Billie: Abfahrt 9:42

Buchseite und Rezensionen zu 'Billie: Abfahrt 9:42' von Sara Kadefors
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Billie: Abfahrt 9:42"

Okay, Billie hat eine Mutter, die sich nie um sie kümmern konnte. Familienleben und Gefühle kennt sie hauptsächlich aus Fernsehserien. Als 12-jährige Frohnatur kann sie aber damit umgehen. Als sie zu
der perfekten Pflegefamilie kommt, mischt sie mit ihren Dreadlocks und ihrer entwaffnenden Offenheit die Provinz auf – und zeigt, worauf es wirklich ankommt . . .
Sie entlarvt die bürgerliche Fassade ganz ohne pubertäre Aufmüpfigkeit, einfach indem sie sich unbedarft auf sie einlässt. Sie lernt zum ersten Mal "Freizeitaktivitäten" kennen, geht zum Tischtennis und zum Gospelchor – und bleibt immer noch sie selbst. Notfalls singt sie mörderisch laut Michael-Jackson-Songs. Sonnigen Charakteren wie ihr sollte man einmal im Leben begegnet sein – und sei es nur zwischen zwei Buchdeckeln.

Format:Kindle Edition
Seiten:176
EAN:
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Rezensionen zu "Billie: Abfahrt 9:42"

  1. 4
    02. Jan 2019 

    Lebenswelten...

    Okay, Billie hat eine Mutter, die sich nie um sie kümmern konnte. Familienleben und Gefühle kennt sie hauptsächlich aus Fernsehserien. Als 12-jährige Frohnatur kann sie aber damit umgehen. Als sie zu der perfekten Pflegefamilie kommt, mischt sie mit ihren Dreadlocks und ihrer entwaffnenden Offenheit die Provinz auf – und zeigt, worauf es wirklich ankommt …

    Billie landet aus der Großstadt Stockholm plötzlich in einem kleinen schwedischen Dorf. 'Langweilg' ist das Erste, was ihr dazu einfällt, doch sie bemüht sich, sich möglichst nichts anmerken zu lassen. Und so gibt Billie sich Mühe, als sie ihre Pflegefamilie kennenlernt, versucht sich anzupassen, eigene Wünsche hintenanzustellen, ihren Sehnsüchten nicht zu viel Raum zuzugestehen.

    Billie ist 12 Jahre alt, und das Jugendamt hat beschlossen, dass ihre Mutter sich nicht länger um sie kümmern kann. Nur für eine Weile, so der Plan, soll sie daher bei der Pfarrerin Petra und ihrer Familie wohnen. Eine neue Familie, eine neue Schule, andere Regeln, aufdringliche Fragen - all das meistert Billie scheinbar mit bemerkenswerter Gelassenheit. Dabei macht sie sich durchaus so ihre Gedanken, und wenn sie glaubt, sie müsse platzen, schleicht sie sich aus dem Haus und in den Wald und singt sich die Seele aus dem Leib, bis es ihr wieder besser geht.

    Doch bald schon merkt sie, dass es auch anderen Personen in ihrem Umfeld nicht immer gut geht. Und mit großem Einfühlungsvermögen gibt sie Dingen, Fragen, Sorgen einen Namen und zerrt sie damit aus ihrem Tabu. Ganz allmählich verliert das Grau im Dorf seine Eintönigkeit und macht Lebendigkeit und Lachen Platz.

    Die Schwedin Sara Kadefors hat hier ein wirklich lesenswertes Jugendbuch mit einer unkonventionellen Protagonistin geschrieben, das mich stellenweise sehr berührt hat. Dabei steht Billie selbst im Mittelpunkt des Geschehens, doch spielen hier auch andere Jugendliche eine Rolle, und so findet die Zielgruppe (empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre) mit Sicherheit passende Identifikationsmöglichkeiten.

    Billie selbst hat mir sehr gut gefallen. Sie ist selbständig ohne zu unabhängig zu wirken, sie ist traurig, nicht bei ihrer Mutter leben zu können, aber realistisch genug um zu erkennen, dass es nicht anders geht, sie will in ihrer Klasse dazugehören, aber nicht um jeden Preis. Ein Mädchen, das durch seine Offenheit besticht, durch seine Lebensfreude und durch seine Weigerung, Regeln einfach nur deshalb hinzunehmen, weil sie jemand aufgestellt hat. In jedem Fall ein Mensch, den man selbst gerne kennen würde...

