Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter

Buchseite und Rezensionen zu 'Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter' von Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Hillert
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter"

Diskussionen zu "Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter"

Format:Broschiert
Seiten:176
EAN:9783747107799
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Rezensionen zu "Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter"

  1. Absolute Empfehlung meinerseits.

    Das Cover finde ich gut gewählt. Die Farbe grün finde ich sehr passend . Das Motiv mit der, ich nenne es mal Angstschaukel, finde ich ebenso treffend und durchdacht. Die Person ist so neutral wie möglich abgebildet. Vom Cover her gibt es keine schnellen Heilsversprechen, sonder sachliche Strategien werden angeboten.
    Schon zu Beginn des Buches war mir klar, hier wirst Du als Leser nicht auf Fachchinesisch treffen. Sehr gut erklärt der Autor Zusammenhänge. Am Beispiel gesellschaftlicher Entwicklung, in der zunehmende persönliche Freiheit auf Kosten von Sicherheit durch eingebundene Traditionen erlangt wird. Dieser Wegfall führt zu Unsicherheit und Ängsten. Im Großen und Ganzen wird das in zwei Richtungen aufgefangen. Die persönliche Sicherheit aktiv stärken, z B. durch Achtsamkeit und andere Hilfen, die man persönlich erarbeiten muss. Die andere Reichtung führt zum Wiedererstarken alter Ideologien und zu gesellschaftlicher Polarisierung.
    An diesem Punkt des Buches ist schon klar, dass man hier vielan fundierter Information finden kann. Gleichzeitig ist vorausgesetzt, dass man sich in der Lage sieht ein Buch durchzulesen. Viele Angstpatienten die ich kenne scheitern schon da, sie sind überfordert. Daher empfehle ich das Buch nicht nur direkt Betroffenen, jeder profitiert davon und kann anderen eher helfen und sei es nur durch echtes Verständnis.

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HR Giger. 40th Ed.

Buchseite und Rezensionen zu 'HR Giger. 40th Ed.' von Andreas J. Hirsch

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:512
Verlag: TASCHEN
EAN:9783836587020
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Wuhan Diary: Tagebuch aus einer gesperrten Stadt

Buchseite und Rezensionen zu 'Wuhan Diary: Tagebuch aus einer gesperrten Stadt' von Fang Fang

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Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
EAN:9783455010398
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Die deutsche Seele

Buchseite und Rezensionen zu 'Die deutsche Seele' von Thea Dorn
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die deutsche Seele"

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Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:561
EAN:
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Rezensionen zu "Die deutsche Seele"

  1. Ein Gang durch deutsche Kulturgeschichte

    Kurzmeinung: Mag ich!

    Ich mag dieses Hörbuch, gesprochen von Doris Wolters und Hubert Gertzen, wirklich gern. Dieses Buch ist freilich keines, das man, wie einen Roman mehr oder weniger an einem Stück von vorne bis hinten durchliest, sondern, das man häppchenweise zu sich nimmt. Dann aber entfaltet es seine Wirkung. Doris Wolters Stimme ähnelt der Stimme von Thea Dorn sehr, so dass ich manchmal meinte, Thea Dorns so eigenes Timbre zu hören. Ich mag es, wenn Thea Dorn ihre Bücher selber einliest.
    Von Abendbrot bis Zerrissenheit handelt "Die deutsche Seele" selbstredend nur von ausgewählten Häppchen deutscher Kulturgeschichte. Freizeitverhalten und Freikörperkultur wird auf den Grund gegangen, unter Musik haben wir einen längeren Exkurs über klassische Musik, wobei ich meine, "Wagner" hätte ein eigenes Schlagwort verdient gehabt.
    Bei jedem Begriff graben die Autoren tief und spüren die Ursprünge auf, wer hat den Gedanken des Kindergartens zuerst gehabt, wer meinte, Kindern müsse man die Natur nahe bringen und wie und warum entstand das Grundgesetz? Dabei mäandern die Gedanken der beiden Autoren auch einmal ein wenig umher; auf alle Fälle sind ihre Einlassungen immer informativ und interessant. Wer hat denn noch gewusst, dass Konrad Adenauer den Wiedergutmachungsgedanken in Bezug auf Israel und den Einsatz der damit verbundenen Geldmittel nur mit der Unterstützung der SPD durchsetzen konnte? Ich nicht.

    Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, betrifft die Kürzungen. Eine Kürzung eines Hörbuchs ist fast schon ein Vergehen. Ich möchte "alles", wenn ich ein Hörbuch kaufe, den ganzen Inhalt. Auch aus einem Roman in Buchform streicht man nicht einige Kapitel und verkauft eine Lightform. Das ist Bevormundung und kostet einen Stern.
    Wegen der Kürzungen kann ich also nicht sagen, ob die fehlenden Begriffe den Autoren fehlten oder nur der Kürzung des Verlags zum Opfer fielen. „Malerei und Kunstgeschichte kamen so wenig vor wie Hitler und Nationalsozialismus oder Schlager und Deutsche Welle“. Gut, für manches davon bräuchte man eigene Bücher. Aber Synagoge fehlt auch. Ebenso christliches Abendland und Uwe Seeler. Und Kreuzzüge und Rockkonzert und Auswandern. Volksmusik. Jodeln. Und Sauerkraut. Anyway.

    Fazit: Ein dicker durch die deutsche Kulturgeschichte führender Wälzer, der durch seine Häppchentaktik wie ein Büchlein vorkommt, dass spannend und informativ ist und dem nur eines fehlt – die Kapitel, die der Kürzung zum Opfer fielen.

    Kategorie: Hörbuch, Sachbuch zur Kulturgeschichte
    Verlag: Argon, 2014

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GUY'S GIRL: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'GUY'S GIRL: Roman' von Emma Noyes
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "GUY'S GIRL: Roman"

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Autor:
Format:Broschiert
Seiten:400
EAN:9783423263658
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Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge' von Bob Konrad

Inhaltsangabe zu "Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge"

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Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:200
Verlag: Arena
EAN:9783401509006
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Essex Dogs: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Essex Dogs: Roman' von Dan Jones
4
4 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Essex Dogs: Roman"

Juli 1346: Zehn Söldner gehen an der Küste der Normandie an Land und sichern als Vorhut die Flotte des englischen Königs. Der Krieg um den französischen Thron beginnt. Für die Essex Dogs wird es ein Kampf ums Überleben, um Zusammenhalt, gegen die Gespenster der Vergangenheit, während das Heer mordend und brandschatzend der großen Schlacht bei Crécy entgegenzieht. Dan Jones hat mit den Essex Dogs zehn starke Charaktere geschaffen, die uns den Hundertjährigen Krieg hautnah miterleben lassen – von ganz unten, wo Schlamm, Blut, Hunger, Angst und unstillbare Sehnsucht herrschen, wo die Mächtigen als skrupellose, lächerliche Gestalten erscheinen und an jeder Ecke Gefahr lauert. Pismire ist klein und kann überall durchschlüpfen. Scotsman, der Größte, kann Wände einreißen. Der Steinmetz Millstone ist zu allem bereit, um die anderen zu beschützen. Für den abgedrehten Priester Father ist der Krieg zum Lebenselixier geworden. Romford, der Jüngste, kann gut mit dem Bogen schießen, wird aber zum Pagendienst beim ebenfalls erst sechzehn Jahre alten Prinzen von Wales abkommandiert. Und Loveday, der kampferprobte Anführer, der seine Dogs heil nach England zurückbringen will, begegnet einer mysteriösen Frau, die ihn nicht mehr loslässt …

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Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:471
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406813450
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Rezensionen zu "Essex Dogs: Roman"

  1. 3
    21. Mär 2024 

    Der Alltag von Söldnern im Hundertjährigen Krieg

    Der britische Historiker Dan Jones veröffentlicht mit „Essex Dogs“ seinen ersten historischen Roman und man merkt es diesem Buch an, dass es hier dem Verfasser um historische Genauigkeit ging und nicht um eine glorreiche Darstellung des Krieges und seiner Helden.

    „Essex Dogs“ ist in der Anfangszeit des Hundertjährigen Krieges (1337 bis 1453) zwischen England und Frankreich angesiedelt. Nun stehen sich 1346 die Heere vom englischen König Edward III. und seinem französischen Cousin König Philipp gegenüber, nachdem die 15.000 Mann mit mehreren Tausend Schiffen von England über den Ärmelkanal übergesetzt sind. Genau dort setzt die Handlung ein, auf einem kleinen Boot mit den zehn Kämpfern der Gruppe genannt „Essex Dogs“. Schnell wird klar, dass die Heere auf Söldnergruppen bestehen, denen es prinzipiell egal ist, für wen sie wo und gegen wen kämpfen. Es ist ihr Broterwerb, mehr nicht. Im Laufe des Buches verfolgen wir den sogenannten „Edward III. Feldzug (1346/47)“ und begleiten die Essex Dogs auf ihrem Weg durch die Normandie, bis kurz vor Paris und dann wieder nach Norden Richtung Calais.

