Herzensbrecher: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Herzensbrecher: Roman' von Anne B. Ragde

Inhaltsangabe zu "Herzensbrecher: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:321
Verlag: btb Verlag
EAN:
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Die Stewardessen. Eine neue Freiheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Stewardessen. Eine neue Freiheit' von Svea Lenz

Inhaltsangabe zu "Die Stewardessen. Eine neue Freiheit"

Hamburg 1954. Margot Frei träumt davon, die Welt zu entdecken und die kleinbürgerliche Enge im Nachkriegsdeutschland hinter sich zu lassen. Da liest sie eine Anzeige der neu gegründeten Lufthansa: Stewardessen gesucht! Margot ist fest entschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen. Gemeinsam mit Hunderten anderer junger Frauen nimmt sie am Auswahlverfahren teil – und ergattert einen der heiß begehrten Plätze im allerersten Lehrgang für Flugbegleiterinnen. Schon bald erhebt sich Margot zusammen mit neuen Freundinnen und erbitterten Konkurrentinnen in die Lüfte. Immer an ihrer Seite: der junge Pilot Claus Sturm …

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:465
EAN:
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Club Paradies - Im Licht der Freiheit: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Club Paradies - Im Licht der Freiheit: Roman' von Caren Benedikt
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Club Paradies - Im Licht der Freiheit: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:481
EAN:
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Rezensionen zu "Club Paradies - Im Licht der Freiheit: Roman"

  1. Ein Neuanfang

    Maria hatte immer Entschuldigungen für das Verhalten ihres Mannes Hanns Borchardt, der wenig Rücksicht auf seine Familie genommen hat. Doch dann stand Weihnachten 1976 die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür. So hat Maria erfahren, in welch betrügerische Machenschaften ihr Mann verwickelt war. Für Selbstmitleid ist keine Zeit, sie muss sehen, wie sie zurechtkommt und entwickelt dabei ungeahnte Stärke. Zum Glück steht ihr der Familienanwalt Klaus Schröder zur Seite.
    Schon der Vorgängerband „Club Paradies - Im Glanz der Macht“ hat mich begeistert und natürlich wollte ich wissen, wie es weitergeht. Der lebendige Schreibstil der Autorin Caren Benedikt liest sich sehr angenehm und flüssig.
    Die Charaktere sind interessant und authentisch dargestellt. Hanns Borchardt war ein dominanter Mann, der rücksichtslos im Geschäftsleben wie im Privatleben war. Als seine Machenschaften aufgeflogen sind, entzieht er sich der Verantwortung und lässt seine Frau und Kinder zurück, die mit den Folgen seiner Betrügereien fertig werden müssen. Maria hat die bestimmende Art immer ertragen und entschuldigt, doch nun muss sie erkennen, was für ein Mensch Hanns wirklich war. Seine jahrelangen schändlichen Lügen sind wirklich unfassbar. Es wird nicht leicht für sie, denn die Gesellschaft, welche die Borchardt früher hofiert haben, wendet sich ab. Nur Klaus Schröder unterstützt sie weiterhin. Mir hat es gefallen, wie Maria ihre Probleme angeht und daran wächst. Dafür ist ein Stück weit auch Hanns‘ ehemalige Geliebte Lea verantwortlich, die Maria helfen will. Das Verhältnis zu ihrer Tochter Hanna wird auch immer inniger. Hanna muss nach Übergriffen ihres Chefs ihren eigenen Weg finden und Sohn Holger verstrickt sich aus Liebe immer mehr in die Aktivitäten der RAF.
    Das Nachwort der Autorin ist informativ und interessant.
    Auch dieser Roman ist unterhaltsam und fesselnd und hat mir sehr gut gefallen.

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Kupferblut: Erbin der Flamme

Buchseite und Rezensionen zu 'Kupferblut: Erbin der Flamme' von Lea Diamandis
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kupferblut: Erbin der Flamme"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:465
EAN:
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Rezensionen zu "Kupferblut: Erbin der Flamme"

  1. 3
    10. Mai 2023 

    Queernormative Fantasy

    Vorsicht, Spoiler für den ersten Teil der Reihe:

    Das Buch setzt direkt nach Ende des ersten Teils an. Aiyana und Soleya stehen auf unterschiedlichen Seiten eines Kampfes, jedoch mit den gleichen Zielen. Sie wollen die göttlichen Artefakte finden. Leider ist das eine Aufgabe, die auf beiden Seiten viele Opfer kostet. Doch möglicherweise führt das Schicksal sie ja wieder auf einen gemeinsamen Pfad.

    Den ersten Teil dieser Reihe fand ich ausgezeichnet. Mir haben die wunderschönen Beschreibungen der Fantasywelt gefallen und die Drachen haben mein Herz erobert. Der Anfang des zweiten Teiles versprach, mich wieder genauso abholen zu können. Die Beschreibungen der Autorin sind sehr metaphorisch und visuell und wir durften natürlich auch wieder mit Drachen fliegen.
    Leider hat mich das Buch in seinem Verlauf dann aber etwas verloren. Manche Aufgaben wirkten in meinen Augen etwas unausgereift. Auch die Charakterbeziehungen waren mir persönlich zu unbefriedigend aufgebaut.
    Kupferblut ist in meinen Augen wirklich vielversprechend, da die Autorin eine faszinierende und queernormative Welt aufbaut. Nur leider konnte diese Fortsetzung mich nicht überzeugen.

    Auch wenn dieser Teil im Speziellen mich nicht abholen konnte, freue ich mich sehr darauf zu sehen, was die Autorin in der Zukunft noch in Reserve hat.

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Zwischen Himmel und Erde

Buchseite und Rezensionen zu 'Zwischen Himmel und Erde' von Yara Rodrigues Fowler
3.25
3.3 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zwischen Himmel und Erde"

Ein fulminanter Roman über eine tiefe Freundschaft, über Familie, Liebe, Revolution und das politische Erwachen in einer Zeit der radikalen globalen Umbrüche. Es ist das schicksalhafte Jahr 2016, in dem Prince und George Michael sterben, die Menschen in Großbritannien mehrheitlich für den Brexit stimmen und, auf der anderen Seite der Welt, in Brasilien, ebenfalls Tausende auf die Straßen gehen, weil sie die Regierung in Frage stellen. In diesem Jahr zieht Catarina, frisch aus Brasilien eingetroffen, in Melissas Londoner Wohngemeinschaft. So unterschiedlich die beiden jungen Frauen in der Gegenwart sind, so verbunden sind sie in ihren Vergangenheiten. Mit Catarinas Einzug beginnen sich zwei Leben zu einer weltumspannenden Geschichte zu verflechten, die von Freundschaft, Liebe, Identität, Mut und dem Willen erzählt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:513
EAN:
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Rezensionen zu "Zwischen Himmel und Erde"

  1. Anspruchsvoll in Stil und Thematik - nicht immer gelungen

    Die beiden jungen Frauen Melissa und Catarina lernen sich 2016 in einer Londoner WG kennen. Zufällig beide mit brasilianischen Wurzeln. Schnell haben sie dadurch gemeinsame Gesprächsthemen und einen guten Draht zueinander. In einer unruhigen politischen Zeit in London (Brexit) sowie in der Heimat Brasilien (zu hinterfragende Amtsenthebung der Präsidentin Dilma Rousseff) setzen sich die beiden Frauen politisch und auch gesellschaftlich aktiv für eine bessere, tolerantere Welt ein. In Erzählungen aus der Vergangenheit erfahren wir einiges über Melissa und Catarina, noch intensiver jedoch ist der Blick auf die revolutionäre Familie von Catarina gerichtet.

