In den Wäldern der Biber: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'In den Wäldern der Biber: Roman' von Franziska Fischer
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "In den Wäldern der Biber: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
EAN:9783832165925
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Rezensionen zu "In den Wäldern der Biber: Roman"

  1. Wohltuend entschleunigend wie ein Waldspaziergang

    Gestaltung:
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    Das Buch sieht wunderschön aus. Die Bäume in verschiedenen Grüntönen als Titelbild sind leicht haptisch hervorgehoben. Es wirkt beruhigend. Das Hardcover ist hochwertig verarbeitet, die Seiten stabil und das dunkelgrüne Lesebändchen passt perfekt.

    Inhalt:
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    Alina hat sich gerade frisch von ihrem Freund getrennt, Job und Wohnung in Frankfurt verloren und fährt mangels einer Alternative und ohne weiter Nachzudenken zu ihrem Großvater. Dieser wohnt in einem kleinen Dorf namens Spechthausen. Ihr Vater starb, als sie ein Kind war und kurz danach brach der Kontakt zwischen ihrer Mutter und den Großeltern väterlicherseits ab. Nun, nach gut 20 Jahren, steht sie vor seiner Tür. Er nimmt sie auf und gemeinsam arbeiten sie die Vergangenheit auf und Alina kommt endlich an - bei sich und generell.

    Mein Eindruck:
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    "Joggen auf Waldwegen ist wie Schweben, ein Dahingleiten durch eine Welt, die voller Geheimnisse ist." (S. 164)

    Mich konnte die Autorin von Anfang an fesseln. Das liegt weniger an einer spannenden Handlung, sondern vielmehr an der poetischen Sprachgewalt, die dem Roman innewohnt. Frau Fischer versteht es wunderbar, Gefühle zu beschreiben und einen zum Nachdenken zu bringen. Ich konnte mich gut in Alina und ihre Selbstzweifel hineinversetzen, konnte die Annäherungen zwischen ihr und den Personen im Dorf nachspüren, besonders die zwischen ihr und Ihrem Großvater, aber auch die Gefühle zu Elias. Es waren langsame Annäherungen, so dass die Handlung authentisch wirkte und nie ins Kitschige driftete. Bei den Naturbeschreibungen und der Schilderung der Waldspaziergänge fühlte ich mich direkt an den Ort versetzt. Es wirkte entschleunigend und erholsam.

    "Als Kind ist man jeden Tag eine andere Person, jemand, der mehr weiß als das Ich, das man am Vortag war, der mehr kann und mehr versteht und gleichzeitig mehr strauchelt." (S. 182)

    Alina muss vieles in ihrem Leben überdenken und neu ordnen. Dabei helfen ihr die sehr offenen Gespräche mit ihrem Großvater, aber auch mit dem Geschwisterpaar Isabel und Elias, die sie noch aus ihren Ferien in Kindheitstagen kannte. So mischen sich immer wieder Kindheitserinnerungen mit philosophischen Zukunftsüberlegungen in die Handlung ein. Die Autorin hat für mich sehr treffend die Emotionen beschrieben und ich habe mir viele Passagen als Zitate aufgeschrieben.
    Das Ende betreffend ist vielleicht in großen Teilen vorhersehbar, aber letztendlich gefiel mir, dass die Autorin hier nicht vollends in ein kitschiges Happy End abgedriftet ist, sondern ein Plädoyer für eine andere Art von Partnerschaft und Familie gesetzt hat. Anders wäre es für mich nicht glaubwürdig gewesen.
    Ein Buch über Verlust, Vergebung, Kindheit und Erwachsenwerden, aber auch über Liebe und Familie, die nicht den klassisch-gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen muss.
    Die Biber spielen eigentlich nur eine Nebenrolle, dennoch sind sie und der Wald der Ort, der Alina entschleunigt und so schließlich die Änderungen ins Rollen bringen. Und nebenher erfährt man dann auch noch ein wenig über das Verhalten und den Schutz der Biber, was mir gut gefallen hat.

