King's Legacy

Buchseite und Rezensionen zu 'King's Legacy' von Amy Baxter
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "King's Legacy"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:304
Verlag: Lübbe
EAN:9783404179541
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Wie man Dinge repariert

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie man Dinge repariert' von Martin Peichl
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wie man Dinge repariert"

Das Leben eines Großstädters in seinen Dreißigern. Eigentlich will er nur seinen Roman fertigschreiben, doch das Leben kommt ihm ständig dazwischen. Sein Beziehungsstatus ist mehr als kompliziert, der tote Vater hinterlässt ihm ein Waldstück, mit dem er nichts anzufangen weiß, und das nächste Bier ist immer etwas zu schnell offen. Aber unterkriegen lässt er sich deshalb noch lange nicht ...
Martin Peichls Roman ist das sympathische Porträt einer Generation, die sich weigert, den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Leider steht ihr die Sehnsucht nach Normalität dabei manchmal im Weg.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:160
EAN:
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Rezensionen zu "Wie man Dinge repariert"

  1. Romeo und Julia müssen sterben

    Was Peichls hier beschreibt, ist eine durch und durch destruktive Beziehung: zwei Menschen umkreisen sich wie Motten die offene Flamme. Sie lieben, sie zweifeln, sie wüten, sie verbrennen immer wieder aufs Neue – und und der Kreislauf beginnt von vorn.

    „Ich will deine Herbstdepression sein, will deine Traurigkeit aus Schnapsgläsern trinken.“

    Romantisch ist das nicht, manchmal wirkt es eher wie eine gegenseitige Geiselnahme. Stockholm-Syndrom ohne Opfer, ohne Täter.

    „Dein Blick schreit Mord, meiner Totschlag.“

    Sex ist ein häufiges Thema, da klingen ebenfalls beunruhigende, obsessive Untertöne mit. Die Beziehung, die Nicht-Beziehung ist zu krank für Sex, der einfach nur Sex ist und nicht Druckmittel oder Pfand.

    Erzählt wird das in Fragmenten, kurzen Episoden, und das in einer bildstarken Sprache, die aufhorchen lässt: interessanter Rhythmus, großartiger Sprachklang, durch und durch #millenialspeak aber #poetisch.Da werden Aspekte immer nur kurz hell erleuchtet, bevor die Geschichte weiterzieht – immer wieder Sätze, die man festhalten will.

    „Ich will das Wort ICH zerlegen, will die Einzelteile zum Uhrmacher tragen und fragen, was nicht stimmt mit mir, ihn fragen, warum ich so ticke, so laut, und wohin die Zeit verschwindet, wer die Zeit kaputt gemacht hat in mir drin.“

    In dieser gestörten Beziehung steckt die Verlorenheit einer ganzen Generation. Sechsunddreißig Mal umreißt der Protagonist in kurzen Passagen den Beziehungsstatus, manchmal in einem einzigen prägnanten Satz – das hat was von Facebook-Poesie, er könnte einfach immer wieder schreiben: „Es ist kompliziert“.

    Da möchte man druntersetzen: #liebereinendemitschrecken #lassgutsein #coabhängigkeit

    Eigentlich geht es immer wieder um das Wollen: Zu der maroden Beziehungskiste kommt ein toter Vater, der IHM einen Wald hinterlassen hat, den er nicht will. Zu der maroden Beziehungskiste kommt das BIER, das immer getrunken werden will. Zu der maroden Beziehungskiste kommt der tote FREUND, der gar nichts mehr will.

    Eigentlich geht es immer wieder um das, was nach dem Wollen übrig bleibt.

    Eigentlich geht es iimmer wieder um die Absurditäten des Lebens.

    „In Österreich gewinnt man Wahlen, indem man „Die EU kann mir mein knuspriges Schnitzel nicht verbieten“ plakatiert und es gibt Applaus für den MUTIGEN Politiker, der schreibt „in MEINEM Land erklärt mir niemand, wie ich mein Schnitzel panieren soll“, weil endlich traut sich einer, endlich sagt es jemand WIE ES IST.“

    Einen klassischen Handlungsbogen hat das nicht, die Struktur wird immer aufs Neue gekonnt zerbrochen. Da muss man sich drauf einlassen, sonst funktioniert es nicht, sonst kann sich keine Spannung aufbauen.

    Aber wenn man sich drauf einlässt, ist es in meinen Augen ein großartiges Buch.

    Fazit

    Ein Mittdreißiger schreibt poetisch über seine komplizierte Beziehung, den Tod, den Alkohol und die Vorliebe der Österreicher für Babykatzen und Schnitzel. Repariert wird hier gar nichts – dafür geht ganz viel kaputt. Das ist keine Erzählung von A bis Z, sondern eher #querdurchsknieinsauge.

    #dasbrauchtkeinestruktur #dasgehtauchso

    Die Sprache ist ganz großes Kino – da verzeiht man dem Buch auch die endlosen Beschreibungen einer Liebe, die schon lange nicht mehr gesund ist. Es breitet vor dem Leser das Panorama einer verlorenen Generation aus – vielleicht bin ich auch nur zu sehr Boomer, um Millenials zu verstehen.

