Die sieben Türen

Buchseite und Rezensionen zu 'Die sieben Türen' von Adrian Draschoff
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die sieben Türen"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:161
EAN:
read more

Rezensionen zu "Die sieben Türen"

  1. 5
    12. Mär 2024 

    Der Inhalt kann den Selbstwert stärken, Freude und ein wenig Fri

    Das kleine Leuchten weiß noch nicht was es ist, als es die kleine Raupe, mit der großen Brille kennenlernt. Die kleine Raupe stellt sich als Jara vor und möchte das kleine Leuchten auf eine Reise mitnehmen, an dessen Anfang, das kleine Leuchten selbst steht. Als dieses sich umdreht, schält sich aus dem Dunkel eine Reihe von Türen heraus, sieben an der Zahl. Hinter jede davon, wird es schauen dürfen. Hinter jeder wird es zwei Dinge finden, die gegensätzlich und doch untrennbar miteinander verbunden sind.

    Die erste Tür, die sich öffnet, präsentiert Licht und Dunkelheit. In der tiefen Schwärze spürt das kleine Leuchten, das so schwach strahlt, dass es von der Dunkelheit nahezu absorbiert wird, große Angst. Doch die freundliche Stimme der Dunkelheit, macht es auf sein eigenes Strahlen aufmerksam. Bei dieser Übung lernt das kleine Leuchten, dass es besser ist, die Dunkelheit zu akzeptieren, statt sie zu verfluchen. Es lernt, dass wir meist erst durch das Dunkel ins Licht gelangen. Nachdem es das verinnerlicht hat, fühlt es sich nicht nur größer, sondern leuchtet auch schon ein wenig heller.

    Hinter der zweiten Tür verbergen sich die Gegensätze Mut und Angst. Das kleine Leuchten betritt eine dunkle Stadt mit erleuchteten Fenstern und vielen Türen. Es erfährt, dass hinter jeder dieser Türen, eine, der Ängste des kleinen Leuchtens steht und sein Leben lang darauf wartet, dass es eine nach der anderen öffnet. So prophezeit es ihm eine raue Stimme, die Mut gehört. Lieber würde das kleine Leuchten keine dieser Türen öffnen, aber Mut hält das für keine gute Idee, weil dann immer mehr Türen dazu kämen.

    Während das kleine Leuchten sich durch Zeit und Raum bewegt, um seine Erfahrungen zu machen, weicht die kleine Raupe ihm nicht von der Seite und beantwortet eine Vielzahl seiner Fragen. Bei manchen bittet sie um Aufschub, weil sie später selbsterklärend würden.

    Am Ende seiner Reise, wird das kleine Leuchten, das dann schon deutlich heller strahlt, eine Entscheidung treffen müssen, die sein jetziges Dasein verändern wird.

    Fazit: Was für eine kluge und liebevolle Geschichte, die ich jeder Familie mit Kindern zwischen drei und acht Lebensjahren empfehlen möchte aber ebenso allen jung gebliebenen Erwachsenen. Dieses zauberhaft und bildreich gestaltete Kleinod ist eine gelungene Geschenkidee. Es enthält soviel Weisheit, die mit wenigen Worten kinderleicht transportiert wird.

    Achtung! Der Inhalt kann den Selbstwert stärken, Freude und ein wenig Frieden schenken.

    Teilen
 

Das Haus verlassen

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus verlassen' von Kat Menschik
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Haus verlassen"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:96
EAN:9783869712864
read more

Rezensionen zu "Das Haus verlassen"

  1. Die Suchende, der Frager, der Belgier und seine Frau Salz

    Die Ich-Erzählerin wohnt alleine in einem ländlich gelegenen Haus. In ihrem Leben läuft es gerade ganz gut. Das Haus mit dem dazugehörigen Garten hat die Besitzerin mittlerweile in Schuss gebracht und auch in beruflicher Hinsicht ist alles in bester Ordnung. Und doch sind es genau diese ruhigen, entspannten Lebensphasen, die die Protagonistin dazu veranlassen ihre Zelte abzusprechen, weiter zu ziehen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
    Gedacht, getan. Das Haus wird auf einer Internetplattform zum Verkauf angeboten. Natürlich hat unsere Protagonistin das Haus gut auf ihren anstehenden Auszug vorbereitet, so dass beide nun mit Neugier auf die vermeintlich neuen Besitzer warten.

