Friends, Lovers and the Big Terrible Thing

Buchseite und Rezensionen zu 'Friends, Lovers and the Big Terrible Thing' von Matthew Perry
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Lübbe
EAN:9783431050387
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Rezensionen zu "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing"

  1. Hier geht es um Matthew Perry und nicht um „Chandler Bing“!

    Klappentext:

    „Durch sein Mitwirken in der US-Kultserie FRIENDS erreichte der Schauspieler Matthew Perry Weltruhm. Erstmals erzählt er nun seine eigene außergewöhnliche Geschichte und spricht offen über private Suchtkämpfe und darüber, was sich tatsächlich hinter den Kulissen der erfolgreichsten Sitcom aller Zeiten abspielte. Der TV-Star gewährt tiefe Einblicke in seine langjährige Erkrankung und reflektiert gewohnt humorvoll und selbstkritisch, was die Süchte eines Mannes befeuert hat, dem es an nichts zu mangeln schien. Unerschrocken ehrlich, zutiefst bewegend und urkomisch: dies ist das Buch, auf das Fans gewartet haben.“

    Gleich vorweg: man muss sich als Leser hier frei machen von der TV-Serie Friends und sollte nicht Perrys Rolle „Chandler Bing“ im Kopf haben, hier geht es um Matthew Perry als Privatperson und seine größten Sorgen und Probleme. Er schreibt hier in seinem ganz persönlichen Buch seine Sorgen und Nöte von der Seele. Von Beginn an haben wir ein schweres und dunkles Bild von ihm welches aber eben zu ihm dazu gehört. Perry öffnet hier sein Herz und seine Seele. Der Leser erfährt (fast) alles zu seiner Kindheit, seinen Eltern, seiner Karriere und natürlich zu seinen Süchten genannt Alkohol, Drogen etc.. Darüber zu sprechen erfordert nicht nur Mut sondern auch gewisses Selbstvertrauen damit die ganze Welt jetzt eben einzuweihen. Das schafft nicht jeder! Perrys Erzählungen sind hart, drastisch und manchmal auch erschreckend. Es scheint fast ein Wunder das dieser Mann überhaupt noch unter uns weilt, bei dem was er alles mitgemacht hat. Aber warum erzählt er uns das alles? Weil es raus muss und weil man natürlich als Fan der Serie immer seien Figur vor Augen hat. Er hat diese Rolle gespielt, obwohl er oft nie richtig anwesend war (auch ein Zeichen von Verarbeitung!) oder es eben auch nicht alle Kollegen wussten. Es war eine Rolle, seine Rolle und das blenden Suchtkranke dann auch aus. Seine gesamten Reflektionen lassen uns ein wenig verstehen, auch wenn es schwer fällt, aber ja, man kann hier seine ständigen Aufenthalte in den Kliniken verstehen. Sein Wille war zumindest immer da und es sei ihm zu wünschen, dass er weiter clean bleibt.

    Zerstört dieses Buch seine Serienfigur? Für meine Begriffe überhaupt nicht. Zudem sollte man eben beide Personen strickt trennen! Auch hinter der fiktiven Figur „Chandler Bing“ steckt eine reale Figur und das ist Matthew Perry mit seinen ganz eigenen Problemen und Nöten. Hat mich das Buch erschreckt? Da ich die Schauspieler meiner Lieblingsserie auch über die Jahre verfolgt habe, war es nichts Neues über seine Probleme zu lesen aber dennoch, Serien-Figur „Janice“ würde hier ganz klar sagen: „Oh - my - good!“ und recht hat sie damit.

    Fazit: ein ganz ehrliches und schmerzendes Buch, fast schon eine Offenbarung an die Nation selbst, eines Schauspielers, der hier das wahre Leben zeigt. Wollen wir hoffen das er genügend wahre Freunde um sich herum hat und „I‘ll be there for you“ auch wahrlich zutrifft. 5 von 5 Sterne von mir!

