Horse Destroys the Universe (English Edition)

Buchseite und Rezensionen zu 'Horse Destroys the Universe (English Edition)' von Cyriak Harris

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:345
Verlag: Unbound
EAN:
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Mord unterm Reetdach

Buchseite und Rezensionen zu 'Mord unterm Reetdach' von Eric Weißmann
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

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Diskussionen zu "Horse Destroys the Universe (English Edition)"

Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783423220514
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Rezensionen zu "Mord unterm Reetdach"

  1. Kristan Dennermann, der "Mister Marple der Immobilienbranche"

    Cover:
    ------------------
    Das Titelbild wirkt für einen Krimi viel zu idyllisch. Man erwartet aber eher eine seichte Urlaubslektüre, es fehlt etwas Unheilvolles.

    Inhalt:
    ------------------
    Immobilienmakler Kristan Dennermann soll das Haus eines älteren Einheimischen auf Sylt verkaufen.Als er gemeinsam mit einem Bekannten dort nach dem Rechten sehen will, stolpert er dank seines Hundes über die Leiche des Besitzers und wird dessen Mordes verdächtigt. Da er der Polizei nicht vertrauen kann und nachdem er auch noch geheimnisvolle Mails erhält, beginnt er selbst zu ermitteln. Doch damit begibt er sich in ungeahnte Gefahr, die er erst bemerkt, als es fast zu spät ist.

    Mein Eindruck:
    ------------------

    "Man muss schon verdammt hart im Nehmen sein, um wolkenverhangene Himmel, extreme Temperaturschwankungen und peitschenden Wind zu mögen. Es sei denn, man ist bekennender Syltianer. Dann geht jedes Wetter, jede Jahreszeit. Aber man muss seinen Beruf wirklich lieben, leidenschaftlich lieben, um auf dieser meerumtosten teilverrückten Insel als Makler zu arbeiten. Auf mich trifft beides zu: Ich liebe Sylt, ich liebe meinen Beruf, und das seit mehr als fünfzehn Jahren."

    Dies ist der erste Fall von Dennermann und gleichzeitig der erste Krimi des Autors. Dieser ist selbst Immobilienmakler auf Sylt und das merkt man beim Lesen. Zum einen erfährt man viel über die Insel, aber auch über die Immobilienbranche. So wirkt das Geschehen besonders authentisch. Auch der Ermittler Kristan Dennermann ist mir sehr sympathisch. Als Immobilienmakler vermag er "nicht nur Häuser, sondern auch Menschen zu lesen", wie er selbst sagt. Und er hat sein Herz auf dem rechten Fleck, denn Geld bedeutet ihm nicht alles bei der Immobilienvermittlung. Durch ein tragisches Schicksal hat er seine große Liebe verloren, seitdem hat er nicht nur ein Problem mit Liebesbeziehungen, sondern auch eine therapierte Schmerzmittelabhängigkeit. Beides macht ihm in diesem Fall immer wieder zu schaffen, dennoch ist dieser Krimi nie wirklich traurig oder dramatisch, sondern es ist stets eine Prise Humor und Situationskomik dabei. Besonders amüsante Momente sind auch dem Corgi "Prince of Wales" geschuldet. Dennoch wird es nie zu klamaukig, und die Ermittlungen stehen stets im Vordergrund.

    Der Fall fängt eher harmlos an, aber durch die rätselhaften Mails und Anschläge auf Dennermanns Leben wird es schnell spannend und am Ende gibt es eine unerwartete, aber schlüssige Wendung.
    Mir hat der erste Fall von Kristan Dennermann als "Mister Marple der Immobilienbranche" sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn weitere Fälle folgen würden.

    Fazit:
    ------------------
    Gelungenes Krimidebüt über einen Immobilienmakler, der im Miss-Marple-Stil ermittelt: Mit Humor, Spannung und unerwarteten Wendungen.