    Die Regisseurin Jacqueline Kornmüller und die Illustratorin Kat Menschik haben sich für ein gemeinsames Projekt zusammengetan.
    Jacqueline Kornmüller erzählt uns in poetischen Tönen von einer Besitzerin-Haus Beziehung, die sich nicht so einfach aufkündigen lässt. Doch bis die beiden das merken, geben sich die potenziellen, neuen HausherrInnen die Klinke in die Hand. Da sind die Suchende, die mit ihrem Campingkampfbus ganz nah an das Haus heran fährt, die Desinteressierten, die wie wilde hungrige Hunde durch die Zimmer schleichen oder der Belgier mit Frau Salz, das Paar, das gleich mit zwei Sachverständigen anrückt um alles genau unter die Lupe zu nehmen.
    Doch zum Glück bleibt zwischen den Besuchen der Immobilientouristen noch genug Zeit, sich die schönen Momente im Haus bewusst zu machen. Das gibt es zum Beispiel das Gemüse im Garten, das geerntet werden kann oder der einzigartige Blick auf den Nebel, der sich über „dem saftigen Grün des Tals“ dahin zieht.
    Das literarische Debüt der Regisseurin wird von Kat Menschiks aussagekräftigen Illustrationen „untermalt“. Jedes einzelne Bild ist ein eigenes Kunstwerk für sich. Mit „Das Haus verlassen“ sind es mittlerweile 17 Bände aus der Reihe „Lieblingsbücher“, die von der Illustratorin gestaltet wurden.
    Ich finde Geschichte und Zeichnungen gehen miteinander eine regelrechte Symbiose ein und vermittelten mir die Botschaft, dass man an einem Ort, an dem man sich geborgen fühlt auch endlich einmal zur Ruhe kommen kann.

    Fazit:
    Kornmüller schreibt poetisch und mit einem leichten „Augenzwinkern“, über eine innige Mensch-Haus-Beziehung, die in den Illustrationen treffen visualisiert wird. Ein literarisches Schmuckstück innen wie außen.

    Teilen
 

Sherlock Holmes Bd. 1

Buchseite und Rezensionen zu 'Sherlock Holmes Bd. 1' von Arthur Conan Doyle

Inhaltsangabe zu "Sherlock Holmes Bd. 1"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Coppenrath
EAN:9783649639008
read more
 

Alle Tage: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Alle Tage: Roman' von Terézia Mora

Inhaltsangabe zu "Alle Tage: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:433
EAN:
read more
 

Büchermenschen

Buchseite und Rezensionen zu 'Büchermenschen' von Stéphanie Vernet
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Büchermenschen"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:48
EAN:9783791375489
read more

Rezensionen zu "Büchermenschen"

  1. Über die spannende Welt der Bücher

    Was muss alles passieren, bevor ein neues Buch erscheinen kann? Wie viele verschiedene Menschen sind an diesem Prozess beteiligt? Welche Dinge sind dabei zu beachten?

    „Büchermenschen - Wie ein Buch entsteht“ von Stéphanie Vernet ist ein Sachbuch für Kinder ab acht Jahren.

    Meine Meinung:
    Das Buch besteht aus zwölf Kapiteln. Eingeleitet wird es mit einem Vorwort der Autorin.

    Die kurzen Texte sind über die Doppelseiten verteilt. Manche Fachbegriffe werden erklärt, andere nicht. Alles in allem sind die Beschreibungen jedoch leicht verständlich und damit für Grundschüler geeignet.

    Die Illustrationen von Camille de Cussac erstrecken sich jeweils über Doppelseiten. Sie sind sehr farbenfroh und modern gestaltet. Die Zeichnungen bieten viele Details zum Entdecken.

