Mein Leben

Buchseite und Rezensionen zu 'Mein Leben' von Eric Clapton
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mein Leben"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783596180615
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Rezensionen zu "Mein Leben"

  1. Lesetipp

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 21. Nov 2019 

    Einerseits ist es spannend, einen Überblick über die Literatur und die Schriftsteller der Vor- und Nachkriegszeit zu bekommen und zu erfahren, wie leidenschaftlich sein Interesse an der Literatur und seine Liebe zur Musik war.
    Andererseits war es für mich, die in literarischen Dingen nicht so bewandert ist und nicht derart viele Autoren und Schriftsteller kennt, manchmal langatmig und langweilig, so detailliert über diese Personen oder deren Werke zu lesen.

    Das Kapitel über das Warschauer Getto ist sehr ergreifend und informativ.

    Interessant und amüsant finde ich auch seine hie und da eingestreuten Charakterisierungen von Schriftstellern.

    MRR schreibt m. E. sehr nüchtern-sachlich. Ich kann den Grund, meine ich, durchaus nachvollziehen. Wer derart Schlimmes erlebt hat (Warschauer Ghetto) und in dieser Zeit aufgewachsen ist (Zitat: „Man hatte mir einst in einem preußischen Gymnasium beigebracht, dass es sich zieme, dem Weibischen und Weichlichen, dem Elegischen mannhaft Widerstand zu leisten. Sollte aber das Weibische, das Sentimentale gar schon im Anzuge sein, dann habe man sich unbedingt und sofort auf die Pflicht zu besinnen“, Seite 507), muss Gefühle unter Verschluss halten. Trotzdem hätte mir ein bisschen mehr Emotionalität an der ein oder anderen Stelle besser gefallen.

    Man erfährt sehr wenig bis nichts über sein Privatleben. Ich hätte gerne mehr erfahren über seine Beziehungen zu seiner Frau und zu seinem Sohn. Diese Beziehungen, sein Familienleben, gehören doch zweifellos auch in ein Buch hinein, das sich „Mein Leben“ nennt!

    Das allerletzte, sehr kurze Kapitel versöhnt mich dann etwas. Da gestattet MRR dem Leser einen kurzen aber berührenden Blick auf seine Familie - die lesende Tosia und Portraits von von ihm verehrten Schriftstellern, sowie seinem Sohn und seiner Enkelin - und auf seine Beziehung zu Tosia.

    Dass er sein Werk mit einem Zitat beendet, das er seiner Beziehung zu Tosia widmet, ist ergreifend.

    Obwohl es Kritikpunkte gibt, kann ich das Buch unter’m Strich absolut empfehlen. Es ist informativ, es bereichert und streckenweise ist es auch berührend.

 

Stan

Buchseite und Rezensionen zu 'Stan' von John Connolly
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stan"

Format:Taschenbuch
Seiten:528
Verlag:
EAN:9783499274961
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Rezensionen zu "Stan"

  1. Stan - auf keinen Fall Doof!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Aug 2020 

    Unter normalen Umständen hätte ich dieses Buch nie gelesen. Dafür sind mir die Filme dieser Zeit zu wenig präsent und ich gestehe, mich haben sie auch nicht so wirklich interessiert. Aber ein Buchfreund auf Instagram hat mich neugierig gemacht auf diesen biografischen Roman über Stan Laurel, den wir in Deutschland als "Doof" kennen.

    Kurz vor seinem Tod schaut er auf sein Leben zurück und auf die Menschen, die ihn begleitet haben. Das hat manchmal etwas Nachschlagen verlangt, weil ich mit dem einen oder anderen Namen nichts anfangen konnte - und der Roman ist ein teilweise schon auch Who-is-Who der amerikanischen Filmwelt des frühen 20. Jahrhunderts.

