Meinst Du, die Russen wollen...: Ein Moskauer Tagebuch

Buchseite und Rezensionen zu 'Meinst Du, die Russen wollen...: Ein Moskauer Tagebuch' von Carsten Gansel
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Meinst Du, die Russen wollen...: Ein Moskauer Tagebuch"

Format:Taschenbuch
Seiten:336
EAN:9783946599494
read more
 

Und die Erde wird zittern: Rasputin und das Ende der Romanows

Buchseite und Rezensionen zu 'Und die Erde wird zittern: Rasputin und das Ende der Romanows' von Douglas Smith
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Und die Erde wird zittern: Rasputin und das Ende der Romanows"

Rasputin und das Ende der Romanows
Gebundenes Buch
Auch hundert Jahre nach Rasputins Tod bleibt uns die wahre, historische Figur des Predigers verborgen, der wegen seinen Ausschweifungen und seiner Nähe zu den Romanovs verteufelt wurde. Bis jetzt.
In seiner großen, beeindruckenden Biographie zeigt uns Douglas Smith, dass Grigori Jefimowitsch Rasputin viel mehr war - eine schillernde Persönlichkeit in einer dramatischen Wendezeit. Der renommierte Historiker hat dazu in sieben Ländern eine Fülle von neuen Dokumenten entdeckt. Darin stößt er auf einen Rasputin, der jene tiefen Widersprüche zwischen dem alten und dem neuen Russland zu deuten wusste und der umso mehr darunter litt. Damit zeichnet Smith zugleich ein eindruckvolles Panorama einer haltlos gewordenen russischen Gesellschaft am Vorabend ihres Untergangs.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:928
EAN:9783806235746
read more
 

Die Ibiza-Affäre: Innenansichten eines Skandals

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Ibiza-Affäre: Innenansichten eines Skandals' von Bastian Obermayer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Ibiza-Affäre: Innenansichten eines Skandals"

Innenansichten eines Skandals
Broschiertes Buch
Die geheimen Pläne der Rechtspopulisten.
Als im Frühsommer 2019 ein Video veröffentlicht wird, das die geheimen Pläne führender österreichischer Rechtspopulisten entlarvt, stürzt die Regierung in Wien. Was sind die Hintergründe der größten politischen Krise der Nachkriegszeit?
Das Video entsteht im Sommer 2017. Der FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache und sein Parteifreund Johann Gudenus reisen nach Ibiza. In einer luxuriösen Villa tappen sie in eine Falle. Eine angeblich steinreiche Russin behauptet, gerade dabei zu sein, die Kronenzeitung zu kaufen. Mit ihrer Unterstützung könnte die FPÖ die Wahlen gewinnen - und Strache vielleicht Kanzler werden. Jetzt will sie wissen: Was bekommt sie dafür? Bei Champagner und Sushi stellt Strache staatliche Aufträge in Aussicht, er erzählt von einem System verschleierter Parteispenden und fantasiert davon, wie er Österreichs Presselandschaft nach Vorbild des ungarischen Autokraten Viktor Orban massiv umbauen würde.
Als Frederik Obermaier und Bastian Obermayer das Video sehen, als erste Journalisten, sind die Hintergründe unklar - aber der Inhalt explosiv. Eine spektakuläre Recherche beginnt: In einem verlassenen Hotel werden USB-Sticks übergeben, spätnachts Informanten getroffen - und dann versucht sich plötzlich auch noch jemand, in die verschlüsselte Kommunikation der Journalisten zu hacken...Das Buch zeichnet den Aufstieg der beiden Rechtspopulisten nach und enthüllt den ganzen Verlauf der Affäre, die an einem dramatischen Wochenende mit dem Sturz der Regierung ihren vorläufigen Höhepunkt findet.
Nach den "PANAMA PAPERS" - der neue Coup der SZ-Investigativjournalisten und SPIEGEL-Bestseller-Autoren Frederik Obermaier und Bastian Obermayer.