    Dieser Roman ist politisch und gesellschaftlich sehr ambitioniert und gut recherchiert (siehe auch die interessanten Anmerkungen der Autorin zum Schluss). Viele Themen der heutigen Zeit greift die britisch-brasilianische Autorin auf. Ihr liegt (nicht nur politische) Aufklärung und Toleranz sehr am Herzen. Und das spüre ich als Leserin durchaus. Der Roman ist nahezu in allen Bereichen ein Fest der Diversität. Insbesondere sprachlich tobt sich die Autorin aus - verschiedenste Stilmittel wechseln sich ab. Es gibt Prosa-Abschnitte, die wunderbar erzählt werden. Es gibt lyrische Teile (portugiesisch und nicht immer übersetzt). Es gibt dann diese Abschnitte ohne ein einziges Satzzeichen, oder mit vielen Wortwiederholungen, oder mit nur einem Satz pro Seite. Und noch vieles mehr.

    Ich persönlich habe mich irgendwann nicht mehr gut zurecht gefunden. Anfangs bin ich noch fasziniert von den Themen und der sprachlichen Kreativität gewesen. Aufgrund des Hin - und Herspringens in den Erzählperspektiven und Stilistiken leidet aber meiner Meinung nach der Spannungsbogen ganz enorm und die eigentliche Handlung (Melissa und Catarina) zerfällt, Distanziertheit gegenüber den Protagonistinnen entsteht. Einige dieser Stilmittel haben mich mit der Zeit auch genervt, muss ich zugeben. Zumal ich nicht immer einen Sinn erkannt habe. Möglicherweise ist dieser Roman ZU anspruchsvoll für mich ;) Möglicherweise ist die Autorin hier aber auch ein bisschen übers Ziel hinaus geschossen.

    Fazit: Tolle und spannende Themen, teilweise superinteressant und in einiger Hinsicht wirklich ein schöner Roman. Dennoch mit dem faden Beigeschmack, dass die Romankomposition m.M.n. nicht sehr gut gelungen ist und dadurch streckenweise anstrengend, unverständlich und insgesamt nicht "rund". Ich liebe das wunderschöne Cover!!! Der Roman aber hat es nicht zu meinen Lieblingen geschafft.

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  1. Ein außergewöhnliches Buch! Absolut lesenswert!

    Klappentext:

    „Ein fulminanter Roman über eine tiefe Freundschaft, über Familie, Liebe, Revolution und das politische Erwachen in einer Zeit der radikalen globalen Umbrüche.

    Es ist das schicksalhafte Jahr 2016, in dem Prince und George Michael sterben, die Menschen in Großbritannien mehrheitlich für den Brexit stimmen und, auf der anderen Seite der Welt, in Brasilien, ebenfalls Tausende auf die Straßen gehen, weil sie die Regierung in Frage stellen. In diesem Jahr zieht Catarina, frisch aus Brasilien eingetroffen, in Melissas Londoner Wohngemeinschaft. So unterschiedlich die beiden jungen Frauen in der Gegenwart sind, so verbunden sind sie in ihren Vergangenheiten. Mit Catarinas Einzug beginnen sich zwei Leben zu einer weltumspannenden Geschichte zu verflechten, die von Freundschaft, Liebe, Identität, Mut und dem Willen erzählt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.“

    „Zwischen Himmel und Erde“ - ist einerseits der Titel dieses Buches aber auch ein Spruch, der sowohl religiöse Inhalte zeigen kann, aber auch spirituelle oder gar utopische Gedanken hervorrufen kann. Hier wird jeder seine eigene Sichtweise entwickeln und genau so ist es auch mit diesem Buch. Ich habe es beendet und das erste was mir in den Sinn kam war, wie unterschiedlich es wohl von der Leserschaft betrachtet werden könnte. Schaut man sich die aktuellen Rezensionen dazu an, scheine ich genau richtig damit zu liegen. Die Geschichte von Catarina und Melissa ist einerseits sehr dynamisch und voller Energie aber andererseits anders als andere Geschichten die man so (vermeintlich) aus diesem Genre meint zu kennen.

    Wie habe ich also dieses Buch erlebt? Ich muss klar sagen, es hat mir unheimlich gut gefallen. Allein die Atmosphäre und auch der Schreibstil nahmen mich regelrecht ein. Yara Rodrigues Fowler versucht viele Parts in die Geschichte einzuweben, viel anzusprechen und dann dennoch nicht den Leser überfordern zu wollen (es gelingt ihr zumeist!). Wir erleben nicht nur die Lebens- und Herkunftsgeschichte der beiden Damen sondern auch die Zeit damals anhand von Musik und Liedern, eine Art Zeitenrückblende nimmt uns in das Jahr 2016 mit und lässt auch uns Leser das Jahr nochmals neu erleben (das Gedankenkarussell nimmt automatisch Fahrt auf!). Die Geschichte der beiden scheint unterschiedlich und ja, wie eben zwischen Himmel und Erde, aber sie haben gleiche Wurzeln! In Brasilien liegt das Herz der beiden Damen und somit ist die Verbundenheit sofort da! Allein wie Yara Rodrigues Fowler hier auch sprachliche Einflüsse gekonnt mit eingewoben hat, war großartig! Das Buch hat enormes Flair und fesselte mich komplett! Melissa und Catarina entwickeln sich in dieser ganzen Zeit in der wir sie begleiten dürfen. Sie sammeln Lebenserfahrung, ihre politische Meinung reift heran und natürlich prägt sie die Zeit ebenso, die um sie herum ihren Lauf nimmt. Der Roman ist äußerst sphärisch, gar kunstvoll philosophisch und hat einen eigenen Takt. Es ist als Leser nicht einfach den Zeiten- und Ortswechsel immer reibungslos zu folgen, hier muss man konzentriert lesen, auch dass es keine Übersetzung der portugiesischen Zeilen gibt, ist vielleicht nicht für jeden optimal, aber ich mochte das! Was ich nicht weiß, schlage ich nach und somit musste ich mich intensiver als vielleicht nötig mit dem Buch und der Geschichte von Catarina und Melissa befassen.