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Der Junge muss an die frische Luft

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Junge muss an die frische Luft' von Hape Kerkeling
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Junge muss an die frische Luft"

Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere - und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen.
»Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht "berühmt werden"? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste ...«
Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.

Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783869522463
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Rezensionen zu "Der Junge muss an die frische Luft"

  1. 5
    09. Jul 2022 

    Beileibe nicht nur komisch!

    Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Menschen inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere - und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. (Klappentext)

    Dass das Leben nicht nur schöne Seiten bereit hält, offenbart Hape Kerkeling (eigentlich Hans Peter) gleich schon zu Beginn. Kurz bevor er das Kostüm des Horst Schlämmer endgültig in den Schrank hing, hatte er in dieser Rolle eine überaus berührende Begegnung mit einem krebskranken Mädchen, das sich das Treffen mit ihm so sehr gewünscht hatte. Manchmal fällt es eben auch versierten Stars schwer, in ihrer Rolle zu bleiben - und für mich war das ein Einstieg wie ein Weckruf.

    Stationen seiner Karriere tauchen als Fixpunkte natürlich auch auf in dieser Autobiografie, der Schwerpunkt allerdings liegt auf der Kindheit des so wandelbaren Mimen. Als dicker kleiner Junge wuchs er mit seinem älteren Bruder in den 1970er Jahren der alten Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck auf. Natürlich schildert Hape Kerkeling auch amüsante Episoden, doch im Grunde steuert er in immer engeren konzentrischen Kreisen auf eines der traumatischsten Erlebnisse in seinem Leben zu: den Selbstmord seiner Mutter.

    Dem voran ging eine lange depressive Episode der Mutter, die den damals 8jährigen Hans Peter sehr belastete. Er fühlte sich dafür verantwortlich dafür zu sorgen, dass es seiner Mutter nach Möglichkeit besser ging und spielte z.B. Sketche für sie, bis sie tatsächlich zu lachen begann. Doch er litt auch unter ihrer dunklen Seite, der stundenlangen Lethargie und Apathie, der Ungerechtigkeit im Umgang mit ihm, der impulsiven Gewalttätigkeit. Der Zustand der Mutter war derartig raumfüllend, dass der Junge wochenlang keine Hausaufgaben mehr machen konnte. Das alles schildert Herr Kerkeling zwar auf der einen Seite fast distanziert, auf der anderen Seite aber auch derart eindringlich, dass ich hier mehrfach schlucken musste.

    Die Situation des Selbstmords der Mutter und die Rolle, in die der kleine Junge da völlig überfordert hereinrutschte, waren dann doch harter Tobak - ebenso wie die Tatsache, dass niemand aus der durchaus großen Familie die Gefühlswelt des Kindes im Auge hatte, so dass er im Grunde damit ganz auf sich allein gestellt war. Die anderen Familienmitglieder waren zu sehr mit sich und ihrer Trauer und Fassungslosigkeit beschäftigt, um da noch das Kind wahrzunehmen und auf seine Gefühlslage einzugehen. Für mich waren diese Szenen tatsächlich schwer zu ertragen.

    Doch letztlich war es genau die Familie, die Hape seinen Halt zurückgab. Vor allem die starken Frauenfiguren waren die Hauptbezugspersonen des Jungen. Beide Großmütter haben ihm da ein ordentliches Pfund an Liebe und Glauben an seine Person mitgegeben und waren zeitlebens wie selbstverständlich für ihn da. Aber auch zahlreiche Tanten, bei denen ich im Verlauf irgendwie den Überblick zu verlieren drohte, waren immer wieder mal von Bedeutung. Die männlichen Familienmitglieder dagegen spielten offenbar eine eher untergeordnete Rolle, wobei Hape Kerkeling seine teilweise sehr skurrile gesamte Famile sehr liebe- und verständnisvoll beschreibt - und stets mit einem leichten Augenzwinkern.

