Als das Wünschen noch geholfen hat

Buchseite und Rezensionen zu 'Als das Wünschen noch geholfen hat' von Peter Handke
NAN
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Inhaltsangabe zu "Als das Wünschen noch geholfen hat"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:97
EAN:
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Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen

Buchseite und Rezensionen zu 'Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen' von Jirina Prekop
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen"

Der Erziehungsklassiker in erweiterter Neuauflage.

»Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. Es gilt, den Gästen einen guten Ort anzubieten und ihnen so lange Sicherheit und liebevollen Halt zu geben, bis sie ihren Weg selber gehen können.«

Dieses wunderschöne Motto haben die beiden Autorinnen, eine erfahrene Kinderpsychologin und eine engagierte Kinderärztin, ihrem erfolgreichen Buch vorangestellt. Wichtig ist für sie vor allem, ein Kind in der Besonderheit seines kindlichen Wesens bedingungslos anzunehmen. Konkrete Beispiele aus dem Alltag (die Nächte mit dem Kind, Aggressionen, Sauberkeit, Essen, Geschenke, Pflichten, Berufstätigkeit der Mutter, geschiedene Eltern) zeigen, wie Eltern ihr Kind auf seinem Weg begleiten können. Neu hinzugekommen ist das Kapitel »Der Weg führt durch die Pubertät«.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:160
Verlag: Kösel-Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen"

  1. Eltern als Wegweiser

    Trotzdem die Ersterscheinung schon beinahe 30 Jahre her ist, konnte ich mir aus dem Inhalt einiges Wertvolles herauspicken. Ratgeber, besonders Elternratgeber, sollte man sowieso immer "filternd" lesen. Die Lehren verändern sich im Laufe der Zeit. Was heute aktuell ist und als gut angesehen wird, kann in 10 Jahren, nach den neuesten Erkenntnissen, schon wieder total veraltet und nicht mehr erstrebenswert sein. Deswegen, aber das machen bewusste lesende Eltern ohnehin, habe ich mir aus dem Buch nur das mitgenommen und verinnerlicht, was sich auch gut und stimmig für mich angefühlt hat.

    Aber dass sich hierin so einiges gut und stimmig für mich anfühlen würde, habe ich nicht erwartet. Besonders zum Thema Frust bzw. Frustbewältigung gibt es viel Lesenswertes, das ich als sehr wichtig und wertvoll empfunden habe. Ich dachte immer, ich muss mein Kind vor allem Übel bewahren und außerdem kann ich es nur schwer ertragen, wenn meine Kleine weint oder quengelt. Oft habe ich sie dann abgelenkt - mit Spielsachen oder Blödeleien. Was ich ihr dadurch genommen habe, ist die Möglichkeit, mit Frust umgehen zu lernen. Ich hätte sie in für sie frustrierenden Situationen einfach in den Arm nehmen sollen, um mit ihr gemeinsam ihren Frust zu bewältigen. Dieses Buch hat mir in dieser Hinsicht die Augen geöffnet, wofür ich überaus dankbar bin.

    Was mich sehr überrascht und gefreut hat, war, dass Prekop und Schweizer in ihrem Ratgeber sogar eines meiner kürzlich gelesenen Lieblingsbücher genannt und daraus zitiert haben: »Auf der Suche nach dem verlorenen Glück« von Jean Liedloff. Liedloff befasst sich in ihrem Buch mit dem Getragen bzw. dem nicht Getragenwerden von Babys und dessen Auswirkungen. In »Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen« gibt es auch ein Kapitel zum Thema Babytragen. Allerdings war ich über den Rat, den die Autorinnen der Mutter in dem Fallbeispiel zu einer Trage-Problematik gegeben haben, nicht ganz glücklich ...

    Wenn man Elternratgeber liest, fühlt man sich entweder bestätigt, oder man denkt sich: "Okay, das hab ich die ganze Zeit falsch gemacht." Wenn man eine gewisse Gelassenheit beim Lesen an den Tag legen und sich das für sich stimmig anfühlende aus dem Inhalt herausholen kann, dann ist »Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen« auf alle Fälle zu empfehlen. Denn trotz Erscheinungsdatum Anfang der 1990er ist der Inhalt nicht veraltet, sondern durchaus noch zu gebrauchen.