    Ein schönes Jugendbuch, das tiefgründiger ist als es anfangs den Anschein hat, und dem ich viele Leser wünsche...

    © Parden

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Malala. Meine Geschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'Malala. Meine Geschichte' von Malala Yousafzai

Inhaltsangabe zu "Malala. Meine Geschichte"

MALALA YOUSAFZAI – AUSGEZEICHNET MIT DEM FRIEDENSNOBELPREIS 2014

Malalas Schicksal bewegt die Welt



Zum ersten Mal erzählt die jüngste Friedensnobelpreisträgerin nun ihr Leben für jugendliche Leser selbst – einfühlsam, aufrüttelnd und direkt. Die damals fünfzehnjährige Malala wollte einfach nur zur Schule gehen – doch für die Taliban haben Mädchen kein Recht auf Bildung. Am 9. Oktober 2012 schossen ihr Terroristen in den Kopf, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war. Malala hat den Anschlag schwer verletzt überlebt, doch aufgegeben hat sie nicht. Sie setzt ihren Kampf für Bildung unermüdlich fort und ist damit zum Vorbild vieler Jugendlicher auf der ganzen Welt geworden. In einer einzigartigen Zusammenarbeit mit der Bestsellerautorin Patricia McCormick gelingt es Malala auf höchst bewegende Weise und anhand vieler persönlicher Fotos und Dokumente, ihren jungen Lesern ein authentisches Bild von ihrem Leben und den Ereignissen in Pakistan zu vermitteln. In ihrem Jugendbuch berichtet die Friedensnobelpreisträgerin 2014 von ihrer Schulzeit und ihren Freundinnen, davon, wie die Anfeindungen der Extremisten täglich zunahmen, wie sie Widerstand leistete und ihr Leben dadurch eine tragische Wendung nahm.



Mit vielen Fotos, Karten, Glossar und Zeittafel, um das Verständnis der komplexen Geschichte Pakistans und der Taliban zu erleichtern

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag: FISCHER KJB
EAN:9783596856602
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Die unterirdische Sonne

Buchseite und Rezensionen zu 'Die unterirdische Sonne' von Friedrich Ani

Inhaltsangabe zu "Die unterirdische Sonne"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
Verlag: cbt
EAN:9783570162613
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Der Entführungsfall Natascha Kampusch

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Entführungsfall Natascha Kampusch' von Peter Reichard

Inhaltsangabe zu "Der Entführungsfall Natascha Kampusch"

Die ganze beschämende Wahrheit
Gebundenes Buch
Der ehemalige Kripobeamte und preisgekrönte Dokumentarfilmer Peter Reichard steht seit fast zehn Jahren in engem Kontakt mit Natascha Kampusch und hat sich durch intensive Recherche tief in die Details des Entführungsfalles vorgearbeitet. Reichard hat alle wesentlichen Akten akribisch durchforstet, hat mit Zeugen, Beteiligten und Ermittlern sowie mit Natascha Kampusch und ihrer Familie gesprochen. Dabei stolperte er immer wieder über neue Bruchstücke der Geschichte, angebliche Enthüllungen und unterdrückte Wahrheiten. Durch seine detailliert recherchierte Analyse dieses Falles ist er auf Erkenntnisse gestoßen, die niemand vor ihm bisher so klar herausgearbeitet hat. Ursprünglich wollten er und Natascha Kampusch dieses Buch zusammen schreiben, aber um wirklich die ganze Wahrheit des Falles offenlegen zu können und Natascha Kampusch zu schützen, entschlossen sie sich, dass Reichard diese unglaubliche Geschichte alleine erzählen muss. Dennoch war Natascha Kampusch in den Entstehungsprozess des Buches einbezogen, war über dessen Inhalte informiert und steuerte signifikante Informationen bei.

