Stille Sainte-Victoire

Buchseite und Rezensionen zu 'Stille Sainte-Victoire' von Cay Rademacher
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stille Sainte-Victoire"

Der April in der Provence ist warm, sonnig, grün – und mörderisch. Capitaine Roger Blanc steht vor einem auf bizarre Weise getöteten Mann, ausgerechnet im Schatten der Sainte-Victoire, dem Berg, den Cézanne auf vielen Gemälden verewigt hat. Das Opfer: Roland Dallest, ein Bauingenieur aus Lyon, der die Statik eines Staudamms untersuchte, ein gewissenhafter, friedliebender Mann, der erst seit drei Wochen im Midi arbeitete. Für seinen Tod scheint zunächst niemand ein Motiv zu haben. Aber Blanc findet rasch heraus, dass dessen Zwillingsbruder Christian ganz in der Nähe arbeitet: ein berühmter Paläontologe, der seit Jahren Dinosaurierknochen an der Sainte-Victoire entdeckt. Ein schrecklicher Irrtum des Täters? Wollte der Mörder eigentlich den bekannten Wissenschaftler töten und verwechselte diesen mit dem zufällig anwesenden Zwillingsbruder? Nach und nach stößt Blanc auf Geheimnisse rund um den Staudamm – und auf die Geheimnisse der Paläontologen, die sich einen gnadenlosen Wettkampf um Fossilien, Geld und Ruhm liefern. Und schon bald sehen er und seine Kollegen Marius und Fabienne mehr Verdächtige als ihnen lieb ist …

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:367
EAN:
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Rezensionen zu "Stille Sainte-Victoire"

  1. Spannender Ausflug in die Welt der Paläontologen

    Im letzten Roman fand ich die Vergegenwärtigung des Beginns des Corona-Lockdowns beeindruckend gelungen, im aktuellen Fall "Stille Sainte Victoire" spielt die Pandemie nur noch eine sehr marginale Rolle, was ich etwas irritierend finde, denn einige Zeitangaben legen nahe, dass der neue Fall kurz nach seinem Vorgänger spielt. Aber das sind so Beckmessereien, die dem Lesegenuss wenig Abbruch tun.

    In seinem neuen Roman führt uns Cay Rademacher in die Welt der Paläontologen, denn Südfrankreich bietet offensichtlich ein Paradies für Saurierforschung, was mir bisher nicht bekannt war. Ausgangspunkt des Falles ist der Mord an einem Ingenieur, bezeichnenderweise mit einem Saurierzahn ausgeübt. Der Ingenieur hatet die aufgabe, einen Staudamm zu begutachten, war aber alles in allem eine eher graue Maus, die kaum Anlass zur Ermordung gegeben hat. Allerdings ist sein Zwillingsbruder ein ziemlich arroganter Paläontologe, der mit Gott und der Welt im Clinch liegt, insbesondere mit einem Kollegen, der in der Nachbarschaft ausgräbt. Schnell vermuten Capitaine Roger Blanc und sein Team daher, dass es sich um eine Verwechslung handeln könnte. Es folgen noch ein weiterer Mord und ein Mordversuch, bis es Blanc mehr oder weniger im Alleingang gelingt, den Fall zu lösen.

    Neben dem Fall spielt wieder einmal das Privatleben Blancs, seit der Einstellung seiner Beziehung zu der vorgesetzten Untersuchungsrichterin eigentlich in ruhigeren Fahrwassern, eine Rolle, werden doch durch den Zwillingsfall unliebsame Erinnerungen bei ihm nach oben gedrängt. Und so ganz egal schein ihm die Richterin doch nicht zu sein, es gibt in ihrem Verhalten Anlass für ihn, sich Sorgen zu machen, also durchaus Beifutter für den nächsten Roman.