    Wer offen durch die Welt geht (politische Interessen und eben auch die Beobachtung zur Entwicklung unserer Zeit sind hier schon von Vorteil) und Freude an außergewöhnlichen Schreibstilen hat, wird hier wunderbares erlesen können. Ich vergebe sehr gern 4 von 5 Sterne und bin gespannt was wir von Yara Rodrigues Fowler noch lesen dürfen!

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  1. 3
    29. Mai 2023 

    Unklar

    Das Buch dreht sich um Melissa und Catarina und ihre Familiengeschichte. Als Catarina aus Brasilien nach London zieht, trifft sie dort auf ihre neue Mitbewohnerin Melissa, die ebenso wie Catarina Wurzeln in Brasilien hat. Zuerst sehen wir, wie die beiden sich immer besser kennenlernen und den Konflikt um die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff von London aus erleben. Dann tauchen wir jedoch auch tiefer in ihre Familiengeschichten ab, die tief mit der Geschichte Brasiliens verwoben sind.

    Es fällt mir etwas schwer, das Buch zu beurteilen. Zum einen hat es Szenen und Sätze, die mir Tränen in die Augen getrieben haben. Es behandelt die brasilianische Geschichte sehr nachvollziehbar, weil man durch die Geschichte der zwei Familien auf sie schauen kann. Auch wie sie letztendlich miteinander verwoben sind, hat mich sehr beeindruckt.
    Es dreht sich um Antirassismus und Feminismus, sowie queere Rechte, was alles wichtige und interessante Themen sind.
    Zum anderen haben wir aber auch einen sehr irritierenden Schreibstil. Es ist geschrieben, als würde es jemand einfach so, wie es der Person in das Bewusstsein kommt, auf ein Blatt bringen. Ich finde es gut, wenn Bücher ihren Lesern auch zutrauen, bestimmte Zusammenhänge zu sehen und die Leser nicht übermäßig an die Hand nehmen, aber in diesem Buch waren manche Dinge vollkommen unverständlich, weil einfach der Kontext für bestimmte Sachen vollständig gefehlt hat.

    Das Buch war durchaus interessant, aber auch sehr kompliziert. Wen das nicht abschreckt, dem kann ich das Buch empfehlen. Allen anderen würde ich eher von dem Buch abraten.

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  1. 3
    13. Mai 2023 

    Schwestern

    In London will Catarina ihr Geschichtsstudium beenden. Die junge Brasilianerin hat ein Stipendium erhalten. In Melissas Wohngemeinschaft findet sie ein Zimmer. Obwohl Catarina glaubt, in Melissa eine Brasilianerin zu erkennen, reagiert diese sehr zurückhaltend und erklärt, sie sei in London geboren. Dennoch freunden die jungen Frauen sich an. Bei Demonstrationen für Toleranz können sie ihr ein gemeinsames Anliegen ausdrücken. Und irgendwann ist es soweit, dass sie sich gegenseitig öffnen und von ihren Familien erzählen. Noch so jung haben Catarina und Melissa doch schon einiges erlebt und tragen ihre Geschichten mit sich rum.

    Sie haben viele Schwestern, so hat Melissa drei Großmütter und Catarinas Mutter drei Schwestern. In ihrer WG leben sie ebenfalls zu dritt. Trotz einiger Ähnlichkeiten sind die Beiden sehr unterschiedlich. Die eher zurückhaltende ist Melissa, während Catarina offener durch die Welt geht. Sie hat schon angefangen, ihre Erfahrungen aus dem Studium zu nutzen, um selbst Einführungskurse zu geben. Ihr großer Wunsch ist es, in England bleiben zu können. Welche Pläne hat Melissa? Sie hat einen auskömmlichen Job und scheint keine großen Ambitionen zu haben. Doch ihre geheimen Gedanken verrät sie auch nicht jedem. In ihrer Vergangenheit liegen sie verborgen.

    Die unterschiedlichen Stilmittel, wie Zitate, einige Verse, die ein oder andere Wiederholung und eine ansprechende Prosa machen diesen Roman zu etwas Besonderem. Und das Cover ist richtig schön gestaltet und die leuchtenden Farben ziehen den Blick an. Allerdings fällt es schwer, eine Verbindung zu den handelnden Personen herzustellen. Vielleicht weiß diese Leserin über die Geschichte Brasiliens einfach nicht genug, um sich in die Story hineinversetzen zu können. Die klug aufgebaute Storyline und die ansprechende Wortwahl leiten einen dennoch durch den Roman. Die Lektüre beschließt man mit dem guten Gefühl, etwas gelernt zu haben und zudem ein echtes Schmuckstück ins Regal stellen zu können.

    3,5 Sterne

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Die Reporterin - Zwischen den Zeilen

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Reporterin - Zwischen den Zeilen' von Teresa Simon
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Reporterin - Zwischen den Zeilen"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:417
Verlag: Heyne Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Die Reporterin - Zwischen den Zeilen"

  1. Artikel will sie schreiben und das ein ganzes Leben lang

    "Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten." (Joseph Pulitzer)
    München 1962:
    Die 20-jährige Marie-Louise Graf hat einen Traum, sie will unbedingt Reporterin werden. Schon immer hatte sie ein Faible fürs Schreiben, um damit Menschen zu informieren. Stattdessen muss sie die Erwartungshaltung ihrer Eltern befriedigen und Pharmazie studieren, um danach die elterliche Drogerie zu übernehmen. Ein Zufall jedoch will es, dass sie eines Tages ein Praktikum bei der jungen Zeitung "Der Tag" ergattert. Mit viel Engagement geht sie nun als Malou Graf an die Arbeit und muss gleichzeitig ihre Eltern belügen. Dank ihres Mentors Baron Bárthoy, bekommt sie die Gelegenheit, die Größen aus Film und Fernsehen zu interviewen. Doch immer wieder werden ihr Steine vonseiten der Eltern oder Kollegen in den Weg gelegt. Auch in ihrem Privatleben läuft es längst nicht so, wie es Malou erwartet hat.

