RETRO – Geh nicht online

Buchseite und Rezensionen zu 'RETRO – Geh nicht online' von Sofía Lapuente
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "RETRO – Geh nicht online"

Diskussionen zu "RETRO – Geh nicht online"

Format:Broschiert
Seiten:464
EAN:9783737372749
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Rezensionen zu "RETRO – Geh nicht online"

  1. Retromaniac

    Luna, die Ich-Erzählerin und Samantha sind besten Freundinnen. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist natürlich shoppen. Als Luna mit Samanthas Rucksack von einem Kaufhausdetektiv angesprochen und gebeten wird die Tasche zu öffnen, ist Lunas Überraschung und ihr anschließendes Entsetzen groß. Samantha hat ihren Rucksack mit gestohlenen Kleidungsstücken gefüllt. Doch ihre Freundin gibt den Diebstahl nicht zu, sondern lässt Luna die ganze Sache „ausbaden“. Samantha bekennt sich selbst dann nicht zu ihrer Tat, als Luna auf Grund des Vorfalls aus der Fußballmannschaft ausgeschlossen wird und so die Chance auf ein Collegestipendium verliert.
    Luna ist natürlich unglaublich wütend. Sie postet in der angesagten Limbo App ein peinliches Video von Samantha, in dem sich ihre Freundin abfällig über einige ihrer Mitschüler äußert. Kaum ist der Beitrag online, bekommt Luna ein schlechtes Gewissen. Doch schon geht das Video viral und ein Shitstorm unfassbaren Ausmaßes geht auf Samantha nieder.
    Am nächsten Tag macht die Nachricht von Samanthas Krankenhausaufenthalt die Runde. Die junge Frau hat versucht sich das Leben zu nehmen.
    Luna fühlt sich schuldig, war sie ja diejenige die das Ganze ausgelöst hat. Sie wendet sich daher direkt an Limbo, den Plattformbetreiber und bittet um Hilfe. Unglaublich aber wahr, Limbos Geschäftsführer reagieren sofort auf die Bitte der Jugendlichen. Sie treten sowohl mit Luna als auch mit deren Schule in Kontakt und rufen eine Retro-Challenge aus. Ein Jahr lang ohne Handy und ohne soziale Medien. Der Preis ein Vollstipendium für das anschließende Collage. Genau das was Luna braucht. Keine Frage, dass Luna und einige ihrer Mitschüler dabei mitmachen. Bis einige mysteriöse Dinge passieren und Teilnehmer der Challenge spurlos verschwinden.

    Das Autorenduo Jarrod Shusterman und Sofia Lapuente haben bei ihrer Geschichte einen schnellen Einstieg gewählt. Von Anfang an befindet man sich mitten im Geschehen, in das man als LeserIn gut hinein findet. Das schnelle Erzähltempo zieht sich dann auch durch das ganze Buch bis zum Ende. Selten eine Stelle, in der man „durchatmen“ kann. Das ist natürlich gut, da es nie langweilig wird. Auf der anderen Seite, bleibt einem aber auch keine Zeit den Protagonisten wirklich nahe zu kommen oder ihre Beweggründe zu hinterfragen. Das hat mir ehrlich gesagt nicht ganz so gut gefallen.
    Anfangs konnte ich auch nicht einschätzen, auf was die Geschichte eigentlich hinaus laufen soll. Geht es um die Abhängigkeit von sozialen Medien, um Mobbing im Internet, das ganz schnell unkontrollierbare Ausmaße annehmen kann oder dass man auch ohne Handy existieren kann? Mir fiel es schwer die Richtung einzuordnen. Daher war ich bis zum Mittelteil etwas genervt. Das Ende der Geschichte hat mich dann allerdings wieder versöhnt. Der Handlungsverlauf macht eine unerwartete Wendung und der Spannungsbogen „klettert“ zum Ende hin noch einmal extrem nach oben. Plötzlich ergab auch alles einen Sinn. Wie hatte ich nur so „blind“ sein können? Ich sage nur so viel: „Wenn du nicht weißt, was das Produkt ist, dann bist du es.“

    Fazit:
    Ein temporeicher Handlungsverlauf mit einem krassen Ende.

 

Mutig, mondän, motorisiert

Buchseite und Rezensionen zu 'Mutig, mondän, motorisiert' von Susanne Gretter
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4 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:144
EAN:9783945543375
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Rezensionen zu "Mutig, mondän, motorisiert"

  1. 4
    09. Aug 2023 

    Reisen mit dem Auto bieten

    Reisen mit dem Auto bieten eine gänzlich neue Möglichkeit der Welterkundung.
    Guide Michelin, 1900

    Ich habe schon eine Weile kein Buch vom wundervollen Elisabeth Sandmann Verlag mehr vorgestellt. Vom Gefühl her könnte ich sie hintereinander weglesen; aber ich möchte noch eine Weile das Vergnügen mit ihnen haben. Heute nun geht es um rasante, motorisierte Frauen. Frauen, die einige vielleicht als Schriftstellerinnen kennen, wie zum Beispiel Edith Wharton, Erika Mann, Annemarie Schwarzenbach oder Francoise Sagan. Hier nun lernen wir sie von ihrer abenteuerlichen Seite kennen:

    Ich fühl mich wie ein geölter Blitz, du nicht?