    Dem Autor gelingt es, in lockerem, einfachen Schreibstil nahezu plaudernd durch die Stationen seines Lebens zu führen und meistert dabei gelungen den Spagat zwischen den teilweise eindringlichen Gefühlen des kleinen Jungen und der verständnisvollen Erwachsenensicht. Hape Kerkeling scheint seinen Frieden gemacht zu haben mit den einschneidenden Erlebnissen in seinem Leben.

    Mir hat die Offenheit gefallen, mit der der Autor aus seinem Leben erzählt, wobei er zu keinem Zeitpunkt in Selbstmitleid versinkt oder mitleidheischend schreibt, sondern stets betonend, dass er ohne diese Erlebnisse und v.a. ohne seine Familie nicht der geworden wäre, der er heute ist. Auch seine Mutter versucht er v.a. als die fröhliche, lebenslustige Frau in Erinnerung zu behalten, die sie in seiner frühen Kindheit war.

    Dass Hape Kerkeling die ungekürzte Hörbuchausgabe (7 Stunden und 45 Minuten) selbst liest, versteht sich fast von selbst - und ist ein großes Glück. Denn trotz seines versierten und professionellen Vortrags sind die Emotionen dahinter durchaus erkennbar, was das Hörerleben unglaublich authentisch macht. Die eingestreuten leisen (oder manchmal auch lauten) Seitenhiebe auf gesellschafts-politische Umstände oder auch auf die katholische Kirche (mit der der Autor offenbar mehr als nur ein Hühnchen zu rupfen hat), haben mir ebenfalls gefallen.

    Auch wenn ich persönlich nicht bei allem mitschwingen konnte (die subtile Werbung für andere Werke Kerkelings, die immer wiederkehrende Bedeutung seines Glaubens an Gott), hat mich das Gehörte überzeugen können: das ist Hape Kerkeling. Das Hörbuch hat auf mich einen ganz eigenen Sog entwickelt, ich wollte immerzu weiterhören - das geht mir beileibe nicht immer so. Lachen, Weinen, Nachdenken - hier war alles dabei.

    Alles in allem beeindruckende Einblicke in die Kindheit und das Leben des bekannten TV-Stars - viel tiefgehender als erwartet, traurig-komisch-berührend... Empfehlenswert!

    © Parden

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Clanlands

Buchseite und Rezensionen zu 'Clanlands' von Sam Heughan
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Clanlands"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag: Knaur HC
EAN:9783426227671
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Rezensionen zu "Clanlands"

  1. Wenn zwei Schotten durch Schottland reisen

    Klappentext:

    „Die beiden Outlander-Stars und langjährigen Freunde Sam Heughan und Graham McTavish begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, um ihre Heimat Schottland neu zu entdecken.

    „Clanlands“ erzählt davon, wie die beiden Schauspieler mit dem Wohnmobil, dem Kajak, Fahrrad und Motorrad von der Küste bis zu den Seen und von den Gipfeln bis zu den Tälern reisen und dabei tief in die Geschichte und Kultur des Landes eintauchen.

    Auf ihrer Fahrt reift die Freundschaft von Graham und Sam wie ein guter Scotch, und die beiden Männer finden dabei nicht nur neuen Respekt für die majestätische Schönheit Schottlands, sondern auch, wie bei jedem guten Roadtrip, ein Stück weit zu sich selbst.“

    Wenn zwei Schotten auf Reisen gehen kommt DAS heraus: eine Serie für‘s TV („Men in Kilt‘s“), viel Whiskey-Verzehr, ein Muskelkater im Bauch vor lauter lachen und dieses geniale Buch. Wer die Serie „Outlander“ kennt, kennt auch die beiden Schauspieler hier sehr gut. Im wahren Leben sind sie dicke Kumpels und reisen auch mal durch‘s eigene Land um die schottischen Wurzeln mal wieder zu riechen. Das Vorwort von „Outlander“-Autorin Diana Gabaldon ist herrlich amüsant und verspricht viel. Auf den ersten Seiten geht es auch gut los und wir Leser erleben nicht nur die Abenteuer der beiden sondern auch unheimlich viel Geschichte. Braucht man das? Ja! Ohne dieses Wissen lässt sich die schottische Geschichte nicht nachvollziehen genau wie die privaten Einblicke und Fotos der beiden Darsteller. Es erklärt vieles und zeigt einen besonderen Menschenschlag.