    Fazit:
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    Wunderbar geschriebener Roman über den Wald als Ort der Entschleunigung und für Neubeginn - regt zum Innehalten und Nachdenken an

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  1. 2,5 Sterne

    Klappentext:

    „Alina ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie nicht mehr weiterweiß: Ihren Job konnte sie nie leiden, in Frankfurt am Main, der Stadt, in der sie lebt, fühlt sie sich schon lange nicht mehr wohl, und dann geht nach einem heftigen Streit auch noch ihre Beziehung in die Brüche, sodass sie plötzlich ohne Wohnung dasteht. Wohin jetzt? Der einzige Ort, der ihr einfällt, ist Spechthausen, ein kleines Dorf in Brandenburg. Hier lebt ihr Großvater, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. In seinem viel zu großen, renovierungsbedürftigen Haus am Waldrand nimmt er sie auf, ohne viele Fragen zu stellen.

    Langsam nähern Alina und er sich wieder an. Sie hilft ihm mit den Hühnern und dem Garten; gemeinsam beobachten sie Biber in freier Wildbahn. Dunkel und fast ein wenig unwirklich sind Alinas Kindheitserinnerungen an die Ferien in Spechthausen. Nun, inmitten der Natur, kehren sie nach und nach zurück. Ehe sie sichs versieht, fühlt sie sich heimisch in dem Ort und den umliegenden Wäldern. Endlich hat sie Zeit, darüber nachzudenken, was ist, was war und was sein soll. Außerdem ist da noch ihr Kindheitsfreund Elias, mit dem sie viel verbindet. Doch bevor sie sich ein neues Leben aufbauen kann, gibt es einiges, wovon Alina sich befreien muss.“

    Der Buchtitel sowie der Klappentext lassen eine Geschichte vermuten, die in der Natur spielt, wo die Natur ein gewisser wichtiger Nebendarsteller zu sein scheint, aber leider trifft das nicht ganz zu. Sobald man in der Geschichte rund um Alina feststeckt, bemerkt man, man sucht die Natur, man sucht die Biber und will selbstredend hinter die Gedankengänge von Alina streifen um zu erfahren was sie so, nennen wir es „verwirrt“, verwirrt hat. Schnell stellte sich aber mir die Frage beim lesen, warum um Himmels Willen nimmt denn ihr Großvater sie so ohne weiteres bei sich auf? Gibt es denn da nicht erstmal einen gewissen Klärungsbedarf? Hat er etwas gutzumachen? Warum führt sie diese Flucht aus ihrem Leben zurück in ihre Vergangenheit nach Spechthausen? Warum lässt ihr Großvater alle Veränderungen, die Alina anstrebt, so ohne murren zu? Mir war hier vieles einfach zu verworren, zu undurchsichtig und vor allem zu unglaubwürdig. Wer lässt denn einfach mal so nach langer Zeit der Abstinenz jemanden so mir-nichts-dir-nichts in sein Leben? Man könnte es als Großherzigkeit oder gar Verständnis für das Enkelkind abtun, aber wie gesagt, ich finde es sehr fragwürdig. Und was ist noch fragwürdig an diesem Roman? Man sucht die Natur doch vergebens. Wird erst dem Leser der Mund so wässrig gemacht und dann „sehen“ wir die sowieso schon seltenen Biber nur für einen winzigen Moment.

    Die Geschichte soll wohl eine Art Selbstfindung sein, mit den Erinnerungen der Kindheit aufräumen, mit den aktuellen Problemen lernen umzugehen, Sinnsuche, Achtsamkeitstraining für die geschundene Seele oder so ähnlich. Ich hatte mir etwas anderes davon versprochen und kann einfach nicht mehr als 2,5 Sterne dafür vergeben. Da reißt auch der der Schreibstil oder der Ausdruck nichts heraus.

