Klimawandel - Ein Appell: Wir müssen jetzt handeln, um unser Klima zu retten.

Buchseite und Rezensionen zu 'Klimawandel - Ein Appell: Wir müssen jetzt handeln, um unser Klima zu retten.' von  Fred Vargas
NAN
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Inhaltsangabe zu "Klimawandel - Ein Appell: Wir müssen jetzt handeln, um unser Klima zu retten."

Format:MP3 CD
Seiten:360
Verlag:
EAN:9783955679460

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Annalena Baerbock: Die Biografie

Buchseite und Rezensionen zu 'Annalena Baerbock: Die Biografie' von Anita Partanen
NAN
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Inhaltsangabe zu "Annalena Baerbock: Die Biografie"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:176
Verlag:
EAN:9783742319593

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Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben

Buchseite und Rezensionen zu 'Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben' von Eckart von Hirschhausen
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:528
EAN:9783423282765

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Rezensionen zu "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben"

  1. interessantes Sachbuch über den Klimawandel

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jul 2021 

    Derzeit gibt es ja einige neue Sachbücher zum Thema Klimawandel. Auch Eckart von Hirschhausen hat sich mit diesem Thema beschäftig, er engagiert sich ja auch schon seit einiger Zeit bei Scientists for Future. In seinem Buch beleuchtet er nun die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit. Wenn draußen Temperaturen um die 38 Grad herrschen, fühlen sich nur noch die wenigsten Menschen wohl und die Anzahl der Hitzetoten auch bei uns im Land steigt jedes Jahr an. So ist es nur zu verständlich sich auch einmal mit den gesundheitlichen Aspekten zu beschäftigen.

    In 12 Kapiteln beschäftigt der Autor sich mit den unterschiedlichen Bereichen des Klimawandels und den Bezug, die dieser auf unsere Gesundheit hat. So geht es ums Essen, den Wasserverbrauch, unser Verhältnis zum Konsum und die Auswirkungen auf die Umwelt und natürlich noch um vieles mehr. Die Fakten werden anschaulich präsentiert und mit viel Humor abgerundet. Man merkt dem Buch deutlich an, dass Eckart von Hirschhausen nicht nur Mediziner und Wissenschaftler ist, sondern eben auch Comedian und Entertainer. Das macht die 520 Seiten gut lesbar und man hat nie das Gefühl gemaßregelt zu werden. Auch gibt Eckart immer wieder zu, selbst auch nicht immer klimafreundlich zu handeln. Das macht das Ganze menschlich und als Leser bekommt man das Gefühl, dass auch kleine Verhaltensänderungen dazu beitragen, etwas am großen Ganzen zu verändern.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde sicher auch noch häufiger darin blättern. Ich kann es jedem empfehlen, der sich humorvoll mit dem Klimawandel beschäftigen möchte. Veränderungen müssen nicht immer nur wehtun, manchmal bringen Verhaltensänderungen nicht nur der Umwelt was, auch man selbst kann sich damit etwas Gutes tun. Von daher: Packen wir’s an!

 

Jetzt: Wie wir unser Land erneuern

Buchseite und Rezensionen zu 'Jetzt: Wie wir unser Land erneuern' von Annalena Baerbock
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Jetzt: Wie wir unser Land erneuern"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag:
EAN:9783550201905

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Rezensionen zu "Jetzt: Wie wir unser Land erneuern"

  1. Europa. Das Klima. Annalena.

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 02. Jul 2021 

    Dass dem Buch von Annalena Baerbock das Parteiprogramm zugrunde liegt, das verhehlt sie nicht, sie verweist sogar im Nachwort ausdrücklich darauf hin. Deshalb spricht sie im vorliegenden Text viele Themen an, jedoch ohne allzusehr in die Tiefe zu gehen. Sie sagt, was anliegt, welche Problemstellungen sie umtreiben und was sie sich vorstellt oder anstrebt.

