Böse bist du: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Böse bist du: Psychothriller' von Jutta Maria Herrmann
2
2 von 5 (1 Bewertungen)

*** Gewinnerin des Kindle Storyteller Award 2019 ***


Er ist ein Mörder.
Du bist dir sicher. Doch niemand glaubt dir.
Er wird dich töten, wenn du ihm nicht zuvorkommst.


Fünfzehn Jahre zuvor. An einem Sommertag zeltet eine Clique Jugendlicher an einem einsamen Waldsee. Noch ein Mal wollen sie miteinander feiern, bevor sich ihre Wege nach dem Ende der Schulzeit trennen.
Am nächsten Morgen sind vier von ihnen tot.

Nur ein Mädchen überlebt schwer traumatisiert. Die Bilder der schrecklichen Nacht sind für alle Zeit in ihrem Kopf. Immer wieder glaubt sie, in Fremden den Mörder ihrer Freunde zu erkennen. Und als er ihr eines Tages tatsächlich gegenübersteht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie ahnt nicht, dass sie damit Ereignisse auslöst, die den Horror der Mordnacht am See noch übertreffen.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:266
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Böse bist du: Psychothriller"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 24. Nov 2019 

    Konfus und wirr

    Sommer 2003 in der Brandenburg, vier Jugendliche finden bei einem Ausflug zum auf brutale Weise den Tod. Nur Michaela Berger überlebt. Die Täter wurden nie gefunden. Heute noch versucht Michaela ihr Trauma von damals zu bewältigen, lebte ein unaufgeregtes Leben, arbeitet in der Buchhandlung ihrer Mutter. Eines Tages trifft sie zufällig auf Toni, einer alten Schulkollegin. Bald ist Michaela davon überzeugt, dass David, Tonis Ehemann, einer der Mörder ihrer Freunde war.
    Es ist ein ganz klassisches Setting von dem Jutta Maria Herrmann in „Böse bist du“ erzählt: ein nicht aufgeklärtes Verbrechen, eine labile Überlebende, der niemand glaubt und die die Dinge selbst in die Hand nimmt.
    Die Geschichte verläuft in zwei Handlungssträngen, den Ereignissen von 2003 und dem heutigen Geschehen. Verwirrend fand ich dass die Ich- Erzählperspektive nicht konsequent verlief. Aber das war nur ein Punkt der konfusen und wirren Vorgänge. So schlecht kann das Buch doch nicht sein, dachte ich mir. Immerhin hat die Autorin den Kindle Storyteller Award dafür bekommen, dachte ich mir. Aber ich fand das Buch immer enttäuschender. Immer unlogischer und unglaubwürdiger wurde die Handlung. Wahnvorstellungen sind ja ein probates Mittel um eine nicht nachvollziehbare Handlung und Realitätsverlust zu argumentieren. Aber nicht jeder in diesem Buch ist von solchen befallen. Es waren ja auch die Personen rund um Michaela, die sich absolut unschlüssig verhielten.
    Zugute halten will ich dem Buch, dass es wirklich flüssig und temporeich erzählt wird. Da ich es auf der Kindle App am Smartphone gelesen habe, erzeugt es eine Art Snack Effekt. Zum Warten auf die S-Bahn genial!

 

Die Seele des Bösen - Todesliebe (Sadie Scott 20)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Seele des Bösen - Todesliebe (Sadie Scott 20)' von Dania Dicken
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Voller Stolz begleitet Sadie ihren Mann Matt nach Los Angeles, als seine Fotos in einer renommierten Galerie gezeigt werden und freut sich über ein Wiedersehen mit ihren früheren Kollegen vom FBI und LAPD-Detective Nathan Morris. Sogar BAU-Profiler Nick Dormer ist in der Stadt, um gemeinsam mit Morris und dem hiesigen FBI in einem bizarren Fall von kannibalistischem Serienmord zu ermitteln. Als er Sadie als externe Beraterin hinzuziehen will, zögert sie keine Sekunde und will ihre Freunde bei den Ermittlungen unterstützen. Ein weiteres Opfer verschwindet, obwohl sie schnell ein präzises Täterprofil erarbeitet haben. Dass das Profil mitten ins Schwarze trifft, begreifen die Ermittler jedoch zu spät, denn zwei von ihnen sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt – ein Wettlauf auf Leben und Tod hat begonnen …