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Ghachar Ghochar: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ghachar Ghochar: Roman' von Vivek Shanbhag

Inhaltsangabe zu "Ghachar Ghochar: Roman"

Aufstieg und Fall einer indischen Familie.

Als der Onkel des jungen Erzählers in den Handel mit Gewürzen einsteigt, ändert er über Nacht das Schicksal der ganzen Familie. Der einst mittellose Clan zieht in ein großzügiges Haus in einer reichen Wohngegend, verschafft sich neue Möbel und einen neuen Bekanntenkreis. Doch mit dem plötzlichen Reichtum werden auch die Abhängigkeiten neu verteilt: An dem Erfolg des Onkels hängt nun das gesamte Wohl der Familie. Und dieses gilt es zu schützen, um jeden Preis. Notfalls auch vor den eigenen Familienmitgliedern. In einem feinen Wechselspiel von Auslassungen und Andeutungen erzählt Vivek Shanbhag vom moralischen Verfall einer indischen Familie. Ein großer Roman, der die Geschichte eines ganzen Landes in sich trägt.

»Ein Feuerwerkskörper von einem Roman.« Publishers Weekly
»Feinstes literarisches Handwerk.« Deborah Smith, The Guardian

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:152
Verlag: Aufbau Verlag
EAN:9783351037338
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Lubotschka: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Lubotschka: Roman' von Luba Goldberg-Kuznetsova
2
2 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Lubotschka: Roman"

Gebundenes Buch
"Diese mal witzige, mal tieftraurige Flaneurin dabei zu begleiten, wie sie nach jedem Fünkchen Erfahrung sucht, ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst." Alina Herbing.

Sankt Petersburg zu Beginn der Nullerjahre, mehr Jahrtausendwende geht nicht: mit einem Auge schielt die Stadt in die mondäne zaristische Vergangenheit, mit dem anderen ins turbokapitalisierte Europa und Amerika. Immer neue Designerboutiquen eröffnen auf dem Newski Prospekt, während die Märkte von chinesischen Billigkopien geflutet werden.
Auch Lubotschka steht an einem Wendepunkt: sie macht ihren Schulabschluss, sie wird 18 - und sie wird die geliebte Stadt mit ihrer Mutter gen Deutschland verlassen müssen. Aber nicht, ohne vorher ihr zartes Leben im großen Stil vor der anmutigen Stadtkulisse von Newa und Fontanka zu verschwenden.
"Lubotschka" ist ein Roman über das Abschweifen, die Jugend und die Heimat, erzählt in einem unnachahmlichen Sound zwischen Tradition und Moderne.

"Kraftvoll, sprachgewaltig, in die Haut schneidend - ein mitreißender Debütroman zwischen Abgrund und Aufbruch." Kevin Kuhn

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:214
Verlag: Aufbau Verlag
EAN:9783351037635
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Rezensionen zu "Lubotschka: Roman"

  1. Trist, langweilig, belanglos

    Sankt Petersburg, um die Jahrtausendwende. Lubotschka wir bald 18, die Schule hat sie als Klassenbeste absolviert. Nun wartet sie auf den Tag, an dem sie mit ihrer Mutter, Russland verlassen wird, um nach Deutschland zu ziehen. In ihren letzten Tagen und Wochen in der Heimatstadt nimmt sie Abschied von Menschen und Orten.

    »Wovon wollt ihr denn dort eigentlich leben?«, wird Lubotschka von einer Freundin gefragt. Sie kann darauf keine genaue Antwort geben. Es scheint sie nicht zu interessieren. Alles was Lubotschka macht und tut, ist umschattet von Desinteresse. Die Erzählung ist vollkommen unaufgeregt, eine Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten. Alles scheint Lubotschka zu langweilen. Nicht mal die erste sexuelle Erfahrung, scheint sie zu berühren. Alles wirkt seelenlos und leer auf mich. Nur Äußerlichkeiten sind ihr wichtig, Kleider, Kosmetik. Ich weiß nicht, wie oft ich in diesem Buch „Nagellack“ gelesen habe. Petersburg, wirkt trist, abgehalftert, die Armut der Bewohner wird übertüncht von westlichen Luxusläden.
    Wenn es das Ziel der russisch gebürtigen Autorin Luba Goldberg-Kuznetsova war, die Fadesse der Generation „Kein Plan“ zu beschreiben, dann ist ihr das bestens gelungen. Ein Gefühl für Lubotschka, für ihre Lebensweise und für ihre Art zu denken hat sie bei mir nicht erzeugen können

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The Diamond Prince (The Billionaire Dynasties 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'The Diamond Prince (The Billionaire Dynasties 3)' von Virginia Nelson
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "The Diamond Prince (The Billionaire Dynasties 3)"

Er kann alles kontrollieren, nur seine Gefühle nicht ...

Foster Boyd möchte das Familienunternehmen retten, bevor die Eskapaden seines Bruders den Ruf der Firma zerstören. Da er seinen Bruder nicht dazu zwingen kann, das Unternehmen zu verlassen, möchte er ihn stattdessen ablenken - oder zumindest sein Image aufpolieren. Wo kann er eine Frau finden, die für die Rettung der Firma zu allem bereit ist?