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Die Gabe des Himmels

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Gabe des Himmels' von Daniel Wolf
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Inhaltsangabe zu "Die Gabe des Himmels"

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:961
EAN:
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Der Apfelbaum

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Apfelbaum' von Christian Berkel
4
4 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Apfelbaum"

»Jahrelang bin ich vor meiner Geschichte davongelaufen. Dann erfand ich sie neu.«


Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.


Berlin 1932: Sala und Otto sind dreizehn und siebzehn Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben. Er stammt aus der Arbeiterklasse, sie aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat verlassen, kommt bei ihrer jüdischen Tante in Paris unter, bis die Deutschen in Frankreich einmarschieren. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Dort stirbt man schnell an Hunger oder Seuchen, wer bis 1943 überlebt, wird nach Auschwitz deportiert. Sala hat Glück, sie wird in einen Zug nach Leipzig gesetzt und taucht unter.


Kurz vor Kriegsende gerät Otto in russische Gefangenschaft, aus der er 1950 in das zerstörte Berlin zurückkehrt. Auch für Sala beginnt mit dem Frieden eine Odyssee, die sie bis nach Buenos Aires führt. Dort versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert und kehrt
zurück. Zehn Jahre lang haben sie einander nicht gesehen. Aber als Sala Ottos Namen im Telefonbuch sieht, weiß sie, dass sie ihn nie vergessen hat.


Mit großer Eleganz erzählt Christian Berkel den spannungsreichen Roman seiner Familie. Er führt über drei Generationen von Ascona, Berlin, Paris, Gurs und Moskau bis nach Buenos Aires. Am Ende steht die Geschichte zweier Liebender, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ihr Leben lang nicht voneinander lassen.

Format:Kindle Edition
Seiten:417
EAN:
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Rezensionen zu "Der Apfelbaum"

  1. Familiengeschichre

    Christian Berkel, Schauspieler , Synchronsprecher und jetzt auch Autor, war mir vor allem aus dem TV bekannt und als Ehemann von Andrea Sawatzki.

    Durch die Lektüre dieses Romanes habe ich ein Stück weit in seine Herkunft eintauchen dürfen und solche Geschichten mag ich.

    Christian Berkel hat recherchiert, einiges über seine Eltern und Großeltern herausgefunden und in Romanform zu Papier gebracht.

    Es ist ein sehr persönlicher Roman, ein Stück Familiengeschichre, die uns in die Zeit des Nationalsozialismus zurückführt und von Vefolgung, Liebe und Anderssein in schwierigen Zeiten erzählt.

    Berkel hat bekannte Vorfahren, das wusste ich nicht.

    Der Roman ist insgesamt gut geschrieben, wenn auch das Lesevergnügen ab und zu durch plötzliche Szenewechsel, mabchmal nur durch eine Leerzeile getrennt, unterbrochen wurde . Anfangs habe ich etwas Zeit gebraucht um in dem Plot anzukommen. Ich empfand die Schreibart als etwas holprig. Später dann ging es mir wesentlich besser , wobei ich nicht sicher bin ob Christian Berkel von Seite zu Seite besser wurde oder ob ich mich einfach an seinen Stil gewöhnt hatte.

    Ich kann jedoch sagen, dass der Roman mich auf eine sehr persönliche Reise mitgenommen hat und ich an diese Geschichte denken werde , sobald mir Christian Berkel wieder im TV begegnen wird .

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  1. 3
    09. Okt 2022 

    Nachgespürt

    In seiner Kindheit im Berlin musste Otto lernen sich durchzusetzen, zunächst gegen die stärkeren Kinder und später auf der höheren Schule. Sein leiblicher Vater kam im ersten Weltkrieg um. Später lernt er die junge Sala kennen und beide verlieben sich sofort. Ein Happyend ist ihnen jedoch nicht beschieden. Die Nazis stehen vor der Machtergreifung und Salas Mutter ist Jüdin. Auch wenn sie Deutschland verlassen hat und ihr Vater als Intellektueller zunächst nichts zu befürchten hat, so machen die Nazi-Gesetze eine Heirat unmöglich und je länger die Herrschaft des Regimes dauert, desto gefährlicher wird es für Sala. Sie soll zu ihrer Mutter nach Madrid.

