Haut: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Haut: Thriller' von John Phillip Starck
NAN
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Inhaltsangabe zu "Haut: Thriller"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:337
Verlag:
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Die letzten Meter bis zum Friedhof

Buchseite und Rezensionen zu 'Die letzten Meter bis zum Friedhof' von  Antti Tuomainen
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die letzten Meter bis zum Friedhof"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
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Rezensionen zu "Die letzten Meter bis zum Friedhof"

  1. Du suchst deinen Mörder und findest dich selbst...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 21. Aug 2020 

    Jaakko ist 37, als sein Arzt ihm eröffnet, dass er bald sterben wird: Jemand hat ihn vergiftet. Das an sich ist schon genug, um einem Mann so richtig den Tag zu verderben. Leider wird Jaakko zu Hause auch noch Zeuge, wie ihn seine Frau mit Petri betrügt, dem jungen knackigen Angestellten der gemeinsamen Firma. Der Firma, die jüngst gefährliche Konkurrenz bekommen hat.

    Jaakko beschließt herauszufinden, wer ihn um die Ecke bringen will. Und er wird sein Unternehmen für die Zeit nach seinem Tod fit machen. Das Geschäft mit den in Japan zu Höchstpreisen gehandelten Matsutake-Pilzen läuft nämlich blendend, und in Finnlands Wäldern wachsen nun einmal die besten. Doch die neuen Mitbewerber kämpfen mit harten Bandagen. Ist es da Jaakkos Schuld, wenn jemand zu Tode kommt? Und hat er überhaupt noch Zeit für anderer Leute Sorgen? Eins ist jedenfalls klar: Mit dem Tod vor Augen geht’s irgendwie auch leichter.

    Obiger Klappentext verrät in der Tat sehr gut, um was es in dem Buch geht. Um seine Gedanken zu ordnen - und das tut Not angesichts der sich überschlagenden Ereignisse und der Kürze der verbleibenden Zeit - fährt Jaakko gerne ziellos mit dem Auto durch die Straßen der kleinen Stadt. Wer hat ihn vergiftet und weshalb? Wer oder was steckt hinter dem plötzlichen Konkurrenzunternehmen in der Pilzbranche? Steht seine Firma ebenso vor dem Aus wie er selbst? Und wem kann er überhaupt noch vertrauen?

    „Bist du krank?“, fragt sie. --- „Nein“, entgegne ich. Ich fühle mich tatsächlich in diesem Moment ganz gesund. Ich bin ja auch nicht wirklich krank, ich sterbe nur.

    Jaakko beschließt jedenfalls, keine Zeit damit zu verlieren, zur Polizei zu gehen und zu versuchen, die merkwürdigen Umstände zu erläutern, die sich gegen ihn verschworen haben. Bis die Polizei einen möglichen Täter gefunden hat, ist der 37Jährige womöglich schon tot. Es bleibt ihm also nur, selbst nach seinem Mörder zu fahnden. Und im Rahmen seiner Ermittlungen kommt es dann zu allerlei skurrlien Begegnungen...

    Natürlich ist Jakkoo schockiert über die Nachricht, dass er bald sterben wird. Aber so kann er eben auch plötzlich jeden Augenblick so leben, als sei er sein letzter, was ihn Dinge machen lässt, über die er zuvor nie auch nur nachgedacht hätte. In jedem Fall ruiniert er nach und nach seine komplette Garderobe, denn immer wieder landet er aus diversen Gründen in Dreck und Schlamm, was letztlich fast so etwas wird wie ein Running Gag.

    Trotz des drohenden Todes mit einigen durchaus schwermütigen Gedanken, kommt hier auch der Humor nicht zu kurz. Schwarz, trocken, morbide kommt der daher, so dass der Hörer hier auch durchaus was zu lachen hat. Skurrile Szenen gibt es hier zudem zuhauf, so überzogen oft, dass sie den Wirklichkeitstest sicher nicht bestehen würden - Spaß machen sie trotzdem. Ob nun eine Verfolgungsjagd im Kreisverkehr, ein actionmäßig gekonnt in Szene gesetzter Suizid oder ein zweckentfremdeter Saunaofen: man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Ein wenig fehlte mir hier phasenweise der Spannungsbogen, gerade im Mittelteil zog sich die Erzählung für meinen Geschmack etwas zäh in die Länge. Dann aber überraschte der Autor wieder mit ungeahnten Wendungen - und letztlich kommt eben doch immer alles anders als gedacht.

