Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte' von Yuval Zommer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:32
EAN:9783845836881
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Rezensionen zu "Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte"

  1. Fichtengeschichten

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Nov 2020 

    „Ich bin eine Fichte, und das ist meine Geschichte“

    In einem Wald wächst ein Fichtenbaum heran. Er ist ein bisschen schief gewachsen und nicht der größte und stärkste. Als im vorweihnachtlichen Winter die Menschen in den Wald kommen, um sich ihre Weihnachtsbäume auszusuchen, bleibt die krumme Fichte am Ende des Tages über. Doch die Tiere des Waldes kommen am Weihnachtstag um mit der Fichte ein wunderbares Weihnachtsfest zu feiern. Von nun an hat unser Baum seinen Platz und sein Zuhause im Wald gefunden, wo er sich angenommen fühlt.

    Das Motiv des „Weihnachtsbaumes den niemand wollte“ hat schon Hans Christian Andersen in einem seiner Kunstmärchen verarbeitet. War es bei Andersen noch ein Tannenbaum, ist es in dem zauberhaften Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren mit Text und gestalteten Bildern von Yuval Zommer ein schiefes Fichtenbäumchen. Die Geschichte in Reimform eignet dich wunderbar zum Vorlesen und vermittelt auch den Kleinsten die Botschaft, dass niemand von uns perfekt sein muss, um geliebt zu werden. Jeder von uns ist auf seine Weise besonders.

    Das Buch ist eine liebevolle und kindgerechte Aufforderung an uns alle zur Akzeptanz und zum Miteinander. Dies übrigens nicht nur zur Weihnachtszeit.

 

Die Krieger: Ein Fall für Nick Marzek

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Krieger: Ein Fall für Nick Marzek' von Martin Maurer
4.25
4.3 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Krieger: Ein Fall für Nick Marzek"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:364
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Die Krieger: Ein Fall für Nick Marzek"

  1. "Liverpool"

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Nov 2020 

    Nach dem Tod seiner Frau ist der Polizist Nick Marzek abgestürzt. Um sich wieder zu fangen, nimmt der die Hilfe eines Kollegen aus München an und lässt sich von Berlin an die Isar versetzen. Die Eingewöhnung bei der Mordkommission fällt ihm schwer, lenkt ihn aber von den Gedanken an seine Frau ab. Da wird Anfang 1984 ein folgenschwerer Brandanschlag auf die Münchner Diskothek Liverpool verübt. Zunächst geht die Polizei von einem Kleinkrieg rivalisierender Kiezgrößen hin. Denn kurz zuvor brannten auch Wohnwagen von Prostituierten aus. Völlig überraschend taucht dann jedoch ein Bekennerschreiben auf, das bei einer italienischen Presseagentur abgegeben wurde.

    Im Untertitel heißt es „Ein Fall für Nick Marzek“, was darauf hindeutet, dass es sich hier um den ersten Band einer Reihe handeln könnte. Mit seinen 43 Jahren ist Marzek auf jeden Fall jung genug, um noch einige Fälle aufzuklären. Bei seinem ersten richtigen Einsatz in München ist er gleich mit einem besonders verzwickten Fall befasst. Der vermeintliche Krieg im Rotlichtmilieu entpuppt sich als geheimnisumwitterter Anschlag, bei dem sogar ein politischer Hintergrund zu vermuten ist. Da das Bekennerschreiben von den italienischen Polizeibehörden weitergeleitet wurde, wird Nick nach Italien geschickt. Als seine Übersetzerin reist Graziella mit, die in der Mordkommission eigentlich als Putzfrau angestellt ist.

    Natürlich sind Nick Marzek und seine Kollegen frei erfunden. Der Kriminalfall um den Anschlag auf die Diskothek Liverpool allerdings nicht. Diese Geschehnisse beruhen auf einem echten Fall. Und immer, wenn man meint, der Autor hat seine Phantasie etwas zu sehr spielen lassen, dann kann nur empfohlen werden, spätestens nach Ende der Lektüre mal das www aufzusuchen, um weitere Hinweise zu finden. Man wird erstaunt feststellen, dass sich der Autor an den berichteten Tatsachen orientiert hat. Wahrheit und Fiktion hat der dabei so geschickt verwoben, dass man beinahe glauben könnte, selbst wenn auch nur beobachtend Teil der Ermittlung zu sein. Die Art der Nachforschungen sind sehr authentisch, kleinteilige Polizeiarbeit. Ob es in der realen Welt passieren könnte, dass eine Putzfrau ohne die entsprechende Ausbildung zur Übersetzerin gemacht wird, erscheint eher zweifelhaft. Allerdings bringt Graziella gerade die nötige Leichtigkeit und ein gewisses Flair, ohne das der Roman manchmal etwas zu trocken geraten könnte. Der Anschlag auf die Diskothek Liverpool hat sich irgendwie nicht in die Erinnerung eingebrannt. Die Opfer haben da allerdings etwas Besseres verdient und dieses Bessere hat der Autor auf packende Art geliefert.

