Das Fluchholz: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Fluchholz: Roman' von Johan de Boose
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Fluchholz: Roman"

Format:Broschiert
Seiten:240
Verlag: btb Verlag
EAN:9783442771134
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Rezensionen zu "Das Fluchholz: Roman"

  1. Originell und vielleicht ein wenig respektlos

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Jan 2022 

    Der eine oder andere holländische Autor hat mich in der Vergangenheit positiv überrascht, umso mehr war ich auf dieses Buch von Johan de Boose gespannt. Mit diesem Buch schaffte es der Autor immerhin auf die Shortlist des Libris-Literaturpreises und erhielt den Preis für das beste spirituelle Buch.
    Einst stand er einsam und alleine in einer trockenen Wüste, der wohl bekannteste Ölbaum der Geschichte der Menschheit. Ein Stück trockenes Holz erzählt uns die Geschichte der Menschheit, seit der Zeugung und der Geburt Jesus bis in das letzte Jahrhundert aus seiner hölzernen Sicht. Ihr habt richtig gelesen – Zeugung – nix mit unbefleckter Empfängnis.
    Jener Olivenbaum wurde Zeuge einer brutalen Vergewaltigung. Das Opfer? Eine Frau Namens Maryam. Der Täter war ein römischer Soldat, die zur damaligen Zeit vor Ort stationiert waren. Das Resultat dieser Vergewaltigung war Jeschua. Irgendwie war auch Jeschuas Leben verflucht, denn sein Leben dauerte nicht lange an. Nicht alle Ansichten Jeschuas wurden zur damaligen Zeit geduldet und er fand seinen Tod am Kreuz. Ein Kreuz, das aus Olivenbaumholz gefertigt wurde. Einst spendete der Baum Jeschua und vielen anderen kostbaren Schatten in der Wüste, später wurde er zum Rohstoff aus dem das Kreuz Jeschuas gefertigt wurde.
    Später zerfällt es immer mehr, doch ein kleines Stück überlebt die Jahrhunderte. Es trifft auf seiner langen Reise wichtige historische Persönlichkeiten wie Kaiser Nero, orthodoxe Mönche, russische Herrscher, islamische Gelehrte bis hin zu Päpsten, Faschisten und Terroristen und erzählt uns das Erlebte aus seiner Sicht.
    Wenn ihr Lust habt Geschichte aus einer anderen, wirklich außergewöhnlichen Perspektive erzählt zu bekommen, dann kann ich euch dieses Buch empfehlen. Man muss nicht religiös sein um dieses Buch lesen zu können, die Religion dient mehr oder weniger als roter Faden. Als eingefleischter Katholik fragt man sich vielleicht, ob dieses Buch eine Provokation des Autors sein soll, da ich nicht katholisch bin, kann ich diese Frage nicht wirklich beantworten, ich fand allerdings den anderen Zugang zur Geschichte spannend. Das Buch fängt ja schon mit einem Paradigmenwechsel an, nämlich mit der „anderen“ Erzählung von Christi Zeugung und seiner Geburt.
    Das Buch ist originell, vielleicht auch ein wenig respektlos. Es ist jedenfalls an vielen Stellen lustig und regt an anderen Stellen zum Nachdenken an.
    Obwohl ich mit Religion nichts am Hut habe, kann ich dieses Buch bedenkenlos weiterempfehlen – vielleicht genau aus diesem Grund.

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Petermanns Chaos

Buchseite und Rezensionen zu 'Petermanns Chaos' von Eva Joachimsen
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Petermanns Chaos"

Format:Taschenbuch
Seiten:172
EAN:9783743142060
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Rezensionen zu "Petermanns Chaos"

  1. Die schlimmsten Wochen seines Lebens

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Jan 2022 

    Wilhelm Petermann (Junggeselle) ist immer pünktlich,immer korrekt,hat einen Ordnungsfimmel und ist spießig.Als sich seine Schwester Lydia mit ihren drei Kindern Hund und Katze vorübergehend bei ihm einnistet ist es mit seiner Ruhe vorbei.Denn seine zwei Zimmer Wohnung ist definitiv zu klein.