    Jaakko fungiert hier als Ich-Erzähler und ist demzufolge der Charakter, der am sorgfältigsten ausgearbeitet wurde und den man im Verlauf immer besser zu kennen glaubt. Schön fand ich, dass er bei aller Betroffenheit über seine tödliche Vergiftung nicht in Selbstmitleid verfiel, sondern im Gegenteil zunehmend das Heft selbst in die Hand nahm und dadurch lebendiger wurde als je zuvor. Die anderen Charaktere blieben eher eindimensional, was hier aber nicht schlimm ist, allenfalls skurril.

    Mich hat das Hörbuch (ungekürzte Ausgabe, 7 Stunden und 57 Minuten, passend unaufgeregt gelesen von Peter Lontzek) jedenfalls so gut unterhalten, dass ich gerne Ausschau halte nach weitern Büchern von Antti Tuomainen.

    © Parden

  1. Ein Raum aus Zeit, der schwindet

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Feb 2020 

    Jaakko geht wegen einer hartnäckigen Magendarmgrippe zum Arzt – und wird zum Sterben nachhause geschickt. Irgendjemand hat ihn vergiftet, offenbar über einen langen Zeitraum hinweg. Alle Organe sind bereits so stark geschädigt, dass da nichts mehr zu machen ist; er hat nur noch ein paar Tage, allerhöchstens Wochen.

    Wer steckt dahinter? Seine Ehefrau und ihr beschämend attraktiver Liebhaber? Die zwielichtige Konkurrenz, die seinem florierenden Pilzhandel nur zu gerne die Kundschaft stehlen würde?

    Jaakko wird herausfinden, was dahintersteckt – auch wenn es höchstwahrscheinlich das Letzte ist, was er tut. Aber bis dahin pflastern erstmal die Leichen anderer Menschen seinen Weg… Düster ist es in Finnland – bitter die Schwermut, schwarz der Humor.

    Es gibt Szenen, die actiongeladen und brutal auch in einem Film von Tarantino nicht fehl am Platz wären. Gnadenlos überzogen, da muss man jeglichen Gedanken an Glaubwürdigkeit erstmal fallen lassen. Aber irgendwie funktioniert das.

    Es gibt Szenen, bei denen man sich totlachen will, wo einem das Lachen dann aber quer im Halse stecken bleibt. Darf man das, so über den Tod lachen? Über eine Tragödie, die ihrem Helden quasi das Leben von den Knochen schabt? Ja, darf man, vor allem, wenn der Humor so gekonnt und wohldosiert eingesetzt wird.

    Dies ist eine Tragikomödie mit Flair, die ihre Munition nicht unbedacht verpulvert.

    Und nebenbei, vollkommen überraschend: Tiefgang, das kann Antti Tuomainen auch. Und dieser Tiefgang ist es auch, der für die nötige Balance sorgt, so dass der Humor nicht zu viel wird, die Geschichte nicht zu platt.

    Noch bei den skurrilsten Entwicklungen schwingt ein leiser Ton lebenskluger Philosophie mit. Denn so klischeebehaftet es klingt, so zutiefst ehrlich und lebensnah liest sich das: erst im Angesicht des Todes wacht Protagonist Jaakko auf und begreift, was das Leben noch alles zu bieten hätte. Nur ist es jetzt zu spät. Oder?

    Er hat nicht mehr viel Zeit, aber er packt so viel Leben in jede Minute, wie möglich – allerdings nicht, indem er einen Baum pflanzt oder einen Sohn zeugt. Seinen Mörder finden, das will er unbedingt noch schaffen, bevor er den Löffel abgibt. Und seinen Betrieb retten, obwohl ihm das ja eigentlich schon egal sein könnte. Nebenbei kann er ja noch am ein oder anderem Blümchen riechen.

