Umwege: Ein deutsch-englischer Krimi (Butler & Graf, Band 3)

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Rezensionen zu "Umwege: Ein deutsch-englischer Krimi (Butler & Graf, Band 3)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Jun 2018 

    Gelungenes zweisprachiges Abenteuer, sehr lesenswert

    Klappentext:
    Das Flugzeug aus Berlin mit Manni und seinem Orchester an Bord soll plötzlich auf der Autobahn in Frankfurt notlanden. Falsche Töne begleiten das erste Konzert ... Die ganze Europa-Tournee hindurch ereignen sich merkwürdieg Dinge. Nur Maddy und ihre Freunde sehen einen Zusammenhang. Eine Spur führt sie in ein halbleeres Hochhaus in London, zu einem weltfremden Computergenie.

    Über die Autoren (Quelle: Zusammenfassung der Portraits des Rowohlt-Verlags):
    Dietmar Rösler, geboren 1951 in Emden, studierte in Berlin. Er war als Germanist an Hochschulen in Dublin, Berlin und London tätig. Derzeit ist er Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Gießen.
    Emer O'Sullivan, geboren 1957 und aufgewachsen in Dublin, studierte in Berlin Anglistik und Germanistik. Sie war an verschiedenen deutschen Universitäten tätig, derzeit ist sie Professorin für Englische Literatur an der Universität Lüneburg.
    Rösler und O'Sullivan haben gemeinsam eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern verfasst, die englisch und deutsch gemischt geschrieben sind.

    Persönlicher Eindruck:
    Butler, Graf & Friends: Umwege ist der dritte und letzte Band der Reihe Butler & Graf. Das Buch ist in zwei Sprachen geschrieben, Deutsch und Englisch. Wörtliche Rede und wörtlich wiedergegebene Gedanken sind dabei in der Originalsprache verfasst, in der der Sprecher sie sagt oder denkt, der erzählende Text wechselt jeweils nach zwei bis fünf Sätzen die Sprache. Man braucht aber keine ausgeprägten Englisch-Kenntnisse, um der Geschichte zu folgen, ich habe die Reihe nach einem Jahr Englisch-Unterricht zum ersten Mal gelesen und brauchte kein Wörterbuch.
    Inhaltlich handelt es sich um ein Jugendabenteuer. Zwei Mitglieder der aus den früheren Bänden bekannten Gruppe nehmen an einem internationalen Chor- und Orchesterprojekt teil und treffen dabei in verschiedenen Städten auch ihre Freunde. Rund um die Konzerte kommt es zu seltsamen Vorgängen, und die Jugendlichen stoßen auf mehrere Personen, die sich auffällig verhalten und entweder mit Chor und Orchester und/oder mit der Firma in Verbindung stehen, die die Tournee sponsert.
    Wie schon in den vorherigen Bänden gibt es über weite Strecken einige Verwirrung, weil es mehrere Fäden gibt, die die Protagonisten mit ihrem Wissen nicht auseinanderhalten können. Da die Geschichte ausschließlich aus deren Sicht geschildert wird, bleibt auch für den Leser lange unklar, wie viele Suppen im Hintergrund gekocht werden, und wirklicher Durchblick stellt sich erst auf den letzten Seiten ein. Die Autoren bleiben in dieser Hinsicht ihrem bewährten Konzept treu, halten die Spannung und schaffen mehrere überraschende Wendungen.
    Nebenbei gibt es in diesem Band der Reihe auch einen explizit romantischen Erzählstrang um Manni und eine frühere Freundin von Una. Auch Florians nicht gerade erfreulicher Familienhintergrund rückt stärker in den Focus, und damit einhergehend eine Änderung der Sicht, die Maddy auf Florian hat.

 

Nur ein Spiel?: Ein deutsch-englischer Krimi (Butler & Graf, Band 2)

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Rezensionen zu "Nur ein Spiel?: Ein deutsch-englischer Krimi (Butler & Graf, Band 2)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Jun 2018 

    Vielschichtiges Abenteuer in zwei Sprachen

    Klappentext:
    Als Teilnehmer an einem Fernsehquiz verbringen Maddy und ihre Freunde aus Deutschland drei herrliche Wochen in London. Bei der Ausstrahlung der ersten Sendung jedoch müssen sie feststellen, dass ein englischer Teilnehmer, der es immerhin bis zum Halbfinale geschafft hatte, raffiniert aus der Sendung herausgeschnitten worden ist. Maddy und ihre Freunde entdecken, dass es sich dabei nicht um einen technischen Fehler handelt ...