  1. Ganz nett

    Der Immobilienmakler Kristian Dennermann wird vom Sylter Urgestein Hinnerk Petersen beauftragt sein Haus zu verkaufen. Als Kristian ihn tot in seinem Garten findet, beginnt er im Alleingang zu ermitteln, denn einige Ungereimtheiten lassen ihn aufhorchen. Doch dadurch macht er sich bei der Polizei verdächtig und auch dem Mörder ist er ein Dorn im Auge.
    Die Story ist in einem klaren Schreibstil geschrieben und damit sehr gut zu lesen. Der Autor hat hier interessante Charaktere geschaffen und diese gut in Szene gesetzt. Ein paar skurrile Typen sorgen für humorvolle Passagen.
    Die Handlung an sich hat allerdings nicht viel Tiefgang, sodass sich die Spannung nicht besonders aufbauen konnte. Kristian als Hauptprotagonist fällt manchmal von einem Extrem ins andere. Einmal ist er hochkonzentriert und kann die Hinweise zum Fall gut verknüpfen und dann wieder benimmt er sich seltsam und albern.
    Interessant fand ich die Ausführungen zum Immobiliengeschäft und die Informationen zur schöne Urlaubsinsel Sylt. Das Buch ist eine nette Urlaubslektüre, ein Cosy Crime mit malerischem Inselflair.

 

Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht

Buchseite und Rezensionen zu 'Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht' von Carlton Mellick III

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:83
Verlag: Festa Verlag
EAN:
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Blue Skies: A Novel (English Edition)

Buchseite und Rezensionen zu 'Blue Skies: A Novel (English Edition)' von T. C. Boyle

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Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:377
Verlag: Liveright
EAN:
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Oh nein! Ein Esel kommt selten allein

Buchseite und Rezensionen zu 'Oh nein! Ein Esel kommt selten allein' von Angelika Godau
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:298
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Oh nein! Ein Esel kommt selten allein"

  1. Dieses Buch sorgt für vergnügliche Lesestunden

    Dieser 19 Kapitel lange Roman spielt sich hauptsächlich in der Türkei ab und erzählt aus der Sichtweise von Yusuf. Dabei ist der Schreibstil sehr leicht und sehr bildhaft. Dieser war mir von Anfang an sehr sympathisch so wie die ganze Familie Karamak. Ab dem dritten Kapitel nimmt die Story an Fahrt auf und ich musste zum ersten mal lachen. Dieses Buch beinhaltet viel Witz und Humor und die Spannung hält sich meiner Ansicht nach im Hintergrund. Die Geschichte ist mit viel Wärme und Gefühl geschrieben die ich auf fast jeder Seite gefunden habe. In dieser leichten Story geht es ziemlich chaotisch zu so dass ich öfters in Gedanken Oh nein!! gedacht hatte. Ja, der gutmütige Yusuf hat alle Hände voll zu tun um nicht im Chaos und Pech zu versinken. Aber zum Glück gibt es ja die Familie und gute Freunde. So hat mir diese charmante Story kurzweilige und amüsante Lesestunden beschert. Im Anhang gibt es noch einige leckere türkische Gerichte für Anfänger. Meiner Meinung nach ist dieses humorvolle Buch kurzweilig und vergnüglich zu lesen und vergebe daher gerne fünf Sterne.

 

Yellowface

Buchseite und Rezensionen zu 'Yellowface' von Rebecca F Kuang
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
EAN:9780008532772
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Rezensionen zu "Yellowface"

  1. 3
    20. Mär 2024 

    Lesenswert aber nicht ganz mein Fall

    Im Buch geht es um June Hayward. Sie ist Autorin. Leider nur keine besonders erfolgreiche. Das ändert sich, als sie das Manuskript ihrer kürzlich verstorbenen Freundin Athena Liu stiehlt. Das Buch wird ein riesiger Hit. Jetzt muss June nur dafür sorgen, dass niemand erfährt, dass sie plagiiert hat. Auch wenn sie der lesenden Person versichern würde, dass es natürlich doch zum großen Teil ihre eigene Arbeit ist.