    Fest steht: irgendwie erleichtert ihn sein bevorstehender Tod auch. Er hat nicht mehr genug Platz im Handgepäck für Nebensächlichkeiten.

    Was wir hier haben, ist eine Geschichte mit scheinbar überschaubarem Verlauf und Ende. Schließlich weiß man von Anfang an, was passiert und wie es unvermeidlich enden wird: Jaakko stirbt. Ob er seinen Mörder findet oder nicht, ob er seinen Betrieb rettet oder nicht. Nicht vielleicht. Nicht im schlimmsten Fall.

    JAAKKO. STIRBT.

    (Oder? Die Hoffnung stirbt zuletzt.)

    Dennoch baut der Autor einige unerwartete Wendungen ein, die es in sich haben. Während dem Leser noch der Kopf schwirrt, wartet Tuomainen mit einem brillant geschriebenen Charakter nach dem anderen auf, dem das Kunststück gelingt, gleichzeitig lebensecht und wie ein Klischee zu wirken. Er treibt diese Klischees auf die Spitze, bis man sich denkt: ja klar, solche Menschen muss es doch auch wirklich geben. Wahrscheinlich in Finnland.

    Das ist so zutiefst originell und einfallsreich, dass man sowas wie logische Schlüssigkeit gar nicht vermisst. (Das muss man als Autor auch erstmal schaffen.) In dieser Stadt, in diesem verklingenden Leben, sind die Dinge nun mal, wie sie sind. Und das nimmt den Leser, der sich darauf einlässt. mit auf eine spannende, lustige, tragische Reise. Alles auf einmal.

    Jaakko selber ist ein liebenswerter Mensch mit Macken und Fehlern, der durch seinen nahenden Tod paradoxer Weise erst so richtig aufblüht.

    Das Sahnehäubchen auf dem Beerdigungskuchen ist der Schreibstil. Mal ist er locker-leicht, mal so karge und knochentrocken, dass man zum Glas greifen will. Aber immer zielsicher mitten rein, ob nun ins Herz oder ins Zwerchfell. Und manchmal wird er gar melancholisch-poetisch – ohne so zu klingen wie die pseudo-poetischen Ergüsse auf Grußkarten. Da haut der Autor einem mal so eben die eigene Sterblichkeit um die Ohren.

    "Es ist seltsam. Wie lange ich in dem Glauben gelebt habe, unsterblich zu sein, als würde Sommer auf Sommer folgen, als würde der nächste besser werden als der vergangene. Wahr ist, dass wir nur einen Augenblick haben: einen Moment lang Sonne, einen hellen Schein, den wir nicht verstehen, einen Raum aus Zeit, der schwindet."
    (Zitat)

    Fazit

    Jaakko hat gerade erfahren, dass er nur noch wenige Tage, höchstens Wochen, zu leben hat – Organversagen durch eine lange andauernde, schleichende Vergiftung. Die Zeit, die ihm bleibt, will er nutzen, um aufzuräumen: seinen Mörder finden, seinen Betrieb so hinterlassen, dass dieser Chancen am Weltmarkt hat.

    Skurril. Morbide. Zum Schreien komisch. Tragisch. Actiongeladen, Mit Tiefgang. Absurd.

    Über das Buch kann man vieles sagen, auch viel Widersprüchliches. Aber es ist alles wahr, alles auf einmal, denn es schert sich keinen Deut um Konventionen und Genregrenzen. Verfolgungsjagden im Kreisverkehr (!!) kommen hier genauso vor wie choreographisch beeindruckende Actionszenen mit ungeplantem Suizid.

    In meinen Augen ist das sehr gelungen und wirklich mal was ganz Anderes, wenn auch sicher nichts für allzu Zartbesaitete.

