Wenn die Alpen Trauer tragen: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Wenn die Alpen Trauer tragen: Kriminalroman' von Archan, Isabella
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wenn die Alpen Trauer tragen: Kriminalroman"

Format:Taschenbuch
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783740807610
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Rezensionen zu "Wenn die Alpen Trauer tragen: Kriminalroman"

  1. Mitzi trifft auf Weiße Hex, Engelsküsse und Marillenknödel

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Jun 2020 

    "Und wenn Sie Fragen quälen, dann betrachten Sie alles von oben, wo die Welt sich teilt und es unter Ihnen wie Spielzeug aussieht." (Buchauszug)
    Mitzi kann es einfach nicht lassen. Als ihre ganz eigene Therapie besucht sie Personen, auf die sie in der Zeitung aufmerksam geworden ist. Diese haben meist ein Verbrechen verhindert wie sie, weshalb sie ihnen dazu gratulieren möchte. Doch dabei erfährt sie von dem Brand, bei dem die Schwester von Hilda Valbilda, die sie besuchen wollte, ums Leben kam. Mitzi ist fassungslos und vermutet sofort ein Verbrechen dahinter. Als kurz darauf noch Hilda selbst verstirbt, ist Mitzi sicher, dass dies nicht mit rechten Dingen zuging. Könnte die Täterin vielleicht die Weiße Hex sein, von der ihr Hilda erzählt hat? Mitzi bittet Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe. Als sie jedoch von der Weißen Hex erzählt, will nicht mal Agnes ihr glauben. Doch Mitzis Einmischung bleibt auch dem Täter nicht verborgen und so gerät sie wieder einmal selbst in größte Gefahr.

    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem Dirndl erinnert zwar an Alpen, jedoch an einen Krimi denkt man hier im ersten Moment nicht. Der Schreibstil ist unkompliziert, locker, unterhaltsam, humorvoll und in verschiedene Handlungsstränge und Kapitel eingeteilt. Mitzi ist noch nicht ganz die Alte, nach den Morden in Kufstein, bei dem sie selbst fast zum Opfer wurde. In Eigentherapie versucht sie nun selbst, andere Opfer von Tätern aufzusuchen. Dabei schlittert sie schon wieder mal zum Leidwesen von Inspektorin Agnes Kirschnagel in einen neuen Fall. Mitzi trauert noch immer dem tragischen Flammentod ihrer Familie aus der Kindheit nach. Besonders musste sie darunter leiden Mörder-Mitzi genannt zu werden. Auf Anhieb erscheint sie einem schon ein wenig durchgeknallt. Denn wer kommt schon auf die Idee eine völlig Unbekannte zu besuchen, die einen Enkeltrick-Betrüger überführt hat? So ist es auch nicht verwunderlich, das Hilda Valbilda verdutzt ist über Mitzis Besuch. Doch im Grunde ist Mitzi ein sehr einsamer Mensch, der auf der Suche nach neuen Freunden ist. Ihr Freund Freddy ist geschäftlich viel unterwegs, sodass Mitzi oft alleine ist. Agnes Kirschnagel, die sie von den Mordfällen in Kufstein kennt, ist für sie schon eine Art Freundin, weswegen sie diese auch öfters kontaktiert. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie beim Besuch von Kasimir im Gefängnis, sich ebenfalls schnell mit ihm anfreundet. Doch nicht nur, dass sie auf der Suche nach Freunden ist, Mitzi ist außerdem noch sehr neugierig. Kein Wunder, das sie deshalb schon wieder in nächste Schwierigkeiten schlittert. Für mich war dieses Buch einfacher zu lesen wie der erste Band. Sicherlich liegt es daran, das ich die etwas verrückte Art von Mitzi schon kannte und weil Kommissar Heinz Baldur mit seiner extremen Persönlichkeitsstörung diesmal nicht dabei war. Mitzis naive, kindliche und durchgeknallte Art empfinde ich darum weitaus angenehmer. Sie ist eben einfach ein ganz spezieller Charakter, sehr authentisch, unkompliziert, witzig, bodenständig und skurril. Agnes Kirschnagel dagegen ist das krasse Gegenteil, nämlich eine Frau, die im Beruf ihren Mann steht. Ihre motivierte, selbstbewusste und unkomplizierte Art macht sie zu einer guten Kommissarin. Passend war besonders der österreichische Sprachgebrauch, der am Buchende übersetzt wird und die örtlichen Begebenheiten, wie zum Beispiel Salzburg. Da ich die Stadt persönlich kenne, könnte ich sehr vieles besser nachvollziehen. Spannend war für mich besonders der Showdown am Ende, der noch einige Überraschungen auf Lager hatte. Mit diesem Buch ist mir Mitzi so richtig ans Herz gewachsen und ich hoffe auf weitere Folgen mit ihr und Agnes. Isabella Archan steht für mich immer für gute Krimis und ausgefallene Charaktere, was sicher an ihrem Beruf als Schauspielerin liegt. Als zusätzliches Schmankerl gibt es am Schluss noch das Rezept für die bekannten Marillenknödel. Von mir jedenfalls gibt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  1. Richtig gut