    Aufgrund des Hype hatte ich viel von dem Buch erwartet, was aber leider für mich persönlich nur bedingt eingetroffen ist.
    Ich habe von der Autorin bereits “Babel” gelesen und in beiden Büchern wird sowohl eher subtiler als auch ganz offener Rassismus behandelt. Auch in “Yellowface” steigert sich die Autorin konsequent, sodass man eine stetige Steigerung des Rassismus und eine konsequente Abwärtsspirale der Hauptcharakterin beobachten kann. Vor allem am Anfang kommt viel Rechtfertigung für “gut gemeinten“ Rassismus, wo Leute anderen Menschen theoretisch Komplimente machen, sie in der Realität aber stereotypisieren und entmenschlichen. Junes steigende Obsessivität der chinesischen aber auch anderen asiatischen Kulturen gegenüber war erschreckend zu sehen.
    Das Buch ist gut geschrieben für das, was es ausdrücken möchte. Die Ich-Perspektive finde ich dabei gut gewählt, weil die Art, wie June sich rechtfertigt, damit besser rüberkommt. Es wirkt, als würde sie eine Konversation mit der lesenden Person führen, in dem Versuch, sie davon zu überzeugen, dass sie keine Wahl hatte, als genauso zu handeln, wie sie es getan hat.
    Die Kritik an der Buchbranche im Buch ist grundsätzlich gut und spannend. Dabei wird auch aufgegriffen, was das Internet für eine Rolle in der Branche spielt. Dadurch gibt es einige Stellen im Buch, wo es sich darum dreht, was irgendwo im Internet passiert. Und auch wenn das relevant für die Thematik war, war es irgendwann einfach zu viel und nicht besonders anschaulich.
    Letztendlich ist das Buch satirisch, weswegen viele Dinge massiv überspitzt sind. Mir persönlich wurde das manchmal zu viel, was absolut mein persönlicher Geschmack ist. Die Charaktere sind quasi allesamt etwas unangenehm, was so gewollt ist, leider hat das aber auch dafür gesorgt, dass ich das Buch zum Teil anstrengend fand.
    Ich finde, das Buch ist kompetent geschrieben, aber irgendwie konnte es mich letztendlich nicht abholen. Das Ende fand ich wiederum gelungen, weil die Message des Buches noch einmal schmerzlich rübergebracht wurde.

    Ich finde, wie das Buch geschrieben ist, zeugt von hoher Kunstfertigkeit. Es erreicht, was es erreichen will und ist auch lesenswert, aber ich kann ihm nicht guten Gewissens mehr Sterne als “Babel” geben.

  1. Messerscharf

    Mit Yellowface hat R.F. Kuang eine messerscharfe Satire über das Verlagswesen geschaffen, die finde ich teilweise auch Thriller- und Horrorelemente hat, die ich sehr spannend finde.

    Sie behandelt Themen wie Urheber:innenschaft, kulturelle Aneignung, Privilegien und Cancel Culture mit überspitztem Stil und schlägt dabei fest zu. Es wirft Fragen auf, die sich ganz klar an die Lesenden richtigen und dazu anregen sollen, sich selbst zu reflektieren. Ein Beispiel: Wie werden Texte im Kontext ihrer Autor:innen interpretiert und wie spielen bewusste oder unbewusste Vorurteile dabei eine Rolle? Sie liefert dabei nie Antworten, sondern überlässt es den Leser:innen selbst, kritisch zu denken. Sie bietet dabei einen selbstironischen Einblick in die Literaturszene, den viele so nicht erwartet haben denke ich.

    Dabei ist das Buch bzw. der Erzählstil von Anfang bis Ende überzogen und wahnhaft, was an der Erzählerinnenstimme der Protagonistin June liegt. Sie (und ehrlich gesagt alle anderen Charaktere in diesem Buch) ist unfassbar unlikable und gibt auch eine sehr unzuverlässige Erzählerin ab. In ihrem Kopf zu leben ist nicht schön, hält aber der ganzen Branche und auch uns als Lesenden den Spiegel vor - vor allem weil man nicht richtig zu ihr durchdringen kann und bis zum Schluss nicht weiß wer sie wirklich ist. Es ist super spannend zu sehen, wie June sich in ihrem eigenen Kopf verstrickt und sich rechtfertigt. Der Schreibstil ist dabei ironisch, teilweise fast schon komisch weil es so überzogen ist und vor allem sehr schnell zu lesen, man fliegt gerade so durch die Seiten. In der Mitte hatte es kurz ein paar Längen, weil vieles sich wiederholt, das passt aber zur Protagonistin und hat auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung in dieser Länge

    An sich ein Buch, an das ich bestimmt bei der Lektüre anderer Bücher noch oft denken werde und das mir einen Anstoß gab, mich mit diesen Themen weiter auseinander zu setzen. Das Buch ist unfassbar klug, wie es sich im echten Leben in die Thematik des Buches einreiht und somit fast die vierte Wand durchbricht. Ich empfehle das Buch allen, die nichts dagegen haben alle Charaktere in einem Buch zu hassen und die selbst nachdenken wollen. Den Hype ist dieses Buch wert!

