Blut schweigt niemals: Deutschlands bekanntester Profiler erzählt die spektakuläre Aufklärung von Cold Cases

 

Der Fall Max & Moritz: Juristisches Gutachten über die Umtriebe zweier jugendlicher Straftäter zur Warnung für Eltern und P

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Fall Max & Moritz: Juristisches Gutachten über die Umtriebe zweier jugendlicher Straftäter zur Warnung für Eltern und P' von Dr. Jörg-Michael Günther
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Ganze Generationen von Eltern gaben und geben ihren Kindern die gereimten "Lausbubengeschichten" zum Lesen oder verwenden sie als Gutenachtgeschichte. Gedanken über mögliche psychische Schäden für den Nachwuchs machen sie sich dabei nicht. Dies ist unverständlich, da die Beschreibung der Umtriebe von Max und Moritz aus einer in der Literatur beispiellosen Aneinanderreihung von kriminellen Taten besteht.
Die Superstars des erfolgreichsten Kinderbuches aller Zeiten sind in Wahrheit bösartige Jugendliche, die aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten für ein ganzes Dorf eine Belastung sind. Strafjuristen und Kriminologen dürfen zu den geliebten Lausbubengeschichten nicht schweigen, auch wenn man sich dadurch nicht unbedingt beliebt macht.

Format:Taschenbuch
Seiten:240
Verlag: Eichborn
EAN:9783847906568
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Black Hand: Jagd auf die erste Mafia New Yorks (suhrkamp taschenbuch)

Rezensionen zu "Black Hand: Jagd auf die erste Mafia New Yorks (suhrkamp taschenbuch)"

  1. Ein Denkmal für den Mafiajäger

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Feb 2019 

    Berühmt, berüchtigt und gefürchtet – das war die Black Hand, la mano nera, die Schwarze Hand: die erste italienische Mafia auf Amerikas Boden. Wer von diesem kriminellen Bund einen Brief erhielt, hatte allen Grund, um sein Leben oder das seiner Angehörigen zu fürchten. Schutzgelderpressung, Entführung, Brandstiftung, Bomben, Schießereien auf offener Straße gehörten der Tagesordnung an im Little Italy zum Ende des 19. Jahrhunderts und später. Doch ein Mann stellte sich diesem Verbrechersyndikat mutig in den Weg: Joe Petrosino.
    Stephan Talty hat mit Black Hand eine umfassende Aufarbeitung der Anfänge der Mafia in Amerika verfasst und berichtet spannend informativ zugleich aus dem Leben des italoamerikanischen Detective. Joe Petrosino war selbst Kind italienischer Einwanderer und erlebte so von Kindheit an die Ressentiments gegen die italienische Bevölkerungsgruppe. 1883 trat er als erster Italiener in den Polizeidienst des NYPD. Durch seinen enormen Ehrgeiz, sein unglaubliches Talent, sich Gesichter merken zu können und seine Kreativität bei der Verfolgung und Unterwanderung von Verbrechern hatte er zwar bald Erfolg bei der Aufklärung von Verbrechen, wurde aber noch lange nicht in Polizeikreisen anerkannt. Vor allem die eingeschworene irische Gemeinschaft machte ihm immer wieder zu schaffen.
    Stephan Talty bietet mit diesem Buch sehr genaue und interessante Einblicke in die Welt des organisierten Verbrechens und dessen Bekämpfung. Auch wenn das Buch über einige Längen verfügt, bleibt es im Gesamten kurzweilig und spannend. Talty vermittelt ein ausdrucksstarkes Bild von Detective Petrosino, dem er mit diesem Buch ein Denkmal setzt.

 

Die Destabilisierung Deutschlands: Der Verlust der inneren und äußeren Sicherheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Destabilisierung Deutschlands: Der Verlust der inneren und äußeren Sicherheit' von Stefan Schubert
NAN
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Der Verlust der inneren und äußeren Sicherheit
Gebundenes Buch
Bei seinen umfangreichen Recherchen nutzte der ehemalige Polizist Stefan Schubert seine Kontakte zu Sicherheitsorganen und sah Polizei- und Geheimdienstakten ein.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
Verlag: Kopp Verlag
EAN:9783864455902
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Ich wollte Liebe und lernte hassen!: Ein Lebensbericht

Rezensionen zu "Ich wollte Liebe und lernte hassen!: Ein Lebensbericht"