  1. Eine auf Tatsachen beruhende Kriminalgeschichte

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Nov 2020 

    Martin Maurer führt uns in seinem zweiten Kriminalroman in das München der 1980er Jahre. Hierher versetzt wird der Berliner Kriminalkommissar Nick Marzek, 43 Jahre alt. Nach dem Tod seiner Frau versucht er nun hier Fuß zu fassen.
    Da erschüttert ein brutaler Brandanschlag auf eine Diskothek im Bahnhofsviertel die Stadt. Es gab zwar keine Toten, aber zahlreiche, z.T. schwerverletzte Menschen. Die Polizei geht zuerst von Revierkämpfen im Rotlichtmilieu aus und ermittelt in dieser Richtung. Bis ein Bekennerschreiben in italienischer Sprache auftaucht. Eine „ Gruppe Ludwig“ zeigt sich verantwortlich für den Anschlag. Hakenkreuz und Reichsadler auf dem Schreiben verweisen auf einen rechtsextremen Hintergrund. Das „ Gott mit uns“ aber irritiert. Ähnliche Verbrechen der Gruppe gab es zuvor schon in Oberitalien.
    Deshalb soll nun Marzek dorthin reisen, um Hinweise auf die Täter zu finden. Ihm zur Seite gestellt wird Graziella, die italienische Reinigungskraft des Kommissariats, da ein professioneller Übersetzer momentan nicht zur Verfügung steht.
    Das ungleiche Paar wühlt sich nun durch Aktenberge, befragt italienische Kollegen, findet Unterstützung bei einem Journalisten und einem pensionierten Ermittler; beide waren mit den Fällen betraut.Sie reisen auch an die verschiedenen Tatorte. Im Umgang mit den Italienern und der italienischen Mentalität ist Graziella eine große Hilfe für Marzek. Ohne sie wäre er verloren. Sie bringt auch ein wenig italienische Leichtigkeit in die zermürbende Ermittlungsarbeit.
    Am Ende sind nicht alle Fragen geklärt, wie auch in der Realität. Martin Maurer greift in diesem Roman auf eine tatsächliche Mordserie zurück. Die „Gruppe Ludwig“ gab es tatsächlich und bis heute ist nicht klar, ob und wenn ja, welche Hintermänner es gab.
    „ Die Krieger“ ist ein spannender und unterhaltsamer, gut lesbarer Kriminalroman. Das eigenwillige Ermittlerpaar hat das Potential für weitere Fälle. Beide Figuren sind vielschichtig angelegt. Nick ist psychisch angeschlagen; die Arbeit hilft ihm beim Verdrängen. Graziella ist eine temperamentvolle, aber auch verletzliche Frau, die ebenfalls ihr Päckchen zu tragen hat.
    Es macht Spaß, die beiden beim Ermitteln zu begleiten und die Kriminalgeschichte gewinnt durch die politische Dimension an Aktualität. Parallelen zu den NSU- Morden drängen sich auf.

  1. Aktuell damals wie heute

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Okt 2020 

    Kurzmeinung: Es hat Spaß gemacht, mit Nick und Gabriella in Italien auf Spurensuche zu gehen. Ein Duo, was unterschiedlicher nicht sein konnte. Das Thema sehr düster und erschreckend.

    Der Autor Martin Maurer war mir bisher unbekannt, obwohl er bereit im Jahr 2011 schon einen erfolgreichen Thriller vorgelegt hat. Dazwischen hat er Drehbücher geschrieben, eh er sich einem spannenden Fall, der auf Tatsachen basiert, gewidmet hat. Da er in Italien lebt, waren die Beschreibungen der Orte sehr authentisch geschildert.

