Champions – Sporthelden, die Geschichte schreiben

Buchseite und Rezensionen zu 'Champions – Sporthelden, die Geschichte schreiben' von Sven Voss
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Champions – Sporthelden, die Geschichte schreiben"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
EAN:9783745907605
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Rezensionen zu "Champions – Sporthelden, die Geschichte schreiben"

  1. Sport-HeldInnen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 28. Dez 2021 

    Eine wirklich wirklich tolle Buchidee.

    Zum Cover: dieses ist schön gestaltet und passt auch zum Inhalt - es ist passend für die eigentliche Zielgruppe ausgerichtet.

    Auf jeweils 3-4 Seiten werden alle Sportlerinnen die man so kennt vorgestellt. Der Schreibstil ist einfach und flüssig lesbar - somit perfekt für die Zielgruppe. Inhaltlich ist das Buch wirklich interessant aufgebaut, auch für die Erwachsenen somit durchaus interessant zu lesen.
    Man hat die Möglichkeit die verschiedensten Sportarten kennenzulernen, und ja es werden wirklich massenhaft Sportarten abgebildet in dem Buch - sicher sehr interessant für die jüngeren Leser. Man lernt aber auch die persönlichen Hintergründe der Sportler kennen.

    Besonders gut an dem Buch gefällt mir, dass es durchaus ein Motivator ist, das Interesse für die ein oder andere Sportart zu wecken und dazu zu motivieren, diese auch einmal auszuprobieren.

    Absolute Empfehlung für dieses Buch.

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Einfach nur Fußball spielen

Buchseite und Rezensionen zu 'Einfach nur Fußball spielen' von Michael Stilson
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Einfach nur Fußball spielen"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
EAN:9783038800415
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Nanga Parbat – Mein Schlüsselberg

Buchseite und Rezensionen zu 'Nanga Parbat – Mein Schlüsselberg' von Reinhold Messner
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Nanga Parbat – Mein Schlüsselberg"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:324
EAN:9783453281264
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Rezensionen zu "Nanga Parbat – Mein Schlüsselberg"

  1. Ein sehr faszinierendes und opulentes Bildband

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Nov 2021 

    In diesem hochwertig gestalteten Bildband mit zweihundert Farbfotos offenbart der Autor seine ganz persönliche Sichtweise auf die Berge.Die Bilder haben beim ersten durchblättern auf mich sofort einen überwältigenden Eindruck hinterlassen.
    Zu Beginn gibt es eine Karte vom Nanga Parbat auf der die wichtigsten Routen von den unterschiedlichen Expeditionen eingezeichnet sind.Der Inhalt wird in zwanzig Kategorien unterteilt :von Berge über Tiefe,von Langsamkeit bis hin zum Gebirge.
    Besonders hatte mich die geschichtliche Seite diese Buches angetan.Das geht es z.B.bei Albert Mummery 1895 los als er die Diamir-Flanke in mehr als 6000 Metern erreichte.
    Dieses Buch zog mich Seite für Seite in seinen Bann.Die Texte zu den Bildern sind sehr detailliert und bildhaft beschrieben. Es sind meiner Meinung nach auch zum Teil sehr persönliche Gedanken und Einblicke von Messner. In diesem Buch geht es nicht nur um ihn selbst sondern auch um andere Bergsteiger und Expeditionen die sich auf den Nanga Parbat gewagt haben,sei es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Es wird von der Erstbesteigung berichtet bis hin zur Expedition im Jahr 2019.
    Immer wieder stieß ich auf alte Bilder und Tagebucheinträge die für mich faszinierend waren. Es sind abwechslungsreiche und spannende Berichte über und von Zeitzeugen die zum Teil schonungslos sind.Natürlich wird auch von der Besteigung Messners mit seinem Bruder Günther berichtet der dabei ums Leben kam.
    Meine Hochachtung vor diesen Männern wurde mit jedem umblättern größer.Beim lesen vergaß ich zwischendurch manchmal die Zeit. So sehr hatte mich dieses Buch in den Bann gezogen und übte auf mich eine Faszination aus der ich mich kaum entziehen konnte.