  1. Fast tot

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 12. Jan 2020 

    Seit einiger Zeit fühlt Jaako sich nicht wohl. Endlich geht er zum Arzt, der ihm mitteilt, dass die Untersuchungen Hinweise auf eine Vergiftung ergeben haben. Diese sei schon so weit fortgeschritten, dass nichts mehr zu machen sei. Schockiert überlegt Jaako, wer einen Grund haben könnte, ihn zu töten. Tja, wer? Jemand aus seinem Umfeld? Er muss unbedingt mit seiner Frau sprechen. Daheim angekommen ist das erste was er sieht, seine Herzensdame, die sich mit einem Angestellten vergnügt. Ist da das Motiv? Oder liegt es doch eher in seiner Firma, die Pilze nach Japan liefert und die plötzlich Konkurrenz bekommen hat.

    Schon seltsam, man geht zum Arzt und erfährt, dass man eigentlich schon so gut wie tot ist. Damit muss man erstmal zurecht kommen und auch mit dem Gedanken, dass einem offensichtlich einer ans Leder will. Fraglich, wem man noch vertrauen kann. Der eigenen Frau offenbar nicht. Und die Konkurrenz beginnt, Mitarbeitern in seiner Firma Arbeitsplätze anzubieten. Haben sie alle Jaako etwa schon abgeschrieben? Das lässt Jaako nicht mit sich machen. Er will unbedingt herausfinden, was wer vorhat. Und wenn es das Letzte ist, war er tut.

    Richtig schön schräg ist dieser Kriminalroman um skurrile Typen aus Finnland. Natürlich ist es eine Ausgangslage, in der man nicht stecken möchte. Da ist man doch lieber gesund. Aber nichtsdestotrotz Jaako packt es an. Er gibt nicht einfach auf und damit ergibt sich eine spannende Gemengelage, die es aufzulösen gilt. Wahrscheinlich nicht perfekt und manchmal vielleicht auch etwas weit hergeholt, aber so witzig oder gar irrwitzig wie sich die Handlung entwickelt, da kann man einfach nur weiterlesen. Leicht und vergnüglich, aber auch fesselnd besticht dieser Roman mit seinem Helden quasi auf Krücken. Gerade das Richtige für einen entspannten Sonntagnachmittag.

 

Brumm!: Eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter

Buchseite und Rezensionen zu 'Brumm!: Eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter' von  Helmut Barz
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Brumm!: Eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter"

Format:Taschenbuch
Seiten:432
Verlag:
EAN:9783966982849

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Rezensionen zu "Brumm!: Eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter"

  1. Ein originelles Lesevergnügen

    4
    (4 von 5 *)
     - 22. Jul 2020 

    „Bei uns sagt man, der Panda ist freundlich und die Verkörperung der Seelenruhe, doch begegnest du ihm, tritt ihm nicht zu nahe, willst du nicht gegen einen gnadenlosen Krieger kämpfen.“ (Zitat Seite 46)

    Inhalt
    Dr. Urs A. Podini, 46 Jahre alt, von seiner egozentrischen Lebensgefährtin Karolin „Bärchen“ genannt, ist als Werbemanager und Co-Geschäftsführer eines Marketingunternehmens erfolgreich. Sein Traum von einer Professur für vergleichende Literaturwissenschaften und vom eigenen Roman dagegen hat sich nicht erfüllt. Gutmütig lässt er zu, dass ihn sein Leben lebt statt umgekehrt. Bis er eines Tages in der schrägen Boutique „Transitions!“ ein flauschiges Pandakostüm entdeckt, in das er mit einem zunächst vorsichtigen „Brumm“ schlüpft. Damit beginnt ein neues Leben für ihn, denn jetzt bestimmt sein Krafttier, der Panda, seine Handlungen, sanft, gemütlich, verspielt – doch wenn es darauf ankommt, fletscht er die Zähne und wird zum hartnäckigen Kämpfer.

    Thema und Genre
    Der Autor nennt seinen Roman eine moderne Fabel für unsere Zeit, in der Fakten bewusst durch gefühlte Wahrnehmungen ersetzt werden. Themen sind die alles bestimmende Medienpräsenz unserer Tage und ihre Scheinwelten, satirische Gesellschaftskritik und Politik. Es geht aber auch um Entscheidungen darüber, wer man sein will und wie man sein Leben gestaltet.

