Neue Träume am Strand

Buchseite und Rezensionen zu 'Neue Träume am Strand' von Susanne Oswald
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Neue Träume am Strand"

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783365005897
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Rezensionen zu "Neue Träume am Strand"

  1. Träume an der Nordseeküste

    Bentje zieht es immer wieder in ihr Heimatdorf Kiekersum, ein Hafenstädtchen an der Nordseeküste. Kaum ist sie diesmal dort angekommen, um nach einer Zeit mit sehr vielen Überstunden in der Hamburger Werbeagentur, in der sie arbeitet, eine Weile abzuschalten und Urlaub zu machen, meldet sich ihr Chef mit einem Jobangebot. Aber auch Finna, Bentjes großmütterliche Freundin, die überlegt, zu ihrem Sohn zu ziehen, macht ihr ein Angebot, ihre Pension Lüttje Glück zu übernehmen. Und als wäre das nicht schon genug an Entscheidungen, trifft Bentje auch Jasper wieder, mit dem sie bis zu einem tragischen Unglück viel verbunden hat, und muss sich auch hier entscheiden, wie es weitergehen soll.

    Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen, und wie schon bei der Strickladen-Reihe geht es hier auch immer wieder mittendrin ums Stricken. Ich bin gespannt, ob diese Reihe wieder genauso schön weitergeht.

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Und dann sind wir gerettet

Buchseite und Rezensionen zu 'Und dann sind wir gerettet' von Alessandra Carati
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Und dann sind wir gerettet"

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Taschenbuch
Seiten:296
EAN:9783947767144
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Rezensionen zu "Und dann sind wir gerettet"

  1. 3
    19. Apr 2024 

    Ein ganzes Leben unterteilt in ein Davor und ein Danach

    Der Bosnienkrieg steht vor der Tür und die 6jährige Aida muss mit ihrer schwangeren Mutter, ihrer Tante und ihrem Cousin die Flucht nach Italien antreten. Ihr Vater ist bereits dort und wartet auf sie. Was als Abenteuer beginnt, wird für Aida und ihre Mutter eine menschliche Herausforderung, die auch lange nach der Wiedervereinigung mit ihrem Vater andauert.

    "Ich war noch ein Kind, aber mir ist nie etwas erspart worden."

    Das neue Leben in Italien gestaltet sich sehr schwierig, die Mutter kann die Entfernung von ihrem Zuhause nur schwer überwinden und der kleine Bruder, der geboren wird, birgt ein schweres Erbe. Aida verliert ihre Bindung an ihre Eltern und beginnt ein Leben außerhalb des Traumas, von dem sie sich allerdings niemals richtig lösen kann.

    "Der Krieg war zu Ende, die Grenzen waren wiederhergestellt worden, und uns hatte man zu Fremden in unserem eigenen Dorf gemacht."

    Meine persönlichen Leseeindrücke
    Was es heißt ein Flüchtling aus einem Kriegsgebiet zu sein, welchen seelischen Leiden Geflüchtete ausgesetzt sind und wie stark die Verwurzelung zur Heimat ist, wird sehr gut dargestellt. Die Autorin schafft es, mir Szenen bildlich vor Augen zu führen und ich sehe manchmal direkt die Romanfiguren in ihrem Tun und Leben. Das gelingt meines Erachtens besonders, weil sich der Roman wie Tagebuchaufzeichnungen Aidas liest, unterteilt in unzählige kurze Abschnitte und in große 5 Kapitel.

    "Unser ganzes Leben war unterteilt in ein Davor und ein Danach, völlig egal, wie alt wir sein würden, zwanzig, fünfzig oder achtzig."