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Althea Gibson - Gegen alle Widerstände. Die Geschichte einer vergessenen Heldin

Buchseite und Rezensionen zu 'Althea Gibson - Gegen alle Widerstände. Die Geschichte einer vergessenen Heldin' von Bruce Schoenfeld
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:416
Verlag: HarperCollins
EAN:9783749902590
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Rezensionen zu "Althea Gibson - Gegen alle Widerstände. Die Geschichte einer vergessenen Heldin"

  1. Lesenswert

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Okt 2021 

    Klappentext:
    „Bis 1950 durfte sie nicht gegen Weiße spielen. Dann gewann sie Wimbledon.
    Althea Gibson war die erste Schwarze, die Wimbledon gewann. Doch der Weg dorthin war hart. Aufgrund ihrer Hautfarbe wird die US-Amerikanerin immer wieder diskriminiert und ausgegrenzt, auf dem Platz beschimpft und ausgebuht. Angela Buxton, Engländerin und Enkelin russischer Juden, kämpft aufgrund ihrer Herkunft mit ähnlichen Vorurteilen.
    Beide Frauen gelten im Profitennis der fünfziger Jahre als Außenseiterinnen – bis sie sich zusammentun und in Wimbledon 1956 das Damendoppel gewinnen. Ein Sieg, der wie ein Donnerschlag die damalige Sportwelt erschüttert. Am Ende ihrer Karriere hat Althea Gibson elf Grand-Slam-Titel geholt….“

    Ich muss gleich zu Beginn loswerden, nein, ich bin keine große Tennis-Guckerin im TV und verstehe auch nur bedingt etwas davon aber ist es dennoch ein sehr faszinierender Sport, der mich immer wieder einnimmt. Althea Gibson kannte ich und somit war ich äußerst gespannt wie ihre Geschichte und auch die von Angela Buxton hier umgesetzt wurde.
    Die Geschichte der beiden Damen ist so viel mehr als nur Tennis-Geschichte und das merkt man ganz schnell nach den ersten Seiten. Jede der beiden Damen könnte nicht unterschiedlicher sein, aber dennoch haben sie den gleichen schweren Rucksack auf den Schultern zu stemmen - ihre Herkunft.
    Mit voller Kraft und Engagement schlagen die beiden Ladys nicht nur die Bälle über das Spielfeld sondern auch hier die Sätze dem Leser regelrecht um die Ohren. Autor Bruce Schoenfeld hat hier wahres Talent bewiesen die damalige Zeit sowie aber auch die Damen zu porträtieren. Er spricht hier so viele Dinge an, wo man zwar heute den Kopf schüttelt, aber dennoch feststellt, das selbst heute noch solche Grausamkeiten beim Thema Rassismus etc. immer wieder aufkeimen. Wird das denn nie ein Ende haben? Und genau diese Wut darüber hat die beiden Damen zu unglaublicher Kraft aus sich herauswachsen lassen - wow! Einerseits sind sie Sinnbild für den Sport aber eben auch für den Kampf gegen Rassismus. Was dabei möglich ist, war eben der Gewinn von Wimbledon 1956 und noch so viel mehr….einfach nur beeindruckend und wahrlich gut geschrieben ohne dabei zu übertreiben oder etwas unausgesprochen zu lassen. Absolute Leseempfehlung und deshalb gibt es auch 5 von 5 Sterne!