    Über die Autoren (Quelle: Zusammenfassung der Portraits des Rowohlt-Verlags):
    Dietmar Rösler, geboren 1951 in Emden, studierte in Berlin. Er war als Germanist an Hochschulen in Dublin, Berlin und London tätig. Derzeit ist er Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Gießen.
    Emer O'Sullivan, geboren 1957 und aufgewachsen in Dublin, studierte in Berlin Anglistik und Germanistik. Sie war an verschiedenen deutschen Universitäten tätig, derzeit ist sie Professorin für Englische Literatur an der Universität Lüneburg.
    Rösler und O'Sullivan haben gemeinsam eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern verfasst, die englisch und deutsch gemischt geschrieben sind.

    Persönlicher Eindruck:
    Butler, Graf & Friends: Nur ein Spiel? ist der zweite von drei Bänden der Reihe Butler & Graf. Das Buch ist in zwei Sprachen geschrieben, Deutsch und Englisch. Wörtliche Rede und wörtlich wiedergegebene Gedanken sind dabei in der Originalsprache verfasst, in der der Sprecher sie sagt oder denkt, der erzählende Text wechselt jeweils nach zwei bis fünf Sätzen die Sprache. Man braucht aber keine ausgeprägten Englisch-Kenntnisse, um der Geschichte zu folgen, ich habe das Buch nach einem Jahr Englisch-Unterricht zum ersten Mal gelesen und brauchte kein Wörterbuch.
    Inhaltlich handelt es sich um ein Jugendabenteuer. Eine internationale Clique aus sechs Jugendlichen nimmt an einer Quizshow teil und beginnt nachzuforschen, als ihnen bei der Ausstrahlung der ersten Sendung eine Unstimmigkeit auffällt. Der Fall, den das Sextett zu lösen hat, kommt ohne körperliche Gewalt aus und zieht seine Spannung aus der Undurchsichtigkeit der Motive hinter dem Offensichtlichen.
    Mir gefällt, dass die Protagonisten im Vergleich zum ersten Band mehr Raum bekommen, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Außerdem kommt mit der Irin Una, die manchmal etwas ruppig wirkt, eine Figur hinzu, die manchen Situationen eine witzige Note gibt.
    Die Quizshow bildet in sich noch einmal eine eigene Handlungsebene. Die Protagonisten stellen zwei Dreier-Teams, die mit wechselndem Erfolg gegen andere Mannschaften antreten. Die Autoren beschreiben die wichtige Ausschnitte aus den Shows in einer Art, die den Leser mit um den Einzug in die nächste Runde zittern lässt, ohne das Buch damit zu überfrachten.
    Manche Details wirken wie schon im ersten Band angestaubt, was dem Alter der Reihe geschuldet ist; insbesondere Computer haben sich nun mal seit 1990 deutlich weiterentwickelt. Störend finde ich das nicht, und auch heutige Jugendliche sollten keine Schwierigkeiten haben, der Handlung zu folgen.

    Fazit:
    Vielschichtiges Abenteuer in zwei Sprachen, das auch nach fast drei Jahrzehnten seinen Reiz nicht verloren hat.

 

Butler & Graf: Ein deutsch-englischer Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Butler & Graf: Ein deutsch-englischer Krimi' von Emer O'Sullivan
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Maddy Butler ist ein patentes Mädchen aus London, das zwei große Hobbys hat: Computer und Judo. Florian Graf ist ein arrogantes ‹rich kid› aus Berlin, das wegen schlechter Englischzensuren in London einen Sprachkurs mit ‹Familienanschluss› absolvieren muss. Maddy und Florian geraten in einen Kriminalfall, in dem nicht zuletzt Computer eine Hauptrolle spielen und den sie gemeinsam deutsch/englisch aufzuklären versuchen. Dabei mögen sie sich eigentlich gar nicht. Aber nicht nur deshalb stehen sie ständig unter Spannung ...

Format:Kindle Edition
Seiten:128
EAN:
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Rezensionen zu "Butler & Graf: Ein deutsch-englischer Krimi"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Jun 2018 

    Immer noch spannendes Abenteuer in zwei Sprachen

    Klappentext:
    Maddy Butler ist ein patentes Mädchen aus London, das zwei große Hobbys hat: Computer und Judo. Florian Graf ist ein arrogantes ‹rich kid› aus Berlin, das wegen schlechter Englischzensuren in London einen Sprachkurs mit ‹Familienanschluss› absolvieren muss. Maddy und Florian geraten in einen Kriminalfall, in dem nicht zuletzt Computer eine Hauptrolle spielen und den sie gemeinsam deutsch/englisch aufzuklären versuchen. Dabei mögen sie sich eigentlich gar nicht. Aber nicht nur deshalb stehen sie ständig unter Spannung ...

