Alles wird gut

Buchseite und Rezensionen zu 'Alles wird gut' von  Sebastian 23

Inhaltsangabe zu "Alles wird gut"

Format:Hardcover
Seiten:176
Verlag: bene!
EAN:9783963402890
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Feuer. Wasser. Erde. Sturm. - Zum Überleben brauchst du alle Sinne

Buchseite und Rezensionen zu 'Feuer. Wasser. Erde. Sturm. - Zum Überleben brauchst du alle Sinne' von Boris Pfeiffer

Inhaltsangabe zu "Feuer. Wasser. Erde. Sturm. - Zum Überleben brauchst du alle Sinne"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:288
Verlag: Dragonfly
EAN:9783748802303
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Das Lächeln der Königin: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Lächeln der Königin: Roman' von Stefanie Gerhold
3.65
3.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Lächeln der Königin: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:288
EAN:9783869712987
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Rezensionen zu "Das Lächeln der Königin: Roman"

  1. historisch interessant und lesenswert

    REZENSION – Bislang kannte man Stefanie Gerhold (57) als Übersetzerin aus dem Spanischen. Im Februar veröffentlichte sie nun anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ersten Ausstellung der dreieinhalbtausend Jahre alten Nofretete-Büste ihren biografischen Debütroman „Das Lächeln der Königin“ (Galiani Verlag) über Leben und Wirken des Berliner Textilkaufmanns, Wohltäters und Kunstmäzens James Simon (1851-1932). Zwölf Jahre zuvor hatte der Archäologe Ludwig Borchardt (1863-1938) diese Büste zusammen mit anderen Kunstschätzen bei Grabungen in der antiken Stadt Tell el-Amarna entdeckt und nach amtlicher Fundteilung im Jahr 1913 nach Berlin bringen lassen, wo sie James Simon als alleiniger Finanzier dieser Grabungen entgegennahm. Doch politische Streitigkeiten zwischen Frankreich, Ägypten und Deutschland verhinderten über ein Jahrzehnt die Ausstellung dieser Büste, weshalb sie erst Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs endlich 1924 erstmals gezeigt werden konnte: „Nach fünf mageren Jahren als Republik hatten die Berliner wieder eine Königin. Alle verehrten sie. Die Fachwelt stand kopf.“ Bis heute ist die Nofretete-Büste eines der bekanntesten Exponate der Berliner Museumsinsel.
    Stefanie Gerhold lässt in ihrer Romanbiografie das Berliner Bürgertum zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebendig werden mit besonderem Blick auf die soziale Stellung der längst assimilierten jüdischen Oberschicht. Sowohl James Simon als auch Ludwig Borchardt waren Juden. Doch beide sahen sich trotz ihrer herausragenden Leistungen - im Falle Simons trotz seiner privater Stiftungen gemeinnütziger Einrichtungen - nach verlorenem Weltkrieg und wieder erstarkendem Nationalismus immer häufiger teils verdecktem, teils offen gezeigtem Antisemitismus' ausgesetzt. „Immer gab es jemanden, dem es nicht gefiel, dass jetzt auch Juden mit am Tisch saßen. Das war in den Kunstvereinen so, und in den Wirtschaftsverbänden und wahrscheinlich auch in den Sportclubs.“ Vor allem diese gesellschaftliche Schieflage zwischen der seit der Gründerzeit im Kaiserreich gewachsenen wirtschaftlichen und kulturellen Kraft des jüdischen Bürgertums und dem gleichzeitigen Erstarken des meist im Neid begründeten Antisemitismus bildet einen Schwerpunkt des Romans. So lässt Gerhold den Archäologen Ludwig Borchardt, Bruder des damaligen Bestseller-Autors Georg Hermann („Die daheim blieben“, Erstveröffentlichung 2023), nach seiner Anstellung als Attaché im deutschen Konsulat in Kairo erzählen: „Aber jetzt kommt dieser von Bissing [Anm.: Friedrich Wilhelm von Bissing (1873-1956) war ein deutscher Ägyptologe und somit Konkurrent Borchardts] und will das um jeden Preis verhindern. Er lässt die übelsten Verleumdungen auf mich los. Ich sei jüdisches Geschmeiß, … , unsereins würde Deutschland zersetzen.“
    Im Zuge der Weltwirtschaftskrise und Hyperinflation verarmte auch James Simon. Er verlor nicht nur sein Unternehmen und seine Villa in der Tiergartenstraße, sondern auch gesellschaftlichen Wert und Ansehen als ehemals finanzstarker Kunstmäzen. Jetzt bekam er deutlich zu spüren, was viele zuvor nur hinter seinem Rücken gedacht haben mögen: „Denn eines galt gestern wie heute: Sie konnten machen, was sie wollten. Es war nie genug. Immer blieben sie, was sie waren. Geduldete Juden.“
    Als einer der reichsten Berliner und größter Wohltäter zu Kaisers Zeiten umschwärmt, bewundert und auch beneidet, geriet der nun verarmte James Simon bald in Vergessenheit. Letzte Erinnerungen an ihn vernichtete dann noch das Nazi-Regime. Angesichts der latent unsicheren Stellung des jüdischen Bürgertums vermutet Autorin Stefanie Gerhold hinter der Selbstlosigkeit Simons einen gewissen Selbstschutz. Deshalb müssten Menschen wie James Simon wieder ins rechte Licht gerückt und gewürdigt werden. „Ich sehe meinen Roman als einen Beitrag in diese Richtung“, sagte sie in einem Interview. Dies ist ihr mit ihrer historisch interessanten, lebendig geschriebenen und unbedingt lesenswerten Romanbiografie „Das Lächeln der Königin“ absolut gelungen.