    Jones macht in seinem Roman deutlich, dass der Kampf im Heer eines mittelalterlichen Königs keinesfalls ein glanzvoller Job war. Von tagelangen Fußmärschen, Hunger, wenn die Nahrung ausgeht, über verschlissenes Schuhwerk und Rivalitäten innerhalb des Heeres, lässt er nichts aus. Genauso wenig wie das Brandschatzen, den Mord, die Plünderungen. Das liest sich insgesamt sehr aufschlussreich und hält auch die nicht sonderlich bekannte Erkenntnis bereit, dass es damals z.B. schon ein Opiatpulver gab, von dem Kämpfer abhängig werden konnten. Wir sind also ganz nah am Arbeitsalltag dieser Söldner dran. Das liest sich recht unterhaltsam, wirkt über die 470 Seiten hinweg manchmal aber auch etwas ermüdend, da sich natürlich einiges auch wiederholt. Den Schlachtszenen konnte ich mit imaginierten Bildern nicht immer folgen, da das Ganze nun einmal auch tatsächlich damals ein ganz schönes Gewusel war. Die Figuren entsprechend schon den Standardcharakteren, die man in so einem Trupp vermuten würde. Ab und an blickt man etwas tiefer in ihre Köpfe (besonders in den des Anführers „Loveday“), da hätte ich mir aber definitiv mehr gewünscht. Manche Verhaltensweisen blieben mir auch nicht nachvollziehbar. Auffällig ist, dass diese kleine Gruppe von Söldnern irgendwie über den gesamten Feldzug hinweg immer wieder mit den Top-Rittern der Truppe zusammenarbeiten und dadurch natürlich immer ganz vorn bei den interessanten Kämpfen mit dabei sind. Soll heißen: Der Roman schwankt zwischen der unglaublich Genauigkeit, mit der der Alltag dieser Männer beschrieben wird, und gleichzeitig habe ich mich häufiger gefragt, wie wahrscheinlich es gewesen sein mag, dass dieses verranzte, zusammengewürfelte Grüppchen tatsächlich mit den höchsten des Stabs zu tun gehabt hätte. Hier sollte sicherlich ein Szenario geschaffen werden, welches die Action eines Blockbusters über die 470 Seiten hinweg aufrechterhalten sollte.

    Zuletzt muss ich sagen, dass mich zwei Dinge sehr gestört haben, die auch miteinander zusammenhängen. Es taucht ziemlich zu Beginn eine Frauenfigur auf, die dann immer mal wieder in merkwürdigen Szenen kurz erscheint, etwas nicht Nachvollziehbares tut und dann wieder verschwindet. Das ist im Roman vollkommen unzusammenhängend und wird auch nicht nachvollziehbar aufgelöst. Und das hängt sicherlich damit zusammen, dass es sich hierbei um den ersten Band einer Trilogie handelt. Hier stört mich, dass dies nirgends auf dem Buch ersichtlich ist. Allein in den biografischen Angaben zum Autor ist von der „Essex-Dogs-Trilogie“ die Rede. So könnte man sich vorstellen, dass diese mysteriöse Frauenfigur später noch einmal eine Rolle spielen wird und es auch Erklärungen für ihr Verhalten geben wird. Darauf muss man sich meines Erachtens aber auch einstellen können. Soll heißen: Mir wäre es wichtig gewesen, dass es einen deutlicheren Hinweis vom Verlag gibt, der aufzeigt, dass man sich gerade den ersten Band einer Reihe gekauft hat. So lässt man sich doch ganz anders auf die Geschichte ein.

    Abschließend muss ich sagen, dass ich gut unterhalten wurde und auch das ein oder andere zum damaligen Leben als Söldner erfahren habe. Das Buch habe ich nicht ungern gelesen, merke aber, dass ich die folgenden beiden Teile, welche sicherlich bald auch im Deutschen erscheinen werden, nicht zwingend lesen muss.