    Erika Mann

    Das Buch ist aufgegliedert in fünf Kapitel. Da geht es um Schriftstellerinnen, Abenteurerinnen, Künstlerinnen, Rennfahrerinnen und Pionierinnen.

    Auto zu fahren war für Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch eine Frage der Mode und ein doch unbequemes Reisen. Für die Männer gab es einen Markt; sie trugen zum Beispiel praktische Ledermäntel. Alice Ramsey, die mit drei Mitfahrerinnen als erste Frau im Auto die USA durchquerte, erinnerte sich: Wir sahen aus wie Nonnen; wegen des starken Regens bei ihrem Start trugen die Frauen voluminöse Regenmäntel und auf dem Kopf unbeschreibbare Gebilde. Und doch schreibt Edith Wharton in "Frankreichfahrt": Das Auto hat den Zauber des Reisens wiederbelebt...

    Doch so "von allen Zwängen befreit" schauen die vier rechts auf dem Cover nicht aus.

    Was die Kleidung betrifft: Die doch wenigen Frauen, die selbst fuhren, trugen Mäntel aus Stoff oder Kautschuk. Sie mussten aber Koffer mitführen mit Kleidern und Hüten, um bei Zwischenstopps wie Frauen auszusehen.

    Da die Engländerin Dorothy Levitt beim Autofahren nicht wie ein Mann aussehen wollte, gab sie 1909 einen Ratgeber für die Frau am Steuer heraus. Die Rennfahrerinnen der 1920er Jahre meisterten dabei einen wahren Spagat: Einerseits wollten sie den Männern nicht nachstehen, sollten dabei aber damenhaft bleiben. Dorothy Levitt empfahl daher, sich ganz normal gekleidet ans Steuer zu setzen, zur Sicherheit aber einen Overall mitzunehmen, falls am Wagen etwas repariert werden musste.
    Das Problem war erst behoben, als sich in den 20er Jahren der geschlossene Wagen durchsetzte.

    Schriftstellerinnen

    Francoise Sagan (1935-2004)
    Vom Vorschuss ihres Debüts "Bonjour tristesse" konnte sie sich einen Leopardenmantel leisten und vom folgenden Honorar eine kleine Autoflotte. Und es waren durchweg schnelle Autos (zwei Jaguars, einen Gordini, Aston Martin und einen Ferrari). Am liebsten fuhr sie barfuß, um die Vibrationen des Motors besser zu spüren.
    Gertrude Stein (1874-1946)
    Als der Erste Weltkrieg begann, befanden sich Gertrude Stein (die hier Gespräche mit Verlegern führte) und Alice B. Toklas in England. Als sie sich in Spanien aufhielten, erreichten sie beunruhigende Nachrichten aus Paris. Alice B. Toklas strickt für französische Soldaten Socken und Pullover. Doch im Juni 1916, nach der Schlacht um Verdun, reisen sie nach Paris zurück. Hier sehen sie ein Automobil vom Amerikanischen Fonds für französische Verwundete, gefahren von einer Frau. Und schon war eine Idee da, sich dem anzuschließen. Gertrude Stein beschreibt ihre Fahrkünste mit erstaunlicher Selbstironie...

    Edith Wharton (1862-1937)
    Mit vier Jahren reist Edith Wharton mit den Eltern nach Rom. Von dort aus geht es nach Spanien, Italien und Frankreich. Diese erste Reise war es, wie sie später sagte, die die Reiselust in ihr geweckt habe. Und so überquert sie im Laufe ihres Lebens sechzigmal den Atlantik.
    Auch ihr Mann Edward Wharton reiste gerne. Während sie zu Beginn mit Pferdekutsche und Eisenbahn unterwegs waren, schufen sie sich 1904 das erste eigene Auto an.

    Das Auto hat den Zauber des Reisens wiederbelebt. Es hat uns von allen Zwängen und Kontakten befreit, die dem Reisen mit der Eisenbahn anhaften, von der Sklaverei des Fahrplans und der vorgegebenen Wege, der Annäherung an die Städte durch die von der Eisenbahn selbst geschaffenen Bezirke der Hässlichkeit und Trostlosigkeit, es hat uns das Staunen, das Abenteuer und die Neuheit zurückgegeben, die den Weg unserer mit der Postkutsche reisenden Großeltern belebten. - S. 32

    Ihren Autos, die sie nicht selbst fuhr, sie hatte einen langjährigen Chauffeur, gab sie Namen nach AutorInnen.