    Dann aber, im 4. Kapitel, geschieht etwas unerwartetes: die Autorin driftet von ihrer Erzählung ab und konzentriert sich auf den Bruder Ibra, nimmt sich satte 80 Seiten um über seine paranoide Schizophrenie zu erzählen. Ich kann vermuten, dass die Persönlichkeitsstörung mit der schwierigen Familiensituation zusammenhängt, erklärt wird eine Verbindung allerdings nicht. Dieser abrupte Themenwechsel bringt nicht nur die ganze Geschichte zum Wanken, sondern führt sie in eine Ecke, die mich aus dem Lesekonzept wirft. Auch wenn sie im letzten Kapitel die Erzählung wieder in die gewohnten Schienen bringt, ändert diese Abweichung nachhaltig meine Einstellung zum Roman. Doch damit nicht genug. Jetzt taucht eine neue Romanfigur auf, die vielleicht an eine vorher bekannte erinnert, aber wiederum verfehlt die Autorin, einen Bezug herzustellen, und aufs Neue fühle ich mich als Leserin vor den Kopf gestoßen.
    Schade, denn der Roman besticht durch eine äußere Sichtweise auf das Schicksal einer Familie, in der sich große Gefühle durch äußere Handlungen erklären, und ist stellenweise gut in Aufbau, Handlung und Sprache.

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Wie Inseln im Licht

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie Inseln im Licht' von Franziska Gänsler

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Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:208
Verlag: Kein & Aber
EAN:9783036950341
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Sieben Sekunden Luft. Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Sieben Sekunden Luft. Roman' von  Luca Mael Milsch

Inhaltsangabe zu "Sieben Sekunden Luft. Roman"

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:264
Verlag: Haymon Verlag
EAN:9783709982266
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Treibgut

Buchseite und Rezensionen zu 'Treibgut' von Adrienne Brodeur
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Treibgut"

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:464
EAN:9783463000565
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Rezensionen zu "Treibgut"

  1. Familie auf Cape Cod

    Adam, ein siebzigjähriger Meeresbiologe, immer noch begeistert von den Schnittpunkten der Mathematik mit der Kunst, der Magie mit den Wissenschaften und den Walen in dem Ozean vor seiner Haustüre auf Cape Cod. In seinen manischen Phasen ist er überzeugt, dass er kurz vor dem Durchbruch zu einer großen Entdeckung ist, die in den Gesängen der Wale schlummert. In seinen depressiven Phasen stürzt er ab, in eine tiefe Schwärze der Sinnlosigkeit von aller Existenz.
    Seine beiden Kinder, Ken und Abby hat er im Sturm dieser Krankheit allein aufgezogen. Die Mutter der Kinder, seine große Liebe, hat er nach der Geburt der Tochter verloren.
    Beide Kinder sind in großer Freiheit, in einer engen Symbiose aufgewachsen, sie hatten sich selbst und gaben sich gegenseitig Halt .
    In diesem einsamen Biotop entwickelten sich seelische Verzweigungen, die die Autorin im Laufe der Geschichte enthüllt, bis zu einem großen Showdown, bei dem sich jeder bekennen muss.
    Der Roman ist eingebettet in die Beschreibungen der eindrucksvollen Natur von Cape Cod. Die Schreibweise der Autorin ist schnörkellos, gleicht der Landschaft, in der sie auch zuhause ist. Ohne Pathos und Überschwang, ohne "tiefgründelnde" Psychoanalyse, einfach und klar beschreibt sie die Personen in ihrem Alltag.
    Das Cover des Buches ist ein Ausschnitt des Gemäldes "Strand bei Ebbe" von Frederick Milner. Es ist ausgezeichnend zu diesem Buch ausgewählt.
    Ein Buch, das dem Leser Lesevergnügen schenkt.
    Mit dem Originaltitel:"Little Monsters" hätte mich das Buch nicht interessiert.
    Gut, dass man für die deutsche Ausgabe einen anderen Titel gewählt hat.

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  1. Ein Sommerstück.

    Kurzmeinung: Müsste man am Meer lesen! Sehr schöner Urlaubsroman - leicht und spannend.

