Todesnächte: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Todesnächte: Thriller' von Karen Rose
NAN
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Inhaltsangabe zu "Todesnächte: Thriller"

Ein Mordanschlag, den sie nur knapp überlebt hat, hat Strafverteidigerin Gwyn Weaver zu einer toughen Frau werden lassen. Trotzdem ist sie kurz davor, ihrem Freund und Kollegen Thomas Thorne ihre Gefühle zu offenbaren. Doch dann findet man den Anwalt neben der Leiche einer Frau, ihr Blut an seinen Händen. Thomas kann sich an nichts erinnern. Gwyn, die an seine Unschuld glaubt, setzt alles daran, ihrem Freund zu helfen. Keiner von beiden ahnt, dass dies erst der Anfang eines gnadenlosen Rachefeldzugs ist: Jemand ist gekommen, um Thomas alles zu nehmen – vor allem jene, die er liebt … Auch in »Todesnächte«, dem 6. Thriller ihrer Baltimore-Reihe, besticht Karen Rose mit einer spektakulären Mischung aus rasanter Action, hartem Thrill und einem wohl dosierten Schuss Romantik.

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:704
Verlag: Knaur HC
EAN:9783426226971
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Crazy Rich Asians (deutschsprachige Ausgabe) (Crazy Rich Asians Serie, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Crazy Rich Asians (deutschsprachige Ausgabe) (Crazy Rich Asians Serie, Band 1)' von  Kevin Kwan
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Crazy Rich Asians (deutschsprachige Ausgabe) (Crazy Rich Asians Serie, Band 1)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:576
Verlag: Kein + Aber
EAN:9783036957975

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Rezensionen zu "Crazy Rich Asians (deutschsprachige Ausgabe) (Crazy Rich Asians Serie, Band 1)"

  1. Die liebe Familie

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 21. Nov 2020 

    Seit zwei Jahren sind die Uni-Professoren Rachel Chu und und Nick Young ein Paar. Zwar war noch nicht von Heirat die Rede, aber zum Sommer lädt Nick Rachel nach Singapur ein, um seine Familie kennenzulernen. Nick ist Trauzeuge bei der Hochzeit seines besten Freundes Colin und Rachel soll ihn begleiten. Rachel ist nicht ganz sicher, ob das eine gute Idee ist, schließlich kommt sie doch gerne mit. Allerdings verläuft die Reise etwas anders als erwartet, denn die Kreise, in denen Nick in seiner Heimat verkehrt, sind anders. Um nicht zu sagen, Nicks Freunde und Familie sind reich, stinkreich.

    Rachel ahnt nicht, wohin die Reise geht. Nick ist ein Meister des Unterstatements. Er ist mit seinem Reichtum so selbstverständlich aufgewachsen, dass er sich nicht einmal als reich empfindet. Vielleicht hätte er Rachel doch vorwarnen sollen. Natürlich weiß Nicks Mutter schon Bescheid bevor Rachel ankommt. Allerdings hat sie nicht durch Nick von Rachel erfahren. Und so beginnt die Gerüchteküche zu kochen und Intrigen werden gesponnen. Da auch Nicks Familie nicht vorbereitet ist, glaubt besonders seine Mutter, Rachel kann nur auf das Geld aus sein. Und so eine Goldgräberin hat in der elitären Familie Young nichts zu suchen.

    Wie schnell sich Nachrichten verbreiten, die eigentlich noch garnicht für die Öffentlichkeit (besonders die Eltern) bestimmt sind, weiß eigentlich jeder, der auf dem Dorf lebt. Das scheint in Asien nicht anders zu sein als in jeder anderen Welt, auch wenn hier das Dorf geringfügig größer ist. Wenn dann auch die Familie nicht mit dem Partner ihres Sprosses einverstanden ist, sind Schwierigkeiten vorprogrammiert, besonders wenn alle denken, aber keiner offen spricht. Über diese unterschwelligen Schwingungen in der Familie berichtet der Autor auf sehr amüsante, teilweise bissige, aber teilweise auch anrührende Weise. Irgendwie sind die Reichen auch nur Menschen mit Wünschen und Gefühlen, die für ihre Kinder nur das Beste im Sinn haben, auch wenn sie manchmal etwas übergriffig sind. Die schräge Welt der „Crazy Rich Asiens“ ist wie ein exaltierter Spiegel, der einige Erkenntnisse bietet, wenn man sich traut hineinzublicken.

