Das Herz der purpurnen Distel: Band 1 der Distelreihe

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Herz der purpurnen Distel: Band 1 der Distelreihe' von Sophie Morrison
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Die Britischen Inseln, 1649

Während die Nachwehen des Bürgerkrieges noch überall spürbar sind, wächst die junge Kendra MacAllan, halb Schottin, halb Engländerin, zu einer selbstbewussten Frau heran.
Dank ihrem Vater genießt sie zuhause in Schottland außergewöhnlich viele Freiheiten, die in völligem Kontrast zu den Besuchen bei ihren adligen Großeltern in London stehen.
Ihren Wurzeln zuliebe versucht Kendra beiden Welten gerecht zu werden, womit sie sich allerdings nicht arrangieren kann, ist die leidige Suche ihrer Großmutter nach einem angemessenen Ehegatten. Längst hat Kendra beschlossen, dass sie ihre kostbare Unabhängigkeit niemals gegen die Fesseln einer Ehe eintauschen wird.
Als sie jedoch völlig unverhofft dem attraktiven Finley MacCarter begegnet, gerät ihre strenge Prinzipientreue ins Wanken. Kendra kann sich seinem bezaubernden Charme nicht entziehen und verliert nach und nach ihr Herz an Finley.
Nachdem Kendras Vater jedoch von dieser Verbindung erfährt, setzt er ihr ein jähes Ende. Kendra wird mit der schmerzlichen Wahrheit konfrontiert, dass die Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft mit Finley unmöglich macht.

Krampfhaft bemüht sich Kendra zu vergessen. Wird es ihr gelingen?

Format:Kindle Edition
Seiten:644
EAN:
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Rezensionen zu "Das Herz der purpurnen Distel: Band 1 der Distelreihe"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Sep 2015 

    Wer erweicht das Herz der jungen Kendra

    Die junge Kendra MacAllan steht kurz vor ihrem 19. Geburtstag, sie ist ein Wildfang und Trotzkopf wie er im Buche steht. Sie weiß ihren Willen stets durchzusetzen, ihre Flügel lässt sie sich von niemandem stutzen. Ihr oberstes Prinzip, sie will ihre Freiheit niemals für die Beziehung zu einem Mann opfern. Die Tochter einer Engländerin und eines Schotten darf immer wieder für einige Wochen die Eltern ihrer verstorbenen Mutter, nämlich ihren Großvater Robert Byron Edwards, dem zweiten Duke of Ashwood, und dessen Frau besuchen und dies trotz des angespannten Verhältnisses zwischen Kendras Vater und seinen Schwiegereltern. Ihre Großmutter versucht Kendra in unermüdlicher Weise zu verkuppeln und lädt gerne immer wieder Kandidaten im heiratsfähigen Alter und entsprechendem gesellschaftsfähigen Rang zu Festlichkeiten ein, um ihrem gesetztem Ziel, ihre Enkeltochter zu verheiraten, näher zu kommen. Bislang hat sich Kendra entsprechenden Offerten stets widersetzt. Doch dann begegnet sie Finley MacCarter und ihrem Herz ist es schneller bewusst als ihrem Verstand, dass sie sich dieses Mal ernsthaft verliebt hat und schon nach aller kürzester Zeit beginnen ihre Prinzipien zu bröckeln.

    Das Herz der purpurnen Distel von Sophie Morrison ist von der Autorin in einem schönen Schreibstil verfasst, der hervorragend mit ihrem Tempo harmonisiert, die Sprache ist der historischen Zeit wunderbar angepasst. Die historischen Parts zeugen von einem guten Fachwissen und ausgiebiger Recherchearbeit. Während im ersten Teil des Buches Kendra als Hauptprotagonistin fungiert und ihre sich entwickelnde Liebe gezeigt wird, ist im zweiten Teil der Krieg und die Geschichte Englands und Schottlands dominant. Dies ist schön gelöst durch die Autorin, da sie uns Lesern so die unerbittliche Feindschaft zwischen England und Schottland sowie einzelner Clans näher bringt und wir die unnachgiebige Einstellung und Haltung von Kendras Vater besser nachvollziehen können.

    Ich vergebe diesem Debütwerk fünf von fünf möglichen Sternen und freue mich bereits heute auf die Fortsetzung der Reihe, die uns, wie die Autorin verspricht, mehr zum Schicksal Kendras erzählen wird. Empfehlen möchte ich die Reihe allen Liebhabern von gelungenen Kombinationen zwischen ergreifenden Liebesgeschichten und guten historischen Romanen. Die Autorin Sophie Morrison erinnert mich mit ihrer Schreibart und ihrem Buch um Kendras Geschichte ein wenig an eine junge, frische Mischung aus Diana Gabaldon, Rebecca Gablé und einem Hauch von Barbara Cartland, die aber durchaus ihren eigenen Stil und Charakter besitzt.