Natalie Stolen war ganz oben auf der Karriereleiter angekommen. Als PR-Beraterin zählten namhafte Stars zu ihren Klienten. Als allerdings ein pikantes Geheimnis eines Kunden an die Öffentlichkeit gelangt, ist das ein gefundenes Fressen für die Presse. Natalies Karriere liegt in Scherben. In diesem Moment erreicht sie ein Angebot, das sie in ihrer aussichtslosen Lage nicht ablehnen kann ...

Aber was, wenn du die Frau, die du engagiert hast, um deinen Bruder um den Verstand zu bringen, selbst nicht aus dem Kopf bekommst?

Band 3 der heißen und romantischen Billionaire-Dynasties-Reihe.

Unwiderstehliche CEO-Romance bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:188
Verlag: beHEARTBEAT
EAN:
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Rezensionen zu "The Diamond Prince (The Billionaire Dynasties 3)"

  1. 3
    29. Mai 2019 

    Eher schwaches Finale

    Inhalt: "The Diamond Prince" ist der dritte und letzte Teil der "The Billionaire-Dynasties"-Reihe von Virginia Nelson. Den Boyd-Zwillingen gehört eine große erfolgreiche Firma. Leider hat Connor Boyd eine Kampagne so richtig in den Sand gesetzt, da er nicht ganz bei der Sache war. Sein Bruder Foster macht sich Sorgen um den Ruf der Firma. Er möchte seinen Bruder loswerden, weswegen er Natalie Stolen anheuert. Diese war bis vor kurzem eine angesehene PR-Beraterin. Dank einer Klientin liegt ihre Karriere jetzt in Scherben. Um ihren Ruf wieder herzustellen und das dringend benötigte Geld zu bekommen, lässt sie sich auf einen Deal mit Foster Boyd ein. Sie soll Connor Boyd den Kopf verdrehen. Dafür hilft er ihr ihren Ruf wieder herzustellen. Wird Connor sich in sie verlieben oder verliebt sich eher der andere Boyd-Zwilling in sie?

    Meinung: Das Cover finde ich sehr ansprechend. Der Typ auf dem Cover gefällt mir optisch und passt auch gut zu der Geschichte. Der leicht lilafarbene Hintergrund mit den Lichtpunkten gefällt mir sehr gut. Ich finde, dass es ein bisschen mysteriös und verführerisch wirkt. Es passt perfekt zu den anderen Bücher der Reihe. Das Buch wird aus der dritten Erzählperspektive sowohl von Natalie als auch Foster erzählt. Übersetzt wurde das Buch von Michael Krug. Leider sind mehr Fehler im Buch als es eigentlich sein sollten. Das ist mir leider zwischendurch immer mal wieder negativ aufgefallen. Der Schreibstil war gut und schnell zu lesen, so dass ich schnell durch gekommen bin. Am Anfang fand ich die Charaktere und Story noch sehr gut. Im Laufe der Geschichte hat dies allerdings nachgelassen. Natalie ist am Anfang eine schlagfertige junge Frau, die einen starken Karriereknick bekommen hat, aber zeigt, dass sie nicht so leicht aufgeben will. Sie hat den Ehrgeiz sich wieder nach oben zu kämpfen. Ich finde, dass sie, im Laufe der Geschichte, diese Züge etwas zu sehr verliert.
    Foster mochte ich vom Charakter her eigentlich. Für seinen Charakter gab es eine gute Erklärung und mir hat sein Sinneswandel gefallen. Dass seine anfänglichen Absichten nicht so toll waren, ist wohl jedem klar. Ich hätte es gut gefunden, wenn das etwas mehr thematisiert worden wäre. Ich finde es schade, dass es so schnell sexuell geworden ist. Gerade auch von Fosters Seite aus. Dadurch blieb die Geschichte eher oberflächig und man konnte die Charaktere nicht ganz so gut kennenlernen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl als hätte die Handlung plötzlich gewechselt oder als hätte man etwas verpasst. Ich hatte kaum das Gefühl als würde Natalie Connors Aufmerksamkeit wirklich so bekommen, wie Foster es sich ursprünglich gewünscht hatte. Gefühlt hatten die beiden eigentlich nichts miteinander zu tun. Gerade deswegen fand ich es auch komisch wie vertraut die beiden gegen Ende miteinander umgegangen sind. Die Chemie zwischen den beiden finde ich ganz gut. Natalies Regeln für Foster fand ich eine süße und gute Idee.

    Fazit: Die Geschichte ist für zwischendurch ganz nett und schnell zu lesen. Es gibt auch keine (wie der Klappentext vermuten lässt) Dreiecksbeziehung, was ich sehr gut fand.

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Playing the Game (Hot Sydney Rugby Players 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'Playing the Game (Hot Sydney Rugby Players 3)' von Amy Andrews
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Playing the Game (Hot Sydney Rugby Players 3)"

Er gewinnt immer - doch gewinnt er auch ihr Herz?

Nach einer langen Reihe katastrophaler Männergeschichten hat High-School-Lehrerin Em Newman endgültig genug. So schnell wird sie sich von keinem Typen mehr schöne Augen machen lassen, schwört sie sich. Egal, wie heiß er auch sein mag. Die Freunde des attraktiven und erfolgreichen Rugby-Spielers Lincoln Quinn wetten, dass es Lincoln nicht gelingen wird, Ems harte Schale zu knacken. Weil Lincoln Herausforderungen liebt, nimmt er die Wette an - und geht in die Charme-Offensive. Doch was als Spiel beginnt, fühlt sich plötzlich ganz schön ernst an ...