    Meine Meinung:
    Das schwarz-weiße Bild auf dem Cover gibt uns einen kleinen Vorgeschmack auf Zeitung und die 60er-Jahre. Der Auftakt der neuen Buchreihe ist wie nicht anders zu erwarten unterhaltsam, informativ, emotional und nimmt mich sofort wieder gefangen. Die Sorgen und Nöte, mit denen Marie zu kämpfen hat, sind zu dieser Zeit völlig normal. Oft bestimmen die Eltern oder Ehemänner über den beruflichen Werdegang der Töchter und Frauen. So kann ich mich gut in sie hineinversetzen, weshalb sie ihre Eltern belügt, als sie ihr Praktikum beginnt. Allerdings haben Lügen kurze Beine und werden irgendwann doch entdeckt. Dass ihre Eltern allerdings so einschneidend reagieren, damit hatte ich nicht gerechnet. Trotzdem lässt sich Marie, die sich nun Malou nennt, nicht unterkriegen und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Zwar sind ihre Anfänge in der Sportredaktion mit Kollege Freddy Krenkl nicht gerade einfach, doch hofft sie möglichst bald mit ihrem Mentor Viktor Bárthoy arbeiten zu dürfen. Behaupten muss sich Malou immer wieder gegenüber impertinenten Kollegen, überheblichen Prominenten und anderen diversen Herausforderungen. Auch in Sachen Liebe läuft es längst nicht so, wie sie es erhofft hat. Eine unerwartete Begegnung führt zu einem Familiengeheimnis, das sie nicht geahnt hat. Teresa Simon nimmt uns mit auf eine kurze Zeitreise, in der die Frauenrechte noch in den Kinderbeinen stecken und Homosexualität noch strafbar ist. Prominente wie Pierre Brice, Hildegard Knef oder Eisläuferpaar Bäumler/ Kilius sind gerade hoch angesagt. Ich erlebe nicht nur die Schwierigkeit einer jungen Frau, die sich gegen ihre Eltern behaupten, sondern ebenso in der Liebe und der Berufswelt ihren Platz finden muss. Mit viel guter Recherchearbeit werden die 60er-Jahre für uns Leser wieder lebendig. Ob es die Interviews mit deutscher Prominenz oder der Staatsbesuch der Queen mit ihrem Ehemann ist, alles findet hier seinen Platz. Ebenfalls gut durchdacht sind ihre Charaktere, sei es die sympathische Malou, Freddy, Onkel Julius, Baron Bárthoy oder die Fieslinge Schenk und Kühn. Obwohl ich das Ende irgendwie geahnt bzw. vermutet habe, macht mich der Cliffhanger am Ende doch sehr neugierig auf den Folgeband. Deshalb gibt es von mir 5 von 5 Sterne.

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  1. Eine faszinierende Geschichte

    1962: Die junge Marie Graf hat von ihrem Leben andere Vorstellungen, als ihre Eltern es für sie geplant haben. Sie will Reporterin werden und mit ihren Schriften informieren und aufrütteln. Sie erhält die Gelegenheit, bei der neu gegründeten Zeitung 'Der Tag' ein Praktikum zu machen. Ihr Weg ist nicht leicht, doch dank ihres Mentors lernt sie viele berühmte Personen kennen. Und bald wird aus ihr Malou Graf, Gesellschaftskolumnistin.

    Ich kannte bereits mehrere Romane dieser tollen Autorin, so dass ich auf diese Geschichte unglaublich gespannt war.
    Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, sehr lebendig und leicht verständlich. Dazu bildhaft, so dass ich mir alles prima vorstellen konnte. Gerade die damalige Zeit, die ich selbst nicht erlebt habe, fand ich sehr real beschrieben. Da merkt man die hervorragenden Kenntnisse und Recherchen der Autorin.
    Die Personen wurden sehr authentisch beschrieben und ich hatte sehr gute Bilder von ihnen vor Augen. Marie war eine starke und sympathische Frau und ich fand es sehr spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, was sie alles erlebt hat.
    Die Geschichte war von Anfang an super spannend und fesselnd. Ich konnte hervorragend in die damalige Zeit, die Ansichten und die Themen abtauchen. Die Einblicke in die Tätigkeit einer Reporterin waren neu für mich und deshalb sehr interessant. Die für Marie dazugehörigen Schattenseiten gaben der Geschichte Tiefe und Authentizität, denn kein Licht ohne Schatten. Neugierig machte mich auch das Familiengeheimnis, zu dem es im nächsten Band mehr zu erfahren gibt.

    Eine großartige Geschichte, auf deren Fortsetzung ich nur schwer warten kann. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Krokodile und edle Ziele (Ariadne)

Buchseite und Rezensionen zu 'Krokodile und edle Ziele (Ariadne)' von Liza Cody

Inhaltsangabe zu "Krokodile und edle Ziele (Ariadne)"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:432
EAN:
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Das Geheimnis des Orangengartens

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Geheimnis des Orangengartens' von Reena Browne
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis des Orangengartens"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:321
Verlag: beHEARTBEAT
EAN:
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Rezensionen zu "Das Geheimnis des Orangengartens"

  1. Eine große Liebe und ein Familiengeheimnis

    Emilia Witt gehört der feinen Berliner Gesellschaft an. Ihr Schwiegervater ist der reiche Schmuckfabrikant Witt. Sie wohnt mit ihrem spiel - und trinksüchtigen Mann in dessen Villa mit dem großen Garten und der Orangerie. Dort hat Emilia ihr Tagebuch versteckt. 2019 muss Leandra Witt aus beruflichen Gründen in die Villa Rufin dort findet sie durch Zufall das Tagebuch und kommt somit einem Familiengeheimnis auf die Spur in der Emilia eine Hauptrolle spielt.

    Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und zügig zu lesen.Die Protagonisten passen hervorragend in diesen Roman hinein. Die Spannung steigert sich während des lesens.

    Fazit: Dieser Roman beinhaltet 41 Kapitel und enthält zwei Handlungsstränge. Der erste berichtet von Emilia und fängt in Berlin 1899 an. Der zweite handelt in unserer heutigen Zeit und erzählt von Leandra die 2019 in Berlin wohnt. Beide Stränge sind sehr gut gekennzeichnet so dass ich der Story ohne Mühe folgen konnte. Meiner Meinung nach sind die einzelnen Kapitel relativ kurz gehalten so dass die Story dynamisch und aufregend geschrieben ist. Ich persönlich wurde dann auch immer neugierig wie wohl das nächste Kapitel weitergeht. Es handelt sich um einen Familienroman der sich am Wannsee abspielt und dem ein großes Geheimnis anhaftet. So wurde die Story für mich mit der Zeit fesselnd und spannend. Es ist aber auch ein Roman über eine große Liebe, die nicht sein durfte, über Eifersucht und Jahrzehnte langen Streit. Somit beherbergt die Story viel Dramatik und Verwicklungen. Meiner Ansicht nach ist dieser Roman vielschichtig angelegt und unterhaltsam zu lesen. Beide Handlungsstränge sind spannend zu lesen aber den Vorzug gab ich insgeheim doch dem historischen Teil. Im "neuen" Teil wird es meiner Ansicht nach mysteriös und die Charaktere, außer Leandra, kamen mir komplex vor. Dieses Buch ist ein aufregender Familienroman der mich persönlich nicht ganz in seinen Bann zog und fesselte. Ich vergebe daher vier Sterne.