 

Für einen Sommer unsterblich

Buchseite und Rezensionen zu 'Für einen Sommer unsterblich' von Jennifer Niven
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Für einen Sommer unsterblich"

Format:Broschiert
Seiten:400
Verlag:
EAN:9783737358071
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Rezensionen zu "Für einen Sommer unsterblich"

  1. Durchhalten lohnt sich ...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 17. Nov 2020 

    Nachdem ich von "All die verdammt perfekten Tage" und "Stell dir vor, dass ich dich liebe" richtig gut gefallen hatten, wollte ich natürlich auch das neuste Werk der Autorin lesen, auch wenn der quietschpinke Buchumschlag eher abschreckend wirkte.

    In der Geschichte geht es um Claudine, die alle nur Claude nennen. Sie glaubt den schwersten Sommer ihres Lebens zu haben, denn ihre Eltern wollen sich trennen. Nie hätte sie gedacht, dass dieses starke Team nicht mehr zusammenhält. Mit ihrer Mutter verbringt sie den Sommer auf einer abgelegenen Insel. Hier gibt es keinen Handyempfand, was für eine Strafe. Als ihr dann Jeremiah Crew über den Weg läuft, steht ihr Herz plötzlich Kopf. Wie soll sie damit bloß umgehen?

    Der Roman hat es mir wirklich nicht einfach gemacht ihn zu mögen, denn der Einstieg war alles andere als einfach. Zu Beginn besticht vor allem Claudes Gefühls- und Gedankenwelt und oft weiß man als Leser nicht, ob man in der Realität oder in ihrer Fantasie unterwegs ist. Im Verlauf der Geschichte gewöhnt man sich daran und es wird auch weniger.

    An Claude mochte ich, dass sie ein Mädchen wie du und ich ist, mit den Problemen, die junge Frauen so haben. Sie ist keine Beauty, der alles zufällt.

    Jeremiah hat viel in seinem Leben durchmachen müssen, was ihn meines Erachtens sehr geprägt hat und ihn deswegen sehr liebenswert macht. Mir gefiel, dass er sich nicht nur aufopferungsvoll um seine Familie kümmert, sondern sich auch Claudine annimmt mit ihren Elternproblemen.

    Gut gefallen hat mir die Bedeutung von Familie und die Mysterien der Familie Blackwood.

    Der Autorin ist es meines Erachtens sehr gut gelungen das Gefühl der ersten großen Liebe einzufangen. Bei den geschilderten Szenen habe ich mich oft an meine erste Liebe erinnert und mich nochmal jung gefühlt. Auch die vielen ersten Male, die das Paar zusammen erlebt, hat den Roman erfrischend und unterhaltsam gemacht.

    Auch wenn das Thema Sex sehr im Fokus ist, so war dies für die Altersgruppe nachvollziehbar. Wenn etwas neu ist, dann beschäftigt einen das deutlich öfter als normal.

    Fazit: Eine tolle Romanze mit dem nötigen Maß an Kitsch. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

 

Quälender Hass: Thriller (Kate Burkholder ermittelt, Band 11)

Buchseite und Rezensionen zu 'Quälender Hass: Thriller (Kate Burkholder ermittelt, Band 11)' von Linda Castillo
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Quälender Hass: Thriller (Kate Burkholder ermittelt, Band 11)"

Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783596704491
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Rezensionen zu "Quälender Hass: Thriller (Kate Burkholder ermittelt, Band 11)"

  1. Ein hervorragender Thriller

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Nov 2020 

    In Kate Burkholders neuem Fall wurde eine hämische Großmutter brutal ermordet und die 7-jährige Enkelin entführt. Kate will das kleine Mädchen unbedingt finden. Die ultra-konservative Familie ist sehr hilfsbereit, doch irgendetwas verschweigen sie. Kate will die Wahrheit herausfinden.