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  1. eintöniges Debüt

    Nofretete steht in Berlin, seit über 1000 Jahren. Aber wie ist sie überhaupt nach Berlin gekommen? Die Antwort wird in diesem Buch behandelt.
    Unternehmer und Mäzen James Simon hat als Geldgeber für Grabungen einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass Nofretete heute dort steht. James Simon wird in den Mittelpunkt des Buches gestellt.

    Für mich persönlich war James Simon etwas zu sehr im Mittelpunkt, ich habe mir eigentlich einen anderen Fokus erwartet. Man bekommt in der Erzählung auch sehr die Gier im 20. Jhd. zu spühren - wie sich die verschiedenen Länder mit Sensationsfunden aus Ägypten übertrumpfen wollten.
    Mir hat hier sehr das historische Ägypten-Feeling gefehlt, das was ich mir eigentlich erwartet hatte. Auch vom eigentlichen Entdecker Ludwig Borchardt liest man hier viel zu wenig. Für mich war die Lektüre sehr langweilig und farblos. Von mir gibt es leider keine Empfehlung für das Buch.

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  1. Eine gelungene Kombination aus Fiktion und Fakten

    „Bedeutenden Fund gemacht. Beschreiben nutzlos. Brief folgt. Borchardt. (Zitat Pos. 139)

    Inhalt
    James Simon ist der vermögende Inhaber einer florierenden Berliner Textilfirma. Sein Vermögen setzt er für viele soziale Projekte ein, aber er ist auch ein begeisterter Kunstmäzen. Während der Weihnachtsfeier 1912 erhält er ein Telegramm des Archäologen Ludwig Borchardt, dessen Ausgrabungen in Tell el-Amarna James Simon ebenfalls finanziert. Noch ahnt Simon nicht, welche Auswirkungen die Entdeckung der Werkstatt des Bildhauers Thutmes haben wird und vor allem der Fund der Büste der Nofretete. Bei der Aufteilung der Funde gelingt es Borchardt, die Büste der Königin für Berlin zu gewinnen, indem er dem Ägyptischen Museum den Klappaltar mit einem Bild des Königspaares Echnaton und Nofretete mit drei Kindern überlässt. 1913 erhält er tatsächlich die Ausfuhrgenehmigung nach Deutschland. Öffentlich ausgestellt wird bie Büste jedoch erst im Jahr 1924, und damit beginnen auch die Diskussionen um eine Rückgabe.

    Thema und Genre
    Obwohl es sich hier um einen Roman, somit um Fiktion handelt, sind die Menschen und Fakten real und auch die Ereignisse wurden von Stefanie Gerhold an die vorhandenen geschichtlichen Quellen wie Biografien und Fachliteratur angepasst. Themen sind Ausgrabungen, das alte Ägypten, aber auch das gesellschaftliche Leben im pulsierenden Berlin der Zwanziger Jahre als Zentrum der Kultur und Wissenschaft. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der bedeutende Sammler und Mäzen James Simon, dem die Berliner Museen wertvolle Sammlungen und Kunstschätze verdanken.

    Erzählform und Sprache
    James Simon steht im personalen Mittelpunkt der chronologisch erzählten Ereignisse. Die Sprache schildert lebhaft und spannend und ist auch auf Grund der genauen Recherche interessant zu lesen. Ein Epilog erzählt mit historischen Daten und Fakten die hier als Roman begonnene Geschichte real zu Ende.

    Fazit
    Eine unterhaltsame, packende Geschichte zwischen Fiktion und Fakten, eine ausgewogene, gelungene Kombination aus Roman und geschichtlichem Hintergrund, die man mit Vergnügen liest.

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Is was, Dog?: Mein Leben mit Hund und Haaren

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Versteh mich doch!

