollziehbar und geben den Geschichten ihren besonderen Reiz. (Quelle: Fabulus)

    Agnes beginnt alles zu hinterfragen, was Sie im Reservat gelernt und gesagt bekommen hat. Sie untersucht Mäuse auf Ihre inneren Organe und Ihre Fortpflanzung. Als Sie eines Tages aus dem Reservat in die Freiheit flieht, muss Sie sich alleine zurechtfinden. Eines Tages macht Sie dabei Bekanntschaft mit Günther, der ebenfalls aus seinem Reservat geflohen ist.

    Das Buch besteht lediglich aus 4 Kapiteln. Die Kapitelangabe erfolgt durch eine Überschrift, die auf die rechte Seite gedruckt ist (lediglich das erste Kapitel hat eine Zeitangabe). Die langen Kapitel sind jedoch nochmals in Absätze unterteilt, die durch 3 Sternchen voneinander getrennt werden. Mit jedem Absatz wechselt auch die Handlung. Durch die teilweise vielen Wechsel, wird der Leser jedoch recht schnell verwirrt und kann den verschiedenen Handlungen schwerer folgen. Gefördert wird diese Verwirrung durch die Tatsache, dass man sofort in die Handlung geworfen wird und erst im Laufe des Buches, nach und nach erfährt, worum es eigentlich in dem Buch geht. Da kann der Leser sich schon etwas allein gelassen fühlen. Hier hätte ich mir eine kleine Einführung zu Beginn des Buches gewünscht.
    Wir werden beim Lesen auf teilweise skurrile Rechtschreibung und Wörter treffen, diese passen aber perfekt zur Handlung und sorgen dafür, dass man sich in die Handlung einfinden kann. Zu jeder Zeit weiß der Leser aber, was die Charaktere sagen wollen bzw. welche Gegenstände sie umschreiben. Aber auch in diesen Situationen sehen wir eine Entwicklung im Laufe der Story. Zu Beginn ist der Wortschatz der Charaktere noch recht klein, zum Ende hingegen haben sie schon deutlich mehr gelernt. Hier taucht aber das nächste Problem auf, denn es ist wirklich schwer die Zeitspanne der Handlung zu erkennen. Es wird zwar teilweise erzähl,t wie viele Jahre vergangen sind, jedoch hilft das dem Leser kaum zum Folgen der Handlung.
    Anmerkung: Da mir das bei diesem Buch wieder auffällt, wollte ich dies kurz erwähnen. Auf de Homepage steht 444 Seiten, jedoch hat meine Ausgabe gerade mal 400 Seiten. Ich weiß nicht ob es sich dabei um einen Fehler handelt, aber anmerken wollte ich es trotzdem. Dies ist aber in keinster Weise in die Bewertung geflossen.

    Cover: Das Hardcover des Buches ist vorne weiß und wird auf der Rückseite schwarz. Wir sehen über dem Autorennamen einen leicht unscharfen Helikopter. Diese Helikopter tauchen auch im Buch auf. Außerdem sehen wir auf der linken Seite noch etwas Stacheldraht. Vermutlich handelt es sich hierbei, um die Oberkante eines der im Buch auftauchenden Reservate. Die Seiten des Buches sind außen, mit einer leicht grauen Farbe bemalt. Besonders gefällt mir, dass das Buch ein Lesezeichen enthält.

    Fazit: Das Buch verfolgt eine Spannende Idee, die jedoch besser hätte erzählt werden können. Leider erfüllt das Buch nicht das, was man erhofft zu bekommen. Wer jedoch kleine Abstriche machen kann und bereit ist dafür fast 20 Euro zu bezahlen, bekommt schon gute Unterhaltung geboten. Von mir gibt es 3/5 Sterne.

    Klappentext: In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe. Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen? (Quelle: Fabulus)

    Autor: Will Hofmann
    Titel: Götter
    Verlag: Fabulus - Verlag
    Genre: Roman
    Seiten: 444
    Preis: 19,95
    ISBN: 978-3-944788-19-7

    http://wurm200.blogspot.de/

 

Nordland-Trilogie 1: Steinfrühling

Buchseite und Rezensionen zu 'Nordland-Trilogie 1: Steinfrühling' von Stephen Baxter

Inhaltsangabe zu "Nordland-Trilogie 1: Steinfrühling"

Lesern von "Nordland-Trilogie 1: Steinfrühling" gefiel auch

Format:Broschiert
Seiten:640
Verlag: Cross Cult
EAN:9783864254505
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Pandora - Wovon träumst du?

Buchseite und Rezensionen zu 'Pandora - Wovon träumst du?' von Eva Siegmund
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Pandora - Wovon träumst du?"

[Bücher wie neu , eingeschweißt ]

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:496
Verlag: cbt
EAN:9783570310595
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Rezensionen zu "Pandora - Wovon träumst du?"

  1. Eine erschreckende Zukunft

    Inhalt:
    Sophie hat einen Termin beim Notar und trifft dort auf ihre Zwillingsschwester von der sie bisher nichts wusste. Liz und sie wurden getrennt als ihr leibliche Mutter ermordet wurde und ihr leiblicher Vater dafür ins Gefängnis ging. Die Schwestern wurden getrennt. Während Liz in einem vermögendem Elternhaus groß wurde, lebte Sophie mit ihrem Adoptivvater in bescheidenen Verhältnissen. Ihr ganzer Stolz ist ihr Smart Port, ein implantierter Chip der für sie nur erschwinglich war, weil er sie in ihrem Träumen mit Werbung traktiert. Liz und sie wollen mehr über ihre leiblichen Eltern herausfinden und bringen sich damit in Gefahr, denn der Sandmann beherrscht die Traum-Werbe Industrie und hat nur darauf gewartet wieder auf Sophie zu treffen...

    Meine Meinung:
    Pandora kommt verpackt in einem sehr Mädchenhaften Cover, dabei empfand ich diesen Roman gar nicht als so Mädchenhaft wie es die Hülle vermuten lässt.

    Das soll keinesfalls negativ klingen, denn das was ich lesen durfte hat mich sehr begeistert. Eva Siegmund war mir bekannt durch Lúm, auch wenn ich das Buch noch nicht gelesen habe, war die Geschichte ja bei Erscheinen auf vielen Blogs zu sehen. In Pandora ging es nun um implantierte Chips, die quasi die Handys ersetzen und sich auch in unser Unterbewusstsein einklinken können, in dem sie Träume mit Werbung beeinflussen. Eine Sache die gar nicht so unwahrscheinlich ist. Die Industrie wäre begeistert und ich befürchte viele Menschen würden so einen Chip haben wollen. Doch die Autorin zeigt in dieser Geschichte auch direkt die Gründe warum man davon Abstand nehmen sollte und dass auf eine sehr interessante und vor allem spannende Weise.