    Der Schreibstil ist äußerst angenehm und stimmig. Die Fan‘s der Outlander-Reihe kommen mit vielen Info’s auf ihre Kosten aber auch alle Schottland-Fan‘s ebenso. Hier wird „Werbung“ für ein ganz besonderes Fleckchen Erde gemacht, welches voller Mystik und Magie ist und wo man mit Kilt gefühlt schon auf die Welt kommt.

    Ein sehr lesenswertes Buch welches 5 Sterne von mir erhält!

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Kleinhirn an alle

Buchseite und Rezensionen zu 'Kleinhirn an alle' von Otto Waalkes
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kleinhirn an alle"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:416
Verlag: Heyne Verlag
EAN:9783453605275
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Rezensionen zu "Kleinhirn an alle"

  1. Auch als Vorleser höre ich ihn sehr gern!

    Guten Tag Ihr Lieben,

    hier kommt eine Empfehlung für Ohrenleser! Es gab da mal so ein Lied von einer jungen Frau: „I like Orr!“ Dem stimme ich zu. Ich mag ihn auch, den Otto Walkes und vor allem höre ich ihn gern, ob er in seinen Programmen und Filmen spricht und singt, ob er Interviews gibt, ob er in Zeichentrickfilmen Tieren eine Stimme gibt oder ob er liest.

    Dass ich ihm auch als Leser gern zuhöre, wusste ich bis vorgestern Abend nicht. Ich brauchte ein Trostpflaster und Spaß gegen Haut- und Zahnprobleme und gegen die Zweifelmäuse, die mich gerade wieder plagen. Und da ich einer Freundin, die noch mit den Augen lesen kann und die Bilder in der gedruckten Fassung des Buches sehen kann, das Buch zum Geburtstag schenken werde, habe ich nachgeschaut, ob es Kleinhirn an alle auch als Hörbuch gibt.

    Das Audiobook wurde wie die gedruckte Autobiografie am 14. Mai 2018 veröffentlicht. Denjenigen, die das Buch hören möchten und sehen können, empfehle ich die Fassung auf CD. Denn diese enthält zusätzlich zum Cover noch einige Illustrationen von Otto. Das Hörbuch findet Ihr auf der Homepage von Randomhouse Audio in vielen weiteren Internetshops und beim Buchhändler Eures Vertrauens. Und hier geht’s lang zur Buchseite auf Randomhouse Audio, auf der einige andere Shops verlinkt sind: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Kleinhirn-an-alle/Otto-Waalkes/Rando....

    Der einzige Nachteil des Hörbuchs ist, dass es sich um eine gekürzte Fassung handlet. Aber die etwa sechs Stunden lohnen sich. Zuhören macht Spaß. Denn Otto schreibt und spricht in seiner gewohnt fröhlichen und Lebenszugewandten Art. Wir erfahren viel über seine Kindheit und Jugend in Emden der Nachkriegszeit, über die Stationen seines Lebens und Schaffens in den inzwischen 70 Jahren seines Lebens. Nicht nur der Titel ist eine Anspielung an einen seiner bekanntesten Sketche. Davon gibt es einige andere Kostproben. Und ich finde, dass diese Reminiszenzen werden nicht übertrieben. Leser und Zuhörer erfahren sehr viel darüber, wie zu dem Komiker wurde, der er ist, über Förderer, Idole und Weggefährten und darüber, wie er als Junge im Kindergarten und im Hinterhof seines Elternhauses anfing Grundlagen der Komik zu erlernen.