    Cape Cod. Schöne Gegend. Die Wohlhabenden wohnen hier, die beinahe Wohlhabenden machen hier Ferien. Sonne. Strand. Wind. Segelboote, Möwen, alte Villen, Künstler und Walbeobachtung. Das ist das Ambiente des Romans „Treibgut“. Dort lebt auch laut Klappentext die Autorin, weswegen die Atmosphäre der Insel völlig authentisch wirkt.
    Ein alternder Professor für Meeresbiologie und seine Entourage. Obwohl der Professor Monologe über Wale liefert, und damit der Autorin Gelegenheit bietet, einige Informationen über diese großartigen Meeressäuger einfließen zu lassen, ist Adam Gardener nicht der Wissenschaftler, den man so erwartet, akkurat, rational, faktenorientiert. Denn Gardener leidet an einer bipolaren Störung und ist lustig selbstverliebt. Er hat seine Krankheit einigermaßen im Griff, aber eben nur einigermaßen, es gibt noch genug weiße Flächen in seinem Leben, denen er eben nicht Herr geworden ist und das ist seine Familie. Freilich ist er außerstande, seine Mankos zu erfassen. Zum Leidwesen seiner Kinder. Zur Erheiterung der Leser.
    Selbstbild und Fremdwahrnehmung des Meeresbiologen klaffen also erheblich auseinander. Adam Gardener ist selbstbezogen, hält sich für ein Genie und denkt, er sei ein wunderbarer Vater gewesen. Womanizer. Mehrmals verheiratet. Auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. In Wirklichkeit aussortiert, da er mit der modernen Zeit nicht mithalten kann und, mit Verlaub, einfach zu alt ist. Er wird 70 Jahre alt und aus diesem Anlass soll seine Schwiegertochter ein großes Fest organisieren, das natürlich ein Fiasko wird. Adam hat immer dann geistige Höhenflüge, wenn er seine Medikamente absetzt. Und er findet immer wieder eine Rechtfertigung dafür, dies zu tun. Mit Medikamentation hat er Depressionen und sein Denken und Fühlen ist verlangsamt. Ohne Medis aber, fängt die Welt an zu schwingen. Nur dumm, dass er dann nicht mehr schlafen kann und ellenlange sinnentleerte Monologe hält, so dass alle schnell weglaufen.
    Bipolarität ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, die den Betroffenen das Leben zur Hölle machen kann. Es ist ein tragisches Krankheitsbild. Diese Tragik kommt in dem Roman zu kurz. Man amüsiert sich eher als dass man mitleidet. Für die Tragik brechen sich alte Familiengeheimnisse allmählich Bahn. Die erwachsenen Kinder Ken und Abby haben ihre Jugend am Meer sehr unterschiedlich verarbeitet. Der frühe Verlust der Mutter hat beiden einen Knacks versetzt. Ken versucht mithilfe seines Psychiaters seine Jugend aufzuarbeiten. Abby bannt in eigenartigen großflächigen Bildern ihre Erinnerungen auf die Leinwand, was Ken einen Höllenschrecken einjagt.

    Der Kommentar und das Leseerlebnis:
    Die Protagonisten auf Cap Cod setzt die Autorin hübsch in Szene. Mit einem Menschen von außen, Steph, bekommt die Leserschaft nicht nur den inneren Blick der Familie durch den Sohn Ken, den Vater Adam und Tochter Abby und durch Jenny (Kens Frau), sondern auch einen Blick von außen geliefert.
    Die Familiengeheimnisse sind, was sie immer sind. Ich will sie nicht verraten, aber es gibt nicht so viel Auswahl. Sie sind immer schmutzig und immer schmerzlich.