    Was hat die Mutter ihrem Sohn erzählt, der erst nach diesen scheren Jahren geboren wurde. Nach der Trennung, die ihnen die Zeit auferlegte, haben sie wieder zusammengefunden. Doch was war davor. Der Sohn versucht, sie zum Erzählen zu bringen, obwohl sie schon einiges vergisst. Nur an wenige Dinge erinnert er sich selbst. Doch er will der Vergangenheit und dem Leben seiner Mutter auf die Spur kommen. Wieso war sie so? Wieso ist er so? Er will ganz sein, wie jeder. Das Leben von Sala erweist sich als dramatisch, sie ist eine Überlebende und das war nicht immer gesichert.

    Der Autor hat dem Leben seiner Eltern und Großeltern nachgespürt und bei seinen Recherchen hat er Lebensgeschichten gefunden, die durchaus ungewöhnlich, bunt, dramatisch, aber auch mit vielen Gefahren und Bitternis behaftet sind. Das erinnert vielleicht an die eigenen Eltern, die auch nicht alles erzählt haben, auch wenn es sich bei deren unbekannten Lebenswelten eher um normale Geheimnisse handelt. Gut beschrieben hat der Autor die Wechsel zwischen den Gesprächen mit der Mutter, die an ihrem Lebensabend nicht mehr ganz Frau ihrer Sinne ist, und dem Eintauchen in die Vergangenheit, die er sich aus Erzählungen und Recherchen zusammenreimte. Auch wenn die Erzählung wohl da aufhört, wo die eigene Erinnerung anfängt und damit etwas unvollständig wirkt, so gibt es doch mitreißende Szenen über die Grausamkeit der Vorkriegs- und Kriegszeit, die nicht leicht zu ertragen sind und die auch nicht schnell vergessen werden.

    3,5 Sterne

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  1. 4
    12. Feb 2019 

    Sala und Otto

    Es ist die Geschichte eines Paares, die uns der Schauspieler und Autor Christian Berkel hier erzählt. Die Geschichte seiner Eltern, Sala und Otto. Christian Berkel hat sich für diesen Roman in eine intensive Recherche gestürzt und die Geschichte seiner Familie durchforscht. Und Herr Berkel kann nicht nur perfekt Rollen performen, er kann auch noch wunderbar schreiben. Es gelingt ihm fast mühelos den Charakteren in seinem Roman Leben einzuhauchen, sie liebevoll und lebensecht zu zeichnen und er schafft es wunderbar, das Geschehen in dem Roman mit einem recht großen Sog zu versehen. Es ist ein Debutroman von Christian Berkel und ich muss sagen diese Schreibkunst lässt auf mehr hoffen. Und auch die Art der Schreibe ist eine Besondere, es ist keine chronologisch geordnete Erzählung und es wird auch immer aus der Sicht von verschiedenen Personen berichtet. Das ist etwas was ich sehr mag. Herr Berkel hat mir mit diesem Roman in letzter Zeit meine Stunden versüßt und dafür möchte ich Danke sagen.

    In Berlin im Jahre 1932 laufen sich Sala und Otto durch einen Zufall über den Weg. Der 17-jährige Otto, aus sehr einfachen Verhältnissen kommend, begegnet der 13-jährigen Sala, aus einem intellektuellen jüdisch-deutschen Hause entstammend. Und das Leben tobt … . Beide geraten durch die bekannten geschichtlichen Ereignisse und ihre verschiedene Herkunft in einen gewaltigen Strudel, der sie in verschiedene Gegenden der Erde trägt. Beide leben ihr Leben und vergessen einander aber nicht. Dabei ist die Art der Geschichte von einer besonders großen Authentizität, die Charaktere werden dabei nicht einseitig gezeichnet, sondern mit einem sehr hervorzuhebenden Weitblick. Außerdem sprießen in die Geschichte recht viele beeindruckende Nebencharaktere ein, die der Geschichte eine sehr besondere und interessante Note geben. Hervorheben möchte ich dabei die Rollen der Eltern von Sala, Iza-Gustava Gabriele Prussak und Johannes Nohl, beides sehr exzentrische und interessante Charaktere. Insgesamt ist diese Familiengeschichte auch ein sehr geglückter Blick auf ein negatives Stück deutscher Zeitgeschichte und gerade deswegen wünsche ich diesem Buch viele Leser und hoffe, dass aus der Lektüre viel Stoff für Diskussionen erwächst.