Erst durch diese erstmals objektive und ganzheitliche Betrachtung des Falles wird ein komplettes Verständnis der Zusammenhänge möglich. Zudem stieß Reichard auf bisher geheim gehaltene Videos aus dem Entführerhaushalt, die einen noch nie da gewesenen Einblick in die Interaktion und Beziehung zwischen Natascha Kampusch und ihrem Entführer gewähren.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag: Riva
EAN:9783868832983
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Was bleibt, ist qualvolle Angst

Buchseite und Rezensionen zu 'Was bleibt, ist qualvolle Angst' von Eva-Luisa Menderes
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Was bleibt, ist qualvolle Angst"

Format:Taschenbuch
Seiten:140
Verlag: epubli
EAN:9783745074574
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Rezensionen zu "Was bleibt, ist qualvolle Angst"

  1. "Ein Buch das mich tief berührt hat.

    Klappentext
    Schläge, Erniedrigung, Flucht und Verderben … Eine Hölle, die an körperliche und seelische Grenzen und darüber hinaus führt.
    Eine Hölle, die in der psychiatrischen Anstalt endet.
    Dies ist keine erfundene Geschichte, sondern mein Leben. Mein Leben! Mein Leben, dass ich mit Mühe und Not überlebte!

    Meine Meinung
    Story
    Ich habe mir das Buch gekauft, da ich die Autorin privat auf Facebook kennen lernen durfte und wir uns auf Anhieb sehr gut verstanden haben. Sie liest des öfteren auf Facebook Auszüge aus diesem Buch vor und es war für mich fast unmöglich zu begreifen, was die arme Frau alles erleiden musste.

    In"Was bleibt, ist qualvolle Angst" erzählt die Autorin, wie sie seit ihrer frühen Kindheit geschlagen und misshandelt wurde. Zuerst von ihrem Vater und später auf brutalste Weise von ihrem Mann, den man eigentlich als Bestie bezeichnen sollte und nicht als Mensch.
    Vergewaltigungen, Misshandlungen, vor ihren Augen pädophile Handlungen an der Stieftochter. Keiner hat das Elend gemerkt oder es wurde einfach weggeschaut.

    Noch heute leidet Eva-Luisa Menderes an den Spätfolgen der Gewalt. Sie kann Nachts nicht schlafen, hat starke gesundheitliche Probleme und Narben am ganzen Körper, aber zum größten Teil auf der Seele.

    Schreibstil
    Wer schwache Nerven hat sollte sich eine Packung Taschentücher bereit legen, denn dieses Buch geht einem sehr nahe. Ich bin sehr froh mit der Autorin auch privat befreundet zu sein und ihr ein wenig halt zu geben.
    Das Buch ist in einem einfachen, leicht zu lesenden Schreibstil geschrieben. Hier geht es ja auch hauptsächlich um den Inhalt und man merkt, das jedes Wort so dort steht, wie es die Autorin gefühlt und gemeint hat. Ihre Qualen und ihr Leid sind sehr bildhaft dargestellt, so das auch ich manches mal schlucken und etwas pausieren musste.

    Mein Fazit

    Ein Buch das mir sehr nahe gegangen ist zumal ich auch mit der Autorin befreundet bin. Ihr Leid kann man kaum oder nur schwer nachvollziehen. Nach dem ich das Buch jetzt schon einige Tage sacken lassen musste, kann ich immer noch nicht begreifen, was Eva-Luisa Menderes alles ertragen musste und wie stark diese Frau ist. Wer sich für diese Thematik interessiert, der sollte sich die Autobiographie unbedingt anschauen. Ich drücke der Autorin die Daumen, dass sie eines Tages wieder frei und glücklich leben kann,
    Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.

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Überbitten

Buchseite und Rezensionen zu 'Überbitten' von Deborah Feldman

Inhaltsangabe zu "Überbitten"