    Geboten wird ein umfassender Blick hinter die Kulissen der Verlagswelt. Geschildert wird auf rund 40 Seiten die Entstehung eines Buches vom Schreiben über den Druck bis zur Rezeption. Dabei werden die einzelnen Schritte Stück für Stück erklärt. Dargestellt wird dieser Prozess über die jeweiligen beteiligten Personen. Darunter fallen der Autor, die Lektorin, die Illustratorin, der Gestalter, die Vertreterin, die Druckerin, der Buchhändler, die Literaturkritikerin, der Bibliothekar sowie die Leserinnen und Leser. Zunächst werden diese Personen und ihre Aufgaben erklärt. Anschließend werden detailliertere Aspekte, unter anderem Anekdoten, Beispiele, Zahlen und Fakten, hierzu erläutert.

    Bemerkenswert: Die französische Ausgabe wurde nicht nur übersetzt, sondern auch so bearbeitet, dass der Inhalt auf den deutschen Buchmarkt abgestimmt ist. Eine weitere Besonderheit ist, dass die ungewöhnliche Schweizer Bindung verwendet wurde, um diesen speziellen Einband zu veranschaulichen.

    Das deutsche Cover entspricht dem französischen Original. Der ursprüngliche Titel („La grande aventure du livre“) ist meiner Ansicht nach allerdings ansprechender formuliert.

    Mein Fazit:
    „Büchermenschen - Wie ein Buch entsteht“ von Stéphanie Vernet ist ein empfehlenswertes Sachbuch, das sich durch Liebe zum Detail auszeichnet. Eine unterhaltsame Lektüre, bei der auch Erwachsene noch etwas lernen können.

    Teilen
 

Science to go. Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft

Buchseite und Rezensionen zu 'Science to go. Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft' von Mathieu Vidard
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Science to go. Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft"

Format:Broschiert
Seiten:320
EAN:9783730613269
read more

Rezensionen zu "Science to go. Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft"

  1. 4
    30. Okt 2023 

    Faszinierende Sammlung wissenschaftlicher Details.

    Der Autor Mathieu Vidard ist seit Jahrzehnten Moderator einer Radiosendung über Wissenschaft, in welcher er regelmäßig Experten aus den verschiedensten Fachgebieten interviewt. Die interessantesten Fakten, faszinierendsten Anekdoten und spannendsten Details hat er gesammelt und in diesem Buch präsentiert.
    Es ist ein gemütlich zu lesendes Buch, das einlädt zu schmökern und bei dem man ständig „Oh“-, „Wow“-, „Wirklich“- oder „Das glaub ich nicht“-Momente hat. Abschnitte über die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen wie etwa Mathematik, Geologie, Biologie, Astronomie etc. wechseln einander ab, sind wild durcheinander gewürfelt. Es ist also wirklich ein Buch für Personen, die sich allgemein interdisziplinär für Wissenschaft interessieren und vor ihren Freunden mit sog. „Fun Facts“ prahlen möchten.
    Dieses Durcheinander der Disziplinen ist einerseits toll, andererseits aber auch der einzige Kritikpunkt. Denn wenn man gezielt etwas suchen möchte, tut man sich sehr schwer, weil das Inhaltsverzeichnis am Ende zwar sämtliche Abschnitte auflistet, aber viele Titel nichtssagend sind.
    Fazit: Empfehlenswert.

    Teilen
 

Das Kochbuch des Apicius. Rezepte aus dem alten Rom

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Kochbuch des Apicius. Rezepte aus dem alten Rom' von  Apicius
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Kochbuch des Apicius. Rezepte aus dem alten Rom"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
EAN:9783730612804
read more

Rezensionen zu "Das Kochbuch des Apicius. Rezepte aus dem alten Rom"

  1. 4
    16. Okt 2023 

    Spannende Lektüre mit überraschenden Rezepten.