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Nordrhein-Westfalen - Wälder

Buchseite und Rezensionen zu 'Nordrhein-Westfalen - Wälder' von Sabine Hauke
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Nordrhein-Westfalen - Wälder"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:192
Verlag: Droste Verlag
EAN:9783770021178
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Rezensionen zu "Nordrhein-Westfalen - Wälder"

  1. Schöne Wandertipps...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Sep 2021 

    Der Wald: Sehnsuchtsort, Erholungsraum, grüner Seelentröster. Ein Viertel NRWs ist von Laub-, Misch- und Nadelwäldern bedeckt, die uns entspannte Stunden schenken und aus denen wir gestärkt in den Alltag zurückkehren. Ob auf einer Auszeittour durch einen urwüchsigen Naturwald oder bei einer Erfrischungstour im gepflegten Nutzwald: Nordrhein-Westfalens Waldkulturerbe ist eine faszinierende und facettenreiche Erlebniswelt, in die wir immer wieder eintauchen wollen! Wandern, wohlfühlen, Wald erleben!

    Das Wandern hatte ich schon vor dem bösen C-Wort für mich entdeckt, aber seit sich das Reisen in andere Länder lange Zeit und immer wieder schwierig gestaltet, hat das Hobby für mich noch an Wert hinzugewonnen. Natürlich ist die nähere Umgebung bereits ausgiebig erforscht, und gerade in Urlaubszeiten bin ich daher dankbar für neue Wandertipps.

    Als ich im Buchladen auf dieses Buch stieß, war das Liebe auf den ersten Blick. Titel und Cover zogen mich gleich magisch an, und der Blick ins Buch bestätigte meine Hoffnungen: hier gab es doch einiges an Neuem zu entdecken. Natürlich würde erst die intensivere Beschäftigung mit dem Ratgeber zeigen, ob diese Hoffnungen begründet waren und sich die vorgestellten Strecken tatsächlich als die "Geheimtipps" herausstellten, wie ich es mir wünschte.

    Nun sind seit dem Kauf bereits einige Wochen vergangen und etliche der Strecken sind mittlerweile ausprobiert und für gut befunden worden. Tatsächlich macht die Beschreibung der Routen auf jede einzelne von ihnen neugierig, die Aufmachung insgesamt hat mich überzeugen können.

    20 Routen verschiedener Länge (7-14 km) werden hier vorgestellt, grob unterteilt in die Rubriken:

    - Auszeittouren (Naturerlebnisse von blühenden Landschaften bis zu bunten Schmetterlingen)
    - Panoramatouren (mit grandiosen Weitblicken)
    - Verwöhntouren (mit gemütlichen Gasthöfen auf dem Weg)
    - Entschleunigungstouren (mit besinnlichen Ruheorten zum Verweilen)
    - Erfrischungstouren (entlang an Seen, Flüssen und Bächen)

    Zu Beginn gibt es auf einer Doppelseite alle Wanderungen auf einen Blick, überschrieben mit neugierig machenden Namen (Teufelskanzel, Farbenzauber, Klänge im Wald, Voller Poesie, Die Kühle Ilse usw.). Außerdem ersichtlich ist bei dieser Übersicht gleich auch die Länge der jeweiligen Tour, die Höhenmeter sowie die ungefähre Dauer der Wanderung (2-4,5 Stunden). Da sollte sich für jedes Fitnesslevel etwas finden lassen.

    Jede einzelne Tour wird dann ausführlich auf 8-10 Seiten vorgestellt - der ganze Weg kann sozusagen im Kopf mitgegangen werden, weil genau geschildert wird, wo abgebogen wird, was an dem Streckenabschnitt zu entdecken ist und worauf man achten sollte. Neben der ausführlichen Streckenschilderung gibt es interessante Informationen über die Gegend an sich, Fotos untermalen die Eindrücke bildhaft, und am Schluss wird auf einer detaillierten Karte der Weg noch einmal im Überblick dargestellt. Dieser Umstand erleichtert mir den Übertrag in meine Wanderapp - so habe ich den Weg trittsicher immer bei mir, was ich bislang stets als sehr hilfreich empfand.

    Ob die vorgeschlagenen Gasthöfe an dem jeweiligen Wandertag tatsächlich geöffnet haben oder ob man seine Verpflegung doch lieber im Rucksack mitführen sollte, findet man letztlich wohl nur durch Internetrecherche heraus. Das stellte für mich aber ebenfalls kein Problem dar. Als positiv empfand ich auch, dass die jeweiligen Wanderparkplätze als Start- und Zielort jeweils mit einer sehr genauen Adresse angegeben sind.