Gebundenes Buch
"Iberbetn" bedeutet im Jiddischen "gegenseitige Versöhnung" und ist verwandt mit dem deutschen Verb "überbitten", das noch im 19. Jahrhundert gebräuchlich war. Bei den Satmarer Chassidim ist es tägliches Ritual: Zwei Menschen bitten einander um Verzeihung mit der gegenseitigen Verpfichtung, einander zu vergeben. Im mythischen Glauben, Gott sei, sobald ein Jude seine Lippen zum Gebet öffnet, zum Erbarmen bewegt, liegt der Ursprung dieses Rituals, das im Kern seiner Bewegung die Gegensätze wohlwollend miteinander vereint.
Deborah Feldman beschreibt in ÜBERBITTEN den inneren Prozess der Versöhnung derjenigen Person, die sie als Mädchen und Jugendliche war, mit jener, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und hergerissen ist, zwischen den Kräften von Schuld und Furcht und dem ebenso machtvollen Impuls der Hoffnung und Sehnsucht, in einer ihr völlig unbekannten Welt neu Fuß zu fassen. Sie befindet sich zwischen Aufbruch und Ankunft, im schwebenden Zustand der Entwurzelten ohnejegliche Zugehörigkeit. Und es gelingt ihr, den Sprung ins Ungewisse zu mildern, indem sie aus dem reichen Inventar ihrer Vergangenheit schöpft und die in ihr verankerten Rituale anwendet auf die neuen Erfahrungen in einer Welt, die jeglicher Magie des Jenseitigen beraubt ist. Denn erst auf diese Weise kann sie ihrem Körper ermöglichen, diese Welt an- und in sich aufzunehmen. Ein Lebensweg ungeheurer Weite, geprägt von Kraft und Mut und dem zutiefst humanen Einsatz für das Recht des Menschen auf Selbstbestimmung, der auf eine größere, gesellschaftliche Dimension verweist. Nicht selten schimmert dabei in diesem Buch der Geist ihrer Großmutter durch, die das Grauen der Konzentrationslager überlebte und für die Autorin stets das alte Europa und seine kulturellen Werte vor dem Faschismus repräsentierte.
ÜBERBITTEN ist das außergewöhnlich kluge Zeugnis einer jungen Frau, der gelang, was ihr drohend als unmöglich geschildert...

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:704
EAN:9783906910000
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Im Käfig der Angst: Missbrauch in der heilen Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Im Käfig der Angst: Missbrauch in der heilen Welt' von Ille Ochs
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Im Käfig der Angst: Missbrauch in der heilen Welt"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
Verlag: SCM Hänssler
EAN:9783775157285
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Rezensionen zu "Im Käfig der Angst: Missbrauch in der heilen Welt"

  1. Papis Liebling und die Alpträume

    "Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu groß war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, den ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben?"
    Ilse-Ruth genannte Ille, wird 1954 als letztes Kind der Familie Karl und Ruth Strauch geboren. Mit ihren Geschwistern Peter und Bärbel hat sie nur wenig Kontakt, da sie recht früh das Elternhaus verlassen. Nur Bruder Diethelm ist ihre engster Vertrauter in der Kindheit. Doch als auch er das Elternhaus verlässt, ist Ille immer noch recht jung und geht zur Schule. Immer mehr bekommt sie in dieser Schwierigkeiten und auch mit Freundschaften will es nicht klappen. Irgendwie legt sich wie eine Art Schatten oder Schwere über Ille, ist es das strenge, christliche Elternhaus oder doch was ganz anderes? Auch in Sachen Liebe bekommt sie immer wieder Probleme. Nach der Schule beginnt sie eine Lehre als Krankenschwester und auch dort kommen ihre Ängste, Selbstzweifel und regelrechte Panikattacken wieder. Später lernt sie dann ihren Mann und Pastor Siegfried Ochs kennen und sie heiraten, doch auch diese Ehe wird durch Illes Verhalten belastet. Mit den Jahren probiert sie einiges an verschiedenen Tätigkeiten und Seminaren aus. Ihre Träume und düsteren Ahnungen verdichten sich jedoch immer mehr, bis sie eines Tages in ihr Innerstes blicken kann und erkennen muss das ihr Vater sie missbraucht hat. Von da an beginnt für sie der Prozess der Aufarbeitung, Befreiung, Vergebung und Heilung.