    Aber eines war mir schon nach wenigen Seiten klar - diesen Mann haben viele völlig unterschätzt. Der Ruhm, den Stan Lauren und Oliver Hardy (die meisten nannten ihn Babe) erreichten, war sehr hart erarbeitet und im Vergleich zu anderen haben sie im harten und mafiösen Filmgeschäft dieser Zeit viel zu wenig für ihre Arbeit verdient. Und was sie bekamen, haben sie zum Großteil an Ex-Frauen (vor allem Stan - wie man so viel Pech mit Frauen haben kann - nicht weil er als Star ständig neue wollte, sondern weil er nicht allein sein konnte), das Finanzamt oder im Glücksspiel (Oliver Hardy) abgegeben. Und beide mussten erleben, wie ihr Ruhm verblasste. Vor allem immer im Vergleich zum großen Bezugspunkt aller Komiker dieser Zeit - Charly Chaplin... Wenn übrigens nur die Hälfte dessen stimmt, was über ihn in dem Buch steht, dürfte man keinen Film mehr von ihm anschauen. Das alles erzählt der Autor nicht in Form einer trockenen Biografie, sondern als erzähltes Leben. Das bedeutet natürlich auch, dass man nicht jedes Detail als wahr annehmen darf und nicht jede Wertung objektiv sein muss. Aber eben deshalb ist ja auch keine wissenschaftliche Abhandlung.

    Aber was am meisten berührt in diesem Buch: Stan und Oliver waren nicht wie viele andere berühmte Filmpaare einfach nur Partner, sondern wirkliche Freunde. Den Tod von Babe hat Stan Laurel nie verwunden, er hat danach keinen Film mehr gedreht, war kaum noch in der Öffentlichkeit. Der Roman ist eine berührende Liebeserklärung an eine außergewöhnliche Freundschaft und allein deshalb wirklich ein grandioses Buch!

    "Träum nicht, dass Du wach wärst, um dann beim Aufwachen festzustellen, dass Du schläfst."

 

Dann eben ohne Titel…

Buchseite und Rezensionen zu 'Dann eben ohne Titel… ' von Kling, Anja
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Dann eben ohne Titel… "

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
Verlag:
EAN:9783424202236
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Rezensionen zu "Dann eben ohne Titel… "

  1. Zwei Schwestern- Eine Geschichten

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Jun 2020 

    Cover:
    ---------
    Auf dem Titelbild strahlen beide Kling-Schwestern auf einem altmodischen Mofa/Moped sitzend in die Kamera. Das Moped vermutlich symbolisch für ihre DDR-Vergangenheit. Sehr ansprechend und passend für ihre Geschichte.

    Inhalt:
    ---------
    Die beiden Schwestern Anja und Gerit Kling schildern gemeinsam ihr Leben angefangen von ihrer Kindheit bis zur heutigen Zeit.
    "In ihrem Buch beleuchten sie die vielen Facetten ihrer Beziehung anhand von Geschichten und Erlebnissen aus ihrem Leben – die schönen und die weniger schönen Momente, Krisen und Erfolge und das Geheimrezept, wie man es schafft, am Ende dann doch immer zusammenzuhalten." (S.3f)

    Mein Eindruck:
    ---------
    Als Fan der beiden Schauspielerinnen war ich sehr neugierig, wie das Leben hinter den Kulissen bei beiden verläuft. Ich gestehe, dass ich bis dato auch meine Schwierigkeiten hatte, die beiden auseinanderzuhalten, weil sie sich optisch sehr ähnlich sind. Dieser Punkt, aber auch viele weitere wie z. B. warum beide eigentlich "Brüder Kling" heißen müssten sowie viele weitere Anekdoten und Momente schildern die beiden auf amüsante und sympathische Weise. Dabei ist das Buch in einer Art Dialog zwischen den Schwestern geschrieben.

    [Anja:]
    "Motto leben: Mit Humor bekommt man die Dinge und das Leben besser hin. Nicht immer alles nur mit starrem Blick sehen und mit einer Alles-ist-ganz-ernst-Einstellung an die Dinge herangehen. Und sich selbst nicht so bierernst nehmen. Unser Buch soll unterhaltsam sein, aber auch spannend. Zum Beispiel der Teil über die Geschichte unserer Flucht, über die ich lange Zeit gar nicht sprechen wollte, weil sie mich emotional immer noch sehr aufwühlt."(S.10)
    [Gerit:]
    "Wir sollten auch vermitteln, dass das Leben nicht immer nur geradeaus geht, sondern natürlich Umwege nimmt, Ecken und Kanten hat – und dass es auch hoch und runter ging in unserer Beziehung zueinander, dass es schwere Zeiten, schwierige Momente gab" (S.10f)