    Über folgende Frauen und ihre Autos erfahren wir noch in diesem Buch:

    Abenteurerinnen

    Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) - Eine neue verlockende Ferne
    Erika Mann (1905-1969) - Lieber fahre ich mit dem Auto um die Welt
    Alice Ramsey (1886-1983) - Die Automobilistin des Jahrhunderts

    Künstlerinnen

    Lena Amsel (1898-1929) - Wettrennen in den Tod
    Germaine Krull (1897-1985) - Die Flaneurin der automobilen Moderne
    Ruth Landshoff-Yorck (1904-1966) - Frauen mit viel PS

    Rennfahrerinnen

    Dorothy Levitt (1882-1922) - Die Erfindung des Rückspiegels
    Hellé Nice (1900-1984) - Die Bugatti Queen of Speed
    Ernes Merck (1898-1927) - Die Frau in Rot

    Pionierinnen

    Clärenore Stinnes (1901-1990) - Im "Adler" durch zwei Welten
    Bertha Benz (1849-1944) - Im "Hexenkarren" von Mannheim nach Pforzheim
    Rosemarie Nitribitt (1933-1957) - Wirtschaftswunderkind

    Namentlich sind mir diese Frauen alle schon begegnet, ihr Interesse für das Automobil ist mir bisher von den wenigsten bekannt. Von daher ein absolut interessantes und spannendes Buch für mich, das ich sehr empfehlen kann.

 

Das schnellste Rennen ihres Lebens: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das schnellste Rennen ihres Lebens: Roman' von Peter Carey

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Australien, 1954: Irene Bobs liebt schnelle Rennen. Ihr Ehemann ist der beste Autoverkäufer im Südosten. Gemeinsam wollen sie am Redex Reliability Trial teilnehmen, dem härtesten Autorennen Australiens. Über 10.000 Meilen rund um den Fünften Kontinent – eine Route, die kaum ein Wagen überlebt. Begleitet werden sie von Willi Bachhuber, einem unergründlichen schlacksigen Blondschopf mit einem Faible für Kartographie. Zielsicher navigiert er sie über kreuzende Flussläufe, unwegsame Pfade und gefährliche Abkürzungen durch das Outback – und bringt sie doch vom geplanten Weg ab. Weg von dem weißen Australien, und hin zum Ursprung des Landes und den vergessenen Aboriginies.

»Careys bester Roman seit Jahren, vielleicht seit Jahrzehnten. Wer hätte gedacht, dass ein Autorennen so spannend sein könnte.« The Guardian

»Ein beeindruckendes und notwendiges Werk.« Elizabeth Strout

»Ein Buch über kulturelle Identität, Familie und die Fähigkeit des Mitgefühls. Als solches ist es hochrelevant für unsere Zeit.« Irish Times

»Ein wilder, außergewöhnlicher und magischer Ritt! Peter Carey verdient den Nobelpreis in Literatur dafür, dass er uns das Herz erfrischt.« The Daily Telegraph

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Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:480
EAN:
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Die Eifel-Connection

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Eifel-Connection' von Jacques Berndorf

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Format:Hörkassette
Seiten:0
Verlag: KBV
EAN:4250252365471
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Craving You. Henry & Lauren (A Biker Romance 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Craving You. Henry & Lauren (A Biker Romance 1)' von Sarah Glicker

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Rich Girl meets Biker mit düsterer Vergangenheit

Lauren ist im Luxus aufgewachsen und hat immer getan, was ihre Eltern von ihr verlangt haben. Doch dann begegnet sie Henry und plötzlich ist alles anders. Der sexy Biker mit seinen Tattoos und der rebellischen Einstellung fasziniert Lauren vom ersten Augenblick an. Als er sie um ein Date bittet, sagt sie zu, obwohl sie weiß, dass es ein Fehler ist, sich auf ihn einzulassen. Immer weiter wird sie in seine Welt aus Verlangen, Lust und Gefahr hineingezogen. Bis die Grenzen zwischen richtig und falsch schließlich verschwimmen und sie nicht mehr weiß, wem sie trauen kann …

Von Sarah Glicker sind bei Forever by Ullstein erschienen:
Second Chance for Love (Las-Vegas-Reihe 1)
Love at Third Sight (Las-Vegas-Reihe 2)

Melody & Scott – L.A. Love Story (Pink Sisters Band 1)
Haley & Travis – L.A. Love Story (Pink Sisters Band 2)
Brooke & Luke – L.A. Love Story (Pink Sisters Band 3)
L.A. Love Storys Band 1-3: 3 Romane in einem Bundle