    3/5 Sterne

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  1. Geschichtsunterricht in Blockbusterqualität

    Das Buch hat mich absolut fasziniert. Ich kannte bisher nur "Mächte und Throne" von diesem Autor und hatte dort ein wenig den etwas zu trockenen und erklärenden Schreibstil des Autors bemängelt.
    Bei Essex Dogs" ist das ganz anders, ich hatte das Gefühl, in einer Zeitkapsel zu sitzen, die mich direkt an den Ort des Geschehens gebracht hat. Das Buch handelt vom Hundertjährigen Krieg und erzählt von einer fiktiven Söldnertruppe, den "Essex Dogs". Detailliert beschreibt Dan Jones die damalige Zeit und das Kriegshandwerk. Rund um den König, sein Gefolge und die jeweiligen Animositäten spinnt der Autor eine Geschichte, die auf fiktiven Hauptfiguren aufbaut, bei der aber alle Nebenfiguren und Schauplätze real sind. Oft habe ich mich über die damaligen hygienischen Verhältnisse gegruselt, aber auch laut gelacht über die kreativ verrückten Schimpftiraden von Scotsman.
    Auch damals gab es schon Suchtprobleme, wobei Bier durchaus die gesündere Wahl war, da das Wasser damals oft extrem verschmutzt war. Auch die ganze Logistik eines Krieges ist hier sehr eindrucksvoll, wenn auch manchmal etwas zu ausschweifend beschrieben. Durch die zehn Hauptpersonen kommt nie Langeweile auf, da jeder seine eigene Persönlichkeit mitbringt und zudem die stillen Walliser immer für die eine oder andere Überraschung gut sind. Frauen gibt es in diesem Buch nur eine, alle anderen am Rande erwähnten weiblichen Wesen sind Bewohnerinnen der geplünderten Orte, wobei ich diese Willkür des - nicht vorhandenen - Rechtssystems schon krass fand. Zumal jeder der einzelnen Feldherren irgendwie immer einen anderen Befehl gab als der andere. Wie sollten sich die Menschen in diesem Wirrwarr zurechtfinden?
    Ja, es fließt viel Blut in diesem Buch, in jeder Schlacht und manchmal auch einfach so, aber das fand ich überhaupt nicht schlimm, da der Autor durch seinen konzentrierten Schreibstil die Handlung in den Vordergrund stellt und nicht die Grausamkeiten eines Krieges. Etwas vermisst habe ich eine ausführlichere Charakterisierung der Hauptprotagonisten, aber dann wären die geschichtlichen Ereignisse zu kurz gekommen, also geht das in Ordnung. Außerdem habe ich mich gefreut zu lesen, dass es sich wohl um eine Trilogie handelt, also wird es wohl noch weitere Abenteuer der "Essex Dogs" geben. Juhu.
    Wenn es erlaubt wäre, würde ich dieses Buch jedem Geschichtslehrer empfehlen, es ist eine sehr tolle beschreibung des Hundertjährigen Krieges, und ganz ehrlich?
    Ich würde dieses Buch am liebsten verfilmt im Kino sehen.
    Fazit: Geschichtsunterricht in Blockbuster-Qualität.

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  1. Der Hundertjährige Krieg wacht vor unseren Augen zum Leben auf

    Dieses Buch widmet sich dem Beginn des hundertjährigen Krieges, der Anlandung in der Normandie und den ersten Schlachten auf französischem Boden. Es ist in drei große Abschnitte eingeteilt: Wasser, Feuer und Blut. Aber keine Sorge, Blut fließt in allen drei Abschnitten… Alle Kapitel beginnen mit Zitaten aus zeitgenössische Quellen zu dem beschriebenen Ereignis. Die Karte am Anfang des Buches zeigt uns detailliert wo die Kämpfe in diesem ersten Feldzug stattgefunden haben, von der Landung in Saint-Vaast-la-Hongue bis zu den Schlachten von Blanchetanque und Crecy. Es werden auch die geplünderten und gebrandschatzten Städte beschrieben.
    Dan Jones vergleicht den Angriff Englands auf Frankreich mit dem Beginn der Invasion der Alliierten in der Normandie, mit dem D-Day, wie der Tag in die Geschichte eingegangen ist, Zum Glück sind die alliierten Soldaten nicht wie das englische Heer 600 Jahre zuvor vorgegangen. Die Orte wurden befreit, nicht geplündert und niedergebrannt, Frauen wurden nicht vergewaltigt, Menschen wurden nicht getötet.