    Meistens benutzt sie für die Um- und Beschreibungen ihrer politischen Ziele die üblichen Politikerphrasen, denen man zwar nicht nachsagen kann, dass sie gar nichts aussagen, aber sie sind intellektuelle Blumigkeiten, die man aufdröseln muss; geschrieben sind sie schnell, weil man als Politiker in der phrasenlastigen Ausdrucksweise zuhause ist. Gelesen sind sie auch schnell, das Verständnis bleibt allerdings oft auf der Strecke und man fragt sich, was heißt das denn nun im Einzelnen? Und dann kommt man drauf, dass die politische Phrasologie eine starke Vereinfachung oder reine Verschleierungstaktik ist.

    Da ist zum Beispiel von „Verantwortung“ die Rede.
    Wenn ich aus gewissen Mündern die Worte „Verantwortung oder Reform“ höre, stellen sich mir die Haare auf. Denn auf ganz einfach übersetzt, bedeuten sie lediglich, Geld in die Hand nehmen und du bist es, der bezahlt.

    Ich hätte mir VOR ALLEM und ALS ERSTES von „Jetzt“ eine phrasenlosere Sprache gewünscht, die mehr auf Erklärungen und Vereinfachungen setzt statt auf Begrifflichkeiten.

    Nun denn.

    Es gibt auch schöne Sätze, die mich für Annalena und ihre Anliegen einnehmen:
    „Was mich umtreibt, ist, das Denken aufzubrechen, das in Menschlichkeit politische Schwäche sieht“.

    „Meine Vision ist nichts Geringeres als eine atomwaffenfreie Welt“. Ob man dies durch multilaterale Vereinbarungen erreicht … man sieht ja, wie leicht Verträge gebrochen werden. Folgenlos.

    Annalena Baerbock möchte ein starkes Europa. Vernetzung. Multilaterale Gespräche. Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs. Flächendeckend. Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in Beziehung auf umweltfreundliche Mobilität. Unabhängigkeit von USA und China und vom Dollar. Ein selbstbewusstes Europa. Energiepatenschaften. (Vollkommene) Digitalisierung von Schulen und Institutionen. Und vieles mehr, den goldenen Plan verwirklichen oder neu auflegen zum Beispiel. Was das ist? Das wissen Sie nicht? Die gezielte Föderung des Breiten- und des Profisports.

    Was die Autorin nicht sagt, ist, wie dies alles zu bewerkstelligen wäre. Dafür habe ich Verständnis. Dafür wäre der Text auch viel zu kurz. Da und dort gibt es zarte Andeutungen. Kann eine davon die Vermögenssteuer sein?

    Der Kommentar zu Buch und Politik:

    1. Was ich wissen will, erfahre ich durch das Buch. Nämlich, ob Annalena B. noch etwas anders im Blick hat als Klima, Klima, Klima. Ob sie einen Blick für die komplexen Zusammenhänge hat. Ob sie inzwischen kompromissfähig ist.
    Ja, ist sie. Ja, hat sie.

    2. Der Plagiatsvorwurf:
    Angesichts der sich nahenden Bundestagswahlen wollte man dieses Buch sicher schnell auf den Markt bringen. Es ist die Frage, ob es klug gewesen ist, eins „auf die Schnelle“ zu fabrizieren oder ob man sich nicht mehr Zeit hätte lassen sollen und mehr Sorgfalt hätte aufwenden müssen. Viele Formulierungen sind Politphrasen. Die klingen alle ähnlich, sind verschwurbelt und sind für den einfachen Bürger mehr oder weniger sinnfrei. Man darf sie verwenden, klar, sollte sie jedoch kenntlich machen. Ich finde aber, sie fallen nicht ins Gewicht. Es ist das Politikschwurbel itself, was ich ankreide.