    Charaktere
    Ein Stückchen „Doktor Urs Ailuro Podini“ findet sich wohl im Leben vieler Menschen, die Entscheidung für Karriere und ein finanziell abgesichertes Leben, statt zumindest zu versuchen, die eigenen Träume zu leben. Kreativität ohne das notwendige Umsetzungspotential. Bei Dr. Urs A. Podini bewirkt der Panda in seinen Gedanken und dann auch in seinem Kostüm das Umdenken und die Veränderung. In welcher Form auch immer, als Leser schließt man diesen sympathischen, liebenswerten Hauptprotagonisten der Handlung sofort ins Herz.

    Handlung und Schreibstil
    Die Sprache zeigt den studierten Theaterwissenschaftler, sie führt uns flüssig durch die Handlung, ein großartiges Lesevergnügen. Unsere moderne Zeit der Influencer und ihrer Netzwerke, die Schwächen der derzeit die politische Bühne bespielenden Figuren werden gekonnt überspitzt, treffend, und mit einem großen Augenzwinkern beschrieben. Es sind der Humor und Witz, die skurrilen und doch aus dem Alltagsleben gegriffenen Szenen, die für laute Heiterkeit während des Lesens sorgen, unterbrochen durch Nachdenklichkeit und manchmal die Sorge um Urs. Denn auch sein Leben als erster anerkannter menschlicher Panda wird in der Geschichte immer noch von außen gesteuert, und als Romanfigur vom Autor, der mit einer überraschenden Wendung das von mir erwartete open End kappt. Für mich trotz verschiedener Andeutungen nicht stimmig, zu viel gewollt und zu bewusst konstruiert.

    Fazit
    Ein vergnüglich zu lesender, sprachlich großartiger Roman mit einer liebenswerten Hauptfigur. Mit einem grollenden „Brumm!“ für das Ende ziehe ich persönlich zwar einen Bewertungsstern ab, aber empfehle, dieses ungewöhnliche Buch auf jeden Fall zu lesen, es macht wirklich Spaß!

 

Der Tote von Twixlum. Ostfrieslandkrimi (Kommissar Steen ermittelt 6)

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Tote von Twixlum. Ostfrieslandkrimi (Kommissar Steen ermittelt 6)' von Bekker, Alfred
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Tote von Twixlum. Ostfrieslandkrimi (Kommissar Steen ermittelt 6)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:157
Verlag:
EAN:

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  1. Die letzte Fahrt des Kapitäns

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 18. Jun 2020 

    Der neue Kriminalroman von Alfred Bekker führt nach Twixlum, einen Stadtteil von Emden, der sich selbst eher als funktionierende Dorfgemeinschaft versteht. Als der alte, wohlangesehene Hauke Barthelmes, von allen nur ehrfurchtsvoll „Kapitän“ genannt, zu Grabe getragen wird, ist das ganze Dorf dabei. Auch Kriminalhauptkommissar Ebbo Steen ist anwesend, erst mal nicht aus beruflichen Gründen, sondern weil er seit seiner Kindheit den Kapitän kennt und sich voller Wehmut an dessen abenteuerliche Geschichten, zur Hälfte wohl Seemannsgarn, erinnert.

    Doch dann wird am offenen Grab der Großneffe und Erbe Timo Saathoff erschossen und aus Ebbos privater Anwesenheit wird eine dienstliche. Auch mit dabei ist sein frisch pensionierter Kollege Ihno Purwin, der sich als Privatermittler den Ruhestand etwas abenteuerlicher gestalten will und sein erster Auftragsgeber sollte das Mordopfer werden.

    Der nicht sehr umfangreiche Krimi ist schnell durchgelesen, fast zu schnell, wie ich fand. Die ganzen Ermittlungen und Hintergründe wurden sehr flott abgehandelt, da hätte ich gern noch mehr gelesen. Vor allem aus der Vergangenheit des Kapitäns hätte ich gern mehr erfahren. Dass er vermögender war, als er durch Beruf und Rente sein konnte und dass ein Teil seiner Bezüge von einer Bank der Cayman Inseln stammte, machte mich als Leserin stutzig, die ermittelnde Polizei allerdings nicht.