    Der Schreibstil ist sehr leicht,bildhaft und zügig zu lesen.Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und die Spannung steigert sich zwar im Laufe des Buches aber der Humor kommt dabei ziemlich oft zum Vorschein.

    Fazit:In dieser Story herrscht Chaos durch und durch.Nicht nur Petermann sondern auch mir wäre das plötzliche Auftreten der Schwester fast schon zu viel.Die Autorin hat es wunderbar verstanden dass ich mich sehr gut in Petermann hinein versetzen konnte.Seiner Schwester Lydia hingegen hätte ich am liebsten meine Meinung gesagt.Sie war mir mit ihrer Art nicht sehr sympathisch und nervte mich.Dieser Roman handelt von Nachbarschaftshilfe,Zwischenmenschlichkeit,überforderter Mutter und Onkel und verzogenen Kindern.Die Themen die die Autorin zur Sprache kommen lässt kennt wahrscheinlich jede Mutter oder jeder Vater mal mehr und mal weniger.Die Geschichte ist sehr chaotisch so dass ich selbst zwischen schmunzeln und nervös sein hin und her schwankte.Dies hat die Autorin sehr gut umgesetzt.Die Story selbst hat mich gut unterhalten und da das Buch nicht allzu lang ist kann man die Geschichte vielleicht sogar an einem längeren Abend beenden.

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Bouvard und Pécuchet

Buchseite und Rezensionen zu 'Bouvard und Pécuchet' von Hans-Horst Henschen
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Bouvard und Pécuchet"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:464
Verlag: Wallstein
EAN:9783835339279
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Spitzenreiterinnen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Spitzenreiterinnen: Roman' von Jovana Reisinger
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Spitzenreiterinnen: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:270
Verlag: Verbrecher
EAN:9783957324726
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Glitterschnitter: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Glitterschnitter: Roman' von Sven Regener
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Glitterschnitter: Roman"

Die Lage ist prekär: Charlie, Ferdi und Raimund wollen mit Glitterschnitter den Weg zum Ruhm beschreiten, aber es braucht mehr als eine Bohrmaschine, ein Schlagzeug und einen Synthie, um auf die Wall City Noise zu kommen. Wiemer will, dass H. R. ein Bild malt, aber der will lieber eine Ikea-Musterwohnung in seinem Zimmer aufbauen. Frank und Chrissie wollen die alte Trinkerstube Café Einfall zur kuchenbefeuerten Milchkaffeehölle umgestalten, aber Erwin will lieber einen temporären Schwangerentreff etablieren. Chrissie will, dass Kerstin endlich zurück nach Stuttgart geht, aber die muss erst noch Chrissies neuen Schrank an der Wand befestigen. Die Frage, ob Klaus zwei verschiedene Platzwunden oder zweimal dieselbe Platzwunde zugefügt wurde, ist noch nicht abschließend geklärt, aber bei den Berufsösterreichern der ArschArt-Galerie werden bereits schöne Traditionen aus der Zeit der 1. Ottakringer Shakespeare-Kampfsportgesellschaft wiederbelebt.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:480
EAN:9783869712345
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Rezensionen zu "Glitterschnitter: Roman"