    Die bisher von mir erprobten Wanderwege ließen sich gut begehen, teilweise war dann auch tatsächlich eine besondere Atmosphäre zu spüren (friedvoll, fast mystisch zuweilen), was mich sehr freute. Die schönen Seiten in NRW - es gibt sie offenbar doch noch. Ich habe mir vorgenommen, nach und nach alle 20 vorgestellten Routen zu begehen und freue mich daher auf noch so manch schöne Entdeckung.

    Ein Wanderführer, der den Namen wirklich verdient. Absolute Empfehlung meinerseits!

    © Parden

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Sinnliche Wanderungen im Schwarzwald

Buchseite und Rezensionen zu 'Sinnliche Wanderungen im Schwarzwald' von Annette Maria Rieger
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:152
EAN:9783763028474
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Rezensionen zu "Sinnliche Wanderungen im Schwarzwald"

  1. Wanderungen zwischen Quellen,Bächen und Wasserfällen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Sep 2021 

    Dieses Wanderbuch ist hochwertig gestaltet.Das sah ich schon auf den ersten Blick.Zu Beginn gibt es eine Karte vom Schwarzwald mit den makierten Wanderungen die in diesem Buch vorgestellt werden.Die Wanderungen selbst gehen rund um Quellen, Bäche und Wasserfälle. Es sind zum Teil Rundwanderungen was mir persönlich als Wanderbegeisterte besser gefällt.Die Wanderungen sind immer bebildert und sind sehr gut beschrieben. Es gibt zusätzlich Optionen bei denen
    der Wanderer zusätzlich noch einen Abstecher in die nähere Umgebung machen kann oder möchte.Das finde ich persönlich sehr gut da es auch abseits der Wege interessante Dinge zum anschauen gibt.Dabei ist der Schreibstil leicht und angenehm zu lesen.Auch ist der Text ist verständlich ohne kompliziert zu wirken.Ein kleines Beispiel ist der Rundweg entlang der"Kleine Kinzig"bis zur Trinkwassertalsperre.Die Touren werden mit Kilometerzahl und Stunden beschrieben und angegeben.Dazu der Parkplatz die Koordinaten und höchster Punkt.Bei allen Beschreibungen gibt es dann zusätzlich noch eine kleine Karte und zudem geschichtliches aus der Umgebung was ich reizvoll finde. So kann sich der Wanderer noch ein besseres Bild von allem machen.Ich wandere selbst viel im Schwarzwald und eine Strecke bin ich schon abgelaufen welche in diesem Buch unter anderem gezeigt wird und muss sagen dass der Wanderweg wirklich hervorragend beschrieben ist.Genau so habe ich es auch erlebt.Auf jeden Fall werde ich mir demnächst meine Wanderschuhe und Rucksack packen um dann eine Tour in diesem Buch abzuwandern.

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Berlin 1936: Sechzehn Tage im August

Buchseite und Rezensionen zu 'Berlin 1936: Sechzehn Tage im August' von Oliver Hilmes
3.65
3.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Berlin 1936: Sechzehn Tage im August"

Die Diktatur im Pausenmodus: Stadt und Spiele im Sommer 1936


Im Sommer 1936 steht Berlin ganz im Zeichen der Olympischen Spiele. Zehntausende strömen in die deutsche Hauptstadt, die die Nationalsozialisten in diesen sechzehn Tagen als weltoffene Metropole präsentieren wollen. Oliver Hilmes folgt prominenten und völlig unbekannten Personen, Deutschen und ausländischen Gästen durch die fiebrig-flirrende Zeit der Sommerspiele und verknüpft die Ereignisse dieser Tage kunstvoll zum Panorama einer Diktatur im Pausenmodus.