    Selbst das Kennenlernen der Zwillinge, das sehr ausführlich war, war interessant und fesselnd und langweilte kein Stück.
    Die Beiden können unterschiedlicher nicht sein. Sophie die bodenständige graue Maus, die das Restaurieren von Fresken liebt und nur noch ihren Vater hat. Sie lebt in bescheidenen Verhältnissen und musste sich das Geld für ihren Smart Port hart ansparen. Sie ist die Denkerin und auch die Ruhigere.
    Liz ist laut und auffallend, dabei aber nicht nervig. Geld bedeutet für sie nichts. Luxus ist sie gewöhnt und gerne redet sie mal bevor sie nachdenkt, was einige haarige Situationen hervorruft. Liz hat das Herz auf dem rechten Fleck und gibt gerne.
    Beide haben Freunde, die ebenfalls recht unterschiedlich sind. Sie kommen aus verschiedenen Schichten und haben nur wenig miteinander zu tun. Dazu kommen noch ein paar Figuren die für die Geschichte sehr wichtig sind. Natürlich die leiblichen Eltern von denen man nur recht wenig erfährt und das Wenige nach und nach. Auch Helfer der Mädchen in ihrer Suche tauchen auf, diese werden ausreichend beschrieben, doch nicht zu viel. Ins Herz geschlossen habe ich die Bediensteten von Liz Familie. Fe und Juan. Sie fungieren ein wenig als Ersatzeltern und das nicht nur für Liz sondern auch recht schnell für Sophie.
    Dann gibt es noch den Sandmann. Ein Geselle, der sehr nebulös und geheimnisvoll wirkt.

    Ich muss sagen das mir seine Beweggründe und auch das eventuelle Ende recht schnell in den Sinn kam. Doch konnte mich Eva Siegmund hier und da noch überraschen, so dass ich mich nie gelangweilt fühlte und vom Buch vollkommen gefesselt war.

 

Kitty Kathstone: Band 1

Buchseite und Rezensionen zu 'Kitty Kathstone: Band 1' von Sandra Öhl
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kitty Kathstone: Band 1"

Sie ist schlagfertig und zieht Schwierigkeiten an, wie das Licht die Motten. Da ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet an Kittys fünfzehnten Geburtstag alles schief läuft. Und als wären es nicht genug Katastrophen für einen Tag (nebst dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters), eröffnen ihr ihre zurückhaltende Mutter und die resolute Großmutter das lange totgeschwiegene Familiengeheimnis. (Nichts Neues, denkt Ihr? Naja, seid Euch da mal nicht so sicher.) Kitty findet sich schneller, als ihr lieb ist in einer Welt voller Mythen wieder, bevölkert von Gorgonen, Formwandlern, japanischen Einhörnern, Walküren und anderen unglaublichen Wesen, in der es aber vor allem um eines geht: Gemeinsam mit 14 Guardians und jahrtausendealten Steinen, das Gleichgewicht des Universums zu bewahren. Ein fantastisch-komisches Abenteuer, das einen mit viel Humor, Spannung, Familiensinn, einem Quentchen Philosophie und einer schlagfertigen Protagonistin von Little´s Law über die schwarze Stadt Khara Khoto bis nach Berlin führt. ...Ach ja, und dann gibt es da noch einen Jungen mit leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen und natürlich meine Wenigkeit, die diese unglaubliche Begebenheit erzählt. Ihr ergebener Sir Larry Oehl Das Hörbuch liest Wolfgang Pampel. Wolfgang Pampel ist deutscher Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher. Seine marakante Stimme leiht er als Standardsprecher Harrison Ford. Neben der Synchronisation von Filmen ist er auch an deutschen Hörbuchproduktionen beteiligt.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:444
EAN:9783950400304
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Rezensionen zu "Kitty Kathstone: Band 1"

  1. Quirlige Fantasy mit viel Humor

    Ein Hinweis vorweg: ich beziehe mich in meiner Rezension ausschließlich auf das Hörbuch. Dieses ist zwar ungekürzt, entspricht also inhaltlich genau der Buchvorlage, ich kann daher allerdings nichts zu Rechtschreibung, Grammatik oder Satz der Printausgabe sagen.

    Daher möchte ich auch direkt mit dem Sprecher anfangen. In vornehmem Plauderton und mit feinsinnigem Wortwitz führt Wolfgang Pampel, seines Zeichens Schauspieler, Sänger, Hörspiel- und Synchronsprecher, in der Rolle des "Sir Larry Oehl" durch die pfiffige, einfallsreiche Geschichte. Filmfans mag zwar sein Name nicht bekannt sein, da er aber unter anderem Harrison Ford seine Stimme lieh, dürfte diese dem ein oder anderen vertraut sein.

    Mir hat sehr gut gefallen, wie prägnant er die unterschiedlichsten Charaktere wunderbar voneinander unterscheidbar darstellt, von der gewaltigen Walküre mit Berliner Schnauze über einen verschnupften Mantikor mit Kuhdungallergie bis hin zur hypernervösen jungen Formwandlerin (deren Strebsamkeit sich übrigens mit der von Hermine Granger messen kann).

    Die Geschichte klingt erst einmal nach nichts weltbewegend Neuem: Der 15-jährigen Kitty, die bislang nichts davon ahnte, wird überraschend ihr magisches Erbe enthüllt. Danach wird sie ohne viel Federlesens in ein magisches Internat geschickt, in dem sie ihre Kräfte beherrschen lernen soll. Klingt ein bisschen nach Harry Potter & Co, oder?

    Dann setzt die Autorin aber noch einen drauf: nicht alle Schüler dieser Schule sind Menschen - tatsächlich sind Menschen eher in der Minderheit! Junge Hexen teilen sich das Klassenzimmer mit Gorgonen, Walküren, Furien, Formwandlern und vielen anderen magischen Wesen. Das hat mich wiederum an Monster High erinnert!

    Dazu kommt noch, dass einige der Schüler auf ihre Aufgabe als "Guardians" vorbereitet werden: Hüter magischer Steine, die jeweils einen Wert verkörpern. Interessant fand ich, dass die Hälfte dieser Werte gemeinhin positiv betrachtete Tugenden sind, wie zum Beispiel Weisheit, die andere Hälfte aber eher negativ behaftete Eigenschaften wie Hochmut!

    All das zusammengenommen ergibt dann doch eine unglaublich einfallsreiche, originelle Mischung! Es passiert immer wieder etwas Neues, eine Wendung jagt die nächste… Auch die Wahl des Erzählers verleiht der Geschichte eine ganz eigene Note, denn Sir Larry Oehl ist einfach eine Nummer für sich!

    Die Geschichte hat genug Mysterien, Gefahr und Action zu bieten, um nie langweilig zu werden - es bleibt spannend bis zum Schluss. Vor allem aber lebt die Geschichte von den lebendigen, kunterbunten Charakteren.

