Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt' von Hasnain Kazim
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt"

Burka und Minirock


Als Korrespondent für den ›Spiegel‹ trifft Haznain Kazim in Islamabad auf gewaltige Probleme einer Gesellschaft ohne Perspektive. Er spricht mit Geistlichen, Politikern, Waffenhändlern, Prostituierten und mit dem Henker von Pakistan und erlebt ein Land voller Widersprüche: Wie tickt diese Atommacht, in der eine Hochglanzsociety für viele tausend Dollar Feste feiert, während Arbeiterfamilien unter sklavenähnlichen Bedingungen leben? Ein faszinierender Bericht.

Format:Kindle Edition
Seiten:281
EAN:

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Rezensionen zu "Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt"

  1. Plötzlich Pakistan

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Mär 2019 

    Plötzlich Pakistan, dass trifft es irgendwie genau. Was wusste ich den alles über Pakistan? Am ehesten kannte ich wohl die pakistanische Küche, dann dass sie verfeindet sind mit Indien. Warum und wieso, davon hatte ich keine Ahnung.

    Ich gebe es ja gerne zu, aber Pakistan das war eigentlich ein Land welches ich nie wirklich beachtet habe. Und wo ich eigentlich einen großen Bogen drum gemacht habe. Also fand ich es wirklich interessant, mal etwas darüber zu lesen und mich so weiterzubilden.

    Es ist wohl wirklich eines der gefährlichsten Länder der Welt, ob es nun das gefährlichste ist? Dies mag ich nun nicht beurteilen, kann es mir aber aufgrund der Beschreibungen von Herrn Kazim sehr gut vorstellen.

    Dieses Buch hat 280 Seiten und jede Seite davon habe ich einfach verschlungen. Was zum einen an meinem Wissensdurst liegt und auch daran, dass der Autor es schafft einen in dieses gefährliche Land mitzunehmen, indem er einem einfach am Anfang gleich erklärt, dass er doch lieber gleich nach Indien reisen möchte, um dort als Korrespondent zu arbeiten, er aber aufgrund eines Formfehlers nicht nach Indien einreisen darf. Da er eine pakistanische Familie hat, kann er aber sofort nach Pakistan einreisen, um von dort aus zu arbeiten.

    Es wird in groben aber verständlichen Zügen, die Entstehung von Pakistan erklärt. Und man kann mal wieder sagen, es war ein guter Gedanke nur die Ausführung ist leider Mangelhaft.

    Der Autor beschreibt wie wichtig das Militär und der Geheimdienst für Pakistan ist und dies nicht nur, da das Militär gerne Putscht nein, es ist auch ein Weg sich hochzuarbeiten in einem so armen Land.

    Das von den westlichen Staaten im Besonderen der USA zu einem Monster gemacht wurde. Auch wird die Moral des Landes gut aufgezeigt, ob dies nun die Transsexuellen sind oder die Prostitution, oder wie Sie zu einer Atommacht geworden sind und warum.

    All dies und noch viel mehr, wird auf den 280 Seiten schnell und flüssig erklärt ohne jemanden zu überfordern, der noch nicht viel von diesem Land erfahren hat.

    Aber sicherlich ist es auch gut für Menschen, die sich mit diesem Land schon mehr aus einander gesetzt haben. Dieses Buch hat einiges an Kritik an diesem Land, aber es hat trotz allem auch Seiten, wo man merkt wie liebenswert dieses Land doch eigentlich ist.

    Es zeigt sich immer wieder, dass man auch in einem armen Land gastfreundlich ist, und man überall doch auch etwas Liebenswertes findet.

    Dieses Buch eignet sich für alle Leser, die gerne einmal etwas über andere Länder erfahren und über den Tellerrand hinweg sehen wollen.

 

Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung

Buchseite und Rezensionen zu 'Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung' von Bastian Obermayer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung"

3. Aufl. 2016. 349 S. 22 cm, Broschiert, Kaum Gebrauchsspuren, sehr gutes Ex.

Format:Broschiert
Seiten:352
EAN:9783462050028

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Rezensionen zu "Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung"

  1. Das bislang größte Daten-Leak: Geld verstecken leicht gemacht

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 28. Jun 2017 

    Am 3. April 2016 platzte die Bombe: Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte die Ergebnisse ihrer Recherchen zu den sog. "Panama Papers". Ein bis heute Unbekannter hatte den Journalisten Bastian Obermayer mehr als ein Jahr zuvor per Mail angesprochen und ihn gefragt, ob er Interessen an Daten habe. Dessen Neugier war geweckt. Das Buch Panama Papers - Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung der beiden SZ-Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier wurde bereits drei Tage später auf den Markt gebracht und setzt in diesem ersten Augenblick der Kontaktaufnahme mit dem Informanten ein.