    Den Plot hat sich der Autor gut und spannend ausgedacht, Twixlum und Emden als Hintergrund sind ebenfalls schön in die Handlung mit eingebaut. Die Atmosphäre ist also wirklich stimmig. Der Schreibstil ist flüssig, schließlich ist der Autor ein routinierter Schriftsteller.

    Auch die Auflösung ist schlüssig, ging mir persönlich aber ein wenig zu schnell über die Bühne. Ich hätte mir wirklich ein wenig mehr „Fleisch auf den Rippen“ des Handlungsgerüsts gewünscht.

    Solide gemachte Krimiunterhaltung für ein paar Lesestunden und ein wenig Küstenfeeling, dass schon durch das schöne und frische Cover ausgedrückt wird.

 

Dorf ist Mord

Buchseite und Rezensionen zu 'Dorf ist Mord' von Mellina, Dori
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Dorf ist Mord"

Format:Broschiert
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783959674157

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Rezensionen zu "Dorf ist Mord"

  1. Amüsanter und leichter Sommerroman

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Apr 2020 

    Stella, die temperamentvolle Italienerin fühlt sich eigentlich sehr wohl in ihrer neuen deutschen Heimat. Sie ist gerne Krankenschwester und das Ansehen und die Bezahlung in ihrem Beruf ist in Deutschland einfach besser. Wenn nur das verflixte Heimweh nicht wäre! Was liegt da näher, als sich ein kleines Feriendomizil in Norditalien zu kaufen, das nur ein paar Autostunden von ihrer süddeutschen Arbeitsstelle entfernt ist. Natürlich gibt es in ihrer Preisklasse nur sehr renovierungsbedürfte Angebote, aber das schreckt sie nicht.
    So ist sie nun in Pelati angekommen und genießt das Leben, die dicken Komplimente ihrer Landsleute, (so viel geschmeidiger als in Deutschland) und das Cafè, in dem so schon nach der ersten Bestellung zur Stammkundin wurde. Bekanntschaften hat sie schon eine Menge gemacht, natürlich an erster Stelle der fesche Maresciallo Michele Michelotte, der schon mal bei Strafzetteln ein Auge zudrückt und Marta, eine sympathische Frau aus dem Nachbardorf.

    Doch eines Tages wird Martas Boot leer aufgefunden, sofort kommt die alte Sage der Seehexe im Dorf auf, die sich ein Opfer holte. Aber daran glaubt Stella nicht. Sie ist überzeugt, es war ein Verbrechen. Zusammen mit Michelotti und ihrer reichen Erfahrung in Kriminalfällen – sie ist eine eifrige Krimileserin – beginnt sie zu ermitteln.

    Dieser Dorfkrimi hat Charme und eine liebenswerte Protagonistin. Ich bin nur zu gern ihren Ermittlungen gefolgt und wenn sie sich über die italienische Langsamkeit ärgert, weil sie inzwischen deutsche Effizienz schätzt, ärgert sich gleich darauf über uncharmante deutsche Männer und genießt die Aufmerksamkeit ihrer Landleute. Die Autorin kann auf diese Weise sehr witzig die üblichen Vorurteile einbauen und gleichzeitig entlarven. Ich habe mich wirklich an das Ufer eines oberitalienischen Sees versetzt gefühlt, die Atmosphäre ist einfach nur stimmig und sonnig. Der lockere Schreibstil der Autorin, der Wortwitz und das Temperament, das sie ihrer Hauptfigur mitgegeben hat, machen das Lesen zum reinen Vergnügen.

    Es ist ein gelungener Sommerroman mit kriminalistischen Einschlägen und einer sehr überraschenden Auflösung.

    Grade jetzt, wo wir alle in der Wohnung festsitzen und Reisepläne in weiter Ferne sind, war das Buch ein kleiner Lichtblick.