    Über die Autoren (Quelle: Zusammenfassung der Portraits des Rowohlt-Verlags):
    Dietmar Rösler, geboren 1951 in Emden, studierte in Berlin. Er war als Germanist an Hochschulen in Dublin, Berlin und Londoin tätig. Derzeit ist er Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Gießen.
    Emer O'Sullivan, geboren 1957 und aufgewachsen in Dublin, studierte in Berlin Anglistik und Germanistik. Sie war an verschiedenen deutschen Universitäten tätig, derzeit ist sie Professorin für Englische Literatur an der Universität Lüneburg.
    Rösler und O'Sullivan haben gemeinsam eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern verfasst, die englisch und deutsch gemischt geschrieben sind.

    Persönlicher Eindruck:
    Butler & Graf ist der erste von drei Bänden einer Reihe um die beiden Jugendlichen Florian Graf aus Berlin und Maddy Butler aus London. Das Buch ist in zwei Sprachen geschrieben, Deutsch und Englisch. Wörtliche Rede und wörtlich wiedergegebene Gedanken sind dabei in der Originalsprache verfasst, in der der Sprecher sie sagt oder denkt, der erzählende Text wechselt jeweils nach zwei bis fünf Sätzen die Sprache. Man braucht aber keine ausgeprägten Englisch-Kenntnisse, um der Geschichte zu folgen, ich habe das Buch nach einem Jahr Englisch-Unterricht zum ersten Mal gelesen und brauchte kein Wörterbuch.
    Inhaltlich ist Butler & Graf ein Jugendabenteuer; das Alter der Protagonisten wird nicht genannt, ich würde sie auf 15 bis 16 Jahre schätzen. Die Handlung spielt in London, wo Florian im Zuge eines Sprachkurses bei Maddy zu Gast ist.
    Anfangs lebt die Geschichte viel von den Spannungen zwischen Maddy und Florian, die aus zu unterschiedlichen Welten kommen, um sich auf Anhieb zu verstehen. Diese Schwierigkeiten, miteinander warmzuwerden, spielen auch bis kurz vor dem Ende immer wieder einmal eine Rolle und sind geschickt in den Kriminalfall eingewoben, in den Florian und Maddy unversehens geraten.
    Im Mittelteil muss man aufpassen, dass man den Faden nicht verliert, denn hier haben zu viele Parteien mit unterschiedlichen Interessen die Finger im Topf, und den Jugendlichen, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird, geht der Überblick über die Situation verloren. Wenn am Ende die Fäden dann zusammengeführt werden, kommen für meinen Geschmack etwas viele Zufälle und Falschannahmen ans Licht, aber es wird nicht unglaubwürdig und schadet der Geschichte so insgesamt nicht.
    Die Erstausgabe des Buches stammt von 1988; dementsprechend altmodisch mögen manche Details aus heutiger Sicht wirken. Das macht sich naturgemäß vor allem bei Maddys Computer bemerkbar, der in der Handlung keine ganz unwesentliche Rolle spielt, aber auch daran, dass ein an einer Stelle erwähntes Autotelefon das Modernste an mobiler Kommunikation darstellt. Wahrscheinlich könnte man auch nicht alles so ohne Weiteres in die heutige Zeit übertragen, und soweit ich es erkennen kann, sind die Neuauflagen von 2017 inhaltlich auch nicht verändert. Störend fand ich das persönlich nicht, die Qualität der Geschichte als solche leidet darunter nicht.

    Fazit:
    Nicht mehr ganz modernes, aber immer noch spannendes Abenteuer in zwei Sprachen.

 

Der Mörder weinte

Rezensionen zu "Der Mörder weinte"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Mai 2015 

    Fesselnde Geschichte

    Anne-Laure Bondoux schildert das Schicksal sehr vielschichtiger Figuren über Jahre auf wenigen Seiten und trotzdem hat der Leser das Gefühl, ganz in den Bann dieses kargen Lebens gezogen zu werden und Innen- wie Außenleben zu verstehen. Die kurzen Kapitel und die zumeist kurzen und einfachen Sätze kommen jungen Lesern entgegen. Gleichzeitig entfaltet diese einfache Erzählweise Bilder und Stimmungen, die ganz und gar nicht oberflächlich sind. Wie auch auf dem Cover greifen hier Einfachheit und Schönheit harmonisch ineinander und lassen den Leser nicht mehr los. Rezension von Eva Maus auf unserer Website.