    Wie bei so vielen Krimis ist auch der Ermittler Nick von Berlin in den Süden nach München versetzt worden. Die meisten Kommissare haben ein Problem in der Stadt, wo sie bisher ermittelt haben oder sind psychisch angegriffen gewesen. So auch Nick Marzek, 43 Jahre alt, Witwer und ein Sohn zu dem er keinen richtigen Draht mehr finden kann. Sein Freund und Kollege hat ihn nach München geholt. Er fremdelt noch heftig mit der Stadt. Da wir das Jahr 1984 schreiben, fährt Nick nur mit einem Faltstadtplan durch die Gegend.

    Ein verheerender Brandanschlag auf die Diskothek Liverpool fand im Jahre 1984 in München statt. Es wurden zahlreiche Menschen schwer verletzt. Da vorher einige Revierkämpfe im Millieu stattfanden, auch Brandanschläge auf Wohnwagen von Prostituierten ging man davon aus, es handelt sich um Machteroberung von verschiedenen Gruppen. Als dann aber aus Italien ein Hinweis der Polizei kommt, es könne einen Zusammenhang zu dieser
    Tat mit vergangenen Verbrechen in Italien bestehen, da reist Nick nach Italien. Da er allerdings der Sprache nicht mächtig ist schickt man ihn gemeinsam mit der italienischen Reinigungskraft Gabriella auf die Reise. Schnell merkt er, ohne sie wäre er total aufgeschmissen in diesem fremden Territorium. Die Italiener haben auch nicht auf einen Ermittler aus Deutschland gewartet.

    Sie müssen sich zunächst durch Berge von Akten arbeiten und Gabriella hat so einige Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben. Aber das Übersetzen geht ihr leicht von den Lippen. Immer weiter arbeiten sie sich in die Tiefe und Dunkelheit des bösen Treibens einer Gruppe Namens "Ludwig" ein. Sehen anfangs kaum einen Zusammenhang und tappen lange im Dunkeln. Sind sich nicht sicher, ob man es hier nicht doch mit verschiedenen Kriminellen zu tun hat.

    Ein spannender und lohnenswerter Krimi war es auf jeden Fall. Zwischendurch konnte ich auch ein wenig italienische Leichtigkeit und Gastfreundschaft einfangen. Nach dem Nachwort des Autors musst ich zwangsläufig die genaue Geschichte nachlesen. Martin Maurer hat daraus einen tollen Krimi gemacht.

  1. Zeitreise in die 80er Jahre

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 28. Okt 2020 

    Der Berliner Kommissar Nick Marzek nimmt nach dem Tod seiner Frau ein Angebot seines Freundes Aki, Kommissar in München, nach München in die Mordkommission zu wechseln an.
    Kurze Zeit später findet im Rotlichtbezirk Münchens ein Brandanschlag statt. Zunächst sieht es wie ein Bandenkrieg aus, nimmt dann doch eine politische Dimension an. Ein mit Hakenkreuzen und Runen versehenes italienisches Bekennerschreiben einer Gruppe LUDWIG, die sich schon zu verschiedenen Anschlägen in Europa, vornehmlich in Italien, bekannt hat, trifft ein. Die Ermittlungen in München laufen auf Hochtouren, jedem Hinweis wird nachgegangen. Schnell steht fest, dass vor Ort in Italien recherchiert werden muss. Die Wahl des Ermittlers fällt auf Nick Marzek. Doch Nick beherrscht die italienische Sprache nicht. Daher wird ihm als Alternative, aus Ermangelung eines Übersetzers, die italienische Putzfrau der Mordkommission, Graziella, zur Seite gestellt, die für ihn übersetzen soll. Doch schnell stellt Nick fest, dass Graziella Schwierigkeiten beim Lesen hat. Das hat zur Folge, dass das Durchforsten der Aktenberge mühsam wird. Trotzdem erweist sich Graziellas als kluge, landeskundige Ermittlerin. Sie versteht die Mentalität der Italiener, insbesondere der italienischen Polizei und Nick Marzek lässt sich gerne von ihrer Lebensfreude anstecken.
    Je mehr sich die beiden in die Akten der italienischen Kollegen vertiefen, umso klarer wird, dass die Anschläge das Werk der radikalen Grupp LUDWIG sind. Nick Marzek und Graziella erhalten bei ihren Nachforschungen Amtshilfe von der italienischen Polizei. Zusätzlich als Unterstützung hilft ihnen ein mittlerweile pensionierter Ermittler, den die ungelösten Fälle nie losgelassen haben.