Heiße Rugby-Spieler, die reihenweise Herzen brechen. Starke Frauen, die sich nicht leicht um den Finger wickeln lassen. Und große Gefühle.

Die neue Sports-Romance-Reihe der USA-Today-Bestseller-Autorin Amy Andrews bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:210
Verlag: beHEARTBEAT
EAN:
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Rezensionen zu "Playing the Game (Hot Sydney Rugby Players 3)"

  1. 4
    24. Mai 2019 

    Playing the Player

    Inhalt: In dem dritten Band der "Hot Sydney Rugby Players"-Reihe geht es diesmal, um den Rugbyspieler Lincoln Quinn und die Lehrerin Em Newman. Em hat die Schnauze voll von Männern und Dates, nachdem wieder einmal eine Beziehung scheiterte. Zwar findet sie Linc anziehend, aber sie nimmt sich fest vor, sich an ihr Männerverbot zu halten. Besonders, da sie weiß, dass er garantiert kein Beziehungsmensch ist. Linc steht dazu ein Frauenheld zu sein und schließt mit seinen Kollegen eine Wette ab, dass er Em in sein Bett bekommen wird. Schließlich gewinnt er immer! Oder doch nicht?

    Meinung: Auch dieses Cover ist ganz gut und gliedert sich perfekt neben seinen Vorgängern ein, aber richtig begeistern kann es mich leider nicht. Der Titel passt hervorragend zu dem Buch und ich finde, dass er besser klingt als der Originaltitel "Playing the Player". Auch dieser Band wurde wieder von Sabine Neumann übersetzt. Das Buch lässt sich, trotz ein paar Rechtschreibfehlern, genauso gut und flüssig lesen wie auch schon seine Vorgänger. Ich habe das Buch an einem Stück verschlungen. Es wird sowohl aus Ems als auch Lincs Sicht erzählt, so dass man sich gut in die Charaktere rein versetzen kann.
    Em kennen wir auch schon aus dem zweiten Band. Dort hat sie die beste Freundin von der dortigen Protagonistin gespielt. Schon damals hat man Em und ihre Probleme mit Männern ein bisschen kennenlernen können. Em weiß was sie möchte. Zudem ist sie eine intelligente Frau mit dem Herzen am rechten Fleck.
    Lincoln kennen wir ebenfalls schon aus den ersten beiden Bänden. Schon dort bekommt man mit, dass er ein Frauenheld ist und gerne spielt und gewinnt. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es auch durch. Er kann seine glücklich vergebenen Teamkollegen nicht wirklich verstehen. Für ihn zählt nur Rugby und seine Karriere.
    Die beiden verbindet eine ähnliche Vergangenheit. Ich finde es gut, dass die Geschichte zeigt, dass auch wenn Menschen ein ähnliches oder gleiches Schicksal haben, jeder anders damit umgeht und unterschiedlich verarbeitet. Das Drama am Ende fand ich ein bisschen zu gekünstelt. So nach dem Motto: Jetzt war alles lang genug Friede, Freude, Eierkuchen. Jetzt muss nochmal ein bisschen Konflikt rein, ehe du das Buch endet. Die Sexszenen waren auch nicht unbedingt meins, aber ansonsten hat mir die Chemie zwischen den beiden sehr gut gefallen. Die Entwicklung von den beiden hat mir sehr gut gefallen.

    Fazit: Ich kann diesen Band nur weiter empfehlen. Er hat mir sogar besser als der zweite Teil gefallen. Im Internet habe ich gelesen, dass das der finale Teil der Reihe ist, aber ich hoffe sehr, dass doch auch noch die anderen Teile übersetzt und veröffentlicht werden. Im Original hat die Reihe 6 Bände. Dadurch, dass es in jedem Band um ein anderes Teammitglied des Rugbyteams von Sidney geht, kann man egal mit welchem Band einsteigen. Ich empfehle, aber auf jeden Fall den ersten Band, da er mir bisher am besten gefallen hat. Dieser dritte Band liegt, aber jetzt knapp dahinter.

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Tote Asche

Buchseite und Rezensionen zu 'Tote Asche' von Patricia Walter
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Tote Asche"

Traue niemandem - schon gar nicht dir selbst!

Kira Roth ist entsetzt, als sie in ihrer Wohnung die ausgegrabene Urne mit der Asche ihrer kürzlich verstorbenen Mutter findet. Daneben ein Zettel mit der Aufschrift: "Sie war nicht deine Mutter. Und du verdienst es nicht zu leben!" Doch Kiras Albtraum fängt erst an. Auf dem Friedhof entdeckt sie ein frisch ausgehobenes Grab - auf dem Kreuz stehen ihr Name und ein Todesdatum: in fünf Tagen. Ein perfider Countdown beginnt. Kira macht sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis ...