Craving You. Henry & Lauren (A Biker Romance 1)
Breaking You. Jenny & Dean (A Biker Romance 2)
Releasing You. Lucas & Abby (A Biker Romance 3)

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Format:Kindle Edition
Seiten:248
Verlag: Forever
EAN:
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Das Jahrhundertversprechen

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Jahrhundertversprechen' von Richard Dübell
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Jahrhundertversprechen"

Die Weimarer Republik 1921: Der erste Weltkrieg ist seit drei Jahren zu Ende und wirft dennoch lange Schatten, auch auf die Familie von Briest. Otto und Hermine von Briest stehen kurz vor dem Bankrott. Ihre Tochter Luisa hofft auf eine Karriere beim Film. Trotz Inflation und Wirtschaftskrise strömen die Menschen in die Varietés, die Lichtspielhäuser und auf die neu entstandenen Autorennstrecken. Dort versucht sich Max Brandow zu beweisen, der Ziehsohn der Briests. Otto und Hermine haben ihn vor einem Ende in der Gosse bewahrt. Max bindet ein Versprechen an die Briests und vor allem an Luisa, dem er alles unterordnet – auch sein persönliches Glück. Den Rausch der Geschwindigkeit sucht auch Sigurd von Cramm, dessen Familie mit den Briests seit Generationen verfeindet ist. In den extremen politischen Strömungen der Zeit findet er eine neue Heimat – und eine Möglichkeit, den Untergang der Briest voranzutreiben.

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Format:Broschiert
Seiten:656
EAN:9783548289663
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Rezensionen zu "Das Jahrhundertversprechen"

  1. Wie der Tanz auf einem Vulkan

    Berlin in den 1920er-Jahren: Otto und Hermine von Briest stehen kurz vor dem Bankrott. Das Gut der Familie ist in Gefahr. Ihre Tochter Luisa möchte dennoch Karriere beim Film machen. Trotz Inflation und Wirtschaftskrise haben die Menschen die Lust am Vergnügen nicht verloren. Auf der Rennstrecke versucht sich Max Brandow, der Ziehsohn der Briests. Ihn bindet ein Versprechen an die Familie und besonders an Luisa, dem er sogar sein persönliches Glück unterordnet. Die Leidenschaft für Autorennen teilt Sigurd von Cramm, dessen Familie mit den Briests verfeindet ist. Er findet eine Möglichkeit, den Untergang der Briests voranzutreiben…

    „Das Jahrhundertversprechen“ von Richard Dübell ist der Abschlussband der „Jahrhundertsturm“-Trilogie. Er kann jedoch eigenständig gelesen werden.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus vier Büchern: „Der große Scherbenhaufen“, „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, „Die Brandstifter“ und „Rennfahrt in den Abgrund“. Sie sind in kurze Kapitel unterteilt und werden eingerahmt von einem Prolog („Weihnachten 1918“) und einem Epilog. Die Handlung spielt vorwiegend zwischen den Jahren 1921 und 1928. Zwischen den einzelnen Teilen gibt es Sprünge in der Zeit. Dieser Aufbau funktioniert ganz gut.

    Der Schreibstil ist klar, angenehm, anschaulich und dank viel wörtlicher Rede zudem lebhaft. Sprachlich auffällig ist, dass immer wieder Sätze im Berliner Dialekt auftauchen, was sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, aber für Authentizität sorgt. Ich hatte keine Verständnisprobleme. Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbande bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Eine Personenübersicht hätte allerdings nicht geschadet.

    Im Vordergrund der Geschichte steht wieder die Familie von Briest, deren Charaktere auf mich realitätsnah und vielschichtig wirken. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig dargestellt.

    Auch das Setting im Berlin der 1920er-Jahre finde ich ansprechend. Ich bin gerne in die Zeit der Weimarer Republik eingetaucht, deren Lebensumstände sowie politische und gesellschaftliche Hintergründe mich sehr interessieren. Dem Autor ist es gelungen, auf unterhaltsame Weise das fiktive Geschehen mit historischen Fakten zu verknüpfen. Dabei lässt der Roman auf eine fundierte Recherche schließen. Auch die Geschichte des Motorsports ist eine schöne Komponente.

    Die Kombination aus geschichtlichen Ereignissen und den Schicksalen der Familienmitglieder ergibt thematisch eine abwechslungsreiche Mischung. Trotz der hohen Seitenzahl ist die Lektüre nicht langatmig.

    Das Cover passt zum Inhalt des Romans und der Optik der Vorgängerbände. Der Titel reiht sich sprachlich gut in die Trilogie ein. Leider sind die Seiten des Taschenbuchs recht dünn, was das Papier anfällig für Knicke und andere Beschädigungen macht.

    Mein Fazit:
    „Das Jahrhundertversprechen“ von Richard Dübell ist ein lesenswerter Roman, der nicht nur Geschichtsfans schöne Lesestunden bereitet.