  1. keine Entschuldigung, aber eine Erklärung

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 02. Aug 2018 

    Es steht ja viel Inspirierendes in der Bibel, aber auch Fragwürdiges. Und der nachfolgende Spruch gehört für mich zu Letzterem:
    Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald. (Neues Testament, Sprüche 13,24)

    Der biblischen These nach zu urteilen, müssen Fritz Mertens Eltern ihren Sohn über alle Maßen geliebt haben. Und sie waren noch nicht einmal religiös. Doch sie brauchten Gottes Segen nicht, um ihren Sohn von klein auf zu züchtigen. Prügel waren an der Tagesordnung. Die Rute des Vaters war ein Gürtel, die Rute der Mutter war eine Reitgerte. Wenn es glimpflich abging, reichten Schläge mit der Hand und Tritte. Aber es ging selten glimpflich ab. So schleppte sich Fritz grün und blau geschlagen in die Schule, wenn überhaupt. Denn oft schaffte er es nicht in die Schule, musste er doch den Haushalt in Ordnung halten und in der Kneipe seiner Mutter von morgens (bestenfalls mittags) bis in die Nacht hinein arbeiten. Um Schmerzen und Müdigkeit ertragen können, entdeckte Fritz relativ jung Schmerz- und Aufputschmittel für sich. Weder die Lehrer noch die Nachbarn noch die Gäste von Mutters Kneipe haben sich an seinem desolaten Zustand gestört.
    Als 20-Jähriger wird Fritz des Mordes an zwei Menschen angeklagt.

    Die Anklage beauftragt einen Psychologen mit der Ausarbeitung eines Gutachtens über das Seelenleben des jungen Mannes. Der Psychologe fordert Fritz auf, sich seine Kindheitserinnerungen von der Seele zu schreiben.

    Das vorliegende Buch ist Fritzs Lebensbericht, der nahezu in seiner Urform belassen wurde. Der Verlag hat nur rudimentäre Änderungen vorgenommen, die Rechtschreibung, Grammatik und Verständnis betreffen. Das Ergebnis ist ein 100%-ig authentisches Zeugnis einer entsetzlichen Kindheit, das mir beim Lesen emotional einiges abverlangt hat.

    "Es ist nicht unser Verdienst, wenn wir nicht straffällig werden, wenn wir in unserem Leben niemanden durch unsere Schuld töten." (aus dem Vorwort, verfasst durch den Gutachter Reinhart Lempp)

    Ich gehöre nicht zu denen, die einem Straftäter automatisch Absolution erteilen, sobald seine schwierige Kindheit in die Waagschale geworfen wird. Insofern habe ich zweimal überlegt, ob ich dieses Buch überhaupt lesen soll. Ich war voreingenommen und habe fast schon damit gerechnet, dass in Fritz Mertens Lebensbericht um Verständnis für seine Morde gebuhlt wird. Doch das ist hier nicht der Fall. Das Buch ist keine Entschuldigung, sondern eher eine Erklärung.

    "Da Pappa, wenn er unter Alkohol war, zu einer brutalen Sau wurde, ging das meistens auch nicht ohne blaue Flecken ab. Ich fing deswegen an, Pappa die Pest zu wünschen, wenn er abends besoffen nach Hause kam. Das machte mich nicht nur körperlich fertig, sondern auch seelisch, denn ich hatte Angst vor ihm bekommen, und jedes Mal wenn er nach Hause kam, hatte ich ein Gefühl zwischen Angst, Hass und dem Wunsch, ihn umzubringen."

    Es ist der ungeschönte Bericht eines Menschen über seine lieblose Kindheit, eine schmerzvolle Dokumentation über das Versagen unserer Gesellschaft. Denn wie kann es sein, dass Fritz' offensichtliche Spuren der Misshandlung von Nachbarn, Bekannten und Lehrern ignoriert wurden, und er in seinem Elend allein gelassen wurde?
    Am Ende hat Fritz Mertens für sein Verbrechen gebüßt und hat wieder den Weg in die Gesellschaft gefunden, die ihn als Kind so sträflich ignoriert hat. Er ist Schriftsteller geworden - Fritz Mertens ist ein Pseudonym - und engagierte sich später gemeinnützig in der Jugendarbeit. Ob er die seelischen Wunden seiner Kindheit jemals überwunden hat, ist zu bezweifeln.

    © Renie

 

Angeklagt: Zehn spektakuläre Fälle - als Richter am Schwurgericht

Buchseite und Rezensionen zu 'Angeklagt: Zehn spektakuläre Fälle - als Richter am Schwurgericht' von Robert Glinski
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Format:Taschenbuch
Seiten:256
EAN:9783548374178
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