Die »Juden verboten«-Schilder sind plötzlich verschwunden, statt des »Horst-Wessel-Lieds« klingen Swing-Töne durch die Straßen. Berlin scheint für kurze Zeit eine ganz normale europäische Großstadt zu sein, doch im Hintergrund arbeitet das NS-Regime weiter daran, die Unterdrückung zu perfektionieren und das Land in den Krieg zu treiben.


In »Berlin 1936« erzählt Oliver Hilmes präzise, atmosphärisch dicht und mitreißend von Sportlern und Künstlern, Diplomaten und NS-Größen, Transvestiten und Prostituierten, Restaurantbesitzern und Nachtschwärmern, Berlinern und Touristen. Es sind Geschichten, die faszinieren und verstören, überraschen und bewegen. Es sind die Geschichten von Opfern und Tätern, Mitläufern und Zuschauern. Es ist die Geschichte eines einzigartigen Sommers.


Format:Taschenbuch
Seiten:304
EAN:9783328101963
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Rezensionen zu "Berlin 1936: Sechzehn Tage im August"

  1. Brot und Spiele

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 09. Sep 2016 

    Inhalt

    Oliver Hilmes stellt die Ereignisse rund um die Olympischen Spiele in kleinen Episoden dar, die er sehr gut recherchiert hat und von die auf Tatsachen basieren. Am Beginn jeden Tages steht der Wetterbericht für Berlin, es folgen unterschiedliche Eindrücke des Tages auf verschiedenen Perspektiven.
    Einen roten Faden bilden dabei die Erlebnisse des Schriftstellers Thomas Wolfe, der auf Einladung des Rowohlt-Verlags nach Berlin gekommen ist und dessen anfängliche Begeisterung für diese Stadt und die Organisation der Spiele verblasst. Nach seiner Rückkehr nach Amerika veröffentlicht er eine autobiographische Erzählung, die "einerseits eine Liebeserklärung an Berlin, andererseits (...) eine wortgewaltige Abrechnung mit den Nazis und ihrem Regime" (S.278) ist.

    Neben der Sicht des Literaten zeigen Goebbels Tagebuchaufzeichnungen einen nüchternen Blick auf die Spiele und verdeutlichen die gnadenlose Instrumentalisierung des Sportes für die machtpolitischen Ziele des NS-Regimes, auf die Hilmes immer wieder hinweist, indem er zum Beispiel Anweisungen der Gestapo zitiert. Erhellend sind auch die Tagesmeldungen der Staatspolizeistelle Berlins oder die Auszüge der täglichen Anweisungen der Reichspressekonferenz, die verdeutlichen, dass um jeden Preis der schöne Schein aufrecht zu erhalten ist.

    Auch die sportliche Ereignisse kommen nicht zu kurz, wie das Ausscheiden der deutschen Mannschaft beim Fußball oder die Alibi-Jüdin der deutschen olympischen Mannschaft, die Fechterin Helene Mayer. Der Unwille Hitlers über die Siege des schwarzen Sprinterstars Jesse Owens dagegen sind hinlänglich bekannt.
    Wirklich berühren die Geschichten der sogenannten "kleinen Leute", die im Fahrtwasser der Spiele untergehen. Wie zum Beispiel die kleine Elisabeth, deren Familie, da sie zu den Sinti und Roma gehören, im Rahmen der Olympiade aus dem Zentrum Berlins verbannt werden und unter menschenunwürdigen Bedingungen am Rande der Stadt zusammengepfercht werden. Diese Geschichten hätten noch stärker in den Vordergrund gerückt werden müssen, da sowohl die politischen als auch die sportlichen Ereignisse nicht Neues erzählen.

    Die Darstellung der glamourösen Etablissements, denen eine Gnadenfrist während der Olympiade gewährt wird, um das Bild des mondänen Berlins aufrecht zu erhalten, wie das Beispiel des Quartier Latin zeigt, runden die Eindrücke, die Außenstehende während der olympischen Spiele haben, ab.
    Der letzte Teil des Buches beleuchtet, was aus den einzelnen Personen nach den Spielen geworden ist.
    So entsteht insgesamt ein interessantes Kaleidoskop der Olympischen Spiele in Berlin im Jahre 1936.