  1. Ich kann verstehen, dass es

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Dez 2021 

    Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die solche Bücher nicht mögen. Denn eigentlich passiert nichts, außer viel Gelaber, aber das ist dann höchst unterhaltsam. Der "kleine" Lehmann, wie ihn jeder zur Abgrenzung von seinem älteren Bruder nennt, ist nun seit einigen Wochen in Berlin und arbeitet als Putzkraft im "Cafe Einfall" des Schwaben Erwin. Im Lauf des Romans steigt er dann aber zur Bedienung auf, die sich mit der Suche nach der besten Art, einen geschäumten Milchkaffee zuzubereiten, herumschlägt. Dabei bekommt er ungefragt Ratschläge von allen Seiten. Und so geht es dann seitenlang weiter, mit Problemen und Problemchen unterschiedlicher Art, was dem geneigten Leser ein Dauerschmunzeln auf die Lippen zaubert. Aus heutiger Sicht fast steinzeitlich ist die Diskussion darüber, ob angesichts eines Schwangerenstammtischs für einen Vormittag ein Rauchverbot in der Kneipe gelten soll. Natürlich hat auch hier wieder jeder seinen Senf dazu beizutragen.Wenn man diese Art von Humor liebt, wird man von Sven Regner immer gut bedient, sieht man mal vom schwächeren "Der kleine Bruder" ab. Etwas infantil finde ich allerdings die Wortspielereien um die "Arsch-Art-Galerie" von P.Immel. Das hat in etwa das Niveau unsereres Kinderspielchens von vor grauen Vorzeiten "Sag mal das Vater unser auf und lass jedes Wort mit P beginnen", was spätestens beim vierten Wort zu Lachanfällen führte, nur, dass wir damals ca. sieben bis acht Jahre alt waren.

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  1. Wall City

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 17. Okt 2021 

    Frank Lehmann lebt seit einigen Wochen in Berlin. Es ist Anfang der 1980er Jahre und Frank hat eine Putzstelle im Café Einfall ergattert. Manchmal springt er auch für Chrissie hinter der Theke ein, wenn die kurz mal weg muss. Morgens läuft das Café, das eigentlich eine Kneipe ist, nicht so besonders. Vielleicht sollte Frank es mal mit Milchkaffee versuchen, das gibt es doch jetzt überall. Die Mitglieder der Band Glitterschnitter proben für den nächsten Auftritt, sie wollen einen Platz bei der Wall City Noise, das könnte ihr Durchbruch werden. Wenn nicht Leo die Organisatorin wäre, die leider ein gutes Personengedächtnis hat.

    Mal wieder gibt es etwas Neues aus dem Universum von Herrn Lehmann. Diesmal wieder kurz nach seiner Ankunft in Berlin angesiedelt, kann miterlebt werden, wie Lehmann in Berlin Fuss fasst, wie Glitterschnitter sich auf einen Auftritt vorbereiten, wie H. R. Ledigt seine nächste Performance plant und noch ein paar Kleinigkeiten. Das Ganze im Westberlin der frühen 1980er, wo man noch wusste, was Zonenrand war oder Berlinförderung. Wo man noch nach Westberlin fliehen konnte, wenn man mit der Bundeswehr nichts zu tun haben wollte. Frank Lehmann gehört irgendwie gleich dazu, aber wie sein Bruder sagt, wenn er wieder fort wäre, würde es auch keine Besorgnis auslösen.

    Berlin war zwar eine eingeschlossene, aber doch pulsierende Stadt. Kneipen, Kunst, Nachtleben - die Möglichkeiten schienen unbegrenzt. Herr Lehmann und seine Kumpane loten aus, was zu ihrem Leben passt. Wobei Lehmann eher bodenständig erscheint, während seine Kumpel zum Künstlerischen zieht. Eingekleidet ist das Ganze in die flapsige Sprache der Achtziger. Wenn man alle paar Jahre in das Lehmann Universum zurückkehren kann, ist es eine Freude. Vor allem auch, weil man nie weiß, wo man auf dem Zeitstrahl landet. Und irgendwie wünscht man auch, dass man die Lehmann Romane nie in chronologischer Reihenfolge lesen kann, denn das hieße, der Autor habe sich einem anderen Thema zugewandt.

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»Du kannst sie nicht alle töten«

Buchseite und Rezensionen zu '»Du kannst sie nicht alle töten«' von Alexander Prinz
1
1 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "»Du kannst sie nicht alle töten«"

Format:Broschiert
Seiten:224
Verlag: Riva
EAN:9783742316271
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Rezensionen zu "»Du kannst sie nicht alle töten«"

  1. Der Hass, der in ihm brodelt...

    bewertet:
    1
    (1 von 5 *)
     - 14. Okt 2021 

    Der krawallige Titel hat mich neugierig gemacht und so begann ich unvoreingenommen zu lesen, denn der Autor ist mir gänzlich unbekannt.