    Sprache und Stil

    Die Sprache ist umgangssprachlich, wörtliche Rede und in kurzen Sätzen aneinandergereiht. (Parataxen). Dadurch wird der Thriller lebendig, Der Leser taucht in die achtziger Jahre ein und die Spannung wird greifbar.
    Der Autor mischt wahre Begebenheiten mit einer Fiktion. Der Anschlag auf die Diskothek Liverpool hat 1984 tatsächlich stattgefunden. Ebenfalls die Gruppe LUDWIG ist real. Alle Personen im Roman, bis auf Abel und Furlan, sind fiktiv. Auch die abenteuerliche Reise nach Italien hat so nicht stattgefunden.
    Ob diese Verknüpfung der Geschichte zwischen Fiktion und Wirklichkeit so dargestellt werden darf, beantwortet Martin Maurer in seinem Nachwort:

    „Mit genau dieser Frage beschäftigt sich die Krimireihe, um Hauptkommissar Nick Marzek, denn Kriminalliteratur darf, was Dokumentaristen, Journalisten und Historikern verwehrt bleibt: Geschehnisse fiktional einkleiden, Spuren weiterverfolgen und Gedanken weiterspinnen. Sie darf eine Geschichte erzählen, und vielleicht ist deren Wahrheit am Ende gar nicht so weit weg von der Realität. „(S. 361)

    Das Buch ist in 17 Kapitel in römischen Zahlen aufgeteilt mit jeweils kurzen Stichworten zum Inhalt. Im Nachwort gibt der Autor Martin Maurer einen historischen Überblick über das damalige Geschehen und ordnet es seinem Roman mit entsprechenden Hinweisen auf Quellen und Unterstützungen zu.

    Fazit
    „Die Krieger“ ist ein gut recherchierter, spannender und gleichzeitig klug durchdachter Thriller mit einer komplexen Geschichte um die Gruppe LUDWIG. Martin Maurer vereint die Geschichte in einer Mischung aus wahrer Begebenheit mit Fiktion.
    Die Frage bleibt offen: „waren die Täter Abel und Furlan alleine oder stand hinter ihnen ein komplexes Netzwerk, das bis heute im Dunkeln liegt?“ (Nachwort S, 361)

    Ich vergebe insgesamt 4/5 Punkten.

 

Einweihung

Buchseite und Rezensionen zu 'Einweihung' von Elisabeth Haich
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Einweihung"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:476
Verlag: Aquamarin
EAN:9783894277031
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Rezensionen zu "Einweihung"

  1. Theosopischer Klassiker

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Sep 2020 

    Ich habe dieses Buch das erste Mal in den 80'er gelesen. Damals waren Themen wie Reinkarnation verpönt. Dieses Buch widergibt die faszinierende Lebens- und Einweihungsgeschichte von Elisabeth Haich, die sich immer wieder an ihr früheres Leben in Ägypten zurückerinnert und merkt, dass sie sämtliche daraffolgenden Leben damals bereits "vorherträumte".

    Der Anfang ist etwas zäh, aber im Verlauf der Darstellung ist es sehr spirituell und gemessen an den Darstellungen z.B. von Rudolf Steiner Anthroposophie absolut redlich. Insbesondere die Darstellung Ihres frühen ägyptischen Lebens und auf Ihre Schilderungen basierenden archäologischen Untersuchengen ist einmalig. Sie schildert die damalige Epoche und Ihre Lebensweise sehr detailliert.

    Wenngleich das Buch als Roman verfasst wurde, ist es autobiographisch geschrieben. Die Gründe hierfür nennt Frau Haich im Vorwort. Wenn man offen für das Thema Reinkarnation ist, wird das Buch einen bereichern. Es ist irgenwie traurig, dass solche Themen immer noch verspottete Randthemen sind und immer noch nicht in das Zentrum der Gesellschaft geschafft haben, wenngleich auch die Wissenschaft, insbesondere die Pyschologie mehr und mehr an die Ganzheit der Seele zu glauben scheint.