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:304
Verlag: beTHRILLED
EAN:
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Rezensionen zu "Tote Asche"

  1. 4
    26. Apr 2019 

    "Sie war nicht deine Mutter. Und du verdienst es nicht zu leben"

    Kira Roth findet beim Nachhausekommen auf ihrem Küchentisch die Urne ihrer Mutter und daneben einen Zettel mit dem Hinweis „Sie war nicht deine Mutter. Und du verdienst es nicht zu leben!“ Kiras Mutter ist nach schwerer Krankheit schlussendlich an einem Schlaganfall gestorben. Seltsam ist, daß das Wohnungsschloß vor Kurzem ausgewechselt wurde, es keine Einbruchsspuren gibt und nur ihr Bruder Ben noch einen Schlüssel besitzt. Kira lässt es keine Ruhe und sie fährt sofort zum Grab ihrer Mutter und es ist unberührt. Dafür ist in der Nähe ein Grab ausgehoben und an dem Kreuz ist ein roter Luftballon befestigt und ihr Name mit einem Todesdatum in 5 Tagen angebracht. Ganz nach Stephen King und Kira fühlt sich obendrein beobachtet. Kira zeigt es bei der Polizei an, jedoch sind beim Eintreffen der Beamten alle Hinweise beseitigt und der Albtraum ist zurück. Kira wurde seit ihrer Kindheit von Schuldgefühlen gepeinigt, weil ihr Vater wegen ihr beim Schlittschuhlaufen in einen See eingebrochen und verstorben ist. Jetzt beginnt es auch für den Leser spannend zu werden und das Tempo zieht an, denn die Tage werden heruntergezählt. Jeden Tag gibt es für Kira eine neue Bedrohung und man begleitet sie bei der Suche nach des Rätsels Lösung. So fährt sie z. B. nach 20 Jahren wieder zu ihrer Großmutter, die mittlerweile in einem Pflegeheim lebt, um mehr über ihre Kindheit zu erfahren. Und ganz nebenbei erfährt sie, daß es einen Onkel gibt und mit ihm hatte die Mutter Streit wegen der Pflegekosten. An Kiras Seite sind immer wieder Jonas, der in Kira verliebt ist und Manuel, der frühere Pfleger ihrer Mutter. Die beiden unterstützen sie wo es nur geht. Doch schaffen sie es, den Täter vor dem Todesdatum zu finden und was steckt hinter diesem kryptischen Satz?

    Ich habe bereits einen Thriller der Autorin gelesen, der mir gut gefallen hat. Auch dieses Buch liest sich spannend, perfide und wegen des Zeitdrucks rasant. Als Leser kann man mitfiebern und vor allem mitzittern, ob alles noch gut ausgehen wird. Kira als Protagonistin mit ihrer Verzweiflung wurde sehr gut charakterisiert und auch die anderen Figuren wurden bildhaft beschrieben, so daß man sich mitten in der Geschichte befand. Teilweise war es vielleicht etwas konstruiert, aber ich fühlte mich gut unterhalten und die Auflösung war für mich überraschend.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diesen Thriller!

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  1. 4
    02. Apr 2019 

    Spannender Psychothriller

    Kira hat den viel zu frühen Tod ihrer Mutter immer noch nicht überwunden. Auch der damalige Unfalltod ihres Vaters steckt noch tief in ihrem Unterbewusstsein. Umso erschreckender ist es für Kira, als sie nach einem für sie schlimmen Tag nach Hause kommt und auf dem Tisch die Urne ihrer Mutter aufgestellt vorfindet. Der daneben liegende Zettel verwirrt und verunsichert sie noch viel mehr. „Sie war nicht deine Mutter. Und du verdienst es nicht zu leben!“

    Ihre fast natürliche Reaktion zum Friedhof zu fahren um das Grab ihrer Mutter zu kontrollieren, endet für sie in einem persönlichen Trauma. Sie entdeckt dort ein frisch ausgehobenes Grab mit ihrem Namen und dem Datum ihres Todes in fünf Tagen. Nach dem ersten Schock, folgt bereits der nächste. Als die Polizei eintrifft ist alles verschwunden, sowohl auf dem Friedhof, als auch die Urne in ihrer Wohnung. Und damit beginnt ihr persönlicher Albtraum. Da sie in ihrer frühesten Jugend bereits, bedingt durch den Unfalltod ihres Vaters, an einer Psychose erkrankt war, ist ihre logische Schlussfolgerung, dass sie wohl einen erneuten Krankheitsschub haben muss. Sie muss klären, was die Aussage, dass ihre Mutter nicht ihre Mutter ist, klären.

    So begibt sie sich auf eine Spurensuche, nicht ahnend welche Ereignisse sie damit in Gang setzt.

    Patricia Walter lässt uns sehr intensiv an dem persönlichen Albtraum von Kira teilhaben. Ihre Ängste erneut erkrankt zu sein und ihre Selbstzweifel werden sehr intensiv durch das Buch getragen. Auf der anderen Seite sind da diese Geschehnisse, die sich nicht erklären lassen. Es gab so manche Situation, da hätte ich gerne Kira, ob ihrer Naivität geschüttelt. Aber wer ihr das nun antut und warum, oder ob sie sich das alles nur einbildet, ist in einer spannenden Story verpackt. Der Autorin ist es gelungen die Spannung, die sich beim Lesen aufbaut zu halten und weiter zu steigern. Es gab einzelne Abschnitte, die ließen mich durch das Buch fliegen. Zwischendurch gab es aber auch diese Momente, gerade in den Momenten der Selbstzweifel von Kira, wo es mir mitunter zu viel des Ganzen war. Das tat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe vier Lesesterne.