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  1. Der Apfelbaum von Christian Berkel

    Wenn der Schauspieler Christian Berkel ein Buch schreibt, noch dazu ein autobiografisch angehauchtes, ist man als Leser einerseits neugierig, andererseits zwiegespalten, ob das gut gehen würde. Soweit die Vorschusslorbeeren und die Zweifel, der Rest ist schriftstellerisches Können und eine äußerst interessante Familiengeschichte, die an ein paar Stellen phantastisch und sehr gekonnt ausgeschmückt wurde, und der man nicht anmerkt, dass es ein Debüt-Roman ist.

    Das Buch „Der Apfelbaum“ erzählt von Christian Berkels jüdischer Mutter Sala Nohl, die sich als junge Frau mehr als Deutsche denn als Jüdin fühlt und natürlich dennoch aus Deutschland vor den Nationalsozialisten fliehen muss. Es erzählt auch von seinem Vater Otto, einem Berliner Ganoven, der Dank Salas Hilfe aus der Gosse entkommen und Arzt werden kann.
    Die Haupthandlung folgt dem Lebensweg von Sala und Otto und überspannt eine Zeit von den 1920er Jahren bis in die 1950er Jahre, wo sich Sala und Otto nach ihrer Flucht und seiner Kriegsgefangenschaft wiedersehen können. Nationalsozialismus, Judenverfolgung und der Zweite Weltkrieg bestimmen Salas Leben in der Zeit dazwischen, sie verbringt es teils auf der Flucht in Paris und in Spanien, in einem Internierungslager in Spanien, und teils unter falscher Identität in Leipzig. Otto, Vater ihrer Tochter, ist zu Kriegszeiten in Russland bei der Wehrmacht als Arzt und gerät gegen Kriegsende in russische Gefangenschaft.
    Die Geschichte bietet hier nur Hintergrund für den dramatischen Lebensabschnitt, den Sala und auch Otto beschreiten, die Nazizeit ist Auslöser für die Tragödie, die das Paar durchleben muss. Die Nazis spielen keine wesentliche Rolle in Berkels Roman, ohne diese Zeit zu verzuckern schafft es Christian Berkel, das Schicksal von Sala und Otto losgelöst von historischer Wertung zu erzählen, einfach nur als fast kinoreife Familientragödie mit einem Happy End.
    Berkels Familienkosmos umfasst noch viele weitere interessante Figuren, die den Roman wie großes Kino erscheinen lassen, zumal alles auf wahren Begebenheiten beruht. Der Großvater lebte als einer der ersten in der Nudistenkolonie auf dem Monte Verità, hatte eine Liebesbeziehung mit Erich Mühsam und therapierte Hermann Hesse. Seine Großmutter kämpfte als Anarchistin in Spanien bei den Internationalen Brigaden auf Seiten der Republikaner, Berkels Großtante lernte in Paris beim Modezar Hermès ihr Handwerk und betrieb eine florierende eigene Boutique dort.

    Die Geschichte ist souverän und mitreißend erzählt, die Handlung besitzt eine Dynamik, der man sich beim Lesen nicht entziehen kann. Passagenweise taucht Berkel in seinem Roman selbst auf, er erzählt von Treffen und Interviews mit seiner Mutter und von Nachforschungen zur jüdischen Vergangenheit seiner Familie in Lodz. Das macht die Geschichte für mich herausragend aus den vielen momentan auf dem Markt befindlichen deutschen Familiengeschichten, hier kommt Berkels schriftstellerisches Geschick für mich voll zum Tragen. Indem er nämlich die übliche Beschönigung und Weichzeichnung vieler Deutscher Geschichten beiseite wischt und sich selbst befragt, Täter-Opfer-Rollen ganz klar zuordnet und sehr ehrlich ins rechte Licht rückt.
    Von mir gibt es großen Applaus für diese oftmals schwierige Ehrlichkeit und dafür, dass im Roman im wesentlichen eben nicht Geschichte analysiert und gewertet sondern auf sehr persönliche Art erzählt wird.
    Das Buch sollte viele Leser finden, nicht zuletzt weil mehr von uns den Nazischwager Günther in ihrer Vergangenheit stehen haben als die jüdische Urgroßmutter Alta aus Lodz, und weil es wichtig ist, sich genau das einzugestehen.
    Und davon abgesehen ist es einfach eine wunderbar elegant, spannend und mitreißend erzählte Familiengeschichte, die äußerst lesenswert ist.