    Meine Meinung:
    Die Vorgeschichte von der Autorin war zwar recht lang, bis es zur eigentlichen Offenbarung des Missbrauchs kam, aber ich denke, das war der Autorin auch nicht wichtig. Für sie ist es wichtig das Opfer durch dieses Buch ihre Problematik erkennen und lernen wie sie aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen. Dies ist auch im Großen ganzen recht verständlich zu entnehmen. Ich fand das Buch sehr interessant, aber es entsetzte mich auch, das selbst solche Dinge bei Christen vorkommen. Ein aufmunterndes Buch das den Betroffenen, aber auch anderen Lesern die Augen öffnen soll, nicht wegzuschauen. Den auch nach fast über 40 Jahren gibt es noch Möglichkeiten, einen Missbrauch zu entdecken und zu behandeln, man muss es nur wollen. Das Cover, wirkt recht unheimlich und geheimnisvoll und lässt einen schon das Thema des Buches erahnen. Für mich daher 4 von 5 Sterne für diese Lebensgeschichte.

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Das Schicksal ist ein Schläger

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Schicksal ist ein Schläger' von Christina Rammler

Inhaltsangabe zu "Das Schicksal ist ein Schläger"

Scheidung, Krebs, Missbrauch, Tod - das Schicksal kann hart zuschlagen und die Frage ist: Was dann? Was macht Leid mit uns? Wo ist Gott inmitten von Schmerz und Zerbruch? Gibt es ein "danach" und wie kann es aussehen? All das und mehr fragt Christina Rammler fünf Menschen, die Schweres durchgemacht haben. Einfühlsam hört sie zu und versucht zu verstehen: Wie konnten diese das Leid erleben, ohne daran zugrunde zu gehen? Und was hat all das mit und aus ihnen gemacht? Ein ehrliches, eindringliches und bewegendes Buch, das inmitten von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung Mut macht.

Format:Kindle Edition
Seiten:208
EAN:
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Rezensionen zu "Das Schicksal ist ein Schläger"

  1. Was machst du wenn das Schicksal zuschlägt ?

    Man weiß nie, was das Leben einem servieren wird, was es einem bringt. Das ist ja die Sache an Schicksalsschlägen, dass sie unverhofft, von heute auf morgen zuschlagen und deine ganze Welt auf den Kopf stellen und du bist nicht vorbereitet darauf, niemals. (Ausschnitt aus dem Buch)
    Christina Rammler zeigt uns in ihrem Buch fünf Menschen auf denen das Schicksal sehr zugesetzt hat. Da ist: Eliza die ihren Vater als 12-Jährige verliert durch einen Motorradunfall, plötzlich verändert sich ihr Leben von heute auf morgen. Und auch ihr Glaube kommt ins Wanken. David von dem sich seine Frau trennt, hat er doch geglaubt das seine Gebete die Ehe noch retten kann. Doch alles vergebens, David hadert mit Gott. Jonathan bei dem durch den Tod der Nichte, Mutter und seinem Bruder das Schicksal wirklich hart zuschlägt. Gabriel unheilbar an Krebs erkrankt lautet die Diagnose, doch darf er auf ein Wunder hoffen? Eliana die vom Nachbarjungen missbraucht wird, lässt dieses Erlebte nicht mehr los und der Glaube kommt ins Wanken. Kann Gott da eingreifen?

    Meine Meinung:
    Die Autorin zeigt uns an fünf realen Beispielen von jungen Menschen wie hart das Schicksal bei einem jeden zuschlagen kann. Schicksale kündigen sich nicht an, sondern sie stehen auf einmal vor deiner Tür. Sei es Krankheit, Missbrauch, Tod, Scheidung.... usw. niemand ist davor gefeit. Schicksale gehören zu unserem Leben, es fragt sich nur wie gehe ich mit diesen um? Und genau dies zeigen uns diese Beispiele. Mit Hilfe ihres Glaubens, den die fünf verloren geglaubt haben entdecken sie Gottes Arme, die sie durch diese schweren Zeiten tragen. Sie entdecken das mit dem Glauben zwar das Schicksal nicht verschwindet, es jedoch erträglicher macht und manchmal sogar Wunder geschehen. Einfühlsam hört die Autorin der Geschichte von jedem Einzelnen zu, versucht zu verstehen und zu begreifen wie sie mit ihrer Geschichte gekämpft, gelitten und gewonnen haben. Ein bewegendes, ehrliches und tiefgreifendes Buch das sicher manchem Hoffnungslosen und Verzweifelten wieder Mut zum Leben geben kann. Mich jedenfalls hat es berührt, den es zeigte mir, das auch andere Christen mit Gott hadern. Das Cover in schwarz und rosa gehalten und der schlagenden Frau in der Mitte, ist mir persönlich zu feminin. Ich jedenfalls kann es nur empfehlen von mir 5 von 5 Sterne.