Format:Broschiert
Seiten:272
EAN:9783462054071
read more

Rezensionen zu "Die Ibiza-Affäre: Innenansichten eines Skandals"

  1. Innenansicht eines Skandals!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 05. Sep 2019 

    Sommer 2017 auf Ibiza. Der damalige Spitzenkandidat der Freiheitlichen Partei Österreichs, Heinz Christian Strache, sowie sein Parteifreund Johann Gudenus treffen in einer luxuriösen Villa auf eine vermeintliche russische Oligarchennichte. Die angeblich steinreiche Russin will ihr Geld anlegen, in Österreich, will eventuell die Kronen-Zeitung (die auflagenstärkste Zeitung Österreichs) kaufen, will die FPÖ unterstützen. Sie will wissen: Was bekomme ich dafür?
    Bei reichlich Alkohol und Energy Drinks stellt Strache Staatsaufträge in Aussicht, prahlt mit Großspendern, erklärt Österreich, schwadroniert übers Leben an der (kommenden) Macht. Was die beiden Politiker nicht wissen: Sie werden dabei gefilmt. Als am 17. Mai 2019 Ausschnitte der Viedeoaufnahmen veröffentlicht wurden, löste dies eine veritable Regierungskrise in Österreich aus.

    Das stundenlange Videomaterial wird nach und nach den investigativen Journalisten der Süddeutschen Zeitung, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer zur Verfügung gestellt. Das Buch „Die Ibiza-Affäre“, das die beiden Journalisten nun herausgebracht haben ist das Protokoll, nicht nur dieser einen skandalträchtigen Nacht, sondern auch der spektakulären Recherche der Journalisten. Geheime Treffen an verlassenen Orten, GPS Koordinaten, weiße Bildschirme auf der einen Seite. Die Prämisse, nichts für Informationen zu bezahlen, absoluter Quellenschutz und akribische Nachforschungen über die Authentizität des Materials auf der anderen. Das Projekt nimmt ungeahnte Dimensionen an. Obermaier und Obermayer kooperieren mit Journalisten des Spiegels und des österreichischen Wochenblattes „Falter“.

    „Die Presse soll den Regierten dienen, nicht den Regierenden..." Der Satz steht in einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten vom 30. Juni 1971, ist unumstößlich und muss überall gelten.

    Die „Ibiza-Affäre“ zeichnet nicht nur ein Sittenbild über Überheblichkeit und Unrechtsbewusstsein im Niemandsland zwischen Legalität und Korruption, sondern es ist auch ein Plädoyer für die Pressfreiheit.

    Der Inhalt des Videos ist, zumindest in Österreich, hinlänglich bekannt. Darauf möchte ich auch gar nicht näher eingehen, will aber mit den Worten des Österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen abschließen:
    „Ich möchte das in aller Deutlichkeit sagen:
    So sind wir nicht!
    So ist Österreich einfach nicht!“

 

Die Grenze: Eine Reise rund um Russland, durch Nordkorea, China, die Mongolei, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, die Ukraine, Weißrussland, ... die Nordostpassage (suhrkamp taschenbuch)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Grenze: Eine Reise rund um Russland, durch Nordkorea, China, die Mongolei, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, die Ukraine, Weißrussland, ... die Nordostpassage (suhrkamp taschenbuch)' von Erika Fatland
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Grenze: Eine Reise rund um Russland, durch Nordkorea, China, die Mongolei, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, die Ukraine, Weißrussland, ... die Nordostpassage (suhrkamp taschenbuch)"

Eine Reise rund um Russland, durch Nordkorea, China, die Mongolei, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, die Ukraine, Weißrussland, Litauen, Polen, Lettland, Estland, Finnland, Norwegen sowie die Nordostpassage
Broschiertes Buch
14 Staaten, mehr als 20.000 Kilometer - 1 unglaubliche Reise

Die Journalistin Erika Fatland reist entlang der schier endlosen Grenze Russlands. Von Nord-Korea über den Kaukasus, das Kaspische und das Schwarze Meer. Durch die Ukraine und die Staaten Osteuropas geht es bis zur russisch-norwegischen Grenze - nach 14 Staaten und über 20.000 Kilometern stößt sie dort auf die Arktis. Doch hier endet die Reise nicht etwa. Erika Fatland fährt im "Arktischen Sommer" entlang der Nordostpassage von Kirkenes aus vorbei an Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja bis zur tschuktschischen Hauptstadt Anadyr - und hat damit das flächenmäßig größte Land der Welt einmal umrundet.

