Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch

Buchseite und Rezensionen zu 'Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch' von Lori Gottlieb

Inhaltsangabe zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Taschenbuch
Seiten:160
Verlag: hanserblau
EAN:9783446274785
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Zukunft

Buchseite und Rezensionen zu 'Zukunft' von Dr. Florence Gaub

Inhaltsangabe zu "Zukunft"

»Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass er sie erschaffen kann«, sagt Florence Gaub, und das ist eine Nachricht voll Hoffnung. Denn selten war die Zukunft mit so vielen und großen Unsicherheiten behaftet wie heute: Krieg, Klima, Inflation... Florence Gaub zeigt mit Beispielen aus Neurowissenschaften, Psychologie, Philosophie und der Geschichte, wie der Mensch die »Zukunft« imaginiert, konstruiert und real erschafft.

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783423283724
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Die Erweiterung

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Erweiterung' von Robert Menasse
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Erweiterung"

Mateusz und Adam, die gemeinsam im polnischen Untergrund gegen das kommunistische Regime gekämpft und sich dort »Blutsbrüderschaft« geschworen haben, gehen nach dessen Zusammenbruch getrennte Wege. Mateusz macht innenpolitisch Karriere und wird schließlich polnischer Ministerpräsident. Adam geht nach dem EU-Beitritt Polens nach Brüssel, wo er in der Europäischen Kommission in der Generaldirektion für Erweiterung arbeitet. Im Streit um den Beitritt Albaniens in die Europäische Union wird aus der einstmals tiefen Verbundenheit der beiden Männer eine unversöhnliche Feindschaft von schicksalhafter Dimension. Auf dem schwankenden Boden eines albanischen Kreuzfahrtschiffs kommt es zum Showdown.

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Taschenbuch
Seiten:652
EAN:9783518473610
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Rezensionen zu "Die Erweiterung"

  1. 4
    13. Nov 2022 

    Hohe Politik

    Bei der EU-Behörde in Brüssel bearbeiten einige der Beamten den Beitrittsprozess einiger Balkanstaaten. Allerdings geht es nicht so schnell voran wie von den Kandidaten insbesondere Albanien gewünscht. Der Präsident Albaniens hat gewissermaßen die Schnauze voll. Er will doch derjenige sein, der sein Land nach Europa führt. Doch der Apparat ist so langsam und immer gibt es neue Forderungen. Der Pole Adam, der kurz bevor das sozialistische Regime in Polen viel im Widerstand war, hofft in seinem Freund Mateusz, der inzwischen Staatsführer von Polen ist, einen Verbündeten zu haben. Doch weit gefehlt. Mateusz verfolgt andere Ziele.

    Mit diesem Roman hat der Autor eine Fortsetzung seines preisgekrönten Romans „Die Hauptstadt“ geschaffen. Und dieser Band ist für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Man begibt sich erneuten in die Mühlen der Brüsseler Europapolitik. Strukturen, die nicht leicht zu durchschauen sind. Klare Worte spricht am ehesten der Präsident Albaniens, dem der Verhandlungsprozess zu langsam geht. Er muss seinem Volk etwas bieten. Welche Idee einer seiner Berater, ein Dichter, ein Quereinsteiger, hervorbringt, ist beinahe unglaublich und schräg und gerade damit einnehmend. Dass sich daraus ein Kriminalfall entwickeln kann, war wirklich nicht vorhersehbar. Die diplomatischen Kanäle laufen heiß und größerer Schaden muss abgewendet werden.

    Vermutlich konnte der Autor beim Schreiben des Romans nicht wissen, welche Bedeutung die Beitrittsersuchen der Balkanstaaten inzwischen gewonnen haben. Es wäre einem beim Lesen sicher nicht so gegenwärtig gewesen, wie hingehalten sich die Staaten vorkommen, wenn es nicht in der derzeitigen politischen Situation noch einmal deutlich geworden wäre. Gerade deshalb ist die Lektüre von besonderem Interesse. Die Trägheit des Prozesses, die Eigenheiten der Beamten hier und dort, Ausschnitte aus der Geschichte Albaniens. Gerne liest man von ungewöhnlichen Persönlichkeiten. Intrigante Staatenlenker, denen wenigstens relativ aufrechte Beamte gegenüber stehen, die sich wie im wahren Leben meist nicht durchsetzen können. Besonders zu Beginn ist es eine Freude vom Aberwitz des Beamtenapparates zu lesen und so manches Mal zu schmunzeln. Ein wenig fraglich ist es allerdings, ob der weitere Verlauf so gelungen ist, denn auch da könnte die Entwicklung inzwischen weiter sein. Vielleicht könnte sich die Frage stellen, ob gewisse Absichten anderer Staaten hinter den Ereignissen liegen, nur ein vager Gedanke, der vielleicht etwas weit hergeholt ist. Unter dem Eindruck des gesamten Werkes handelt es sich jedoch um eine tolle Groteske über den Politikbetrieb, dessen Ausuferung sich irgendwie nicht wieder einfangen lässt.