 

Anaqam: Die Schamanin

Buchseite und Rezensionen zu 'Anaqam: Die Schamanin' von Cengiz Erbektas
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Anaqam: Die Schamanin"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:196
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Anaqam: Die Schamanin"

  1. Anspruchsvolle und interessante Lektüre über den Schamanismus

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Sep 2020 

    Dieses Buch wurde mir von einer ehemaligen Kommilitonin empfohlen, die neuerdings schamanische Seminare leitet und mir es ebenfalls mit solchen wundervollen Büchern versucht schmackhaft zu machen.

    Der Autor nimmt uns in diesem Buch auf eine äußerst inspirierende und spannende Reise mit, die dem Leser einen Blick in eine außergewöhnliche Welt ermöglicht und den Eindruck vermittelt, dass es neben der alltäglichen Wirklichkeit eine andere Wirklichkeit gibt, die man für sich nutzen kann. Es ist eine magische Wirklichkeit, eine Welt der Schamanin und sie ist im Besitz einer unerklärlichen Selbstverständlich- und Leichtigkeit, was wiederum dem Erzähler Argwohn verursacht.

    Darüberhinaus nutzt der Autor geschickt die Erkenntnisse und Weisheiten der Schamanin, um grundlegende existenzielle und spirituelle Thematiken zu behandeln. Auf diese Weise regt der Autor immer wieder den Leser dazu für einen Moment über das eigene Leben nachzusinnen. Mich hat die Geschichte von Anfang an in den Bann gezogen und muss zugeben, dass ich nach dem Beenden des Buches traurig war und gern weitergelesen hätte.

    Neben dem Schamanismus beeinhaltet die Geschichte Ansätze aus der Psychologie, Philosophie und Soziologie, das an der einen oder anderen Stelle zur Reflektion anregt und somit zu Erkenntnissen beiträgt, und trotz der Schwere und Tiefsinnigkeit der Themen immer wieder mit leichten und bisweilen sogar lustigen Momenten überrascht. Wissenschaftliche Korrektheit mancher Ansätze und Aussagen, kann ich natürlich nicht kommentieren, dennoch ist das Buch intellektuell Anspruchsvoll und wer diesem nicht gerecht wird, wird schwierigkeiten haben das Buch vollends zu verstehen.

    Auch in Anbetracht der Tatsache, dass solche Erzählungen mit ihren Figuren stehen und fallen, kann man diesem Roman nur 5 Sterne geben. Das Buch ist voll mit sinnvollen Weisheiten und Reflexionen und sehr poetisch gechrieben. Zwar wird er für meinen Empfinden gegen Ende hin etwas esoterisch, eine solche subjektive Empfindung zieht ihm aber bestimmt keinen Stern ab.

  1. hat mir nicht gefallen!

    3
    (3 von 5 *)
     - 31. Jul 2020 

    Vielen Dank an den Autoren, das ich das Buch rezensieren sollte. Der Klappentext sagte mir rein gar nichts und ich wusste ehrlich gesagt nicht, was mich erwartete. Nur wusste ich, das es was spirituelles zu tun hatte und dieser Gedanke gefällt mir. Das Buchcover sieht sehr nett aus und ist meiner Meinung nach sehr schön gestaltet. Die Farben und das drum rum ist sehr hübsch gemacht.

    Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen. Vielleicht lag es an der Schrift oder am Schreibstil, aber ich kam mit der Geschichte nicht warm. Als Leserin wusste ich nicht genau, wer die Protagonistin ist. Die Schamanin spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte. Als Leserin erfährt man nicht viel von der Protagonisten/ in, außer das diese Person einen Onkel hat und zu Anaqam, die Schamanin musste um Hilfe zu bitten, weil sie nur ihr helfen kann. Die Person, kann nachts nicht schlafen und hat totale Probleme mit ihrem Leben. Irgend wie läuft es nicht so wie es laufen sollte.