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Eine (sehr) kurze Geschichte des Lebens

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine (sehr) kurze Geschichte des Lebens' von Henry Gee
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Eine (sehr) kurze Geschichte des Lebens"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
EAN:9783455012217
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Rezensionen zu "Eine (sehr) kurze Geschichte des Lebens"

  1. sehr informativ

    Dieses Buch durfte ich als Hörbuch genießen und es hat mir richtig gut gefallen. Ich musste zwischendurch immer mal wieder Pausen einlegen, da mein Gehirn irgendwann genauso löchrig war wie die erwähnten Schwämme und mir von den vielen Fachbegriffen der Kopf schwirrte. Doch die Übersicht, die dieses Buch bietet, ist klasse. Die gesamte Erdgeschichte , und das ist ja doch ein recht langer Zeitraum, ist gut beschrieben und ich finde, die Sprecherin hat das Buch sehr gut sprachlich umgesetzt. Sie hat es tatsächlich geschafft durch Betonungen ein wenig Spannung in dieses Sachbuch zu sprechen und die Stimmlage fand ich recht angenehm.
    Ich mag gerne Bücher , die mir etwas erklären, ohne belehrend zu wirken und mir Inhalte übersichtlich darstellen. Deshalb kann ich dieses Buch auch nur sehr lobend jedem ans Herz legen, der gerne gut gemachte Sachbücher liest. Wobei ich als kleinen Hinweis geben mag, dass das Hörbuch zwar super ist, ich aber dennoch das geschriebene Wort vorziehen würde. Hier haben mir Bilder, Hinweise und Pausen gefehlt. Trotzdem volle Punktzahl danke für dieses tolle Buch.

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Wie Bienen und Menschen zueinanderfanden

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie Bienen und Menschen zueinanderfanden' von Lotte Möller
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wie Bienen und Menschen zueinanderfanden"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
Verlag: btb Verlag
EAN:9783442758708
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Rezensionen zu "Wie Bienen und Menschen zueinanderfanden"

  1. 4
    08. Feb 2020 

    Gelungene Mischung aus Sachtext und Anekdoten

    Spätestens seit Maja Lunde in "Die Geschichte der Bienen" über sie geschrieben hat, sind Bienen das Thema der letzten Jahre. Die Schwedin Lotte Möller legt mit "Wie Bienen und Menschen zueinander fanden" nun ein interessantes und kurzweiliges Sachbuch vor, in dem sie auch über ihre eigenen Erfahrungen als Imkerin berichtet.

    Der erste Teil ist in die zwöl Monate eines Jahres eingeteilt und in jedem Aufsatz widmet sich die Autorin einem anderen spannenden Thema, passend zur Jahreszeit. Welches sind eigentlich die ärgsten Feinde der Bienen? Was ist der so genannte Reinigungsflug? Warum stechen Bienen und wie kann man das verhindern? Bei der Beantwortung diesen Fragen reist der Leser zudem durch die Jahrhunderte, von den Römern über das Mittelalter bis in die heutige Zeit.

    In Teil zwei wendet sich Lotte Möller dann der Gegenwart zu und beschreibt, welchen Problemen sich die Imkerei heutzutage stellen muss und welche Lösungansätze es gibt. Sie erzählt von einem wahren Bienenkrieg auf einer kleinen schwedischen Insel und stellt verschiedene Arten von Imkerei und unterschiedliche Beuten (=künstliche Bienenstöcke) vor.

    Lotte Möller gelingt mit ihrem Buch eine interessante Mischung aus sachlichen Texten zur Geschichte der Imkerei und der Bienenhaltung in der Gegenwart sowie amüsanten Anekdoten rund um das Thema Bienen. Von Nachbarschaftstreitereien über die Anzahl an Bienenstöcken, über den Kampf zwischen den Freunden der gelben und der schwarzen Biene bis zu dem bienenzüchtenden Klosterbruder Adam und seiner Liebe zum "Gesundheitswein" - in diesem Buch gibt es viel zu schmunzeln, aber auch eine ganze Menge solides Grundwissen. Aus jeder Zeile liest man zudem die Zuneigung der Autorin zu ihren Bienen heraus und es ist spannend, ihre Entwicklung als Imkerin, noch dazu in einer anfangs von Männern dominierten Welt, mitzuverfolgen.