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  1. Facettenreich, genial, lesenswert

    „So geht Politik. Im Grunde ist Politik ein Spiel mit Kulissen, es ist wie im Theater: Vorne hast du symbolische Handlunge, dahinter die Technik.“ (Zitat Pos. 1276)

    Inhalt
    Begonnen hat alles mit dem Helm des Skanderbeg. Es ist ein ungewöhnlicher Helm mit einem Ziegenkopf auf dem Helmscheitel, zu sehen im Weltmuseum in Wien und ein Symbol für die Geschichte der Skipetaren in Europa. Der Ministerpräsident von Albanien hatte vor seiner Wahl versprochen, sich dafür einzusetzen, dass Albanien Mitglied der Europäischen Union wird. Nun sollen auf Grund der Weigerung Frankreichs nicht einmal die Beitrittsverhandlungen aufgenommen werden. Genau das ist der Moment, in dem Ismael Lani, sein Pressesprecher, den Ministerpräsidenten an Skanderbeg, ihren Nationalhelden, erinnert und Fate Vasa, Künstler und ebenfalls enger Berater des Ministerpräsidenten, die Idee aufnimmt und weiterführt. Albanien fordert die österreichische Regierung auf, den Helm zurückzugeben, was abgelehnt wird. Doch kurz darauf wird der Helm aus dem Museum in Wien gestohlen und rückt so in der Mittelpunkt der Ereignisse rund um die geplante Balkan-Konferenz über eine mögliche EU-Erweiterung.

    Themen und Genre
    In diesem Roman geht es um Europa und die Europäische Union, um die Politik mit ihren Spielchen und Intrigen, aber auch um gesellschaftliche und persönliche Konflikte, Freundschaft, Familie, Beziehungen. Ein Kernthema ist die wechselvolle Geschichte des Westbalkans.

    Charaktere
    Auch in diesem Roman bringt der Autor seine unterschiedlichen Figuren auf den Weg, einige völlig unabhängig voneinander, andere gemeinsam, oder ihre Wege kreuzen sich im Laufe der Handlung. Mit charmant-bissiger Eleganz definiert er Charaktere, ihre Wünsche, Träume, oder den Verlust derselben. „Wir sind, sagte er, auf der Stelle tretend einen Schritt weiter.“ (Zitat Pos. 5861)

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt während der Jahre 2019 und 2020 und wird ergänzt durch Rückblicke in Form von Erinnerungen und Erzählungen über Ereignisse, die in der Vergangenheit stattgefinden haben. Wir folgen den Hauptfiguren, die abwechselnd im Mittelpunkt der Handlung der einzelnen Kapitel stehen. Der Autor lässt sich Zeit, er schickt seine Figuren los, zeigt sie auch in ihrem persönlichen Umfeld, lässt uns an ihren Alltagsproblemen, Zweifeln und Sehnsüchten teilhaben, gleichzeitig führt er uns mit kritischem Witz durch die vielen Facetten der europäischen Politik. Doch der Schein trügt. Gerade hat man es sich noch im unterhaltsamen Lesevergnügen gemütlich gemacht, neugierig, mal schmunzelnd, mal nachdenklich, folgen wir den Entscheidungen und Wirrnissen der einzelnen Figuren, da wenden sich die Ereignisse und es beginnt ein rasanter Showdown.

    Fazit
    Was mit „Die Hauptstadt“ begann, wird mit diesem facettenreichen Roman, der auch sprachlich begeistert, genial und großartig weitergeführt.