Erika Fatland, Autorin des Bestsellers Sowjetistan , begegnet an der Grenze zu Russland den unterschiedlichsten Menschen -Taxifahrern, Geschichtsprofessoren, Rentierhirten und anderen. Sie hört zu, stellt Fragen, sammelt Geschichten. So entstanden schillernde Porträts dieser eigenwilligen Menschen und Länder. Aber auch einPorträt des weltpolitischen Giganten - aus der Sicht seiner Nachbarn.

Format:Broschiert
Seiten:623
EAN:9783518469743
read more
 

Der stille Don: Roman (dtv Literatur)

Buchseite und Rezensionen zu 'Der stille Don: Roman (dtv Literatur)' von Michail Scholochow
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der stille Don: Roman (dtv Literatur)"

Format:Taschenbuch
Seiten:1480
EAN:9783423117272
read more
 

Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918' von Simon Sebag Montefiore
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918"

»Exzellent! Dagegen ist >Game of Thrones< das reinste Kaffeekränzchen.« Antony Beevor



Die prunkvolle und blutige Geschichte der sagenumwobenen Dynastie der Romanows, die Russland jahrhundertelang bescherrschte und bis heute prägt.



Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das Russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen - einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.

Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.



»Eine außergewöhnliche und packende Geschichte, voll von schmutzigen Machtkämpfen, Gewalt und Brutalität, großartigen Monstern, bedauernswerten Opfern und grotesken Heiligen ... entsetzlich, urkomisch und bewegend, aber auch unendlich tragisch.« Adam Zamoyski, Autor der Bestseller >1812< und >1815<

Format:Taschenbuch
Seiten:1040
EAN:9783596176328
read more

Rezensionen zu "Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918"

  1. Maßlos überbewertet

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 01. Mär 2020 

    Ehrlich gesagt, kann ich die überwiegend positiven Bewertungen dieses Buches nicht teilen. Das liegt zum einen daran, dass Montefiore, wie er leider erst im Nachwort verrät, versucht hat, das Private der Romanows mit dem Politischen zu verbinden, ein Versuch, der meiner Ansicht nach nicht gelungen ist, vielleicht auch gar nicht gelingen konnte. Denn was haben die Mutmaßungen über das Sexualleben der Romanows mit dem Verlauf der Geschichte zu tun? Es werden reihenweise Fakten geliefert, die für Trivial Pursuit nützlich wären, nicht aber für das Verständnis der russischen Geschichte. Fragwürdiger Höhepunkt, ein Spottgedicht über die Länge des Penis eines russischen Generals. Wer möchte so etwas wissen? Dazu kommen zahlreiche sinnlose Fußnoten, die scheinbar nur die Funktion haben, dass umfassende Wissen des Verfassers aufblitzen zu lassen. Und völlig absurd sind manche politischen Schlussfolgerungen: "Bedenkt man, dass die meisten gewählten Politiker in unseren Demokratien nach nicht einmal zehn Jahren dem Wahnsinn nahe sind, überrascht es kaum, dass Zaren nach mehreren Jahren des Regierens erschöpft waren". Mal abgesehen davon, das hier plumpe populistische Vorurteile bedient werden, der letzte und der gegenwärtige US-Präsident beweisen, dass die Aussage falsch ist. Obama macht nach zehn Jahren keineswegs den Eindruck eines Wahnsinnigen, sein Nachfolger schon nach ein paar Tagen.