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Trennung in 10 Tagen

Buchseite und Rezensionen zu 'Trennung in 10 Tagen' von Frank Osbuch
NAN
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Inhaltsangabe zu "Trennung in 10 Tagen"

Jeder von uns hat schon eine Trennung hinter sich – man passt nicht recht in das eigene Leben und der Fokus ist immer auf die grade verlorene Beziehung gerichtet. Nie, absolut nie, hat ein anderer Mensch, so gelitten wie man selbst gerade und der beste aller möglichen Partner, ist von uns gegangen… Besonders Begabte reden sich auch gern die Schuld an der Trennung ein. In Frank Osbuchs Roman werden alle Aspekte einer zeitgemäßen Trennung und Liebeskummer betrachtet und in 10 Tagen humorvoll verarbeitet. Nie ohne eine Prise bösen Humors und tiefschürfender Männerlogik. Dafür sorgt die facettenreiche, bunte Gedankenwelt von Trennungsopfer Marc. Trennungen von Partner, von Freunden und der Abschied durch den Tod. Marc durchlebt viele Facetten des Abschiednehmens, doch alle mit dem ihm eigenen Witz. Trotzdem legte Frank Osbuch Wert darauf, auch die tatsächlichen Phasen einer Trennung und was sie mit uns anstellen zu analysieren und verständlich zu verpacken. Dieses Buch soll uns unterhalten, es soll uns den Spiegel vorhalten und Lösungen aufzeigen. Nicht mehr, nicht weniger.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:184
Verlag:
EAN:
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Vielen Dank für alles

Buchseite und Rezensionen zu 'Vielen Dank für alles' von Ulrike Stöhring
NAN
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Inhaltsangabe zu "Vielen Dank für alles"

Schlimmer hätte es nicht kommen können: An einem idyllischen Augustabend eröffnet ihr Mann ihr bei einem Glas Wein, dass er sie wegen einer anderen verlassen wird. Ulrike Stöhring, Anfang fünfzig, steht unter Schock. Einer Generation zugehörig, in der zwischen Versorgungsehe und feministischer Guerilla alles möglich schien, hat sie nun absolut keine Idee mehr, wie es weitergehen könnte. Bis sie erkennt, dass es höchste Zeit ist, sich endlich um sich selbst zu kümmern. Sie geht zur Tantra-Massage, nimmt sich einen französischen Liebhaber, spricht mit glücklichen Frauen und verbringt Silvester in einem buddhistischen Schweigekloster. Dem klassischen Trauerjahr, das auch ein Wutjahr ist, folgt ein Jahr voller Wandlungen und Perspektiven. Und am Ende wird sie, was sie vor der Trennung nicht war: eine glückliche Frau.

Format:Kindle Edition
Seiten:273
EAN:
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Barbara! Der Senf ist alle!

Buchseite und Rezensionen zu 'Barbara! Der Senf ist alle!' von Barbara Wegmann
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Inhaltsangabe zu "Barbara! Der Senf ist alle!"

BARBARA! DER SENF IST ALLE!

Getrennt – na und? Verlieb dich in dein neues Leben!

Barbara Moutarde ist Mitte vierzig. Vor vier Jahren war der Senf im Kühlschrank alle. Das hat ihrem damaligen Ehemann gar nicht gefallen. Glück für Barbara: Es war der Auslöser, ihr Leben zu verändern – und zwar komplett. In 18 Tuben Senf schildert sie die Geschichte ihrer Trennung und wie sie es schafft, Lebensmut und Fröhlichkeit wiederzufinden. Dieses Buch richtet sich an Männer, Frauen, Singles und Paare: Irgendwie sind wir alle ein bisschen Barbara. Ihre Geschichten hat wohl jeder Mensch schon einmal erlebt, nur selten zugegeben. Manchmal schrill, manchmal nachdenklich geht es darum, sich nicht nur nach den Erwartungen anderer zu richten, mit fragwürdigen Regeln und schlechter Laune umzugehen, mutig zu sein und der eigenen Intuition zu vertrauen … Mit viel Humor und Selbstironie macht sich Barbara auf zum Neuanfang – denn die schönste Rache ist, wenn es dir wieder gut geht.

LESERMEINUNGEN
"Liebe Barbara, wunderschön, da habe ich ja auch gleich feuchte Augen!" Nina N.
"…einfach herzerfrischend und stärkend liebe Barbara Moutarde!!!!" Rita Mirliauntas
"Liebe Barbara, Du schreibst so witzig und dennoch geht der Ernst des Themas nicht verloren. Er wird nicht weggelacht. Ich freue mich schon auf Deine nächsten Tuben." Daniela Witzleben

Format:Kindle Edition
Seiten:82
Verlag:
EAN:
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