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:283
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Die Seele des Bösen - Todesliebe (Sadie Scott 20)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Nov 2019 

    Wenn einsame Liebe einen grausamen Tod stirbt

    "Jetzt gehörte sie ihm, war ihm ganz nah. Jetzt würde er eins mit ihr werden und die Einsamkeit vertreiben. Das alles ging nur, so lange sie noch warm war." (Buchauszug)
    Sadie begleitet Matt voller Stolz zu seiner ersten Fotoausstellung in Los Angeles. Für die Fotoreihe "Street Laws: Images of Crime and Justice" hat Matt maßgeblich viele seiner Fotos über Verbrechen, Tätern, Gefängnisse und ihre Insassen geliefert. Natürlich hat ihm dabei sein ehemaliger Job als FBI Agent und Polizeifotograf geholfen. Sadie ist allerdings überrascht als sie an dem Abend Nick Dormer von der BAU entdeckt. Dieser ist nicht nur wegen der Fotoausstellung von Matt hier, sondern er unterstützt Cassie bei einem Fall eines kannibalistischen Serientäters. Da sich die Ermittler momentan im Kreise drehen, bittet er Sadie als Beraterin ihnen zu helfen. Für Sadie ist es selbstverständlich, dass sie gerne dabei ist, den dieses Thema interessiert sie sehr. Weitere Opfer verschwinden, trotzdem sie mit dem Täterprofil vorankommen. Bei der Überprüfung eines Verdächtigen scheinen Nathan und Sadie den richtigen Riecher gehabt zu haben. Kein Wunder also das von den beiden danach jede Spur fehlt und es wieder einmal ein Wettlauf um Leben und Tod geht.

    Meine Meinung:
    Mit einem weinenden Auge habe ich mich auf die letzte Folge der Reihe "Die Seele des Bösen" gefreut. Nach 20 Folgen sollte jetzt das wohlverdiente Ende für Profilerin Sadie Whitman kommen. Schon zwei Folgen zuvor haben sich ja Matt und Sadie vom FBI verabschiedet und leben nun etwas ruhiger in Pleasanton in der Nähe von San Francisco. Jedoch geraten sie nach wie vor immer wieder in irgendwelche kritischen Situationen, die teils auch gefährlich für die ganze Familie war. Deshalb ist für Sadie klar das sie diesmal lediglich als Beraterin Nick und Cassie unterstützen würde und nicht vor Ort. Jedoch wissen wir ja, dass meist alles ganz anders kommt, wie man möchte, und so begleitet sie Nathan zusammen zu einem Verdächtigen. Dass sie dabei in eine Falle tappen und es für beide sehr gefährlich wird, konnte da keiner ahnen. Mit ihrer bekannten, interessanten Schreibweise hat mich die Autorin wieder nach wenigen Seiten gepackt. Einmal begonnen kann ich bei so einer seltenen Thematik, bei der es um Nekrophilie und Kannibalismus geht, kaum noch das Buch weglegen. Gute Recherchen, eindrucksvolle Protagonisten und jede Menge Spannung haben mich schnell überzeugt. Wie in gewohnter Manier lässt mich Dania Dicken teilhaben wie viel grausame Täter mit dieser Neigung es schon im realen Leben gegeben hat. Zahlreiche Fallbeispiele werden wieder einmal aufgeführt, bei dem mir regelrecht die Haare zu Berge stehen und ich Gänsehaut bekomme. Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand einen Menschen töten kann, um diesen danach zu verspeisen. Vielen ist sicher der Film bekannt von der argentinischen Rugby Mannschaft, deren Flugzeug in den Anden abstürzt und die aus einer Not heraus ihre toten Mannschaftskameraden gegessen haben, nur um nicht zu verhungern. Doch dies ist etwas ganz anderes, als aus Lust oder sexueller Erregung so etwas zu tun, das ist einfach nur krank. Selbst Deutschland bildet da mit dem "Kannibalen von Rothenburg" keine Ausnahme. Darum ist dieser letzte Fall für Sadie nicht nur eine Herausforderung, sondern es wird für sie auch wieder äußerst brenzlig. Dass ihre älteste Tochter Libby inzwischen Verhaltensforschung studiert, um Profilerin zu werden, kommt da sehr gelegen. In einem Highlight bekam ich dann schon die ersten Eindrücke von Dania Dickens neuste Reihe, bei der Libby Whitman in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt, in dem sie vor Ort gute Verhandlungsarbeit leistet. Hier spürt man wie die Mutter so die Tochter, weil sie in einer Situation wie eine Löwin kämpft. Für mich war dies ein krönender, gelungener Abschluss und ich freue mich schon auf die neue Reihe die mit "Brave Mädchen schreien nicht", bald beginnen wird. Ich jedenfalls kann dieses Buch und die ganze Reihe nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.