    Anaqam, ist eine Schamanin, eine alte Frau, die viel Weisheit und Erfahrungen gesammelt hat um der Person zu helfen. Und Anfangs hat die Person probleme und will es nicht, doch wenn sie das Problem weg haben will, braucht sie anaqam. Nur anaqam kann ihr helfen. Und sie lernt pber die spirituellen Themen. . Auch lernt sie was über „Manifestierung“ Ich kam nicht in die Geschichte rein und hatte Schwierigkeiten diese Geschichte zu lesen. Ich wollte gerne, das mir die Geschichte gefällt. Aber es ging immer um die Schamanin und um ihre Weisheiten. Auch wenn es spirituell ist und die Weisheiten auch tatsächlich stimmen und ich auch teilweise, das Gefühl hatte, man spricht über mich, so hatte ich nicht das Gefühl, dass da ein roter Faden ist. Mir hat was gefehlt, etwas spannendes, etwas was mich überraschen sollte und irgend wie war das nicht drin. mir hat da was gefehlt. Etwas plötzliches, pberraschendes . Denn es ging immer nur Anaqam und die ging mir so was von auf die Nerven mit ihrer Art „Denk mal nach und nein das sag ich dir nicht“ Diese Schamanin hat mich übelst aufgeregt. .

 

Unser Vater: Ein Gespräch

Buchseite und Rezensionen zu 'Unser Vater: Ein Gespräch' von Gabriele Gysi
NAN
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Inhaltsangabe zu "Unser Vater: Ein Gespräch"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:148
Verlag:
EAN:
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So sterben wir: Unser Ende und was wir darüber wissen sollten

Buchseite und Rezensionen zu 'So sterben wir: Unser Ende und was wir darüber wissen sollten' von Roland Schulz
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "So sterben wir: Unser Ende und was wir darüber wissen sollten"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:240
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "So sterben wir: Unser Ende und was wir darüber wissen sollten"

  1. Im Gedenken zum Jahrestag

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Jul 2020 

    Genau heute vor einem Jahr starb meine Mutter, fast genau 2 Jahre nach ihrer Diagnose. Diese 2 Jahre waren voller Hoffnung, Verdrängung und Wut, voller Termine, Pläne und Verzweiflung. Schließlich und endlich blieb meine Mutter daheim und starb. Meine Schwester hat sie gepflegt, ich habe sie so gut es ging dabei unterstützt, die letzten Nächte habe ich an Mamas Seite verbracht.

    Meine Fragen, Ängste und Sorgen kamen erst nach der Beisetzung. Natürlich hätte ich fragen dürfen. Ärzte, Pfleger und der Bestatter forderten mich dazu auf, aber mein Kopf war leer, die Zeit hektisch. Im November 2019 kaufte ich mir dann "So sterben wir" und brachte es bis jetzt nicht fertig, es zu lesen. Ich scheute mich ein wenig vor der schonungslosen Wahrheit, die Bilder meiner Mutter im Pflegebett waren mir zu frisch im Kopf. Erst das Entrümpeln des Haushalts half mir, loszulassen.

    Trotzdem hat es noch drei Bücher parallel zur Ablenkung gebraucht, um dieses eine zu lesen. Viele Tränen habe ich vergossen, bin aber froh und dankbar, es geschafft zu haben.

    Das Buch unterteilt sich in drei Abschnitte, Sterben, Tod und Trauer. Wenn ich das Sterben hinter mich gebracht hätte, würden Tod und Trauer mich nicht mehr aus der Bahn werfen, so dachte ich. Aber all meine nichtgestellten Fragen wurden hier wieder hochgespült und ich musste mich damit auseinandersetzen.

    Mit schlichten Worten geht der Autor ins Detail und beschränkt sich dabei nicht auf die Körperlichkeiten und medizinischen Möglichkeiten, sondern klärt auch die so kalt erscheinenden gesetzlichen und amtlichen Angelegenheiten, die zu beachten und einzuhalten sind. Aktuelle Gesetzesänderungen wurden mit eingearbeitet. Natürlich kann man sich auf die Profis in dieser Branche verlassen, aber es tut gut zu wissen, wo und wann man noch ein Mitspracherecht hat, welche Gestaltungsmöglichkeiten für das eigene Ende bestehen und was vielleicht noch alles zu bedenken ist.

    Das Buch klagt nicht an, jammert nicht rum und schreit nicht populistisch durchs Medium. Es ist vielmehr eine hilfreiche Abhandlung über den letzten Weg in unserem Leben, der gerne verdrängt, aber doch bedacht werden will. Es ist hilfreich für die Hinterbliebenen, als auch für alle Ratsuchenden. Die Sprache ist ruhig, einfühlsam und tröstlich. Dezente Hinweise auf Grauzonen, geben einem das Gefühl, nicht hilflos ausgeliefert zu sein und mit Insiderwissen Fragen stellen zu können, die ehrliche Antworten erfordern.