    3. Der ÖTNV:
    Sollte nicht nur flächendeckend sein, sondern sogar kostenfrei. Finde ich. Nur dann hätte es Zweck und Auswirkung. Davon finde ich leider gar nichts im Programm. Der ÖTNV ist horrend teuer! Die paar günstigen Abos, die die Grünen vielleicht, vielleicht aber auch nicht, vorsähen, helfen kaum. Ein Tropfen auf den heißen Stein.

    4. Die (künftige) Wasserstofftechnologie:
    Ist sicher nicht die Lösung für alles. Und Wasserstoff ist auch nicht per se grün, sondern einfach nur Wasserstoff. Und unbegrenzt gibt es ihn auch nicht. Nichts gibt es unbegrenzt. Nicht einmal Luft. Von Luftverschmutzung ist nur indirekt die Rede. Lärm- und Lichtverschmutzung kommt überhaupt nicht vor. (Nun gut, eins nach dem anderen).

    5. Die Digitalisierung von Instutitonen vorantreiben:
    Wenn das Ganze auch sicher sein soll, ist der Geringverdiener von der Anteilhabe quasi (an und von allem) ausgeschlossen: nicht jeder kann sich ständig das neue Smartphone mit der neuesten Sicherheitstechnik kaufen. Hier würde ich mal ganz langsam machen.

    6. Die Migrationspolitik.
    Soll menschlich sein. Wir sind uns einig. Aber wenn man die Lager, in denen unmenschliche Bedingungen herrschen, auflöst, die Menschen alle nach Deutschland brächte und hier leben ließe, - das kann man EINMAL machen – dann wären diese Lager in einem Jahr wieder zum Überlaufen voll. Nein, man muss das Übel an der Wurzel anpacken und durch außenpolitische Maßnahmen … ok, das weiß Annalena B. besser als ich. Aber, wie soll das gehen? „Wir wissen es nicht“. (Zitat von Julian Barnes aus „Der Mann mit dem roten Rock“; sehr lesenwert).

    7. Gendern im Buch: unlogisch und schrecklich.
    Bei der Genderdebatte und ihrer Bewertung liegen wir vermutlich weit auseinander, Annlena B. und ich:

    - Der Genderwahnsinn macht leider „Jetzt, wie wir unser Land erneuern“ neben den verwendeten schwer eingängigen und zum Teil sachverhaltsverschleiernden Politikphrasen noch einmal schwerer lesbar und das hat mit Gewöhnung/ungewohnt nichts zu tun:

    Argumente:
    • die kasusangepassten Substantivendungen des Deutschen bleiben beim Gendern auf der Strecke. (Was ist ein kasusangepasstes Substantiv? Den grammatischen vier Fällen, Akkusativ, Genitiv, Dativ und Nominativ sind die Substantivendungen im Deutschen anzupassen. Dem wird man beim Gendern nicht gerecht).

    • für Ausländer dürfte unsere Sprache noch schwerer „richtig“ zu lernen sein. Dabei will man doch so ausländerfreundlich sein.

    Und selbst in diesem Buch ist es unmöglich gewesen, das Gendern ausnahmslos und stringent und logisch durchzuziehen. Gingen den Druckern etwa die Sternchen aus? Vor lauter Sternchen sähe man nämlich kaum mehr Text, wenn man gnadenlos alles begendern würde, was zu begendern wäre.

    Das Gegendere lenkt von den Inhalten ab. Das Gendern ist nicht ästhetisch.
    Last but not least: durch das Gendern macht man Frauen in der Sprache nicht etwa sichtbar, sondern komplett lächerlich.

    FAZIT: Das Gendern nehme ich schwer übel. Das Phrasenhafte macht es nicht leicht zum Kern der Grünenpolitik durchzudringen. Wo Annalena B. persönlich wird, ist sie authentisch. Doch bei der Grünenpolitik gehe ich trotz macher Bedenken insofern mit, als dass wir einmal einen anderen, neuen Weg einschlagen müssen. Es gibt keine Garantie dafür, dass es klappt. Dass alles besser wird. Aber eine tiefgreifende Veränderung ist alternativlos. Da bin ich ganz bei Annalena B. Und vergebe deshalb vier Sterne, obwohl ... die Machart nur drei verdient.