 

Miese kleine Morde: Crime Story

Buchseite und Rezensionen zu 'Miese kleine Morde: Crime Story' von Jussi Adler-Olsen
NAN
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Inhaltsangabe zu "Miese kleine Morde: Crime Story"

Von seiner Frau verlassen und als Langweiler beschimpft, setzt Lars alles daran, von nun an das Beste aus sich herauszuholen. In dem Schönheitssalon, den er ab sofort besucht, staunt er darüber, wie viele Ehefrauen ihren Mann gern tot sähen - und dies bei der Gesichtsmassage auch noch freimütig ausplaudern. Lars beschließt: Gegen eine anständige Bezahlung wird er die Damen von ihren Gatten erlösen. Und tatsächlich sind die ersten Aufträge schnell erledigt. Doch dann beginnt alles schiefzulaufen.

Wolfram Koch liest Jussi Adler-Olsens höchst amüsante Kurzgeschichte mit viel Witz und Ironie.

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
EAN:

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Tod eines Pizzabäckers: Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)

Buchseite und Rezensionen zu 'Tod eines Pizzabäckers: Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)' von Achim Zygar
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Inhaltsangabe zu "Tod eines Pizzabäckers: Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)"

Das sagen Leser:

*** Super Krimi ***

*** Großartiges Ermittlerteam ***

*** sehr humorvoller Schreibstil ***

*** Mordermittlungen werden hier locker-flockig und nicht gruselig beschrieben ***

*** Nicht nur die Ermittlungsarbeit, sondern auch das Verhalten im Kollegenkreis und das Privatleben werden detailgenau geschildert ***

*** empfehle ich ihn allen Fans dieser Sparte sehr gerne weiter ***

Worum geht's in dem Krimi?

Der Pizzabäcker Gorgio Demoli wird von seiner Frau tot am Ende einer Kellertreppe gefunden. Es sieht nach einem Unfall aus. Doch Kriminalhauptkommissar Siegfried Haverbeck hat so seine Zweifel und tippt auf Mord. Er und sein Team, darunter auch seine Freundin, stoßen im Laufe der Ermittlungen auf ein sorgsam gespanntes Netz aus Lügen und falschen Indizien. Erst ein weiterer Toter bringt sie auf eine erfolgversprechende Spur. Was Haverbeck und seine Leute im Zuge ihrer Ermittlungen aufdecken, bleibt nicht auf die beiden Kriminalfälle beschränkt. Auch das Leben vieler ehrenwerter Bürger wird durch die Ermittlungen ziemlich durcheinander gewirbelt.

Alle Romane dieser Reihe sind in sich abgeschlossen und können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

TIPP (nur noch für kurze Zeit): Die ersten vier Fälle gibt es als preisreduzierten Sammelband: Haverbecks schwierigste Fälle. Die ersten Morde (Band 1 bis 4).

Bisher sind in der Haverbeck-Reihe folgende Bücher erschienen (Stand: August 2019):


Tod eines Pizzabäckers. Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)
Tod eines Musikers. Haverbeck ermittelt und lernt eine merkwürdige Welt kennen (2. Fall)
Tod einer Wahrsagerin. Haverbeck ermittelt und blickt in die Zukunft (3. Fall)
Tod einer Beauty-Queen. Haverbeck ermittelt und enthüllt einen teuflischen Plan (4. Fall)
Tod einer Millionärin. Haverbeck ermittelt und blickt in menschliche Abgründe (5. Fall)
Tödlicher Mut. Ein Sylt-Krimi Haverbeck ermittelt und lernt die grauenvollen Seiten einer Urlaubsinsel kennen (6. Fall)
Todestanz nach Mitternacht: Haverbeck ermittelt. Das kurze Leben der Julia L. (7. Fall)
Böser Plan. Haverbeck ermittelt. (8. Fall)
Raues Klima. Ein Norderney-Sylt-Krimi. Haverbeck ermittelt (9. Fall)
Ein fataler Fehler. Haverbeck ermittelt (10. Fall)
Mörderisches Farbenspiel. Haverbeck ermittelt (11. Fall)
Zahl oder stirb. Haverbeck ermittelt (12. Fall)
Kaltes Ende. Ein Ostfriesland-Krimi. Haverbeck ermittelt (13. Fall)

Bleiben Sie informiert! Tragen Sie sich in die Email-Liste auf www.haverbeck-ermittelt.de ein. Dann erfahren Sie rechtzeitig, wann ein neues Buch erscheint!