 

Kaltes Ende. Ein Ostfriesland-Krimi: Haverbeck ermittelt

Buchseite und Rezensionen zu 'Kaltes Ende. Ein Ostfriesland-Krimi: Haverbeck ermittelt' von Achim Zygar
NAN
(0 Bewertungen)

Leserstimmen:
"Spannend wie alle Krimis dieser Reihe"
"Tolle Unterhaltung. Lesenswert !!!"
"...herrlich spannend und sehr unterhaltsam."

Mitten in der Urlaubssaison ziehen Krabbenfischer vor Borkum einen Arm aus dem Wasser. Tags darauf wird der restliche Körper an Land gespült. Die Hektik in der kleinen Polizeistation ist groß. Und sie wird noch größer als bekannt wird, was im Darm des Toten steckt. Wenige Tage später wird ein weiterer Toter gefunden. Kriminalhauptkommissar Haverbeck aus Bielefeld, der mit seiner Familie Urlaub auf der Insel macht, wird unfreiwillig in die Ermittlungen hineingezogen. Die Spur der Morde führt ihn auf eine Superyacht, die im Hafen von Borkum liegt. Sie gehört dem auf zweifelhaftem Weg reich gewordenen Investmentberater Karl Bergström. Der hat nicht nur viele Feinde, auch seine Ehe kriselt. Und er wird erpresst, von einer attraktiven Frau, die hinter sein Erfolgsgeheimnis gekommen ist und einen heimtückischen Plan verfolgt . . . Lesen Sie den neuen Haverbeck, mit vielen Wendungen und einem wirklich überraschenden Ende.


Alle Romane dieser Reihe sind in sich abgeschlossen und können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

TIPP (nur noch für kurze Zeit): Die ersten vier Fälle gibt es als preisreduzierten Sammelband: Haverbecks schwierigste Fälle. Die ersten Morde (Band 1 bis 4).

Bisher sind in der Haverbeck-Reihe folgende Bücher erschienen:


Tod eines Pizzabäckers. Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)
Tod eines Musikers. Haverbeck ermittelt und lernt eine merkwürdige Welt kennen (2. Fall)
Tod einer Wahrsagerin. Haverbeck ermittelt und blickt in die Zukunft (3. Fall)
Tod einer Beauty-Queen. Haverbeck ermittelt und enthüllt einen teuflischen Plan (4. Fall)
Tod einer Millionärin. Haverbeck ermittelt und blickt in menschliche Abgründe (5. Fall)
Tödlicher Mut. Ein Sylt-Krimi Haverbeck ermittelt und lernt die grauenvollen Seiten einer Urlaubsinsel kennen (6. Fall)
Todestanz nach Mitternacht: Haverbeck ermittelt. Das kurze Leben der Julia L. (7. Fall)
Böser Plan. Haverbeck ermittelt. (8. Fall)
Raues Klima. Ein Norderney-Sylt-Krimi. Haverbeck ermittelt (9. Fall)
Ein fataler Fehler. Haverbeck ermittelt (10. Fall)
Mörderisches Farbenspiel. Haverbeck ermittelt (11. Fall)
Zahl oder stirb. Haverbeck ermittelt (12. Fall)
Kaltes Ende. Ein Ostfriesland-Krimi. Haverbeck ermittelt (13. Fall)

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:266
Verlag:
EAN:
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Mädchenfalle: Haverbeck ermittelt. Sein 14. Fall

Buchseite und Rezensionen zu 'Mädchenfalle: Haverbeck ermittelt. Sein 14. Fall' von Achim Zygar
NAN
(0 Bewertungen)

Nur kurz: Der spannende Bestseller-Krimi zum Einführungspreis!
Leoni war jung und sie hatte ihr Leben noch vor sich. Doch in einer lauen Sommernacht, am Ufer eines Baggersees, wurde es brutal beendet. Zwei Brüder, ein Hotelier und ein Biolandwirt, die ganz in der Nähe des Tatorts wohnen, geraten schnell ins Visier der Polizei. Trotz anfänglicher Ermittlungserfolge, gibt es auch nach Tagen noch keine heiße Spur. Dem Bielefelder Kriminalhauptkommissar Haverbeck läuft die Zeit davon, denn immer mehr Verdächtige, die ein Interesse am Tod der Frau haben könnten, tauchen auf. Gibt es Verbindungen zu einem ähnlichen Mord, der sich vor einem Jahr in einem Nachbarort ereignet hat? Dann hat Haverbeck eine folgenschwere Idee: Die Freundin seines Assistenten, ebenfalls Polizistin, soll undercover bei einem der Brüder arbeiten . . .