    In diesem kleinen Büchlein finden sich zahlreiche Rezepte aus dem Alten Rom, einst zusammengetragen vom Feinschmecker Apicius und jetzt ins Deutsche übertragen von Richard Gollmer. Die konkrete Rezeptesammlung beginnt jedoch erst auf Seite 45, der Text davor kann überflogen werden, außer auf Seite 10 die römischen Maße und Gewichte, um eben bei den Rezepten dann die Mengenangaben zu verstehen. Andererseits ist es aber so, dass der Großteil der Rezepte keine Mengenangaben enthält, also ist das auch nicht so wichtig.
    Die Rezepte selbst sind faszinierend zu lesen, großartig darin herumzuschmökern, aber nicht wirklich geeignet nachzukochen. Was jedoch niemanden davon abhalten soll, es dennoch zu probieren. Die zu verwendenden Zutaten könnten jedoch schwierig zu beschaffen sein, wie etwa Meeresspinnen für Kroketten, Schweinehirne für Gehirnkroketten oder Regenwasser für Gulasch.
    Am Ende gibt es dann noch ein übersichtliches Register, welches einem hilft, spezielle Rezepte rasch zu finden.
    Insgesamt eine sehr spannende Lektüre, die einen einzigarten Einblick in das Leben im Alten Rom erlaubt.
    Fazit: Für Geschichtsinteressierte sehr zu empfehlen.

    Teilen
 

Wo Frauen ihre Bücher schreiben

Buchseite und Rezensionen zu 'Wo Frauen ihre Bücher schreiben' von Tania Schlie

Inhaltsangabe zu "Wo Frauen ihre Bücher schreiben"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:207
EAN:9783851791945
read more
 

Der Horla

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Horla' von Guy de Maupassant
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Horla"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:80
EAN:9783150114568
read more

Rezensionen zu "Der Horla"

  1. Wahnsinn im Prachtkleid

    "Wie schön es heute war!" Kann man einem Buch, noch dazu einer klassischen Schauergeschichte wirklich trauen, wenn sie so beginnt? Natürlich nicht! Und so überrascht es nicht, dass auch "Der Horla" von Guy de Maupassant (1850 - 1893) sich nicht auf die Schönheit dieses ersten Satzes verlässt, sondern die Leserschaft Stück für Stück und anfangs beinahe unmerklich in den Wahnsinn seines namenlosen Ich-Erzählers hineinzieht und sie bis zum drastischen Finale auch nicht mehr loslassen wird. Unverkennbar schön sind allerdings die Illustrationen der italienischen Zwillingsschwestern Anna und Elena Balbusso, die diese Ausgabe zu einem bibliophilen Augenschmaus machen. Oder kurz gesagt zum Wahnsinn im Prachtkleid.

    Erschienen ist die Schmuckausgabe des Horla in der deutschen Übersetzung von Ernst Sander kürzlich bei Reclam. Für den Verlag ist es nach dem ebenfalls herausragend anzusehenden "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde bereits die zweite Zusammenarbeit mit den Mailänder Künstlerinnen. Es bleibt zu wünschen, dass es nicht die letzte sein wird. Denn abermals machen die Balbusso-Zwillinge mit ihrem unverwechselbaren Stil aus der Lektüre ein Erlebnis. Besonders gut gelingt es ihnen, den geistigen Verfall des Protagonisten, seine Ängste und Depressionen darzustellen. Anders als bei Dorian Gray ist das Grauen bei de Maupassant nämlich eindeutig intrinsich motiviert. Da sehen wir den Protagonisten in dunkler Kleidung gesenkten Hauptes an einem düsteren See vorbeischleichen, während ein trauriges Frauengesicht am Himmel zweifelnd auf ihn herabblickt. In einem späteren Zustand seines Wahnsinns wirkt er wie in einer Zwangsjacke an einen Stuhl gefesselt. Hervorragend auch der von Augen durchsetzte lila Schmetterling, der gar an das Cover eines Psychedelic Rock-Albums aus den 1970er-Jahren erinnert. Mit immenser Kreativität und unglaublicher Vielfalt werten die Illustrationen der Balbussos das Buch auf.