    Bewertung

    Zu Beginn ist es mir schwer gefallen, in den Roman hineinzukommen. Die Episoden sind zunächst sehr kurz, verschiedene Personen tauchen auf, Schicksale werden angedeutet, ein schneller Wechsel der Orte und Perspektiven erfolgt. Bis auf wenige Einzelschicksale tauchen die Figuren jedoch immer wieder auf und es spinnen sich rote Fäden, wie z.B. die Erlebnisse des Autors Thomas Wolfe oder Goebbels Tagebuchaufzeichnungen, die den Roman stringenter werden lassen.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass weniger Figuren eine größere Identifikationsfläche geboten hätten und man so eventuell tiefer in das Geschehen hätte eintauchen können. So berühren die Einzelschicksale, der Rest zieht vorüber, ohne tiefere Spuren zu hinterlassen.

    Insgesamt entsteht ein facettenreiches "Gemälde" der 16 Tage im August, in denen es den Nationalsozialisten leider gelungen ist, einen Großteil der Besucher im Glauben zu lassen, sie hätten eine friedliche Gesinnung. Das Buch zeigt jedoch auf, dass es durchaus Menschen, wie Thomas Wolfe gegeben hat, die es vermochten, hinter den schönen Schein geblickt haben und verdeutlicht erneut die Unmenschlichkeit und Skrupellosigkeit des NS-Regimes. Dadurch gehört es für mich in die Reihe jener Werke gegen das Vergessen.

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  1. Hervorragend recherchiert ohne zu berühren

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 03. Sep 2016 

    Die Olympischen Spiele der Nationalsozialisten in Berlin 1936 gelten bis heute als Musterbeispiel staatlicher Propaganda. Nie zuvor war eine Veranstaltung mit soviel technischem und personellem Aufwand so perfekt inszeniert worden. Die Welt sollte beeindruckt sein - und sie war es auch. Bis heute wird Leni Riefenstahls Propagandafilm „Olympia“, die Dokumentation jener Tage und finanziert von Propagandaminister Joseph Goebbels, kontrovers diskutiert.

    Der Historiker Oliver Hilmes berichtet in „Berlin 1936 - 16 Tage im August“ über diese scheinbaren Tage der Normalität in einer pulsierenden Metropole. Unzählige ausländische Besucher sind in die Stadt gekommen, denen die Nazis Weltoffenheit demonstrieren wollen. Die „Juden verboten“-Schilder sind für gut zwei Wochen verschwunden.

    Jedem dieser 16 Tage ist ein eigenes Kapitel gewidmet, angefüllt mit Anekdoten zu mehr oder minder bekannten Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Der Leser erfährt Details über den Tagesablauf des amerikanischen Autors Thomas Wolfe, der sich in der Stadt aufhält und die legendären Feiern und Saufgelage bei Verleger Ernst Rowohlt. Amüsant ist auch die Geschichte des unehelichen Sohnes Heinz Ledig. Verleger und Sohn wollen die Geschichte geheim halten, tatsächlich kennt sie der ganze Verlag. Hilmes zitiert auch aus den Tagebuchaufzeichnungen von Goebbels. Der Seitensprung seiner Frau und das sehr spezielle Verhältnis von beiden zum Führer werden beleuchtet. Das alles ist interessant und von Hilmes hervorragend recherchiert, bleibt aber immer seltsam oberflächlich.

    Es gibt in diesem Buch viele Anekdoten über Diplomaten, Komponisten, Schriftsteller und Nachtclubbesitzer, die sich während dieser Tage in der Stadt tummeln und das Partyleben der mondänen Clubs geniessen. Die Opfer der Nazis oder wie es um diesen Staatsapparat tatsächlich bestellt ist, werden eher nebenbei abgehandelt. So wird beispielsweise der damals schon berühmte Thomas Wolfe von einer Begleitung darüber aufgeklärt, dass in Deutschland unbequeme Personen schnell im Konzentrationslager landen. Das alles wird aber nur in wenigen Sätzen abgehandelt.