    Verlag: Ullstein, 2021
    Kategorie: Sachbuch. Politik.

 

Schweineglück & Lebenslust

Buchseite und Rezensionen zu 'Schweineglück & Lebenslust' von Joel Salatin
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Schweineglück & Lebenslust"

Immer wieder tauchen sie in den Medien auf: erschütternde Bilder und Berichte von grausamer Massentierhaltung, Bienensterben, Pestizidverseuchung. Und es wird immer mehr Menschen klar, dass es so nicht weitergehen kann. Gottes Schöpfung ist gefährdet, die Welt, die er dem Menschen anvertraut hat.

Öko-Farmer Joel Salatin weiß genau, wovon er spricht. Seit vielen Jahren betreibt er eine Farm, auf der er alles praktisch lebt, was er vertritt. Er ist überzeugt: Die "Gebrauchsanweisung" für nachhaltige Landwirtschaft hat Gott in der Bibel höchstpersönlich geliefert, und wenn wir seine überraschend vielfältigen Prinzipien befolgen, ist eine gute, gesunde Nutzung der Ressourcen zum Wohl aller möglich.

Allgemein verständlich, mit viel Humor, aber auch scharfer Kritik nimmt Joel Salatin den Leser mit auf eine faszinierende Reise, die ganz neu inspiriert, Gottes Schöpfung in jeder Hinsicht zu respektieren, zu genießen und zu feiern.

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:288
Verlag: Gerth Medien
EAN:

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Rezensionen zu "Schweineglück & Lebenslust"

  1. Achtsamer Umgang mit der Schöpfung zum eigenen (glücklichen) Leb

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Jun 2018 

    Cover und Gestaltung
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    Das Schwein auf dem Titelbild scheint den Betrachter tatsächlich glücklich und lebenslustig. Das Cover in dezenten "ökofreundlichen" Farben gestaltet. Mich hat das Bild sofort angesprochen und es harmonisiert wunderbar mit dem Titel und der Aussage des Buches. Dazu passt auch die leicht geriffelte Struktur, die etwas an recyceltes Papier erinnert, was gut zum Thema Nachhaltigkeit passt. Als Hardcover macht das Buch einen hochwertigen Eindruck, der nur noch durch ein Lesebändchen perfektioniert werden könnte.

    Inhalt:
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    Der Autor Joel Salatin ist Landwirt mit Leib und Seele. Dabei liegt ihm vor allem der gute und nachhaltige Umgang mit der Schöpfung Gottes am Herzen. In diesem Buch zeigt er klar auf, warum und wie ein guter Umgang mit Gottes Schöpfung aussehen kann und warum dies für alle (nicht nur Christen) der bessere Weg ist, längerfristig sogar der einzig sinnvolle, da lebenserhaltende Weg.

    Mein Eindruck:
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    Schon als Kind hat die Frage beschäftigt, warum wir Natur und Tiere nicht besser behandeln und uns offenen Auges mit der schlechten Behandlung unserer Umwelt unser eigenes Grab schaufeln. Daher hat mich der Klappentext angesprochen. Die Aufteilung des Buches gefiel mir gut: In jedem Kapitel sind gegensätzliche Extreme wie "Biologisch oder mechanisch", "Ordnung oder Willkür" thematisiert und von einem Bibelzitat begleitet, das grafisch mit einem schönen Symbol vor graumeliertem Hintergrund untermalt wird.

    Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Salatin redet Klartext und nennt viele Beispiele. Das Buch vermittelt auch viel naturwissenschaftlichen Stoff, liest sich jedoch sehr flüssig und ist inhaltlich auch für Laien sehr gut verständlich. Der Autor ist kein Extremist, er steht ist weder extremer Tierschützer, noch mag er Massentierhaltung oder Monokulturen. Es geht darum, wieder einen Bezug zur Natur, zur eigenen Ernährung und somit zu sich selbst und letztendlich zu Gott zu bekommen. Es geht darum, die Schöpfung nicht auszubeuten, sondern so zu nutzen, dass BEIDE Seiten profitieren. Denn eine permanente Ausbeutung hat das Aussterben der Natur uns somit unser eigenes Aussterben zur Folge.