    Ich habe mich riesig gefreut, dass es einen neuen Fall für Kate Burkholder gab, denn ich bin ein großer Fan dieser großartigen Reihe.
    Der Schreibstil ließ sich flüssig und gut verständlich lesen. Er war spannend und mitreißend, so dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe.
    Die Charaktere wurden sehr gut gezeichnet und passten perfekt in ihre jeweiligen Rollen. Kate mag ich einfach unheimlich gerne, weil man im Laufe der Reihe auch sehr viel aus ihrem Privatleben erfahren hat und sie dadurch immer mehr an Tiefe gewann.
    Der Fall war prima durchdacht und undurchsichtig. Ich hatte viele Fragen im Kopf und konnte miträtseln. Sehr gelungen fand ich die Rückblicke in die Vergangenheit. Aber auch grundsätzlich die Einblicke in die Amish-Gemeinde, die mich jedes Mal aufs neue faszinieren und fesseln.
    Es gab Überraschungen und interessante Wendungen, so dass die Spannung, die sehr gut aufgebaut wurde, kontinuierlich gehalten wurde.

    Ein hervorragender neuer Fall, ich hoffe auf noch viele weitere Fälle für Kate. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

 

Die letzte Geliebte

Buchseite und Rezensionen zu 'Die letzte Geliebte' von Christof Weigold
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die letzte Geliebte"

Format:Broschiert
Seiten:656
EAN:9783462053265
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Rezensionen zu "Die letzte Geliebte"

  1. Hollywoodland

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Okt 2020 

    Der bekannte Schauspieler Wally Reid ist zu Beginn des Jahres 1923 an seiner Drogenabhängigkeit gestorben. Seine Witwe Dorothy muss sich zur Ikone der Hollywood-Magnaten machen, einen unsäglichen Film bewerben und sie darf nichts dazu sagen, welchen Zwängen Wally beim Dreh seiner Filme ausgesetzt war. Doch Dorothy hat genug, sie will, dass Will Hays, der Chef der Produzentenvereinigung, endlich bekommt, was er verdient hat. Dazu soll der deutschstämmige Privatdetektiv Hardy Engel herausfinden, ob und wenn ja, was Hays zu verbergen hat. Für Hardy Engel beginnt eine Suche nach Details, die Hinweise zutage fördert, mit denen keinesfalls zu rechnen war.

    In seinem dritten Fall lernt Hardy Engel wahrlich Höhen und Tiefen kennen. Es ist eine schwierige Zeit in Hollywood, ein Film nach dem anderen wird gedreht. Nach der Produktion des Films „The Birth of a Nation“ erleben rassistische Vereinigungen regen Zulauf. In Los Angeles gibt es Mitbürger, die für die Gleichberechtigung aller eintreten, aber auch solche, die davon gar nichts halten. Klar ist für Hardy Engel, dass Will Hays seinen Schauspieler gezwungen hat, immer weiterzuarbeiten, bis dieser erschöpft und drogenabhängig starb. Wally Reids Witwe will Rache, Hays soll dafür bezahlen müssen. Und es soll sich etwas ändern in der Stadt der Engel.

    Die frühen 1920er in Kalifornien scheinen doch recht weit weg. Wie überraschend ist es da, welch brisante und auch heute aktuelle Themen der Autor aufgreift. Aus historisch belegten Ansätzen formt Christof Weigold einen spannenden und informativen Kriminalroman. Wobei einem während der Lektüre durchaus manchmal der Atem stockt. Nicht nur um einen Sündenpfuhl scheint es sich bei Stadt Los Angeles zu handeln, sondern auch um einen Schauplatz für politische Intrigen. Es ist schon ein Dickicht, welches Engel zu lichten versucht. Ein ums andere Mal nutzt man nach dem Lesen auch andere Informationsquellen, um erstaunt festzustellen, dass nicht so viel und schon überhaupt nicht alles erfunden ist. Hardy Engel und seine Polly bilden einen fiktionalen Rahmen für einen packenden Rückblick in eine Vergangenheit, deren Themen auch heute noch oder gerade wieder aktuell sind.