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Cat Person: Storys

Buchseite und Rezensionen zu 'Cat Person: Storys' von Kristen Roupenian
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Cat Person: Storys"

Storys
Gebundenes Buch
2,6 Mio. Mal geteilt: "Die meistdiskutierte Story aller Zeiten." THE GUARDIAN.

Mann und Frau. Mutter und Tochter. Freunde und Freundinnen. In zwölf Stories erkundet Kristen Roupenian das Lebensgefühl von Menschen in einer schönen neuen Welt. Fragile Hierarchien und prekäre Lebenssituationen auf der einen, das Bedürfnis nach Sicherheit und Spaß auf der anderen Seite: Alles ist möglich, aber wer sind wir, wenn wir alles sein können? Mit so viel Einsicht in die Wünsche und Ängste des Einzelnen hat man noch nicht über das Zusammenleben in dieser neuen Zeit gelesen - einer Zeit, in der alles greifbar ist, und es doch immer schwerer wird, auch nur das Geringste davon zu erreichen.

" 'Cat Person' ist eine Geschichte mitten aus der Grauzone der #metoo-Debatte, die zeigt, wie Kommunikation zwischen den Geschlechtern im 21. Jahrhundert an die Wand fahren kann, wenn die Köpfe hinter den Geräten noch dieselben sind wie in vordigitalen Zeiten." FAZ.

"Kristen Roupenian hat mit ihrer Kurzgeschichte 'Cat Person' einen Nerv getroffen." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.
" 'Cat Person' beschreibt prägnant, wo wir in der Diskussion um das Kräfte- und Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen gerade stehen." DER FREITAG

Brillant, lakonisch und bitterkomisch: Das Psychogramm unserer Zeit.

"Einzigartig - zum ersten Mal werden die Befindlichkeiten der Millennials beschrieben." Washington Post

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:288
Verlag: Blumenbar
EAN:9783351050573
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Rezensionen zu "Cat Person: Storys"

  1. Unter die Haut

    Eine Short Story geht viral. Cat Person sei die am „meistgelesene“ Kurzgeschichte aller Zeiten. Das mag etwas verwunderlich wirken. Sprachlich und inhaltlich ist die titelgebende Geschichte aus einer Sammlung von 12 Kurzgeschichten fast alltäglich. Eine junge Frau lernt einen nicht mehr ganz so jungen Mann kennen. Die beiden beginnen einen heftigen Flirt per Kurznachrichten. Witzig und aufreizend, eloquent. Doch das erste reale Date endet mit Sex, den sie eigentlich nicht und nicht so möchte. Sie glaubt „aus dieser Nummer nicht mehr raus zu können“. Alltäglich, ja wahrscheinlich. Banal, mitnichten. Mit dieser Geschichte wurde Kirsten Roupenian zur #metoo Ikone. Auch die übrigen Geschichten in dem Band von Erzählungen drehen sich um Beziehungen. Sie spielt mit Genre und Textarten, wechselt aus der Realität mit sehr präsenten Figuren in fantastische Parallelebenen. Es ist fast ein bisschen so, als ob man aus einem Bild tritt, aus dem Rahmen fällt. Ganz leicht bringt sie Situationen zum Kippen, gleich ob ein böser Junge oder netter Typ, Elli die Beißerin oder eine selbstverliebte Prinzessinnen im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Märchen, Mythologie oder Metaphysik, sie bedient sich einer unverblümten Sprache. Sex, Macht und Ohnmacht, Obsession und Wahn. Ihre Geschichten gehen unter die Haut.

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Gleis der Vergeltung

Buchseite und Rezensionen zu 'Gleis der Vergeltung' von Astrid Korten
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Gleis der Vergeltung"

TOLINO ALLIANZ BESTSELLER-LISTE PLATZ 6

"Sein Tod hat sich wie Stacheldraht um mich gewickelt. Ich kenne die Wahrheit und ich will Vergeltung ..."

Lynn-Elisabeth von Raaben erlebt den dunkelsten Tag ihres Lebens, der ihr schönster hätte werden sollen. Benedikt, ihr Verlobter, verunglückt tödlich auf dem Weg zu seiner Braut.
Sieben Jahre später erhält Lynn den Anruf einer Frau, der sie völlig aus der Bahn wirft und der Benedikts Unfalltod in ein anderes Licht rückt. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Als wenig später ein Mord geschieht, stürzt Lynn in den Abgrund ihrer eigenen Vergangenheit ...

Ein erschütternder Psychothriller um Opfer und Täter, um Irreführung, Rache, tiefem Hass und einem erschütternden Ende.
Nach einer wahren Begebenheit.

Erste Stimmen:
- "Dieser Thriller ist so fesselnd, dass man das Ende des Buches fürchtet und sich doch nicht daraus lösen kann."
WAZ Stadtspiegel

- „Erschütternd und ganz groß.“ Dunkle Lilith

- „Niveauvoller Thriller der Extraklasse." Vronika22

- „Ein ungewöhnlicher Psychothriller, der leise beginnt, sehr bewegt, nachhallt und mich absolut überzeugt hat.“ Ursula K.