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Das Schicksal ist ein Schläger

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Schicksal ist ein Schläger' von Christina Rammler

Inhaltsangabe zu "Das Schicksal ist ein Schläger"

Scheidung, Krebs, Missbrauch, Tod - das Schicksal kann hart zuschlagen und die Frage ist: Was dann? Was macht Leid mit uns? Wo ist Gott inmitten von Schmerz und Zerbruch? Gibt es ein "danach" und wie kann es aussehen? All das und mehr fragt Christina Rammler fünf Menschen, die Schweres durchgemacht haben. Einfühlsam hört sie zu und versucht zu verstehen: Wie konnten diese das Leid erleben, ohne daran zugrunde zu gehen? Und was hat all das mit und aus ihnen gemacht? Ein ehrliches, eindringliches und bewegendes Buch, das inmitten von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung Mut macht.

Format:Taschenbuch
Seiten:208
Verlag: SCM Hänssler
EAN:9783775157315
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Rezensionen zu "Das Schicksal ist ein Schläger"

  1. Was machst du wenn das Schicksal zuschlägt ?

    Man weiß nie, was das Leben einem servieren wird, was es einem bringt. Das ist ja die Sache an Schicksalsschlägen, dass sie unverhofft, von heute auf morgen zuschlagen und deine ganze Welt auf den Kopf stellen und du bist nicht vorbereitet darauf, niemals. (Ausschnitt aus dem Buch)
    Christina Rammler zeigt uns in ihrem Buch fünf Menschen auf denen das Schicksal sehr zugesetzt hat. Da ist: Eliza die ihren Vater als 12-Jährige verliert durch einen Motorradunfall, plötzlich verändert sich ihr Leben von heute auf morgen. Und auch ihr Glaube kommt ins Wanken. David von dem sich seine Frau trennt, hat er doch geglaubt das seine Gebete die Ehe noch retten kann. Doch alles vergebens, David hadert mit Gott. Jonathan bei dem durch den Tod der Nichte, Mutter und seinem Bruder das Schicksal wirklich hart zuschlägt. Gabriel unheilbar an Krebs erkrankt lautet die Diagnose, doch darf er auf ein Wunder hoffen? Eliana die vom Nachbarjungen missbraucht wird, lässt dieses Erlebte nicht mehr los und der Glaube kommt ins Wanken. Kann Gott da eingreifen?

    Meine Meinung:
    Die Autorin zeigt uns an fünf realen Beispielen von jungen Menschen wie hart das Schicksal bei einem jeden zuschlagen kann. Schicksale kündigen sich nicht an, sondern sie stehen auf einmal vor deiner Tür. Sei es Krankheit, Missbrauch, Tod, Scheidung.... usw. niemand ist davor gefeit. Schicksale gehören zu unserem Leben, es fragt sich nur wie gehe ich mit diesen um? Und genau dies zeigen uns diese Beispiele. Mit Hilfe ihres Glaubens, den die fünf verloren geglaubt haben entdecken sie Gottes Arme, die sie durch diese schweren Zeiten tragen. Sie entdecken das mit dem Glauben zwar das Schicksal nicht verschwindet, es jedoch erträglicher macht und manchmal sogar Wunder geschehen. Einfühlsam hört die Autorin der Geschichte von jedem Einzelnen zu, versucht zu verstehen und zu begreifen wie sie mit ihrer Geschichte gekämpft, gelitten und gewonnen haben. Ein bewegendes, ehrliches und tiefgreifendes Buch das sicher manchem Hoffnungslosen und Verzweifelten wieder Mut zum Leben geben kann. Mich jedenfalls hat es berührt, den es zeigte mir, das auch andere Christen mit Gott hadern. Das Cover in schwarz und rosa gehalten und der schlagenden Frau in der Mitte, ist mir persönlich zu feminin. Ich jedenfalls kann es nur empfehlen von mir 5 von 5 Sterne.