    4,5 Sterne

  1. Ganz großes Kino!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Sep 2020 

    Los Angeles 1923, Hardy Engel hat sich endlich als Privatdetektiv etabliert, mit eigenem Büro, Auto und Aufträgen, die ihn finanziell über Wasser halten. Nun hat er einen dicken Fisch an Land gezogen und soll herausfinden, in welche Machenschaften Will Hays, der „Saubermann Hollywoods“ und Präsident der Produzentenvereinigung verwickelt ist. Doch statt sein Observierungsobjekt in flagranti mit einer Geliebten zu überraschen, findet Hardy sich plötzlich in einem tiefen Sumpf an Verbrechen und politischen Skandalen. Denn der vermeintliche Ehebrecher scheint bis zum Hals in die schmutzigen Geschäfte des Ku-Klux-Klans verwickelt zu sein. Und Hays ist nicht der einzige prominente Vertreter, der mit dem rassistischen Bund in Verbindung steht.
    „1923 war ein Jahr, in dem in Hollywood um die tausend Filme gedreht wurden. Die meisten für die Leinwände der boomenden Kinopaläste und ein großes Publikum. Drei davon jedoch waren auf besondere Weise entstanden, es handelte sich um geheime Aufnahmen, und sie lieferten mir den Schlüssel zu einer Reihe von Morden, die Auflösung meines damaligen Falles…Lassen Sie mich Ihnen die Geschichte erzählen.“
    Hollywood: Glanz, Glamour, Stars und Skandale. Und mittendrin der deutschstämmige Privatdetektiv Hardy Engel, den Christof Weigold in dem Kriminalroman „Die letzte Geliebte“ nun schon zum dritten Mal ermitteln lässt. Und es ist ganz großes Kino!
    Es ist eine geniale Taktik, die Weigold anwendet, denn er lässt Hardy Engel nicht nur aus der Ich-Perspektive erzählen, und somit ist die Leserin ganz nah am Geschehen. Hardy gibt uns auch von Anfang zu verstehen, dass er schon längst weiß, wie alles geendet hat und das verheißt bis zum Schluss nichts Gutes.
    Es ist die turbulente Mischung von Fiktion und Fakten, historische Begebenheiten und ihre freie literarische Interpretation, feine Nebenschauplätze und eine ausführliche Recherche und die Darstellung einer Scheinwelt ohne diese zu verklären, die diesen historischen Kriminalroman zu einem unterhaltsamen und spannenden Lesevergnügen macht.
    Wenn Hardy Engel mit Pola Negri Bratwurst isst, dann macht das einfach Spaß. Wenn Hardy Rassisten und Mörder jagt, dann ist das einfach spannend.

  1. Der Blick hinter die glitzernde Fassade

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Aug 2020 

    Inhalt:

    Das Jahr 1923 ist angebrochen. Das Land wird regiert von einem Präsidenten, der es nicht so genau nimmt mit Anstand und Moral. Skandale erschüttern die politische Elite – aber an der Westküste hat man andere Probleme. Vor allem Privatermittler Hardy Engel, dessen neuester Auftrag ihn mitten hineinführt in den Sumpf von Hollywoods Geheimnissen. Und diesmal stinkt die Sache wirklich zum Himmel. »Finden Sie heraus, was Will Hays für Dreck am Stecken hat. Ich will diesen Heuchler zu Fall bringen!« – Mit diesem Satz beginnt für Hardy Engel sein bislang schwierigster Fall. Will Hays: oberster Boss von Hollywood, der Saubermann des Filmgeschäfts. Aber Engel weiß nur zu gut: gerade die mit den weißesten Westen haben am meisten zu verbergen. Und tatsächlich: Ex-Politiker Hays pflegt nicht nur regen Kontakt zum Ku-Klux-Klan, der gerade rasanten Zulauf erlebt und immer brutaler agiert. Es gibt auch eine junge, geheimnisvolle Frau, über die er seine Hand hält. Ist sie Hays’ Geliebte? Oder deckt er einen anderen, noch mächtigeren Mann, dessen Verhältnis mit ihr nicht auffliegen darf? Als Engel und seine Gefährtin Polly anfangen, tiefer zu graben, wird klar: Hier geht es um eine Affäre, die höchste politische Kreise betrifft. Wer ist der mächtige Mann im Schatten? Gibt es nur die eine mysteriöse Geliebte? Engels Gegenspieler schrecken jedenfalls vor nichts zurück. Und die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten …

    Meine Meinung:

    Dies ist bereits der dritte Teil um den deutschstämmigen Ermittler Hardy Engel und wie auch schon in den vorherigen Bänden schont der rechtschaffene Privatdetektiv weder sich noch andere. Ursprünglich engagiert um dunkle Flecken auf der Weste des mächstigsten Mannes von Hollywood, Will Hays, zu finden und aufzudecken, sticht Engel in ein Wespennest von Korruption, Fremdenhass, Erpressung und Vertuschung, deren Auswirkungen bis in allerhöchste Kreise reichen und deren Handlanger auch vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken. Der Autor Christof Weigold hat wieder sehr ausführlich und gut recherchiert und aus realen Begebenheiten und Personen, gemischt mit fiktiven Charakteren, einen spannenden und unterhaltsamen Krimi geschrieben. Beschrieben wird ebenfalls das Wiedererstarken des Klu-Klux-Klan, der eigentlich schon totgesagt war und durch den Stummfilm "The Birth of a Nation" von 1915 neu gegründet wurde. Dies zeigt deutlich, welch starken Einfluss das neue Medium "Film" damals auf die Menschen hatte und man kommt nicht umhin, Parallelen zum heutigen Medium "Internet" zu ziehen. Die Szenen aus dem Umfeld des Klu-Klux-Klan sind beklemmend und ungeschönt, so dass ich stellenweise schon etwas schlucken musste. Auch der Blick hinter die glitzernden Kulissen der Traumfabrik Hollywood ist erschreckend und ernüchternd. Ruhm und das große Geld standen, und stehen wahrscheinlich immer noch, im Vordergrund, so dass man auf menschliche Schicksale keine Rücksicht nehmen kann oder will. Ob diese große Verschwörung, die Weigold auch schon in den ersten beiden Bänden thematisierte, der Wahrheit entspricht, sei mal dahingestellt. Der sympathische Hauptprotagonist und seine nicht minder sympathischen Sidekicks Polly und Buck lohnen auf jeden Fall die Lektüre. Ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte Ausflug ins Hollywood der 1920er Jahre war.

    Fazit:

    Sehr unterhaltsam und spannend, trotz der etwas ungeschönten und brutalen Szenen rund um den Klu-Klux-Klan. Ein sehr informativer und gut recherchierter Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik.

 

Writers & Lovers: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Writers & Lovers: Roman' von Lily King
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Writers & Lovers: Roman"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:319
Verlag: Beck C. H.
EAN:9783406756986
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Rezensionen zu "Writers & Lovers: Roman"

  1. Vom Durchhalten und Aufstehen...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Nov 2020 

    „Writers and Lovers“ ist ein Roman über eine junge Frau, die ihre Mutter verloren hat, in einem Gartenschuppen wohnt, auf einem Schuldenberg sitzt, seit sechs Jahren an ihrem ersten Roman schreibt und von ihrem Freund verlassen wurde.

    Das klingt deprimierend und vielleicht sogar abgedroschen und reizt erstmal nicht sonderlich zum Lesen.
    Aber dank Elke Heidenreich, die das Buch empfohlen hat, habe ich dazu gegriffen und ich bin sehr froh darüber, weil es mir höchst vergnügliche Lesestunden bereitete.