Freuen Sie sich auf einen spannenden Krimi mit vielen unverhofften Wendungen und einem erstaunlichen Ende.
»Die Krimireihe ist herrlich spannend und sehr unterhaltsam.« (Zitat aus einer Rezension)

Alle Romane dieser Reihe sind in sich abgeschlossen und können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

TIPP (nur noch für kurze Zeit): Die ersten vier Fälle gibt es als preisreduzierten Sammelband: Haverbecks schwierigste Fälle. Die ersten Morde (Band 1 bis 4).

Bisher sind in der Haverbeck-Reihe folgende Bücher erschienen:


Tod eines Pizzabäckers. Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)
Tod eines Musikers. Haverbeck ermittelt und lernt eine merkwürdige Welt kennen (2. Fall)
Tod einer Wahrsagerin. Haverbeck ermittelt und blickt in die Zukunft (3. Fall)
Tod einer Beauty-Queen. Haverbeck ermittelt und enthüllt einen teuflischen Plan (4. Fall)
Tod einer Millionärin. Haverbeck ermittelt und blickt in menschliche Abgründe (5. Fall)
Tödlicher Mut. Ein Sylt-Krimi Haverbeck ermittelt und lernt die grauenvollen Seiten einer Urlaubsinsel kennen (6. Fall)
Todestanz nach Mitternacht: Haverbeck ermittelt. Das kurze Leben der Julia L. (7. Fall)
Böser Plan. Haverbeck ermittelt. (8. Fall)
Raues Klima. Ein Norderney-Sylt-Krimi. Haverbeck ermittelt (9. Fall)
Ein fataler Fehler. Haverbeck ermittelt (10. Fall)
Mörderisches Farbenspiel. Haverbeck ermittelt (11. Fall)
Zahl oder stirb. Haverbeck ermittelt (12. Fall)
Kaltes Ende. Ein Ostfriesland-Krimi. Haverbeck ermittelt (13. Fall)
Mädchenfalle. Haverbeck ermittelt (14. Fall)

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:262
Verlag:
EAN:
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Im Namen der Vergeltung: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Im Namen der Vergeltung: Thriller' von Marcus Hünnebeck
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Erbarmungslos zwingt der Mörder sein Opfer, sich die Schlinge um den Hals zu legen. Minuten später ist der Mann tot.

Die Soko um den Fallanalytiker Hannes Stahl steht vor einem Rätsel. Rächt sich der Täter für erlittenes Leid, oder treibt ihn etwas anderes an? Die Polizisten handeln unter Zeitdruck. Der Mörder hat nicht zum ersten Mal zugeschlagen, und weitere Opfer drohen.

Zur gleichen Zeit versucht Gregor Brandt, den Unfalltod seiner Ehefrau zu verarbeiten. Der beurlaubte Staatsanwalt geht fieberhaft jedem Hinweis auf den Unfallverursacher nach, der die Schwangere sterbend zurückließ.

Schon bald finden Stahl und seine Kollegen eine Gemeinsamkeit der Mordopfer. Sie alle haben bei Gericht als Schöffen gedient – unter anderem bei einem Prozess, in dem Brandt die Anklage vertrat. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Morden und der Fahrerflucht?

Während Brandt und Stahl Stück für Stück der Wahrheit näherkommen, hat der Mörder bereits das nächste Opfer ins Visier genommen.