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Splitterfasernackt

Buchseite und Rezensionen zu 'Splitterfasernackt' von Lilly Lindner
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Splitterfasernackt"

Format:Taschenbuch
Seiten:400
Verlag: Knaur TB
EAN:9783426784884
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Rezensionen zu "Splitterfasernackt"

  1. »Niemand schweigt besser als ein missbrauchtes Kind.«

    Der Klappentext:

    Lilly Lindner ist sechs Jahre alt, als sie vergewaltigt wird. Sie schweigt - im Nachhall der Gewalt. Der Mann zieht eines Tages weg, doch Lillys Leben ist längst aus dem Lot. Und so beschließt sie zu hungern - damit von ihrem geschundenen Körper möglichst wenig übrig bleibt. Sie nennt sich Ana und vergisst, dass sie ein Recht auf ihren eigenen Namen hat. Mit siebzehn Jahren zieht Lilly in eine eigene Wohnung, doch ihr Leben ist noch immer ein Trümmerhaufen. Schließlich beginnt sie, in einem Berliner Edelbordell zu arbeiten, denn ihr Körper, so denkt sie, gehört schon lange nicht mehr ihr, warum nicht wenigstens damit Geld verdienen? Die zarte junge Frau, die wortgewandt, intelligent und sensibel zugleich ist, wird eine begehrte Prostituierte. Umgeben vom roten Licht verfasst sie ein provozierendes Buch von ungeheurer sprachlicher Wucht.

    Meine Meinung:

    Lilly Lindner erzählt in ihrer Autobiografie »Splitterfasernackt« über einen sehr negativ prägenden Teil in ihrem Leben, der mich als Leser alles andere als kalt gelassen hat. Der Autorin sind Gewalt und sexueller Missbrauch schon im Kleinkindalter über mehrere Jahre hinweg angetan worden und später im Alter von 17 gab es dann erneut ein fürchterlich einschneidendes Erlebnis, das Lilly völlig aus der Bahn geworfen und seither ihr weiteres Dasein bestimmt hat.

    ~ Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken. ~
    (S. 242)

    Man will es gar nicht glauben, dass das, was Lilly widerfahren ist, tatsächlich passiert ist. Zu grausam und unfair erscheint es einem. Man fragt sich: Wieso geschehen einem solche Dinge? - Das kann doch nicht einfach Pech oder Zufall sein!? Und vor allem - und habe ich erst gar nicht verstanden: Warum entschließt sich Lilly in Anbetracht der Geschehnisse dann dazu, als Prostituierte zu arbeiten? - Aber darauf gibt die Autorin uns in ihrem Buch eine Antwort, die ich, so irre sie auch klingt, doch sehr einleuchtend finde und verstehen kann.

    Wer Lilly Lindner bereits kennt, weiß, dass sie eine Begabung für die Aneinanderreihung von Worten hat, die man so noch nie erlebt hat. Aber nicht nur das Geschriebene fasziniert und ist einzigartig, nein, ich finde, dass die Autorin genauso fesselnd spricht, wie sie schreibt.
    Für Lilly Lindner war das Schreiben und der Umgang mit Worten die einzig richtige Entscheidung in so einer schwierigen Lebenssituation, in der sogar die Eltern versagt haben. Mit dem Schreiben will sie der Stille in ihrem Kopf entkommen, die da und einfach nicht aushaltbar ist, seitdem sie diese schrecklichen Erfahrungen machen musste.
    Mutig, sehr mutig fand ich dann vor allem, dass sie ihr Buch zu einem Verlag getragen und veröffentlicht hat. Denn, wer weiß schon, wie vielen von uns Derartiges vielleicht auch passiert ist und darüber jahrelang eisern geschwiegen hat? Möglicherweise macht diese Autobiografie Betroffenen Mut, mit der Wahrheit herauszurücken?

    ~ Es ist merkwürdig zu sterben, ohne danach tot zu sein. Man fühlt sich leer und verloren, man weiß nicht so richtig, wohin man gehört. ~
    (S. 25)

    Autobiografien habe ich bisher noch nicht viele gelesen, aber von den wenigen, die ich bereits gelesen habe, ist Lilly Lindners »Splitterfasernackt« eine, die wegen all der Schicksalsschläge und anschließender Selbstgeißelung so emotional zu lesen ist und durch die unglaublich faszinierenden Wortkonstellationen in meinen Augen deswegen wirklich ein Lesehighlight war.

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