Stille Nacht in der Provence: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Stille Nacht in der Provence: Kriminalroman' von Cay Rademacher
4
4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stille Nacht in der Provence: Kriminalroman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
EAN:9783832181390
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Rezensionen zu "Stille Nacht in der Provence: Kriminalroman"

  1. Nettes Winterbuch

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 26. Nov 2020 

    Die Kantors verbringen Weihnachten in der Provence um einmal aus der Hektik des Alltags rauszukommen und sich eventuell auch wieder aneinander anzunähern. Als Andreas dann aber auf dem Grundstück einen Sarg mit einem Toten darin entdeckt und dieser plötzlich verschwindet, ist es vorbei mit der ruhigen Weihnacht.

    Cay Rademacher liefert hier einen kleinen Krimi mit einer überschaubaren Zahl an Protagonisten. Er schafft es den Leser mitzunehmen in das Rätsel um den verschwundenen Toten. Das winterliche Dorf ist wirklich toll beschrieben, man kann es sich sehr gut vorstellen und durch den starken Schneefall wird es fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.

    Das schafft noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre. Allerdings waren mir die Ermittlungen der beiden Kantors schon fast zu waghalsig. Sie werden teilweise eh schon misstrauisch beäugt und begeben sich dann mehrfach in wirklich gefährliche Situationen. Das kam mir manchmal einfach zu gewollt vor.

    Das Ende hat dann eine schlüssige Auflösung gebracht, die die Ereignisse noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lassen.

    Alles in allem war es ein nettes Buch, weihnachtliche Stimmung ist allerdings nicht unbedingt aufgekommen. Ich würde es nicht unbedingt als Weihnachtsbuch sehen. Trotzdem transportiert es das Gefühl für die winterliche Provence.

  1. Frostige Provence

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 08. Okt 2020 

    Mit der Ehe von Andreas und Nicola Kantor steht es im Augenblick nicht zum Besten. Da kommt das Angebot eines Kollegen von Andreas gerade recht. Der besitzt ein Ferienhaus in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence, genau das richtige für romantische Weihnachtsfeiertage um wieder zu einem harmonischen Zusammenleben zu finden.

    Miramas-le-Vieux ist ein typisch provenzalisches Dorf, fast alle Häuser sind zu Feriendomizilen umgebaut. Im Sommer wird das Leben dort pulsieren, aber nun, einige Tage vor Weihnachten, wirkt es wie ausgestorben. Einheimische sind kaum zu sehen und die meisten Läden und Restaurants geschlossen. Dann kommt zu den eisigen Temperaturen noch ein heftiger Schneefall. Als Andreas früh aus dem Haus tritt, sieht er, dass der Schnee die Decke eines alten Kellers zum Einsturz brachte und zwischen den Steinbrocken sieht er einen Sarg. Nicht taufrisch, aber auch noch nicht so alt, dass es sich um einen historischen Fund handeln könnte. Auch die Überreste im Sarg scheinen noch sehr alt zu sein. Auf der Suche nach Hilfe stößt er im Ort auf Schweigen, niemand öffnet die Tür und als er später zu seinem Haus zurückkommt, ist der Sarg verschwunden. Nur Autospuren zeigen, dass er nicht geträumt hat.

    Der Einzige, der ihm Glauben schenken will, ist ein strafversetzter, dem Alkohol zugeneigter Flic. Da der Schneefall das mittelalterliche Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat, beginnen Nicola und Andreas mit ihrer eigenen Recherche und statt des lähmenden Schweigens zwischen den beiden, gibt es nur endlich wieder Gespräche und Nähe.

    Eine winterlich-weihnachtliche Geschichte vom Bestseller Autor Cay Rademacher, die zwar nicht in romantisch-verklärte Weihnachtsstimmung versetzt, aber spannend und ein wenig geheimnisvoll zugleich ist. Der Weihnachtskrimi ist kein umfangreiches Buch und auch nicht mit seinen Provence-Krimis zu vergleichen, aber vom Setting und von der Atmosphäre her gelungen und mir viel Vergnügen gemacht. Was frostig verhalten beginnt, nimmt bis zum Schluss noch gehörig Fahrt auf und löst sich sehr überraschend auf.

    Ein gelungener, kleiner Krimi zum Fest.

  1. Ein richtig spannender Krimi der zur Weihnachtszeit spielt

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Okt 2020 

    Andreas und Nicola Kantor fahren über Weihnachten in die Provence nach Miramas - le - Vieux um sich um das Ferienhaus von Andreas' Kollegen Martin zu kümmern . Mit ihrer Ehe steht es nicht zum besten . Als dann Andreas einen von Schneemassen eingestürzten alten Gewölbekeller entdeckt in dem ein Sarg samt Skelett steht , ist es mit der Ruhe vorbei . Als er nämlich Hilfe holt und kurz darauf wieder zurückgekehrt ist der Sarg verschwunden ...

    Zu Beginn des Buches wurde ich mit der Gegend und dem Ferienhaus bekannt gemacht . Es wird alles anschaulich beschrieben , so dass ich einen sehr guten Überblick bekam . Der Schreibstil ist eher ruhig und am Anfang kompakt geschrieben , wird er im Laufe des Buches aufgelockerter .Der Erzählstil ist flüssig und sehr bildhaft . Die Protagonisten sind sehr gut auf die Geschichte abgestimmt . Die Spannung hält über das ganze Buch hinweg an .Sie steigert sich praktisch von Kapitel zu Kapitel . Die Handlung spielt sich im Dorf ab , mit seinen engen Gassen hat es seinen eigenen Charme .