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Mörderisches Schweigen

Buchseite und Rezensionen zu 'Mörderisches Schweigen' von Nadja Roth
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mörderisches Schweigen"

Als Toni Eichborn nach Jahren in ihre Heimat zurückkehrt, ist ihr Traum von der Schauspielkarriere geplatzt, ihr Konto leer und ihr Bruder scheinbar todkrank. Doch niemand weiß, was ihm wirklich fehlt. Sein neuer Arzt gibt nur spärlich Auskunft und scheint nur bedingt an einer Genesung interessiert. Dann wird auch noch der Notar und gute Freund der Familie überfallen. Und Toni hat immer häufiger das Gefühl, dass sie verfolgt wird. Ihr smarter Nachbar Samuel scheint der einzige, der ihr helfen kann und will. Aber wem kann Toni überhaupt noch trauen?

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:312
Verlag: Midnight
EAN:
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Rezensionen zu "Mörderisches Schweigen"

  1. Wenn man sein gewohntes Leben für immer verliert

    "Ein Verbrechen muss durch ein Verbrechen vertuscht werden." (Lucius Annaeus Seneca)
    Antonia Eichborn, Tochter des Textilunternehmens Eichborn hat eine Karriere als Schauspielerin in den USA angestrebt. Doch leider ist diese Karriere alles andere als gut gelaufen. Trotzdem macht sie ihren Freunden und Bekannten noch immer etwas vor, das sie ein gutes Leben führt. Da sie allerdings dringend Geld benötigt, weil sie Schulden hat, bemerkt sie das ihr Konto leer ist. Außerdem erfährt sie, dass ihr Bruder Richard todkrank ist. Als sie ihn dann das erste Mal seit langer Zeit wiedersieht, erschreckt sie über seinen Zustand. Auch der Arzt, der ihr relativ wenig über Richards Zustand berichtet ist Toni unsympathisch. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse, erst wird Friedrich Altmann ein Freund der Familie niedergeschlagen, kurz darauf der Notar den Friedrich beauftragt hat. Das kann doch alles kein Zufall mehr sein? Als dann Toni fast noch angefahren wird und sie das Gefühl hat, verfolgt zu werden wird das ganze immer gefährlicher. Lediglich bei Samuel Weiler ihrem Nachbarn hat sie das Gefühl gut aufgehoben zu sein, den Toni weiß inzwischen nicht mehr wem sie noch trauen kann.

    Meine Meinung:
    Das schöne Cover mit dem Blick auf den Dom von Speyer und einem Rad im Vordergrund ziert diesen Kriminalroman. Die Autorin kannte ich schon von einem anderen Buch, von daher war ich sehr gespannt auf diesen Kriminalfall. Der Schreibstil war wieder sehr gut, spannend, wenn nicht sogar fesselnd. Anhand zweier Handlungsstränge erlebte ich Toni und die Gedankengänge ihres Bruders Richard. Der Plot selbst ist eine interessante Betrugsgeschichte, die im Laufe des Buches immer größeren Ausmaß annimmt und sogar vor Mord nicht zurückschreckt. Eine Geschichte, die sehr gut in unsere heutige Wohlstandsgesellschaft passt und bei der ich mir durchaus vorstellen kann, das sie so auch im realen Leben so passieren könnte. Gerade durch die vielen Ereignisse, nimmt das Buch dann immer mehr an Spannung zu, so das ich förmlich vor allem mit Toni, aber auch ihrem Bruder mitlitt. Die Charaktere waren äußert gut ausgedacht, vor allem Toni gefiel mir sehr gut wie sie immer mehr an den Herausforderungen und Umständen wächst, auch wenn sie das Gefühl hatte, das es aussichtslos ist. Vielleicht hätte man dem ganzen noch etwas mehr Emotionen zufügen können, vor allem bei einigen Szenen Tonis. Natürlich hatte ich nach einer gewissen Zeit so eine Ahnung, wer dahinterstecken könnte, doch die Autorin baute immer etwas Neues ein, sodass man als Leser weiter bis zum Ende unsicher bleibt. Gerade der Schluss hat mich dann total überrascht, den mit so was hatte ich nicht gerechnet. Ich jedenfalls kann dieses Buch nur weiterempfehlen und gebe 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Tödliche Provence (Hannah Richter 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Tödliche Provence (Hannah Richter 2)' von Sandra Åslund
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Inhaltsangabe zu "Tödliche Provence (Hannah Richter 2)"