    "Wir machen nur noch Stippvisiten bei der Natur, weil wir innerlich von ihr abgetrennt sind. Wir fahren in einen Nationalpark, als wäre nur dort 'die Natur' zu finden. Dabei sind wir doch ein Teil der Natur. In unseren Wohnungen, in unserer Arbeitswelt, beim Fußballspiel, am Esstisch. Man könnte sogar sagen, dass wir der natürlichste Teil der Natur sind. Wir sind nicht von der Schöpfung getrennt, sondern ihre Hauptpfleger!" (S. 256)

    Joel Salatin spricht mir aus dem Herzen. Seine Behauptungen belegt er mit praktischen Beispielen aus seinem Betrieb und erläutert sie ausführlich. So nimmt er Kritikern den Wind aus den Segeln, denn er hat bewiesen: Es funktioniert! Nachhaltige Landwirtschaft ist ein Weg zu mehr persönlichen Wohlbefinden und insgesamt der bessere Weg. Ich habe sehr viel über Landwirtschaft und auch biologische Vorgänge gelernt und war sehr beeindruckt von der Leidenschaft, der Konsequenz und dem Wissen des Autors. Dass er seine Taten und Beobachtungen mit passenden Stellen aus der Bibel belegt, hat die Sache für mich als Christ rund gemacht, aber auch für Nichtchristen ist dies ein aufklärendes und aufrüttelndes Buch mit einem Thema, das JEDEN betrifft, ob er will oder nicht!

    "Unser moderner Verstand sieht die Erde oft als eine widerwillige Partnerin, die man zur Produktion nötigen muss. Ich will hier nicht zu plastisch werden, aber ich sehe die Erde eher wie eine Liebhaberin, die gern gestreichelt wird. Und genau wie eine Partnerin auf liebevolle und angemessene Berührungen mit entsprechenden Erwiderungen reagiert, so ist es auch mit der Erde. Es ist ein Bild eines wunderschönen wechselseitigen Gebens und Nehmens." (S. 92)

    Salatin beschränkt sich jedoch nicht nur auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern zeigt auch auf, wie jeder im Kleinen positive Veränderungen herbeiführen kann, wie z. B. Essen öfter selbst und frisch zubereiten, dafür weniger zu Fast Food Ketten gehen, auch in kleinen Gärten eigenes Obst und Gemüse anbauen oder Gemeinschaftsgärten in der Stadt anlegen uvm. Oft ist es gar nicht so schwierig, die Welt zu verändern. An einigen Stellen merkt man den leichten amerikanischen Stil, aber es lässt sich fast alles auch auf unsere Gesellschaft übertragen.

    "Sehen Sie, wir sind ja nicht faul. Wir sind nur so oft mit dem Falschen beschäftigt. Ein System, das Überfluss schafft, statt eine 'Das geht nicht'-Haltung zu kultivieren, ist eigentlich die einzig denkbare Antwort auf Gottes überreichen Segen." (S. 95)

    Trotz aller Ernsthaftigkeit erzählt Salatin immer wieder Anekdoten, lässt einen gewissen Humor erkennen und stellt einige provokante Thesen auf, über die es sich nachzudenken lohnt. So wird das Lesen, obwohl viel Stoff vermittelt wird, zum wahren Vergnügen. Mich hat das Buch begeistert und ich wünsche ihm noch viele Leser!

    Fazit:
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    Lehrreich, provokant, humorvoll, mit vielen Argumenten und Praxisbeispielen - Ein nachdenkenswertes Plädoyer für einen besseren Umgang mit der Schöpfung in Gottes und unserem eigenen Sinn