    Die Autorin hatte mich lange Zeit am Bändel, ihre Figuren hatten interessante Berufe und interessante Probleme. Kens widerwillige psychiatrische Sitzungen mit seinem Psychiater sind wirklich erheiternd, sein Charakter widerspenstig. Abby, ist unsere Hero, strahlend reine Weste, eine gläserne Villa in den Dünen und Frida, the Hund machen uns Spaß. Adam mit seinen selbstverliebten Gedanken, fern jeder Realität sowieso. Lebendige Dialoge. Aber nach zwei Dritteln verliere ich das Interesse. Warum ist das so?
    Erstens wegen der Geheimnisse. Zu durchschaubar und nachdem sie nun einmal an den Tag getreten sind, gibt es keine Interaktion mehr unter den Figuren. Die Interaktion ist überhaupt der schwächste Punkt des Romans. Auch schon vor der Aufdeckung. Zweitens wegen der Geheimnisse. Schlimme Familiengeheimisse sind immer ein Schwachpunkt. Schwierig, Klischees dabei zu vermeiden. Falls ihr unter 35 seid, versäumt es nicht, eure Eltern zu fragen, ob ihr irgendwo geheime Geschwister habt, ob sie (oder auch Tanten, Onkel und Großväter) Nazis gewesen sind oder Kommunisten und ob sich auf dem Dachboden ein Koffer mit kompromittierenden Briefen befindet oder mit Falschgeld. Und dann gibt es noch sexuelle Geheimnisse. Also, wie gesagt, die Auswahl ist eigentlich gar nicht so groß. Aber das nur am Rande. Ein weiterer Schwachpunkt ist der Transport von Gefühlen. Seid ihr über 35 lohnt sich die Aufdeckung von Familiengeheimnissen meines Erachtens nicht mehr, nehmt alles hin, wie es eben ist. Es sei denn, ihr bekommt von irgendwo her eine Million vererbt oder ein Cottage in Südengland. Aber, wie gesagt, das nur am Rande. Das mit dem Cottage, sorry, tut mir wirklich leid, ist sehr unwahrscheinlich.
    „Treibgut“ macht Spaß, es ist ein Roman, der einen vorwärtsstrebenden Plot hat, es ist immer etwas los, obwohl es auch erhellende Rückblenden gibt. Aber es fällt der Autorin schwer, die Gemütslage der Protagonisten anders darzustellen als durch einige Äußerlichkeiten, Alkohol, Distanzierung, Selbstgespräche, Hund. Und dann hätten wir noch die Natur. Obwohl die Naturpassagen wirklich schön sind, treten sie kaum in Bezug zu den Protagonisten.

    Fazit: Stilsicher und ziemlich amüsant, bis die Familiengeheimnisse zu sehr Raum greifen und dann doch nicht wirklich besprochen werden.

    Kategorie: Sommerroman. Gute Unterhaltung.
    Verlag: Kindler, 2024

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Windstärke 17

Buchseite und Rezensionen zu 'Windstärke 17' von Caroline Wahl

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Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:257
EAN:
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Not Worth Saving

Buchseite und Rezensionen zu 'Not Worth Saving' von Marie Niebler
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

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Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Broschiert
Seiten:336
Verlag: reverie
EAN:9783745704204
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Rezensionen zu "Not Worth Saving"

  1. 3
    14. Apr 2024 

    Fröhliche Heimkehr?

    Brooke hat ein paar Jahre bei ihrer Mutter in Auckland gelebt. Nun kehrt sie in ihr Elternhaus zurück, denn ihr Vater hatte einen Unfall und sie möchte ihrem Bruder mit dem Repair-Café helfen. Sie ist nicht darauf gefasst, auch Greys Kumpel Noah anzutreffen. Allerdings gehen die alten Streitereien mit Grey bald schon wieder los. Der Hofhund Columbo scheint der einzige zu sein, der sich aufrichtig freut. Aber mit Noah kann Brooke bestimmt warm werden. Es soll ja nichts Festes sein. So ein Sommerflirt wäre gerade das Richtige. Auch die Arbeiten, die Grey verteilt, wären dann nur noch halb so schlimm.

    Bei diesem Roman handelt es sich um den ersten Band einer zweiteiligen Reihe. Brooke und Noah lernen sich kennen und finden sich sympathisch. Die Chemie stimmt. Zugeben wollen sie das beide nicht so richtig. Und sowohl Brooke als auch Noah müssen mit Ereignissen aus ihrer Vergangenheit leben, die sie lieber für sich behalten. Warum hat Brooke ihr Elternhaus verlassen?
    Wieso ist Noah die Freundschaft zu Grey so wichtig? Stehen die Chancen überhaupt gut, dass Brooke sich auf dem Land wieder wohlfühlen wird? Man kann es mal auf sich zukommen lassen. Zumindest der Krankenbesuch bei ihrem Vater läuft besser als erwartet.