    Mir gefällt besonders, dass es zusätzlich zu der lockeren und lustigen Unterhaltung auch nachdenkliche und leise Töne anklingen, z. B. in der Erinnerung an seinen Vater.

    Als Komiker und Synchronstimme kennen ihn die meisten Menschen im deutschsprachigen Raum. Als Maler kennen ihn viele ausschließlich als Schöpfer der Ottifanten. In seiner Autobiografie bekommen wir lebendige Eindrücke davon, was Otto mit Kunst und Musik verbindet, was ihm Kunst an sich bedeutet.

    Otto Walkes wurde am 22. Juli 2018 70 Jahre alt, und ich wünsche ihm weiterhin frohes Schaffen in allen Gebieten, in denen er kreativ ist! Ich wünsche allen, die das Hörbuch hören oder die Autobiografie als Ebook oder gedrucktes Buch lesen, gute Unterhaltung damit! Obwohl es mich ärgert, dass ich über mein Audibleabo nur eine gekürzte Fassung von Kleinhirn an alle bekommen habe, vergebe ich fünf Sterne. Denn, was mir zu Ohren gekommen ist, ist eine rundum gute Sache!

    Liebe Grüße
    Paula Grimm

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Marilyn & Co

Buchseite und Rezensionen zu 'Marilyn & Co' von  Truman Capote
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Marilyn & Co"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
Verlag:
EAN:9783036955483
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Mein Leben

Buchseite und Rezensionen zu 'Mein Leben' von Eric Clapton
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mein Leben"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783596180615
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Rezensionen zu "Mein Leben"

  1. 4
    21. Nov 2019 

    Lesetipp

    Einerseits ist es spannend, einen Überblick über die Literatur und die Schriftsteller der Vor- und Nachkriegszeit zu bekommen und zu erfahren, wie leidenschaftlich sein Interesse an der Literatur und seine Liebe zur Musik war.
    Andererseits war es für mich, die in literarischen Dingen nicht so bewandert ist und nicht derart viele Autoren und Schriftsteller kennt, manchmal langatmig und langweilig, so detailliert über diese Personen oder deren Werke zu lesen.

    Das Kapitel über das Warschauer Getto ist sehr ergreifend und informativ.

    Interessant und amüsant finde ich auch seine hie und da eingestreuten Charakterisierungen von Schriftstellern.

    MRR schreibt m. E. sehr nüchtern-sachlich. Ich kann den Grund, meine ich, durchaus nachvollziehen. Wer derart Schlimmes erlebt hat (Warschauer Ghetto) und in dieser Zeit aufgewachsen ist (Zitat: „Man hatte mir einst in einem preußischen Gymnasium beigebracht, dass es sich zieme, dem Weibischen und Weichlichen, dem Elegischen mannhaft Widerstand zu leisten. Sollte aber das Weibische, das Sentimentale gar schon im Anzuge sein, dann habe man sich unbedingt und sofort auf die Pflicht zu besinnen“, Seite 507), muss Gefühle unter Verschluss halten. Trotzdem hätte mir ein bisschen mehr Emotionalität an der ein oder anderen Stelle besser gefallen.

    Man erfährt sehr wenig bis nichts über sein Privatleben. Ich hätte gerne mehr erfahren über seine Beziehungen zu seiner Frau und zu seinem Sohn. Diese Beziehungen, sein Familienleben, gehören doch zweifellos auch in ein Buch hinein, das sich „Mein Leben“ nennt!

    Das allerletzte, sehr kurze Kapitel versöhnt mich dann etwas. Da gestattet MRR dem Leser einen kurzen aber berührenden Blick auf seine Familie - die lesende Tosia und Portraits von von ihm verehrten Schriftstellern, sowie seinem Sohn und seiner Enkelin - und auf seine Beziehung zu Tosia.