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Apr 2020 

    Als eine alte Dame bei einem Brand ums Leben kommt, wittert Mitzi ein Verbrechen. Sie bittet die Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe. Tatsächlich wird der einzige Erbe verhaftet. Doch Mitzi vermutet, dass da noch mehr hintersteckt, denn die tote Dame fühlte sich von einer geheimnisvollen weißen Frau verfolgt. Dann gibt es weitere Tote.

    Auf diesen Krimi habe ich mich wahnsinnig gefreut, denn ich hatte bereits den ersten Fall von Mitzi gelesen, der mir super gefallen hatte.
    Der Schreibstil war locker-leicht und dennoch spannend und fesselnd. Ich wurde direkt in die Geschichte gezogen und festgehalten. Die Beschreibungen waren detailliert und bildhaft, so dass ich mir alles prima vorstellen konnte. 
    Die Charaktere wurden toll gezeichnet und besaßen ihre ganz speziellen Eigenschaften. Dadurch gewannen sie an Tiefe und Individualität. Mitzi war mir bereits bekannt und ich mochte ihre teils naive und unbedarfte Art auch dieses Mal wieder super gerne und hatte Freude daran, sie zu begleiten. Neben Mitzi fand ich auch Agnes wieder ganz toll und habe auch die Zeit mit ihr genossen.
    Der Kriminalfall war sehr gelungen, denn er wirkte auf mich recht verzwickt und undurchsichtig. Durch die weiße Frau bzw. Hexe kam auch ein wenig Mystik dazu, was super passte. Ich hatte viel Spielraum für meine eigenen Gedanken und Ermittlungen und wurde am Ende dann doch überrascht. Natürlich gab es auch eine tolle Portion Humor, die mich immer wieder zum Grinsen brachte. Die Spannung war durchgängig bei mir vorhanden, so dass ich das Buch nur sehr schwer beiseite legen konnte. 

    Ein gelungener und spannender Fall für Mitzi. Ich möchte von ihr unbedingt noch mehr lesen! Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

 

Mord Elsässer Art (emons: Sehnsuchts Orte)

Buchseite und Rezensionen zu 'Mord Elsässer Art (emons: Sehnsuchts Orte)' von Crayon, Suzanne
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mord Elsässer Art (emons: Sehnsuchts Orte)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:240
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Mord Elsässer Art (emons: Sehnsuchts Orte)"

  1. Der stille Weinberg

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Mär 2020 

    Man nehme: ein bisschen Pierre Lagrange (pensionierter Ermittler mit Hund), ein bisschen Walker (Bruno mit "Balzac", dem Namen des Hundes) und eine weitere liebenswerte Landschaft Frankreichs, das Elsass, und vermenge das ganze zu einem unterhaltsamen Roman.

    Ein einflussreicher Winzer, nebenher Bürgermeister des kleinen Ortes Winzenheim, wird erschlagen in seinem Büro aufgefunden. Für die Ermittler ist schnell klar, dass es sich um den (gescheiterten) Einbruch einer international agierenden Bande, die derzeit im Elsass ihr Unwesen treibt, handeln muss. Nicht so für Jean Paul Rapp, einem im Nachbarort beheimateten Ex-Commissaire, dem einige Ungereimtheiten an dieser Lösung auffallen. Ohne Unterstützung durch den Polizeiapparat folgt er seiner Spürnase und macht sich auf die Suche nach den Hintergründen und den Verantwortlichen für die Tat. Dabei findet er heraus, dass der angeblich allseits geachtete Bürgermeister doch so einigen Dreck am Stecken hatte, unter anderem wegen des Einsatzes neuer Pflanzenschutzgifte (Nicosat = Glyphosat?) im Clinch mit anderen Winzern und Naturschützern lag. Doch reicht das für einen Mord? Doch auch im Privatleben des Ermordeten lag so einiges im Argen.