    Die zehn Kameraden, die sich gemeinsam anheuern lassen, um gen Frankreich zu ziehen, sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Sie verständigen sich mit Blicken und knappen Gesten, können sich blind aufeinander verlassen und machen gemeinsam Frankreich unsicher. Obwohl Loveday Fitz Talbot zu Beginn der Kampagne sich und seinen 9 Kameraden, Father, Millstone, Scotsman, Psmire, Romford, Tebbe und Thorp und den zwei Brüdern und Bogenschützen aus Wales versprochen hat, sie alle heil und mit reicher Beute aus dem Krieg nach 40 Tagen wieder heim zu bringen, kann er im Krieg nicht Wort halten. Zwei sterben, ein dritter muss fliehen, Romford, der jüngste wird zum Pagen für den Prinzen von Wales abkommandiert. Das alte Lied von den zehn kleinen … kommt einem in den Sinn.
    Die einzige Frau, die im Buch vorkommt, ist geheimnisvoll, tritt nur episodenartig auf, spricht sehr wenig (Dan Jones, bist Du sicher, du hast von einer richtigen Frau gesprochen oder ist das nur Wunschdenken?) und wird wahrscheinlich im Nachfolgeroman eine hauptrolle spielen.
    Interessant ist, wie durch alle Zeiten politische Aggressore es verstanden, ihre Angriffe schön zu reden, zu rechtfertigen, als zwingend und patriotisch zu erklären. König Edward III behauptete, die Normandie wäre englisches Land, weil Wilhelm der Eroberer 200 Jahre zuvor von hier aus über England herfiel. Zar Putin will ja auch die Ukraine heim ins Reich holen, die anderen Ex-Sowjet-Staaten folgen noch. Überhaupt, “Heim ins Reich” weckt bitterböse Erinnerungen an das 20. Jahrhundert.
    Und noch etwas hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht verändert: Immer, überall und zu allen Zeiten finden Süchtige ihre Drogen. Heute ist es der Dealer an der Ecke (oder im Schulhof) im 14. Jahrhundert waren es die Apotheken, Romford sucht in den geplünderten Städten die Apotheken auf. Da die anderen in diesen Häusern kein Geld oder Gold vermuten, hat Romford freie Auswahl..
    Die Kampfszenen alternieren. Wenn die zehn Essex Dogs als Gruppe kämpfen, nehmen sie es mit jedem Actionthriller auf. In genau konzertierten Aktionen schießen die einen ihre Pfeile ab (die gefürchteten englischen Langbögen), während sich die anderen unbemerkt anschleichen und den Rest erledigen, in man-to-man-combat. Kein Dwayne Rock Johnson, oder Expendables kann da mithalten. (Dan Jones hat diese Filme vermutlich auch gesehen). Diese Szenen haben mich teilweise an Sven Hassels Bücher erinnert. Eine kleine eingeschworene Gruppe von Frontkameraden gehen gemeinsam durchs Feuer, siegen oder ziehen sich zurück, aber zurück gelassen wird keiner.
    Die Beschreibung der großen Schlachten aber ist realistisch und blutig. Sie erinnern an Schlachtenszenen, wie sie Altdörfer gemalt hat oder der japanische Regisseur Akira Kurosawa in einigen Filmen dargestellt hat. Es ist ein zähes Ringen und blindwütiges Schlachten, niemand kann vor oder zurückgehen, alles findet fast auf der Stelle statt. Mordslust und Überlebensangst zugleich, Hauen und Stechen, sinnloses Morden im engsten Radius. Die große Schlacht spaltet sich in unzählige Einzelkämpfe, die mit dem Tod oder einer schweren Verletzung einer der Kontrahenten enden müssen. Und kaum ist einer gefallen, nimmt ein anderer seine Stelle ein und es geht endlos weiter, bis keiner mehr auf den Beinen ist.
    Fazit: ein Buch für Kerle.

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  1. Anschaulich erzählt

    Ich mag die Sachbücher von Dan Jones sehr gerne, denn er schafft es auch sehr trockene Themen anschaulich und unterhaltsam zu erzählen. Aber ein Roman ist ja bekanntlich noch einmal eine ganz eigene Kategorie. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf die "Essex Dogs". Und ich bin auch nicht enttäuscht worden.