    Dass er sein Werk mit einem Zitat beendet, das er seiner Beziehung zu Tosia widmet, ist ergreifend.

    Obwohl es Kritikpunkte gibt, kann ich das Buch unter’m Strich absolut empfehlen. Es ist informativ, es bereichert und streckenweise ist es auch berührend.

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Stan

Buchseite und Rezensionen zu 'Stan' von John Connolly
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stan"

Format:Taschenbuch
Seiten:528
Verlag:
EAN:9783499274961
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Rezensionen zu "Stan"

  1. Stan - auf keinen Fall Doof!

    Unter normalen Umständen hätte ich dieses Buch nie gelesen. Dafür sind mir die Filme dieser Zeit zu wenig präsent und ich gestehe, mich haben sie auch nicht so wirklich interessiert. Aber ein Buchfreund auf Instagram hat mich neugierig gemacht auf diesen biografischen Roman über Stan Laurel, den wir in Deutschland als "Doof" kennen.

    Kurz vor seinem Tod schaut er auf sein Leben zurück und auf die Menschen, die ihn begleitet haben. Das hat manchmal etwas Nachschlagen verlangt, weil ich mit dem einen oder anderen Namen nichts anfangen konnte - und der Roman ist ein teilweise schon auch Who-is-Who der amerikanischen Filmwelt des frühen 20. Jahrhunderts.

    Aber eines war mir schon nach wenigen Seiten klar - diesen Mann haben viele völlig unterschätzt. Der Ruhm, den Stan Lauren und Oliver Hardy (die meisten nannten ihn Babe) erreichten, war sehr hart erarbeitet und im Vergleich zu anderen haben sie im harten und mafiösen Filmgeschäft dieser Zeit viel zu wenig für ihre Arbeit verdient. Und was sie bekamen, haben sie zum Großteil an Ex-Frauen (vor allem Stan - wie man so viel Pech mit Frauen haben kann - nicht weil er als Star ständig neue wollte, sondern weil er nicht allein sein konnte), das Finanzamt oder im Glücksspiel (Oliver Hardy) abgegeben. Und beide mussten erleben, wie ihr Ruhm verblasste. Vor allem immer im Vergleich zum großen Bezugspunkt aller Komiker dieser Zeit - Charly Chaplin... Wenn übrigens nur die Hälfte dessen stimmt, was über ihn in dem Buch steht, dürfte man keinen Film mehr von ihm anschauen. Das alles erzählt der Autor nicht in Form einer trockenen Biografie, sondern als erzähltes Leben. Das bedeutet natürlich auch, dass man nicht jedes Detail als wahr annehmen darf und nicht jede Wertung objektiv sein muss. Aber eben deshalb ist ja auch keine wissenschaftliche Abhandlung.

    Aber was am meisten berührt in diesem Buch: Stan und Oliver waren nicht wie viele andere berühmte Filmpaare einfach nur Partner, sondern wirkliche Freunde. Den Tod von Babe hat Stan Laurel nie verwunden, er hat danach keinen Film mehr gedreht, war kaum noch in der Öffentlichkeit. Der Roman ist eine berührende Liebeserklärung an eine außergewöhnliche Freundschaft und allein deshalb wirklich ein grandioses Buch!

    "Träum nicht, dass Du wach wärst, um dann beim Aufwachen festzustellen, dass Du schläfst."

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Dann eben ohne Titel…

Buchseite und Rezensionen zu 'Dann eben ohne Titel… ' von Kling, Anja
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Dann eben ohne Titel… "

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
Verlag:
EAN:9783424202236
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Rezensionen zu "Dann eben ohne Titel… "

  1. Zwei Schwestern- Eine Geschichten

    Cover:
    ---------
    Auf dem Titelbild strahlen beide Kling-Schwestern auf einem altmodischen Mofa/Moped sitzend in die Kamera. Das Moped vermutlich symbolisch für ihre DDR-Vergangenheit. Sehr ansprechend und passend für ihre Geschichte.