    Besonders Kitty und Nora sind mir sehr ans Herz gewachsen. Kitty ist ein hitzköpfiges Mädchen, das sich ständig in Schwierigkeiten bringt, weil sie Ungerechtigkeit schlicht und einfach nicht ausstehen kann. Manchmal ist sie ein patziger Teenager, manchmal wird sie in ihrem Zorn ungerecht, manchmal urteilt sie ein wenig vorschnell… Aber sie war mir sehr sympathisch, und ich fand den trockenen Tonfall, in dem Sir Larry Oehl ihren manchmal bösen Humor wiedergibt, einfach unheimlich witzig.

    Nora ist das genaue Gegenteil von Kitty - sie ist ängstlich, fast schon neurotisch, und das, was man als Streberin bezeichnen könnte. Sie will bloß nie gegen die Regeln verstoßen, und alleine schon der Gedanke, in Schwierigkeiten zu geraten oder schlechte Noten zu schreiben, verursacht hysterische Panik. Aber sie ist auch sehr clever und hat sich schnell in mein Herz geschlichen.

    Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die in meinen Augen aber nicht soooo viel Raum einnahm. Ja, Kitty ist bis über beide Ohren verknallt und bekommt schon beim Gedanken daran, mit ihrem Schwarm alleine zu sein, Schnappatmung - aber genau dazu bekommt sie nicht all zuviel Gelegenheit… Trotzdem ist die Liebesgeschichte süß und altersgerecht geschrieben.

    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr bildlich, mit vielen bunten Details, und besonders der schräge Humor trifft genau meinen Geschmack!

    Fazit:
    Kurz und knapp: Teenager erfährt, dass sie magische Wurzeln hat, und kommt an eine Schule, die wie eine Mischung aus Hogwarts und Monster High anmutet. Auf dem Stundenplan stehen Levitation, Kampftraining und Weltretten, aber dummerweise geht schief, was immer auch schief gehen kann.

    In meinen Augen - äh, Verzeihung, Ohren ist das Hörspiel einfach ein echter Kracher. Die Geschichte ist quirlig, rasant und voller Wendungen, die Charaktere sind abwechslungsreich, lebendig und gut geschrieben... Die Erzählung liefert genug Details für Kopfkino vom Feinsten und ist dabei nicht nur spannend, sonder auch humorvoll und manchmal romantisch.

 

Gestohlene Liebe - Großdruck

Buchseite und Rezensionen zu 'Gestohlene Liebe - Großdruck' von Cara MacKeltar
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Gestohlene Liebe - Großdruck"

Format:Taschenbuch
Seiten:199
Verlag: AAVAA Verlag
EAN:9783845916767
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Rezensionen zu "Gestohlene Liebe - Großdruck"

  1. selbst übertroffen

    Inhalt: In einem schottischen Museum hängt das Gemälde von Lady Elisabeth und ihrem Gemahl Lord Draven. Heute erzählen nur noch Ruinen vom einstigen Glanz ihrer mächtigen Burg. Die Bestseller-Autorin Viktoria, die sich unsterblich in Lord Draven verliebt hat, will seine Geschichte in die Gegenwart holen und beginnt zu recherchieren. Immer mehr gerät sie in den Bann von Lord Draven und wünscht sich nichts mehr, als den Platz von Lady Elisabeth einzunehmen. Da taucht der Magier Ramaja auf, der für den kinderlosen Lord nach einem Missgriff namens Olivia gerade eine neue Frau aus der Zukunft sucht, Viktoria findet und ihre Zeitreise ins Jahr 1736 einleitet. Alles könnte einen glücklichen Verlauf nehmen, wenn da nicht Mervan und dessen Geliebte Olivia wären, die einen raffiniert eingefädelten Giftmord planen. Und auch der Schatten von Lady Elisabeth liegt über dem Glück von Draven und Viktoria… (Text © Amazon.de)

    Mein Fazit: Das vorliegende Buch bekam ich direkt von der Autorin Cara MacKeltar als Rezensionsexemplar. Dazu gab es auch noch eine passende, sehr gefühlvolle Musik CD, eingespielt von Markus Daßler.

    Zuerst einmal zum Cover. Dieses finde ich ein klein wenig zu mau, sorry liebe Cara. Vielleicht wäre eine andere Farbwahl und weichere Kanten beim Motiv vorteilhafter. Doch wie man schon sagt, über Geschmäcker lässt sich nicht streiten.

    Die Geschichte: hier hat die Autorin sich wirklich übertroffen. Ich liebe solche Geschichten, die vor einem historischen Hintergrund spielen und dann auch noch ein wenig mystisches bzw. eine Zeitreise. Klasse und Applaus liebe Cara. Genau was ich gerne lese. Die liebe Cara MacKeltar hat es geschafft, ihre Protagonisten harmonisch auf einander abzustimmen ohne dabei unglaubwürdig zu erscheinen. Da wünscht man sich einfach, eben jene Protagonistin zu sein und dadurch die Liebe seines Lebens zu bekommen. Danke dafür und ich freue mich jetzt schon auf mehr von der Autorin.

 

Obernewtyn

Buchseite und Rezensionen zu 'Obernewtyn' von Isobelle Carmody
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Obernewtyn"

Format:Broschiert
Seiten:272
EAN:9783944544328
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Rezensionen zu "Obernewtyn"

  1. Guter Auftakt

    Um was geht’s?
    Nach einer Nuklearkatastrophe hat sich eine neue Ordnung gebildet. Aber nicht nur das. Auch sogenannte Abweichler mit verschiedensten Fähigkeiten sind entstanden. Diese werden verfolgt, gejagt und verbrannt oder sie landen in einer Versuchsanstalt. Elspeth ist ein Abweichler. Sie versuchte dies zu verbergen, aber wurde erwischt. Nach ihrer Verurteilung muss sie nach Obernewtyn – dem Ort, wo grausame Versuche mit den Abweichlern gemacht werden.
    Wie hat es mir gefallen?
    Ich brauchte ein wenig, um mich auf den Schreibstil einzulassen. Mir waren etliche Sätze zu geschachtelt und das irritierte mich zu Anfang ein wenig. Als ich dann drin war und auch die Story immer spannender wurde, störte mich das nicht mehr. Der Schreibstil an sich war sehr bildlich und das gefiel mir. Orte, wie auch Gegenstände waren sehr schön beschrieben und ein Kopfkino setzte auf jeden Fall bei mir ein.
    Die Geschichte ist aus der Sicht von Elspeth geschrieben (in der Ich-Perspektive). Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und fühlte oft mit ihr. Sie war wirklich sympathisch auf ihre Art. Auch andere Charaktere, wie der Kater, waren mir sympathisch. Die Grundidee fand ich auch toll. Aber die Frage ‚Warum rebellieren nicht die Abweichler?‘ Stellte ich mir oft. Trotzdem war die Story sehr spannend und hat mich mitgerissen. Das offene Ende machte mich auch neugierig und ich hoffe, dass bald Teil 2 der Reihe übersetzt wird. Von mir gibt’s 4 von 5 Sternchen für diesen guten Auftakt!

