Das Schwarz-seh-buch

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Schwarz-seh-buch' von Michael Kothe

Inhaltsangabe zu "Das Schwarz-seh-buch"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:37
Verlag:
EAN:
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Zukunft

Buchseite und Rezensionen zu 'Zukunft' von Dr. Florence Gaub

Inhaltsangabe zu "Zukunft"

»Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass er sie erschaffen kann«, sagt Florence Gaub, und das ist eine Nachricht voll Hoffnung. Denn selten war die Zukunft mit so vielen und großen Unsicherheiten behaftet wie heute: Krieg, Klima, Inflation... Florence Gaub zeigt mit Beispielen aus Neurowissenschaften, Psychologie, Philosophie und der Geschichte, wie der Mensch die »Zukunft« imaginiert, konstruiert und real erschafft.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783423283724
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Alle_Zeit

Buchseite und Rezensionen zu 'Alle_Zeit' von Teresa Bücker
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Alle_Zeit"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
EAN:9783550201721
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Rezensionen zu "Alle_Zeit"

  1. Wir brauchen Utopien

    Kurzmeinung: Mach-mit-Buch: das Private ist politisch.

    Wir brauchen Utopien, sagt Teresa Bücker. Denn wenn man keine Utopien hat, hat man keine Träume und ohne politische Träume, verändert sich nichts. Und sie sagt auch, dass das Private politisch sei und sein müsse und … ach ja, sie sagt Vieles. Und alles ist lesenswert, wenn man die Zeit dazu hat, es zu lesen.
    Zeitgerechtigkeit, Zeitverteilung, Zeitkultur, Zeitwahrnehmung, Zeitpolitik, Zeitknappheit, Begriffe, die mir um die Ohren wirbeln. Womit man sich alles beschäftigen kann, wenn man Zeit hat, haha. Scherz beiseite, die Autorin meint es ernst.

    Man kann nur etwas verändern, wenn man sich zusammenschließt. So kann mein Leserbrief an Markus Lanz/ZDF, dass ich mir Geschlechterausgewogenheit bei seinen Gästen wünsche, die ja irgendwie auch meine Gäste sind, in meinem Wohnzimmer, nichts bewirken. Er wird gar nicht erst gelesen. Aber die Leserbriefe von euch allen! könnten es. Würden es. Wir müssen irgendwo anfangen. Warum nicht damit? Und wir wünschen uns nicht nur die Geschlechtergerechtigkeit bei Markus Lanz (und allen anderen politischen Talkshows), wir fordern sie geradezu. Das wäre Zeitausgleich! Diese Aufforderung, einen Leserbrief zur gerechten GesprächsZeitverteilung an das ZDF zu schreiben, speziell zunächst einmal zu Markus Lanz Talkshow (wir müssen unsere Kräfte bündeln), meine ich durchaus ernst. Ich habe schon. Die Hälfte der Gäste plus Eins muss weiblich sein. Plus eins, weil der Moderator männlich ist.

    Zurück zum Buch: Teresa Bücker beklagt nicht nur das erwerbsarbeitszeitzentrierte Gesellschaftsmodell per se, sondern auch den Freizeitsbeschäftigungszwang durch Social Media.

    „Social Media setzt unter Druck“. Denn das Ideal des Beschäftigtseins aus der Erwerbsarbeit schwappt in Social Media und das Freizeitverhalten hinein; nur wer etwas „macht“ und das ständig und abwechlungsreich (und dann darstellt), erreicht Status. Aber Beschäftigtsein als Statussymbol erzeugt gestresste Menschen. „Die ideale Freizeit erfüllt nicht mit Zufriedenheit, sondern sie erfüllt kulturelle Normen“. So sollte es nicht sein!