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Martha und die Ihren

Buchseite und Rezensionen zu 'Martha und die Ihren' von Lukas Hartmann

Inhaltsangabe zu "Martha und die Ihren"

Martha ist eine beeindruckende Frau, die es aus ärmsten Verhältnissen zu bescheidenem Wohlstand gebracht hat. Aber die Erinnerung an die Entbehrungen ihrer Kindheit als »Verdingkind« bei einer Bauernfamilie im Berner Umland lässt sie nie los: Keine Schwäche zeigen. Arbeiten ohne Unterlass. Hart sein zu sich und anderen. Das prägt auch ihre Söhne, die es in der Nachkriegszeit unbedingt zu etwas bringen wollen. Und ihre Enkel, die dagegen rebellieren und es erstmals wagen, sich ein anderes, ein freieres Leben zu erträumen.

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag: Diogenes
EAN:9783257072730
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Migration

Buchseite und Rezensionen zu 'Migration' von Hein de Haas
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Migration"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:512
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783103975345
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Rezensionen zu "Migration"

  1. Perspektivwechsel ?

    Kurzmeinung: Habe ich gerne gelesen!

    Hein de Haas ist Professor für Soziologie und Geographie in Amsterdam, überdies Professor für Migration und Entwicklung in Maastricht und leitet das International Migration Institut in Oxford. Seit mehr als dreißig Jahren beschäftigt er sich beruflich mit den Phänomenen der Migration. Er sollte also wissen, wovon er spricht und sein Sachbuch über Migration stützt sich auf Zahlen, Fakten und wissenschaftliche Studien und Erhebungen.
    Das wirklich erhellende Sachbuch über Migration ist genauso aufgebaut, wie es der Untertitel verspricht. Es wird eine These in den Raum gestellt, ein sogenannter Mythos, und danach wird erklärt „was wirklich dahintersteckt“. Hein de Haas schreibt absolut verständlich und wenn man ihm an der Präsentation seiner Thematik überaupt etwas vorwerfen könnte, dann wäre dies vielleicht die pädagogische Absicht, seinerzeit seinen Studenten und jetzt seinen Lesern durch häufige Wiederholungen etwas ins Gehirn zu hämmern! Ich gebe zu, dass mich diese Art der Didaktik genervt hat, denn ich habe schon beim ersten Mal begriffen, dass (die allermeisten) Migranten ihr Land nicht deshalb verlassen, weil sie arme Schlucker sind und verzweifelt irgendwo anders, egal wo, Hauptsache Westen, auf ein besseres Leben hoffen (das durchaus auch), sondern, dass sie gezielt auf die Nachfrage nach Arbeitskräften reagieren. Mit anderen Worten, Konjunktur schreit laut nach Arbeitskräften (und dann kommen sie; wenn auch mit einer gewissen zeitlichen Versetzung) und Rezession hält Migranten davon ab, ins Land zu kommen und/oder lässt sie wieder abwandern. Die Wirtschaft also bestimmt den Kreislauf von Kommen und Gehen, der jedoch behindert wird, wenn Einreisebeschränkungen Migranten davon abhält, auf Konjunkturschwankungen zu reagieren. Sie bleiben hauptsächlich dann im Land, legal oder illegal, wenn ihnen das Hin- und Herreisen verwehrt wird. Das ist das Wichtigste in Kürze und ich habe es so oft gehört in dem Buch dass ich es im Schlaf herunterbeten kann.

    Die „Mythen“ lauten: 1. Die Migration bricht alle Rekorde, 2. Unsere Grenzen sind nicht mehr sicher, 3. Die Welt steht vor einer Flüchtlingskrise, 4. Unsere Gesellschaft ist vielfältiger denn je 5. Migration lässt sich mit Entwicklungshilfe eindämmen, 6. Migration ist die verzweifelte Flucht aus dem Elend, 7. Wir brauchen keine ausländischen Arbeitskräfte, 8. Ausländer nehmen uns die Arbeit weg und drücken die Löhne, 9. Zuwanderung ist eine Gefahr für den Sozialstaat, 10. Die Integration ist gescheitert, 11. Massenmigration schafft Parallelgesellschaften, 12. Zuwanderung bringt mehr Verbrechen, 13. Migration führt zu Talentschwund, 14. Zuwanderung ist das Allheilmittel für die Wirtschaft, 15. Zuwanderung ist die Lösung für die alternde Gesellschaft, 16. Die Grenzen werden dichtgemacht, 17. Linke sind für, Rechte gegen Migranten, 18. Die Öffentlichkeit hat genug von Zuwanderung, 19. Menschenschmuggel ist der Grund für illegale Migration, 20. Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei, 21. Zuwanderung lässt sich durch Beschränkungen vermindern, 22. Der Klimawandel entfesselt eine Völkerwanderung.