 

Duplik Jonas 7

Buchseite und Rezensionen zu 'Duplik Jonas 7' von Birgit Rabisch
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Duplik Jonas 7"

Jonas ist ein Duplik. Er lebt mit vielen anderen Dupliks in einem sogenanntenHort, abgeschottet von der Welt, und muss nichts anderes tun als Sporttreiben, sich richtig ernähren und auf seine Gesundheit achten. Nur eineBedrohung gibt es in diesem idyllisch anmutenden Leben den FRASS. EineKrankheit, die plötzlich und unbemerkt auftritt, die alle Organe befallenund die nur mit der sofortigen Entfernung des jeweiligen Körperteils 'geheilt'werden kann. Die grausame Wirklichkeit, die dahinter steckt, ahnt keinerder Dupliks Sie sind genetische Zwillinge von in der 'normalen' Welt lebendenMenschen und müssen jederzeit als Ersatzteillager fungieren. Eines Tagesist auch Jonas vom FRASS befallen.

Format:Taschenbuch
Seiten:191
Verlag: dtv
EAN:9783423780810
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Rezensionen zu "Duplik Jonas 7"

  1. Was macht einen Menschen aus?

    Was macht einen Menschen aus? Und sind meschliche Klone Menschen oder eher nicht? Welche Lebensformen sind schützenswert? Und wer sind wir, die glauben, dass wir darüber entscheiden dürfen wer leben darf und wer nicht? Hochinteressantes, spannendes Buch. Man merkt, dass es ein Jugendbuch ist: die Handlung ist schnell, es bleibt relativ wenig Zeit für eine Darstellng der Hauptpersonen auf einer tieferen Ebene. Trotzdem: gut geschrieben, ich wünschte wir hätten es in meiner Schule gelesen.

 

Aus dunklen Federn

Buchseite und Rezensionen zu 'Aus dunklen Federn' von Markus Heitz
4.75
4.8 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Aus dunklen Federn"

Markus Heitz, Thomas Finn und andere Autoren lehren uns die Kunst des Schreckens in der Anthologie „Aus dunklen Federn“, jetzt als eBook bei dotbooks.

Ein unheimliches Baby, die Macht lang verschwundener Götter und nächtlicher Gesang, der den Tod herbeiruft: Lesen Sie diese düsteren Geschichten auf eigene Gefahr! Aus den dunklen Federn von Thomas Finn und Markus Heitz, Boris Koch, Lena Falkenhagen, Hanka Jobke, Vincent Voss und Sonja Rüther fließt feinster Horror über Schrecken, die sich hinter der Maske des Alltäglichen verbergen. Wenn Sie keine Angst vor einem Karussell haben, das sich bis in alle Ewigkeit drehen wird, und eine Begegnung mit den Todesschläfern aus dem Bestseller „Oneiros“ von Markus Heitz nicht fürchten, heißen wir Sie herzlich Willkommen. Aber sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt ...

Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die Horror-Anthologie „Aus dunklen Federn“ mit den blutigen Handschriften von Thomas Finn, Boris Koch, Markus Heitz, Sonja Rüther und vielen anderen. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:368
EAN:9783981557466
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Rezensionen zu "Aus dunklen Federn"

  1. 4
    17. Jan 2016 

    Die Vielseitigkeit des Horrors...

    Ich und Horror? Und dann noch eine Anthologie? Naja, hier ergab sich für mich einfach die Möglichkeit, das Buch lesen zu dürfen - einige der Autoren waren mir auch schon aus anderen Büchern bekannt, und so siegte die Neugierde.

    Mit einiger Vorsicht ging ich ans Lesen, und als ich das Cover aus der Nähe betrachtete, gab es ein erstes Gruseln. Eine blutbesudelte Hand hält eine große Schreibfeder bereit, von deren Spitze ebenfalls das Blut trieft. Das Vorwort machte dann aber gleich neugierig - von der Herausgeberin Sonja Rüther verfasst, wirkte es sehr frisch und persönlich und damit authentisch, was mich durchaus ansprach.

    "Die Geschichten in dieser Anthologie sind so unterschiedlich wie die Personen, die sie verfasst haben. Von ganz grauenhaft bis subtil schrecklich und unheimlich lustig ist alles dabei." (S. 7)

    Dem Vorwort schließen sich acht Kurzgeschichten verschiedener Autoren an, und als Bonus gibt es drei weitere Geschichten - es wäre auch zu schade gewesen, wenn es die nicht gegeben hätte... Die Autoren haben das Titelbild zu ihrer eigenen Geschichte jeweils selbst illustriert, was ich als eine besonders individuelle und anschauliche Note empfand. Als Autoren an der Anthologie haben sich beteiligt:

    Hanka Jobke
    Boris Koch
    Sonja Rüther
    Markus Heitz
    Lena Falkenhagen
    Thomas Finn
    Vincent Voss

    Eine bunte Mischung mir bekannter und unbekannter Autoren und eine ebenso bunte Mischung an kurzen Horrorgeschichten. Die kürzeste Geschichte umfasst gerade einmal eine dreiviertel Seite, die längste etwa 60 Seiten. Aber auch in aller Kürze können sich einem die Nackenhaare hochstellen, wie ich feststellen durfte. In manchen Geschichten näherte sich die Angst ganz subtil an und umkreiste mich als Leser, bis es kaum noch auszuhalten war. Solche Geschichten als Film sind prädestiniert dafür, dass ich mir in der Hälfte der Szenen die Augen zuhalte - was beim Lesen eines Buches natürlich nicht geht. Diese Art des Horrors ist nach wie vor eher nichts für mich. Dennoch bemerkenswert, dass Geschriebenes auch solch eine Wirkung erzielen kann.

    Doch beinhaltet die Anthologie mehr als die Angst vor der Angst: gruselig, schwarzhumorig, skurril und grausam, alle Facetten des Genres werden hier bedient... Thrillererfahren wie ich bin, schockten mich splatterhafte Szenen weniger als vielleicht einige andere Leser. Besonders gefallen aber haben mir die zynisch-schwarzhumorigen Geschichten, denen man oft anmerken konnte, mit wieviel Vergnügen der Autor selbst bei der Sache war.

    Diese Anthologie gibt einen guten Einblick in das Genre des Horrors und der Dark Fantasy und macht deutlich, welche Bandbreite dieses Genre hat. Fantastisch ist hier jede einzelne Geschichte, auch wenn mir manche besser gefielen als andere. Aber dafür sind Anthologien m.E. eben auch da: für jeden Geschmack findet sich da etwas.

    Sehr gefreut habe ich mich, als ich erfuhr, dass Band 2 der dunklen Feder schon in den Startlöchern steht. Da darf man sicher wieder auf einiges gefasst sein. Hier jedenfalls habe ich einen guten Eindruck davon bekommen, was Horror alles bieten kann. Für Neugierige also bestens geeignet!