    Jones erzählt eine Episode aus dem 100jährigen Krieg, von der Anlandung Edwards III. in Frankreich bis zur Schlecht von Crécy. Man man merkt hier schon deutlich den Historiker heraus, das Lagerleben die Schlachten, Plünderungen, die Gewalt sind detailliert (aber nicht überbordend) erzählt. Man bekommt ein Gefühl vermittelt, wie sich die Männer vor den Schlachten gefühlt haben müssen, wie sie sich in Wartezeiten die Zeit vertrieben haben und welche Spannungen es unter den jeweiligen Adligen gegeben hat. Insgesamt finde ich die Darstellungen der unterschiedlichen Personen gut gelungen. Ich finde es amüsant mir vorzustellen, dass William de Bohun seine Truppenansprache mit äußerst kreativen Flüchen versehen gehalten hat oder den Prince of Wales wie einen kleinen Jungen behandelt hat, der nicht einmal einen Eimer Wasser alleine umkippen kann. Diese ganzen historischen Persönlichkeiten sind nicht einfach nur Namen, sie sind lebendig und lassen die Geschichte nachvollziehbarer werden.
    Die "Essex Dogs" habe ich dann wirklich noch irgendwie gern gewonnen. Jones lässt hier unterschiedliche Charakter miteinander kämpfen, vom Teenager bis zum erfahrenen Söldner. Jeder mit einem eigenen Schicksal, Wünschen, Ängsten und Erfahrungen. Nach außen hin raubeinig, aber sie stehen doch für einander ein, kümmern sich um einander und genau dafür mochte ich die Männer dann schon. Das Ende riecht für mich nach Fortsetzung. Vielleicht erleben wir noch ein weiteres Abenteuer mit den Essex Dogs.

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All die Frauen, die das hier überleben. Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'All die Frauen, die das hier überleben. Roman' von  Natalja Tschajkowska
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "All die Frauen, die das hier überleben. Roman"

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
Verlag: Haymon Verlag
EAN:9783709981986
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Rezensionen zu "All die Frauen, die das hier überleben. Roman"

  1. 4
    27. Okt 2023 

    Porzellanpuppe

    Die ukrainische Autorin Natalja Tschajkowska hat ihren Roman im Original „Porzellanpuppe“ genannt, denn dies ist nicht nur einer der wenigen Besitztümer, den Marta mit in die überstürzte Ehe mit Maksym mitbringt, sondern steht auch für sie selbst, die zunehmend der häuslichen Gewalt ihres Ehemanns ausgesetzt ist und wie eine Porzellanpuppe zu zerbrechen droht.

    Tschajkowska geht in ihrem tonnenschweren Roman gleich zu Beginn einen Schritt auf ihre Leser:innen zu, indem sie mit dem Ende beginnt. Wir nehmen in der Ich-Perspektive von Marta an der Beerdigung ihres verstorbenen Mannes in 2021 teil. Schon hier erfahren wir mindestens zwei Dinge: Erstens waren die letzten fünf Jahre von Martas Eheleben ein einziges Martyrium unter dem gewalttätigen Tyrann Maksym. Und zweitens wissen wir aber gleich: Sie hat es überstanden und er ist nun tot und keine Bedrohung mehr. Wie es zu all dem gekommen ist, erkunden wir nun gemeinsam mit Marta ganz von Anfang an, als sie 2016 Maksym kennen- allerdings nicht lieben lernt, und ihn doch heiratet. Was zunächst noch mit kleineren Wutausbrüchen beginnt, entwickelt sich schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation für Marta, die es lange, zu lange, in dieser Beziehung aushält und erst spät beginnt einen Ausweg zu suchen aus diesem physischen wie auch psychischen Gefängnis.

    Ein muss gesagt sein: Dieser Roman ist wirklich ganz schwer verdaulich und auch nur schwer zu verkraften. Das liegt meines Erachtens nicht nur an der grundsätzlich scheußlichen Thematik der häuslichen Gewalt, sondern auch an der Erzählperspektive, die die Autorin hier gewählt hat. Da wir stets in der Ich-Perspektive von Marta bleiben, treten deren schrecklichen Erlebnisse ganz nah an uns Lesende heran. Da sie sich, wie so unglaublich viele andere betroffene Frauen, in einem Teufelskreis befindet, aus welchem sie lange Zeit keinen Ausweg für sich findet, können sich die 365 Seiten dieses Buches wie eine schier endlose Qual anfühlen. Das muss man aushalten können. Ich konnte es nur durch Leseunterbrechungen.