    Der Roman mit dem fröhlich-bunten Cover spielt 1997 in Massachusetts und erzählt vom ersten Satz an spritzig, lebendig und sarkastisch vom Leben der 31-jährigen Ich-Erzählerin Casey, die sich nach dem morgendlichen Erwachen erstmal strikt und konsequent sämtliche Gedanken verbieten muss:
    Gedanken an Geld, ihre Schulden, Sex, Luke, ihren Exfreund, und ihre verstorbene Mutter.

    Anschließend führt sie den Hund ihres selbstverliebten Vermieters Adam Gassi, um Mietnachlass zu erhalten und wenn das erledigt ist, versucht sie, meist erfolglos, an ihrem Roman weiterzuschreiben, bevor sie sich mit ihrem Bonanzarad vom Sperrmüll Richtung „Iris“ aufmacht, dem Restaurant, in dem sie jobbt, um ihr finanzielles Desaster in den Griff zu bekommen.

    Auf dieser Radfahrt durchs sommerliche Boston empfindet die seit einiger Zeit melancholisch-deprimierte Casey ein paar Glücksmomente.
    Sie würde gerne ihrer Mutter davon erzählen, aber das geht nicht, denn sie ist kürzlich völlig unerwartet mit erst 58 Jahren verstorben.

    Casey nimmt beim Erzählen kein Blatt vor den Mund und bringt uns ihre Geschichte leichtfüßig, dynamisch und unsentimental näher.
    Über allem schwebt ganz subtil eine Wolke aus Bedrückung, Ernsthaftigkeit und Schwermut, was angesichts Caseys Sorgen gut nachvollziehbar ist.

    Sie trauert um ihre Mutter, sie vermisst Luke, den sie als Stipendiatin in einer Art Schreibwerkstatt kennen- und lieben gelernt hat, sie weiß nicht, wie sie ihr Konto ausgleichen soll und sie befürchtet, ihren Traum vom Schreiben aufgeben zu müssen.

    Wir erfahren im Verlauf, dass Caseys Mutter wegen eines anderen Mannes die Familie verlassen hat, als Casey ca. 16 Jahre alt war.
    Danach lebte das Mädchen bei ihrem Vater und seiner neuen Partnerin und als ihre Mutter nach eineinhalb Jahren wieder in die Stadt zurückkam, zog Casey zu ihr.
    In der Zeit, in der ihre Mutter weg war und sie sie so sehr vermisst hat, begann Casey zu schreiben.
    In diesen eineinhalb Jahren entdeckte sie aber auch eine erschütternde Seite an ihrem Vater.

    Es scheint, dass Casey nach der Highschool und dem Studium recht rast- und haltlos durchs Leben getingelt ist.
    Sie hat an vielen Orten gelebt, z. B. zwei Jahre bei Paco in Barcelona und ist diversen Jobs nachgegangen, z. B. in einer Fremdsprachenbuchhandlung.

    Mit ihrer Mutter pflegte sie in all der Zeit der Unruhe einen guten und freundschaftlichen Kontakt.
    Meist per Telefon, seltener durch Besuche...bis sie im letzten Winter nicht aus ihrem Urlaub in Chile zurückgekehrt ist.

    Inzwischen lebt Casey wieder in ihrer Heimat Boston, wo sie mutterseelenallein einen kleinen und müffelnden Gartenschuppen bewohnt und sich im Restaurant „Iris“ abrackert, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen.

    Nach dem Ende mit Luke tauchen zwei neue Männer auf, zwischen denen sich Casey entscheiden sollte: der um 14 Jahre ältere Witwer und Schriftsteller Oskar und der gleichaltrige Lehrer Silas, der auch Schriftsteller werden möchte.

    Beide Männer lernt sie an ein und demselben Abend kennen, als Oskar, ein ehemaliger Dozent an der Boston University, sein Buch präsentiert.

    Die Entscheidung zwischen diesen beiden Männern fällt Casey nicht leicht. Jeder reizt sie auf seine Weise.
    Ob da wohl die Weisheit einer Kollegin weiterhilft, die der Überzeugung ist: „Wenn du genug Zeit auf der Rennbahn verbringst, dann erkennst du dein Pferd. Du erkennst es einfach.“ (S. 188)

    Caseys Leben klingt nicht gerade prickelnd. Es klingt und ist sogar ziemlich trostlos.