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  1. 5
    04. Dez 2022 

    Überraschend und geheimnisvoll

    Es ist die Geschichte von Leandra und Emilia. Beide leben in verschiedenen Zeiten, sind Jahre voneinander entfernt und wissen gar nichts voneinander. Und doch gibt es eine unsichtbare Verbindung.

    Emilia lebt Ende des 19. Jahrhunderts und ist in der Ehe mit dem jähzornigen Schmuckhersteller Karl Witt gefangen. Durch seine Spielsucht droht ihnen der Ruin. Doch da gibt es dieses Angebot des Gläubigers Emanuel Rufin, der die Familie retten könnte und den Ruin verhindern.

    Leandra lebt im Hier und jetzt. Sie soll für die exklusive Schmuckmanufaktur Rufin Verträge übersetzen. Einzige Bedingung ist, dass sie für die Dauer der Tätigkeit im imposanten Anwesen des Eigentümers nicht nur arbeitet, sondern auch wohnt.

    Und es gibt da diese merkwürdigen Geschehnisse, die Leandra während ihrer Tätigkeit geschehen. Nicht nur geheimnisvolle Geräusche, merkwürdige Gerüche, es gibt auch Momente in denen sie sich bedroht fühlt.
    Was die beiden Frauen verbindet, das ist eine spannende Geschichte. Die Autorin hat hier geschickt Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden. Das Buch liest sich durch regelmäßigen Wechsel zwischen den Zeitebenen richtig gut. Es gab Momente, da dachte ich, jetzt ist alles klar, das Ende ist auf jeden Fall vorhersehbar. Aber die Autorin hat mich mit dem Ende sehr überrascht. Irgendwie hatte ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet.

    Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch nicht ins esotherische abgedrifftet ist, sondern dass es für die geheimnisvollen Geschehnisse eine durchaus logische, nachvollziehbare Erklärung gab.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Von mir gibt es dafür natürlich eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Miss Kim weiß Bescheid: Storys

Buchseite und Rezensionen zu 'Miss Kim weiß Bescheid: Storys' von Cho Nam-Joo
4.65
4.7 von 5 (6 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Miss Kim weiß Bescheid: Storys"

Miss Kim weiß Bescheid« versammelt die Leben von acht koreanischen Frauen im Alter von 10 und 80 Jahren. Jede einzelne dieser stellvertretenden Frauenbiografien wird vor einem aktuellen gesellschaftlichen Thema in Korea verhandelt: das heimliche Filmen von Frauen in der Öffentlichkeit, Hatespeech und Cybermobbing auf Social-Media-Plattformen, häusliche Gewalt, Gaslighting, weibliche Identität im Alter und die Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz. Auch sich selbst, die plötzlich weltbekannte Autorin, nimmt sie ins Visier. Ihr Erfolg ermöglicht ihr einerseits, ihr Leben als Schriftstellerin komfortabel zu führen, andererseits lässt sie der Hass, der ihr vor allem im Netz begegnet, nicht kalt. Cho Nam-Joos meisterhaftes Können besteht in der glasklaren Sprache, in der sie ihre Prosa verfasst und gleichzeitig in dem genauen Blick auf die Ungerechtigkeiten Koreas, den sie mit nichts verschleiert, sondern im Gegenteil messerscharf zu Papier bringt. Wie schon bei »Kim Jiyoung, geboren 1982« sind auch die Schicksale dieser acht Frauen nicht annähernd so weit von uns weg, wie wir meinen und hoffen.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
EAN:9783462003499
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Rezensionen zu "Miss Kim weiß Bescheid: Storys"

  1. Acht Geschichten, acht Frauenschicksale aus Südkorea

    „Kim Jiyoung, geboren 1982“ heißt der Debütroman von Cho Nam-Joo , der mich 2021 sehr beeindruckt hat. Extrem nüchtern, fast distanziert im Ton, wird darin ein typisches Frauenleben aus Südkorea geschildert, das unter die Haut geht und soziale Missstände rund um die Benachteiligung von Frauen in unterschiedlichen Lebensbereichen aufdeckt. Insofern war ich sehr gespannt, was mich mit diesen „Stories“ erwarten würde – ich wurde nicht enttäuscht!

    Erneut stellt die Autorin Frauen in den Mittelpunkt ihrer Erzählungen. Fast immer wählt sie die sehr unmittelbare Perspektive der Ich-Erzählerin, die gerade eine intensive oder fordernde Phase ihres Lebens durchläuft. Cho Nam-Joo kann sich dabei in die verschiedenen Altersstufen ihrer Protagonistinnen hervorragend einfühlen. Sie erzählt ebenso berührend von der betagten Schwester im Pflegeheim, von der es Abschied zu nehmen gilt, wie von der ersten zarten Liebe zweier Fünftklässler, denen die Corona-Regeln das Leben erschweren.

    In vielen Geschichten wird deutlich, wie schwer es für junge koreanische Frauen ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Es wird gesellschaftlich erwartet, dass beide Eheleute so lange Arbeitstage absolvieren, dass die Kindertagesstätten diese Zeiten nicht komplett abdecken können. Die Geburt eines Kindes scheint daher eine massive Gefahr für die Karriere der Mütter darzustellen. Es sei denn, sie haben rüstige Omas, die ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten der jungen Familien hintenanstellen. Doch auch das birgt Konflikte, wie Nam-Joo vielschichtig darlegt. Immer sind es die Frauen, die die Familie zusammenhalten, die kochen, sorgen und pflegen.

    In allen betrachteten Familien steht Bildung hoch im Kurs, alle leben in und um die Hauptstadt Seoul herum. Schon die Kinder gehen nicht nur zum Schulunterricht, sondern besuchen zusätzlich verschiedene Nachhilfeinstitute, die dafür sorgen, dass die Schulnoten überdurchschnittlich gut werden. Nur die Besten kommen weiter, ergattern die begehrten Studienplätze. Fleiß, Ehrgeiz, Disziplin und Strebsamkeit scheinen Grundtugenden der koreanischen Bevölkerung zu sein. Allerdings sind auch Seilschaften und gute Beziehungen von Vorteil für das individuelle Vorankommen, völlig gerecht scheint es gerade in vielen Betrieben nicht zuzugehen, wie die Titelgeschichte „Miss Kim weiß Bescheid“ auf eindrucksvoll-ironische Weise belegt.

    Nam-Joo entwirft ihre Szenarien sehr gekonnt, sie stellt uns die Protagonisten vor, die Frauen, die in einem Dilemma stecken. Sehr schnell ist man am jeweiligen Schauplatz angekommen. Die Autorin beweist große Beobachtungsgabe durch ihre Figuren. Wie fühlt es sich an, wenn der 72-jährige Vater plötzlich ausbricht und seine Frau sowie die erwachsenen Kinder ohne Abschied zurücklässt? Was sagen die Tischgespräche über alte Rivalitäten, über Erwartungen, und verdeckte Konflikte aus? Rückt eine Familie in dieser Situation eher zusammen oder auseinander? Erinnerungen und Rückblicke runden die Bilder ab, schaffen Empathie für die einzelnen Generationen.