    © Parden

  1. dunkle Federn und dunkle Seiten

    Horror - ein sehr weitläufiges Genre mit diversen Spielarten und Ausprägungen, mal düster und geheimnisvoll, mal brutal und blutig. Genauso vielfältig und auf düstere Weise bunt ist die Anthologie "Aus dunklen Federn", herausgegeben von Sonja Rüther, mit Geschichten von Markus Heitz, Thomas Finn, Boris Koch, Lena Falkenhagen, Vincent Voss, Hanka Jobke und auch zwei Kurzgeschichten der Herausgeberin selbst.
    Anthologien laden dazu ein unterschiedliche Autoren und ihre Schreibstile kennen (und schätzen) zu lernen. Sie sind wie ein kleines Fenster in eine andere Welt, das einen Einblick gewährt, den Leser auf eine kurze, aber umso intensivere Reise mitnimmt. Wie eine Photographie, die eine Momentaufnahme zeigt und zum weiteren Mutmaßen und Nachdenken anregt.
    So auch in dieser Anthologie. Die Geschichten geben Einblicke in scheinbar alltägliche Situationen, die aber zusehends düsterer und geheimnisvoller werden. Mal ist es eine Dorfidylle im Norden Deutschlands, die jedoch durch geheimnisvolles unheiliges Tun gestört wird, mal ein Weihnachtsbaum, der eine dunkles Geheimnis birgt, mal die schrecklichen Ängste einer werdenden Mutter oder die abenteuerlicher Reise einer jungen Frau auf der Suche nach der Angst. Auch die von den Autor*innen individuell gestalteten Titelbilder zu den einzelnen Geschichten regten die Phantasie des Lesers an und laden zum Nachdenken und Weiterdenken der Geschichten ein.
    Um noch ein bisschen neugieriger zu machen, eine kleine Übersicht, an wen die dunkle Feder gereicht wurde und welche düsteren Geschichten niedergeschrieben wurden:
    Der Rummel von Hanka Jobke
    Die erste (sehr) kurze Geschichte vermittelt mit ein paar wenigen Sätzen, wie unheimlich ein verlassener Jahrmarkt sein kann. Ein gelungener Appetithaben, der Lust auf mehr macht.

    Keine sieben Tage von Boris Koch
    Eine Geschichte über einen Jungen, der in einem kleinen idyllischen Dorf lebt. Doch es birgt ein dunkles Geheimnis und ein uraltes Ritual....

    Oh Tannenbaum von Sonja Rüther
    Wer kennt das nicht, kurz vor Weihnachten muss noch schnell alles für das große Fest hergerichtet werden, natürlich darf auch ein Tannenbaum nicht fehlen. Doch was passiert, wenn dieser sich als wahrer Horrorbaum entpuppt...?

    Exemplum von Markus Heitz
    Ein Konditormeister, der vom Tod seines Vaters in einem Altenheim erfährt. Erst erscheint nichts ungewöhnliches daran, bis er auf Aufzeichnungen seines Vaters stößt. Aufzeichnungen, die ihn in einen uralten Konflikt hineinziehen, aus dem es kein Entkommen gibt....

    Alles ganz normal von Lena Falkenhagen
    Die Ängste und Sorgen einer werdenden Mutter, bei deren Schwangerschaft alles ganz normal verläuft... oder doch nicht?

    Bittere Wahrheit von Thomas Finn
    Eine Geschichte über einen Menschen, der sich permanent von seinen Mitmenschen benachteiligt fühlt und sich auf teils grausame Weise rächt, bis er auf ein dunkles Geheimnis stößt....

    Menschliches Versagen von Hanka Jobke
    In der heutigen Zeit mit ihren vielen medialen Möglichkeiten wird man ständig mit Nachrichten und Live-Berichten überflutet und nimmt vieles gar nicht mehr bewusst war. Doch die scheinbar belanglosen und zusammenhanglosen Berichte fügen sich wie bei einem Puzzle immer mehr zu einer schrecklichen Wahrheit.

    Farben des Frühlings von Vincent Voss
    Eine sommerlich idyllsche Rapslandschaft im Norden Deutschland und eine alte Geschichte aus der Jugend. Doch verbirgt sich dort noch immer das Böse... irgendwo im endlosen Gelb....

    Destruenten von Vincent Voss
    Ein Junge taucht in altmodischer Kleidung im U-Bahntunnel auf. Kurz danach kommt es zu Unfällen. Ist es Zufall oder steckt mehr dahinter?

    Fräulein Angstfrei von Markus Heitz
    Eine Hommage an "Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen"; ein Märchen in modernem Gewand mit phantastischen Einschlägen. Eine junge Frau, die nach einem unglücklichen Unfall verschwinden muss und auf ihrer Flucht von einem Abenteuer in das nächste stolpert. Doch alles ist nur Teil eines größeren Plans.....

    Walpurgia von Sonja Rüther
    Die Geschichte einer einsamen Frau, die sich ein wenig merkwürdige Gesellschaft sucht und selbst ein dunkles Geheimnis verbirgt...

    "Aus dunklen Federn" war meine erste Anthologie, die ich gelesen hatte. Anfangs war ich etwas skeptisch, da ich bisher vor allem Romane gelesen hatte und mit einer Kurzgeschichtensammlung bisher noch nicht wirklich in Berührung gekommen bin. Doch da ich von ein paar der Autor*innen schon ein paar Werke kannte, wurde ich neugierig, ob sie mich auch auf ein paar wenigen Seiten genau so fesseln konnte, wie in einem ganzen Roman. Und ich muss sagen, es ist ihnen gelungen. Selbst wenn hier und da eine Geschichte nicht hundertprozentig den Geschmack getroffen hat, war doch jedes Werk auf seine Weise faszinierend und machte die Anthologie zu einem Lesevergnügen.
    Als ich erfuhr, dass es eine Leserunde bei Whatchareadin geben sollte, zögerte ich nicht lange, die Geschichten nochmal zu lesen, um mir auch die Kleinigkeiten der einzelnen Geschichten nochmals ins Gedächtnis zu rufen. Die Geschichten hatten nach wie vor nichts von ihrer Faszination verloren und im Forum entspann sich eine wirklich tolle Diskussion zu den Hintergründen der einzelnen Geschichten und verschiedenen Interpretationsansätzen. Bei der entspannten Atmosphäre störte es dann auch nicht, dass die Autoren gegenüber den Lesern in der Überzahl waren.
    Ich freue mich schon auf einen zweiten Teil der Anthologie, der im Frühjahr des nächsten Jahres erscheinen soll.