    Ja, man fühlt sich durch die vielen kurzen Geschichten wirklich ins Berlin des Jahres 1936 versetzt. Aber ein Buch über eine Diktatur im Pausenmodus ist dieses Buch nicht. „Ein Sommer der Widersprüche: Im Olympiastadion jubeln die Massen, und vor der Stadt entsteht das KZ Sachsenhausen“, beschreibt der Klappentext. Die Geschichte der Konzentrationslager beginnt bereits 1933. 1936 sind Hunderttausende inhaftiert und der Willkür ihrer Bewacher ausgesetzt. Was ist eigentlich mit denen? Das erfahren wir nicht, nur ansatzweise, nicht aber detailliert anhand von Einzelschicksalen. Das Los, der Überlebenskampf dieser Personen vor der Fassade von Olympia 1936 wäre sicher interessanter und beeindruckender gewesen als noch eine Anekdote mehr über den Nachtclub Sherbini und seinen zwielichtigen Betreiber.

    Hätte sich da nicht der eine oder andere Zeitzeuge finden lassen, der in diesen 16 Tagen um den verschleppten Bruder, die verschleppte Schwester gebangt hat oder vielleicht selber schon in der Zelle der Gestapo sass? Dann hätte „Berlin 1936 - 16 Tage im August“ ein berührendes Werk werden können - schade.

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  1. Sehr interessant

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Jul 2016 

    Es gibt sehr viele Bücher und Filme über den Nationalsozialismus, und ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass noch mehr Bücher dazu geschrieben werden. Es zeigt, dass man nie fertig ist mit dieser Thematik.

    "Berlin 1936" hat mir auch recht gut gefallen.

    Ich denke, dass es dem Historiker Oliver Hilmes ziemlich gut gelungen ist, zu den Olympischen Spielen 1936 hinter die Kulissen zu schauen. Am 1. August begann die Eröffnungsfeier und endete mit einer Abschlussfeier am 16. August. Adolf Hitler bzw. das Deutsche Reich ist Gastgeber gewesen.

    Die sechzehn Tage werden jeweils in einzelne Kapitel gegliedert. Zu Beginn eines neuen Tages gibt es einen kleinen Wetterbericht.

    Neben den sportlichen und politischen Ereignissen beschreibt Hilmes auch das Berliner Stadtleben, in dem viele Feierlichkeiten in Bars und gehobenen Tanzlokalen stattgefunden haben ...

    Der Autor hat die Propagandapolitik gut beschreiben können. Viele interessante Zitate aus verschiedenen Tagebüchern der Akteure wie z. B. Hitler, Goebbels und diverse andere Tagebuchschreiberlinge können dem Buch entnommen werden.

    Was sehr nachdenklich stimmt, ist, dass nicht nur das deutsche Volk manipulierbar gewesen ist, sondern auch die Sporttouristen. In diesem Sinne wurden die Olympischen Spiele zu politischen Zwecken im Nazi-Deutschland instrumentalisiert.

    Hitler und Goebbels waren eigentlich gegen die Olympischen Spiele. Goebbels äußerte sich in seinem Tagebuch recht abfällig dazu und dass er froh sei, wenn alles wieder schnell vorbei ginge. Manche Beteiligte bezeichnete er als "Zirkusflöhe."

    Goebbels und Hitler fühlten sich in ihrer Politik gestört, niemand sollte dahinterkommen, dass sie antisemitische Politik betreiben. Während der Olympischen Spiele setzte die Politik kurzweilig aus. Anderenorts wurde sie im Untergrund heimlich weiter betrieben. 1936 gab es schon vereinzelt KZ.

    Hitlers Auftreten in der Öffentlichkeit zeugte von großer Sympathie bei den Touristen. Seine Ausstrahlung war geprägt von väterlichem Charisma. Nur wenige konnten hinter seine Fassade schauen.