    Wer sich wirklich für die russische Geschichte interessiert, sollte sich dieses Buch sparen und stattdessen Manfred Hildermeier: "Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution" lesen, ist zwar teurer, aber tausendmal fundierter.

  1. Die glorreiche und tragische Geschichte der Romanows

    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Aug 2019 

    Wohl kaum ein europäisches Herrscherhaus beeindruckt die Menschen bis heute so sehr wie das der Romanows. Auf der einen Seite stehen ihr sagenumwobener Reichtum, ihre Macht und ihr Glanz, zum anderen sind sie fast ein Synonym für Grausamkeit und Wahnsinn. Nicht vergessen darf man natürlich den tragischen Untergang dieser Dynastie, der bis in die heutige Zeit hinein für Spekulationen sorgt.
    Eine mit 1040 Seiten sehr umfassende Darstellung der Romanows legt Simon Sebag Montefiore mit „Die Romanows. Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613 – 1918“ vor. Als Taschenbuch ist dieses Werk im September 2018 bei Fischer erschienen.
    Gegliedert ist das Buch in drei Akte – Aufstieg, Höhepunkt, Untergang -, die jeweils in einzelne Szenen, die den verschiedenen Herrscher/innen gewidmet sind, unterteilt sind. Gerahmt wird die eigentliche Geschichte der Romanows von einem Prolog und einem Epilog. In Letzterem schlägt Montefiore eine Brücke zum nachzaristischen und heutigen Russland. Dass allerdings die Geschichte der Zaren auch noch Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat und einen Vergleich förmlich verlangt, wird im gesamten Buch deutlich, wird doch immer wieder Bezug auf dasselbe genommen. Der mit fast 100 Seiten sehr umfangreiche Anhang bietet u.a. Anmerkungen, eine Bibliographie, aufgeteilt in Primär- und Sekundärquellen, sowie ein Personenregister.
    Selbst für russlandaffine Leser/innen ist die Fülle an sich doch sehr ähnelnden Namen eine Herausforderung. Deshalb ist sind die Stammbäume zu Beginn des Buches und eines jeden Aktes sowie die Listen der Mitwirkenden, die jede Szene einleiten, beim Lesen eine große Hilfe. Auch die Karte vom russischen Reich sowie die zahlreichen Abbildungen helfen bei der Orientierung und verdeutlichen das Gelesene.
    Montefiores Romanow-Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Dieses ist zum einen dem literarischen, erzählenden Sprachstil zu verdanken, der mit wissenschaftlicher Literatur nur wenig gemein hat. Auf der anderen Seite flechtet der Autor Primärquellen, in erster Linie Briefe, so geschickt in das Erzählte ein, dass er viele Figuren quasi „zu Wort kommen“ lässt. Dieses verleiht dem Gelesenen Lebendigkeit, und man hat beim Lesen oft das Gefühl, live dabei zu sein. Viele skurrile, teils monströse, teils lustige Eigenheiten der Romanows lassen das Lesen abwechslungsreich werden und haben mich oft zum Staunen, aber auch zum Nachdenken gebracht.
    Mit Peter dem Großen beginnt das goldene Zeitalter der Romanows, zugleich beginnt Russland vermehrt, in der europäischen Geschichte mitzumischen. Die vielen Details haben mir beim Lesen zwar auch Neues geboten, besonders interessant fand ich persönlich jedoch den Aufstieg der Romanows, da ich dort sehr viel erfuhr, was mir bis dato unbekannt war. Insgesamt jedoch zeugt der Detailreichtum von einer sehr ausführlichen Recherche, setzt bei den Leser/innen aber auch einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration voraus.
    Um einen groben Überblick über dieses Herrschergeschlecht zu erhalten, ist dieses Sachbuch wohl weniger geeignet. Wer sich aber vertieft mit den Romanows auseinandersetzen möchte, auch in die russische und die Russland betreffende europäische Geschichte einzutauchen wünscht, wird seine helle Freude haben. Ich selber war beim Lesen fasziniert, habe viel gelernt und fühlte mich dabei auch noch gut unterhalten. Was will man mehr?