    Fazit: Für Bienenliebhaber und solche, die es noch werden wollen

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Das blaue Wunder

Buchseite und Rezensionen zu 'Das blaue Wunder' von Frauke Bagusche
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das blaue Wunder"

Das geheime Leben des Meeres

Erstaunliches passiert unter Wasser: Das Meer leuchtet nachts geheimnisvoll, kleinste Organismen (das Plankton) haben die größte Macht, und Fische sind keineswegs stumm, sondern kommunizieren lauthals miteinander. Die Meeresbiologin Frauke Bagusche erzählt faszinierende Geschichten von den kleinsten und größten Lebewesen unserer Welt und erklärt, woher der Duft kommt, der unsere Strandspaziergänge erfüllt, was für das Leuchten verantwortlich ist, das wir nachts im Wasser bewundern können, und warum das Meer nicht nur unsere Gefühle, sondern auch unser Schicksal und das des ganzen Planeten lenkt. Dazu zieht sie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie ihre eigenen unmittelbaren Erfahrungen und ergründet so unsere innige Beziehung zum Meer: Denn egal ob wir in den Alpen, in Kiel oder Berlin sind - wir sind durch jeden Atemzug mit dem blauen Wunder verbunden. Sie erklärt auch, warum das Meer so dringend unsere Hilfe braucht und stellt aktuelle Lösungsansätze und Forschungsergebnisse zur Rettung der Ozeane vor - mit einfachsten Maßnahmen für den Alltag können wir helfen, unsere Lebensgrundlage, das Meer, zu erhalten.


Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
EAN:9783453281110
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Rezensionen zu "Das blaue Wunder"

  1. 5
    10. Jun 2019 

    Tolles und wichtiges Buch über das Meer.

    Vor fast genau einem Jahr habe ich von Hofrichter das Buch Im Bann des Ozeans gelesen, was sehr ähnlich ist. Daher bietet es sich an, an dieser Stelle diese beiden Werke zu vergleichen, denn es gibt doch wesentliche Unterschiede. Während Hofrichter nämlich neutral blieb und es durch seinen Stil wunderbar geschafft hat, mich für das Meer zu begeistern, mich also „thalassophil“ werden zu lassen, was ich eigentlich vorher schon war, ist das hier bei Bagusche anders. Ich musste mich erst an den lockeren Stil gewöhnen, an den Versuch durch vermeintliche Jugendsprache sich direkt an den Leser zu wenden, wobei dann immer wieder mehrere Seiten lang höchst wissenschaftlich formuliert wird. Es hat mir zunächst nicht gefallen, aber es ist einfach eine Gewöhnungsfrage.
    Andererseits hat Bagusche ein viel besseres Händchen dafür, interessante Details aus der Tierwelt herauszufiltern. Hofrichter ist eher der Gelehrte, der sich auf die wichtigsten Elemente konzentriert und diese auch sehr schön präsentiert. Bagusche hingegen hat Erfahrung mit Vorträgen und Schulungen, weiß, was immer wieder gefragt wird und was beim Publikum gut ankommt. Und tatsächlich hat mir dieses Buch hier so gut gefallen, weil ich immer wieder „Wirklich?“-, „Echt?“-, „Das habe ich nicht gewusst!“-Momente hatte. Ich habe hier etwa gelernt, wie Putzerfische wirklich arbeiten, dass eine Haiart auf dem Weg ist Vegetarier zu werden oder dass es Unterwassergärtner gibt. Und es gibt hier noch so viele weitere witzige, interessante und staunenswerte Details, von denen ich vorher noch nie etwas gehört habe und die meine Faszination für das Meer nur noch stärker werden ließen.
    Außerdem wird hier auch immer wieder auf klare und nachvollziehbare Weise erläutert, welche konkreten Auswirkungen Umweltverschmutzung und Klimawandel haben.
    Fazit: Sehr zu empfehlen.

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