    Fazit : Die einzelnen Kapitel sind in Tage eingeteilt . Vom 19 . Dezember Dezember bis zum 25 . Dezember . Der Autor beschreibt auf anschauliche Art das eingeschneite Dorf mit seinen Bewohnern . Eigentlich könnte es richtig romantisch sein , wenn es nicht das verschwundene Skelett gäbe . Da muss ich gleich auf das Cover eingehen . Es ist einfach gehalten und zieht es den Blick auf sich . Das Bild sieht trotzdem romantisch und weihnachtlich aus . Es ist mal etwas ganz anderes . Es ist ein fesselnder Krimi der für spannende Lesestunden sorgt . Besonders wenn es draußen dunkel und kalt ist und innen gemütlich warm .

 

Die Tote in der Gracht

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Tote in der Gracht' von Jan Jacobs
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Tote in der Gracht"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:368
EAN:9783426524909
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Rezensionen zu "Die Tote in der Gracht"

  1. Elfstedentocht

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Nov 2020 

    Die Elfstedentocht – das berühmte Schlittschuhrennen auf den zugefrorenen Grachten gehört zur nationalen Identität Frieslands. Endlich scheint es nahezu 20 Jahre nach dem letzten Rennen 1997 wieder genügend Eis und Kälte zu geben. Mitten in den Vorbereitungen stürzt eine junge Journalistin von der Brücke in eine Gracht und ertrinkt. Auch die beiden hinzugeeilten Retter können nichts mehr ausrichten.

    Griet Gerritsen und Pieter de Vries nehmen den Unfall auf und bald schwant den erfahrenen Beamten, dass es nicht so eindeutig ist, wie der erste Anschein glauben machen möchte. Die Journalistin arbeitete an Story, mit der sie sich Feinde machte und die beiden Retter waren auch nicht unbedingt zufällig am Ort.

    Die Niederlande sind nicht allzu oft Schauplatz eines Kriminalromans und das reizte mich wieder am neuen Krimi von Jan Jacobs. Er mischt auf so unterhaltsame Weise niederländische Eigenheiten und Spracheinsprengsel in seine Geschichte, dass der Krimi auch auf dieser Ebene sehr gelungen ist. Von der Elfstedentocht hatte ich schon mal gehört, was für eine wichtige Rolle sie einnimmt war mir neu. Außerdem bietet das eisige Rennen auch einen aufregenden Hintergrund für die Ermittler, die statt einem zweideutigen Unfall nun noch Hinweise über ein altes, nie aufgeklärtes Verbrechen finden. Mir gefällt es, wenn ich im Buch auch ein gewisses Maß an privaten Verwicklungen und Empfindlichkeiten der Hauptfiguren erfahre, die die Protagonisten lebendig und konturiert erscheinen lässt, ohne dass das der Kriminalfall dabei in den Hintergrund gerät. Das gelingt dem Autor sehr gut. Dabei sind seine Ermittler keine tadellosen Helden, Menschliches ist ihnen nicht fremd und dazu gehören auch Versagen oder persönliche Defizite. Eben richtige Figuren mit Ecken und Kanten an denen man sich auch reiben kann.

    Ganz toll fand ich die Atmosphäre des winterlichen Hollands eingefangen, eisig draußen und doch mit holländischer Behaglichkeit drinnen, die sie auch einstellt, wenn Griet in ihrem Hausboot den Feierabend verbringt.

    Ein wirklich spannender Krimi und eine lohnenswerte Entdeckung, wenn man Jan Jacobs noch nicht kennt.

 

Das Weihnachtswunder von Westwood

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Weihnachtswunder von Westwood' von Susan Mallery
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Weihnachtswunder von Westwood"

Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783745701098
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Rezensionen zu "Das Weihnachtswunder von Westwood"

  1. leichtes Weihnachtsbuch

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Nov 2020 

    Annie hat eigentlich genügend Sorgen, als eines Tages Duncan Patrick vor ihrer Tür steht und ihr verkündet, dass ihr Bruder ihn um eine größere Geldsumme betrogen hat. Um zu verhindern, dass Duncan Tim ins Gefängnis steckt, willigt Annie in einen Deal ein. Sie wird Duncan in der Weihnachtszeit auf diverse Partys begleiten, um sein Image aufzupolieren. Dafür sorgt Duncan dafür, dass Tim in eine Suchtklinik kommt und erlässt ihm die Hälfte der Schulden. Mit der Zeit wird aber aus der geschäftlichen Beziehung deutlich mehr und gerade Duncan muss über seinen Schatten springen.

    Mit diesem Buch habe ich bekommen, was ich erwartet hatte: Einen netten Liebesroman, der in der Weihnachtszeit spielt. Susan Mallery ist da eigentlich immer ein Garant und auch hier enttäuscht sie nicht. Nachdem die Reihe aus Mischief Bay ja etwas sperrig von den Protagonisten her ist, gab es hier reine Wohlfühlliteratur.

    Was mich ein wenig überrascht hat war, dass das Buch nach 70% bereits zu Ende war. Die positive Überraschung war aber die folgende Kurzgeschichte. Hier trifft man die Protagonisten aus „Wo sich die Sterne spiegeln wieder“. Allerdings ist diese Kurzgeschichte wohl schon einmal als Einzelband erschienen, was manchen Leser etwas verärgern dürfte, da er sie nun zweimal bezahlt hat. Da ich sie noch nicht kannte, habe ich mich aber sehr gefreut. Ein Hinweis im Klappentext wäre aber trotzdem hilfreich gewesen.

    Alles in allem ist das Buch ein schöner Weihnachtsroman, nichts Anspruchsvolles, aber gut, um einen Lesenachmittag zu versüßen.

 

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