 

Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918' von Simon Sebag Montefiore
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918"

"Exzellent! Dagegen ist 'Game of Thrones' das reinste Kaffeekränzchen." Antony Beevor

Die prunkvolle und blutige Geschichte der sagenumwobenen Dynastie der Romanows, die Russland jahrhundertelang bescherrschte und bis heute prägt.

Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen - einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.
Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.

"Eine außergewöhnliche und packende Geschichte, voll von schmutzigen Machtkämpfen, Gewalt und Brutalität, großartigen Monstern, bedauernswerten Opfern und grotesken Heiligen ... entsetzlich, urkomisch und bewegend, aber auch unendlich tragisch." Adam Zamoyski, Autor der Bestseller '1812' und '1815'

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:1032
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783100506108
read more

Rezensionen zu "Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918"

  1. Maßlos überbewertet

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 01. Mär 2020 

    Ehrlich gesagt, kann ich die überwiegend positiven Bewertungen dieses Buches nicht teilen. Das liegt zum einen daran, dass Montefiore, wie er leider erst im Nachwort verrät, versucht hat, das Private der Romanows mit dem Politischen zu verbinden, ein Versuch, der meiner Ansicht nach nicht gelungen ist, vielleicht auch gar nicht gelingen konnte. Denn was haben die Mutmaßungen über das Sexualleben der Romanows mit dem Verlauf der Geschichte zu tun? Es werden reihenweise Fakten geliefert, die für Trivial Pursuit nützlich wären, nicht aber für das Verständnis der russischen Geschichte. Fragwürdiger Höhepunkt, ein Spottgedicht über die Länge des Penis eines russischen Generals. Wer möchte so etwas wissen? Dazu kommen zahlreiche sinnlose Fußnoten, die scheinbar nur die Funktion haben, dass umfassende Wissen des Verfassers aufblitzen zu lassen. Und völlig absurd sind manche politischen Schlussfolgerungen: "Bedenkt man, dass die meisten gewählten Politiker in unseren Demokratien nach nicht einmal zehn Jahren dem Wahnsinn nahe sind, überrascht es kaum, dass Zaren nach mehreren Jahren des Regierens erschöpft waren". Mal abgesehen davon, das hier plumpe populistische Vorurteile bedient werden, der letzte und der gegenwärtige US-Präsident beweisen, dass die Aussage falsch ist. Obama macht nach zehn Jahren keineswegs den Eindruck eines Wahnsinnigen, sein Nachfolger schon nach ein paar Tagen.

    Wer sich wirklich für die russische Geschichte interessiert, sollte sich dieses Buch sparen und stattdessen Manfred Hildermeier: "Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution" lesen, ist zwar teurer, aber tausendmal fundierter.