    Inhalt:
    ---------
    Die beiden Schwestern Anja und Gerit Kling schildern gemeinsam ihr Leben angefangen von ihrer Kindheit bis zur heutigen Zeit.
    "In ihrem Buch beleuchten sie die vielen Facetten ihrer Beziehung anhand von Geschichten und Erlebnissen aus ihrem Leben – die schönen und die weniger schönen Momente, Krisen und Erfolge und das Geheimrezept, wie man es schafft, am Ende dann doch immer zusammenzuhalten." (S.3f)

    Mein Eindruck:
    ---------
    Als Fan der beiden Schauspielerinnen war ich sehr neugierig, wie das Leben hinter den Kulissen bei beiden verläuft. Ich gestehe, dass ich bis dato auch meine Schwierigkeiten hatte, die beiden auseinanderzuhalten, weil sie sich optisch sehr ähnlich sind. Dieser Punkt, aber auch viele weitere wie z. B. warum beide eigentlich "Brüder Kling" heißen müssten sowie viele weitere Anekdoten und Momente schildern die beiden auf amüsante und sympathische Weise. Dabei ist das Buch in einer Art Dialog zwischen den Schwestern geschrieben.

    [Anja:]
    "Motto leben: Mit Humor bekommt man die Dinge und das Leben besser hin. Nicht immer alles nur mit starrem Blick sehen und mit einer Alles-ist-ganz-ernst-Einstellung an die Dinge herangehen. Und sich selbst nicht so bierernst nehmen. Unser Buch soll unterhaltsam sein, aber auch spannend. Zum Beispiel der Teil über die Geschichte unserer Flucht, über die ich lange Zeit gar nicht sprechen wollte, weil sie mich emotional immer noch sehr aufwühlt."(S.10)
    [Gerit:]
    "Wir sollten auch vermitteln, dass das Leben nicht immer nur geradeaus geht, sondern natürlich Umwege nimmt, Ecken und Kanten hat – und dass es auch hoch und runter ging in unserer Beziehung zueinander, dass es schwere Zeiten, schwierige Momente gab" (S.10f)

    Die Kapitelüberschriften sind dabei nach recht amüsanten Stichworten aus den einzelnen Erzählungen ausgewählt und prägen sich ein, wie z. B. "Hans Wurst" oder "Die Feder am Arsch“. Die Ereignisse sind größtenteils chronologisch dargestellt, nur hin und wieder unterbrochen von Anekdoten, die in der Zeit etwas vor oder zurückspringen, wodurch die Lebensgeschichte aufgelockert wird. Die Schwestern verstehen es sehr gut, sich die Bälle unterhaltsam zuzuwerfen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Highlight waren für mich jedoch die Fotos aus dem Familienalbum, durch die man sich den beiden richtig nahe fühlen konnte. Stark beeindruckt hat mich der Familienzusammenhalt, sowohl die beiden Schwestern untereinander als auch ihr Verhältnis zu den Eltern betreffend. Interessant fand ich auch, dass bei Gerit der direkte Weg zur Schauspielerei schon als Kind fest stand, während Anja noch eine längere Findungsphase bis dorthin benötigte.
    Ich habe mich sehr gefreut über die offene und teils auch humorvolle Art, wie Anja und Gerit aus ihrem Leben erzählt haben und werde die beiden nun auf jeden Fall besser unterscheiden können, aber auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten, wenn ich sie das nächste Mal im TV sehe. Von mir aus hätten es gerne noch mehr Geschichten sein können. Vielleicht entschließen sich die beiden ja in ein paar Jahren zu einem weiteren Buch "ohne Titel", ich würde mich freuen!

    Fazit:
    ---------
    Eine offen und ehrlich präsentierte Biographie der beiden Schwestern mit humorvollen aber auch nachdenklichen Tönen - Sehr sympathisch und aufschlussreich.

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