    In Neu Seeland ist Weihnachten im Sommer. Und zur Weihnachtszeit spielt dieser romantische Roman. Weihnachten und Strandspaziergänge - das hat etwas Besonderes. Wenn man als älterer Mensch mit der Lektüre des Romans beginnt, erhofft man sich eine Romantische Komödie, in der sich die Protagonisten annähern und es kommt zum Unvermeidlichen. Ganz so läuft es zwischen Noah und Brooke allerdings nicht. Manchmal sind sie einfach sehr direkt, um im nächsten Moment mit irgendetwas hinter dem Berg zu halten, was auch in Verlauf teilweise nicht deutlich angesprochen wird. Was allerdings angesprochen wird, ist recht heftig und man fragt sich, wieso Brooke damit allein gelassen wurde. Und wegen des Ungleichgewichts zwischen Ausgesprochenem und Unausgesprochenem, könnte es schwierig werden, sich in die Protagonisten hineinzuführen. Da es sich hier um einen ersten Band handelt, werden einige Fäden zwangsläufig noch nicht entknotet. Man kann also auf den zweiten Band hoffen. So richtig überzeugt haben Brooke und Noah noch nicht. Dennoch gibt es Verbale Schlagabtausche, die beim Lesen Spaß machen.

    Das abstrakte Cover ist farblich schön gestaltet und gibt mit seiner bläulichen Tönung vielleicht einen Hinweis auf die Stimmung.

    3,5 Sterne

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Der Sommer, in dem alles begann

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Sommer, in dem alles begann' von Claire Léost
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Sommer, in dem alles begann"

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
EAN:9783462003871
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Rezensionen zu "Der Sommer, in dem alles begann"