  1. Die glorreiche und tragische Geschichte der Romanows

    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Aug 2019 

    Wohl kaum ein europäisches Herrscherhaus beeindruckt die Menschen bis heute so sehr wie das der Romanows. Auf der einen Seite stehen ihr sagenumwobener Reichtum, ihre Macht und ihr Glanz, zum anderen sind sie fast ein Synonym für Grausamkeit und Wahnsinn. Nicht vergessen darf man natürlich den tragischen Untergang dieser Dynastie, der bis in die heutige Zeit hinein für Spekulationen sorgt.
    Eine mit 1040 Seiten sehr umfassende Darstellung der Romanows legt Simon Sebag Montefiore mit „Die Romanows. Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613 – 1918“ vor. Als Taschenbuch ist dieses Werk im September 2018 bei Fischer erschienen.
    Gegliedert ist das Buch in drei Akte – Aufstieg, Höhepunkt, Untergang -, die jeweils in einzelne Szenen, die den verschiedenen Herrscher/innen gewidmet sind, unterteilt sind. Gerahmt wird die eigentliche Geschichte der Romanows von einem Prolog und einem Epilog. In Letzterem schlägt Montefiore eine Brücke zum nachzaristischen und heutigen Russland. Dass allerdings die Geschichte der Zaren auch noch Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat und einen Vergleich förmlich verlangt, wird im gesamten Buch deutlich, wird doch immer wieder Bezug auf dasselbe genommen. Der mit fast 100 Seiten sehr umfangreiche Anhang bietet u.a. Anmerkungen, eine Bibliographie, aufgeteilt in Primär- und Sekundärquellen, sowie ein Personenregister.
    Selbst für russlandaffine Leser/innen ist die Fülle an sich doch sehr ähnelnden Namen eine Herausforderung. Deshalb ist sind die Stammbäume zu Beginn des Buches und eines jeden Aktes sowie die Listen der Mitwirkenden, die jede Szene einleiten, beim Lesen eine große Hilfe. Auch die Karte vom russischen Reich sowie die zahlreichen Abbildungen helfen bei der Orientierung und verdeutlichen das Gelesene.
    Montefiores Romanow-Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Dieses ist zum einen dem literarischen, erzählenden Sprachstil zu verdanken, der mit wissenschaftlicher Literatur nur wenig gemein hat. Auf der anderen Seite flechtet der Autor Primärquellen, in erster Linie Briefe, so geschickt in das Erzählte ein, dass er viele Figuren quasi „zu Wort kommen“ lässt. Dieses verleiht dem Gelesenen Lebendigkeit, und man hat beim Lesen oft das Gefühl, live dabei zu sein. Viele skurrile, teils monströse, teils lustige Eigenheiten der Romanows lassen das Lesen abwechslungsreich werden und haben mich oft zum Staunen, aber auch zum Nachdenken gebracht.
    Mit Peter dem Großen beginnt das goldene Zeitalter der Romanows, zugleich beginnt Russland vermehrt, in der europäischen Geschichte mitzumischen. Die vielen Details haben mir beim Lesen zwar auch Neues geboten, besonders interessant fand ich persönlich jedoch den Aufstieg der Romanows, da ich dort sehr viel erfuhr, was mir bis dato unbekannt war. Insgesamt jedoch zeugt der Detailreichtum von einer sehr ausführlichen Recherche, setzt bei den Leser/innen aber auch einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration voraus.
    Um einen groben Überblick über dieses Herrschergeschlecht zu erhalten, ist dieses Sachbuch wohl weniger geeignet. Wer sich aber vertieft mit den Romanows auseinandersetzen möchte, auch in die russische und die Russland betreffende europäische Geschichte einzutauchen wünscht, wird seine helle Freude haben. Ich selber war beim Lesen fasziniert, habe viel gelernt und fühlte mich dabei auch noch gut unterhalten. Was will man mehr?

 

Die Toten vom Djatlow-Pass

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Toten vom Djatlow-Pass' von Alexej Rakitin
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Toten vom Djatlow-Pass"

Format:Broschiert
Seiten:672
Verlag: btb Verlag
EAN:9783442716043
read more

Rezensionen zu "Die Toten vom Djatlow-Pass"

  1. Akribische Rekonstruktion eines Dramas

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 02. Apr 2019 

    Sowjetunion, Februar 1959. Eine Gruppe junger Leute macht sich auf eine Wandertour im eisigen, unwirtlichen Ural. Keiner der neun Wanderer wird von dieser Tour zurückkommen. Ihr Tod ist eines der letzten Rätsel des kalten Krieges.

    Es sind junge Studenten und Ingenieure, die sich im Winter 1959 zu einer Schiwanderung im Otorten Gebirge aufmachen. Sie alle sind bester Gesundheit, gut ausgebildet und ausgerüstet. Doch als am vereinbarten Tag die Meldung der Gruppe ausbleibt, werden Suchtrupps ausgeschickt. Nach und nach können alle Beteiligten der Wandergruppe nur mehr tot geborgen werden. Es sind mysteriöse Umstände. Die Körper der Toten befinden sich an unterschiedlichen Orten, tragen zahlreiche Verletzungen, sind zum Teil unzureichend gekleidet. Das Lager ist verwüstet, das Zelt zerschnitten.