    Es ist keine leichte Kost, es geht unter die Haut und definitiv das erste Sachbuch, das mich sehr herausgefordert hat. Es gibt keine Listen, die abgehakt werden wollen, keine Hinweise, was man "abarbeiten" sollte, trotzdem baut dieses Buch ein strukturiertes Gerüst, das Halt in den Zeiten unseres Lebens bietet, in denen wir am verletzlichsten sind. Aber man sollte auch breit sein, es lesen zu wollen!

 

Ist das Gott oder kann das weg?: Warum Ostern ein merk-würdiges Fest ist

Buchseite und Rezensionen zu 'Ist das Gott oder kann das weg?: Warum Ostern ein merk-würdiges Fest ist' von Jakob Friedrichs
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Inhaltsangabe zu "Ist das Gott oder kann das weg?: Warum Ostern ein merk-würdiges Fest ist"

Format:Taschenbuch
Seiten:96
EAN:9783957346520

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Ich muss verrückt sein, so zu lieben

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich muss verrückt sein, so zu lieben' von Shauna Shanks
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ich muss verrückt sein, so zu lieben"

Shauna Shanks und ihr Ehemann Micah führen eine solide Ehe. Glaubt zumindest Shauna - bis Micah ihr kurz vorm 10. Hochzeitstag eröffnet, dass er sie nicht liebt, eine Affäre hat und die Scheidung will.
In ihrer Not wendet sich Shauna an Gott. Er ermutigt die junge Mutter, nicht aufzugeben. Also beschließt sie, um ihre Ehe zu kämpfen. Doch ihre Waffen sind nicht Wut, Aggression, Bitterkeit, Vorwürfe oder Streit - sondern Liebe, Liebe, Liebe. Die berühmten Worte aus 1. Korinther 13 werden ihr "Liebesfilter", anhand dessen sie jedes Gefühl, jedes Wort, jedes Handeln ihrem Mann gegenüber prüft. Das verändert nicht nur Shauna selbst, sondern sie erlebt auch in ihrer Ehe ein echtes Wunder ...
Auch wenn ihre Geschichte einmalig ist, bezeugt sie: Gottes Wort und seine leidenschaftliche Liebe zu uns kann wirklich alles verändern.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:256
EAN:
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Rezensionen zu "Ich muss verrückt sein, so zu lieben"

  1. Eine Frau kämpft um ihre Ehe mit Gottes Hilfe

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 23. Jul 2019 

    Cover und Gestaltung:
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    Mich hat das Cover sofort angesprochen. Die Person, um die es geht ist abgebildet in lächelnder Position. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Autorin zur Seite blickt, statt den Leser anzusehen. Sie scheint auf den Titel zu schauen. Oder schaut sie zu ihrem Liebsten hin? Das Bild weckte meine Neugier und die Frage, was wohl der Auslöser ihres Glückes sein mag. Die Farben harmonieren miteinander, zum Thema Liebe passt das Herz und die rosa Töne. Das "So" im Titel strahlt wie die Sonne und für mich war gerade dieses Wort ein richtiger Eyecatcher, der zusammen mit dem Seitenblick echte Neugierde auf den Inhalt geweckt hat. Als Hardcover wirkt das Buch sehr hochwertig und im Laden hätte ich das Buch definitiv zur Hand genommen, sehr schön gemacht!

    Inhalt:
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    Nach fast 10 Jahren Ehe, aus der 3 Kinder hervorgegangen sind, eröffnet Shaunas Mann Micah ihr, dass er sie nicht lieben würde (nie geliebt hätte!) und sich scheiden lassen will. Nach einer anfänglichen Verzweiflung beschließt Shauna, unterstützt von ihrem christlichen Glauben, um ihren Mann und ihre Ehe zu kämpfen. Dabei dient ihr 1. Korinther 13.13 als Motto: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

    Mein Eindruck:
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    Die Beschreibung und das Cover hatten mich sofort gepackt. Sicher kennen viele das Gefühl, wenn die Ehe auf einmal zu kippen droht bzw. wenn man plötzlich vom Partner eröffnet bekommt, es sei etwas nicht in Ordnung, obwohl man selbst dies zuvor anders wahrgenommen hat. Gefühle wie Verbitterung, Wut, ggf. Rachsucht aufgrund seelischer Verletzungen kommen da schnell hoch. Ich war neugierig, wie Shauna es geschafft hat, die Liebe überwiegen zu lassen und wie sie ihre Ehe damit retten konnte.