 

Ach herrje!: Letzte Ausfahrt Hünxe Ost

Buchseite und Rezensionen zu 'Ach herrje!: Letzte Ausfahrt Hünxe Ost' von Angelika Godau
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:257
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Ach herrje!: Letzte Ausfahrt Hünxe Ost"

  1. Ein bittersüßer Roadtrip

    Maggie und Jupp, die beide bald neunzig werden, brechen zusammen mit ihrem alten Porsche zu einer letzten Reise auf. Jupp, der keinen Führerschein mehr besitzt verliert in Amsterdam seine Maggie. Sie wird immer vergesslicher und landet in einem Auto zweier chaotischer Drogendealers. Zudem bringt sie einen Reisebus voller Schweizer Chorsänger dazu die Hüllen fallen zu lassen. Zu guter Letzt sind hinter Jupp und Maggie nicht nur die Dealer sondern auch die Polizei und ihre beiden Kinder auf den Fersen.

    Der Schreibstil ist leicht, sehr bildhaft und zügig zu lesen. Die Protagonisten sind äußerst sympathisch dargestellt und die Spannung baut sich langsam auf.

    Fazit: Dieser Roman mit seinen 26 Kapiteln ist mit viel Wärme und Liebe geschrieben. Ich merkte sofort auf den ersten Seiten dass die Autoren sehr viel Gefühl miteinfließen haben lassen. Die Story wird dabei hauptsächlich aus Sichtweise von Jupp erzählt. Maggie, die immer mehr an ihrer Demenz leidet, und Jupp muss der Leser einfach mögen. Ich habe die zwei gleich in mein Herz geschlossen. Die Atmosphäre ist ruhig und hat ein wenig von Wehmut uns viel Melancholie in sich. Dieser Roman beinhaltet viele Themen rund ums Alter. Ich durfte mit Maggie und Jupp lächeln, schmunzeln und mich mit ihnen freuen aber er machte mich persönlich auch nachdenklich. Nach dem ersten Drittel wird die Story aufregend, irgendwie spannend und ich amüsierte mich während des lesens sehr so dass ich öfters auch lachen musste. Es ist ein Roadtrip der besonderen Art der irgendwann zu einer regelrechten Verfolgungsjagd ausartet und meiner Meinung nach ziemlich chaotisch wird -ich war begeistert und dies lag auch an Emra und seinen Freund Duran die verhinderten Drogendealer. Die zwei waren oder sind einfach zu köstlich. Zu Beginn des Romans dachte ich dass die Story sehr traurig wird und bin sehr "vorsichtig" an dieses Buch herangegangen. Aber ich wurde eines besseren belehrt denn die Story wurde von Kapitel zu Kapitel heiterer. Im Anschluss gibt es noch Szenen die aus Sicht von Maggie berichtet und wie sie sich dabei gefühlt hat. Dies war für mich persönlich bewegend.
    Dieser Roman zählt zu meinen Lesehighlights und vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.

 

Blue Skies

Buchseite und Rezensionen zu 'Blue Skies' von T. Coraghessan Boyle
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Diskussionen zu "Horse Destroys the Universe (English Edition)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:367
EAN:9781324093022
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Rezensionen zu "Blue Skies"

  1. Eine Familie zu Zeiten der Klimakrise

    "Veranstaltete man überhaupt noch Abendgesellschaften? Wozu eigentlich? Die eine Hälfte der Welt stand unter Wasser, die andere war ausgedörrt, und es gab eine Missernte nach der anderen. Menschen hungerten, sogar hier in Kalifornien. Überall waren Flüchtlinge. Der Wein schmeckte nach Asche. Ottilie konnte sich nicht erinnern, wann es das letzte Mal geregnet hatte. Aber Frank ging in den Ruhestand, und sie wollte eine Party, wenn auch eine bescheidene." (S. 315)