    Carezeiten gehen in der Regel zu Lasten der Frauen. Dies wurde durch die Corona-Pandemie eindeutig demonstriert. Wir sind nicht so weit, wie wir gedacht haben, dass wir es wären. Schlagwort: Gender-Care-Gap. Und auch sonst: Männer müssen generell anfangen, weniger zu arbeiten und sich mehr an der CareArbeit beteiligen. Schließlich haben nicht nur Frauen Kinder und sind auch Männer Kinder (ihrer Eltern!). Denn erstaunlich und erschreckend ist es, dass Männer sich sogar in ihrer Freizeit viel mehr um sich selber kümmern können (Hobbies, Sport, Politik) als Frauen es tun können (Kinder, Pflege der Angehörigen, Haushalt). Männer, die durch Stress mit Herzinfarkt am Arbeitsplatz zusammenbrechen, sind übrigens uncool.

    Erwerbsarbeit muss überhaupt anders gedacht werden, eigentlich Erwerbszeit. „Wenn wir den Fokus auf die Erwerbsarbeit legen, stärken wir die Maßstäbe, die auf männlichen und kapitalistischen Lebensentwürfen basieren und versäumen, eigene (andere) Ideen vom guten Leben zu entwickeln“, sagt die Autorin vom Feminismus und auch „Der Reichtum der oberen Einkommensgruppen wächst um ein Vielfaches schneller als der von mittleren und unteren Einkommensgruppen, ohne dass diese Menschen mehr oder härter dafür arbeiten würden.“ Und jeder sollte seinen eigenen Dreck wegräumen. Denn sich Zeit zu erkaufen durch die schlecht bezahlte Arbeit von Care- und Haushaltspersonal ist auch nichts anderes als Ausbeutung.

    Der Kommentar:
    Es geht um gesellschaftliches Umdenken. Wer sollte Zeit haben für Politik? Alle doch. Oder? Es geht um Macht, um Geld und um Werte. Fast alles, was Teresa Bücker sagt, unterstütze ich. Nur das Gendern in ihren Texten müsste nicht sein, weil es nicht nur ungewohnt ist, sondern das Lesen erschwert. Und die Zeit, die man braucht, um sich eine qualifizierte Ausbildung anzueignen, hat sie nicht mit berücksichtigt.

    Gesellschaftliches Umdenken geht langsam, aber es ist nicht unmöglich. Es erfordert eine Lobby. Aber es ist keine Utopie. Wir könnten mit einem Leserbrief an Markus Lanz anfangen: wir fordern mehr öffentliche Gesprächszeit für Frauen. Eine Quote. Da Lanz schon ein Mann ist und unheimlich viel Redezeit selbst vereinnahmt, müssen mehr Frauen als Männer in die Runden kommen, damit ihre Stimmen mehr gehört werden als bisher, denn wer führt denn Kriege? Frauen nicht!

    Fazit: Gesellschaftliches Umdenken ist möglich und wünschenswert. Wo fangen wir an? Auch kleine Schritte wie Leserbriefe können helfen.

    Kategorie: Sachbuch. Gesellschaft. Feminismus.
    Verlag: Ullstein, 2022

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Die Vorsorgelüge

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Vorsorgelüge' von Holger Balodis

Inhaltsangabe zu "Die Vorsorgelüge"

Format:Taschenbuch
Seiten:272
EAN:9783548375175
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Deutschland schafft sich ab

Buchseite und Rezensionen zu 'Deutschland schafft sich ab' von Thilo Sarrazin

Inhaltsangabe zu "Deutschland schafft sich ab"

Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.


Format:Taschenbuch
Seiten:512
EAN:9783784435923
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Wir denken neu – Damit sich Deutschland nicht weiter spaltet

Buchseite und Rezensionen zu 'Wir denken neu – Damit sich Deutschland nicht weiter spaltet' von Verena Bentele
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wir denken neu – Damit sich Deutschland nicht weiter spaltet"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:136
Verlag:
EAN:9783958903616
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Rezensionen zu "Wir denken neu – Damit sich Deutschland nicht weiter spaltet"

  1. Neue Denkansätze für Deutschland

    Cover:
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    Auf dem Cover lacht den Betrachter eine optimistische Verena Bentele an. Dieses sehr persönliche Foto schafft gleich ein vertrautes Verhältnis und stellt die Autorin sympathisch dar.