  1. 4
    16. Apr 2024 

    Drei Frauen, drei Generationen, drei Lebenswege

    Drei Frauen, drei Generationen, drei Lebenswege, alles zusammengeführt in einem Sommer im Jahr 1994 in der Bretagne. In drei Erzählsträngen entwickelt die französische Autorin Claure Léost ihre Geschichte.
    1940 ändert sich mit dem Einzug deutscher Militärs das Leben im beschaulichen Le Bois d‘en Haut, auch für die zwölfjährige Odette, Tochter des Dorfarztes. Ihr Vater, der als Kommunist weiter für ein freies Frankreich kämpft, wird von Männern in schwarzen Ledermänteln abgeholt und später im Lager erschossen. Ein Jahr vor Kriegsende stirbt ihre Mutter und Odette reist zu ihrer Tante nach Paris. Sie findet Arbeit als Dienstmädchen bei einer Familie mit zwei Kindern. Hier zählt nicht mehr, dass sie daheim eine der besten Schülerinnen war und ihre Eltern angesehene Leute im Dorf. „ In Paris war sie ein nichts. Oder noch weniger als nichts : eine vom Dorf, ein Landei, ein Bauerntrampel.“ „ Bretonen, das waren …eine Horde hungernder Hinterwäldler, die in Paris einfielen, um zu verdienen.“ so war die einhellige Meinung der Pariser.
    Doch es kommt noch schlimmer. Odette ereilt das Schicksal vieler Dienstmädchen: sie wird geschwängert von ihrem Dienstherrn. Allerdings verläuft ihr weiterer Lebensweg und der ihres Kindes nicht dem Klischee entsprechend.
    1994 zieht Marguerite mit Ehemann und siebenjähriger Tochter nach Le Bois d‘en Haut. Was zieht die elegante Pariserin, Dozentin für Literaturwissenschaften, an das Gymnasium in diesen entlegenen Ort? Ist sie damit nur ihrem Mann Raymond gefolgt, einem ehemals erfolgreichen Schriftsteller, der in der ländlichen Abgeschiedenheit seine Schreibblockade bekämpfen möchte? Oder verfolgt sie damit ganz eigene Pläne? Die Kollegen, ja die meisten Dorfbewohner begegnen ihr mit Misstrauen.
    Doch die sechzehnjährige Helene ist fasziniert von ihrer neuen Lehrerin. Die erkennt bald ihr Potential und fördert das kluge Mädchen. Und Helene verkehrt auch immer öfter im idyllischen Herrenhaus von Marguerite und fühlt sich zusehends vom charismatischen Raymond angezogen.
    Sehr zum Ärger ihres Freundes Yannik, der ihre Schwärmerei voller Eifersucht beobachtet. Außerdem hegt er als stolzer Bretone einen Groll gegen Franzosen aus der Hauptstadt. „ Man hat uns unsere Identität gestohlen, wir leben auf besetztem Gebiet. Die Geschichte Frankreichs ist nicht unsere.“so argumentiert er. Sein Zurück zu seinen bretonischen Wurzeln begnügt sich bald nicht mehr nur mit dem Erlernen der bretonischen Sprache. Er schließt sich einer Gruppe Fanatiker an, die für eine freie Bretagne kämpfen und dafür auch nicht vor Gewalt zurückschrecken.
    Helene fühlt sich zerrissen von ihren widersprüchlichen Gefühlen und als dann noch bei ihrem geliebten Vater eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird, ist sie völlig verzweifelt.
    Es ist viel emotionaler Stoff, den Claire Léost in ihren Roman packt. Dabei schreibt sie in einer nüchternen, völlig unsentimentalen Sprache. Einzig in den Landschaftsbeschreibungen wird es poetisch. Hier ist die Liebe der Autorin zu ihrer Heimat spürbar. Allerdings wird hier nichts sentimental verklärt. Das Dorf ist keine Idylle. Man begegnet vielen Vorurteilen und kleingeistigem Denken.Und es ist nicht die Bretagne, in die es die Touristenströme zieht. Hier gibt es keine malerischen Hafenstädte direkt am Meer, keine wildromantischen Küsten. Nein, ihr Roman führt in die Bretagne der Wälder, der mythischen Orte. Der Leser erfährt so einiges über bretonische Geschichte und Kultur. Deshalb verwundert es nicht, dass die Autorin für diesen Roman mit dem Literaturpreis der Bretagne ausgezeichnet wurde.
    Die Geschichte wird im Rückblick erzählt. Seit zwanzig Jahren lebt Helene schon in Paris, nun reist sie zum ersten Mal zurück in ihre Heimat. Und sie erinnert sich, was in jenem Sommer geschehen ist und was sie schließlich zum Weggehen veranlasst hat.
    Wie viel von der Autorin steckt in dieser Figur? Die Eckdaten scheinen zu stimmen und gewidmet ist der Roman allen „ Bretonen, die irgendwann einmal fortgegangen sind“, wie sie selbst.
    Es ist eine leise, sehr emotionale Geschichte, die auf ein dramatisches Ende zuläuft. Und obwohl dieses Ende vorweggenommen wird, bleibt der Roman spannend. Die Charaktere werden in ihrer Vielschichtigkeit gezeigt, nicht jede ihrer Handlungen kann man billigen, werden aber aus der Biographie heraus begründet. Die meisten Figuren durchlaufen eine Entwicklung, wobei die Autorin erfreulicherweise Leerstellen lässt, so dass der Leser diese selbst füllen muss.
    „ Der Sommer, in dem alles begann“ ist ein leicht zu lesender Unterhaltungsroman, aber keiner mit Happy-End.

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  1. Unterhaltungslektüre

    „In diesem magischen Jahr entdeckt Hélène ein neues Land, bevölkert von Schriftstellern und Worten. Jedes Buch ist eine Schatzkiste.“ (Zitat Pos. 173)

    Inhalt
    Marguerite Renaud, eine erfolgreiche Dozentin für Literaturwissenschaften in Paris, ist mit dem erfolgreichen Krimi-Schriftsteller Raymond Berger verheiratet. Als Raymond vorschlägt, für einige Zeit in die Bretagne zu ziehen, in der Hoffnung, in der wilden Einsamkeit seine Schreibblockade überwinden zu können, sagt sie zu. Sie verschweigt Raymond, dass auch sie einen Grund hat, ausgerechnet in die Finistère zu ziehen. Marguerite ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die sie nach der Geburt zur Adoption freigegeben hat und aus dieser Gegend stammte. Marguerite nimmt eine Vertretungsstelle als Französischlehrerin am Gymnasium in Bois d‘en Haut an. Dort trifft sie auf die sechzehn Jahre alte Hélène und sie erkennt rasch die Begabung des Mädchens. Während Hélène sich begeistert der Literatur zuwendet, entsinnt sich ihr Freund Yannik plötzlich seiner bretonischen Wurzeln. Die Ereignisse dieses Sommers werden genau beobachtet von der druidischen Kräuterfrau Mamie Alexine, Hélènes Großmutter, und deren bester Freundin Émile Tanguy, Inhaberin des Dorfladens.