    Dabei ist die kurze Erzählung Maupassants, die erstmals 1886 erschien, auch für sich stehend stark genug. In Tagebucheinträgen vom 8. Mai bis zum 10. September begleiten wir den Ich-Erzähler auf dessen körperlichem und geistigem Niedergang. Ständig hat er das Gefühl, dass eine unsichtbare Kraft sich seiner bemächtigt. Ein dämonisches Wesen, genannt der Horla, der sich nachts auf seine Brust hockt und dem Protagonisten nach und nach Antrieb und Willen raubt. Sprachlich gelingt es de Maupassant vortrefflich, dieses Grauen erlebbar zu machen. Auslassungen, Wiederholungen, Ausrufe und Fragen machen das gestörte Verhältnis der Hauptfigur zu sich selbst und seiner Umwelt deutlich. Bedenkt man, dass der französische Autor selbst an Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Ängsten litt, unterstreicht dies noch einmal die Tragik und Ernsthaftigkeit der gerade einmal knapp 80 Seiten umfassenden Novelle.

    Mit der neuen Schmuckausgabe von Guy de Maupassants "Der Horla" gelingt es Reclam vor allem dank der großartigen Illustrationen von Anna und Elena Balbusso einmal mehr, einen Klassiker der Weltliteratur in ansprechendem und bibliophilem Gewand wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Abgerundet wird die stimmige Ausgabe von einem informativen Nachwort des Übersetzers Ernst Sander (1898 - 1976).

    Teilen
 

Wellenkinder

Buchseite und Rezensionen zu 'Wellenkinder' von Liv Marie Bahrow
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wellenkinder"

Format:Broschiert
Seiten:416
EAN:9783548068695
read more

Rezensionen zu "Wellenkinder"

  1. 5
    04. Okt 2023 

    Spannende Einblicke hinter die Mauer der DDR – das Glück ihrer K

    Spannende Einblicke hinter die Mauer der DDR – das Glück ihrer Kinder

    In ihrem Roman „Wellenkinder“ erzählt Liv Marie Bahrow eine bewegende Geschichte, die ihren Anfang in den letzten Kriegstagen hat und in der aktuellen Zeit endet.

    Die Geschichte wurde abwechselnd von drei Hauptakteuren erzählt: Margit, Oda und Jan:

    In letzten Tagen des Krieges flieht Margit von Königsberg über die Ostsee nach Deutschland. Am Bord des Schiffes rettet sie einem kleinen Jungen das Leben. In der DDR fängt sie ein neues Leben an, glaubt an die Ideale der DDR und wurde zu einer treuen Parteigenossin.

    Im Jahre 1970 versucht Oda über die Ostsee nach Westdeutschland zu fliehen, was tragisch endet. Nicht nur sie wurde erwischt; mit aller Wahrscheinlichkeit hat sie auch ihren Freund verloren. Im Gefängnis Hoheneck merkt sie, dass sie schwanger ist.

    Während Jan um seine gescheiterte Ehe kämpft, erreichen ihn beunruhigenden Nachrichten aus seinem Heimatort Rügen. Es gibt neue Erkenntnisse im Falle seiner seit 30 Jahren vermissten Mutter, und der alleinstehende Vater benötige dringend seine Hilfe.

    Die dramatischen Ereignisse, mit denen jede von diesen Geschichten anfängt, erschüttern und fesseln zugleich. Sehr einfühlsam zeichnet die Autorin die Lebenswege ihrer Figuren, die von den Wellen des Schicksals mitgerissen wurden. Doch die Protagonisten geben nicht auf, mit allen Mitteln versuchen sie gegen schwere Schicksalsschläge zu kämpfen. Bei allen drei stehen an der ersten Stelle das Glück der Familie und das Leben in Freiheit.

    Liv Marie Bahrow, die selbst in der damaligen DDR aufgewachsen ist, zeichnet in ihrem Roman ausdrucksstarke Bilder der deutsch-deutschen Geschichte; erzählt über Menschen, deren Leben von den politischen Machtspielen und Schikanen stark beeinflusst wurden.

    Ich habe den Roman mit großem Interesse gelesen. Seine Protagonisten und ihre bewegenden Lebensschicksale bleiben lange in meiner Erinnerung.
    Herzergreifend! Wärmstens zu empfehlen!

    Teilen
 

Seiten