    Aus dunklen Federn, herausgeben von Sonja Rüther
    Verlag: Briefgestöber
    ISBN 978-3981557466

  1. 5
    26. Dez 2015 

    blutige Handschriften

    Der Begriff Horrorliteratur (engl. horror = Entsetzen, Schauder) ist in der modernen Literaturwissenschaft eine Sammelbezeichnung für Werke, in denen Unheimliches, Makabres, Schreckenstaten, Furcht oder Abscheu erregende Ereignisse dargestellt werden. Die Bezeichnung umfasst also verschiedene literarische Genres wie z. B. Schauergeschichte oder Gothic Novel. Die Horrorliteratur ist an keine bestimmte literarische Gattung gebunden, am häufigsten ist sie in der Epik zu finden. Die Epik hat die bedeutsamsten Zeugnisse der Horrorliteratur hervorgebracht. Das liegt vor allem daran, dass epische Formen wie Roman, Erzählung, Novelle und Short Story besonders geeignet sind, um den Leser an den Gefühlserlebnissen anderer teilnehmen zu lassen. (Quelle: Bücher-wiki)

    Ein hervorragendes Beispiel für die Vielseitigkeit der Horrorliteratur ist die Anthologie „Aus dunklen Federn“, herausgegeben von Sonja Rüther. Ich hatte bereits das Vergnügen, zwei ihrer Bücher zu lesen: ihren intelligenten Thriller „Blinde Sekunden“ sowie ihre originelle Horrorgeschichte „Eine Spur aus Frost und Blut“ - beides Bücher, die mich von ihrer Schreibkunst und ihrem Gespür für das Außergewöhnliche überzeugt haben.
    Daher war ich gespannt, was Sonja Rüther zusammen mit ihren Schriftstellerkollegen in der Horroranthologie "Aus dunklen Federn" gezaubert hat.

    Thomas Finn, Lena Falkenhagen, Markus Heitz, Hanka Jobke, Boris Koch, Sonja Rüther und Vincent Voss haben also ihre dunkle Feder gespitzt und Horrorgeschichten geschrieben, die unterschiedlicher nicht sein können, sowohl vom Stil her als auch von der Thematik. Diese Geschichten sorgen für Herzklopfen, hoher Pulsfrequenz und Grusel. Und am Ende ist man erstaunt, wie vielseitig Horrorgeschichten sein können.

    In ihrem Vorwort beschreibt Sonja Rüther, wie es zu dieser Anthologie gekommen ist, wie sie die Autorinnen und Autoren für ihr Projekt begeistern konnte und welchen Spaß alle bei der Umsetzung dieser Idee hatten. Man merkt diesem Buch den Spaß an. Besonders gelungen sind dabei auch die Zeichnungen und Illustrationen der Autoren und Autorinnen, die diese im Zusammenhang mit ihrer Geschichte angefertigt haben. Diese Illustrationen sind der jeweiligen Geschichte vorausgestellt. Zeichnen ist nicht Jedermann's Sache. Insofern ist es umso bemerkenswerter, dass alle Beteiligten ihren Beitrag geleistet haben (Sonja kann scheinbar sehr überzeugend sein). Durch diese Illustrationen bekommt die Anthologie etwas sehr Persönliches und dadurch Besonderes.

    Diese Geschichten findet man in der Sammlung:

    Der Rummel von Hanka Jobke .....UNHEIMLICH ….
    Diese Geschichte ist der Appetitanreger in der Anthologie. Die Geschichte ist kurz, eigentlich passiert nicht viel.... eigentlich .... und doch macht sich Unbehagen breit. Wie bekommt Hanka Jobke das nur hin?

    Keine sieben Tage von Boris Koch .... ENTSETZLICH .....
    Eine Geschichte, erzählt aus der Sicht eines Kindes. Entsetzliches geschieht in einem Dorf. Nur, was genau? Keine sieben Tage, in denen sich in einem Dorf die Furcht zur Angst und von der Angst zum Horror entwickelt. Und dann ist das Leben wieder wie es war.

    O Tannenbaum von Sonja Rüther ....MAKABER .....
    Die Weihnachtszeit bekommt in einer Familie mit einem Mal eine ganz besondere Bedeutung. Man kann daraus nur lernen. Von jetzt an werde ich meinen Weihnachtsbaum mit äußerster Sorgfalt auswählen.

    Exemplum von Markus Heitz ... GEHEIMNISVOLL ....
    Die Geschichte fängt harmlos an. Auf einmal ist da dieses Unbehagen, das sich langsam zu Entsetzen entwickelt. Plötzlich wird man mit Horrorszenarien konfrontiert, die es eigentlich nicht geben darf. Oder doch? Am Ende der Geschichte betrachtet man sein Spiegelbild mit ganz anderen Augen

    Alles ganz normal von Lena Falkenhagen ....VERZWEIFELT .....
    Eine Schwangerschaft kann etwas Wundervolles sein, wenn da nicht diese Hormone wären. Und auf einmal wird aus einem Glücksgefühl ein Horrorgefühl.

    Bittere Wahrheit von Tom Finn ... WAHNSINNIG ...
    Eine Geschichte über einen Mann, der eine merkwürdige Art hat, mit Kritik umzugehen.

    Menschliches Versagen von Hanka Jobke ...SCHAUDERHAFT ...
    Die täglichen Hiobsbotschaften in den Medien lassen einen abstumpfen. Doch irgendwann horcht man auf. Woher kommen die tagtägliche Gewalt, das Böse und der Zorn. "Menschliches Versagen" bietet einen ungewöhnlichen Erklärungsansatz.

    Farben des Frühlings von Vincent Voss .... GRAUENVOLL ....
    Eine Geschichte über die schrecklich schöne Idylle eines Rapsfeldes.

    Destruenten von Vincent Voss ... GRUSELIG ...
    In dieser Geschichte geht es um die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Man sollte meinen, dass dies schon Horror genug ist. Aber Vincent Voss bringt noch einen ganz anderen Horror ins Spiel.

    Fräulein Angstfrei von Markus Heitz .... NERVENKITZEL .....
    Eine Geschichte, die dem Märchen "Von Einem, der auszog das Fürchten zu lernen." nachempfunden ist.

    Walpurgia von Sonja Rüther ... ABSCHEULICH....
    Eine Geschichte über eine einsame Frau, die mit ihrer neuen Freundin die Festtage verbringen möchte. Einsamkeit macht wunderlich!

    Die Geschichten behandeln Alltägliches aber auch Besonderes. Einige dieser Geschichten sind makaber und komisch, andere sind gruselig und fantastisch. Die Horrorszenarien, die hier kreiert werden, finden Zuhause statt, aber auch im Irgendwo. Die Geschichten können einen subtilen Horror vermitteln, der beim Leser ein anfängliches Unbehagen verursacht, das sich irgendwann steigert und am Ende für erhöhten Puls sorgt. Diese Geschichten kommen ohne viel Blut aus, denn sie spielen mit der Psyche des Lesers und sprechen die dunkle Fantasie an, die wohl in jedem von uns schlummert.
    Es gibt aber auch diejenigen Geschichten, die mit Blut geschrieben sind und Ekel verursachen. Und trotzdem liest man diese Geschichten, denn auch Ekel übt eine Faszination aus. Insofern gehören blutrünstige Geschichten einfach zu einer Horror-Anthologie dazu.
    Der Leser wird am Ende selbst entscheiden, welcher Horror bei ihm den größten Nervenkitzel verursacht hat.
    Bei mir waren es eindeutig die Kurzgeschichten der AutorINNEN. Hier kam der Horror subtil rüber. Wenig Blut, viel Spannung und viel Nervenkitzel! Es geht doch nichts über die dunkle Seite einer Frau.

    Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin gelesen. Ich habe selten eine Leserunde erlebt, die so lebhaft und lustig war wie diese - was wahrscheinlich auch daran lag, dass die Schriftsteller klar in der Überzahl waren. Da gab es keine Zurückhaltung - weder auf Autoren- noch auf Leserseite. Hier wurde frei "von der Leber" kommentiert, was diese Leserunde zu einem besonderen Erlebnis machte.

    Bisher habe ich auf meinem Blog nur ein einziges Horrorbuch besprochen. Insofern kann man nicht behaupten, dass Horror eines meiner bevorzugten Genres ist - das wird es auch nie werden. Und trotzdem habe ich Blut geleckt. Diese Vielfalt des Horrors in "Aus dunklen Federn" hat mich einfach überzeugt. Sollte mir also zukünftig ein interessantes Horrorbuch vor die Lesebrille kommen, wird es vorbehaltlos gelesen. Auf jeden Fall warte ich bereits voller Ungeduld auf die Fortsetzung "Aus dunklen Federn 2", die im Frühjahr 2016 erscheinen soll.

    © Renie

    Aus dunklen Federn, herausgeben von Sonja Rüther
    Verlag: Briefgestöber

    ISBN 978-3981557466

  1. Eine Antholgie, die keine Wünsche offen lässt

    So gerne ich Anthologien lese, so große Probleme habe ich auch damit, dafür eine Rezension zu schreiben. Wie wird man diesen so unterschiedlichen Geschichten gerecht? Wie soll man sie miteinander vergleichen, wo doch jeder Autor seinen ganz eigenen Stil hat? Aber wie immer, versuche ich einfach mein Bestes zu geben.

    Das Buch wurde von dem mir bis dahin völlig unbekannten Verlag Briefgestöber herausgegeben und als ich las wer alles eine Geschichte für diese Anthologie verfasst hat, musste ich einfach zugreifen, als ich es als Belegexemplar angeboten bekam. Und ich hatte mit meiner Vermutung, ein sehr gutes Buch zu bekommen, wieder absolut recht.

    In dem Buch sind folgende Autoren vertreten:
    Thomas Finn, Lena Falkenhagen, Markus Heitz, Hanka Jobke, Boris Koch, Sonja Rüther und Vincent Voss. Einige davon kenne ich bereits, aber andere waren mir noch unbekannt und ich war entsprechend neugierig. Aber ich stelle euch die Geschichten einfach der Reihe nach vor:

    Als Erstes kommt ein Vorwort von Sonja Rüther, der Herausgeberin. Ich finde es immer spannend zu lesen, was die Herausgeber zu den Anthologien zu sagen haben. Und auch hier erfährt der Leser wieder sehr interessanten Dinge.

    Danach kommt die sehr kurze Geschichte "Der Rummel" von Hanka Jobke. Zu ihr möchte ich nur sagen, dass sie mich mit einem beklemmenden Gefühl zurück ließ.

    Anschließend kommt Boris Koch mit seiner Geschichte "Keine sieben Tage". Darin geht es um einen kleinen Jungen, der plötzlich einen seltsamen Gesang hört und darauf folgen unglaubliche Ereignisse.

    Sonja Rüther schließt sich mit ihrer Geschichte "O Tannenbaum" an, die sicherlich nichts für schwache Mägen ist und die erzählt was passieren kann, wenn man sich den falschen Weihnachtsbaum ins Haus holt. Ich bin froh, dass wir wie jedes Jahr einen künstlichen Baum haben, schon wegen unserer vielen Tiere.

    Markus Heitz überrascht den Leser mit seiner Story Exemplum in der wir auf den Bestatter Korff aus Oneiros treffen. Eine spannende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

    "Alles ganz normal" verspricht uns Lena Falkenhagen. Hier geht es um eine schwangere Frau, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden kann. Also ganz ehrlich? Ich bin froh, dass ich nicht schwanger bin.

    Thomas Finns Geschichte "Bittere Wahrheit" ist einer meiner Favoriten. Sie erzählt von einem Mann, der von allen für einen Versager gehalten wird und sich bitterlich dafür rächt.

    Hanka Jobke erzählt uns in ihrer zweiten Story "Menschliches Versagen" in einer Berichterstattung, welche grausamen Dinge auf der Welt geschehen. Uiuiui, hoffentlich wird das nicht wahr.

    Dann kommt mein Nächster Favorit ""Farben des Frühlings" von Vincent Voss. Der Autor erzählt von einer Familie, die mitten in Rapsfeldern wohnt und Besuch von einem Mann bekommt, der aus seiner Vergangenheit und seinen Erfahrungen von dieser Gegend erzählt. Oha, die Geschichte hat es echt in sich. Ich liebe sie.

    Aber auch die 3 Bonusgeschichten können sich sehen lassen und alle 3 zählen zu meinen Favoriten:

    Als erste Bonusgeschichte lesen wir "Destruenten" von Vicent Voss. Darin geht es um die geheimnissvollen Geschehnisse in einem U-Bahn-Tunnel. Das war genau nach meinem Geschmack.

    Und auch "Fräulein Angstfrei" von Markus Heitz ´begeisterte mich total. Sie erzählt von Asa, die keine Angst, sondern nur Aufregung kennt. Durch einen Zufall gerät sie in eine ganz verrückte Geschichte. Einfach herrlich.

    Den Abschluss bildet Sonja Rüther mit ihrer Geschichte Walpurgia. Hier erfährt der Leser von der seltsamen Freundschaft einer Frau zu ihrer Spinne. Dazu möchte ich auch nichts weiter schreiben, um euch die Spannung nicht zu verderben.

    Insgesamt wussten alle Geschichten zu begeistern und ich bin froh, wieder mal eine Anthologie gelesen zu haben, in der mich alle Geschichten fesseln konnten. Es gibt aber auch noch ein ganz besonderes Schmankerl, denn jeder Autor hat seine Titelseite selbst gestaltet. Da kamen die unterschiedlichsten Zeichnungen dabei heraus. Dadurch wirkt das Buch sehr hochwertig und ist etwas ganz besonderes.

    Ich vergebe für diese rundum gelungene Anthologie 5 von 5 Punkte und eine Leseempfehlung für alle Horrorfreunde. Sie ist wirklich etwas ganz besonderes und macht sich auch hervorragend unter dem Weihnachtsbaum. Falls ihr also noch ein Geschenk für einen Horror liebenden Büchersüchtigen sucht, seid ihr hier genau richtig.