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Aquamarin (Aquamarin-Trilogie

Buchseite und Rezensionen zu 'Aquamarin (Aquamarin-Trilogie' von Andreas Eschbach

Inhaltsangabe zu "Aquamarin (Aquamarin-Trilogie"

Format:Taschenbuch
Seiten:408
Verlag: Arena
EAN:9783401512648
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Zukunft

Buchseite und Rezensionen zu 'Zukunft' von Dr. Florence Gaub

Inhaltsangabe zu "Zukunft"

»Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass er sie erschaffen kann«, sagt Florence Gaub, und das ist eine Nachricht voll Hoffnung. Denn selten war die Zukunft mit so vielen und großen Unsicherheiten behaftet wie heute: Krieg, Klima, Inflation... Florence Gaub zeigt mit Beispielen aus Neurowissenschaften, Psychologie, Philosophie und der Geschichte, wie der Mensch die »Zukunft« imaginiert, konstruiert und real erschafft.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783423283724
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Anarchie Déco: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Anarchie Déco: Roman' von J. C. Vogt

Inhaltsangabe zu "Anarchie Déco: Roman"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:480
Verlag: FISCHER Tor
EAN:9783596002214
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Talmäander

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Rezensionen zu "Talmäander"

  1. 4 Sterne

    Klappentext:

    „Kreuzberg ist nicht nur ein Stadtteil Berlins, sondern auch ein Ort an der Ahr. Von hier stammt die junge Journalistin Lena Frings, hierher kehrt sie für ihr Buch zurück. In das Tal im Schiefergebirge, das sich vor 300 Millionen Jahren aufgefaltet hat. In das wechselnde Licht und die Schatten der Landschaft eines Talmäanders. An den Fuß der Weinberge. Wo die Menschen noch vor kurzem von einer Flut grausam überrascht wurden. Obwohl die Landschaft schon viele Fluten gesehen hatte.

    Mit Fotografien, Karten und weiteren Abbildungen.“

    Autorin Lena Frings zeigt uns in diesem Teil der Buchreihe auf, wie Gebirge und Täler entstehen und was sie mit uns machen. Im Oktober 2023 weilten wir an der Mosel und genau da las ich dieses Buch. Wir standen hoch oben auf einer Anhöhe und sahen den Verlauf des Flusses und die hohen Felswände. Es schien irgendwie unglaublich wie sich ein Fluss seinen Weg bahnt, egal ob auf natürlichem oder von Menschenhand gemachtem Weg. Täler gehen auch ihren Weg. Sie formen sich, sie verändern sich und prägen nicht nur das Ortsbild sondern auch die Natur mit ihrem Klima. Die Autorin befasst sich hier intensiv mit der Thematik und dennoch ist alles kurzweilig und hier und da auch etwas poetisch angehaucht. Unser Klima mit all seinen Veränderungen lassen solche Täler gefährlich werden. Auch das Unglück an der Ahr wird hier beleuchtet und zeigt auf, wie unberechenbar alles sein kann. Die Autorin geht intensiv darauf ein und lässt uns an ihrem Leben und ihrer Herkunft teilhaben. Dieses Unglück hat sie verändert wie so viele in diesem Landstrich.

    Optisch und haptisch wieder ein Genuss und eine schöne Bereicherung dieser Reihe! 4 sehr gute Sterne hierfür!

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Unterm Himmel

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Rezensionen zu "Unterm Himmel"

  1. Dem Himmel ganz nah

    Klappentext:

    „Die Beobachtungsstunde von Laura Kranich liegt im Dunklen, die Standorte ihrer Beobachtungen an den Küsten Schleswig-Holsteins. Dort, wo vor allem natürliches Licht zu sehen ist. Was dann zu sehen ist, ist atemberaubend: Die seltenen leuchtenden Nachtwolken, die gar nicht so seltenen Polarlichter, Strukturen und Farben von Blitzen, die Perseiden und die voll sichtbare Milchstraße mit ihren Milliarden von Lichtobjekten. Laura Kranich erzählt vom Himmel über unseren Landschaften.

    Mit Fotografien und Karten.“

    Autorin Laura Kranich hat nicht nur einen wunderschönen Nachnamen, sondern auch das wohl perfekte Thema für sich gefunden: unser Himmel. In ihrem Buch beschreibt sie wahrlich berührend und intensiv wie sie den Himmel sieht in Schleswig-Holstein, was es ausmacht wenn mal kein Licht die Dunkelheit stört und was der Himmel eigentlich für uns bedeutet. Die Magie des Himmels hat sie in ihren Bann gezogen und genau das geschieht auch hier bei der Leserschaft. Kranichs Schreibstil ist ruhig und macht Lust es ihr nachzutun. Egal ob Polarlichter, Sterne und Kometen oder einfach nur Planetenbeobachtungen mit einem guten Teleskop - es macht Spaß und zeigt uns auf, wie klein wir Menschen sind. Wetterphänomene sind wahre Phänomene und begeistern uns komplett. Die Autorin weiß den Leser dafür einzunehmen und durch ihre kurzweiligen Erklärungen können wir diese sogar verstehen. 5 Sterne hierfür!

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