    Die Kapitelüberschriften sind dabei nach recht amüsanten Stichworten aus den einzelnen Erzählungen ausgewählt und prägen sich ein, wie z. B. "Hans Wurst" oder "Die Feder am Arsch“. Die Ereignisse sind größtenteils chronologisch dargestellt, nur hin und wieder unterbrochen von Anekdoten, die in der Zeit etwas vor oder zurückspringen, wodurch die Lebensgeschichte aufgelockert wird. Die Schwestern verstehen es sehr gut, sich die Bälle unterhaltsam zuzuwerfen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Highlight waren für mich jedoch die Fotos aus dem Familienalbum, durch die man sich den beiden richtig nahe fühlen konnte. Stark beeindruckt hat mich der Familienzusammenhalt, sowohl die beiden Schwestern untereinander als auch ihr Verhältnis zu den Eltern betreffend. Interessant fand ich auch, dass bei Gerit der direkte Weg zur Schauspielerei schon als Kind fest stand, während Anja noch eine längere Findungsphase bis dorthin benötigte.
    Ich habe mich sehr gefreut über die offene und teils auch humorvolle Art, wie Anja und Gerit aus ihrem Leben erzählt haben und werde die beiden nun auf jeden Fall besser unterscheiden können, aber auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten, wenn ich sie das nächste Mal im TV sehe. Von mir aus hätten es gerne noch mehr Geschichten sein können. Vielleicht entschließen sich die beiden ja in ein paar Jahren zu einem weiteren Buch "ohne Titel", ich würde mich freuen!

    Fazit:
    ---------
    Eine offen und ehrlich präsentierte Biographie der beiden Schwestern mit humorvollen aber auch nachdenklichen Tönen - Sehr sympathisch und aufschlussreich.

 

Mephisto

Buchseite und Rezensionen zu 'Mephisto' von Klaus Mann
NAN
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Inhaltsangabe zu "Mephisto"

MP3 Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe. 720 Min.
MP3 Audio CD
"Mephisto" erzählt die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen, von seinen Anfängen im Hamburger Künstlertheater 1926 bis zum Jahr 1936, als Höfgen (in manchen Zügen unverkennbar Gustaf Gründgens) es zum gefeierten Star des neuen Reiches gebracht hat. Höfgen geht dafür jedoch einen Teufelspakt ein und verrät die humanen Werte, für die er einst eintrat.
"Mephisto" ist ein zeitkritisches Panorama der Zustände im Dritten Reich - mit deutlich satirischen Elementen, eine Geschichte von Anpassung und Widerstand. Erstmals erschienen 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido, wurde die Verbreitung des Romans in der Bundesrepublik 1966 verboten. 1981 erschien trotz Verbots eine Neuausgabe, und "Mephisto" wurde zu einem Kultbuch.

Autor:
Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783864845840
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Der Tastenficker: An was ich mich so erinnern kann

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Tastenficker: An was ich mich so erinnern kann' von Flake
NAN
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Inhaltsangabe zu "Der Tastenficker: An was ich mich so erinnern kann"

Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, Autobiografie, Taschenbuch Ausgabe, ca. 352 Seiten mit zwei Bildteilen und 100 Bildtafeln.
In seiner nonchalanten, selbstironischen Autobiografie schreibt Flake über sein Leben als Musiker, erzählt zahlreiche Anekdoten und neben ästhetischen Exkursen zu Musik, Autos und Essen gibt er uns Einblicke in die Musikgeschichte der letzten Jahrzehnte.
Eine berechtigte Reklamation besteht nicht bei eingeschweißten und/oder versiegelten Datenträgern (zum Beispiel CDs, DVDs, Bücher), sofern die Versiegelung vom Verbraucher entsiegelt oder die Einschweißfolie entfernt wurde.