    Es geht um eine Familie zu Zeiten der Klimakrise: Cat wohnt mit ihrem Verlobten an Floridas Küste. Dort, wo es gefühlt ununterbrochen regnet und Überschwemmungen gibt. Dagegen wohnen ihr Bruder Cooper und ihre Eltern Ottilie und Frank in Kalifornien, wo die Menschen fast nur noch unter Hitze und Dürreperioden mit Waldbränden leiden. Vor diesen Extremen des Klimawandels spielt sich der Roman ab in einer unbenannten, aber nicht allzufernen Zukunft.
    Frank ist Arzt und so sind er und Ottilie eher der wohlhabenden Schicht zuzuordnen. Weil ihr Sohn Cooper Entomologe (Insektenforscher) ist, befasst sich Ottilie mit dem Thema Umweltschutz. So versucht sie, Fleisch durch Grillen zu ersetzen, Wasser zu sparen und bestimmte Pflanzen als Nahrung für aussterbende Schmetterlingsarten zu pflanzen. Auf der anderen Seite braucht sie aber einen Pool und gewisse Luxusgüter wie z. B. Wein.
    Ihre Tochter Cat ist ebenfalls an Wohlstand gewöhnt und kauft sich einfach so (weil ihr Ehemann weder Kinder noch Haustiere mit Fell haben will) eine Tigerpython. Für sie ist es ein Spielzeug und eine Gelegenheit, sich als Influencerin interessant zu machen sowie die Alltagslangeweile zu überbrücken, da ihr Mann viel unterwegs ist.
    Coopers Leben sind die Insekten. Seine Favoriten sind die vom Aussterben bedrohten Monarchfalter und auch seine Freundinnen haben mit Insekten (Zecken und Kusswanzen) zu tun. Als ein Zeckenbiss Coopers Leben bedroht und ein rätselhaftes Massensterben von Insekten stattfindet, gerät seine Welt völlig aus dem Gleichgewicht.

    Die Geschichte wird in drei chronologisch angeordneten Teilen erzählt. Zwischen diesen Abschnitten liegt ein undefinierter Zeitabstand in die Zukunft, sodass man die Entwicklung dieser Familie und des Klimas verfolgen kann. Die Natur ist dabei unterschwellig immer wieder eine Bedrohung: Die Schlange verhält sich auffällig ruhig, verschwindet kurz und taucht unvermittelt wieder auf, bis es zu einer unvorhergesehenen Katastrophe kommt. Insekten greifen plötzlich Menschen an, bei Überflutungen tauchen Alligatoren auf. Beim Lesen hatte ich ständig Gänsehaut und war gespannt, was als nächstes passiert.
    Die Auswirkungen des Klimawandels sind heute schon spürbar und der Autor hat das Thema sehr realistisch in die Handlung eingewoben. Dabei werden auch mögliche Lösungsansätze wie Insekten oder Laborfleisch als Fleischersatz oder Möglichkeiten dem Albedo-Effekt entgegenzuwirken, thematisiert. Die umfassende Darstellung hat mir sehr gut gefallen.
    Auch gefiel mir der stete, sarkastische Unterton in den Beschreibungen. Der Gesellschaft wird hier ein Spiegel vorgehalten und ich fühlte mich selbst an der ein oder anderen Stelle ertappt. Man neigt eben als Mensch dazu, sich seine Welt schön zu reden und möchte trotz aller Krisen seine Gewohnheiten aufrechterhalten.

    Dagegen konnte ich mich mit den Figuren selbst leider nicht anfreunden. Zum einen liegt das daran, dass sie eher der amerikanischen Oberschicht zuzuordnen sind. Ihre Bedürfnisse und vor allem ihr Hang zu Partys und Alkohol sind mir fremd. Cat habe ich zwar als liebende, aber leider verantwortungslose Mutter empfunden, die ihr Leben selbst nicht in den Griff bekommt. Cooper war mir anfangs sympathisch, aber auch er entwickelt sich aus meiner Sicht nicht zu seinem Vorteil. Einzig Ottilies Gedanken konnte ich ansatzweise nachvollziehen.

    Ich war aufgrund der sich wandelnen Umstände und stetigen Katastrophen sowie dem sarkastischen Unterton gefesselt und konnte das Ende nicht erwarten. Doch der von mir erwartete Knall blieb aus. Dennoch war das Ende für mich befriedigend.

    Fazit:
    --------
    Realistisch dargestellte Auswirkungen des Klimawandels: Fesselnd trotz abgehobener Charaktere und mittels Sarkasmus zum Nachdenken anregend

 

Superloser

Buchseite und Rezensionen zu 'Superloser' von Björn Berenz
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:400
Verlag: dp Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Superloser"

  1. Jonas mit dem Heiligenschein

    Jonas (28) hat das Glück wahrhaftig nicht gepachtet. Sein bester Freund schnappt ihm seine große Liebe weg auch sonst ist er ein Außenseiter und Unglücksrabe. Als er bei seinem Selbstmordversuch einem Penner das Leben rettet, prangt plötzlich ein greller und alles leuchtender und intensiver Heiligenschein über seinem Kopf! Jonas wird quasi über Nacht zum Superstar und sogar das Fernsehen wird auf ihn aufmerksam. Aber so schön dies alles sein mag Jonas möchte doch lieber sein altes Leben zurück - doch wie bekommt man(n) den Heiligenschein wieder weg?