    Der Kommentar:
    Es ist natürlich nicht so unkompliziert, wie es sich auf den ersten Blick ausnimmt oder anhört. Und man muss die Schlussfolgerungen Hein de Haas nicht eins zu eins übernehmen, trotzdem sind die aufgeführten Erhebungen dazu angetan, manchen Sachverhalt noch einmal zu überdenken.
    Was ich vor allem mitgenommen habe: Positiv - dass die Menschheit zwar den Zenit ihrer Vermehrung noch nicht überschritten hat, dass die Forscher aber damit rechnen, dass die Menschheit sich langfristig vermindert. Der Autor macht daraus die Hypothese, dass der ungehinderte Zugriff auf „eine sozusagen unbeschränkte Anzahl von Arbeitskräften (Arbeitsmigranten)“ und das Jammern darüber, sich alsbald (na ja bald) in ein Konkurrieren um den Zuzug von Arbeitsmigranten verwandeln wird. Bei den Fachkräften ist das ja längst so, aber Hein de Haas meint, dass dieses Phänomen sich bald (na ja bald) auf die gesamte Migration beziehen wird. Dies lässt aufhorchen: also werden wir uns bald danach strecken, dass Menschen zu uns kommen. Aber wie gesagt, „bald“ ist relativ.
    Negativ - dass Migration, selbst wenn sie in großem Maßstab erfolgt, hauptsächlich der Wirtschaft nützt, die Wohlhabenden, die Unternehmer und die Reichen davon im Übermaß profitieren, während „die Masse“ unter den damit einhergehenden gesellschaftssoziologischen Verwerfungen zu leiden hat, weil sie diese Verwerfungen nämlich ausschließlich zu schultern und zu tragen hat. Ja, das wissen wir. Und deswegen sind wir sauer.
    Hein de Haas macht die Politik für die allermeisten Missstände verantwortlich und verschweigt seine Ansicht nicht: die Politik geht mit seinen Arbeitskräften mies um und hofiert die Wirtschaft. Und so war es schon immer. Aber muss es immer so bleiben?

    Hilfreich finde ich bei den Betrachtungen von Hein de Hass, dass er den Blick von der Kurzsichtigkeit unseres Lebens auf einen langfristigen Zeitraum und Zusammenhang lenkt. Diesen Pespektivwechsel müssen wir uns insgesamt angewöhnen.

    Besonders bei der These, die Integration sei gescheitert, merken wir, dass eine langfristige Betrachtung die Resultate ändert. Auf die dritte und vierte Generation hin gesehen, geschieht Integration. Das ist Fakt. Sineb al Masar beschreibt dies in launigem Kontext in ihrem Buch „Sind wir nicht alle ein bisschen Alman“. Ob wir wollen oder nicht, schreibt sie, wir (die ehemaligen Migranten) sind bereits deutscher als wir denken. Übrigens: oft schafft es schon die zweite Generation. Und "alman" ist ein Platzhalter.

    Fazit: "Migration" ist ein Sachbuch, das mit populären Thesen hart ins Gericht geht und eine kritische Sicht auf Politikerparolen wirft. Versteht mich nicht falsch bei diesem Resümee: die Arbeit der Politiker ist wichtig, schließlich muss auch sie gemacht werden, trotzdem muss man genau hinschauen und hinterfragen. Ich gebe eine Leseempfehlung.

    Kategorie: Sachbuch. Soziologie. Migration.
    S. Fischer-Verlag, 2023

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Verschickungskinder: Eine verdrängte Geschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'Verschickungskinder: Eine verdrängte Geschichte' von Lena Gilhaus
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Verschickungskinder: Eine verdrängte Geschichte"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
EAN:9783462002881
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Rezensionen zu "Verschickungskinder: Eine verdrängte Geschichte"