    In einer unglaublich detaillierten Recherche beginnt der Autor Alexej Rakitin – er schreibt unter einem Pseudonym – die ungeklärten Umstände zu analysieren. In den lang geheim gehaltenen Unterlagen finden sich umfangreiche Autopsieberichte, Beweisaufnahmen, Ermittlungsakte.

    „Im Großen und Ganzen trafen die Moskauer Experten überaus vorsichtige, um nicht zu sagen ausweichende Aussagen. Sie schrieben niemandem die Schuld an der Tragödie zu und enthielten sich eindeutiger Wertungen. In ihren Formulierungen spürt man den Geist der Bürokratie, der potenziell gefährliche Inhalte meidet.“

    Es gibt hunderte Theorien, die zu den tragischen Todesfällen herumschwirren. Natürliche, wie ein Lawinenunglück, kriminelle oder metaphysische Ursachen kursieren durch diverse Gemeinschaften von Verschwörungstheoretikern- Man merkt nahezu mit welchem spöttischen Lächeln der Autor, die meisten davon hinwegfegt
    Denn als der Autor in den Akten auf Hinweis für Radioaktivität stößt, beginnt er ein spannendes und durchaus nachvollziehbares Szenario von Spionage und Gegenspionage zu konstruieren.

    Um dieses Buch zu verstehen, muss man sich in die damalige Zeit der Sowjetunion, des Kalten Krieges hineinversetzen. Die Machthaber agierten hinter verschlossenen Türen, Kriminalität existierte offiziell nicht. Die atomare Bedrohung aus dem Westen schwebte über allem wie ein Damoklesschwert.

    Rakitins Überlegungen lesen sich durchaus schlüssig, wenn man die Geduld aufbringen konnte, sämtlichen Ausführungen zu folgen und die Flut an Informationen aufzunehmen. Im Grunde liest es sich wie eine (populär)wissenschaftliche Arbeit und man muss höllisch aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Für diese äußerst akribische Arbeit kann man den Autor durchaus loben. Ob sich alles so zugetragen hat, wie er schreibt, oder ob es sich nur um eine weitere von vielen Spekulationen handelt? Wer weiß das schon.

 

Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten

Buchseite und Rezensionen zu 'Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten' von Jürgen Todenhöfer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
EAN:9783549100035
read more

Rezensionen zu "Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten"

  1. Umfassend recherchiert und tief beeindruckend

    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Mär 2019 

    „Wenn die Menschen des Westens die volle Wahrheit über die Kriege ihrer Regierungen erfahren würden, wären Kriege nicht mehr möglich. … Genau deshalb schreibe ich meine Bücher.“ (Zitat Seite 73).

    Inhalt und Thema:
    In seinem neuesten Buch führt der Autor den Leser zunächst zurück nach Mossul, zwei Jahren nach dem Besuch, über den „Inside IS“ berichtet. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit den geschichtlichen Wurzeln dieser Krisen und Kriege, der Aufstieg des Islams wird ebenso dokumentiert, wie der Aufstieg der USA.

    Kernstück sind jedoch die einzelnen Berichte über Recherchen vor Ort. Der Autor besucht seit Jahrzehnten immer wieder die großen Krisengebiete. Ein umfassendes Kapitel beschäftigt sich mit der Situation im Jemen, doch auch Gaza, Afghanistan, Syrien, Myanmar sind sind ein ausführliches Thema, ebenso wie die Rolle, die Saudi-Arabien und der Iran im Krisengebiet Mittlerer Osten spielen.