    Der Schreibstil ist leicht, ruhig und zügig zu lesen.Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und die Spannung baut sich langsam auf.

    Fazit: Dieser Roman umfasst 33 Kapitel und spielt sich in Köln ab. Die Story wird aus Sichtweise von Jonas erzählt. Zu Beginn war die Story meiner dichter Ansicht nach dichter geschrieben was sich aber nach und nach in eine leichte und mit der Zeit "kühlere" Atmosphäre verwandelte. Ein Hauch voll Spaß, eine Prise feinem Witz, eine Handvoll Humor dazu ein ewiger Verlierer der plötzlich im Mittelpunkt der Gesellschaft steht. Dies ist eine sehr gute Kombination bei der ich öfters lächeln und schmunzeln musste. Der Leser sollte sich dabei im klaren sein dass die Story weit von der Realität entfernt ist. Jonas der von einem Außenseiter zu einem wahren Superhelden wird war mir gleich sympathisch und der Autor lässt ihn in einer ruhigen Art erzählen. Zwischendurch wird die Story auch mal chaotisch und mir kamen einige Szenen zu überzeichnet vor. Nach der Hälfte des Buches wird meiner Meinung nach die Story kurzweiliger zu lesen. Sie hat aber auch einige Szenen die mich persönlich dann doch genervt hatten. Wie schnell und in eine ganz andere Richtung sich ein Leben ändern kann das zeigt dieser Roman auf. Die Story hat mich zwar nicht gefesselt aber ich persönlich finde dass das Buch sich als unterhaltsame Urlaubslektüre gut eignet. Ich vergebe für diese solide und angenehme Story drei Sterne.

 

Unkraut vergeht nicht: Tod im Blumenladen

Buchseite und Rezensionen zu 'Unkraut vergeht nicht: Tod im Blumenladen' von Jaromir Konecny
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:247
Verlag: dp Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Unkraut vergeht nicht: Tod im Blumenladen"

  1. Tulpen, Tulpen und nochmals Tulpen

    Leon (16) der ein Resozialisierungsprogramm absolvieren muss findet er sich plötzlich in München vor einem Blumenladen wieder. Als Leon durch die Tür geht sieht er auf einem Tisch zwischen den Blumen eine tote Frau liegen - erstochen mit einem Unkrautstecher den Leon durch Zufall in der Hand hält.Zusammen mit Laura, die Tochter des Blumenladenbesitzers, geht Leon auf Verbrecherjagd.

    Der Schreibstil ist locker, sehr bildhaft und zügig zu lesen. Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt. Die Spannung steigert sich langsam aber sie blieb für mich dann auf einer Höhe stehen.

    Fazit: Sofort viel mir der etwas andere Schreibstil auf. Er hat mich überrascht weil er sehr temporeich ist deshalb passt er vor allem zu Leon der aus seiner Sichtweise erzählt. Trotzdem fing die Story ab einem gewissen Zeitpunkt an zu nerven. Und da fällt mir spontan der Hauptkommissar Hauptmeister mit seinem Kollegen ein. Mir kam es zuweilen so vor als ob ich einem Kasperletheater zusehe. Die zwei sind meiner Meinung nach total unglaubwürdig und passen leider nicht in den Krimi hinein. Da hätte ich mir an dieser Stelle doch andere Charaktere gewünscht. Ich musste des öfteren an ein Jugendbuch denken statt an einen Krimi. Das lag daran dass Leon und Laura gerade mal sechzehn sind und dementsprechend ist auch zum Teil die Ausdrucksweise - das ist dann doch nicht so mein Ding. Meiner Meinung nach ist dieser Krimi skurril und sehr chaotisch und das brachte mich beim lesen immer wieder aus dem Konzept. So musste ich mich öfters auf den Text konzentrieren. Daher ist meiner persönlichen Meinung nach das Buch eher für die jüngere Generation gedacht. Dieser rasante und actionreiche Cosy-Krimi mit seinen 24 Kapiteln hat mich leider nicht richtig überzeugen können und ich bin auch nicht richtig in das Buch hineingekommen. Daher vergebe ich knappe drei Sterne.

 

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