    Die Tatsache, dass der Roman von Tschajkowska genau das bei einer Leserin auslösen kann, zeigt das Können der Autorin. Sie entwirft ein über weite Strecken psychologisch stimmiges Bild einer Frau, die es zunächst nicht schafft aus ihrem eigenen, inneren Gefängnis auszubrechen, bevor sie auch nur eine Chance hat, aus dem äußeren Gefängnis der Ehe mit psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt auszubrechen. Komplett Außenstehende tendieren häufig zu schnell dazu zu denken: „Warum geht verlässt sie ihn nicht einfach?“, wenn sie die Geschichten von Betroffenen hören. So einfach ist das aber sehr häufig nicht und Tschajkowska verdeutlicht dies sehr gut in ihrem Roman.

    Leider gab es für mich eine Stelle zum Ende des Romans hin, indem die Autorin ihre Protagonistin tatsächlich sehr blauäugig (und hier sind nicht die Hämatome um ihre Augen herum gemeint!) agieren lässt. Das passte an dieser Stelle nicht mehr zum inneren Entwicklungsstand der Protagonistin und ließ sie dumm wirken. Das ist etwas, was ich niemals über Betroffene von häuslicher Gewalt denken möchte, dass sie dumm seien. Denn dies entspräche dem Vorurteil, dass sie „zu dumm sind“, um sich endgültig zu trennen. Aber danach fängt die Autorin die Romanhandlung wieder ab und wirft zum Schluss noch einmal wichtige moralische Fragen zu dem Thema auf, mit welchen Mitteln sich eine Gepeinigte aus den Fesseln einer solch schlimmen Situation lösen kann und darf.

    Meines Erachtens handelt es sich hierbei um einen äußerst wertvollen Roman, der aufgrund seiner intensiven Erzählperspektive ganz ungefiltert das Thema beleuchtet.

    4/5 Sterne

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Kindermärchen mit Pfiff

Buchseite und Rezensionen zu 'Kindermärchen mit Pfiff' von Martin MacFelaph
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kindermärchen mit Pfiff"

Diskussionen zu "Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter"

Format:Taschenbuch
Seiten:112
Verlag: tredition
EAN:9783384010889
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Rezensionen zu "Kindermärchen mit Pfiff"

  1. 5
    17. Sep 2023 

    Kurze Märchen über Lebenslektionen und die Schule

    Kindermärchen mit Pfiff" ist eine inspirierende Sammlung von Geschichten, die Kinder und Eltern gleichermaßen begeistern werden. Die Märchen in diesem Buch sind nicht nur unterhaltsam, sondern bieten auch wertvolle Lebenslektionen.

    Die Geschichten motivieren die jungen Leser auf eine einzigartige Weise, die Bedeutung von Schule und Hausaufgaben zu erkennen. Sie vermitteln auf märchenhafte und verständliche Weise, warum Bildung so wichtig ist und wie sie einen positiven Einfluss auf das Leben haben kann. Diese motivierenden Märchen können Kindern dabei helfen, sich für ihre schulischen Aufgaben zu begeistern.

    Darüber hinaus behandeln einige der Märchen Themen wie Ernährung und Freundschaft. Sie bieten praktische Ratschläge und Tipps, die Kinder im Alltag anwenden können. Dieses Buch fördert auch die Werte von Freundlichkeit und Respekt.

    Das ideale Alter zum Vorlesen oder gemeinsam Lesen würde ich mit 6-12 Jahre angeben. Darüber hinaus sind die Märchen vielleicht schon etwas zu einfach geschrieben.

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GoodDreams: Wir kaufen deine Träume

Buchseite und Rezensionen zu 'GoodDreams: Wir kaufen deine Träume' von Claudia Pietschmann

Inhaltsangabe zu "GoodDreams: Wir kaufen deine Träume"

Diskussionen zu "Stark gegen Ängste - Strategien zur Bekämpfung und die Psychologie dahinter"

Format:Taschenbuch
Seiten:360
Verlag: Arena
EAN:9783401510378
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