- „Grandios – Astrid Korten übertrifft sich selbst. Ein Psychothriller der Meisterklasse, der ein Thema aufgreift, das selbst den hartgesottensten Leser in seinen Standfesten erschüttern und umhauen wird. Für mich das beste Werk der Autorin, das mich noch lange begleiten wird und als Lehrerin auf jeden Fall feinfühliger gemacht hat. Denn: Nichts ist unmöglich." Melanie Hinterreiter

- "Das ist für mich der bis jetzt beste und vor allem tiefgreifendste Thriller, den ich bisher von der Autorin gelesen habe – und ich kenne sie alle." Christine Hochberger

- „Ein Psychothriller der auf ganzer Linie überzeugt, bewegt, fassungslos zurücklässt und für den ich ganz klar eine Leseempfehlung aussprechen kann!“ Bücherseele79

- „Ein Thriller der Extraklasse.“ Manfred Bülow

Format:Kindle Edition
Seiten:309
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Gleis der Vergeltung"

  1. Rache und ein schockierendes Familiengeheimnis

    "Beim Wort Kindesmissbrauch zuckt die Seele zweimal zusammen–das zweite Mal an der Unterstellung, es könne einen rechten Gebrauch von Kindern geben." (Peter Horten)
    Eigenlich sollte 6. Mai 2010 ihr glücklichster Tag werden für Lynn von Raaben, den an diesem Tag will sie ihren Verlobten Benedikt H allberg heiraten. Doch alles kommt ganze anderes auf dem Weg zur Kirche verunglückt Benedikt tödlich. Für Lynn bricht eine Welt zusammen, den Benedikt war die Liebe ihres Lebens. Die traumatisiert Lynn kapselt sie sich immer mehr ab, den auch in ihrer Familie findet sie keinen Halt. Sieben Jahre später erfährt sie von einer Frau, das der Unfall von Benedikt gar kein Unfall war und drei Menschen schuldig wären. Zusammen schmieden sie einen perfiden Racheplan, der nicht mehr aufzuhalten ist. Doch als der erste Mord geschieht, kommen Lynn immer mehr Zweifel. Gleichzeitig fällt Lynn immer tiefer mehr in die Abgründe ihrer Vergangenheit, die grausame Dinge zutage bringen, von denen Lynn nichts geahnt hatte. Nicht nur der Tod ihres Bruders Yuri kommt gedanklich immer wieder hoch, sondern auch das Verhalten ihrer schrecklichen Mutter gab ihr schon immer Rätsel auf.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist für mich das beste, das ich bisher von der Autorin gelesen habe. Aber nicht nur das markante Cover mit der rothaarigen Frau auf den Gleisen hat mich begeistert. Der Schreibstil allerdings ist nicht immer einfach, den es gibt viele Handlungsstränge und extreme Sprünge der einzelnen Szenen. So bin ich auch anfänglich ziemlich verwirrt wie und wer diese Personen und Handlungen alle sind, fange aber auch an mitzurätseln. Das ist etwas das die Autorin außerordentlich gut beherrscht, so das ich als Leser deshalb auch immer tiefer in die Geschichte eintauche und sie mich nicht mehr loslässt. Doch erst am Ende habe ich dann wirklich die ganzen Zusammenhänge verstanden. Deshalb mein Rat an alle Leser haltet bis zum Ende durch, ihr werdet spätestens dann alles verstehen. Der Plot ist eine außerordentlich interessante Geschichte, die zwar für mich nicht neu war, aber immer wieder aktuell. Dass diese Geschichte teils auf wahren Begebenheiten basiert, macht das ganze noch skurriler. Nicht nur allein das ich von Lynns Racheplänen erstaunt bin, zu dem kam noch eine krasse Familie und deren Geheimnisse dazu, die mich wirklich erschüttert hat. Die Charaktere sind allesamt gut durchdacht, sodass sie für mich recht glaubwürdig und realistisch dargestellt wurden. Vor allem die traumatisierte Lynn hat mich überzeugt und emotional sehr aufgewühlt. Aber auch die Opfer, von denen man im Buch doch recht viel erfährt, haben mich teils sehr berührt. Am meisten verwirrt hat mich jedoch die Rückblende in eine grausamen Vergangenheit, die nur als "Sie" tituliert wurde und die mich bis zum Ende hat rätseln lassen. Im Laufe des Buches bemerkt man, das es noch eine zusätzliche Thematik gab, die in Kreisen in denen die von Raaben leben sicher noch heute totgeschwiegen wird. Ein Buch, das leise beginnt, hat am Ende eine große Botschaft für uns alle, nämlich die Augen nicht zu verschließen. Chapeau Astrid, das ist wirklich ein meisterliches Buch, dem ich eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne gebe.

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Lady Liberty - Der Weg in die Freiheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Lady Liberty - Der Weg in die Freiheit' von Annabelle Tilly
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Lady Liberty - Der Weg in die Freiheit"

Format:Taschenbuch
Seiten:396
Verlag: Tinte & Feder
EAN:9782919800391
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Rezensionen zu "Lady Liberty - Der Weg in die Freiheit"

  1. Doppeldeutiger Titel

    Cover:
    ------------
    Das Titelbild mit Freiheitsstatue umgeben von Gerüst, im Vordergrund die entschlossen blickende Dame passt, ebenso wie der Titel, im zweifachen Sinne. Es geht um die Geschichte der Freiheitsstatue, aber auch die der jungen französischen Journalistin Camille, die diese Fracht nach Amerika begleitet und dabei ihren persönlichen Weg in die Freiheit findet. Auf den ersten Blick erinnert das Cover eher an einen Historienroman mit Romantikflair, doch unter dieser Oberfläche steckt auch noch ein interessanter Kriminalfall.
    Die leicht samtige Oberfläche gefällt mir leider nicht, sie fühlt sich immer leicht staubig an, doch dies ist Geschmackssache.