"Im Namen der Vergeltung" ist der erste gemeinsame Thriller der Bestseller-Autoren Marcus Hünnebeck und Chris Karlden.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:252
Verlag: Zeilenfluss
EAN:
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Rezensionen zu "Im Namen der Vergeltung: Thriller"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Okt 2019 

    Wenn die Vergeltung grausam zuschlägt

    "In blinder Wut ruft der Mob schnell nach Vergeltung, wenn er Gerechtigkeit fordert." (Marcell Jähner)
    Die Kripo Berlin mit Fallanalytiker Hannes Stahl stehen ratlos vor ihrem nächsten Opfer, das erhängt von seiner Frau in der Wohnung gefunden wurde. Dass dies kein Selbstmord war, wissen sie spätestens, als es schon mal ein ähnliches Opfer gab. Stahl fragt sich nur, wie die beiden Opfer miteinander zusammenhängen und warum sie sterben mussten. Den die Zeit drängt, bevor der Täter womöglich erneut zuschlägt. Hilfe findet er beim ehemaligen Staatsanwalt Gregor Brandt, der nach dem Unfalltod seiner Frau beurlaubt ist. Seither betreibt er einen Podcast mit Fällen ungelösten Verbrechen. Zusammen mit Stahl stellt er fest das die beiden Opfer, als Schöffen bei Gericht tätig waren. Dazu waren sie außerdem noch bei einem Prozess, bei dem ebenfalls Brandt beteiligt war. Hat der Täter auch was mit dem Tod von Brandts Frau zu tun? Werden sie weiter Opfer verhindern können?

    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem Strick und dem Hocker passt sehr gut zum Inhalt dieser Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, locker, unterhaltsam und in mehrere Kapitel unterteilt. Verschiedene Handlungsstränge lassen mich das Opfer und den Täter erleben, sowie die Ermittlungsarbeiten zum einer der Kripo aber auch von Stahl und Brandt als Team. Ich bin immer wieder erstaunt wie zwei unabhängige Autoren sich zu einem Buch vereinigen und so eine Harmonie darstellen. Der Tod von Brandts Ehefrau, den ich gleich am Anfang miterlebe, hat mich sichtlich bewegt. Ich hatte schon ein wenig die Befürchtung, dass es so aufwühlend weitergehen würde. Doch zum Glück haben mich zwar die anderen Opfer berührt, jedoch nicht so emotional wie das erste. Vergeltung oder auch Rache, ist ja kein neues Thema bei Krimi/Thriller, doch die beiden haben hier sich sehr guten Plot ausgedacht. Außergewöhnlich ist es zwar nicht, dass man mit einem Staatsanwalt zusammenarbeitet. Dass dieser jedoch beurlaubt ist, lässt das Ganze nochmals interessanter erscheinen. Allerdings hat es mich schon verwundert, dass Brandt teils sogar von seinen eigenen Kollegen, dabei wie ein Zivilist behandelt wurde, doch ich denke, dass dies durchaus regulär ist. Die Motivation des Täters, erscheinen mir zwar recht schnell klar zu sein, anderseits beim Täter persönlich blieb selbst ich bis zum Schluss ratlos. Dass es dann am Ende noch eine zusätzliche Überraschung gab, fand ich eine gelungene Intuition der beiden Autoren, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte. Die Protagonisten waren mir bis auf wenige sehr sympathisch. Ganz besonders der Charismatische, traumatisierte Gregor Brandt, bei dem ich mit seiner ganzen Situation mitgelitten habe. Hannes Stahl dagegen ist eher der ausgeglichene, dynamische Mensch, der gerne mal das Ruder an sich reißt. Dadurch kommt es häufiger zu Streitigkeiten mit seiner Kollegin Natalie Schrader. Sie fand ich von Anfang an total unsympathisch, gerade ihre egoistische, besserwisserische Art nervte mich ungemein. Dadurch leidet auch sehr das Klima innerhalb des Ermittlerteams. Nur gut das dies wenigstens Gregor Brandt mit seiner charmanten Art wieder ausgleichen konnte. Selbst wenn für mich der Spannungsbogen noch Luft nach oben hatte, fand ich dies ein gelungenes Debüt der beiden Top Autoren. So hoffe ich das es weitere Fälle mit Stahl/Brandt als Ermittler geben wird. Von mir gibt es auf alle Fälle 4 1/2 von 5 Sterne.