  1. Ein wichtiges Buch zu einem verdrängten Thema

    Ein wirklich dunkles Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte - auf beiden Seiten des eisernen Vorhangs... Hunderttausende Kinder wurden über Wochen, teilweise Monate in Erholungs- oder Heilkuranstalten verschickt, meist ohne irgendeinen Kontakt zu den Eltern. Und das teilweise unter erbärmlichsten, grausamen Umständen, geprägt von Gewalt und "Schwarzer Pädagogik". Das gilt nicht für alle Einrichtungen und nicht für alle Kinder - aber leider für viele. Lena Gilhaus, selbst Tochter eines Verschickungsopfers recherchiert viele Jahre über dieses viel zu wenig bekannte Thema, sprach mit Opfern und versuchte auch, mit Vertretern der Einrichtungen bzw. deren Trägern in Kontakt zu treten. Und das schockiert dann ein zweites Mal: Wie sehr die blocken, oft erst dann reden, wenn die Beweislast nicht mehr wegzudiskutieren ist... Und das gilt für alle, egal ob Kirchen oder die DAK, oder...
    Lena Gilhaus zeigt neben den erschreckenden Erlebnissen auch die Entwicklung dieser furchtbaren Pädagogik, die entgegen der gängigen Meinung kein Ergebnis des Nationalsozialismus war, sondern aus der Kaiserzeit und der Weimarer Republik kam und dort auch theoretisch untermauert wurde (Adalbert Czerny, Daniel Gottlob Moritz Schreber, Karl Behm, Johanna Haarer...), die NS-Zeit war tatsächlich ein Bruch mit einer Tradition, die nach 1945 weitergeführt wurde.
    Eines muss man aber allen auf den Weg mitgeben, die sich für dieses Buch interessieren: Das ist keine leichte Lektüre, die Berichte der Opfer über psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt sind kaum auszuhalten - aber wir müssen nur das Lesen ertragen, nicht die grausame Realität.

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Good News!

Buchseite und Rezensionen zu 'Good News!' von Martin Smatana

Inhaltsangabe zu "Good News!"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:112
EAN:9783629009821
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Über die Lust am Urlaub im Garten

Buchseite und Rezensionen zu 'Über die Lust am Urlaub im Garten' von Daniela Cortolezis
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Über die Lust am Urlaub im Garten"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Taschenbuch
Seiten:172
Verlag: epubli
EAN:9783750253308
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Rezensionen zu "Über die Lust am Urlaub im Garten"

  1. Geschichten vom Urlaub aus dem Garten

    Was gibt es schöneres als Urlaub im eigenen Garten?
    In diesem Buch geht es um den Garten, Gärtnerinnen und Urlaub. Es sind Geschichten, Erzählungen und Informationen rund um den Garten. Einfach mal die Seele zur Ruhe kommen und ausspannen - so könnte ich das Buch beschreiben. Der Garten ist zu jeder Zeit attraktiv - auch im Winter. Die Autorin erzählt aus ihrem eigenen "Gärtnerinnenleben". Sie gibt z. B. Tipps zu Feng - Shui im Garten oder dem Balkon - was mir besonders gefiel. Der Schreibstil ist dabei sehr leicht geschrieben und der Text im allgemeinen war mir als Leserin sympathisch fast schon träumerisch und zuweilen romantisch. Die Schrift ist dabei größer gehalten. Meiner Meinung nach ist dieses Buch mehr als ein Sachbuch oder Ratgeber da die Autorin immer wieder Anekdoten miteinfließen lässt auch gibt es hin und wieder ein Bild dazu. Die Autorin hat auch ihren eigenen Gartenblog und dieses Buch ist meiner Meinung nach das Gegenstück davon. Die einzelnen Kapitel in diesem Buch können meiner Ansicht nach unabhängig voneinander gelesen werden. Es ist mal ein etwas ganz anderes Gartenbuch das unterhaltsam ist und sich bestimmt die eine oder andere Gärtnerin sich wieder darin erkennt. Ich vergebe daher gerne vier Sterne.

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Plötzlich Gutsherrin

Buchseite und Rezensionen zu 'Plötzlich Gutsherrin' von Elisabeth Neufeld-Picciani
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Plötzlich Gutsherrin"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Format:Taschenbuch
Seiten:288
Verlag: Heyne Verlag
EAN:9783453606548
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Rezensionen zu "Plötzlich Gutsherrin"

  1. Wenn man endlich das Glück gefunden hat

    Klappentext:

    „„Als wir das erste Mal auf das etwas heruntergekommene Haus zufuhren, wollte mein Mann am liebsten gleich wieder umkehren. Aber ich hatte mich sofort in das Haus und den Park verliebt. Ich hatte ein wahnsinnig gutes Gefühl an diesem Ort, es war, wie nach Hause zu kommen in eine Oase der Ruhe.“

    Als die Kinder aus dem Haus sind, möchte Elisabeth Neufeld-Picciani noch einmal ganz neu beginnen und fragt sich: Was kann jetzt noch kommen? Wo und wie möchte ich leben? Womit möchte ich meine Zeit füllen?