    Dieser vermeintliche Ratgeber ist wie zu erwarten war keiner, aber richtig lustig oder tolle Satire ist er leider auch nicht.

    Das geschriebene Wort von Alexander Prinz fühlt sich auf 224 Seiten wie Hasskommentare bei Social Media an. Alles ist zu derb, zu übertrieben und zu überspitzt.

    Bereits nach den ersten 50 Seiten wollte ich schon abbrechen, aber da dies meine letzte Urlaubslektüre war, dachte ich wir geben dem Ganzen mal eine Chance und warten ab, was sich aber leider nicht gelohnt hat.

    Die Dinge, über die Herr Prinz nachdenkt sind durchaus berechtigt und hätten Potential zu unterhalten, hier ging dies jedoch gänzlich nach hinten los. Generation Y benimmt sich dann zum Glück doch arg anders als das Geschilderte vermitteln will.

    Zudem hatte ich stark das Gefühl, dass dieses Buch zur Selbstbeweihräucherung des Autors dient, da jede angerissene Thematik unterbrochen wird durch Kommentare zur eigenen Person.

    Die Art den Leser direkt anzusprechen fand ich eigentlich ganz cool, leider fühlte sich die Ansprache wie anschreien an, aber mit reichlich Wind und Thermik.

    Fazit: Mein Geschmack wurde nicht getroffen, weshalb ich keine Leseempfehlung aussprechen kann. Vielleicht was für Hardcore- Fans oder Menschen, die sich gern beleidigen lassen.

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New York Ghost

Buchseite und Rezensionen zu 'New York Ghost' von Ling Ma
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "New York Ghost"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:360
EAN:9783959881524
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Der Letzte meiner Art

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Letzte meiner Art' von  Linder
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Letzte meiner Art"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:272
Verlag: Kein + Aber
EAN:9783036959979
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Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker' von Renate Bergmann
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker"

Mit so viel Biss hat noch niemand über Zahnlosigkeit geschrieben.

«Deutschlands bekannteste Twitter-Omi» (Bild) hat Zucker und «Ossiporose», schläft unter einer Heizdecke und hat den Krieg nicht überlebt, um Kunstfleisch aus Soja zu essen: Renate Bergmann, 82, aus Berlin-Spandau. Ihre Männer liegen in Berlin auf vier Friedhöfe verteilt, das Gießen dauert immer einen halben Tag. Und apropos tot, Renate und ihre beste Freundin Gertrud haben ein schönes Hobby: Die beiden suchen sich in der Zeitung eine nette Beerdigung raus, ziehen was kleines Schwarzes an, und dann geht es los. Zwei alte Damen mehr oder weniger am Buffet – da schaut keiner so genau hin.

Denn schließlich: «Die meisten denken, ich bin eine süße alte Omi. Aber ich kann auch anders.»

In 34 Episoden schreibt Renate über ihre Abenteuer: ein großartiges Spiel zwischen Altennachmittag und Cyberspace.

«Meine Oma @RenateBergmann ist jetzt auch bei Twitter. Folgt ihr gern, macht dabei aber bitte nicht wieder so einen Lärm.» (Sarah Kuttner)

Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783862314546
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Rezensionen zu "Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker"

  1. Urige Geschichten von der Online-Omi

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Aug 2021 

    Renate Bergmann ist 82, vierfach verwitwete Rentnerin aus Berlin und außerordentlich agil. Um sie besser erreichen zu können, schenkt ihr ihr Neffe Stefan sein altes Telefon, und damit betritt Renate die Welt des Internetz.
    Unterhaltsam und humorvoll erzählt die rüstige Dame davon wie's früher mal war, an welche Prinzipien aus der Vergangenheit sie sich eisern hält, und wo sie gerne von den Bequemlichkeiten der modernen Zeit profitiert.