    Auch eine toxische Liebe wird beleuchtet: Zehn Jahre war die Ich-Erzählerin mit Hyunnam zusammen. Ganz langsam hat er seinen Einfluss auf ihr Leben vergrößert, hat sie manipuliert, seinen Willen immer stärker durchgesetzt. Kritisch reflektiert die junge Frau in einem Brief an ihn, wie das hat passieren können.

    In der umfangreichsten Erzählung „Die Nacht der Polarlichter“ geht es um Sehnsüchte, Wünsche und Lebensträume. Beschrieben werden auch hier drei Frauengenerationen derselben Familie, denen das Schicksal übel mitgespielt hat, die sich aber aufrappeln und versuchen, der Situation das Beste abzugewinnen. Am Ende steht eine Reise nach Kanada zu den Polarlichtern, die unglaublich nah an den Figuren Atmosphäre und Wärme vermittelt. Egal, ob Schauplätze, Charakterzeichnungen oder Zwischenmenschliches – Cho Nam-Joo überzeugt auf ganzer Ebene. Sie zeichnet kraftvolle, kluge Frauenfiguren, die den Blick nach vorne richten, ohne unglaubwürdigen Optimismus auszustrahlen. Die Erzählungen machen nachdenklich, aber nicht traurig.
    Wie nebenbei treten dabei die Missstände der koreanischen Gesellschaft zu Tage. Die Strukturen sind noch immer patriarchalisch geprägt, auch wenn sich das im Laufe der Jahre abgeschwächt hat. Jungen stehen im Ranking eindeutig vor den Mädchen, die meist in Familie, Schule und Beruf benachteiligt werden. Sexuelle Übergriffe werden oft bagatellisiert oder vertuscht. Frauen müssen sich zurücknehmen, tragen die überwiegende Last der (Groß-) Familie und reiben sich zwischen den verschiedenen an sie gerichteten Erwartungen auf. Das ist ein Stressfaktor, der krank machen kann.

    Natürlich sind wir in Deutschland schon den ein oder anderen Schritt weiter vorwärts gekommen, doch eine reelle Gleichberechtigung der Geschlechter ist auch hierzulande noch nicht erreicht. Da tut es gut, wenn uns Cho Nam-Joo den Spiegel vorhält, damit wir in unseren Bemühungen um Emanzipation nicht nachlassen.
    Ich kann diesen Erzählband nur aus vollstem Herzen empfehlen. Die Autorin findet immer den richtigen Ton, sie nähert sich sensibel ihren Themen an. Die Erzählungen wirken viel wärmer und lebendiger als ihr o.g. Roman. Die Autorin zeigt ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. „Miss Kim weiß Bescheid“ ist für mich ein feministisches Buch der besten Sorte: Es kommt ohne offenkundige Botschaften aus, es setzt auf eine intelligente Leserschaft, die durchaus in der Lage ist, die latent vorhandene Misogynie zu erkennen und ihre Schlüsse daraus zu ziehen.

    Riesige Lese-Empfehlung für alle Menschen, die sich für fremde Kulturen interessieren und gerne wirklich gute Erzählungen lesen.

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  1. Vom Leid der Frauen...

    Der Roman "Kim Jiyoung, geboren 1982" war 2021 ein absolutes Lesehighlight von mir und so freute ich mich besonders auf diese Storys und ich wurde wieder einmal beschenkt mit literarischem Genuss.

    Im vorliegenden Buch lassen uns mittels Kurzgeschichten acht Frauen, die einen jung, die anderen alt an ihrem Leben teilhaben. Und es zeigt sich sehr deutlich, dass Korea sehr patriarchalisch geprägt ist und die Unterschiede zwischen Korea und Europa gar nicht so groß sind wie man glauben mag.

    Das was mich bei der Lektüre am meisten bedrückt hat war, dass auf die Bedürfnisse von Frauen so gar keine Rücksicht genommen wird, denn sie sind lediglich das Rückgrat des Mannes und halten die Familien am Laufen. Für jeden sollen sie die Stütze sein, nur unterstützt niemand sie, außer es ist eine andere Frau. Dagegen wirkt sexuelle Belästigung als eher kleines Problem. Man nimmt es fast schon als alltäglich hin. Leider.

    Besonders berührt hat mich die Geschichte rund um die toxische Beziehung aus der sich die junge Frau befreien kann. Mir ist es damals nicht so gelungen wie ihr und ich habe erst danach erkannt wie ungesund diese Beziehung war, daher finde ich solche Geschichten besonders wichtig, da man durch solche Lektüre vielleicht die Augen geöffnet bekommt.

    Die Autorin schreibt ansonsten sehr eingängig und für mich ist ihr Stil etwas sehr besonderes.

    Der ein oder andere könnte vielleicht behaupten, dass es sich bei dem Geschilderten um etwas Männerfeindliches handelt. Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Es ist vielmehr eine schonungslose Offenlegung der Gesellschaft. Dem Leser wird der Spiegel vorgehalten.

    Die Geschichten eignen sich nicht zum schnell Weglesen, da die dargestellten Schicksale schon enorm berühren. Daher hat man trotz recht geringer Seitenzahl länger etwas von dem Büchlein, zumal die Geschichten lange nachklingen und zum Nachdenken anregen.

    Fazit: Wieder einmal enorm gelungen, gern lese ich mehr von der Autorin. Absolut empfehlenswert.

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  1. Schonungslos ehrlich...

    Nachdem mir nun sehr oft von dieser Autorin vorgeschwärmt wurde, wollte ich mir nun auch endlich eine Meinung bilden und ich bin doch sehr angetan.

    In den acht Geschichten tauchen wir in Frauenleben ein, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die dennoch immer eins vereint: die Unterdrückung der Frau und wie sie mit ihrem Schicksal umgehen gelernt hat und sich dennoch durchzubeißen weiß.

    Auch wenn man immer wieder denkt, dass fremde Kulturen doch so gänzlich anders sind und es anderen doch deutlich schlechter geht als den Menschen in Europa, so zeigt dieser Erzählband doch sehr genau, dass Frauen in vielen Ländern, so auch bei uns noch lange nicht gleichberechtigt sind. Ich habe mich so oft in den Geschichten wiedererkannt, vor allem beim Thema toxische Beziehung.

    Besonders hervorheben möchte ich im Übrigen die tolle Schreibe von Cho Nam-Joo. Das hat etwas sehr poetisches.

    Auch wenn der Kurzgeschichtenband recht schmal ist, so habe ich doch länger für das Lesen gebraucht, einfach weil man die Schilderungen dann auch jeweils erstmal verarbeiten muss.