    © Beate Senft

 

Spellcaster - Düstere Träume

Buchseite und Rezensionen zu 'Spellcaster - Düstere Träume' von Claudia Gray
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Spellcaster - Düstere Träume"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:320
Verlag: HarperCollins
EAN:9783959670098
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Rezensionen zu "Spellcaster - Düstere Träume"

  1. Kann die Spannung stellenweise nicht halten

    Inhalt:
    Nadia zieht mit ihrem Vater und ihrem Bruder Cole von Chicago nach Captive´s Sound. Auf dem Weg dorthin spürt sie eine Magie, die einen Bann um die Stadt gelegt hat. Als sie in die Nähe kommen landen sie mit dem Auto im Graben.
    Zu Hilfe kommt Nadia Mateo, der sie schon aus seinen Träumen kennt, die er und seine Familie seit Jahren verfolgen und sie am Ende zum Selbstmord zwingen.

    Meine Meinung:
    Spellcaster hat ein tolles Cover und der Rückentext klingt spannend. Zwei Gründe dieses Buch lese zu wollen.

    Zu Beginn war der Einstieg auch recht einfach und auch die Geschichte war spannend, doch diese Spannung konnte die Autorin für mich nicht halten.
    Es geht um Hexen und um Magie. Um Nadia und um Mateo. Um viel Leid, was für mich in der Geschichte auch immer wieder spürbar war. Um die Vergangenheit und einen Fluch, zwei Sachen die für mich teilweise viel zu sehr behandelt wurden.

    Sicher muss man die Gegebenheiten kennen lernen und natürlich kann das schon Mal etwas langatmig werden, aber hier baute sich Spannung nur sehr zögerlich auf und gerade eigentlich spannende Szenen wurden dann langatmig. Ich weiß noch nicht einmal genau woran das lag. Die Idee Hexensprüche mit erlebtem zu verknüpfen fand ich zu Beginn recht gut, doch im Laufe der Geschichte wurden damit Szenen aus der unmittelbaren Vergangenheit wiederholt, was für mich sehr schnell langweilig wurde. Schöner hätte ich es gefunden über diese Zaubersprüche mehr über die Vergangenheit von Nadia vor Captive´s Sound zu erfahren.

    Die Figuren waren mir dennoch recht nah.
    Nadia die Hexe, die nicht fertig ausgebildet wurde und der man die Magie so nicht anmerkt. Ein sonst normales Mädchen, das sich aber gerade Zuhause nicht immer normal verhält. Dort mimt sie die Mutter kümmert sich um ihren Bruder und um ihren Vater und fängt mit diesen gar Streit an weil ER das das Essen machen möchte. Irgendwie eine falsche Rollenverteilung, die mir auch ein wenig zu viel des Guten war. An sich war Nadia sehr sympathisch. Ein Mädchen mit viel Mitgefühl und mit sehr überlegtem Verhalten.
    Mateo, der Junge der verflucht ist. Nun wo Nadia in der Stadt ist hofft er auf Erlösung. Er ist ganz unscheinbar und wird von fast allen gemieden. Seine Familiengeschichte kennt jeder. Kein Wunder das er Nadia so Nahe kommt.
    Es gibt noch Elizabeth, die Freundin (rein platonisch) von Mateo, die erst sympathisch wirkt, was sich dann aber wandelt und auch Verlaine. Ein Mädchen dem auch übel mitgespielt wird, denn sie wird entweder ignoriert oder verspottet. Lauter Außenseiter die zueinander finden und gemeinsam stark sind.

    Das Buch ist ab 12 Jahren und diese Altersangabe finde ich vollkommen in Ordnung. Vielleicht liegt es daran das es nicht zu meinen Favoriten zählen wird und mir stellenweise einfach zu langweilig war. Vieles wurde zerredet hatte ich das Gefühl. Doch es hat potenzial und eine sehr interessante Grundidee, die wohl in einem weiteren Band weiter ausgebaut werden kann, denn das Ende ist offen.

 

Feanors Fluch

Buchseite und Rezensionen zu 'Feanors Fluch' von John R. R. Tolkien

Inhaltsangabe zu "Feanors Fluch"

Wenn ein Fantasy-Schriftsteller seine Sache besonders gut macht, so sagt Tolkien, dann können "seine Worte ein ferner Abglanz oder Widerhall des Evangeliums in der realen Welt sein". Nichts weniger hat er versucht mit seiner "Nebenschöpfung", der Erschaffung einer eigenständigen Welt samt Schöpfungsgeschichte und Geographie, mit ihren eigenen Zeitaltern und Sprachen. Tolkiens Hauptwerk, Der Herr der Ringe erzählt nur einen kleinen Ausschnitt, das Ende des dritten Zeitalters -- vorangegangen sind lange Jahre, deren Ereignisse den mythischen Untergrund von Tolkiens Welt bilden.

Eine der zentralen mythischen Gestalten ist der Elb Feanor. "Er war groß, schön und gebieterisch von Angesicht, mit durchdringend klaren Augen und rabenschwarzem Haar, rege und beharrlich in allem was er unternahm. Wenige haben je durch Rat seine Wege zu ändern vermocht, niemand durch Gewalt." Feanors Lebenswerk sind die Silmaril, drei große Edelsteine, in denen das Licht der Bäume von Valinor, dem Land der Götter, eingefangen ist. Die Silmaril sind das Sinnbild für die Größe und die Hybris der Elben -- ihretwegen kommt es zum Sündenfall, zur Vertreibung aus dem Paradies. Alles Leid, aber auch aller Heldenmut der nachfolgenden Geschichten ist eine Folge dieser Verbannung.

Feanors Fluch sollte nur lesen, wer Tolkiens Hauptwerk bereits kennt und schätzt -- dann bietet die wunderschön erzählte Legende einen weiteren Einblick in Tolkiens Mythenwelt. Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt eines wesentlich umfangreicheren Werkes, dem Silmarillion. Hier erzählt Tolkien von der Geburt der Welt in der Musik, von der Erschaffung der Elben und Menschen, der Zwerge und Orks, von den Ereignissen der drei Zeitalter und ihren leidvollen Schicksalen. Im Herrn der Ringe wird nicht nur häufig auf diese Ereignisse Bezug genommen, es leben auch noch einige der Protagonisten und ihre Nachfahren, und die Ereignisse des Ringkrieges sind nur eine Variation der alten Mythen.

Das biblisch anmutende Silmarillion mag einige überfordern -- wer dennoch mehr über die Welt der Ringe und Elben erfahren will, für den ist Feanors Fluch eine reizvolle und andächtig stimmende Lektüre. --Birgit Will

Format:Taschenbuch
Seiten:124
Verlag: Dtv
EAN:9783423085861
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