    Themen und Genre
    In diesem Roman geht es um Gesellschaftsstrukturen, Familie, Frauenleben, Literatur, Nationalismus und alte Traditionen in der Bretagne.

    Erzählform und Sprache
    Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Einstieg in der Gegenwart, führt dann zwanzig Jahre zurück zu einem bestimmten Tag im Jahr 1994 und beginnt von dort an, in einem umgekehrten, rückwärtsgerichteten Zeitablauf, die Ereignisse aufzurollen. Parallel dazu führt ein zweiter Erzählstrang weitere fünfzig Jahre zurück und bietet dadurch auch Hinweise auf die bretonische Geschichte. Erinnerungen und Gedanken vertiefen die Erlebnisse und Charaktere der einzelnen Figuren. Es sind unterschiedliche Figuren, deren Verhalten nicht immer nachvollziehbar ist, da sich die Geschichte aus den Konflikten und den Handlungen der einzelnen Figuren ergibt. Die Sprache entspricht dem Genre Unterhaltungsroman und ist leicht zu lesen.

    Fazit
    Dieser Frauen- und Generationenroman konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Die Geschichte wirkt auf mich zu bewusst konstruiert und die Figuren zu klischeehaft. Die abwechslungsreiche Erzählform macht diesen Roman dennoch zu einer angenehm zu lesende Unterhaltungslektüre, die sicher andere Leserinnen begeistern wird.

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Meeresfriedhof: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Meeresfriedhof: Roman' von Aslak Nore
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Meeresfriedhof: Roman"

Während des Zweiten Weltkriegs wird ein Hurtigrutenschiff mit norwegischen Zivilisten und deutschen Soldaten an Bord von einer englischen Mine getroffen und sinkt. Hunderte Menschen kommen ums Leben, so auch der Unternehmer und Reeder Thor »Store« Falck. Seine Frau, die junge Schriftstellerin Vera Falck, und ihr kleiner Sohn Olav werden wie durch ein Wunder gerettet. Fünfundsiebzig Jahre später geht Vera im Meer schwimmen und kehrt nicht mehr zurück. Mit ihr verschwindet auch das Testament, das sie sich kurz vor ihrem Tod hat aushändigen lassen. Ihr Sohn Olav, der Patriarch der Familie und Vorsitzender der einflussreichen SAGA-Stiftung, macht sich Sorgen: Hat seine Mutter das Testament in letzter Sekunde geändert und den verarmten Zweig der Familie bedacht? Und was hat es mit Veras Memoiren auf sich, die nach Fertigstellung in den 70er-Jahren vom norwegischen Staatsschutz beschlagnahmt wurden? Olavs Tochter Sasha, die bisher immer auf seiner Seite war, ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, auch wenn sie sich gegen ihren mächtigen Vater stellen muss.

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:544
EAN:9783462003963
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Rezensionen zu "Meeresfriedhof: Roman"

  1. Kein Fast - Food - Roman

    Zum Eintauchen, kein Fast-Food-Roman!
    Ein Epos nimmt seinen Lauf -

    Die meisten Genre-Fans haben die Veröffentlichung von Band 1 der Falck-Serie schon mit Spannung erwartet.
    Nun wurde -Meeresfriedhof - endlich am 11. 04.2024 auf dem deutschen Markt veröffentlicht.

    Der Autor
    Aslak Nore war mir bisher unbekannt. Während seines Lebens hat er unterschiedlichste Eindücke von Menschen und deren Verbindungen & Interaktionsradius gesammelt.
    Hiervon kann seine Leserschaft definitiv profitieren.