 

Mord im Spiegel: Ein Fall für Miss Marple

 

16 Uhr 50 ab Paddington: Ein Fall für Miss Marple

 

Achtsam morden: Roman

Rezensionen zu "Achtsam morden: Roman"

  1. 4
    (4 von 5 *)
     - 11. Sep 2019 

    Die etwas andere Art, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

    Achtsamkeit und Mord – auf den ersten Blick scheinen diese Elemente nicht zusammenzupassen. Dennoch gelingt es Karsten Dusse in seinem 416-seitigen Roman „Achtsam morden“, der im Juni 2019 bei Heyne erschienen ist, diese auf unterhaltsame Weise miteinander in Einklang zu bringen.
    Der Untertitel des Romans lautet „Ein entschleunigter Kriminalroman“. Ein klassischer Kriminalroman ist er jedoch nicht, denn es fehlen einfach Ermittlungsarbeiten mit den ihnen immanenten Fragezeichen. Auch „entschleunigt“ passt nur bedingt, geht es an einigen Stellen sogar rasant zu. Eher haben wir hier eine Satire, eine humorvolle Betrachtung des Themas „Achtsamkeit“ vor uns, welche die Achtsamkeit sozusagen ad absurdum führt. So sieht sich der Autor in seinem „Dank“ dann auch verpflichtet zu betonen, dass ihm „Achtsamkeit – bei allem Humor – wichtig ist.“ (S. 414)
    Björn Diemel ist ein eher mäßig erfolgreicher Anwalt. Sein einziger Mandant ist Dragan, der Kopf eines örtlichen Verbrechersyndikats. Da Dragan immer wieder für Schwierigkeiten sorgt, ist sein Verteidiger mit Arbeit mehr als ausgelastet. Seine Frau, Katharina, stellt ihm schließlich ein Ultimatum: Um seine Familie zu retten, muss er seine Work-Life-Balance in den Griff kriegen und wird zu einem Achtsamkeitsseminar verdonnert. Dieses fruchtet dann auch recht bald, und nachdem Björn das Thema „Dragan“ auf seine neue, achtsame Art und Weise gelöst hat, wird er selbst zum Kopf des Syndikats. Dabei helfen die Regeln der Achtsamkeit ihm, auch diesen Job zu meistern – und sich dennoch um seine Familie kümmern zu können.
    Geschrieben ist der Roman aus der Perspektive eines Ich-Erzählers, des Anwalts Björn Diemel. Das Buch gehört also zu den eher seltenen Vertretern, in denen der Täter selbst seine Geschichte erzählt.
    Die Idee an sich, Achtsamkeit dazu zu nutzen, um auf etwas brutalere Art das Leben in den Griff zu kriegen, ist witzig. Sehr gut hat der Autor dieses in der ersten Hälfte des Romans umgesetzt: Mit viel schwarzem Humor und Wortwitz schildert er, wie Björn sich von der Last der Arbeit befreit. Auch Stellen, die ans Herz gehen, fehlen hier nicht, wenn der Anwalt und Vater sich z.B. rührend um seine Tochter kümmert … und dabei achtsam andere aus dem Weg räumt. Leider nutzt sich in der zweiten Hälfte der Humor allmählich ab, streckenweise hatte ich das Gefühl, als bestehe der Witz nur noch darin, andere zu foltern oder zu schlagen. Brutal sind diese Schilderungen nicht, erinnern aber irgendwie an alte Filmkomödien: Gib ihm noch eins drauf, dann lachen alle.
    Jedes Kapitel wird von einer Achtsamkeitsregel eingeleitet; anschließend wird diese Regel anhand des Geschehens erklärt bzw. in die Praxis umgesetzt. Dabei birgt es eine Menge Ironie in sich, dass ebendiese Grundsätze benutzt werden, um zu morden. Darüber hinaus bieten die Achtsamkeitssätze den Leserinnen und Lesern natürlich auch eine Menge Stoff zum Sinnieren, sodass man sich unwillkürlich mit diesen auseinandersetzt, sein eigenes Verhalten reflektiert und bestimmt auch Neues lernt.
    Der Autor schreckt auch nicht davor zurück, Kritik an verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen und Begebenheiten zu üben, wenn z.B. die Schwierigkeiten beim Ergattern eines Kindergartenplatzes aufs Tapet gebracht werden.
    Sprachlich ist dieses Werk flott und flüssig zu lesen, der Autor wählt, passend zur Erzählperspektive, einen „Plauderton“, was beim Lesen das Gefühl gibt, alles aus erster Hand erzählt zu bekommen.
    Die Charaktere sind anschaulich und wandelbar gestaltet. Eher unsympathisch war mir Björns Ehefrau, da sie dem Klischee einer Frau entspricht, die versorgt sein will, aber selber wenig bereit ist zu handeln.
    Insgesamt hat mich dieser Roman gut unterhalten und zum Nachdenken animiert. Allerdings verliert der Humor in der zweiten Romanhälfte sehr an Reiz und das Ende kommt recht abrupt, sodass ich dem Buch alles in allem dreieinhalb von fünf Lesersternen verleihe. Trotz allem ist es aber eine lesenswerte Lektüre.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Sep 2019 

    Skurril, schwarzhumorig und satirisch - achtsam eben...

    Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Ehe ins Reine zu bringen, sich als guter Vater zu beweisen und die etwas aus den Fugen geratene Work-Life-Balance wieder herzustellen. Denn Björn ist ein erfolgreicher Anwalt und hat dementsprechend sehr wenig Zeit für seine Familie. Der Kurs trägt tatsächlich Früchte und Björn kann das Gelernte sogar in seinen Job integrieren, allerdings nicht ganz auf die erwartete Weise. Denn als sein Mandant, ein brutaler und mehr als schuldiger Großkrimineller, beginnt, ihm ernstliche Probleme zu bereiten, bringt er ihn einfach um — und zwar nach allen Regeln der Achtsamkeit.

    Was für eine Mischung! Krimi? Naja, irgendwie schon, auch wenn die Handlung sich nicht gerade überschlägt vor Spannung. Satire? Auf jeden Fall, und zwar nicht zu knapp. Humor? Na, und ob. Sprachwitz, skurrile Szenen und viel schwarzer Humor, da fließt schon mal das ein oder andere Lachtränchen.

    Björn ist ein Anwalt, den man durchaus als erfolgreich bezeichnen könnte, denn immerhin beschäftigt ihn sein Mandant nahezu rund um die Uhr. Nur ein Mandant. Ja, und auch nicht irgendwer. Sondern DIE Gangstergröße in der Stadt, der nichts fremd ist, was Geld bringt und vor allem illegal ist. Da hat Björn eben alle Hände voll zu tun.
    Dumm nur, dass sein unermüdlicher Arbeitseinsatz so wenig Anerkennung findet.

    In der Kanzlei gilt er als der Anwalt mit dem 'Bäh-Mandanten', und Björn ist klar, dass er niemals als Partner der Kanzlei in Frage kommen, sondern stets ein Angestellter bleiben wird. Aber auch seine Frau schießt quer. Statt sich zu freuen, dass der Rubel rollt, nimmt sie einfach ihre gemeinsame Tochter und geht. Dabei empfiehlt sie Björn noch, sich an einen Achtsamkeits-Therapeuten zu wenden, damit sein Leben vielleicht doch noch einen anderen Inhalt findet als stets nur die Arbeit.

    Da er seine Frau und v.a. seine kleine Tochter nicht verlieren will, stimmt Björn einem Treffen mit dem Therapeuten zu - und lernt wider Erwarten viel dazu. Zu seinem eigenen Erstaunen und zu dem des Lesers setzt er die meisten Achtsamkeits-Ratschläge auch prompt in die Praxis um. Und siehe da: es geht ihm von Stund' an besser. Einigen in Björns Umgebung allerdings nicht. Oder wissen die die Reglen der Achtsamkeit einfach nicht zu schätzen?

    Auch wenn die Handlung nicht spektakulär spannend ist, weiß sie doch durch einige überraschende Wendungen zu unterhalten. Wie ich gelesen habe, sieht der Autor seinen Roman auch als Gesellschaftssatire - und ja, da stimme ich ihm durchaus zu. Zentraler Punkt der Handlung ist die Achtsamkeit, und auch wenn nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass diese Lebensart womöglich auch Bestandteil der Satire ist, ist nicht leugnen, dass sich Karsten Dusse intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt haben muss.

    Zu Beginn eines jeden Kapitels steht ein Grundsatz zur Achtsamkeit, der dann in der darauf folgenden Handlung jeweils gleich in die Tat umgesetzt wird. Erstaunlich, welche Folgen der Achtsamkeitsgedanke so haben kann - manches muss man wohl einfach logisch bis zum Ende durchdenken.

    Mich konnte der Roman jedenfalls alles in allem gut unterhalten, was mich über einige langatmige Passagen, etliche vom Lektorat übersehene Fehler und ein doch recht abruptes Ende hinwegsehen lässt. Wer bislang mit dem Thema 'Achtsamkeit' nichts anfangen konnte, dem sei das Buch empfohlen!

    © Parden

 

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