    "Mord nach Elsässer Art" ist (hoffentlich) der Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die im liebenswerten Elsass beheimatet ist. Der alternde, und doch auch angesichts seiner neuen Nachbarin irgendwie in die Pubertät zurückfallende Ermittler Jean Paul Rapp macht jedenfalls Lust auf mehr. Die Landschaftsbeschreibungen kommen ebenfalls nicht zu kurz, wie auch gelegentliche Ausblicke auf die deftige elsässische Kost, die sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Kleiner, aber nur klitzekleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass völlig unnötigerweise französische Worte im Deutschen Text auftauchen, die überflüssig sind. So wird die Maus, mit der Rapp im Dauerkleinkrieg liegt, konsequent als "Souris" betitelt, überflüssig, meiner Meinung nach. Lokalkolorit gibt es auch ohne diesen Kunstgriff genug.

 

Tod eines Weinbauern: Neusiedlersee-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Tod eines Weinbauern: Neusiedlersee-Krimi' von Evelyne Weissenbach
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Tod eines Weinbauern: Neusiedlersee-Krimi"

Format:Broschiert
Seiten:240
Verlag: Prolibris
EAN:9783954751730
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Rezensionen zu "Tod eines Weinbauern: Neusiedlersee-Krimi"

  1. Luise lässt sich nichts vormachen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Nov 2018 

    „Einen Toten haben wir schon länger keinen mehr gehabt. Vielleicht wird’s spannend“, freut sich Büroassistentin, als Oberst Doktor Luise Pimpernell zu Ermittlungen in ihren Heimatort am Neusiedler See aufbricht…
    Für Luise ist der Tote, der schon länger im Schnee lag und erst nach einer Tauperiode gefunden wurde, kein Unbekannter. Es ist der alte Emser, ein Winzer vom alten Schlag, in dessen Keller Luise öfters nach einem Spaziergang in freundlichem Schweigen den Tag ausklingen lässt. Schlimm ist es auch, dass Emser niedergeschlagen und im Weinberg liegengelassen wurde, ohne Hilfe ist er in den schneereichen, kalten Tagen erfroren.
    In der Familie wird die Todesnachricht sehr unterschiedlich aufgenommen. Die Kinder haben schon lange auf das Erbe geschielt und hätten den Vater wohl schon längst in ein Seniorenheim abgeschoben, wenn der bloß nicht so stur gewesen wäre. Auch unter den Geschwistern herrscht kein guter Ton. Als Luise merkt, dass das Siegel am Hof aufgebrochen wurde, ganz offensichtlich wurde ein Testament gesucht, wird sie erst recht sauer. Aber nicht nur die lieben Verwandten geben Anlass zum Verdacht, ein Winzer in der Nachbarschaft ist schon lange hinter den Weinlagen her und auch der Bürgermeister würde gern aus dem Emserhof etwas Ansehnliches machen, schließlich ist das hier Tourismusgegend.
    Luise Pimpernell ist eine erstaunliche Person, nicht mehr jung, nicht mehr schlank und von fragwürdigem Kleidungsstil, wird von Menschen die sie nicht kennen wohl unterschätzt. Sie ist eine tief in der Landschaft verwurzelte Person, der man nichts vormachen kann. Sie achtet auf Details im Gespräch und trägt so Stückchen für Stückchen zusammen. Diese Ermittlerin habe ich gleich sehr sympathisch gefunden, nicht nur weil sie so lebendig gestaltet wurde, sondern weil sie einfach in diesen Krimi passt. Aber auch alle anderen Figuren sind lebensecht gestaltet worden.
    In diesem Regionalkrimi darf die Landschaft nicht nur Hintergrund sein, sie wird mit zum tragenden Teil der Geschichte. Althergebrachtes im Wettstreit mit dem Neuen – das findet man nicht nur in den Höfen, sondern auch in den Köpfen. Wenn man das Burgenland oder die Gegend um den Neusiedler See nicht kennt, wird man durch dieses Buch neugierig.
    Ein spannender Krimi und auch eine Liebeserklärung an die Landschaft und ihre Besonderheiten, das hat mir ausnehmend gut gefallen.

 

Schwarzer Lavendel: Kriminalroman (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Schwarzer Lavendel: Kriminalroman (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)' von Remy Eyssen
NAN
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Inhaltsangabe zu "Schwarzer Lavendel: Kriminalroman (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)"

In der Provence ticken die Uhren anders. Daran gewöhnt sich der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nur langsam. Dabei beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou gerade die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Aber die Freude darüber währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen. Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen? Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen.

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:464
EAN:
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