    Das alte Gutshaus in Volzrade ist wie ein Wink des Schicksals. Es ist heruntergekommen, wurde Jahre lang vernachlässigt und zweckentfremdet und ist doch ein Ort mit Herz und Seele. Stück für Stück renovieren Elisabeth und ihr Mann Bruno das alte Haus. Mit viel Liebe zum Detail, einem Blick für die alten Schätze, als Bewahrer eines Ortes mit seiner ganz eigenen Geschichte. Eines Ortes, der zu einer neuen Heimat wird.

    In ihrem Buch geht es um Träume und Pläne, ums Aufbrechen und Ankommen, um die Verbindung von Orten und Leben, von Vergangenheit und Zukunft – und nicht zuletzt um den Sinn im eigenen Leben.

    Spannende Lebensgeschichte voller Nostalgie und Sehnsucht

    Von der Stadt aufs Land, Leben in einem alten Gutshaus, ein eigenes Café: Elisabeth Neufeld-Picciani macht Mut, Träume zu verwirklichen

    Ausstattung: mit Fotos“

    Die Geschichte von Elisabeth Neufeld-Picciani liest sich fast ein wenig träumerisch und vielleicht werden auch einige Leser neidisch bei dem Gedanken so ein Anwesen zu erwerben. Nur steckt hinter so einem Kauf eine ganze Menge mehr. Da wir selbst vor Jahren ein altes, historische und denkmalgeschütztes Haus mit viel Grundstück erworben haben, fand ich mich in der Geschichte der Autorin schnell wieder. Ja, es gibt solche Augenblicke, man sieht etwas und es ist um einen geschehen! Auch bei einem Haus ist dies möglich! Die Autorin berichtet von ihrer Suche und ihrem Fund des Hauses und wie sie begann, jeden Quadratzentimeter dort lieben zu lernen. Einerseits erdet so ein Anwesen ungemein, es fordert aber auch Kräfte, bei denen man nicht mal daran geglaubt hat dass man diese hätte! Es kostet Nerven, Schweiß, Tränen, Wut und Freude aber auch eine Menge Geld. Wenn man alles irgendwie vereint, dann wird aus einem alten Haus wie hier im Buch ein Traumhaus. Neufelfd-Picciani erzählt einerseits wie es mit dem Haus voran ging aber auch was es mit ihr gemacht hat.

    Die Geschichte ist recht anspruchslos und schnell und flott zu lesen. Definitiv ist es ein lesenswertes Buch für Sinnsuchende, Gleichgesinnte und die, die es werden wollen. Fest steht jedenfalls: Heimat ist dort wo man seine Wurzeln verankert hat und Elisabeth Neufeld-Picciani hat ihren Wurzeln ganz tief im Gutshaus in Volzrade verankert.

    4 von 5 Sterne

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Ent-Eltert euch!

Buchseite und Rezensionen zu 'Ent-Eltert euch!' von Sandra Teml
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ent-Eltert euch!"

Diskussionen zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Das Arbeitsbuch"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:240
EAN:9783833890147
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Rezensionen zu "Ent-Eltert euch!"

  1. Overload

    Das Coverbild fand ich sehr ansprechend. Das symbolische Schattenwerfen fand ich gut als Hinweis, worum es in diesem Buch geht. Die Eltern hinter sich lassen. Aber warum wurde hier eine für mich eindeutig weibliche Person genutzt? Ein no go.
    Dann habe ich mir den rückseitigen Covertext durchgelesen. Erfreulicherweise alles klar verständlich und ohne schwere Fremdworte. Also los mal schauen, was hier als Weg angeboten wird.
    Beim Stöbern im Inhaltsverzeichnis stieß ich schnell auf fremde Begriffe. Polyvagaltheorie, kollusive Bündnisse. What?
    Weiter kam eine Zeile ekelhafte Eltern. Ok, das verstehe ich. War dann doch nicht so. Der Moralische Ekel ist definiert und mein Gefühl sagt mir, dass misbrauchende Eltern viel mehr als definierte ekelhafte Eltern sind.
    Und manche Wortbedeutungen wollte ich nachschauen, Mentalog zum Beispiel. Da habe ich im Internet auf Anhieb nichts dazu gefunden.
    Ich will damit das Fazit ziehen: Für mich als normaler Mensch mit durchschnittlicher Bildung und keiner Erfahrung mit psychologischer Literatur war das Buch keinerlei Hilfe. Zuviel Overload.

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