    Fazit: Wir brauchen definitiv mehr solcher toller Bücher auf den Markt. Bitte unbedingt lesen! Spitzenklasse!

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  1. 4
    18. Okt 2022 

    Genauer Blick auf Lebensverhältnisse

    Die südkoreanische Autorin Cho Nam -Joo hat mich schon mit ihrem Roman „ Kim Jiyoung, geboren 1982“ begeistert. Darin zeigt sie exemplarisch an ihrer Hauptfigur die strukturelle Diskriminierung, der Frauen in Südkorea ( und nicht nur dort) ausgesetzt sind.
    Deshalb habe ich mich gefreut, dass ein neues Buch von ihr erschienen ist, dieses Mal kein Roman, sondern ein Band mit insgesamt acht Erzählungen. Ihre Protagonistinnen sind Frauen verschiedenster Altersstufen, vom Mädchen bis zur Greisin.
    In der Eingangsgeschichte geht es um eine ältere Frau, die ihre demente Schwester im Pflegeheim besucht. Dabei kreisen ihre Gedanken um die Mühen des Alters, gehen aber auch zurück in die Vergangenheit der Frauen.
    Ihre eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren nach der Veröffentlichung ihres Buches verarbeitet die Autorin in einer weiteren Erzählung.
    Eine Familie wächst nach dem Verschwinden des Vaters wieder näher zusammen und muss feststellen, dass es ihnen auch ohne ihn ganz gut geht.
    In Form eines Briefes lehnt eine junge Frau den Heiratsantrag ihres langjährigen Freundes ab. Denn ihr ist endlich bewusst geworden, wie sehr sie sich von dessen dominanten, alles bestimmenden Wesen jahrelang beherrschen ließ.
    In der längsten und auch einer der besten Geschichten reist eine 60jährige Witwe mit ihrer Schwiegermutter nach Kanada, um die Polarlichter zu sehen. Nachdem sie ihr Leben lang für Mann, Tochter und Enkelkind da war, möchte sie sich endlich diesen lang gehegten Wunsch erfüllen.
    Die Geschichten geben einen guten Einblick in die koreanische Kultur und das Alltagsleben dort. Trotzdem lassen sich viele Parallelen zu unserer Gesellschaft finden. Viele der Themen, die im Buch angesprochen werden, sind auch für Frauen hier relevant: Benachteiligung am Arbeitsplatz, der ständige Spagat zwischen Familie und Beruf, häusliche Gewalt, Care- Arbeit und manches mehr.
    Die Protagonistinnen hier werden sich ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche bewusst, lehnen sich auf gegen die Erwartungen von außen, wehren sich und versuchen, ihren eigenen Weg zu finden.
    Sämtliche Geschichten werden aus der Ich- Perspektive erzählt. Das ermöglicht eine intensive Nähe zu den Figuren; ihr Handeln wird dadurch verständlich und nachvollziehbar. Es ist beachtlich, wie gut sich die Autorin in die Gefühls- und Gedankenwelt der verschiedensten Altersgruppen einfühlen kann.
    Die Sprache ist klar und eher nüchtern, die Erzählweise ruhig und unaufgeregt. Trotzdem packen die Schicksale, denn die Figuren werden vielschichtig gezeichnet, die angesprochenen Themen sind von großer Relevanz.
    Nicht jede der acht Geschichten hat mich gleichermaßen angesprochen, dennoch gebe ich gerne eine Leseempfehlung für das neue Buch von Cho Nam- Joo . Zu loben ist auch der Verlag für die passende Cover- Gestaltung.

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  1. 5
    18. Okt 2022 

    EInblick in das Leben koreanischer Frauen

    Schon der erste Roman der Autorin Cho Nam-Joo hat mich begeistert. Doch ihr neuer Kurzgeschichten-Roman hat mir sogar noch besser gefallen.

    Man bekommt einen sehr authenthis wirkenden Einblick in das Leben verschiedenster koreanischer Frauen von jung bis alt. Jede der Geschichten ware in sich sehr stimmig und ich fand die Vielfältigkeit der Charaktere sehr interessant. Nam-Joo schafft es scheinbar, sich in die Gedankenwelt einer 60-Jährigen genauso gut hineinversetzten zu können, wie in die einer 10-Jährigen, wie auch allen dazwischen. Die Themen reichen von Gaslighting, sexueller Belästigung, der belastenden Situation der Pandemie für Kinder, Kindererziehung, Großmutter sein über das, schon in ihrem ersten Roman besprochenen Thema, der Arbeitssituation in Korea.
    Ich habe jede der Geschichten mit großen Interesse und Mitgefühl verfolgt und kann auch diesen Roman der Autorin nur wärmstens weiter empfehlen. Ich werde mit Sicherheit alles verfolgen, was die Autorin noch veröffentlichen wird.

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  1. 4
    25. Sep 2022 

    Viele Geschichten - ein Schicksal

    Nach dem aufrüttelnden Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“, der die fest in der südkoreanischen Gesellschaft verankerte Misogynie anhand der Geschichte einer einzelnen, beispielhaften Frau zeichnete, ist nun die Autorin Cho Nam-Joo mit einem Kurzgeschichtenband zurück.

    Die acht Erzählungen haben erneut das Schicksal der Frauen und Mädchen in Südkorea zum Thema. Alle auf eine andere Weise, alle anhand von Frauen unterschiedlichstem Alters. In diesem Buch dreht die Autorin das Prinzip ihres oben genannten Romans um. Statt anhand der Geschichte einer Frau auf das Schicksal vieler Frauen zu extrapolieren, beschreiben in diesem Kurzgeschichtenband viele Geschichten ein Schicksal, nämlich das der Frauen in der südkoreanischen Gesellschaft. Und wie es auch schon dem Vorgängerroman gelang, dieses scheinbar speziell den genannten Kulturkreis betreffendes Problem auch für Leser:innen hiesiger Gefilde erfahrbar zu machen, so gelingt es auch dem vorliegenden Buch, durchaus Parallelen zu Frauenleben in jeder Gesellschaft, nicht nur der südkoreanischen, zu verdeutlichen.

    So gibt es natürlich auch anderswo auf der Welt die Zerrissenheit von Müttern zwischen der Kinderversorgung, der eigenen beruflichen Karriere und anderen eigenen Bedürfnissen. Ebenso sind Paarbeziehung, in welchen Frauen durch psychische Einflussnahme des Partners unterdrückt und eingesperrt werden, überall möglich. Oder man denke an die Frau aus einer Geschichte, die ihr Leben lang für ihr Kind, die Schwiegermutter, den Ehemann da war und nun mit 60 Jahren noch erstmals das Land verlassen, eine Reise unternehmen und die bisher nur von Fotos bekannten Polarlichter selbst sehen möchte. Cho Nam-Joo nutzt in ihren Geschichten eine Altersspanne für ihre Figuren zwischen dem Grundschulalter mit der ersten Liebe und dem hohen Alter um die 90 Jahre mit Demenz und kurz vor dem Tode stehenden Protagonistinnen.