    Doch der Autor zeigt nicht nur auf, macht nicht nur mit vielen Details auf die Situation aufmerksam, mit fundiertem Fachwissen und vor allem, immer als Resultat seiner eigenen Erfahrungen und Recherchen im jeweiligen Gebiet, seiner Gespräche mit den betroffenen Menschen, sondern setzt sich in der Folge auch mit der Rolle der Politik und der Medien auseinander.

    Abschließend legt er seine Einschätzung der Situation dar, widerspricht sehr eindringlich weiteren Waffenlieferungen und zeigt auf, dass Frieden möglich wäre, würden alle beteiligten mächtigen Nationen es wirklich wollen und dass auch ein friedliches Miteinander aller Weltreligionen keine Utopie ist. Das letzte Kapitel dieses einprägsam geschriebenen Sachbuches zeigt die Flucht eines Jungen aus Baschika, einer kleinen Stadt im Nordirak, zuerst mit seiner Familie, doch dann alleine, mit dem Ziel, Deutschland zu erreichen, was ihm 2015 auch gelungen ist.

    Fazit:
    Jürgen und Frederic Todenhöfer zeigen mit diesem interssanten Sachbuch die Ursachen für die nicht enden wollenden Anschläge und Kämpfe in den Krisengebieten auf und mögliche Schritte auf dem Weg zum Frieden. Die Schilderungen sind deshalb so beeindruckend und lassen den Leser nicht mehr los, weil es sich um Tatsachenberichte handelt, persönliche Eindrücke und zahlreiche Interviews mit betroffenen Menschen vor Ort. Die Autoren nahmen manchmal nicht vorher abwägbare Gefahren auf sich, um sich ein eigenes Bild machen zu können und dieses auch zu dokumentieren. Schonungslos weisen sie auf die globalen Zusammenhänge aus Machtdenken, Waffengeschäften und Wirtschaftsinteressen hin, und die verlogene Ausrede, Menschen befreien zu wollen. Hochinteressant, hochbrisant und sehr spannend geschrieben – ein engagierter Aufruf, endlich etwas zu tun, die Waffenlieferungen zu stoppen und sich für Friedensgespräche einzusetzen.

 

"Mein vielbewegtes Leben": Ein biographisches Porträt präsentiert von Frank Holl (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 19)

Buchseite und Rezensionen zu '"Mein vielbewegtes Leben": Ein biographisches Porträt präsentiert von Frank Holl (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 19)' von Alexander von Humboldt
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu ""Mein vielbewegtes Leben": Ein biographisches Porträt präsentiert von Frank Holl (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 19)"

Gebundenes Buch
"Humboldt überschüttet uns mit geistigen Schätzen." Johann Wolfgang von Goethe

Er ist die herausragende Person des Geisteslebens des 18. und 19. Jahrhunderts, von seinen Erkenntnissen zehren wir bis heute: Alexander von Humboldts Errungenschaften auf dem Gebiet der Naturwissenschaften sind das Ergebnis seiner unzähligen Entdeckungsreisen. Frank Holl führt uns durch ein rastloses, "vielbewegtes Leben". Ob Physik, Zoologie, Botanik, Ethnologie, Geologie, Mineralogie oder Astronomie - Alexander von Humboldts Werk umfasste alle bekannten Bereiche der Naturwissenschaft und bildete die Grundlage neuer Disziplinen. Universal gelehrt wurde er vor allem durch seine Reisen, die ihn gleichermaßen nach Lateinamerika sowie quer durch Russland und Sibirien führten; die dort gewonnenen Einsichten über klimatische Zusammenhänge und die geologische Gestalt der Erde gingen ein in sein Lebenswerk: Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Sein Forscherwissen ist das Ergebnis eines Lebensin Bewegung, das Frank Holl in seinem biographischen Porträt nachzeichnet.

Der Band ist eine komplett neu gestaltete, völlig überarbeitete und um 100 Seiten und 70 Abbildungen erweiterte Neuausgabe des Werkes aus dem Jahr 2009.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
EAN:9783847700197
read more
 

Seiten