    Hilmes stellt sich die Frage, ob Hitler sich sogar als getarnter Friedensstifter ausgab, als dieser zu den verschiedenen Nationen spricht:

    >>Wir wollen uns kennen und schätzen lernen und dadurch eine Brücke bauen, auf der die Völker Europas sich verständigen können. << (2016,106)

    Oliver Hilmes gebraucht den Begriff Das Spiel als Massensuggestion.

    Dazu ein kritisches Zitat der Sportjournalistin Bella Fromm aus ihrem Tagebuch:

    >>Die Ausländer werden verwöhnt, verhätschelt, umschmeichelt und getäuscht (…). Indem man die Olympischen Spiele als Vorwand benutzt, versucht die Propagandamaschine bei den Besuchern einen günstigen Eindruck vom Dritten Reich zu schaffen.<< (105)

    Was hat mich persönlich berührt?

    Tief berührt hat mich der amerikanische Sportler Jesse Owens, schwarze Hautfarbe, der in den Olympischen Spielen mit mehreren Goldmedaillen ausgezeichnet wurde, über die sich Hitler massiv erregt hat. Hitler konnte nicht verstehen, dass die Amerikaner Schwarze für sich kämpfen ließen. Dass Jesse Owens so athletisch war, erklärte Hitler damit, dass Schwarze (Nigger) gegenüber der weißen Rasse keine fairen Konkurrenten abgeben würden, da die Schwarzen aus dem Dschungel kommen würden. Als würden die Menschen dort wie Affen nur auf Bäumen klettern ... Wobei der dunkelhäutige Athlet Amerikaner ist und nicht aus Afrika kommt.

    Auf Seite 206 findet man ein kritisches Gedicht mit dem Titel Nazi-Olympiade von dem Schriftsteller Alfred Kerr, der in London im Exil lebte. In seinem Gedicht hat er den Rassismus gegenüber Juden und Schwarzen deutlich gemacht.

    Dazu dritter Vers:

    "Der >>Führer<< ächzt: >>Die Olympiad´
    (Das ist schon durchgesickert)
    Scheint ganz wie der Franzosenstaat
    Verjuddet und Verniggert<<.
    Er stöhnt: >>Gott, du Gerechter!<<
    (Olympisches Gelächter)."

    Der amerikanische Schriftsteller Thomas Wolfe hat mich auch beschäftigt. Wolfe liebte Berlin so sehr, dass er erst Probleme hatte, die rassistisch gefärbte Politik, auch gegen andersgeartete Menschen, in Deutschland wahrzunehmen. Zu sehr idealisierte er das Land. Später kommt er zu einer anderen Erkenntnis:

    Ihm wird klar, dass die Nationalsozialisten dieses Land, das Tom so sehr liebt, schleichend mit ihrem Gift durchsetzen, dass sie es zerstören wollen: >>Es war eine solche Leistung -unsichtbar, aber unverkennbar, wie der Tod. (214f)

    Mein Fazit?

    Oliver Hilmes bestätigt meine Theorie, dass in den Sportmeisterschaften die Menschen hochgradig manipulierbar sind, und dass die Spiele aus meiner Sicht auch heutzutage noch politisch instrumentalisiert werden, weshalb ich mich selbst nicht für Sport interessiere. Fußball-WM und -EM können Sportdesinteressierten dadurch völlig kalt lassen. Man kann aber bei der Vorstellung, wenn die Masse vor dem Kasten sitzt und sie sich von dem Spiel und dem Sportmoderator emotional hochkochen lässt, leicht Gänsehaut bekommen, weil es deutlich macht, wie sehr der Mensch sich davon beeindrucken und beeinflussen lässt ...

    Nun habe ich durch dieses Buch jene Sportattraktionen im Nazi-Deutschland mitbekommen. Das hatte ich bisher neben den vielen anderen Nationalsozialistischen Büchern, die ich gelesen habe, noch nicht gehabt.

    Das Buch ist gut geschrieben, leicht verständlich, sehr interessant und gut recherchiert.

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