Weitere Neuigkeiten rund um meine Bücher finden Sie auf meiner Autorenseite: www.facebook.com/AutorAchimZygar

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:267
Verlag:
EAN:

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Cliffhanger

Buchseite und Rezensionen zu 'Cliffhanger' von Tim Binding
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Inhaltsangabe zu "Cliffhanger"

Roman. Hbg. (Mare). 2008. geb.mSU. 350 S.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:350
EAN:9783866480896

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Omas Neugier und ein Mord im Hühnerstall: Die schrägsten Ermittler in Ostfriesland (Soko Norddeich 117 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'Omas Neugier und ein Mord im Hühnerstall: Die schrägsten Ermittler in Ostfriesland (Soko Norddeich 117 3)' von Moa Graven
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Soko Norddeich 117 - Die schrägsten Ermittler in Ostfriesland mit Kultpotenzial
Moa Graven gehört zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen in Ostfriesland
Zum Inhalt:
Oma Gerda ist mit ihren 83 Jahren noch recht flott auf den Beinen und oft von Neugier getrieben, seit sie alleine auf ihrem kleinen Hof lebt. So erscheinen ihr auch die Leute suspekt, die vor ein paar Monaten in die kleine Bauernkate ganz in ihrer Nähe gezogen sind und dort wie im Taubenschlag ein und aus gehen. Mit selbstgemachten Eintöpfen schleicht sie sich bei Thekla, Agneta, Okko, Siggi und Herbert ein, um Näheres zu erfahren. Und dann plötzlich braucht sie die Soko Norddeich 117 in ganz persönlicher Sache, denn ein Toter liegt mit einer Axt im Nacken in ihrem Hühnerstall.

Die Soko Norddeich 117 Reihe im Überblick:
Wetterleuchten und ein Todesfall - Band 1
Knietief im nächsten Mordfall - Band 2
Omas Neugier und ein Mord im Hühnerstall - Band 3

Die weiteren Krimi-Reihen von Erfolgsautorin Moa Graven:
Kommissar Guntram in Leer
Jan Krömer in Aurich
Eva Sturm auf Langeoog
Joachim Stein in Friesland
Soko Norddeich 117 in Norddeich
Die Anwältin Paula Fenders in Ostfriesland
Die Trilogie um Erik
Ostfriesenklinik

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:113
EAN:

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Der Himmel muss wohl warten

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Himmel muss wohl warten' von Andreas Bastian
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Inhaltsangabe zu "Der Himmel muss wohl warten"

Als ich aufwachte, war ich tot.
Es war der Engel Maurice, der mir zu dieser Erkenntnis verhalf. Natürlich weigerte ich mich, ihm zu glauben.
»Halt doch mal die Luft an«, schlug er hämisch grinsend vor.

So beginnt DER HIMMEL MUSS WOHL WARTEN - eine rabenschwarze Komödie, die kein Auge trocken lässt.

Polizeikommissar Michael Eym erwacht im Jenseits. Als Buße für den allzu saloppen Lebenswandel muss er zurück zur Erde, um ein Verbrechen verhindern – und zwar als das zehnjährige Mädchen Tanja.
Ein turbulentes Abenteuer beginnt. Während Michael in Mathe versagt, sich mit dem iPad-süchtigen Engel Maurice herumärgert und falsche Fährten verfolgt, droht Unheil. Großmutter Ingeborg und Pfarrer Dumpfke sind überzeugt, dass Tanja vom Teufel besessen ist und bereiten eine Austreibung vor.
In weiteren Hauptrollen:
1.Der chaotische Engel Maurice, der mehr an Tanjas iPad als am Fall interessiert ist,
2.Tanjas attraktive Mutter Lea, in die sich Michael unsterblich verliebt,
3.Pfarrer Dumpfke, der felsenfest glaubt, dass Tanja vom Teufel besessen ist,
4.Der Killerclown, ein brutaler Bankräuber,
5.Tobi, ein fetter Rauhaardachshund mit sonderbaren Neigungen, sowie
6.Magda, die aufblasbare Gummipuppe.

Format:Kindle Edition
Seiten:0
Verlag:
EAN:

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