    Optisch ist das Buch schön gestaltet mit dem scheinenden Herz als Abschnittstrenner und schreibschriftartigen Kapitelüberschriften. Zudem ist jedem Kapitel ein passendes Bibelzitat vorangestellt, das durch ein Pflanzenblatt vom Kapitel optisch getrennt wird.

    Der Einstieg in die Handlung ist noch viel versprechend. Shauna fasst zusammen, wie Micah und sie sich kennen gelernt haben und es wie dann zum Heiratsantrag kam. Danach folgt ein Zeitsprung, bei dem sie den fatalen Tag schildert, an dem Micah ihr mitteilt, dass er sie nicht (mehr) liebe. Im weiteren Verlauf erlebt der Leser die Höhen und Tiefen von Shauna beim Kampf in sich, um ihren Glauben und ihre Ehe. Ihre Hoffnung, aber auch die Zweifel und negativen Gefühle. Diesem Verlauf vermochte ich oft schwer zu folgen, da er nicht chronologisch erzählt wurde. Da Vieles, das sich auf die (frühere) Beziehung von Shauna und Micah bezog, nur häppchenweise eingestreut wurde, konnte ich manchmal schwer die aktuelle Situation nachvollziehen. Am Ende wird klar, dass Micah das Buchprojekt unterstützt hat, um ihrer beide Geschichte zu erzählen. Da hätte ich es wünschenswert gefunden, wenn er im Buch zu einigen Stellen auch seine Meinung offenbart hätte.

    Shaunas Kampf selbst lässt mich zwiespältig zurück. Zwar kann ich auf der einen Seite ihre Verzweiflung nachvollziehen und einige ihre Tipps wie den "Liebesfilter" oder die "Gefangennahme schlechter Gedanken" fand ich gut und nachahmenswert. Auf der anderen Seite war mir ihre Einstellung zu Gott und vor allem zum Gebet zu extrem. Sie erschien für mich sehr egoistisch. Wenn sich Dinge für sie zum Guten gewendet haben nach dem Gebet, so war es Gottes Werk, wenn nicht, dann verzweifelte sie sogleich. Alles, was sie tut, tut sie nicht (in erster Linie) aus Liebe zu Micah, sondern als Mittel zum Zweck (ihn zurückzuhaben). Obwohl sie sich an das "Hohelied der Liebe" (1.Korinther 13) halten will, so hatte ich doch oft den Eindruck, dass sie widersprüchlich handelt, Liebe mit Besitz verwechselt. Diese Ich-Bezogenheit hat mich häufig beim Lesen genervt, auch wenn es immer wieder sehr gute Passagen gab, wenn sie z. B. mit ihren Kindern über die aktuelle Situation redet und sie verbal beschützt. Auch ihr Durchhaltevermögen habe ich dabei sehr bewundert. Letztendlich stand im Vordergrund ihre Beziehung zu Gott und die Beziehung zu Micah war dabei nur der Aufhänger, das 'Nebenprojekt', so empfand ich es. Ich bin überzeugt, dass der Glaube an Gott eine sehr wichtige Unterstützung in allem ist, auch im Kampf um Beziehungen. Doch die Ich-Bezogenen Interpretationen der Bibelverse und Shaunas ekstatische Ausbrüche bei Lobpreisliedern empfand ich eher als befremdlich. Schließlich hat mich die Auflösung, die Micahs schlechtes Verhalten ihr gegenüber begründen soll, doch sehr überrascht und schockiert zurückgelassen. In gewisser Weise hatte ich am Ende das Gefühl, dass Shauna wirklich etwas "ver-rückt" ist, wie im Titel angedeutet, sie ist mir einfach zu extrem in mancher Hinsicht. Daher ließ mich das Buch unbefriedigt zurück, ich hatte mir etwas anderes erhofft.

    Fazit:
    ---------------------------
    Mit Gottes Hilfe die Ehe retten: Viele gute Denkanstöße, doch recht extreme Glaubenspraktiken und eindimensionale Ansichten der Autorin

 

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