Ein neuer Fall für Kommissarin Hannah Richter

Endlich Urlaub! Kommissarin Hannah Richter reist in die Provence, um ihre Freundin Penelope zu besuchen. Doch die Idylle trügt. Als Penelopes Nachbar tot in seinem Haus gefunden wird, übernimmt Hannahs ehemalige Kollegin die Ermittlungen. Sie bittet Hannah, Augen und Ohren in der Nachbarschaft offen zu halten. Penelope erinnert sich indes, dass der Tote vor seinem Ableben Andeutungen über ein düsteres Geheimnis in seiner Vergangenheit gemacht hatte. Hannahs Neugier ist geweckt und sie verfolgt die Spur ihrer Freundin. Dabei ahnt die junge Kommissarin nicht, dass der Täter ihr bereits auf den Fersen ist … 

Von Sandra Åslund sind bei Midnight by Ullstein erschienen:
Mord in der Provence (Hannah Richter 1)
Tödliche Provence (Hannah Richter 2)

Format:Kindle Edition
Seiten:360
Verlag: Midnight
EAN:
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Ein Coffee to go in Togo

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein Coffee to go in Togo' von Markus Maria Weber
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ein Coffee to go in Togo"

Eines Tages wirft der Unternehmensberater Markus Weber seine heile Welt über den Haufen und stürzt sich Hals über Kopf in ein Abenteuer. Er setzt sich auf sein Fahrrad und fährt los – durch 26 Länder, bis nach Togo. Seine Reise führt ihn durch verlassene osteuropäische Dörfer und über zermürbende Sandpisten in Westafrika. Er fährt per Anhalter durch die Sahara, radelt durch den unerschlossenen guineischen Regenwald und schmuggelt sich in Liberia über geschlossene Grenzübergänge. Alles, um zwei Fragen zu beantworten: Wer bin ich? Und: Gibt es eigentlich Coffee to go in Togo?

Ein wahnwitziges Reiseabenteuer zwischen Aufbruchlaune, Selbstfindung und ungewöhnlichen Begegnungen auf 14.037 Radkilometern.

Format:Kindle Edition
Seiten:464
EAN:
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Rezensionen zu "Ein Coffee to go in Togo"

  1. Ride my bike

    Markus Weber ist Unternehmensberater und „genießt sein Leben in vollen Zügen“, vorzugsweise im ICE Richtung Frankfurt. Bei der Betrachtung eines Kaffeebechers „to go“ beschließt er aus dem alltäglichen Trott auszubrechen und sich auf die Suche nach Kaffee in Togo zu machen. So beginnt er eine abenteuerliche Reise mit dem Fahrrad von Deutschland über Ost- und Südeuropa bis an die westafrikanische Küste. Es sind über 14.000 Kilometer, die Markus in etwa 10 Monaten abstrampelt. Auf seinem Road Trip macht er allerhand skurrile Bekanntschaften, wird von beißwütigen Straßenkötern verfolgt, muss sich mit korrupten Grenzsoldaten arrangieren, erkrankt an Malaria und behält trotz so mancher Widrigkeiten sein Ziel im Auge. Je weiter er in den Kontinent Afrika vorrückt, umso mehr Strapazen und Gefahren muss er sich aussetzen. Die körperliche Erschöpfung dringt oft bei der Schilderung seiner Erlebnisse durch, seine Begegnungen mit Land und Leuten verändern nachhaltig seine Sicht aufs Leben. Obwohl das Buch mitunter einige Längen bei den Beschreibungen der täglichen Routine aufweist, fand ich dieses Selbsterfahrungsbuch interessant und durchwegs amüsant zu lesen.

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