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:392
EAN:9783942665339
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Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte: Die Autobiografie

Buchseite und Rezensionen zu 'Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte: Die Autobiografie' von William Shatner
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte: Die Autobiografie"

Die Autobiografie
Broschiertes Buch
"Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise ..." Ganze Generationen kennen diese magischen Worte, die jede Folge der bekanntesten Science-Fiction-Serie der Welt einleiten - Star Trek, in Deutschland besser bekannt als Raumschiff Enterprise. Kommandant des Sternenkreuzers war William Shatner alias Captain James T. Kirk. 1962 hatte er im B-Movie Weißer Terror von Roger Corman noch einen hasserfüllten Rassisten im tiefsten Süden gespielt. Nur wenige Jahre später gab er in fernen Galaxien seinem schwarzen Kommunikationsoffizier, der attraktiven Lt. Uhura, einen Kuss. Es war der erste zwischen einem Weißen und einer Schwarzen in der Filmgeschichte, und er führte in den USA zu einem Riesenskandal!

In seiner warmherzigen, humorvollen und nachdenklichen Autobiografie berichtet Shatner von einem Leben zwischen den Extremen. Als einsames Kind in Montreal aufgewachsen, wurde er zum weltweiten Publikumsmagneten, den die Fans auch heute noch bei jeder Autogrammstunde belagern. Die Ikone der Popkultur führt seit langem aber auch ein Leben fernab der Schlagzeilen, wo sie sich wohltätigen Zwecken widmet: Mal unterstützt Shatner therapeutisches Reiten, dann wieder steigt er mit über 80 Jahren selbst in den Sattel einer Harley Davidson und macht sich zu einer 2.400 Meilen langen Tour durch die USA auf, um Spenden für bedürftige Veteranenkinder zu sammeln.

William Shatner hat mehr erlebt und gesehen als die meisten anderen Menschen. Sein Leben wurde sowohl von traumatischen Ereignissen wie dem schrecklichen Unfalltod seiner Frau Nerine bestimmt als auch von Triumphen wie der Verleihung des "Golden Globe" und des "Emmy". Captain Kirk, wie er immer noch liebevoll genannt wird, präsentiert dem Leser in seinem fesselnden Buch originelle Gedanken zu Liebe und Leidenschaft, zu Hass und tiefempfundener Menschlichkeit. In diesem Zusammenhang tauchen...

Format:Broschiert
Seiten:200
EAN:9783854456643
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Rezensionen zu "Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte: Die Autobiografie"

  1. nur mäßig erkenntnisreich

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 22. Apr 2019 

    In 10 Kapiteln berichtet William Shatner in Zusammenarbeit mit David Fisher von seinem durchaus bewegten Leben.

    Hierbei gibt es keinen chronologischen Aufbau, beginnend von der Geburt fortführend mit dem weiteren Lebensweg.

    Es ist vielmehr eine Ansammlung von Episoden aus Shatners Leben mit den jeweiligen Erkenntnissen, die er daraus zieht.

    Hierbei springt Shatner zwischen den Zeiten, so dass ich schon eine gewisse Struktur vermisst habe. Immer wieder kommt er „von Hölzken auf Stöcksken“, wie man hier gemeinhin sagt.

    Dabei sind seine Erfahrungen durchaus interessant zu lesen. Das enorme Maß seines sozialen Engagements war mir zum Beispiel gar nicht so präsent, genauso wie seine Berührung mit Drogen.

    Und wenn man liest, wie sich seine Ansichten zur Jagd geändert haben, meint man schon, William Shatner vor sich zu haben.

    Leider schleichen sich auch noch diverse Wiederholungen ein, so dass der positive Eindruck stark verwässert wurde.

    In der Gesamtbetrachtung des Buches kommt man sich vor, als ob man Opa nach dem Geburtstagskaffee über früher schwadronieren hört. Stellenweise interessant, aber mit zunehmender Dauer fällt es schwer, zu folgen.

    Trotz Shatners´ hohen Alters und seines Erfahrungsschatzes ist jetzt auch bei mir keine Erkenntnis haften geblieben, die ich für meinen weiteren Lebensweg übernehmen könnte.

    Hier empfiehlt es sich sicherlich, nach jedem Kapitel erst einmal eine Pause einzulegen. In einem Zug durchzulesen dürfte hier eher enttäuschend verlaufen.

    Für Trekker an sich ist dieses Buch nur bedingt geeignet, da „Star Trek“ nur eine kleine Nebenrolle spielt.

    „LEBE LANG…“ ist eine der Autobiographen, die ich unter der Erfahrung abstelle: kann man lesen, aber man verpasst nichts, wenn man es nicht tut.

 

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