    Die "Gebrüder Obermay/ier", wie die beiden Kollegen wegen ihrer Namensähnlichkeit redaktionsintern genannt werden, haben zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrung mit Daten-Leaks: Sie haben 2013 über die Offshore-Leaks ebenso berichtet wie 2014 über die Luxemburg-Leaks. 2015 hatten sie über Swiss-Leaks geschrieben. Doch das, was ihnen da in Form eines nicht endenden Datenstroms über einen verschlüsselten Kommunikationsweg übermittelt wurde, sprengte die Dimension alles bisher Dagewesenen: Den Rekord hinsichtlich der Datenmenge hielt mit 260 GB bisher Offshore-Leaks, die Panama-Papers wuchsen an bis auf 2,6 Terabyte (TB), also dem 10-fachen des Offshore-Leaks. Diese gigantische Datenmenge stellte das bislang personell eher kleine Ressort "Investigative Recherchen" der Süddeutschen Zeitung vor ebenso gigantische Herausforderungen: Wie sollte dieser Datenberg jemals umfassend gesichtet und ausgewertet werden? Welche Hardware ist erforderlich, um der Datenmenge Herr zu werden? Wie schafft man es, dass nichts davon vor der Veröfentlichung nach außen dringt?
    Die panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca hatte bisher nicht im Mittelpunkt irgendwelcher Ermittlungen gestanden. Der anonyme Informant versorgte die Journalisten nun mit einer nicht abreißenden Datenflut, in der die beiden Inhaber, der Deutsche Jürgen Mossack sowie sein Teilhaber Rámon Fonseca, im Mittelpunkt stehen. Es geht um Briefkastenfirmen in den Steueroasen dieser Welt - von Panama bis zu den Britischen Jungferninseln. Die Gründung einer Briefkastenfirma ist für sich genommen nicht strafbar, aber in aller Regel dient diese dazu, das Vermögen der Superreichen rund um den Globus zu verstecken: vor den Steuerbehörden, der Strafverfolgung oder auch der Ehegattin, von der man sich trennen will.
    Panama hat selbst die rechtliche Grundlage hierfür geschaffen: Das seit 1927 gültige Gesetz Nr. 32 garantiert, dass sich sowohl die Identität von Firmeninhabern als auch Überweisungen und die Größe von Vermögen geheimhalten lassen. Und nicht nur das: Den Profiteuren dieser Geheimniskrämerei wird auch Steuerfreiheit gewährt. Dem Staat Panama bleiben die Lohnsteuer der Firmenmitarbeiter, die Gewerbesteuer dieser "Sociedades Anónimas" und die Gebühren, die für die Firmengründung fällig werden. Das alles ist rasch zu haben: Die Firmengründer erwartet ein zügiges Verfahren zu vergleichsweise niedrigen Preisen ohne das Risiko, entdeckt zu werden. Ihr Name taucht nur in der die Transaktion abwickelnden Anwaltskanzlei auf - hier Mossack Fonseca. Üblicherweise ist hierbei immer derjenige Eigentümer einer Briefkastenfirma, der die Eigentumsurkunde buchstäblich in den Händen hält.

    Schon früh zeichnete sich ab, dass die vier Ressortmitglieder mit der Aufgabe, die Datenfülle aufzubereiten und darüber zu schreiben, überfordert sein würden. Deshalb wandten sie sich an den Direktor des International Consortium for Investigative Journalists (ICIJ) in Washington D. C. Die Obermay/iers sind beide seit 2013 dort Mitglied, was nur auf Empfehlung oder Einladung möglich ist. Zu diesem Kreis gehören weltweit ca. 200 Journalisten, ihre Arbeit wird nur durch Spender wie z. B. den Milliardär George Soros möglich.
    Der ICIJ stieg mit großem Aufwand in das Projekt ein, und es gelang trotz des Umstands, dass mehr als 100 Reporter aus 80 Ländern an der Datenaufbereitung beteiligt waren, dass keine Informationen in unbefugte Hände gelangten. Den Autoren von Panama Papers - Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung wurde dabei einmal mehr bewusst, in welch privilegierter Situation sie sich befinden: Den afrikanischen Kollegen fehlte das Geld für ein Flugticket zum Treffen in die USA, die beiden russischen Investigativreporter müssen um ihr Leben fürchten, einige andere Kollegen waren gezwungen sich darüber Gedanken zu machen, wie sie an das nötige Geld für ein leistungsstärkeres Laptop kommen. Das sind nicht die Sorgen, die man sich in München macht: Der Kauf des nach einigen Monaten nötigen Hochleistungsrechners im Wert von mehr als 15.000 Euro wurde ohne Diskussion genehmigt.

    Die Daten enthalten zahllose Namen von politisch oder wirtschaftlich bedeutenden Personen aus der ganzen Welt, die Mehrzahl von ihnen aus Asien und Afrika, denen mithilfe der Panama Papers illegale Geschäfte mit Offshore-Konten nachgewiesen werden können. Darunter befinden sich auch sehr bekannte Personen wie die Familie al-Assad, der ehemalige deutsche Spion Werner Mauss oder der Sohn von Kofi Annan. Aber auch Organisationen wie die FIFA und die UEFA sind darunter. Die europäische Presse hat den Fall des Anfang April 2016 zurückgetretenen isländischen Ministerpräsidenten Sigmundur Davíð Gunnlaugsson aufmerksam verfolgt, der der Öffentlichkeit eine von ihm gegründete Briefkastenfirma verschwiegen hatte, die er für 1 Euro auf seine Frau übertrug.

    Die Panama Leaks bieten das, was eine Strafverfolgung in den Ländern erst möglich macht: Beweise, und nicht nur Vermutungen und Verdächtigungen.