    Inhalt:
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    Im Jahr 1885: Aufgewachsen in reichem Hause sticht die junge Camille St. Laurent als "schwarzes Schaf" in der Familie hervor, ist sie doch die einzige Frau, die studiert hat und Journalistin werden will. Ihre Schwestern dagegen haben sich den gesellschaftlichen Erwartungen gefügt und sich ihrer Ehe und dem Familienleben gewidmet. Für Camille ergibt sich durch eine Wette des Chefredakteurs der Zeitung "Le Figaro" die Chance, unter männlichem Pseudonym den Transport der Freiheitsstatue und deren Aufbau zu begleiten. Auf der anderen Seite des Ozeans begegnet sie Patrick, einem jungen Journalisten der "New York World", der sich aus dem Armenviertel zu einem angesehenen Journalisten hochgearbeitet hat. Er soll sich im Auftrag des Zeitungsverlegers Joseph Pulitzer um Camille kümmern und ist anfangs davon wenig begeistert. Doch die Zusammenarbeit der beiden verläuft besser als erwartet und auch privat kommen sie sich näher. Bei ihren Recherchen zum Bau der Freiheitsstatue stoßen sie auf mögliche Zusammenhänge mit zwei bestialischen Mordfällen und Camille gerät in tödliche Gefahr.

    Mein Eindruck:
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    Gleich der Beginn handelt von einem der Morde, wodurch sogleich Spannung erzeugt wird. Die Handlung erlebt der Leser abwechselnd an den Schauplätzen von Patrick und Camille, so dass immer Abwechslung und eine Grundspannung erhalten bleibt. Die Beschreibungen der Personen und ihrer Umgebung ist sehr gut gelungen, man hat direkt das Gefühl, in die Zeit einzutauchen.

    Die beiden Protagonisten Camille und Patrick sind beide sympathisch, man kann von Beginn an ein gewisses Knistern spüren. Dass sich zwischen beiden eine Romanze entwickelt, liegt in der Luft, auch wenn sie sich am Anfang eher skeptisch gegenüberstehen. Leider ging die Annäherung der beiden zu schnell von statten. Schon früh geben beide ihre Vorbehalte auf und vertrauen ihre intimsten Geheimnisse einander an. Das wirkte auf mich wenig glaubwürdig. Zudem hatten beide durchaus das Potenzial für bissige Dialoge, wie der Anfang zeigt, doch leider weichen diese allzu schnell etwas seichteren Flirtdialogen. Obwohl ihre Gespräche immer recht amüsant waren, hätten man noch mehr Biss in ihre Gespräche bringen können.

    Camilles Tante, die sie in New York aufnimmt, ist ein sympathischer Charakter des Typs raune Schale, weicher Kern. Ihre Bemerkungen erzeugten bei mir immer wieder ein Lächeln. Nur gegen Ende kam ihr Sinneswandel auch etwas zu schnell. Ansonsten gibt es viele Nebencharaktere wie den farbigen Zeitungsverkäufer und Gelegenheitszeichner Jimmy sowie die Prostituierte Susan, die für die Außenseitergruppen stehen und anhand derer im Roman demonstriert wird, wie das Amerika der 1880er für die ersten Schritte zu tatsächlichem Freiheitsdrang und Chancengleichheit für alle steht.

    Durch die Recherche im Fall und die Gespräche von Camille und Patrick flicht die Autorin geschickt viele interessante historische Informationen über die Freiheitsstatue, die damalige New Yorker Gesellschaft sowie einiger New Yorker Sehenswürdigkeiten ein. Hierdurch konnte man den Flair der Zeit sehr gut spüren und die Geschichte gewann dadurch Authentizität. Besonders interessant war es, mehr über die beeindruckende Persönlichkeit des bekannten Zeitungsverlegers Pulitzer zu erfahren.

    Der Kriminalfall war bis zu etwas dreiviertel des Romans sehr spannend, es wurden einige falsche Spuren gelegt, so dass man auf den Täter und vor allem auf sein Motiv recht spät aufmerksam wurde. Leider ging die Auflösung dann doch sehr rasch und m. E. zu simple zu Ende. Dafür wurden noch einige Kapitel über den Umgang mit dem Geschehen nach der Auflösung gespendet, so dass man erfährt, wie das Ereignis die einzelnen Charaktere verändert hat. So war das Ende abgeschlossen und schlüssig. Trotz meiner o. g. Kritikpunkte (ich bin nun mal kein Romantikfan) gefiel mir das Buch gut und durch den Spannungsbogen und den angenehmen Flair der Handlung konnte ich das Buch schwer aus der Hand legen.

    Fazit:
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    Historischer Roman rund um den Bau der Freiheitsstatue mit einem Hauch Romantik und einem spannenden Kriminalfall als roter Faden

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