    Inhalt:
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    Der Corona-Virus hat bewirkt, dass einige Missstände deutlich stärker bemerkbar sind, als zuvor. Dies gilt nicht nur im Gesundheits- sondern auch im Sozialbereich. Die Autorin Verena Bentele ist eine blinde ehemalige deutsche Biathletin und Skilangläuferin, die seit 2018 VDK-Präsidentin ist und sich sehr stark als Mitglied der SPD im Bereich Sozialpolitik engagiert. In diesem Buch zeigt sie neue Denkansätze auf, mit denen sie beispielhaft aufzeigt, wie einzelne, gesellschaftlichen Bereiche verbessert werden können.

    Mein Eindruck:
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    "In unser aller Leben gibt es Situationen, in denen wir auf Unterstützung angewiesen sind: von unserem Umfeld, aber eben auch vom Staat. Ein funktionierender Sozialstaat und eine gerechte Gesellschaft sind wir, wenn wir zusammenhalten, füreinander eintreten und uns gegenseitig helfen. So haben alle Menschen die Möglichkeit, ihre Potenziale auszuschöpfen." (S. 9)

    "Wenn es gut geht, erweist sich das Virus als ein Weckruf für starke Sozialsysteme, wenn nicht, wird es den Beginn einer beispiellosen Spaltung der Gesellschaft markieren. Je größer die Angst um die Zukunft, um den Job, um eine bezahlbare Miete und um die Rente, desto schneller und aggressiver verteidigen die Einzelnen ihren Besitzstand, auch wenn sie damit andere abhängen." (S. 11-12)

    Diese beiden Zitate zeigen sehr gut, worum es Frau Bentele mit ihrem Buch geht: Sie möchte mehr Solidarität unter den Menschen schaffen und generell für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit sorgen. Dieses Vorhaben hat mich zunächst sehr neugierig gemacht und ich war auf die Lösungsansätze sehr gespannt. Die Gedankengänge zu den einzelnen Themen, wie z. B. Gesundheitssystem,Pflege, Lohnpolitik, Steuern, Altersvorsorge, Rente und Vermögensverteilung sind sehr eindrücklich und für Laien verständlich geschildert. Ich konnte sie gut nachvollziehen, wenngleich ich nicht allen zustimmen konnte. Auf jeden Fall hat mich ihr Engagement stark beeindruckt und ich finde es gut, dass sie einfach andere Denkwege eröffnet anstelle eines "Das haben wir immer schon so gemacht.". Ich hatte beim Lesen einige "Aha"-Effekte. Schade finde ich jedoch, dass viele Themen nur kurz angerissen und nicht weitergedacht werden. Mir fehlte es hier an Tiefe und damit an verwertbaren Argumenten für ihre Thesen. Sie selber schreibt: "Die Vorschläge, die ich gemeinsam mit meinen beiden Co-Autoren entwickelt habe, sind sehr konkret. Um einen klaren Impuls zu geben, wurden höchst komplexe Sachverhalte stark verkürzt, sodass einige Aspekte nicht berücksichtigt werden konnten. Unsere Absicht ist es, politisch interessierten Lesern die Welt der sozialen Sicherungssysteme und deren Bedeutung näher zu bringen und eine Diskussion über Probleme und deren Lösungen anzustoßen. Dabei haben wir uns vor allen Dingen darauf konzentriert, die Struktur sozialer Sicherungssysteme darzustellen und Vorschläge zu ihrer Verbesserung zu entwickeln." (S. 77)

    Somit war es auch nur ihre Absicht, dass der Leser sich selbst ein Bild der Lage machen kann und aktuelle Situationen neu zu überdenkt. Und dies ist ihr bei mir auf jeden Fall gelungen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass es hier mehr Statistiken oder Bilder zur Verdeutlichung der vorgestellten Modelle gegeben hätte.

    Fazit:
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    Denkansätze, um mehr Solidarität und Gerechtigkeit in Deutschland herbeiführen zu können - leider mit zu geringer Tiefe

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