    Die Geschichte zu lesen, ist aber überhaupt nicht trostlos oder deprimierend.
    Schon die Einblicke, die man in die Welt der Küche und Kellner bekommt sind äußerst interessant und amüsant.
    Es macht viel Spaß, Casey in ihrem Alltag zu begleiten und auch ihre Freunde kennenzulernen.

    Wortgewandt und mit viel Witz erzählt uns Lily King diese Geschichte, die wohl von ihrem eigenen Erleben inspiriert ist.
    Sie beschreibt Personen, Szenen und Handlungsorte derart bildhaft und plastisch, dass sie vor dem geistigen Auge zum Leben erwachen.

    Ich empfand den Roman, der zu keinem Zeitpunkt kitschig oder schnulzig, aber durchgehend unterhaltsam und zeitweise höchst interessant und auch informativ ist, als Ermunterung dazu, die Hoffnung nicht aufzugeben, seine Träume nicht zu begraben und die Angst vor deren Verwirklichung und der damit einhergehenden Verunsicherung vor Veränderung zu überwinden.

    Manch‘ interessante und lebenskluge Gedanken und schöne Formulierungen ließen mich innehalten:
    „Gespräche in fremden Sprachen prägen sich mir nicht auf die gleiche Art ein wie Gespräche auf Englisch. Sie bleiben nicht haften. Sie sind wie der Stift mit der unsichtbaren Tinte, den meine Mutter mir zu Weihnachten schickte als ich 15 war und sie fort, eine Ironie die ihr entging, aber nicht mir.“ (S. 20)

    „Mit jemandem die Liebe zu einem Buch zu teilen, stiftet eine ganz eigene, beglückende Art der Verbundenheit.“ (S. 57)

    „Wie so viele Eltern wollte mein Vater mir die Möglichkeit verschaffen, die er selbst nicht gehabt hatte, damit ich das erreichen konnte, was er selbst nie erreicht hatte.“ (S. 119)

    „Wie viel Kraft es gekostet hat, etwas in sich zu vergraben, merkt man erst, wenn man es wieder ans Licht holen will.“ (S. 168)

    Ich staunte mehrmals fasziniert, wie scheinbar mühelos es der Autorin gelang, mich emotional auf Fährten zu locken, um mich kurz danach wieder mit unvorhergesehenen, aber völlig plausiblen und stimmigen Wendungen zu verblüffen.

    Der Roman zieht den Leser mitten ins Leben hinein.
    Ins Leben der sympathischen, liebenswerten und etwas chaotischen Casey, die ihren Platz sucht und immer wieder aufsteht, wenn sie hingefallen ist.

    Lily King gelang es auf wunderbare Weise, mir ihre Protagonistin so nahe zu bringen, dass ich zeitweise nicht nur das Gefühl hatte, sie zu beobachten oder zu begleiten, sondern in sie hineinzuschlüpfen. Ich spürte Caseys Angst aufgrund eines Krankheitsverdachts, ihre Zukunftsängste, ihre Versagensängste und ihre Hektik beim Bedienen der unzähligen Gäste, die ihre Wünsche nicht schnell genug erfüllt sahen.
    Ich spürte ihre Aufregung vor einem Rendezvous, das Kribbeln in ihrem Bauch bei einem Kuss und die Leichtigkeit und Gelassenheit im Umgang mit den beiden kleinen Söhnen von Oskar.
    Caseys Sorgen, Nöte, Wünsche und Träume nachzuvollziehen war ein Leichtes.

    Ich empfehle diesen äußerst kurzweiligen und unterhaltsamen Roman, der durchaus auch höhere literarische Ansprüche befriedigt und keineswegs nur für die Hängematte geeignet ist, sehr gerne weiter.

    Aufgrund meiner Begeisterung und Neugierde möchte ich bald ihren hochgelobten Roman „Euphoria“ in Angriff nehmen, der schon in meinem Regal steht und „Lies mich!“ ruft.

 

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