    Seit mir Renate Bergmann zum ersten Mal in der Onleihe über den Weg gelaufen ist, bin ich von der patenten Berlinerin total begeistert. Mit Witz und Charme erzählt sie von ihren vier verstorbenen Ehemännern, ihrer exzentrischen Tochter, ihrem Neffen, von Freunden, Bekannten und Nachbarn. Gekonnt verknüpft die Online-Omi die Vergangenheit mit der Gegenwart und gibt so ihre gewonnenen Lebensweisheiten an ihre Hörer weiter.
    In vielen Bereichen des täglichen Lebens, beim Putzen, Kochen und Einkaufen dürfen wir Renate über die Schulter schauen und an ihren Erfahrungen teilhaben. Wir begleiten sie auf ihren Wegen kreuz und quer durch Berlin, auf die Friedhöfe, zu Seniorenveranstaltungen und Kaffeefahrten. Vormachen lässt sie sich nichts, und wer meint, das alte Mädchen über den Tisch ziehen zu können, bekommt ihre scharfe Zunge zu spüren. Trotz ihrer selbstsicheren Art plagen sie hin und wieder auch Ängste und Zweifel. Düsteren Gedanken tritt sie mit ihrer optimistischen Einstellung jedoch forsch entgegen. Fürs Jammern hat die rüstige Rentnerin nichts übrig. Sie hat noch harte Zeiten erlebt, und weiß, dass man Schicksalsschlägen am besten mit einem Korn in der Hand begegnet.
    Stundenlang könnte ich der Online-Omi zuhören, wenn sie aus ihrem Leben und von den Abenteuern erzählt, die sie mit ihren ältesten Freunden erlebt. Gerne kommt sie vom Hundertsten ins Tausendste, schweift ab in die Bräuteschule, in der ihr das Grundlegende der Haushaltsführung beigebracht wurde, um gleich darauf von ihren neuesten Internet-Einkäufen zu schwärmen. Keine Sekunde Langeweile kommt auf, wenn Renate ins Schwadronieren gerät, und im Nu sind die knapp 4 Hörstunden vorüber.
    Marie Gruber liest ganz hervorragend, mit einer Stimme, die nicht besser zur resoluten 82jährigen passen könnte. Ihre Intonation bringt aber auch die verschmitzte, empörte, ängstliche oder zaudernde Seite der Renate Bergmann ganz hervorragend zum Ausdruck.
    Nicht genug wundern kann man sich aber auch über die Empathie, mit der der 1974 geborene Torsten Rohde seine Online-Omi geschaffen hat. Er muss über eine sehr feine Beobachtungsgabe und großes Einfühlungsvermögen verfügen, um die charakterlichen Eigenheiten seiner Verwandtschaft in der Figur der Renate Bergmann zu einer derart sympathischen Protagonistin zu vereinen.

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  1. Twitter Omi Renate

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Dez 2015 

    Renate Bergmann 82 Jahre alt aber durchaus interessiert an neuen Dingen wie Handy oder Twitter erlebt in diesem Buch ihren Alltag.
    Da gibt es ihre Freundin Gertrud mit der sie durch dich und dünn geht.
    Oder Ilse und Kurt die ihr immer behilflich sind, Kurt z. B. der Renate mit dem Auto überall hinfährt obwohl er nur noch wie ein Maulwurf sieht usw.
    Ein Buch aufgeteilt in 34 Alltagsepisoden immer schön jedes Kapitel mit einer Twitternachricht versehen. Die einzelnen Episoden laden einen wirklich ein mal wieder herzlichst zu lachen.
    Eigentlich hatte ich diesen Roman für meine Schwiegermutter 88 Jahre alt gekauft. Nach dem sie dieses Buch mit Freude gelesen hat musste ich es auch lesen und war begeistert.
    Inzwischen habe ich gelesen das demnächst Band 2 herauskommt und ich bin schon in riesiger Erwartungshaltung auf das neue Buch. Selbst meine Schwiegermama freut sich schon drauf.

    Ich bin echt erstaunt wie der Autor der ja zu dem noch relativ jung ist diese Situationen so köstlich schreiben konnte, alle Achtung!!!

    Ein Buch sehr empfehlenswert, deshalb von mir 5 von 5 Sternen.

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