    Wie beim Vorgängerroman trifft die Covergestaltung mal wieder ins Schwarze. So wird eine gesichtslose und damit austauschbare Frauengestalt gezeigt. In (wenn ich richtig aufgepasst habe) allen Geschichten kommt mindestens eine Frau Kim vor, und alle Protagonistinnen ein das Schicksal des weiblichen Geschlechts in einer Gesellschaft, die sehr stereotype Anforderungen an diese stellt. Mir gefällt die Kontinuität im Gesamtkonzept, die die Autorin durch ihre Geschichten und der Verlag durch die gestalterische Umsetzung hier an den Tag legen sehr gut.

    Wie es nun einmal fast immer bei Kurzgeschichtensammlungen der Fall ist, kann nicht jede Geschichte gleich starke Reaktionen bei den Lesenden aktivieren. Mir haben fünf der acht Geschichten ganz besonders gut gefallen und mit den restlichen drei konnte ich weniger anfangen. Insgesamt überzeugt jedoch Cho Nam-Joo wieder einmal durch ihr literarisches Können, noch mehr durch ihre erzählerische Kraft und nicht zuletzt mit der Verdeutlichung der thematisierten Problembereiche. Eine äußerst lesenswerte Lektüre mit viel Abwechslung, daher glatte 4 von 5 Sterne von mir für diese aufrüttelnden Geschichten.

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Das Haus der Hebammen - Susannes Sehnsucht

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus der Hebammen - Susannes Sehnsucht' von Marie Adams
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Haus der Hebammen - Susannes Sehnsucht"

Köln. Susanne, Carola und Ella arbeiten als Hebammen im selben Krankenhaus und sind gute Freundinnen. Als sie in der Cranachstraße 21 ein leer stehendes Haus entdecken, entscheiden sie sich, ein Geburtshaus zu gründen. Sie träumen davon, den werdenden Müttern und deren Babys die bestmögliche Geburt zu schenken – voll Geborgenheit und Wärme – und sie auch danach weiter zu begleiten. Als Susanne eine Frau betreut, die vorgibt, ihr erstes Kind zu erwarten, erkennt die erfahrene Hebamme anhand einiger Narben sofort die Lüge. Warum verheimlicht ihre Patientin die frühere Geburt? Sofort reißen bei Susanne alte Wunden auf. Denn sie hat in jungen Jahren eine Tochter geboren, die sie weggeben musste … Ein berührender Roman über die kleinen und großen Dramen, über Schmerz, Freude und den Glauben, dass am Ende alles gut wird.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:396
EAN:
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Rezensionen zu "Das Haus der Hebammen - Susannes Sehnsucht"

  1. Neues Leben entsteht

    "Die Geburt sollte für eine Frau die Stunde ihrer größten Würde sein." (Pierre Vellay)
    Für die Hebammen aus dem "Haus der guten Hoffnung", wie das neue Geburtshaus heißt, etwas ganz Natürliches. Die drei Freundinnen Susanne, Carola und Ella lernen sich im Krankenhaus kennen. Ein leer stehendes Haus in der Cranachstraße bringt die 3 auf die Idee, ihr eigenes Geburtshaus zu gründen. Dort wollen sie Mütter von Beginn an bis zur Geburt begleiten, ihnen viel Geborgenheit, Verständnis, Wärme schenken und gesunde Babys zur Welt bringen. Der Wunsch nach einer Familie lässt bei Susanne ihre Vergangenheit wieder aufleben. Dieses Geheimnis hat sie nicht mal ihren Freundinnen anvertraut.

    Meine Meinung:
    Diese Trilogie ist eine Hommage an die Verdienste der vielen Hebammen in unserem Land. Marie Adams hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bild der Hebamme und dem ersten Geburtshaus in Köln eine Buchreihe zu widmen. 1989 wurde es wirklich von den beiden Hebammen Monika Plonka, Vera Minnik und dem Gynäkologen Michael Müller gegründet. In Band eins geht es um Susannes Geheimnis und Sehnsüchte. In jungen Jahren hat sie der Eltern wegen ihr Kind zur Adoption weggeben müssen. Nun, 18 Jahre später, würde sie gerne erfahren, was aus Julia geworden ist. Wird sie ihre Tochter wohl wiedersehen? Außerdem erleben wir, dass Schwangerschaft und Geburt bei den meisten Frauen etwas völlig Normales ist, bei dem es keinen Kaiserschnitt oder gar einen Arzt braucht. Selbst wenn manch einer zu Beginn skeptisch ist, ob dieses Geburtshaus wirklich eine so gute Idee ist. Allerdings geben ihnen die Mütter recht, die nach und nach ihre Kinder bei ihnen entbinden. Eigentlich dachte ich, Susanne spielt hier eine größere Rolle, doch wir lernen in Band 1 alle drei Hebammen etwas näher kennen. Wie schon angedeutet ist da Susanne, deren größte Sehnsucht ihr Wiedersehen mit ihrer Tochter ist. Sie lernt obendrein in diesem Teil Antonius einen überaus netten Mann kennen. Carola ist verheiratet, Mutter von 3 Kindern und die Hauptverdienerin der Familie, während ihr Mann auf den Durchbruch als Autor wartet und nebenher die Kinder versorgt. Mitunter fühlt sie sich jedoch als Rabenmutter, weil sie zu wenig Zeit für ihre Familie hat. Ella ist die Jüngste im Bunde, sie lebt noch zu Hause und ist hin- und hergerissen, was sie mit ihrer Zukunft anfangen soll. Da ist Kinderarzt Christoph Hofert, der ein Auge auf sie geworfen hat und zu dem sie sich ebenfalls etwas hingezogen fühlt. Doch dessen altmodische Ansichten gefallen Ella weniger, weshalb sie skeptisch ist, was diese Beziehung anbelangt. Außerdem wäre da noch ihr Traum, als Hebamme nach Afrika zu gehen. Die liebevolle Art der drei Hebammen lassen sie sofort sympathisch erscheinen. Jede von ihnen hat ihren ganz eigenen Charakter und Sorgen, die sie mit sich schleppt, was den gesamten Plot etwas auffrischt. Natürlich hatte ich erwartet, noch viel mehr über Susanne zu erfahren. Allerdings fand ich es auch schön, alle drei näher kennenzulernen. Besonders gut hat mir die Darstellung der natürlichen Geburt gefallen, die zu dieser damaligen Zeit noch recht ungewöhnlich war. Ich freue mich, noch mehr von den drei Hebammen zu erfahren und gebe 5 von 5 Sterne.

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