    Deutsche Übersetzung:
    Dagmar Lendt

    Zum Inhalt
    Es dreht sich um ein Manuskript über einen Schiffsuntergang. Dieser wurde in Norwegen vom Staatsschutz beschlagnahmt und bisher nicht veröffentlicht. Die Autorin Vera Falck, Ehefrau des Reeders verschwindet bei einem Bad im Meer.
    Ihr Testament ist nicht auffindbar. Nun ist ihr Erbe, Sohn Olav Falck sehr besorgt.
    Sollte seine Mutter das Testament geändert und Familienmitglieder des verarmtes Falck - Zweiges bedacht haben?Eine mehrfronten Krise bahnt sich ihren Weg.

    Das Coverbild
    Ein Fjord, ein Schiff und die Nationalfarben, wurden als visueller Wegweiser zum Inhalt des Buches kreiiert.
    - Meine Aufmerksamkeit hatte das Buch sofort -

    Mein persönliches Leseerlebnis

    Aufbau
    Schon allein aufgrund der Gesamt- Seitenzahl vermutete ich, dass die Begebenheiten, Personen und Zusammenhänge viel Raum in dieser Story einnehmen würden.

    Die Erzählung definiert sich durch die Erzähleinteilung in 2 Hauptstränge. Der Eine spielt im Hier und Jetzt.
    Der 2. lässt uns am Schiffsunglück der Hurtigrouten und dessen Folgen im 2. Weltkrieg, teilhaben.

    Wie schon erwähnt hatte ich angenommen, dass der Autor großen Fokus auf den Aufbau legen wird. Und dem ist so.
    Es werden viele Charaktere vorgestellt und von Interaktionen der unterschiedlichen Menschen und Organisationen berichtet.
    Durch diesen Fokus erzielt das Buch ein geringes Momentum und wirkt entschleunigt. Hier muss der Leser wirklich Geduld & Konzentration mitbringen.
    Der ein oder andere Leser wird sich sicher Notizen machen wollen und des Öfteren den Falck - Familien-Stammbaum (im ersten Buch veröffentlicht) zur Orientierung heranziehen.
    Spannung /Thrill
    Spannung entsteht mit der Fortentwicklung der Geschichte.
    Allersdings nicht im üblichen Genreumfang. Aufgrund der Thriller-Zuordnung, wurden im Vorfeld leider falsche Erwartungen zu den erwartbaren Thrill- und Nervenkitzel-Elemente, geschürt.

    Finale/Plot
    Insgesamt entfaltet das Buch seinen Glanz am Schluss.

    Das Finale beantwortet einige der im Buch aufgeworfenen Fragen. Andere bleiben wohl aus strategischen Gründen, im Nebel.

    Die Erzählung hat sich in mein Denken eingegraben und ich erwarte mit Vorfreude, die Folge-Bände.

    Allerdings würde ich das Buch nicht dem Thriller-Genre zuordnen.
    Es ist dafür mit zu wenig Thrill - & Nervenkitzel - Elementen bestückt worden.
    In meinen Augen handelt es im Band 1 der Falck Saga, um einen spannenden, literarischen Kriminalroman. Dieser bezieht seine Spannungmomente aus den Interaktionen der Familienmitglieder und des norwegischen Staates.

    Von mir gibt es sehr gute 4* Lesesterne, für dieses sorgfältig recherchiertes, mit guter Unterhaltung und - Food für Brain - bestücktes Werk.

    Es sei hinzugefügt, dass der erste Band unbedingt vor dem Folgeband gelesen werden sollte. Die Informationen und menschlichen Geflechte sind sicher zum allgemeinen Verständnis & Komplenentiereung des Leseerlebnisses, notwendig.
    Sehr schade finde ich es, dass wir bis Mai 2025, auf eben diesen 2. Band warten müssen.

    ISDN: 978-3462003963
    Seitenzahl: 544
    Verlag: KiWi
    Formate: elektr., Taschenbuch und Hörbuch

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Das Lied des Propheten: Roman | Booker Preis 2023

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Lied des Propheten: Roman | Booker Preis 2023' von Paul Lynch

Inhaltsangabe zu "Das Lied des Propheten: Roman | Booker Preis 2023"

Diskussionen zu "Neue Träume am Strand"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Klett-Cotta
EAN:9783608988222
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Seiten